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Die Entente von den Neutralen durchschaut.

,._ RAAnd-'F Amsterdam schreibt: Die Regierungen ^Kuteute misten jetzt in großen Umrissen, was die Mittelmächte für Wünsche haben, und sie können nicht langer behaupten, daß sie wegen Unbekanntschaft mit Triebensbedutgungen und aus Fürcht, daß ihnen eine ^alle gestellt werden könnte, unmöglich Berhand- binnen könnten. Daß sie aber von der ange- botenen Gelegenheit Gebrauch machen werden, muß man bezweifeln.

^Algemeen Handelsblad" in Amsterdam nennt die Vorbehalte der Mittelmächte bezüglich eines sofortigen allgememen Friedens ohne Annexionen und Kriegsent- Aadrgungen logisch und begreiflich. Daß in einigen Punkten Vorbehalte gemacht werden müssen, bis die üb­rigen Kriegführenden an den Unterhandlungen tell- nehmen, ser klar. Die Mittelmächte könnten wohl mit Rußland Frieden schließen, aber sich nicht gegenüber ELN anderen Kriegführenden die Hände binden, ohne die Gewigheit zu haben, daß - auch die andern die all­gemeinen Grundsätze annehmen.

Zurückgehende Preise.

Unter dem Einfluß der Friedeusoerhandlnüge«.

Königsberg, 29. Dezember. (X U.) Unter deur Sinflug oec Friedensverhandlungen nmd)t sich jetzi in der Nähe der Grenze sowie in den benachbarteil besetz­ten ©eBteten starker Preissturz für viele Artikel sehr bemerkbar. Die Preise für Zigarren, Spiritussen, Tee und Kaffee kommen ins Wanken, In Groduo und Kowiro ging der Kaffee und Teepreis um 4 Mark für das Pfund zurück.

Die 3. französische Kriegsanleihe.

Ueber 10 Milliarden Franken?

w Paris, 29. Dezember. (T. U.) Finanzminister Klotz verkündete, die Ergebnisse der dritten französischen Anleihe seien noch unvollständig. Der Gesamtbetrag der bisher eingegangenen Zeichnungen, die im Aus­lande gemachten nicht eingerechnet, belaufen sich auf 10 276 Millionen. Die Bareinzahlungen machten un­gefähr die Hälfte der Gesamteinzahlungen aus.

Der amerikanische Zuckerdieb.

Aus Kadiz wird gemeldet, daß aus Kuba eintreffende Reifende die Nachricht Bestätigen, daß hauptsächlich in den Provinzen Camagüey, Santa Clara und Santiago ungefähr 12 000 amerikanische Soldaten gelaudet wor­den sind, angeblich, um sich dort für den Kriegsdienst auszubilden, wahricheinlich aber, um die kubanische Zuckerernte für die Vereinigten Staaten in Beschlag zu nehmen, was auf der Insel auf einigen Widerstand zu stoßen scheint, denn gleichzeitig wird berichtet, daß die kubanische, ganz nach der Pfeife Wilsons tanzende Re­gierung zahlreiche Feldhüter mobilisiert habe,um die von den Amerikanern gekauften Zuckepplautagen be­wachen zu lassen." Kürzlich hieß es, daß Amerika Zuckermangel drohe. Was tun da edle Demokraten- getster vom Schlage Wilsons? Sie nehmen dem schwa­chen Nachbar seinen Zucker ab!

Europas Herz.

Unter dem TitelEuropas Herz" veröffentlicht Otto Jesperserr j|r der KopenhagenerPolitiken" einen neu- Mkäeff FMRMskMMIWsiWrsidsiÜ er 'ich Ml^Dettlsch^ land w Frankreich als die Nächstbeteiligten daraus eingehen würden, ein ungetrübt friedliches europäisches Zukuuftsleben verspricht. Der Plan läuft. kurz gesagt, darauf hinaus, das Elsaß oder, genauer ausgedrückt, Stratzburg mir seiner nächsten Umgebung als intern nationales Gebiet zu erklären.

Seit Jahrhunderten ist Ellaß-Lothringen", so schreibt der Däne,ein Streitapfel zwischen den zwei Völkern gewesen, die als gemeinsame Hüter der mensch­lichen Zivilisation einträchtig zusammenhalten sollten. Und jetzt hat sich die Lage so zugespitzt, daß die Fran­zosen sich bitter gedemütigt fühlen würden, wenn Deutschland diese Länder behielte, und umgekehrt würde dasselbe der Fall sein. Eine Volksabstimmung würde auch keines der beiden Länder recht befriedigen, da es zu vielen politischen Mißlichkeiten und zu ewigen Strei­tereien darüber führen würde, wer wahlberechtigt ist. Elsaß-Lothringen, etwa zusammen mit Luxemburg und vielleicht sogar Belgien, zu einem Pufferstaat zu machen, was von vielen als Lösung befrachtet wird, ist kaum tunlich. Aber einNichtstaat", der nicht autonom ist, keine Politik für eigene Rechnung führt, ein Gebiet, das ebensogut Rußland und Spanien und vielen an­deren Staaten wie Deutschand und Frankreich, gehört, das wäre etwas ganz anderes. Diese Lösung könnte je­den der Partner zufriedenstellen. Die Elsässer konnten sich als Europas Kernvolk fühlen, als Weltbürger in des Wortes eigentlichster Bedeutung. Deutschland und Frankreich könnten stolz darauf sein, daß sie dazu bei- frugen, den wahrhaften Frieden zu schaffen, nach dem alle sich sehnen, und den'rechtlichen Zustand, der allein der Menschheit würdig ist. Keiner hat dann der Forde­rung des Feindes uachgegcben; Deutschland und Frank­reich würden daher in Zukunft ohne Kränkung und ohne Demütigung zusammen leben können, und der Trauerflor könnte von dem Pariser Straßburgdenkmal verschwinden.

Ob ganz Elfaß-Lothringen mit Straßburg diesem überstaatliche!! Bezirk einzuverleiben wäre, oder ob ein Teil davon als Pfand für ein gutes Einverständnis an Frankreich zurückgehen, der Rest bei Deutschland bleiben würde, ist eine nebensächliche Frage. Der Tag, an dem der Friede mit der Einsetzung Stratzburgs als Europas Herz geschlossen wird, wird ein Festtag für die gesamte Menschheit sein."

Der dänische Autor zerbricht sich überflüssiger Weise den Kopf. Für Deutschland gibt es auf alle diese, mehr oder weniger gutgemeinten Ratschlage nur die vom Staatssekretär Dr. n. Kühlmann im Reichstage gegebene Antwort:Niemals, niemals, niemals!"

Abschiedsaudieuz des schweizerischen Gesandten.

Berlin, 28. Dezember. (Amtlich. WTB.) Se. Ma- sestät der Kaiser empfing den schweizerischen Gesandten Dr. Haab im Beisein des Unterstaatssekretärs von dem Bussche-Hattenhausen in Abschiedsaudienz. Der Ge­sandte Dr: Haab und Gemahlin wurden von der Kai­serin empfangen. Zur Frühstückstafel waren geladen Dr. Haab, Gemahlin sowie Unterstaatssekretär von dem Bussche-Hattenhausen.

Sriezsallerlei.

Wiedererwachte Beziehungen.

Die Stadt Lübeck beabsichtigt, junge Leute aus Riga ras Handwerk erhMW zu M» DH WMMg Ä

geht von der Lübecker GewerSekammer aus. Der Plan ist in Riga, der Tochterstadt Lübecks, sehr wmpnttjlfd) ausgenommen worden. Es sind Verhandlungen zwi­schen der Rigaer Handwerksorganisation und der Lü­becker Gewerbekc-mmev und allen Juuungsvorständen cingeleifct worden, die dahin zielen, irrigster Knaben zu Ostern 1918 in die Lübecker Handwerksbetriebe einzu- stellen.

Einführung der Brotkarte in Frankreich.

Dte Neue Züricher Zeitung teilt mit, daß mit dem neuen Jahr in gan# Frankreich endgültig Brotkarten zur Einführung gelangen werden.

Die belgischen Kongotruppe«.

Wie dem Pariser Herald aus Le Havre gemeldet wird, beabsichtigt Belgien, seine schwarzen Kougotrup- pen zur Berwendnnn auf einem europäischen oder ei­nem anderen KriegSschanplatz anzubieten, da die Ope­rationen in Ostafrika beendet seien. (Der neue Erfolg der deutschen Schutztrupve in Poriugiesisch-Ostafrika beweist die Unrichtigkeit dieser Auffassung.)

SieRittet und wir.

Aus dem Felde wird uns geschrieben:

Deutsche Gefangene, soeben den Schrecken eines Großkampftages entronnen, werden in einem französi­schen Lager nntergebracht. Ein Tag vergeht, ohne daß sie Nahrung, erhalten, ein zweiter, ein dritter. Endlich werden die völlig Erschöpften herausgeführt, sie hoffen, das ihre Qual ein Ende haben wird. Vielleicht hatte es Zufuhrschwierigkeiten gegeben, und man hatte die Ge- faugenen hinter den eigenen Landsleuten zurückgestellt, vielleicht auch sind sie in diesen unruhigen Tagen wirk­lich vergessen worden, aber nun endlich! Doch wohin führt man sie? Vor einen Lichtbildapparai! Und hier werden sie nungefilmt", damit die daheim im Kino in Paris an den verhungerten Gestalten deutscher Ge- faugener sich weiden und den gesunkenen Mut wieder anfächen können.

Das andere Bild: Ein halbes Dutzend deutsche Laud- wehrlente stoßen, von einem Einbruch in die feindliche Stellung zurückkehrend, auf einen Unterstand, in dem noch 16 Franzosen sich zusannnendrängen, junge erprobte Soldaten. Einer von diesen springt einem Deutschen sofort au die Kehle. Die Lage ist ernst, der Feind in starker Ueberzahl. Da hebt der deutsche Unteroffizier die Pistole und drückt ab. Hat er einen zur Strecke ge­bracht? Nein, denn er hat absichtlich auf die Wand ge­zielt, und der Schreckschuß hat den erwarteten Erfolg: alle geben sich gefangen.

Als der Unterstand sich geleert hat, findet sich in der Ecke am Boden noch ein verwundeter Franzose, not­dürftig verbunden auf einer Tragbahre gebettet. Die deutschen Landwehrleute sahen, daß sie zu wenig waren, um den Mann mitzunehmen. Darum ließen sie ihn liegen. Sie sahen aber auch, daß er von Blutverlust entkräftet war, und daß ihn fror. Darum deckten sie ihn mit einem Mantel zu. und dann eilten sie fort, denn das französische Sperrfeuer hatte eingesetzt, und es war höchste Zeit, wenn sie in den eigenen Graben zurück­kommen wollten.

Stellen wir beide Bilder nebeneinander. Dort ein sinnloser Haß, der alle Schranken, auch die des einfach­sten menschlichen Empfindens, niederreitzt. Hier bet schneidigstem Draufgehen und unerbittlichem Willen "Tmn Steg' öasnn'nnrce memamagk Mumirwenr-mmr roter nicht, wo man aefangenneümen kann und: einem Wehrlosen gegenüber ziemt Ritterlichkeit! Das ist deut- - sche Art.

U>Boot>Safen.

Die Versenkung eines 12 000 Tonneu-Dampfers.

Mit westlichem Kurse durch den englischen Kanal steuernd, um sich nach seinem Tätigkeitsgebiet im Atlan­tischen Ozean zu begeben, sichteteU. . . ." in einer dunkeln Novembernacht gegen 10 Uhr abends die Schat­ten einiger von Westen nahenden Schiffe, und drehte darauf aus Gegenkurs, um nähere Beobachtungen zu machen. Unbemerkt von den ahnungslosen Fahrzeugen fuhrU. . . ." eine Zeitlang neben ihnen her und stellte dabei fest, daß matt einen tiesbeladenen großen Dampfer von mindestens 12 000 Tonnen vor sich hatte. der durch Uboot-Jäger und Bewachung^ahrzeuge gesichert war. Anscheinend also ein recht wertvolles Schiff, wenn so viel Begleitung aufgeboten war. Dank der guten Geschwin­digkeit von11. . . ." gelang es ohne Mühe, sich vor den Trotz der Schiffe vorzusetzen, so daß um 10 Uhr 16 der verderbenbringende Torpedo das Rohr verlassen und seinem Ziele zueilen konnte. Mit einer gewaltigen De­tonation traf er im Hinterteil des Schiffes aus. Trotzdem die Bewacher nun das getroffene Schiff nach allen Sei­ten umkreisten und fortgesetzt Leuchtraketen ab schössen, tauchte11. . . ." auf. um sowohl die Wirkung des Tor­pedos, wie auch Näheres über das sinkende Schiff fest­zustellen. Da stellte sich heraus, daß es ein großer Dampfer mit vier Masten und einem dicken Schornstein über dem langen Aufbau in der Mitte war, anscheinend ein Druppentran^portdampfer, ähnlich den großen Auswandererdampfern der HamburgAmerika- Linie und des Norddeutschen Lloyd. Das Schottensystem des Dampfers schien sich zu bewähren und trotz einiger vollgelaufener Abteilungen den Dampfer ichwimmfähig ' zu erhalten. Deshalb eittfchlotz sich der Kommandant zum Fangschuß, der kurz vor Mitternacht im vorderen Laderaum detonierte. Nun lief das große Schiff schnell voll Wasser und sank in die Tiefe. Wiederum war ein stolzer Vertreter von Englands Handelsflotte auf den Meeresgrund gesunken.

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Ein guter Treffer.

Westlich von Frankreich kreuzte in den letzten Ok- toberiagen eines unserer großen Uboote und sichtete kurz nach Hellwerden einen von Osten nahenden Dampfer, der, sobald er des Uboots ansichtig geworden war, die Flucht ergriff, trotzdem aber das Feuer vonU. . . ." lebhaft erwiderte. Mit höchsten-Fabri tagte das Uboot hinter dem Flüchtling her und sandte Schuß auf Schuß aus seinen Geschützen nach denn Dampfer hin. Grobe See erschwerte das genaue Schießen allgemein, trotz­dem gelang es aber nach ungefähr 50 Schuß, den Wi­derstand des Gegners zu brediev. Man bemerkte, wie er plötzlich stoppte und Dampf abließ, worauf die vier Rettungsboote zu Wasser gelatzen wurden. Als11.." an diese neranging, konnte au^tfragen festgestellt wer­den, daß es sich um -'imn MM)»^ Dampfer handelte, der mit etwa 35 000 so von London nach Italien unterwegs war. HWgestand zum größten Teil auS dem vetüunten Tt^Ttrn oluol, deutsch Ren Nr Um tn Hatt-

fkx verursacht hat. Daueven hatte ver Dampfer HeriW* Ctumottstetne, Eisenbahnschienen, Kohlen, Lebensmittc und Stückgut geladen, rin dem schnell sinkenden Dam pfer einnte man gerade in der Wasserlinie in der Mitt des Schrffes die Spuren des Treffers beobachten, de den Wtdevmud des Gegners bezwungen hatte. El hatte nämlich eine Granate die Außenwand des Dam pfers in der Längsrichtung aufgerissen, sodaß große Mengen von Wasser in Maschinen- und Ke'selraum ein: geströmt waren, was die Mannschaft zum Verlassen del Schiffes veranlaßte. Wäre das Schiff torpediert wor­den, oder eine Granate im Laderaicm eingeschlagen, st wäre es mit höchster Wahrscheinlichkeit, wie alle aui diese Weise vernichteten Munitionsdampfer, in die Luf? geflogen. So aber konnte die Besatzung noch von Glüö sagen, daß der gute Treffer ihnen das Leben gerett» hatte. , .

Vermischtes.

Amtlich abgetehnter Achtstundentag. DieTägü Rundsch." meldet, daß der Eisenbahnminister dieser Tage Anträge des Zlrbeiter-Bezirksausschusses zu Halle an der Saale auf Beseitigung der Akkordarbeit und Einführung des Achtstundentages im Eisenbahnbetriebe -mit folgender Begründung abgelehnt hauDie Ver­handlungen im Bezirksausschuß bieten keinen Anlaß, von dem bisher durch die Verwaltung eingenommenen und in der Sitzung zum Ausdruck gebrachten Stand­punkte abzugehen." Der Hauptgrund dürfte darin zu suchen sein, daß eine Verkürzung der Arbettszeit wäh­rend des Krieges und der noch lange nach dem Kriege zu bewältigenden großen Aufgaben zur Wiederherstel­lung eines geordneten Wirtschaftslebens undurchführ­bar erscheint.

Etsenbahndiebe. Au der Grenze zwischen Schwelm und Langerfeld (Westsalen) find seit langer Zeit ran­gierende Eisenbahnzüge beraubt worden. Vornehmlich wurden Lebensmittel in größeren Mengen gestohlen. Der Polizei ist es jetzt gelungen, die Diebe in einer Anzahl Personen aus Jesinghausen zu ermitteln und festzunehmen. Unter ihnen befindet nch auch Bahnper- sonal.

12 000 Kilogramm Alnmimnm wurden in Adlershof bei Berlin bei einem früheren Flieger, der mit Zube­hör für Flugmaschinen und Fliegerausrüstungen han­delte, beschlagnahmt. Das wertvolle Materral hatte der Mann im Kettenhandel erworben und zu hohen Prellen für Rüstungsindustrie angeboten. Er und vier andere Personen, die sich an diesen Geschäften Beteiligten, wer­den sich wegen Kriegswuchers zu verantworten haben.

Ein Traum aus Seide. Die Kriminalpolizei in Jena hat bei einer den besseren Kreisen angehörenden jungen Frau Seidenstoffe der verschiedeniten Farben und Muster beschlagnahmt, von denen vermutet wird, daß sie aus Jeneuser Geschäften entwendet sind. Die Frau hat ganze Ausstattungen und so viel Seidenstoffe zusammeugestohlen, daß ste sich ihr Leben lang in schönste Seide hätte kleiden können.

Heiteres vom Tage. Gewohnheitsfrage. Staatsanwalt «als er vom Schwiegervater, der eine Pause im Aufzühlen macht, die Mttgift ausgezahlt er­hält) :Haben Sie noch etwas htnzuzufüaen?!" (Flie­gende Blätter") -Zigarren zu zwölf Pfenma gehör­ten Weihnachten 1914 für Offiziere, 1915 für Unterof- TtTrerernnn rar wutr: warten, in wytu er «regen ne nur^ mehr die Flieger zum Abwurf über dem Feind." Selbsthilfe.Dos san Scifn! Balft dt jetzt ver- Brenna lafs'n willst im Krematori, mußt an Beniner Koks mitbringa!" - Mein kleiner Vetter und meine Nichte sind in Streit geraten, und er bedroht sie mit Tätlichkeiten. DochMutti" formn! dazwischen und be­fiehlt ihm, sofort abzubitten. Da erklärt der kleine Kerl:Gut, Mutti, ich will abbitten, aber erst laß mich hauen!" (Jugend".) Bei einem Verrvunoeten- transport sind die Leute durch die lange Bahnsahrt tüch­tig mitgenommen worden und langen recht erschöpft auf der Bestimmungsstation an. Ein junger Offizt?» ist an­scheinend bewußtlos geworden, und als ihn dte Sani­täter Ms dem Wagen Bringen, umringen die junaen Helferinnen einigermaßen ratlos seine Tragbahre. DK^ durch seine Verwundung erlittene Blutverlust gibt ihm auch ein recht bedenkliches Aüssehen. Es wird be­dauernd geäußert:Dieser nette, junge Mensch! Ob er wohl durchkommen wird?" Da erscheint der Stabsarzt. Er wird Bestürmt, sich des Offiziers besonders anzu- nehmen. Der Arzt bestimmt:Wir müssen ihn vor allen Dingen wecken." Start) einigen Bemühungen schlägt der Verwundete die Augen auf.Wünschen Sie envas?" fragen die Helferiuuen. Er ruft mit lauter Stimme: Em Bier wünsch ich!" Lächelnd spricht der Arzt:Den bringen wir durch, meine Damen." (Sunplizissimus".)

Weitere Drahtnachrichten.

Ein Zusischenfall in der französische« Kammer.

i>* Bern, 29. Dezember. (WTB.) Während des

Rede Pichons in der französischen Kammer kam es s« einem Zivischenfall. Ms Picho« erklärte, daß H« Mittelmächte ihre Kriegs.siele «jemals klargelegt hätte«, rief Brizo«:Sie haben wohl die heutigen Zeit«« gen «icht gelesen!" Millerand evtgeg! uete Brizon, er solle schweigen, da er ein deutscher An­walt sei. Pichon sonnte jedoch erst nach minutenlangem

Lärm seine Rede beenden.

Dr. Friedberg kandidiert wieder.

** Solingen, 29. DezeE \ (X. U.) Der Bizeprü- stbent des preußischen Staalö^inisteriums, Dr. Fried- borg, bat das von der 'iberaleu WalsikreisleUung ihm «heuer anacovtene Lani agsmandai sA den S^ahlkreiS Loiingeu-Remscheiö-Lennep angenommen. Die Neu- waöl erfolgt demnächst.

Ein Universitätsprofessor schwer veru«glü«tt. .

.«-.- Wien, 29. Dezember. (WTB.) Der Cbemie-Nni- versitätsprofessor Mauthner verunglückte gestern abent schwer, indem er auf der Straße in einen offenen Kohlen> schacht stürzte, der nicht gesichert war. Er' erlitt niedrere schwere Verletzungen. Sein Zustand ist besorgmSer- regend.

Die EMländer in Genua?

m Lugano, 29. Dezeurber. (T. U.) Genuaer Blätter warnen ihre Leser vor den in der Stadt umgehenden^ Gerüchten, daß mit dem 1 Januar die HafensomuuHiJ äantirt von Genua in englische Hände itbergeve. M