Finnland.
Mißerfolg der Weiße« Garde.
Das finnische Hauptquartier in Wasa meldet vorn 4- März neue Erfolge der Weißen Garde, aber auch emen Mißerfolg. Nach vierstündigem Kampfe nahmen die heldenmütigen Truppen von Savolak unter Leutnant Cronstedt Hyllostenfolmi, mußten sich aber, durch überlegenen Feind gezwnügen, zurückziehen. Durch Maschinengewehrfeuer wurde dabei eine mit Spreng- stoff beladene Fuhre entzündet, wodurch große Verluste unter der Weißen Garde hervorgerufen wurden.
Die in Helsingfors eingefrorenen Kriegsschiffe.
: . -^ Kopenhagen, 7. März. (T. U.) Aus Finnland wird gemeldet, daß die Stadt Bioerneborg von der Weißen Garde fast eingeschlossen ist. Nach einer Meldung aus Wasa sind drei Züge mit russischen Matrosen von Petersburg nach Helsingfors abgegangen. Die Truppen sollen beunruhigt sein über das Schicksal ihrer Kriegsflotte, die im Hafen von Helsingfors einoefroren ist Drei große Panzerschiffe beabsichtigt man aus dem Erse heraus auf Wasser zu bringen, um sie dann nach Kronstadt zu bringen.
Neues finnisches Papiergeld.
^ Kopenhagen, 7. März. (T. U.) Da sich der ge- nunte Goldvorrat der Bank von Finnland in den Händen der bürgerlichen Regierung in Wasa befindet, so ist diese aufgrund dieser Deckung zur Ausgabe von neuem Papiergeld geschritten.
Vergeblicher schwedischer Vermittlungsversuch.
iJ®^ Stockholm, 7. März. (T. u.) An Politiken telegraphiert der Stockholmer Bürgermeister Lindhagen aus Helsingfors, daß die beiderseitigen Verrnittlunqs- versuche in Finnland auf kein Interesse ft^cn, daß aber gleichwohl Verhandlungen in diesem Sinne im Gange seien.
Finnland braucht Hilfe, keine Bermittlung. Zwischen der Geistesrichtung der Roten und der Weißen Garde ist eine Vermittlung schlechterdings unmöglich.
Versuche dsr Revslutiomeruug Schwedens.
Wie Nya Daglight Allehanda erfährt, ist zwischen den schwedischen Juugfozialisteu und der revolutionäre« Regierung in Helsingfors ein förmliches Uebereinkour- men getroffen worden, um in Schweden mit finnisch- russischer Unterstützung im Frühling eine Revolution zu ermöglichen. Danach sollen die Parteifreunde in Schweden von ihren finnischen und russischen Genossen durch eine Flottenaktion unterstützt werden, sobald die Ostsee fahrbar wird. Der Russe Komenjew hielt sich in Stockholm auf, um die Möglichkeiten für das geplante große Unternehmen zu untersuchen und außerdem Geldmittel für die Vorbereitungen zur Verfügung zu stellen.
Chinesisch-japanisches Zusammengehen?
„Daily Mail" meldet aus Tientsin: Das chinesische .Kabinett hat sich für baldiges Zummmenaehen mit Japan entschlossen und auch eine Kommission nach Japan entsandt, um über die militärischen Fragen zu beraten. Es wird die japanische Regierung ersuchen, ihrerseits eine ähnliche Delegation nach China zu senden.
Auswechselung von Bevollmächtigten.
»sfr Haag, 7. März. (T. U.) Daily Mail meldet aus Tientsin: Peking wird Bevollmächtigte nach Japan sen- ---nordern. Vertreter Mch Peking zu senden, um die militärischen Maßnahmen festzuftellem
Zerstörung der Eisenbahudrücken?
Der Präsident der amerikanischen Eisenbahnmis- ston hat, wie Havas aus Washington meldet, dem Staatsdepartement mitaeteilt, daß die Russen mit der Zerstörung der transsibirischen Eisenbahnbrücken zwischen dem Wurbafiee und der chinesischen Küste begou- neu haben, so daß die Weiterreise des amerikanischen Botschafters nach Wladiwostok gefährdet erscheint.
Der Kaiser an den Reichstag.
Auf das vom Präsidenten des Reichstags an den Kaiser gerichtete Glückwunschtelegramm aus Anlaß des Friedensschlusses mit Rußland ist an den Vizepräsidenten des Reichstages nachstehende Antwort ein- gegangeMlichEn ^^ ^ ^rs Telegramm des Reichstags, dessen Fassung mich sehr erfreut hat. Der deutsche Sieg im Osten erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit. Er läßt uns wieder einen der größten Momente erleben, in denen wir ehrfürchtig Gottes Walten in der Geschichte bewundern können. Welch eine Wendung durch Gottes Fügung! Die Heldentaten unserer Truppen, die Erfolge unserer großen Feldherren, die bewunderungswürdigen Leistungen der Heimat wurzeln letzten Endes in den sittlichen Kräften und im kategorischen Imperativ, die unserem Volke in harter Schule anerzogen sind. Sie werden uns auch durch die entscheidenden Schlutzkümpfe hindurchtragen, endgültigem Siege erttgegen. Bei den großen Aufgaben, die uns Friedensschluß, Wiederaufbau und Heilung der Kriegswunden stellen werden, wünsche ich meinem geliebten deutschen Volke die alte geschichtliche Erfahrung, daß Einigkeit stark macht. Möchte es mit starkem Wirklichkeitssinn, mit unbeugsamem Glauben an sich selbst und seine Mission, mit starkem Staatsgefühl und stolzer Freude am Vaterland an die neue Z c i t und ihre Ausgaben herantreten, mit mir und meinem Hause durch die altbewährten Bande in gegen- seitigcm VeKrauen verbunden. Ich zweifle nicht, daß aus den Stürmen und Opfern dieser AH eine reiche, stark und glückliche Zukunft erwachsen wird.
Wilhelm R."
Der Kaiser an das Abgeordnetenhaus.
Der Präsident des Abgeordnetenhauses hatte aus Anlaß des Friedensschlusses mit Rußland eine Be- grüßung an den Kaiser lind König gerichtet. Daraus ist folgende Antwort eingegangen:
„Herzlichen Dank für den freundlichen Gruß des Abgeordnetenhauss. Der Sieg im Osten gehört zu den größten Erfolgen der Weltgeschichte, dessen Bedeutung erst die Enkel richtig würdigen werden. Daß er das Deutschtum der baltischen Or- deuslä n der nach menschlichem Ermessen für alle Zeiten sichert, ist mir eine große Freude und Genugtuung. Gott lasse baldigen endgültigen Sieg folgen! Ich bin voll tiefer Dankbarkeit gegen das Heer und seine großen Führer.
Wilhelm R."
Die Unruhen in Irland.
Die „Times" melden aus Dublin, daß der Grad der tsientliMt! Unsicherheit in Irland beunruhigende For- num an nehme. Die Erregung gegen England werde planmäßig gescluirt. An die beabsichtigten Werbungen in Irland werde unter diesen Umständen wohl kaum gedacht mcriten können.
Reuter meldet: Aus verschiedenen Teilen Irlands i werden vereinzelt Siuufeineruuruheu gemeldet. Eine I
Anzahl um Stoffen Bewaffneter Leute yar sich der kleinen Stadt Kiltrmagh im Bezirk Mayo bemächtigt.
Sir Redmond gestorbeu.
Sir John Redmond ist, laut Reuter, gestorben. Ueber die Todesursache des regierungsfreundlichen JrenfüH- rers verlautet noch nichts.
Neue englische Kriegskredite.
Allgemeen Handelsblad meldet aus London, daß Bonar Law im Unterbaute zur Deckung der Kriegskosten bis Ende Juni einen Kredit von 11 Milliarden Mark verlangen werde.
Sriegsaklerlel.
Die große Lustoffeusive im Sommer 1918.
Homme Libre in Paris berichtet, um den Feind bezwingen zu können, müsse die Zahl und die Qualität der Flugparks weiter vervollständigt werden. Der Sommer 1918 werde die große Luftofsensive dringen.
Erinnerung an „Seeadler".
Times erfahren aus Valparaiso: Ein in Talca- buano angekommener Schoner, der von der Insel Pa- aues kam, brächte 58 Offiziere nnd Matrosen von der Besatzung des deutschen Hilfskreuzers „Seeadler" mit, die vorher auf dem Schoner „Fortuna" waren und bei der Insel Paaues Schiffbruch erlitten hatte.
Russische Entschädignngspflicht.
Aus dem deutsch-russischen Zusatzvertrag ist noch hervorzuheben, daß über den Ersatz der deutschen Vermögenswerte, die nicht durch Kriegsgesetze, sondern durch revolutionäre Enteignungsgesetze geschädigt worden sind, unter grundsätzlicher Anerkennung der Ent- ichädigungspflicht eine weitere Vereinbarung Vorbehalten ist.
Einführung der Fleischkarte in Oesterreich.
Wie verlautet, soll im April in ganz Oesterreich die Fleischkarte eingeführt werden.
Preu&Hdiee abfleordneienhem*.
Sitzung vom 6. März.
Mit der Beratung des Haushalts der Ausiedlungs- komunssion für Westpreußen und Posen wird eine allgemeine einheitliche Erörterung aller
polnischen Frage« verbunden.
Abg. Senda (Pole) gibt eine Erklärung ab, in der es m a. heißt: Unser Vorgehen im Preußischen Landtag und Denstscken Reichstag ist durch Vertrauenskundgebungen sämtlicher polnischer Wahlorganisationen gebilligt worden. Die königliche Staatsregierung hat geglaubt, unseren Forderungen nicht entgegenkommen zu können und hat sie in schroffer Weise abgelehnt. Seinerzeit hat sie ein Höchstprogramm an Konzessionen für die Staatsbürger polnischer Nationalität vorgelegt, das von allen polnischen Parteien und Schichten der Bevölkerung ohne Ausnahme als unzulänglich zurückgewiesen worden ist. (Hört! Hört!) Bei dieser Sachlage halten wir augenblicklich jeden weiteren Meinungsaustausch für aussichtslos, weshalb wir es ablehnen, uns heute an einer weitgehenden Aussprache über die polnische Frage zu beteiligen. Der Friedensvertrag von Brest Litomsk hat überall, wo ein polnisches Herz schlügt, . Wir werden den mit
der ukrainischen Volksrepublik aSgefGwffeuesgWDWi Sensvertrag niemals als recht anerkennen. (Beifall bei den Polen.)
Abg. Wolf-Gorke (kons.): Mit dröhnendem Hammer müssen wir an das Schlafgemach der Regierung schlagen (Heiterkeit), damit sie endlich über der polnischen Frage aufwacht. Nur wer die Polen kennt, weiß, daß es mit ihnen niemals eine Verständigung geben wird. Stach einer Reform des Wahlgesetzes, wie sie jetzt vorliegt, kann die Änsieölungspolittk im Osten nicht fortgesetzt werden, denn sie gibt den Polen die Ueber- macht.
Staatsminister Dr. Friedberg: Die Regierung schläft nicht: sie hält Wacht im Osten, was ja auch nichts weiter als ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit ist. Die Wacht im Osten ist ebenso wichtig, wie die Wacht am Rhein, und die Regierung läßt es an der notwendigen Energie nicht fehlen. (Belfall.) Es ist richtig, daß das Ersteignungsgesetz nicht das scharfe Schwert geworden ist, als das es die Regierung ursprünglich geplant hat. Aber wer ist schuld daran, daß es nur ein Schwert aus Pappe geworden ist?1 Es sind die Zusätze der Rechten, die es uns damals außerordentlich schwer gemacht faben, dem Gesetz überhaupt zuzustimmen. Da das Emeignnngsgesetz aber nun einmal nur ein Schwert aus Pappe ist, und da es anderseits von den Polen als Ungerechtigkeit empfunden wird, so ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um dieses aufreizend wirkende „Schwert aus Pappe" aufzuhebem
Der Abgeordnete Seyd« hat sich als Vertreter der polnischen Nation in Preußen vorgestellt. Ich kenne eine solche Firma nicht. Ich kenne hier nur preußische Abgeordnete. Vertreter einer polnischen Nation gibt es weder staatsrechtlich noch vom nationalen Standpunkte. Wie der 8lbg. Seyda und seine Freunde über den Friedensschluß mit der Ukraine denken, kann uns ziemlich indifferent lassen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich wü^te nicht, was die Polen selbst dafür getan hätten, um ihr Vaterland vom russischen Joch zu befreien, sie verdanken es im wesentlichen den Mittelmächten. (Zuruf recksts: Nur den Mittelmächten!) Gewiß, ausschließlich den Mittelmächten! Den Dank, Dame, begehren wir dafür nicht. Aber eins lassen wir uns nicht nehmen: Leben und Eristeuz unseres Vaterlandes ordnen wir nicht nach polnischen Wünschen, sondern ausschließlich nach unseren eigenen Bedürfnissen. (Lebhafter Beifall.)
Nach Nnsniürungen der Redner der Parteien schließt die Besprechung. Der Etat wirb angenommen. Die Anstedelunasdenkschlllft wird durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt.
Donnerstag 11 Uhr: Eisenbahnetat.
Politische Rundschau»
Die Verhältniswahl. In einigen großen Wahlbezirken soll jetzt die Verhältniswahl zur Anwendung kommen, ohne daß jedoch ihre Einführung für das ganze Reich geplant wäre — trotz der Absicht der Soztaldemo- kraten, bei der Borlage über die Vermehrung der ReichstagVnanate die Verhältniswahl für das Reich in Vorschlag zu bAngen Es ist auch bei Beratung der preußischen WalsirechtSverlage der Antrag gestellt worden, in Wahlbezirken mit zwei oder drei Abgeordneten die Verhältniswahl einzusühre>!, nin den Minderheiten ebenfalls eine Vertretung zu sichern. Die Regierung hat hierzu zwar nicht offiziell Stellung genommen, es kann Jedoch als sicher erachtet werden, dan sie derartige« Änreaurmsn gegenüber sich aplebnend verhalten
wtra Zunächst will matt vas Resultat Der Trfcryrmv gen abwarten, die man in den großen ReichstagswaHl« kreisen mit diesem Verfahren machen wird.
Nationalliberale und gleiches Wahlrecht. Dem 3M« liner Tageblatt zufolge hat sich der Zentralausschuß der nattonalliberalen Partei mit neun Zehnteln Mehrheit für das gleiche Wahlrecht ausgesprochen.
Ein Erlaß des Ministers des Inner«. Wohl als eine Wirkung der jüngsten Streikbewegung und der damit in der Oeffentlichkeit verbundenen Erörterungen stellt sich ein Erlaß des Ministers des Innern, Dr. Drews, an die Regiernngsprasidenten dar. Es heißt darin: „Bei der entscheidenden kriegspolitischen Bedeutung, die Sie preußische Wahlrechtsvorlage gewonnen hat, muß ich mit Nachdruck fordern, daß die mir Nachgeordneten Dienststellen die Kolitis der Staatsregierung unbedingt nach außen hin vertreten. Insbesondere erwarte ich von den Herren Regierungspräsidenten, daß sie, wo immer sich Gelegenhest bietet, mti aller Entschiedenheit betonen, daß die Staatsregieruntz mit unverminderter Entschlossenheit auf der Ausführung des Allerhöchsten Erlasfes vom 11. Juli 1917 be- Harrt, daß sie festhält an ihrer wiederholt gegebenen Erklärung, an die Einführung des gleichen Wahlrechts alle verfasfungsgemäß zulässigen Mittel zu setzen. Es trifft nicht zu, daß die durch nichts zu rechtfertigende Haltung der Leitungen beider fözialdemokratrschen Parteien anläßlich der Groß-Berlrner Streikbewegung die Staatsregierung irgendwie an ihrem Reformwillen irre gemacht hätte. Jede in dieser Richtung zielende Behauptung widerspricht der Wahrheit." •
Sie Hessen-Vassüller bei Pompelle.
Die im Heeresbericht vom 2. März erwähnte Erstürmung des Forts de la Pompelle stellt sich als eine glänzende militärische Leistung dar. Gründliche Vorbereitung durch eine umsichtige Führung, programmätziges Zusammeruvirken aller Waffen und ein über alles Lob erhabenes Draufgängertum der Truppe erwirkten gemeinsam einen vollen Erfolg. Das Fort ist ein südöstlich Reims gelegenes, in das feindliche Grabensystem einbezogenes Autzenfort veralteter Bauart, aber im Laufe des Stellungskrieges zu einem starken Stützpunkt eingerichtet. Nach mehrstündigem heftigen ZerstörungS- feuer der Artillerie und Minenwerfer aller Kaliber und gründlicher Beschießung der feindlichen Artillerie traten hessisch-nassauische Bataillone kurz vor Einbruch der Dunkelheit zum Sturm am In unerschrockenem Vordringen unmittelbar hinter der Feuerwalze der eigenen Artillerie wird das feindliche Sperrfeuer unterlaufen und das gesteckte Ziel von den Sturmtrupps und Kompagnien überall innerhalb kurzer ZeU erreicht, obwohl aus zwei feilrölichen, im toten Winkel gelegenen Ma- fchinengewehrnestern noch hartnäckig Widerstand geleistet wird. Eins derselben, ein Blockhaus, wird mit FiÄwwemverferrr angegriffen und die Besatzung mit Handgranate« erledigt Gleichzeitig mit der Infanterie dringen Pioniere in das Fort selbst ein. Die alten Kasematten sind durch unsere 21-Zentinreter-Grmraten größtenteils in Trümmer gelegt, die Gräben eingeebnet, aber eine Reihe modern ausgebauter Unterstände hat der Beschießung standgehalten. Ihre Besatzung wehrte sich verzweifelt. Sie wurde überwältigt, die Unterstände — mehr als zwölf — und die daran angeschlossenen Stollengänge wurden zerftört. Die blutigen Verluste des Feindes im Artilleriefeuer und bei der Sprengung des Forts sind doch. Außerdem wurden 40 Gefangene, darunter 2 Offiziere, und wertvolle Beutestücke zurück- nehrndiK ha& ieritöate Fort wurde befehlögemäp ge- rMmkZ *^®w^—^ -T^r«—™—w .MMM-
Vermischtes.
Jnterniertenarbciien auf der Leipziger Messe. Mit den imifiergülttaen Arbeiten der deutschen Internier, ten, die in der Schweiz Ausnahme gefunden haben, macht die Ausstellung der Internierten-Arbeit G. m. b. H. bekannt, die im Reichshof während der diesjahrraen Früh- jahrsmustermeise stattsindet. Die Veranstalterin der
Ausstellung ist keine Erwerbs-, sondern eine gemem- nützige Gesellschaft, von führenden Persönlichkeiten der Gefangenenfürsorge in Franksurt a. M.und Mru ge- gründete. t e den Vertrieb der Erzeugnisse der Internierten in Deutschland sich zur Aufgabe gemacht hat und den vollen Verdienst der Artikel den Internierten icum
Ein Berjmcr Schutzmann erschossen. In der Turm- straße in Moabit ist nachts der Schutzmann Häuser, als er Einbrecher verfolgte, erschossen wordem Man nimmt an, daß Häuser, der sich in Zlvckkleiduna befand, auf der Verfolgung andere Enbrecher aufscheuchte und diese ihn erschossen. Auf die Er'greifungöer Täter sind 3000 Mark Belohnung ausgesetzt.. Bezeichnend für die Unsicherheit in Berlin ist, was ein Berliner Blatt rm Anschluß an die Erschießung Hausers schreibt. Es sagt, Zkaubzüge seien jetzt in Berlin an der Tagesordnung Während aber die Zivilbevölkerung durch das Vttbot des Oberkommandos, für die Dauer des Krieges Waffen zu tragen, der Möglichkeit eines Selbstschutzes beraubt fei, seien die Verbrecher zumeist mit ausgezeichneten Schußwaffen ausgerüstet, von denen sie gegebenenfalls skrupellos Gebrauch machten. - Am fan Plakatsäulen Berlins sind beträchtliche Summen für die Wiederbeschaffuug gestohlener Waren angekündigt. So liest man, daß 10000 Mark Belohnung ausgesetzt sind für die Wieöerbeschaffnng von Seide im Werte von 150 000 Mark, die der Firma Förg il Co. in der Mark- grafenstratze 35 gestohlen wurden.
Bulgarische Banknoten geraubt. Nach einer Meldung aus Sofia find auf dem Wege von Berlin nach Sofia 700 000 Leva in der hiesigen Relchsöruckerei neu «d urfte bulgarische Banknoten Ausstellerin Ban- ane Nationale de Bulgarie in e>ofia) geraubt worden. Die Namensbezeichnung der Banknoten ist: Serie D. Nr. 20 200/203 000 und Nr. 204 001210 000 inst ä 100 Leva. Vor Einwechslung dieser Banknoten wird ge-
n
warnt
Weitere Drahtnachrichten.
Er
Der norwegische Kriegsminister über die „finnische Gefahr".
i»«-- Kopenhagen, 7. März, iEigene Drahtnachricht.) Nationaltidende meldet aus Christiama: Allgemernes großes Aufsehen erregte eine Aeußerung des norwem- schen Kriegsministers Holtsodt im Storthmg bei der Aussprache über den Aussall der diesjährigen Militärischen Uebungen zu Gunsten der Landwirtschaft, erklärte, diejenigen, die glaubten, es werde keine Wendung für das norwegische Heer geben, sehen die Lage Au optimistisch am Die russische Gembr >ei von der finnischen abgelöst worden.
Der für Pciersbnrg ausersehene öfterreickisch-uitgarische Gesandte.
ne Ber
>r> Wien, 7. März. (T. U.) Es wird gemeldet, daß zum Petersburger Gesandten Oesterreich-UngarnS Ca- jetan Merey, der gewesene Botschafter in Rom und Delegierter von Brest-Litowsk. ausersehen sei.