Las Geheimnis unserer Aeherlsgenheti.
Das „deutsche Wunder", daß eine Minderheit einer zehnfachen Uedermacht siegreich standhält, ja diese zu itbenvälHueu droht, sucht die schwedische Zeitung „Af- trnblaiM" sein lk November folgendermaßen zu erklären. -Sie schreit:
„Woher nimmt PeutschiaM die Kraft zu Leistungen, wie es sie wieder in Norditaliev zeigt? Mit 115 Mil- NoH» sieben die Mittelmächte gegen 1300 Millionen Menschen der Entente. Zeit Hinderrburg Generalstabs- chef ist, haben Deutschlands Stärke und Aussichten von Mviw- zu MSvA sichtbar zugenommen. Dabei taten Ena'nuder, Erayzosen und Italiener ihr Möglichstes, die deutschen Kräfte zu schwachem Sie taten es, als tut Sounner die Runen aus GaUffeu vertrieben wurden, und als in kaum acht Tagen die Rigaer Bucht in die Hände der Deutschen fiel: aber stets hielt die deutsche Westfront stand. Hier stehen die Deutschen allein gegen binglüttder, FranMen, Belgier, Sinteritaner, Portugiesen, Sudauneaer, Malaien und chinesische Arbeitskulis. Auch die halbe Front tut Osten halten sie nahezu allein,' sie haben Truppen an der Salrutikifrout, in Palästina, in Mesopotamien; gewaltige Kräfte führen sie z. Zt. gegen Italien. Kein Frontabschnitt, an dem nicht auch Deutsche standen und bluteten, und das nach 3'4 Jahren. Woher nehmen sie die Menschen? Die enormen Verluste, die Deutschland nach englischen Angaben gehabt haben soll, gehören zunächst — das ist sicher — in das Neich der Fabel.
Die Lösung des Rätsels liegt wohl in der verschiedenen Art, wie Deutschland und wie die Entente ihre Freunde und Helfer behandelt. Die Völker der Demo
kratie, des Rechts und des Fortschritts betrachten es als selbstverständlich. daß sich andere für sie opfern müssen,' Portugiesen, Griechen, Inder, Neger haben für England einfach zu sterben, für die englische Demokratie, d. h. die englisch-amerikanische Plutotratie, die nach Sem Krieg die Welt glücklich machen will. So wollen es die Börsenmatadore. So steht Fortschritt, Kultur und Demokratie durch die englisch-amerikanische Brille aus. Zu diesem hohen Kulturstand haben sich die deutschen Barbaren noch nicht erheben können. Wirklich, die Deutschen scheinen noch Barbaren, noch Wikinger zu sein, die mit und für ihre Brüder käinpfen und bluten, nach ienem kategorischen Imperativ, das sie in Not und Tod, in Freud und Leid an des Freundes Seite stehen heißt. Auf Seiten der Mittelmächte sind sie die Stärksten, und sie haben ihre Verbündeten, zumal sie die Leitung des Ganzen hatten, nie im Stich gelassen. So war es in Ga- lizien, so ist es heute in Italien. Das Geheimnis der Stärke des Blocks der Mittelmächte liegt aber nicht nur in der deutschen Organisation oder in ihrer genialen Führimg, sondern vor allem darin, daß die Deutschen sich selbst in die Bresche stellen, wo Tod und Gefahr am größten sind, und das Gleiche ist der Fall, wo es gilt, erst einmal Bresche zu schlagen. Auch jetzt in den Alpen wieder kommt der Kamerad, wie früher, und hilft dem ebenbürtigen Bruder. Darin liegt das Geheimnis des Erfolges."
Irmkreichs Gelreidenol.
In der französischen Presse häufen sich die Stimmen, die trotz aller Beschwichtigungsversuche klar erkennen lassen, daß sich Frankreich vor allem infolge der uner
müdlichen Tätigkeit unserer U-Boote in tiner schwerer Ernährungskrise befindet, aus der es weder durch ei- geue Kraft noch durch die Hilfe seiner Verbündeten Herauszukomlnen hoffen darf. Der Mangel an land- wirtschaftlichen Arbeitern infolge der starken Einziehung zum Heeresdienst, das Fehlen von Düngemitteln, vor allem des deutschen Kalis, und der Verlust der nördlichen Provinzen haben dazu beigettagen, daß die diesjährige französische Ernte gewaltig hinter dem Ertrag früherer Jahre zurückgeblieben ist und den Bedarf der Bevölkerung in keiner Weise mehr befriedigt.
In der „Humanitee" vom 8. November gibt Com- pere-Ntorel die Getreideernte des Jahres 1917 auf 39 Millionen Doppelzentner an gegen einen Ertrag von 87,88 Millionen Doppelzentner im Jahre 1913. Dieser Ernte von noch nicht 40 Millionen Doppelzentner steht ein Bedarf von 90 Millionen Doppelzentner gegenüber. Dazu sind keinerlei Vorräte mehr vorhanden.
Die Hoffnung auf Amerika ist auch für die Ernährung Frankreichs die einzige und letzte Hoffnung. Von der Wirkung des U-Bootkrieges hängt es heute nicht mehr allein ab, ob Frankreich aus den Bereinigten Staaten Getreide erhält. Selbst wenn Amerika Schiffe für den Transport freimachen kann, so hat es doch kein Getreide zum Exportieren. In Frankreich selbst ist man sich darüber klar. Man hofft nur, daß Amerika den Franzosen zu Liebe sich von Mais statt von Weizen nähren wird. Die Aussichten, die Franzosen in den nächsten zehn Monaten satt zu machen, sind also gering. Die Franzosen werden ihre Hoffnung, aus den schweren Nahrungssorgen durch eigene Kraft oder durch tue Hilfe der Verbündeten herauszukommen, bald als trügerisch erkennen. Für England hat sich Frankreich bisher verblutet; jetzt darf es auch für England verhungern.
SefawtoiiidiMP Her Zlaöidchörkn.
Diejenigen Einwohner der Stadt Hersfeld, die weder Gas noch elektrische Beleuchtung haben, also auf Petroleum angewiesen find, wollen von Dienstag den 11. Dezember 1917 ab ihre
Petroleumlarten
aus der Kartenausgabestelle im Gymnasium gegen neue gelbe Vorzugskarten Umtauschen, auf die sie für den MonatDezember je iVs k — insgesamt für die 2., 3. u. 4. Woche je * 21 — unter Anrechnung des bereits bezogenen Petroleums erhalten werden. Der Verkauf von Petroleum ist bis zur Ausgabe dieser neuen Karten verboten.
Bekanntmachung.
Vom 15. Dezember 1917 an ist bei Benutzung von Schnellzügen an Stelle der bisherigen, nach Preisstufen aufgebauten Ergänzungsgebühren eine Ergänzungsgebühr in Höhe von 100 vom Hundert des tarifmäßigen Fahrpreises zu entrichten. ^Die Ergänzungsgebühr beträgt mindestens 3 Mark.
Eilzüge gelten als zuschlagpflichtige Schnellzüge.
Nähere Auskunft erteilen die Fahrkartenausgaben und Auskunstsstellen.
Frankfurt (M), den 10. Dezember 1917.
Königliche Eisenbahndirektion.
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung foll in der Gemarkung Hersfeld belegene, im Grundbuche von da Band IX Art. 336 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Lederfabrikanten Martin Heinrich Nößing Adelheid Franziska, geb. Schimmelpfeng zu Hersfeld eingetragene
Grundstück:
B 212, hinter dem Hainchen, Garten, 5 ar 73 qm.,
am 4. Februar 1918,
Vormittags 9V2 Uhr
durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — versteigert werden.
Hersfeld, den 4. Dezember 1917.
Königlicher Amtsgericht.
+BruchieiiMii+
(Ueihnachtsverkchr 1917.
Die andauernden Schwierigkeiten in der Kohlen- Versorgung und die überaus starke Inanspruchnahme der vorhandenen Betriebsmittel für die Bedürfnisse der kämpfenden Heere, der Kriegswirtschaft und der Volksernährung zwingen dazu, von besonderen Maßnahmen für den Personenverkehr zu Weihnachten, insbesondere von der Einlegung von Sonderzügen, gänzlich abzusehen. Mit Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs muß daher gerechnet werden. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen müssen unterbleiben.
Frankfurt (M), Dezember 1917.
Königliche Eisenbahndirektion.
1. Krtbl. P. Nr. 326/118, an der Clausstraße, Acker - 4,66 ar
2. Krtbl. H. Nr. 132/91. an der Fulda, Wiese — 1 ha oO ar 99 qm habe ich aus
Sonettsteg, d. 13. Dezember 1917 nachmittags 5 Uhr in mein Geschäftslokal bestimmt, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden.
9g. Ritzel,
vereidigter Versteigerer.
BaniNnzucker Baniülnpulver Backpulver
TroSenhele Fruchtgeleepulver Ochsena Suppenwürze Iulienne Kuchengewürz Kümmelsalz Deutscher Tee
empfiehlt
& Hirschberzer.
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkuug-H-e-r-L-f sck-düelegenens im Grundbuche von da Band 49 Blatt 2097 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Dampfwalzeubefitzers Rudolf Appel in Hersfeld eingetragenen
Grundstücke:
, 97 ) Acker im langen Grund 79 ar 31 qm.,
> Bebauter Hofraum
daf. Hans Nr. 2
L 25 Wiefe daf. 4 ar 61 qm.,
I ?— 1C
L 2g „ „ „
L -— Weide „ 6 „ 42 „
Grundsteuerreinertrag: 8,30 Taler, Gebäudesteuernutzungswert: 300 Mk.
am 4. Februar 1918,
Vormittags »Vi Uhr
durch das unterzeichnete Gericht — an der GerichtSstelle — versteigert werden.
Hersfeld, den 3. Dezember 1917,
Königlicher Amtsgericht.
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