Der BIM tu die venekanische Ebene.
Die Bede»tn»ü der Kümpfe «mS Grappamaffiv.
Mit der Erstürmung des Monte Awlone ist. so berichtet W Neue Wiener Journal, auch der technische Lchlüffelpnnkt der italienischen Verteidigung, der Mo«, te Grappa flankiert und in seiner Widerstandskraft.bedeutend gelähmt. Vergeblich haben die Jmlienrr nach- Lmanöer heftige Gegenangriffe gegen diese Steinberge begonnen, unsere Bataillone haben die anstürmenden Italiener derart mit Feuer empfangen, daß sie flucht- artig den Kaurpsplatz räumten. So sieben nur mehr einige Eckpfeiler deß Grappamahivs, als der letzte Felsriegel, der sich »a« dem Einbruch der Verbündeten in das Laub zwischen Brenta und Piave entgegen- stellt. Wenn das Ärappaumssiv fällt, so fällt mit ihm auch die ganze Piavelinie, und die reichen großen Städte Treviso, Banano und auch Venedig, die Königin der Adria- müssen den Siegern überlassen werden.
Die ungeheure taktsche Bedeutung des Grappa- massivs rührt nicht erst von dieser Offensive Der. Als sie österreichisch -ungarischen Divisionen im Frühling 1916 Astago und Arsiero nahmen, singen die Italiener in fieberhafter Hast an, die ihnen noch verbliebenen Derostellungen, vor allem auch das Grappamassiv, mit hüen Mitteln ausarchanen. Sesidem haben hier dir Arbeiten nickt geruht. Gefangene Italiener sagten aus, daß sie seit eiuuvdSalb Jahren ununterbrochen an dem Ausbau des Grappamasiivs arbeiteten. Und wo die Verbündeten in die Grappasteliuug irgend an einer Hohe enrgebrochen sind, konnten sie die Nichtigkeit dieser Angaben feststellen. Die italienische Artillerie legt rings um unsere Truppen, die sich schon auch auf dem Nord- und Ostrand des Tombarückens eingenistet haben, Tag und Nackt einen Feverkranz. Wann und wo man sich unserer Stellung nähert, muß man zwischen schwarzen Granatfontänen und unter surrenden und pfeifenden Schraonellkugeln hindurch. Unablässig zer- malnn das schwere Feuer die noch übrigen Sauserreste von Jener und Faveri. Unaufhörlich streichen Granaten und Schrapnells dicht über die Hänge, sodatz man meint, sie müßten einem den Kopf streifen. Allein trotz aller Anstrengungen sind die an den steilen Hang geschmiegt liegenden Truppen nicht zu fassen, und der Hagsl von Geschossen krepiert größtenteils unschädlich
am Fuße der Hänge. Auf dem Fetsolateau aber kann man dem Heransausen der Granaten, trotzdem sich hier das Feuer öfters zum Trommelfeuer auSwäcksi, mit noch größerer Ruhe entgegensehen: denn die Gräben und Unterstände, die früher die Italiener geschaffen haben, bieten keinen fchlechten Schutz. Und groß und frei, wie die Fernsicht, die sie Haben, ist auch die StMmnrng unserer Bataillone, die aus kühnen Stürmern zu zähen Verteidigern wurden, und die die nacheinander genommene Kuppe gegen täglich, off sogar stündlich wiederholte Gegenangriffe halten.
Bitterkalt sind die Nächte hier oben. Verpflegung kommt nur mlgenügenö nach, aber die Grabenbesatzung hilft sich mir den Decken und Mänteln, die die früheren Herren in der Stellung zurückgelassen, und mit den Vorräten an Brot und Konserven, Wein, Schokolade und Zigaretten, die die Italiener für sich aufftavelteu. Es ist ein schwerer, harter Dienst auf allen vorgeschobenen Posten, die sich in die italienische Verteidigungslinie eingebissen haben, aber er wird gern unb freudig geleistet. Und die Männer, die hier liegen, verweigern die Ablösung: denn von der genommenen Stellung aus sieht man hinunter in die reiche Ebene, und an klaren Tagen tauchen aus dem Dunst fern am Horizont gleich Mär- chenwunöern die schlanken, schönen Türme der La- gunenstadt....
Ein Dellemschn son Huf
seit als den be-
Jm alten Westen Berlins lebt und arbeitet Jahren ein Mann, der, wie die Tägl. R. berichtet, erfolgreicher und zuverlässiger „Wettermacher" in Kreisen des deutschen Obst- und Gartenbaus gut .. sannt ist, von dem aber die weitere Öffentlichkeit nicht viel weiß. Er ist kein „offizieller Meteorologe", wie es auch Rudolf Falb nicht war. Mit diesem teilt er daher das Geschick von der meteorologischen Wssenschaft im allgemeinen totgeschwiegen zu werden. Nur eine Ausnahme ist zu verzeichnen: Professor Dr. Holdefleitz in Halle a. S. hat sich in sachlichanerkennender Weise m't dem Berliner „Wettermacher" und seiner Lehrart be-
schäftigt.
Andreas Voß, so heißt der Wetterkundige, ist aus dem Gärtnerberuf hervoraeganaen und kann daher
Seit werden. Er yar nne ytetne tn saMreyen ter Werke über Obst- und Gartenbau und allge- ureine Pflanzenkimde geschrieben; hat sich aber in den letzten Jahren fast ausschließlich der Wetterkunde zu- gewandt, und seine Wettervoraussagen werden von vielen großen Obst- und Gemüsezüchtern, oder auch von anderen vom Wetter Abhängigen sehr geschätzt.
Der Erfolg entscheidet! Ohne auf die im übrigen Höchst einfachen Grundlagen der Bosstschen Wettervoraussage einzugehen. die der Versasser in einem Werk: „Das ABC der gesamten Wetter- und Erdbeben-Vorhersage" niedergetegt Hat, sei hier etwas mitgeteilt, was zunächst höchst verblüffend erscheint: Andreas Voß hat sämtliche bisherigen größeren Zeppelin-Unfälle insofern vorausgesagt, als sie sich an den von ihm angekündrg- ten „krrtischen Tagen" ereigneten. So war das Unglück der nach Frankreich verschlagenen und dem Feinde, in die Hände gefallenen Luftschiffe der vierte Fall, wo an einem von Andreas Voß lange Zeit vorher erkannten schlimmen Wettersturztage Luftschiffe verlorengin- gen. Das erstemal war es das Zeppelin-Unglück bei Eckterdingen im August 1908, dann am 9. und 10. September 1913, am 17. Februar 1915 und jetzt im Oktober 1917, wo mehrere von Voß nach seiner Theorie Vorausgesagte Umstände zusammentrafen, die das unglückliche Ereignis herbeiführten.
Auch die lange Winterkälte von Januar brs April 1917 hat Botz 1915 richtig prophezeit, desgleichen, im allgemeinen 311 treffend, ebenfalls 1915 die Witterung und Ernte dieses Jahres.
Vor allem dürfte vielen letzt von Wert erfchemen, was Andreas Botz über das Wetter dieses Winters und des kommenden Jahres sagt. Seine Voraussage war folgende: Die Winiernronate voM" November 1917 ab bis etwa Mitte Februar 1918 sind ziemlich milde, sckuee- und regenreich; auch März und Anfang April 1918 sind mehr warm und nicht zu trok- ken. Das ganze Jahr 1918 wird nach den Vermutungen Voßens im allgemeinen Durchschnitt wann' und die jeweilige Witterung ziemlich beständig fein. Dre Monate März bis Juni 1918 genügend feucht und nur mätzig warm. Dann der Sommer 1918 warm, aber reichlich trocken, zeitweilig beiß'und viel zu trocken. Der Herbst 1918 wieder verhältnismäßig feucht und ziemlich sonuenscheinarm.
(Fortsetzung des amtlichen Teils.)
Der Reichskanzler kann vorstehende Preise sb- Lndern sowie Höchstpreise für Knochen, die im § 3 bezeichneten oder nach § 3 zu bezeichneten Stoffe und die daraus gewonnenen Oele, Fette, Oel- und Fettsäuren sestsetzen.
Die im Abs. 1 und 2 oder gemäß Abs. 3 festgesetzten Preise sind Höchstpreise im Sinne des Gesetzes betreffend Höchstpreise vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914 «Reichs- Gesetzbl. S. 516) in Verbindung mit den Bekanntmachungen vom 21. Januar 1915 jReichs-Gesetzbl S. 25), vom 23. September 1915 (Reichs Gesetzbl. S. 603) und vom 23. März 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 183).
Artikel 2.
Die Bestimmungen treten mit dem 20. Dezember 1917 in Kraft.
Berlin, den 14. Dezember 1917.
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Bekanntmachung, betreffe»- Ae«der»«g der Auöführungsbestimmuuge« z»r Berord»«»g über de« Verkehr mit K«oche», Knochenerzeugnisie», insbesondere Knocheufette«, «nd andere« fetthaltige» Stoffe» vom 16. Februar 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 140).
Vom 14. Dezember 1917. '
Auf Grund der §§ 2, 3, 5 der Bekanntmachung Aber den Verkehr mit Knochen, Knochenerzeugnissen insbesondere Knochenfetten, und anderen fetthaltigen Stoffen vom 15. Februar 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 137) wird folgendes bestimmt:
Artikel 1.
Die §§ 3 und 5 der Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über den Verkehr mit Knochen, Knochenerzkugnissen, insbesondere Knochenfetten und anderen fetrhaltigen Stoffen vom 16. Februar 1917 (Reichs Gesetzbl. S. 140) erhalten folgende Fassung:
8 3.
Wer gewerbsmäßig Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen oder Schweine schlachtet, ist verpflichtet, auf Verlangen deS Kriegsausschuffes für pflanzliche und tierische Oele und Fette (Knochenstelle) die anfallenden frischen Knochen den von diesen bezeichneten Stellen unmittelbar zuzuleiten. Das Verlangen des Kriegsausschusses ist auf bessert Ersuchen durch die Gemeinde öffentlich bekanntzumachen. Knochen, die mit der Fleichration im regelmäßigen Kleinverkauf an die Bevölkerung abgegeben werden, mit Ausnahme der Rinderfüße fallen nicht unter diese Bestimmung.
Die Preisbestimmung erfolgt nach § 2 Abs. 1 Satz 4.
§5.
Betriebe und Gewerbetreibende, bei denen Stoffe der im § 3 Abs. 1 Nr. 2 bis 8 oder gemäß § 3 Abs. 3 der Bekanntmachung über den Verkehr mit Knochen, Knochenerzeugnissen, insbesondere Knochenfetten, und anderen fetthaltigen Stoffen vom 15. Februar 1917 14. Dezember 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 187, 1106) bezeichneten Art vorhanden sind, gewonnen werden oder abfallen, sind verpflichtet, die Stoffe dem Kriegsausschusse für pflanzliche und tierische Oele und Fette anzubieten. Betriebe und Gewerbetreibende, bei denen die Stoffe fortlaufend gewonnen werden oder abfallen, haben anzubieten, sobald die vorhandenen Mengen mindestens 100 Kilogramm betragen; alle übrigen haben die gewonnenen oder angefallenen Mengen bis zum 1. jedes Monats anzubieten. Der Kriegsausschutz ist ermächtigt, im Einzelfall eine besondere Vereinbarung über fortlaufende Lieferung der Stoffe zu treffen.
Die Vorschriften des 5 4 Abs. 2 finden entsprechende Anwendung.
Artikel 2.
Diese Bestimmungen treten mit dem SO.Dezember 1917 in Kraft.
Berlin, den 14. Dezember 1917.
Der Reichskanzler.
In Vertretung: Freiherr von Stein.
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findet
am 7. Januar 1918
Abends 8 Uhr in unserem Geschäfte lokal, Marktplatz 37, statt, wozu die Ausschußmitglieder er- gebenst eingeladen werden.
Tagesordnung bleibt wie vom 28./12. 1917 dieselbe.
Der Vorsitzende
Paul 8childe.
Sirtblide RchriAt».
Am Neujahrsfest Vormittags N49 Uhr: Herr Pfarrer Scheffer (zugleich Militärgottesdienst).
Vormittags 10 Uhr: Herr Superintendent Feyerabend
Petersberg.
Mittags 1 Uhr Gottesdienst.
Unter Hauu.
Vormittags 9 Uhr Gottesdienst.
Kathol. Gottesdienst.
Montag abends 8 Uhr Eil- vesterandacht mit Predigt.
Neujahrsfest:
7 Uhr hl. Messe.
8 Uhr hl. Messe.
3/410 Uhr: Amt u. Predigt.
Va3 Uhr Andacht.
Gelegenheit zur hl. Beichte. Montag 5 und 8 Uhr bei
einem fremden Geistlichen. Dienstag W Uhr.
Frauen
werden für den Weichensteller-, Blockwärter-, Zugschaffner-, Schrankenwärter-, Wagenputzer- und Bahnunterhaltungsdienst ständig angenommen. Meldungen können bei den Bahnhöfen oder Bahnmeistereien statt- finben.
Königl. Eisenb-Betriebsamt Hersfeld.
Dienstbücher s-a sind vorrätig iu $-a LHmkOiiOmlkerti.