55 ®^^Sne Müsse besiegt YaVen, sich in allen Arek- fühle und Lebensinteresien des polnischen Volles ver-
>en der Heimat immer tiefer bewähren."
Hindenburg antwortete:
_ "Dem hannoverschen Provinziallandtage herzlichen Dank für die an mich gerichteten gütigen Worte. Ich W einen wie großen Anteil Medersachsens tapfere ^ühne an unseren Waffenerfolgen haben und blicke Saunst getrost entgegen. Gott der Herr verläßt An Deutschland nicht und wird uns zum endgültigen ^tege führen und dann nach errungenem, aller schweren Opfer würdigen ehrenvollen allgemeinen Frieden aus Wiedersehen in der schönen Heimat."
Hinter Lord Lsusdowu.
Um den Verstäudigungsfrieden.
W Rotterdam, 8. März. (Eigene Drahtnachricht.) In London wurde gestern eine Versammlung zur Un- terstntzong Lansdownes und zur Befürwortung eines BersianörgnnaSfriedens abaehalten. Vorsitzender der Versammlung war Hirtt, der Chefredakteur des Econo- mrst. An der Versammlung nahmen teil Lord Asthon, Iowell, Noel und Burton, die dem Unterhause angeboren. Der Vorsitzende sagte: Die Mehrheit des ver- standmen englischen Volkes ist mit Lansdomne einverstanden und hosft, ihn demnächst vor einer großen Oef- fentlichkeit sprechen zu hören. Das Unterhausmitglied Lee Smiths sagte, das größte Hindernis des Friedens ist, daß die Alliierten keine gemeinsamen Minöestße- dingungen für Verhandlungen ausgestellt haben. Die von jedem einzelnen aufgestellten Höchstbedingungen sind unerfüllbar, und so müssen wir weiterkämpfen.
Englische Stimme der Vernunft.
Gerechtigkeit für den deutschen Kanzler.
Die Daily News veröffentlichen eine bemerkenswerte Zuschrift Lerds Bucmaster, in der dieser die letzte Rede des Grafen Hertling als die wichtigste Aeußerung eines deutschen Staatsmannes seit Kriegsausbruch bezeichnet. Diese Rede, zu einem Zeitpunkt gehalten, als Rußland überwunden zu Deutschlands Füßen liege, während an der Westfront die Ruhe vor dem Orkan herrsche, sei bei weitem die maßvollste, die man bisher gehört habe. Sie enthalte keine verächtlichen oder ehrenrührigen Ausdrücke für England und seine Alliierten und bekunde ein mehr als oberflächliches Verständnis für Wilsons vier Grundbedingungen für einen bleibenden Frieden. Keine schwerere Verantwortung liege auf den Staatsmännern, als die, derartige Angebote unberücksichtigt zu lassen.
Die Norddeutsche Allq. Ztg. bemerkt dazu, diese Aeußerung verdiene nach Ton und Inhalt Beachtung. Es handle sich zwar um eine vereinzelte Stimme, immerhin aber sei es erfreulich, ein vernünftiges Urteil zu verzeichnen, das dem Reichskanzler Gerechtigkeit wider fahren lasse und seinem Gedankengang ohne Voreingenommenheit zu folgen fuche.
Geddes über den Absotkrieg.
Das mißtrauische Unterhaus.
Die Einbringung des Flottenetats im Unterhaus suchte der Erste Lord der Admiralität, Geödes, durch allerlei rosenrote Mitteilungen schmackhaft zu machen. Er sagte, daß der Seekrieg, eine Kraftprobe zwischen dem Unterseeboot und den Abwehrmaßnahmen, sich im ganzen in steigendem Maße zum Vorteil Englands gewandt habe. Die seindlichen Unterseeboote würden in vermehrter Zahl zerstört und ihre Besatzung sträube sich in wachsendem Maße gegen die Ausfahrt. (!) Das Geleitsystem sei erheblich entwickelt worden. Auch im MWMMMMMWMMM Seestreitkräfte Griechenlands arbeiteten bereits sehr wirksam im Mittelmeer. In kurzem werde die alliierte Flotte durch brasilianische Kriegsschiffe verstärkt.
Wie wenig die allgemeinen, über die Wirklichkeit hinweghüv'enden und die furchtbare Wahrheit entstellenden Ausführungen Geddes' Anklang in dem schon so oft mit solchen Ausführungen abgespeisten Unterhaus fanden, geht daraus hervor, daß Äsqnith bedauerte, daß über den Umfang der englischen Scksiffs- verluste und über die getroffenen Maßnahmen um die Verluste wieder einzuörinacn, nicht genauere Mitteilung gemacht würde. In seinem Voranschlag im Dezember habe der erste Lord der Admiralität gesagt, daß die Neubauten im Jahre 1917 denen des Rekord- mhres 1913 glciSkämen. Das Haus wurde gern erfahren. ob diele Erwartung in der Tat erfüllt wurde oder, wenn das nickt der Fall, wie weit man der Erfüllung nahegekommen. Bonar Law antwortete, daß die Neubauten von Schiffen für die Flotte und die Handelsmarine zusammen ungefähr dem Schiffsraum des Rekordjahres 1913 gleichkämen. Asquith verlangte hierauf die Bekanntgabe der Ziffern über die Handelsmarine und sagte, es müßten mehr schiffe gebaut werden, und sie müßten rascher fertiggestellt werden.
Wenn weiter Reuter meldet, der Teil der Rede Geddes, in dem er über die Aussichten der deutschen Nboote, van ihren Fahrten zurückzukehren, sprach, habe im Unterhaus einige BerbMimra hervorgerufen, „so läßt das drastisch auf das Mißtrauen schließen. das nS das englische Parlament gegen die Trostvermche im Unterseebootkrieg zugelegt hat.
Neuirnlität mit doppeltem Boden.
„Jgotz Mendi" und -Kong Inge".
Im Falle „Jgotz Mendi" hat Dänemark einer dänischen Bergungsgesellschaft verboten, der deutschen Prije Hilfe zu leisten. ‘ Sollte dieses Verbot der Erwägung entsprungen sein, daß es einem neutralen Staat verwehrt sei, Handlungen in seinen Gewässern zuzulassen, die eine Unte'-stützung der Tätigkeit der Prise bedeutet, so muß man Lü wundern, daß Dänemark diesen Grund satz nickst auch englischen Prise« gegenüber zur Geltung gebracht hat.
In einem Falle, in dem eine englische Prise Mnu sibe Gewässer an gelaufen hat, hat das Schiff dort tue Unierstützung gefunden, ohne die es seine Reise nicht sortieren konnte. Am 19. März 1916 lief nämlich der Dampfer , Kong Inge", deß auf, der Fahrt nach einem deutschen Hafen von einem englischen Unterseeboot aufgebracht worden war, aus Kohlennot als englische Prise den dänischen Hafen Frederikshavn an. Sie erhielt dort anstandslos die Kohlen, um ihre Reise nach Leith fortsetzen zu können, und fuhr noch am rstbend des 19. März ab.
Man fragt sich vergeblich, warum tue Dänen ge strittet haben, daß der englischen Prise „Kong Inge" die für ihre Weiterfahrt notwendige Unterstützung zuteil wurde, die Unterstützung der deutschen Prise „Jgotz Menoi" aber verboten haben.
Das Ende der österreichischen BuDgetkriese.
Nur, endlich ist das Budget tm österreichischen Ab- aeorduelenhause gestern durchgebracht worden. Für das Bndgetprovisorium stimmten die nationalen Parteien, die deutschen Sozialdenwkraten und die Ukrainer, dagegen die Tschechen, Südslaven und polnischen So- staldemokraten. Der Polenklub ließ die Erklärung Ggeben, daß die Polen zum Zeichen des Protestes gegen die von ihnen bekämpfte Politik, wodurch die Ge
letzt würden, der Regierung die Stimme für das Bud- getprovisorium versagen würden. Der § 2 des Budget- provisoriums, enthaltend Kriegsausgaben, wurde mit 203 gegen 161 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten auch die deutschen Sozialdemokraten. $ 3, betreffend 6 Milliarden Kriegskredite, wurde in namentlicher Abstimmung mit 203 gegen 165 Stimmen angenommen. Das Budgetprovisorium wurde hierauf auch in dritter Lesung angenommen und die Sitzung geschlossen.
Neuer Vermittlungsversuch des Vatikans.
o-»^ Genf, 8. März. (T. U.) Der Vatikan will sich, nach einer Meldung des Matin, bei einem neuen Vermittlungsversuch auf die vom Grafen Hertling in seinen Erklärungen anerkannten 14 Grundsätze Wilsons stützen und versucht bereits, mit gewissen Kriegführenden, besonders mit den Vereinigten Staaten, Fühlung zu nehmen.
Das amerikanische Lustkrieg-Programm.
Reuter meldet aus Washivatou: Die weitere Bewilligung von 450 Millionen Dollar für das Luft- krieg-Programm wurde vom Kriegsdepartement vom Kongreß gefordert, über die bereits ausgeworfenen 640 Millionen Dollar hinaus. Der Senatsausschuß wurde benachrichtigt, daß 200 Millionen Dollars sofort gebraucht würden. Das Ziel ist, den Vereinigten Staaten auf ihrem Kampfabschnitt die Uebermacht im Luftangriff zu sicherm Der größte Posten ist 15 Millionen Dollars für Baracken und Quartiere.
Die Frauen als Feinde.
Das amerikanische Repräsentantenhaus hat einen Gesetzantrag angenommen, durch welchen die deutschen Frauen unter die feindlichen Ausländer einbezogen werden.
Irland am Vorabend der Revolution?
i»-^ Holländische Reisende berichten, daß in Liverpool außergewöhnliche Trnppenmcngen liegen. Es heißt, daß sie zur Verschiffung nach Frankreich bestimmt sind: doch werden sie in Wirklichkeit bereitgehalten für eine, wie man glaube, bevorstehende irische Revolution.
General French in Irland.
-^ Haag, 8. März. (Eigene Drahtnachricht.) Der frühere englische Oberbefehlshaber Lord French, der jetzige Befehlshaber der englischen Heimarmee, ist vorgestern in Begleitung des Generals Mahon, des Kommandanten der Truppen in Irland, in Irland ange- konnnen. French erklärte, er müsse in Irland die Ordnung ausrechterhalteu, wie das im ganzen englischen Lande geschehen sei.
Hindeuburg a« die Deutsch-Irische Gesellschaft.
Auf das an Generalfeldmarschall von Hindenburg gerichtete Grußtelegramm der Teutsch-Irischen Gesellschaft ist die Antwort Hindenburgs eingcqangen:
„Herzlichen Dank für freundliches Gedenken. Ich hoffe, daß der deutsche Sieg auch Irland nützen wird."
Levensmittelunruhen in Christiania.
An verschiedenen Stellen Cbristianias fanden Unruhen statt, an denen der Mob beteiligt war. Vorwiegend jugendliche Personen drangen in Läden und Bäk- kereien ein, plünderten sie und zertrümmerten die Fensterscheiben.
Preußisch®« abgeordnetenhaa^
. »l«5j>
Bei der Weiterberatung des Ersenvahnetäts rügte ein sozialdemokratischer Abaeöröneter einen zwischen dem Verleger der Nordöenrschcn Zlllgemeinen Zeitung und dem Eisenbahnfiskus abgeschlossenen Vertrag, nach welchem der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung ein Reklamemonopok auf der Eisenbahn zugestanden ist. Der Btonopolvertrag bringe dem Unternehmer ungeheure Eruuahmen, die die Verwaltung selbst erzielen könne, und deute die aus, die auf die Reklame angewiesen seien. Redner ließ auch durchblicken, daß bei dem Vertragsabschluß politische Gründe mitgespielt hätten. Eisenbahnminister von Breitenbach führte demgegenüber aus, der Vertrag mit der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung habe keinen politischen Untergrund und sei lediglich im fiskalischen Interesse erfolgt. Er bringe nur eine geringfügige 'Nebeneinnahme für die Eilen- bahn. — Weiterberatung ist am Montag, dem 11. März.
Politische Rundschau.
iw Herzog Karl Michael. Zur Thronfolgefrage in Mecklenburg-Strelitz schreibt die Mecklenburgische Zeitung, es verlaute, daß Herzog Karl NkiSael, der in den russischen Staatsverband übergetreten ist, nicht allem der deutschen Staatsangehörigkeit entsagt, sondern aus schriftlich auf seine Tbronansprüche verzichtet habe.
Berhaftnuge« in Belgien. Der liberale Abgeordnete von Antwerpen Louis Frank und der Schösse 'Strauß sind verhaftet worden, weil sie es .unternommen haben, Arbeitswillige zu veranlassen, ihre Arbeit niederzulegen. Sie werden sich vor einem deutschen Gericht wegen Verletzung der Anordnungen, die der Generalgouverneur getroffen hat, zu verantworten haben.
Ums gleiche Wahlrecht. Es ist, so meint die Frkf. Ztq., im Anschluß an die Vermutung, daß die Mehr- Heil der nationalliberalen Landtagsfraktion sich für das gleiche Wahlrecht bekennen werde, kein Zweifel mehr, daß für die auf dem gleichen Wahlrecht begründete Lösung der Wahlreform eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus gesichert ist. Auch die Zahl der Freikonservativen, die für das gleiche Wahlrecht eillträten, nehme zu, und die Konservativen geben sich über den Ausgang der Sache keinen Illusionen mehr hin. — Der Abgeord- ordnete Dr. Osann, der Vorsitzende der nationallibera- len Partei Hessens, beschäftigte sich in einem Vortrag in Darmstadt mit dem preußischen Wahlrecht und führte n. a. aus, es sei ein Fehler der konservativen Partei gewesen, daß sie nicht zur rechten Zeit in eine Aenderung des JÄHlrechts eingewilligt habe. Für Hessen komme die Frage der Abschaffung des Pluralwahlrechts in Frage, das sich, wenn Preußen das Reichstagswahlrecht erlange, nicht mehr aufrecht erhalten lasse.
Der künftige polnische Ministerpräsident? Reichskanzler Graf Hertling empfing den ehemaligen polnischen Finanzminister Steczkowski. Hierzu bemerken verschiedene Berliner Blätter, daß man in Steczkowski, der nach Berlin gekommen sei, um über sein politisches Programm mit den maßgebenden Stellen zu verhandeln, den zukünftigen polnischen Ministerpräsidenten vermuten könne.
Interessantes von der Post. Im Hauptausschuß des Reichstages gab der Staatssekretär des Reichspostamtes, Rüdlin, bei Beratung des Postetats u. a. bekannt, der Etat schließe planmäßig mit einem Ueberfchutz von 103 Millionen ab. Für 1917 dürfe man auf eine Einnahme von 835 Millionen rechnen, ohne die Reichsabgaben. Mehr als die Hälfte der Beamten sei im Felde, sodaß große Ausgaben für Hilfskräfte erforderlich seien. Täglich befördert die Feldpost 21 Millionen Sendungen.
Mg. Huvrich (Fortschr. Vp.) brächte vor: Im PuMkukt wird viel über die Unzuverläfsigkeit der Post geklagt. Wie ist es mit der Beraubung von Sendungen? Können die Einschreibpakete nicht wieder eingeführt werden? Ist es nicht notwendig, die F e l d p o st s e n d u n- gen der Heimat portopflichtig zu machen? Das würde 260 Btillionen bringen. Es hat sich da ein gewisser Unfug herausgebildet. Staatssekretär Rüdlin entgegnete: Wegen Beraubung von Postsendungen wurden gerichtlich bestraft: 1915. 9 Beamte, 57 Unterbeamte, 710 Aus- Helfer: 1916. 13 Beamte, 700 Unterbeamte, 900 Aushelfer: 1917. 17 Beamte, 120 Unterbeamte und 1000 Aushelfer. Gestohlen wird in Massen, besonders auf der Eisenbahn. Vielfach sind aber auch die Pakete unbestellbar. Auf 100 000 Pakete kommen jetzt 88 nicht nachweisbare. Wir tun alles, was geschehen kann, durch verschärfte Aufsicht usw. Ein Unterstaatssekretär beantwortete die übrigen Fragen hahin: Eine Umfrage hat ergeben, daß Einfchrerbpakete noch nicht wieder zu- gelaffen werden könnem Die Portofreiheit des Feld- postverkehrs hat zu Mißständen geführt, aber es muß vermieden werden, daß der Gerechte mit dem Ungerechten leidet. Die Verbindung zwischen Feld und Heimat muß unter allen Umständen aufrecht erhalten wer- dem Uebrigens schweben Verhandlungen, deren Ergebnis noch nicht feststeht. Ein sozialdemokratischer und ein konservativer Abgeordneter wenden sich gegen den Gedanken der Aufhebung der Portofreiheit tm Feldpost- verkehr von der Heimat aus.
Die Sommerzeit beginnt in diesem Jahre am 15. April vormittags 2 Uhr und endet am 16. September vormittags 3 Uhr. Die öffentlichen Uhren stnd am 15. April 2 Uhr früh auf 3 Uhr vorzustellen, am 16. Setember früh 3 Uhr auf 2 Uhr zurückzustellen. Da gegen 2 Uhr vormittags die wenigsten Eisenbahn, züae verkehren, empfahl sich dieser Zeitpunkt zum Ueb raang. Die Verhältnisse des Güterverkehrs ließen es für die Eisenbahn- und die Postverwaltung wünschenswert erscheinen, daß der Uebergang von einer Zeit in die andere in der Nacht von einem Sonntag zu cineur Montag stattsindet.
Ein Lnhmeslag vor Vasscheudaele.
Aus dem Felde wird uns geschrieben:
Die Sonne des ersten Dezembers bestrahlte in liebevoller Wärme auch das Schlachtfeld bei und nördlich von Passchendaele. Ueber seine ungezählten Trichter ließ der Feind in dicken Feuerwellen seine Geschosse gurgelnd und zischend durch die Lüfte sausen, um unsere Infanterie- und Artilleriestellungen zu vernichten. Natürlich beantwortete unsere Artillerie das feindliche Feuer in außerordentlicher Stärke. Gegen 11 Uhr abends trat eine auffallende Stille ein, die nur noch durch kleinere Feuerstöße unterbrochen wurde.
Der Blond stand bereits hoch am Himmel, als gegen 2 Uhr das feindliche Feuer lebhafter wurde und um 3 Uhr zum riesigen Trommelfeuer anschwoll. Zur selben Zeit stieg auch schon aus unserer Linie das erste Sperrfeuerzeichen auf. Der Feind greift an! Unsere Artillerie setzt ein und riegelt mit einem dichten Feuerstreifen das Gelände vor unseren Linien ab. Unsere Maschmengewehre öffnen ihre Feuerschlünöe und schicken ihre vernichtenden Geschotzgarben auf den Feind. In dichten Wellen kovnnt der Engländer an. Die Hauptmacht des Gegners richtete sich gegen unseren rechten Flügel und gegen den linken Slügel unseres.rechten Schwesterregiments. Der Feind versuchte am linken Flügel und gegen den linken Flügel unseres rechten drohte unsere rechte Flanke. Dort stand die 12. Kompag- wrMWrwBW' Der Angriff stockte und wurde ausgehalten. Vor uns kamen die ersten feindlichen Sturnitrupps an unsere Linie, wo sie im Nahkampf erledigt wurden. 5% Stun den dauerte der Riefenkampf. Btit dem anbrechenden Tage flaute das Feuer ab: es wurde ruhiger.
Der sonnige Tag zeigte uns dann unsere außerordentlich schwierige Lage. Die feindlichen Massen lagen dicht vor uns, hatten sich auch in der rechten Flanke festgesetzt.
Hunderte von Toten und Verwundetest des Feindes bedeckten unser Vorfeld. Während des ganzen Vormittags wurden Verwundete verbunden und geborgen.
Im Laufe des Nachmittags kamen unsere Berert- schasten heran und warfen den Feind im Handgranaten- kampfe fluchtartig zurück. Der zurückflutende Gegner kam in schweres Vernichtungsfeuer unserer Artillerie und Maschinengewehre, das ihm entsetzliche Verluste °l rt&3 darauf, gegen 5,15 Uhr nachmittags, kam der Feind von neuem in dichten Wellen über die Höhe. Noch war es Taa, und seine Schützenlinien hoben sich scharf gegen den Stbendhimmel ab. Das Sperrfeuer der eigenen Artillerie fetzte sofort ein und legte einen Feuerstreifen vor den Feind. Gleichzeitig eröffneten unsere Maschinengewehre und Infanterie das Feuer. Der Feind kehrte fluchtartig um und ließ zahlreiche Tote und Verwundete auf dem Kampffelde zurück. t
Mit Einbruch der Dunkelheit wurde es auf beiden Seiten sehr ruhig. Nur vereinzete Artille,rieschüsse unterbrachen die wohltuende Stille. Ein heißer Tag ütg hinter uns. Jeder von uns hatte das stolze Bewußtsein: Wir blieben Sieger, der Feind erlitt eme furcht- ^Es ‘war1 cm' Ruhmestag für unser Regiment!
Vermischtes.
o-r Professor Neuvranu gestorben. Der Ordentliche Professor der Pathologischen Anatomie an der Universität Königsberg, Geheimrar Ernst Neumann, langjähriger Direktor des Königsberger Patholog!,chen Instituts, Ehrendoktor der Universitäten Tübingen und Genf, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Die Rache des Modells. In einer Gemäldeausstellung in Stockholm, ist eines der schönsten Bilder, eine nackte. Laute spielende Frau darstellend, böswillig zerstört worden. Dem Aufsichtsbeamten war eine Frau ausgefallen, die sich längere Zeit in der Nähe des »Bildes aufhielt. Der Beamte umtzte einen Augenblick ans Telephon gehen, und als er zurückkam, war die Frau verschwunden, und das Gesicht des Bildes war mit einem Messer zerschnitten. Man glaubt, daß das Modell die Tat vollführt hat, vielleicht weil es sich schämte, öffentlich ausgestellt zu sein.
Weitere Drahtnachrichten.
Die Daimler-Werke mUer militärischer Aufsicht.
r^ Stuttgart, 8. März. (T. lt) Zwischen der Heeresverwaltung und der Daimler-Motorengesellschaft in Stuttgart-Unterstürkheim sind Differenzen entstanden, die dazu führten, der Leitung der Firma eme unlitä- rische Aussicht beizuordnen.
Iaures Mörder vor Gericht.
x Genf 8. März. (T. lt.) Wie das Berliner Tageblatt berichtet, kommt das solange vertagte Verfahren gegen den Mörder Iaures, Villaine ur der nächsten, am 28. März zu eröffnenden Tagung des Schwitr- aerichts für das Departement Seine zur Verhandluua.