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Wis.»baLnnetze§ für die zweite Januarhälfts vor, was Kn®Äeit Veranlassung gibt, daß für diese Zeit & Aeünschaffung der Truppen von der Front ftattfin-

'wlle. J Jedenfalls haben an mehreren russischen ^ontteiien bereits jetzt Demobilisationen in beschrünk-

Maße begonnen.

tem .. p Kryleukos Nachfolger.

Der Sonderberichterstatter der Agence Havas in Detersburg meldet: Als Kandidaten anstelle Krylenkos, helfen Ernennung Unzufriedenheit hervorgerufen hat, haben sich die Parteren auf General Bontz-Brujewitsch geeimüt-

Rußland und Amerika.

Nach einem Petersburger Telegramm hat der ame­rikanische Militärattachee Jackson im Senat erklärt, daß Rußland in der gegenwärtigen Lage das Recht Habe, sich für einen allgemeinen Frieden einzusetzen. (Eine Anerkennung", die zu denken gibt! Red.)

Das kriegsmüDe Rumänien.

Der rumänische Miiarbeiter weiß über die Stim- umng in Rumänien in derNeuen Zürcher Ztg." fol- l-endes zu berichten:

1 Das am Ende ferner Widerstandskraft angelangte Land, besten Los durch den Zusammeubruch der ruisi- schen Offensive vom Sommer dieses Jahres eigentlich s^on entschieden wurde, würde ein Verbrechen an sich elber begehen, wollte es nach dem Versaqerr der russi­schen Militärmacht noch einen einzigen Tag länger den völlig aussichtslosen Kampf gegen die Uebermacht seiner vereinten Feinde führen. Auch geht aus den verschie- dcnen Berichten, die gerade in den letzten Tagen zahl­reicher ins Ausland gelangt sind, hervor, daß die innere Lage sowohl in wirtschaftlicher als besonders in mili- iärrscher Hinsicht schlechter kaum gedacht werden kann. Man spricht davon, daß über 70 Prozent der rumäni- Ichen Aerzte bereits den Epidemien erlegen seien, daß die Verpflegungsschwierigkeiten wegen der mangelnden Verbindungen mit dem übrigen Auslande ihren Höhe­punkt erreicht haben, daß infolge der bekannten Zu­stände auf den russischen Bahnen auch die Versorgung mit Munition immer schlechter wird, und endlich, daß die rnssischen Truppenteile an der rumänischen Front schon lauge vor dem Beginn der Waffenstillstandsver- Handlungen für' die Verteidigung dieses Landes nur noch theoretisch in Betracht kommen. Sagen wir es offen heraus: Es dürfte heute keinen einzigen Ru­mänen von hüben oder drüben geben, der nicht einen baldigen, ja sofortige« Frieden wünscht, der ihm seine nationale Herstellung garantieren könne.

Die Wasfenstillstandsverhandlnngen nnd Rumänie«.

Die Londoner Regierung hat durch Reuter in Ab­rede stellen lassen, daß die rumänischen Truppen bei den Waffenstillstaudsverhandluugen im österreichischen Hauptguartier vertreten sind. Der Temps hält dieses Dementi nicht für richtig. Er erachtet es vielmehr als wahrscheinlich, daß die Angabe der offiziellen Wiener Meldung richtig ist. Die rumänische Regierung, so fügt das Organ des französischen Ministeriums des Aeutzeru hinzu, hat wiederholt die Regierungeu der Enterrte da­rauf aufmerksam gemacht, daß dringende Entscheidungen notivendig sind, um die rumänische Armee aus ihrer verzweifelten Lage zu befreien, in die sie durch die rus­sische Anarchie geraten ist. Die rumänischen Truppen standen vor der Alternative, die Feindseligkeiten ein­stellen zu müssen oder sich auf russisches Gebiet zurück- zuzi^hen, um der Kapitulation zu entgehen.

Ein englisches Lmenurteil.

^Folgende 'ironische Bemertungeu sinden sM dem Hann. Tageblatt" zufolge in einem Eiilgesandt der Saturday Review" vom 10. November:

Ich verfolge die Ereignisse des Krieges, soviel ich kann. Ich prüfe sorgfältig die amtlichen Berichte, die Spezialberichte der Korresponderrten und die Minister­reden. Ich studiere die Karte und ich suche mir ein Ur­teil zu bilden. Ich kann aber die Tatsachen mit den Worten nicht vereinigen, und so wird es auch andere» gehen. Es wäre zum allgemeinen Besten, wenn die Fragen, die mich quälen, offiziell beantwortet werden könnten:

bleiben, um die Fühlung aufrecht zu erhalten, und Spio­nagedienste im Interesse der Alliierten zu verrichten. An der schönen blauen Donau hat Penfield aber nichts aus­richten können, denn wie dre Ereignisse bewiesen haben, kittete sich trotz aller Wühlereien der Bund der Mittel­mächte immer fester zusammen, und die herrlichen Siege in Italien haben ihn auch für fernere Zeit unauflöslich gemacht. Darüber ist Wilsons Zorn entbrannt, und das nach amerikanischer Hilfe jammernde Italien soll nun auch etwas von dem Bundesgenossen jenseits des Welt­meeres sehen. So kommt denn anstatt der amerikanischen Truppen, Kohlen und Dollars die Kriegserklärung an Oesterreich-Ungarrr, die am SÄottenriug aber feinen Schreck verursachen wird. Schon bei der Ausweisung des österreichischen Botschafters Dumba aus Washing­ton im Herbst 1915 ließ man in Wien erkennen, daß seine Furcht vor Amerika bestehe, und auch bei der Be­antwortung der Note aus dem Weißen Hause im De­zember 1915 wurde öie Vormundschaft Wilsons mit habsburgischem Stolz zurückgewiesen. Um wie viel we­niger Eindruck wird jetzt eine verspätete amerikanische Kriegserklärung in Wien machen, nachdem alle Gefahren von den Grenzen Oesterreich-Ungarns abgewiesen sind.

Auf Lenin und TroNki dürfte die Verbeugung des Präsidenten ebenfalls nicht wirken, denn nach ihrem bis­herigen Verhalten ist nicht mehr mit ihrem Gesinnungs­wechsel zu rechnen. Es wurde zunächst berichtet, Amerika beabsichtige den gegenwärtigen Verhältnissen in Ruß­land gegenüber einednldsäme Politik" zu verfolgen, angeblich um seinen Glauben an den schließlichen Sieg der Denwkratie Ausdruck zu geben. Wilson wolle Ruß­land keineswegs als feindliche Macht betrachten, selbst wenn ein Wasfenstillftand zustande komme. Die Verei- ktoten Staaten hoffen noch immer, daß irgend ein Er­eignis die zwischen Rußland und den Mittelmächten an- gesponnenen Fäden zerstören werde. Der znr Schau ge­stellte Gegensatz Wilsons zu seinen Spießgesellen ist wei­ter nichts als ein klägliches Scheinmanöver nach außen, durch das in Wirklichkeit die Geschäfte der Entente be­sorgt werden sollen. Aber Amerikas europäische Politik wirb sicher Schiffbruch leiden.

Die Kriegswut Amerikas.

Das Repräfentanienhaus erhielt vom Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten eine Entschließung vorge- legt, in der Oesterreich-Ungarn der Krieg erklärt wird und einen formellen Bericht des Ausschusies. Der Vor­sitzende Flood' erklärte unter begeistertem Beifall, daß der Präsident den Kongreß ersuchen werde, auch der Türkei und Bulgarien später den Krieg zu erklären, falls dies für zweckmäßig erachtet werde, daß Wilson aber ei­nen solchen Schritt für nnklug halten würde. Nach Floods Erklärungen beschloß das Haus einstimmig, die Entschließung morgen zu beraten und möglichst sofort zu erledigen. In dem formellen Bericht des Ausschnfses für auswärtige Angelegenheiten wird an die Menfchen- verlnste und Rechtsverletzungen durch die österreichischen Seestreitkräfte erinnert, die in einem Maße geschehen seien, daß dadurch der Kriegszustand mit den Vereinig­ten Staaten wschasfen wurde. Der Bericht führt ferner den Schriftwechsel mit Wien in den letzten drei Jahren an, aus dem hervorgeht, daß Oesterreich-Ungarn Deutsch­lands Politik des schrankenlosen Ubookkrieges unterstütze. In Italien wurde die Sache der Alliierten, die auch die Sache der Vereinigten Staaten sei, bedroht. Die Alliier­ten feien nach Italien geeilt. Die Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an Oesterreich-Ungarn werde dem italienischen Volke, das durch böswillige Propaganda

Das neue Wahlrecht in England. ' "

Das Unterhaus nahm öle Wahlreformvorlage ii dritter Lesung an, das allen Männerrr über 21 Jahre allen Soldaten und Seeleuten über 19 Jahre das Wahl­recht gibt. Frauen sind von 30 Jahren aufwärts wahl­berechtigt. _

Das unruhige Südchina.

Die Truppen Kweitschaus, die in die Provinz Sze- chuau eingedrungen waren, um den Truppen Nünnans, die von den Truppen der Provinz Szechuan zurückge­schlagen worden waren, zu helfen, bemächtigten fii' Stadt TschungkiAg, eines wichtigen strategischen L..... tes. Von Kanonenbooten wurde Marineinfanterie ge­landet, um Leben und Eigentum der Fremden zu be-

schützen.

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Amerika koutrolliert französische Eisenbahnen.

ImJournal des Debats" von Gauvain gemachte Anspielungen auf egoistische Kriegsziele einzelner En­tentestaaten erklären sich durch die in der französischen Provinz allgemein herrschende Unzufriedenheit über amerikanische Bahnbauten, die nicht nur militärischen Zwecken dienen, sondern wie die Linien Brest-, Bor deaup- und Cherbourg-Paris, den bestehenden französi­schen Linien die Konkurrenz unmöglich machen, da in- solge rücksichtsloser Enteignung bei der Anlage der amerikanischen Linien dieselben viel kürzer und öko­nomischer sind, als die französischen. Nach dem Kriege wird daher eine völlige amerikanische Kontrolle des französischen Bahnnetzes befürchtet.

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König Konstantins Apanage.

Aus Athen wird gemeldet, daß dem früheren König von Griechenland, Konstantin, bisher von der ihm be­willigten jährlichen Apanage von einer halben Million Franken noch nichts ausbezahlt worden sei.

Jellicoe, Smuts. McNamara und andere sagen, wir hatten den Krieg tatsächlich gewonnen. Wieso? Ich bit­te um Antwort und verweise darauf, was die Mittel­mächte an besetztem Gebiet haben und immer noch er­obern und was diese Gebiete ihnen liefern und wie ac ring verglichen damit der Verbandsgewinn ist. Hatgs Erfolge i offen Deutschland die Niederlege drohen. Hof­fentlich. Aber es geht recht langsam. Wie lange wird es in diesem Tempo dauern, bis Belgien und Frankreich geräumt sind? Aber der Umfang des eroberten,Gelän­des soll für uns unmaßgeblich sein. Die Hauptiache ist, daß wir den Feind zermürben und Deutsche töten, ver­mutlich viel schneller als sie unsere armen Jungen. Un­sere eigenen Verluste sind bekanntlich entsetzlich, wie je­der mit weniger Mühe entdecken kann, der die Verlustli- sten in den Zeitungen addiert. Und die Deutschen hinter ihrer fur^tbaren Verteidigung sollen nur halb soviel verlieren. -

stärken.

Auch gegen Bulgarien und die Türkei der Kriegs, zustand?

^ Amsterdam, 8. Dezember. Aus Washington er- tährt Reuter: Der amerikanische Senat überwies dem Ausschutz für auswärtige Angelegenheiten die ihm un­terbreitete gemeinschaftliche Reiolution der beiden Häu­ser, in der erklärt wird, daß nicht nur zwischen den Ver­einigten Staaten und Oesterreich-Ungarn, sondern auch mit Bulgarien und der Türkei der Kriegszustand be­siehe.

Vermischtes.

Malzschieber. In der bayerischen Abgeordneten­kammer hat der Justizunnisier v. Thelemann mitge- teiJL daß in Bayern bis sehr 410 Malzschieberprozesse erledigt sind, mit Geldstrafen von 5 040 000 Mark. Es schweben noch weitere 156 Fälle.

Dr. von Melke Erster Bürgermeister von Hamburg. Der Senat hat den Bürgermeister Dr. von Melle zum Ersten Bürgermeister und den Senator Dr. Schröder zum Zweiten Bürgermeister für 1818 erwählt.

Er« folgenschwerer Gasthofstreit. Unfriede verzehrt. Ein böses Abenteuer hatte in Berlin ein Gutsbesitzer aus der Provinz. In einem kleinen Hotel im Zemrum der Stadt geriet er gegen Mitternacht mit anderen Gästen in einen Wortwechsel, der in Tätlichkeiten aus- artete. Diese setzten sich auf der Straße noch fort, und dabei kam es zu einer Ansammlung von 25 bis 30 Per­sonen. Als sich alle beruhigt hatten und ihrer Wege ge­gangen waren, entdeckte der Gutsbesitzer, daß ihm die Brieftasche mit 16 000 Mark fehlte.

Eine Entdeckung zahlreicher «euer Eisenbahubdiebe gelang, nach einer Meldung desHann. Cour.", zwei Hannoverscheu Gendarmeriewachtmeistern. Abgesehen von den durch die Kriminalpolizei ermittelten und fest« genommenen weil über 40 im Bahnhilfsdienst beschäf­tigten Personen als Güterdiebe ermittelten die beiden Gendarmeriewachtmeister auch in den Ortschaften Ah- lem, Seelze, Lettler eine Anzahl als Güterbodenarbeiter, Raugierarbetter usw. beschäftigte jugendliche Arbeiter im Älter von 15 bis 18 Jahren, die unerhörte Dieb­stähle ausgeführt haben. Sie stahlen eine Stenge Paar Schnürschube aus verplombten Eisenbahnwagen, wobei ste-die Plombe, M frecher Welje-aujo^acheu. Das schny-^ werk gehört dem Militärfiskus. In unbeschreiblich gro­ßer Zahl erbeuteten die Burschen von Güterböderl und aus Eisenbahnwagen Feldpostseudangeu. Sie haben so­gar gefangene Russen, die aushilfsweise mitbeschäftigt wurden, mit zu den Diebstählen verführt und zum ge-

ie-

®i!Hs Stiegsetflittnig au Oesterreich ^^"^ttchnet in einem Augenblicke, in dem alle grumtet, daß der Friede auf dem Marsche sei, in einer Botschaft an den Kongreß die '^^emcnwng an Oesterreich-Ungarn, und da sich Ä^ll,. Kammer bisher als ein willfähriges Werkzeug des v^aftdenten erwiesen hat, ist nicht mehr an dem Aus- emes neuen Kriegszustandes zu zweifeln. Ob sich .gereinigten Staaten auch mit der Türkei und Bul- MIM aus den Kriegsfuß stellen wollen, wird in der "^l^aaft noch nicht ausgesprochen, doch es Mrd wohl die -j.,LE des gegen Wien gerichteten Schrittes sein. In Ä Rede vor dem Kongreß hat Wilson das große äelapen ausgesprochen, Amerikas Handeln müsse r Richtung auf die endgültigen Ziele hm- in Wirklichkeit befindet sich der ichlmnnste M-» S^?U^r in diesem Weltkriege wieder auf krum- Schleichwegen Während er sich bei seiner Hinter- ^"Venpolitik Oesterreich-Ungarn gegenüber völlig an ^^le des westlichen Raubverbandes stellt, trennt er rein^s^?l m der russischen Frage. England, Frank- 1*1 ihrem Anhängsel Italien haben der russischen ffiuSSrS l>en Beschluß mikgeteilt, daß sie die politischen, Eiinnio^m^d militärischen Beziehungen mit dem ab- llmnn^l Bundesgenossen lösen, doch die amerikanische UMW bem Gesamtschritt nicht angeschlossen.

näclm^ »,.^atlels Lösung ist nicht so schwer, wie es z»t- der TU ^i"en könnte, denn bei genauer Betrawtung ^^^^^Ä schnell heraus, daß Wilson seinen aus dein Versteck heraus zu dienen sucht.

^ie ^.^^ll wendet er jetzt die gleiche Methode an, ^euttosA^s ^r. amerikanischen .Kriegserklärung an herum &!" Zten verfolgte. Er beabsichtigte hinten- ten zwischen den Mittelmächte» anzuftlf-

nach m,.^^" Botschafter Penfield in Wien ließ, und M ßen^ mnöte er den- General Johnson, der russisch^ die Friedensverhandlungen der neuen &to^ mit den Zentpalstaaten zu stören.

Amerikas Druck auf Skandinavien.

Die amerikanische Regierung bat, Meldung zufolge, sämtliche Senöuw wegen, Schweden "........." ..............

fnhrbewilligung nach diesen drei Ländern wird bis zum Abschluß angebahnter Verhandlungen, über deren Art und Dauer noch nichts bekanntgegeben wird, nicht mehr

..., einer Lyoner ............... , _____»ungen nach Nor- weden und Dünemark eingestellt Aus-

erwartet.

Wie Brasilien sich am Kriege beteiligt.

Das erste brasilianische Marinefliegergeschwader wird sich, laut einer Meldung derF. Z." aus Bern, im Januar dem englischen Fliegerkorps angliedern. Laut B. T. meldet Havas aus Neuyork: Die brasilia­nische Mission traf in Neuyork in, um über eine mtlt= tärische Mitwirkung Brasiliens am Kriege gegen Deutschland zu beraten.

EnglandH Schiffahrtssorgen.

Daily Chrontele" schreM: Mslang ist Großbri­tannien das einzige Land gewesen, das seine Schiffahrt im großen Maßstabe für Kriegszwecke herangezogen hat. Vor dem Kriege hat es einen enormen Frachtverkehr in jedem Teile der Welt und den dafür benötigten Schiffsraum unterhalten. Diesem wertvollen, in man­chen Fällen durch jahrhundertelange Arbeit erworbenen und von Tausenden von Verbindungen abhängigen Handel hat Großbritannien vollkommen geopfert» oa- mit die Verbandsmächte den Krieg gewinne«. Die so verloreugegangenen Verkehrswege sind von den Neu­tralen und oft sogar von den Verbündeten und deren Schiffahrt übernommen worden, während die britischen Schiffe Lebensmittel, Kohlen, Munition und andere für den allgemeinen Zweck erforderlichen Waren beförder­ten. Weder Im vereinigten Königreich, noch in den Vereinigten ©tonten erfüllt ««« die Fertigstellung von Schiffen auch nur annähernd die gehegte« Hoffnungen. Keines der. beiden Länder hat im wichtigsten, nämlich im Bau der Standardschiffe, genug geleistet. Die bri­tischen Staitdardschiffe haben sich insofern als einen Fehlschlag erwiesen, als ihre Bauart zu umständlich ist. Das sind aber Einzelfragen. Die Hauptsache ist, daß der Krieg gewonnen wird, und da deutet alles darauf hin, daß der Verband brems und dran ist, das Gegen­teil zu erreiche«. '

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Das polnische Ministerin«.

Die polnische Mittisterliste ist vom Regentschaftsrate Freitagmittag bestätigt worden. Sie tontet: Ministerprä­sident: Jan v. Kucharzewski,- Minister des Innern: Jan Steckt,- Justiz: Stanislaus Bukowicki: Finanzen: Jan Kantu Steczkowski: Kultus unb öffentlicher Un­terricht: Autout Stmiüomdti; Pervfleguna: Stephan Prezanowski: Ackerbau und Krongüter: Joseph Mtl- kulvwskt-Poniorski; Gewerbe und Handel: Jan Zaa- leniszny,- soziale Fürsorge und Arbetierschutz: StantS-

ringen Teil an der Beute mit teilnehmen lassen. Sie stahlen ganze Fässer Marmelade und haben damit in einer jeder Beschreibung spottenden Art gewirtschaftet. Was sie an gestohlenen Waren jeder Art nicht selbst oder in ihren Familien verzehren oder verwenden konnten, haben diese Burschen zum Teil Hum Verkauf gebracht. Eine Menge Personen werden sicher als Hehler noch mit in diesen tief zu bedauernden Prozeß hineingezogen werden. Es sind ja gewiß in erster Linie jugendliche Hilfskräfte, die den Weg der Rechtlichkeit verließen, aber bedauernswerterweise ziehen diese Elemente auch im-

:e jugendliche erließen, «der ______________________ mch im­mer einzelne ältere Personen, Beamte und deren Fa­milien, dei aufs tiefste zu beklagen sind, mit in das un­erhörte Netz der Diebereien hinein. Den älteren Be­amten, die da mit hineingezogen sind, blüht natürlich Entlassung und Verlust ihrer schwer errungenen Alters­

Versorgung.

Der mitleidige Straßeubahuschasfner. Zum Zet» dien, daß die mitunter unerbittlichen Schafstrer der Stockholmer jetzt meist überfüllten Straßenbahnen auch mit sich reden lassen, wenn man ihnen nur mit Logik und triftigen Gründen kommt, erzählen schwedische Ta­geszeitungen folgendes Geschichtchen. Auf einen über» vollen Wagen steigt im letzten Moment noch ein Herr auf.Nein, nein, es ist unmöglich," wehrt der Schaff­ner ab,hier ist es ja säum so eng."Ach, ich bin ja so mager," bittet der Herr auf der Plattformstufe. Nein, das ist ganz gleich."Ach bedenken Sie doch, Herr Schaffner, ich habe seit dem Frühjahr vierund- zwanzig Kilo abgenommen!" Das Hirn des Schaff­ners macht in aller Eile einen Ueberschlag darWer, was eine allgemeine derartige Abnmgerung für das Jndi- vidinnr. die Allgemeinheit und am Ende auch für den Straßenverkehr bedeuten würde.Bierundzwanzig Kilo", meinte er dann nachdenklich, indem er einen prü­fenden Blick über die Passagiere auf der Piattfonu wirft. Ersichtlich übt in ihm eine durch das Lebensmit- telelend hervoracrufene Solidarität ihre Wirkung aus und so endete seine kurze Ucherlegung damit, daß er den Herrn am Rockärmel ergreift und ihm heranfhilft, wäh­rend er fortwährend murmelt:Bierundzwanzig Kilo .... io steht es also . . !"_________________

Weitere Drahtnachrichten.

Graf Czerniu trifft i« Berlin ein.

ter Berlin, 8. Dezember. (T. U.) Der k. und t Minister des Aeutzeru Graf Czerucn wird am Montag tn Berlin eintreffen und im Hotel Adlon Wohnung neh­men. Irr seiner Begleitung beftrcden sich Legattonsrat Graf Cellorado-Diansfeld und der Chef des Pressedien­stes im k. und f. Ministerium des Aeußern Gesandter Baron von Wiesner.

Schweden «nd Norwegen für Lenins Regierung.

iMi Christiania, 8. Dezember. Nach verschiedenen Blättermeldungen soll der norwegische Gesandte in Pe­tersburg nach dem Beispiel Schwederrs in amtliche Be­ziehungen zur Regierung Lenins getreten sein.

Der Kriegsarbeiterstreik in Coveutry.

>* Basel, 8. Dezember. (T. lt) Die Neue Zürcher Zeitung meldet: Der seit einigen Tagen ausgebrochen« Streik der Munitions- und Aeroplanarbeiter in Co- ventry hat bis jetzt feine Erledigung noch nicht finden können. 50 000 Man« feiern. Der Reglerung P'ereltet bittet Äustmw aroke Soraerr. 3^^* ^^