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Gemeinsame Erklärung Aber die

Verbandskriegsziele

Echo be Paris" berichtet, das; in der nächsten Woche aus der Konferenz der Verbau dörnächte in Pa- rts eine gemeinsame Erklärung über die BerbandS« Miete bekanntgegeben iverden wird, zu der die Re- Vyd Georges uns Wilions das Borspiel gewesen seien. - DasJournal" weist auf den Widerspruch in den Erklärungen jtMlfonS und Liond Georges in der Ortentfrage hin. Wilson verlange die Autonomie Sn- riens und Armeniens, während England diese Gebiete annektieren will. Zur Verwirklichung des Wilsouschen Programms sei die völlige Berutchtung der Mittelmächte -forderlich. Die notwendige Folge aber sei der Kampf dis zum äußersten.

Lebensrnittel oder Truppen!

Harte Nüsse für die Entente.

»* Rotterdam, 12. Januar. (Eigene Drahtnachricht.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: in­folge der Ledensmittelknappheil in Europa beabsichtigt die amerikanische Regierung, jetzt weitere 90 Millionen Bushel Weizen auszuführen, obwohl der normale, für die Ausfuhr zur Berfümtng stehende Neberschust schon Mitte Dezember erschöpft war. Das amerikanische Volk wird anfgefordert, zu sparen, um das Defizit wieder her« etnzubriugen. Es ist ein Gesetz in Ausarbeitung ge­treten, durch das die Berpflimtung zur Einhaltung weizenloser Tage angeführt und die Verwendung von gemischtem Mehl und Kriegsbrot vorgeschrieben wird.

:s werden alle Anstrengungen gemacht, um die Vage in Europa zu erleichtern, selbst auf die Gefahr hin, das; in Amerika vor der nächsten Ernte Mangel an Mehl chv treten würde. Die Aragc, ob hierdurch das ^Abkommen der Alliierten über die Trausporte amerikanischer Trup- ven beeinträchtigt wird, wird in der Hauptsache den Al­liiertet; selbst überlassen bleibet;. Einige Beamte der amerikanischen Regierung sind der Ansicht, das; die Al­liierten augenblicklich die Verschiffung von Lebensmit­teln der Verschickn»« von Truppen vorziehen würden.

Wilson hakt hinter die Reichstagsmehrheit.

> Amsterdam, 12. Januar. (T. U.) Daily Tele­graph veröffentlicht eine Unterredung mit einer sehr hochstehenden offiziellen Persönlichkeit in Washington, deren Name nicht genannt werden darf (mau soll also an Wilson denken). Diese Persönlichkeit sagte, die Botschaft des Präsidenten solle die Solidarität der Al­liierten beweisen. Wünsche Deutschland einen ehren­vollen uud gerechten Frieden und wolle es sich an die ReichStagsresolution vom 19. Juli halten, die den wahren BolkSwillen ausdrücke, so stünde die Welt vor dem Anbruch des Friedens.

Hierzu bemerkt die Bossische Zeitung: Wenn die vorliegende Aeußerung tatsächlich von einem leitenden amerikanischen Staatsmann stammt, so würde sie zum ersten Male die im Namen der ganzen Entente abge­gebene autoritative Erklärung enthalten, daß die Reichötagsresolution vom 19. Juli als brauchbare Friedeusgrundlage angesehen wird. (Mit seiner Schmeichelei" für die Reichstagsmehrheit verfolgt Wilson sein altes Ziel, in Deutschland so etwas wie Bürgerkrieg zu erregen. Das nichtssagende Wilsonsche Kompliment für Scheidemann und Erzberger braucht wirklich kein Entzücken hervvrzurnfen. Schrift!.).

v. Tirpitz glaubt an Englands

Zusammenbruch.

von

^n^enier Unterredung erklärte GrotzasmiraM^ _ Tirpitz aus die Frage, ob wir England niederzwingen können: Für mich und alle Stollen, die bisher, in diese Frage eingedrungen sind, gibt es keinen Zweifel, daß wir England niederzwingen können, wenn wir mit dem Ubootkrieg bei der Stange bleiben, und es meder- zwingen in durchaus absehbarer Zeit. Das Schicksal Englands ist unentrinnbar. Das erkennt England selbst auch,' denn je näher der Augenblick kommt, der es zwingen muß, nachzugeben, desto größer wird mel- leicht das englische Mundwerk sem. Das dar; uns nicht irre machen. Wir müssen bis dahin aushalten. Natürlich müssen wir den Willen dazu haben und ine entsprechende Politik treiben. Ich traue unseren Deut­schen ja auf dem Gebiete der Politik allerhand zu, aber das möchte ich doch nicht für möglich Halten, daß wir uns auf einen Waffenstillstand einlassen, der unsere Uboote lahm legt.

Balfour versucht aus Schwarz Weiß S« machen.

Balfour hielt in Edinburgh eine Kriegszielrede, in der er u. a. sagte: Durch die Bekanntgabe unserer Kriegsziele und die Weigerung des Feindes, sie auch nur zu prüfen, wissen wir, daß unsere Feinde für das gegensätzliche Ziel kämpfen, für das wir kämpfen-, Wenn man Mesopotamien den Türken wieder zurückerstattete, wenn man Jerusalem wieder unter die Gewalt von Koustautiuopel brächte, wenn man Griechenland, denen mrückgäbe, die es verrieten, wenn man verhinderte, daß Rumänien, Serbien und Montenegro für, ihre beiden entschädigt werden, dann würde man es damit unmöglich machen, daß jene nationalen Elemente, die schon hierzulande unter den deutschen Begriffen von Kultur und Verwaltung leiden, ihr eigenes Leben nach ihren eigenen Traditionen führen dürfen. Das aber sind unsere Ziele. Um , diese, zu verhindern, will Deutschland jetzt die Welt im Kriege erhalten, mdaß das Blut wie Wasserströme sich weiter ergießt und die Neu­tralen ebenso leiden wie die Kriegführenden.

Portugal.

Gegen den Krieg!"

DerTemps" gibt zu, daß die Ausstandsbewegung in Lissabon sich gegen die Teilnahme Portugals am Kriege richtet.

Indien mahnt England.

Haag, 12. Januar. (Eigene Drahtnachricht.) Der nationalistische Kongreß in Kalkutta (Indien,) hat rn einer Sitzung mit allen Stimmen enren Antrag ange nommen, in dem die Einsetzung einer verantwortlichen selbständigen Regierung Indiens in einem bestimmten kurzen Zeitraum verlangt wird. In der Zwnchenzeik soll eine provisorische Regierung, die der Kongreß der Mohammedaner vorgeschlagen hat, Indien verwalten.

Kriegsallerlei.

Minderung der Berbaubs-Mnuittousauflräge.

DieNeue Zürcher Ztg." meldet aus Genf: Die Munitionswerkstatten des Kantons Genf haben über 1500 Arbeiter aus bis jetzt noch unbekannten Gründen entlassen. Wie man vernimmt, soll eine erhebliche Ver­minderung der Aufträge und der Beschaffung von Ma­terial an Frankreich und England eingetreten sein.

Ukraivisckes Geld.

Die ukrainische Finanzverwalrung hat im Prinzip ^schlössen, Papiergeld (Pcroirrn GroichE curszuaeben.

We Kommission M kükschelven, ov Va» Papfekgew sichergestellt werden soll durch die Einnahmen der Land- schalten und Städte der Ukraine, durch Zucker- oder Wertpapiere. Zuerst soll Papiergeld kleiner Nenn­werte hergestellt werden.

Gelungener Scherz über Wilson.

Aus Wien schreibt man: Zur Ausnahme, welche die Botschaft des Präsidenten Wilson hier gesunden hat, ist kaum etwas zu sagen, was sich uicht von selbst versteht. E gilt von ihr etwa dasselbe, was von der Rede Llvnd Georges gilt. In diplomatischen Kreisen wurde der Scherz gemacht, marr solle die Bedingungen glatt anneh- uelmren unter der Voraussetzung, daß sie ausgedehnt würden, auch aus Texas. Kuba, die Phlinvinen, sowie aus Gibraltar, Malta, Aegypien und Indien.

Neue Steuern.

Das Reichsschatzamt wird sich, wie dieTagl. Rund­schau" hört, tu diesen Tagen über die Frage schlüssig machen, ob dem Reichstag schon in den nächsten Mo­naten nette Steuervorlagen zu unterbreiten feien. In dieser Beziehung herrschte bisher die Auffassung, daß es sich empfehle, das Ende des Krieges abzuwarten und alsdann, wenn sich der Geld- oder Einnahmebe­darf des Reiches überleben lasse, die für notwendig ge- Haltenen Steuervorlagen auf einmal zu bringen. Diese Auffassung besteht noch, aber sie hat zur Voraus­setzung, daß der Krieg nicht mehr lange dauere, das; mit seinem Abschluß in einigen Monaten zu rechnen sei. Das ist aber gegenwärtig nicht der Fall. Durch das Verhalten der Westmächte und Amerikas kann sich der Krieg noch geraume Zeit htuziehen. Unter diesen Um­ständen entsteht die Frage, ob es nicht geraten sei, ei­nige Steuervorlagen vorweg zu nehmen. Für ein solches Borroegnehmen spricht eine besondere Erwägung. Die Zinsen der letzten Kriegsanlethe, etwa 500 Mill. M. sind noch zu decken. Die Zinsen der frü­heren Kriegsanlethen sind durch neue Steuern aufge­bracht worden, unb es ist anzuuehmen, das; man daran sesthalten wird, obwohl es nicht an Vertretern der An­sicht fehlt, daß es aus verschiedenen Gründen vvrzu- ziehen wäre, wenn die Zinsen einstweilen ans Anleihen betrieben würden. Bleibt es bet der bisherigen Ge­pflogenheit, so sind schon in den nächsten Monaten ei­nige neue Steuervorlagen zu erwarten. Ueber ihre Be­schaffenheit läßt sich vor der Hand noch gar nichts sagen. Wenn die Finanzmtnister der Bundesstaaten in Ber­lin zusammentreffen sollen, um über geldliche z'lngele- genbciten zu beraten, so liegt es nahe, diese Zusamucen- kunft mit dem Mitgöteilten in Verbindung zu bringen.

Polifildie Rundschau.

Wahlrechtsberatnng im Ausschuß. Gestern trat d;e zur Beratung der drei Borlagen über das Landtags- wahlrecht, über die Zusammensetzung des Herrenhauses und über die Abänderung des Etatsrechts der beiden Häuser des Landtags eingesetzte Kommission zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Ausschuß beschloß, die Vorlagen zwei Lesungen zu unterwerfen und zunächst eine allgemeine Besprechung alles drei Vortagen bura^ zuführerr. In der Debatte erklärte der Vizepräsident des Staatsniirristeriums, Dr. Friedberg, daß die Regierrmg die drei Vorlagen als ein organisches Ganze betrachte. Die Staatsregterung würbe kaum dem einen venLiat sein, wenn nickt anm

über bie nvdereu eine Einigung erzrel; >cr .Wenn oer Ausschuß eine engere Verbindung der drei Vorlagen wünfdre, so würde die Regierung dem nicht entgegen­stehen. Minister des Innern Dr. D r e w s erklärte, baß eine Beseitigung des Dr-eiklassenwahlrechts im Staate auch ihre Rückwirkung auf, die Gestaltung des Ge ­meindewahlrechts, aber noch nicht tue Einsüh- rung des gleichen Wahlrechts auch in den Gemeinden zur Folge haben müsse. ,r

Derbes vom Jauusckaner. In einer we,tpreumschen Versammlung des Bundes der Landwirte führte von Oldenburg-Januschau nach einem Bericht desVor- wätts" aus:Durch Erzberger und Scheidemann wird das Deutsche Reich vor der ganzen Welt zum Narren gemacht. Wenn ich etwas zn sagen hätte, würde ich Erzberget in den Schützengraben schicken, und Scheide- mann müßte sich im Hilfsdienst nützlich machen. Wenn die Sozialdemokraten keine Munition machen wollten, dann würde ich sagen: Wer sein Baterlanö m der Not verläßt, ist ein Hundsfott. Dann muß man sie zwin­gen und die Rädelsführer au die Wand stellen und tot- schtetzen. Die Regierung muß sein wie ein Donwteur, mal streicheln, mal mit der Peitsche knallen. Wer bloß streichelt, ist aufgeworfen. Was will tnan unter allge­meiner Volksabstimmung verstehen? Wer durch Polen hin und her geritten ist, wird mit Blücher sagen:Box populi, vvx Rindvieh." _ ,

EinUnabhängiger" vnd d,e Flkegeraugrcffe auf Offendurg. Im Basischen Landtag ist der Abg. Geck der einzige unabhängige Sozialdemokrat.. Er beklagte sich im Landtag am A. Dezember über ine mangelhaf­ten Einrichtungen zur Abwehr feinöllcher Flcegeran- griffe auf Offenburg. Geck verlangte, daß die Zahl der Abwehrgeschütze in Offenbare vermehrt und die Ab­wehr überhaupt energischer gestaltet werden müsse, um die Franzosen und Engländer davon abzuhalten, alle paar Tage über die Bogesen herüberzufliegen und im badischen Lande schweren Schaden anzurichten. Ironisch bemerkt dazu die sozial demokratischeCbemnitzer Bolks- stimme", die zur Scheidemanngruppe zählt:In ^r- fenburg soll Geck nachher von mehreren ferner Mübür- ger getragt worden sein, woher er die Mittel zur Ver­stärkung der Okfenburger Fliegerabwehr denn eigent­lich Nehmen wolle, da er doch für die Ablehnung aller Mittel zur Landesverteidigung etntrete."

was fich Die 3. 6. G. avshöngen laß!.

Von der Z. E. G. waren der Stkwt Leipzig hol­la n d t s ch e G e fr i e r g ü n s e abgelassen worden, die sich als ungenießbar heraus stellten. Für dieL-achver- ständigkeil des Vertreters der Z. E. G.,. der diese Gänse auftaufte, die der Stadt Leipzig w mel Aerger bereiteten, spricht folgende Mitteilung an dieMgem. Fleifcher-Zerrung": , .

Ich kann Fällen mirteilen, daß ich in den letzten vierzig Jahren in Holland wiederholt verrucht habe, wenn ich ein scheinbar schönes Exemplar von einer Gans auf dem Markte fand, einen Braten davon her- zmtellen, daß dies aber kein einziges Mal geglückt tu; der Geruch in der Küche war während des Bratens gar nicht auszül>alten, und Fleisch wie Soße einfach nnge- nießbar. So habe ich bann die für den »Musbalt ve- nötigten Gänse jeden Winter aus Deutschland bezogen. Nur wenn man hier junge Gänse tauft, wiche mtnde- stens 10 Wochen in Obhut hat und die letzten drei Wochen mit Ha-er oder Gerste mästet, erhält man ei­nen brauchbaren Gänsebraten. Die Ungenießbarkeit der

UWetWe «M nur, fonsemt oer auf den Ttam gs brachten Landgäuse tit in Holland allgemein be» sannt, und bei einiger Vorsicht oder Umfrage hätt, man nicht so vieles cyeld smtgewovfen. Man zahlt« bis zu etwa 10 Gulden für Gänse zum Export nach Deutschland,' da aber btefe Gänse wenig begehrt sind und gar nicht gekauft werben, so war gar kein tHrund vorhanden, diese Tiere so teuer zu bemahlen; denn in nornuiien Reiten kosteten die Gänse 1^0 bis 3 Gulden

..Hv fentltch kann die Z. E. G. ihren Vertreter für

Jedenfalls sollte sie da. rUder nähsre Auskunft geben. Ju diesem Zusammen- bM'll erinnert man sich der vor einiger Zeit durch dir Blätter gegangenen Nachricht von einem Millionen. Srlnae' crteV* hat ^ ®* ^^" ^«kauf norwegische,

Vermischtes.

** 60000 Mark Geldstrafe. Die Strafkannner in Bamberg verurteilte deu Braueretbesitzer Herbst aus Ebermannstadt waen Preiswuchers zu 50 hihi .* Gels ^« e evem. zu einem Jahr Gefängnis. Er hatte durch WffÄiSriÄ. ^^utttum« üd-rmom« »?.

3««« Eifenbalmnngtück in der Pfalz. Ueber das ÄW"LWnalU<r bei Bruch-Mühlbach wird aintK kuaintl. Zur 3cit des Unfalles herrschte starkes Schneegestöber. Der Güterzug sollte in das Ueberbo. luwnleiie der Station Bruch MülUbmö ein fahren und wurde vor dem E'nsahrstgual gestellt weil d c^m »^^-i?5^^ü^^-is verschneit war und n ebt sofort unrgejie llt werden konnte. Amtliche Unter ucbnnaen «M» l'rfn* te.. foInenwÄ uAMV »HUlVlVIi*

Bo« einem Bären Überfällen

Garten zu Posen znbrecheii. ~ -ende Kr

«ou einem Bare» überfallen. Im Zoologischen ^sen gelang es einem Braunbären, ans. ^w Da» ^ ter über fiel die zufällig vvrüberge- -ende Kassiererin Heider, Aerfieifdnc ihr den rechten Unterarm und brächte ihr schwere Kopfverletzungen bei. Der Zustand der Ucbersallencn ist ernst. Der Bär wurde von herbeieilenden Angestellten des Gartens ae»

Fortschritte der drahtlosen Telephonie. Dr. Alexan« der Graham Bell hat in einer in Brantford (Ontario) «ebaltenen Rede mitgeieilt, daß Ferngespräche zwischen Washington und PariS mit Hilfe von Telephonen, dt«

Telegraphenapparate anaefcbloffcn waren, geführt worden sind, so daß es demnächst möglich setz dtn te, drahtlose Ferngespräche mit der ganzen ® zu führen.

Die Pest in Gbina. Aus Peking wird gemeldet: Der gesanüe Passagier- und Güterverkehr wischen Peking m"^eng-Shen, dem heutigen Eitdpunkt der Eisenbahn Peking-Sinyuan, ist stillgelegt. Es wurde ein Pest kranker entdeckt, welcher von Takingfu nach Feng-Shen reifte. Es sind bereits viele Pestfalle in der Entfer. nung weniger Meilen von Feng-Shen festgestellt wor. üen, währenü in der Stadt ebenfalls eine Anzahl ver­dächtiger Fälle festgestellt wurden

Eine seltsame Sinuestänschnng. Eine merkwürdig« Bestatignng der bekannten Beobachtung, daß ein Am­putierter an dem längst entfernten Gliede noch Schmer« zen zu empfinden glaubt, enthält das folgende Schrei- ben, das ein Tommy an denManchester Guardian" gerichtet hat:Ich hatte das Unglück, im Juni vorigen Jahres die linke Hand zu verlieren, und trotzdem be« rettet sie mir noch immer Schmerzen. Das Elgentüm- habet _ht ober. frW 'Tag Me Finger vi!r am^

butterten Hand geöffnet uns am avsercu Tage göscMos- sen sind. Diese EmpMsMM habe ich zumeist in; Schlafe, während sich der Wechsel oer Oeffnung und Sckließuug oft hintereinander vollzreük. Ich war Linkshänder uns hielt ivabrend des Angriffs sen Revolver in der heute verlorenen linken Hand. Wenn die Finger zur Faust geschloyen sind, so halten sie sich genau in der Lage,, in der sie den Revolm-r umfaßten. Zur Erkläruug kau« ich nur anfüstren daß das, was mir von der verronn- heten Hand blieb, genau 24 Stunden nach erhaltener Verwundung amputiert wurde. Ich wurde um 4 Uhr frühmorgens verwundet und am Abend desselben Ta­ges operiert, und es ist fast stets znr Stunde der Ope­ration, daß mir die Sinne die Enwfindung des Lage- mecmclS der Finger der verlorenen linken Hand vor« tauschen.

Weitere Drahtnachrichten.

Englische Arbeiter gegen Rückgabe der deutschen Kolonien.

»e» Rotterdam, 12. Januar. (Eigene Drahtnach­richt.) Laut Reuter hat der britische Arbeiterbund ge­stern in Westminster in einer Versammlung gegen die Rückgabe der deutschen Kolonien Einspruch erhoben Es waren auch Vertreter der englischen Kolonien an­wesend. Eine Entschließung verlangt, daß die Vermal- tun« der Kolonien einem zwischenstaatlichen Ausschuß unterstellt werde.

Einesüße" Schriftstellerm.

J* Haag, 12. Januar. (Eigene Drahtnachricht) Die englische ^Romanschriftstellerin Maria Corelli wurde zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt, weil eine Haussuchung bei ihr ergab, daß sie 183 Pfund Zucker und 375 Büch­sen Marmelade gehamstert hatte.

Die Finanzmiuister in Berlin.

:-^ Berlin. 12. Januar. (Eigene DraHtnackricht.) Wie die Bossische Zeitung dort, r aren gestern die- rmnzminister der Einzelstauten versammelt, um vor der Einbringung des Reichsetats mit dem Recchsschaysekre- ; tär über Einzelheiten des Rcrchshaushaltsetat zu be- ! raten. Heute abend sind die Fman-minister und eine Anzahl politischer und parlamentarischer Persönlichket-, ten zum ©raren Rädern geladen. * /

Mißstände in einer Stadtuerwaltung.

:-, Dessau. 12. Januar. <T. kk ) Der Oberbürger- meiüer von Dessau, Dr. Ebeling, ist wegen der gegen seine Geschäftsführung erhobenen schweren Borwürc« vom Amts zurückaeirete«. Vor einigen Wochen wurde ! auf dem Rathanse über Mittag aus der Lebensmittel- abteilung eine Kasietre mir über 9000 Mark gestohlen. Der genaue Betrag war mangels der unzureichenden Buchungen nicht »n ermitteln Ein Sekretär würd« verhaftet, und erst dabei wurde festgestellt, daß dieser 70 bis 80 000 Mark unterschlagen hatte. Jnzwucher i ist noch üi Oberiefretär verbaftet worden. In mehre­ren erregten Ltadtveroroneten Zungen, an denen auch Vertreter der Staarsregtenrng teilnahmen, kam es zu schweren Borwürken auch gegen den Oberbürgermei­ster;. der seit 20 Jahren an der Spitze Dessaus steht.

I« die Luft scetiore«.

>- Bern 11. Januar. Die pm Lechni'che Fabrik tu Carouge, einem Vorort von Genf, ist heute abend die Lust geflogen. Die Fabrik stellte Kriegsmaterial für die Eruente her Sinzrlhe'»«r fehlen.