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Die Schwierigkeiten des postalischen Nachrichten- und Verseudungsverkehrs werden von Lag ü^ Tag größer. Die meisten Klagen beziehen sich auf den Brief-, Paket-, Telegramm- und Fernsprechverkehr. Bei aller Zurück- Haltuug, die sich jeder angesichts der Kriegsverhältnisse auferregen muß, ist es schließlich verständlich, wenn dem Publikum die ®ehuii> reißt und die Klagen 116er Verzö­gerungen und sonstige Unannehmlichkeiten sich häufen.

Um wirksame Aühilfemittel zu finden, muß man zunächst über die Ursachen unterrichtet sein. Sie liegen einmal in der ungeheuren Inanspruchnahme der Post und zum anderen im Mangel an hinreichendem Fach­personal. Die schwierigen Eisern a. nverkehrsverhält- mife kommen hinzu, sind aber nebensächlicher Natur. Die Inanspruchnahme der Post geht so weit, daß allein die Baut der täglich zu bewältigenden Feldpostsendun­gen rund 20 Millionen beträgt, daß bei einem Berliner Postamte täglich statt 500 Pakete in Friedenszeiten ießt 5000 eingeyen, daß die Fernsprechleitungen so sehr von dringenden Gesprächen überlastet sind, daß andere Ge­spräche kaum noch Aussicht aus Zustandekommen haben, daß die Zahl der Telegramme rreseugrotz geworden ist. Wenn angesichts der Tatsache, daß es Kriegsgesellschaf­ten gibt, die täglich bis zu 7000 Briefe empfangen und bis zu 10 000 Briefe absenden, gesagt worden ist, daß hier die Ursache der Papierknappheit liege, so ist dem nur zuzustimmen. Abhilfe kann also einmal nur durch weise Einschränkung aller Volkskreise in ihren An­sprüchen an die Post erzielt werden, wenn sich die Schwierigkeiten nicht zu einer wirklichen Postverkehrs- not auswachsen sollen. Es bedarf drrngend des Ap­pells an die bessere Einsicht des ganzen Volkes, sowohl an die Oeffentlichkeit als auch an die großen Häuser, Kriegsgesellschaften u. a. m. Es liegt sonst nicht in der Macht der Postverwaltung, der unhehcuren Flut mit notdürftiger Zuverlässigkeit auf die Dauer Herr zu werden. Dazu fehlt es an dem notwendigen Fachper­sonal und auch an den Einrichtungen. Das stark ge­lichtete Heer der Fachbeamten läßt sich nur bis zu ei­nem gewissen Grade durch Aushilfspersonal ersetzen. Die durch langjährige Uebung erworbene Fertigkeit und Sachkenntnis geht den Aushilfskräften ab und kann nicht plötzlich, zumal ein häufiger Wechsel der Aushilfskräfte die Regel bildet, erworben werden. Auch sie Entblößung von Fachpersonal hat ihre natürlichen Grenzen.

Nur durch die beiden angedeuteten Mittel mög­lichste Selbstbeschränkung in der Benutzung der Post und Zurückhaltung eines genügenden Fachpersonals

im Heimatdieltste läßt sich eine weitere Verschlech­terung der nachgerade unhaltbar gewordenen Postver- Hältnisse verhindern.

Unsere Meilen.

Bewundert viel uuö viel gescholten, das darf man wohl auch von dem Institut des Königlich preußischen Kadettenkorps sagen, und es mag schon sein, daß diese ehrwürdige Schöpfung utuuänwjer IugenoeZiehung aus den Tagen des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., die ein gut Teil der Geschichte und der Tradition des preußischen Staates wie des Deutschen Reiches in sich verkörpert, mit dem Geiste der neuen Zeit nicht immer Schritt gehalten hat. Aber diese historisch begründete Einseitigkeit des Kadettenkorps war doch zugleich die Stärke und der Vorzug dieser Pflanzschule militärischen Geistes, und wenn man den Wert einer Einrichtung an ihren Früchten erkennen soll, so hat das preußische Kadettenkorps, das auch die besten deutschen Heerführer zu seinen Zöglingen rechnen darf, den Beweis seiner Bortrefflichreit hinreichend erbracht. Es war und ist doch iinmer die hohe Schule der Charakterbildung, eine Erziehungsanstalt, die zwar keine Stubengelehrten her- anbildet, wohl aber in ihren Zöglingen Mut und Ent­schlußkraft, Selbstbeherrschung und Willensstärke ent­wickelt, Eigenschaften, die noch immer im Einzelleben wie im Ringen der Völker maßgebend und entscheidend sind. Waren es doch keineswegs nur die Vertreter des Offiziers- und Beamtenstandes, die ihren Nachwuchs dem Kadettenkorps anvertrauten, sondern auch die In­dustrie, der Kaufmannsstand und das Ausland hatten eine so hohe Meinung von dem Wert militärischer Er­ziehung, daß sie ihre Söhne gern und vertrauensvoll der strengen Zucht der Kadettenanstalt zuführten.

Das deutsche Volk, das in diesem ungeheuren Exi­stenzkampf der Nationen Gelegenheit hat, seine geistige, moralische und physische Ueberlegenheit gegenüber der Uebermacht der Zahl in die Wagschale zu werfen, darf sich glücklich schätzen, daß an seiner militärischen Lei­tung Persönlichkeiten mitwirken, wie sie unsere Geg­ner gottlob nicht besitzen und wie sie auch im Verlauf weltgeschichtlichen Geschehens in solcher Vollendung nur selten aufgetreten sind. Es ist kein Zufall und wird auch von diesen Männern dankbar anerkannt, daß die strenge militärische Zucht der Kadettenerziehung ihrem angeborenen Führergenie wertvolle Charaktereigen- schasten hinzufügte, die auch bei hochbegabten Naturen vielfach erst durch die Kunst des Erziehers entwickelt werden prüften. . ,

Stattlich und eindrucksvoll ist die Reihe der deut­schen Heerführer und Kriegshelden, die in jungen Jah­

ren die Tore der Kadettenanstalt durchschrstten und de­nen Deutschland in diesem Kriege viel, wenn nicht al­les, zu verdanken hat. Allen voran die berühmtesten Zöglinge des Kadettenkorps, Generalfeldmarschall von Hindenburg und sein kongenialer Generalstabschef Lu- dendorff, die Männer, deren strategisches Genie dem ganzen Weltkriege sein Gepräge aufgedrückt hat. Eben­so ist Hindenburgs Vorgänger im Amt, der frühere preußische Kriegsminister, Chef des Generalstabes des Feldheeres und Führer einer siegreichen Armee im ru­mänischen Feldzug, Erich v. Falkerchayn, ein ehemaliger Zögling des Kadettenkorps. Unsere ruhmbedeckten Heerführer an der Westfront, v. Bülow, der im August 1914 seine Armee tief nach Frankreich hineinwarf, v. Einem, der Führer der standhaften Truppen in der Champagne, v. Heringen, der frühere preußische Kriegs­minister und Oberbefehlshaber der Küstenverteidigung, find ebenso wie der zähe Verteidiger im Osten und Führer der deutschen Karpathentruppen v. Linsingen und der Eroberer Rigas und Oesels, v. Hutier, sowie der hierbei herorragend beteiligte General v. Käthen aus dem preußischen Kadettenkorps hervorgegsmen. Ebenso zählen der Generalgouverneur Belgiens v. Falkenhausen, der Chef des Kriegsamts, General Scheuch, fein Vorgänger, General Gröner, der ruhm­reiche Verteidiger Deutsch>-Ost-Afrikas, Generalmajor v. Lettow Vordeck, zu seinen ehemaligen Zöglingen. Die Fliegerwaffe ist vertreten durch den konrmandie« renden General der Luftstreitkräfte v. Hoeppner und den Rekordflieger Frhr. v. Richthofen, der bisher die höchste Zahl feindlicher Flugzeuge zur Strecke gebracht hat, während unter den Helden zur eee die erfolgreichen U-Bootskommandanten Freiherr v. Forstner und Ka­pitänleutnant Steinbrink zu nennen sind.

Das ist nur eine kleine Auswahl aus der Fülle bedeu­tender und bekannter Namen, deren Träger sich mit Stolz und Dankbarkeit der Stätte ihrer Jugenderzie­hung erinnern, an der die Grundsätze für ihr späteres Wirken gelegt wurde. Und forschen wir in der Geschichte Preußens und des deutschen Vaterlandes nach, so hat das Kadettenkorps auch in vergangenen Zeiten seine historische Mission erfüllt, nämlich Charaktere herange­bildet, die in den Augenblicken der Gefahr und der Not durch treueste Pflichterfüllung, Selbstlosigkeit und Willensstärke ihrem Vaterlands gedient und genützt haben. Der Geist, der diese vorbildlichen Männer er­füllt hat und der ganz besonders in diesem Kriege so herrliche Früchte trug, ist derselbe, der in jahrhunderte­langer Ueberlieferung im Kgl. preutz. Kadettenkorps gepflegt und feinen Zöglingen als bestes Vermächtnis mit auf den Lebensweg gegeben wird.

Frauen

werden für den Weichen­steller-, Blockwärter-, Zug­schaffner-, Schrankenwärter-, Wagenputzer- und Bahn­unterhaltungsdienst ständig angenommen. Meldungen können bei den Bahnhöfen oder Bahnmeistereien statt- finden.

Königl. Eifevb.-Belriebsamt Hersfeld.

Letzter Termin zum Verkäufe der, der Firma Jakob Seelig in Hersfeld gehörigen in der Gemarkung Hersfeld be- legenen

Grundstücke,

nämlich:

Acker über dem Beckers­graben 37,23 ar

Acker hinter der alten Leimenkaute 25,77 ar

Acker daselbst 16,71 ar Acker in den Giesen

14,64 ar Acker im Helfersgrund

67,38 ar Wiefe dafelbst 25,91 ar

Donnerstag,

den 29. November 1917, Nachmittags 6 Uhr.

Anzahlung nach Verein­barung. Der Rest wird auf 10 Jahresraten gestundet.

Hersfeld,

den 24. November 1917.

Schandua,

vereidigter Versteigerer.

Ausruf zur Sammlung von EummiaWllen.

Die Absperrung von den Rohstoffgebieten zwingt uns zur Ausnutzung aller noch im Lande vorhandenen Vorräte, die zur Neuausfüllung oder als Ersatz dienen können. Von der Heeresverwaltung wird aus die Sammlung der noch im Lande vorhandenen kleineren Mengen von Alt­gummi größter Wert gelegt. Restlose Ablieferung der in städtischen wie ländlichen Betrieben und ich Haus-, Haltungen verstreuten kleinen und kleinsten Mengen ist daher zur Durchhaltung unbedingt notwendig und für jedermann vaterländische Pflicht.

Zur Sammlung geeignet sind: Wagenreifen (Auto­mobilreifen), Fahrradreifen, Luft- und Gummischläuche, Gummischuhe, Turn- und Tennisschuhe mit Gummisohlen, Schuhabsätze, Gartenschläuche, Weinschläuche, Reisekissen, bemalte Bälle. Tennisbälle, Gummibänder und Gummi­stoffe, Gummisauger und andere Gummiabfälle jeglicher Art.

Für ihre Zweckbestimmung noch verwendbare und ausbesserungswürdige Gummiwaren dürfen nicht als Alt­gummi abgeliefert werden, sondenn können weiter in Ge­brauch bleiben (z. B. Radiergummi, Gasschläuche, Flaschen- scheiben usw.). Ausgeschlossen von der Ablieferung sind alle Hartgummiabfälle. .

Im vaterländischen Jntereffe ergeht an alle Kreise der Bevölkerung im Stadt- und Landbezirk Hersfeld die Aufforderung, die entbehrlichen Bestände von Altgummi an die zur Abholung berechtigten Schüler des Kgl. Gym­nasiums (für den Stadtbezirk) und der Landschulen (für den Landbezirk) zur Ablieferung zu bringen.

Etwaige Ueberschüsse, die beim Weiterverkauf erzielt werden, fallen dem hiesigen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt werden.

Hersfeld, den 24. November 1917.

Der Kriegsausschuß für Hammel- und ge ferdienst:

Schoof.

Infolge weiterer Berkehseinschränkungen stehen vom 24. November ab bis aus Weiteres auf den Strecken MetzFrantfurt a. M,Berlin und Leipzig über Bebra Erfurt den Reisenden noch nachstehende V-Züge zur Verfügung:

a) Richtung MetzFrankfurtBerlin und Leipzig

D 243 Frankfurt ab 864 V. (über Offenbach Abf. 908), Berlin an 7®® R.

E3 Frankfurt ab 1018 V. Berlin an 1030 N.

D145 Metz ab 616 V. Frankfurt an 1220 ab 12« N.

Berlin an 11.L N.

-£>4414SSeb Wittffer a. St. ab 72 N. Frankfurt an 9P ab 9L N. Berlin an 825 V.

D 201 Metz ab 5« N. Frankfurt an 112 N. ab 12 V.

Berlin an 1037 V.

D 205 Frankfurt ab 1212 V. Leipzig an 836 V.

b) Richtung Berlin und LeipzigFrankfurtMetz

D 204 Berlin ab 72 N. Frankfurt an 610 ab 628 V.

Metz an 1247 N

D 212 Berlin ab 82 N. Frankfurt an 7U ab 740 V.

Bad Münster a. St. an 936 V.

D146 Berlin ab 715 V. Frankfurt an 561 ab 62 N.

Metz an 12 V.

O l 4 Leipzig ab 11B N. Frankfurt an 92 N.

D 244 Berlin ab l03 N. Frankfurt an 112.

Auf der Strecke FrankfurtBebra bleiben die Züge D 85 Frankfurt ab 220 N. Hamburg an 122 V., D 86 Hambnrg ab 724 V. Franfurt an 613 N. und D 98 Bebra ab 12u N. Frankfurt an 342 N. ebenfalls bestehen. Königliche Eisenbahndirektion frantfurt (Main).

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