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Haases Seist «»d die gront

Me »Kölnische Zeitung" veröffentlicht folgenden lehrreichen Feldbrief: »Ich glaube sicher, Sie tragen wir meine Säumnis tm Briefbeantworten nicht nach, wenn Sie hören, daß ich seit der damaligen Zeit kaum etwas andres als strammen Dienst kannte, mit vrel- wöchigeul Leben in feuchten Unterständen, steter Ge­fechtsbereitschaft, allerlei besonderen Ausgaben, von de­nen ich später Ihnen mal Näheres erzählen kann, wie freie Feuerstellungen in der Borpostenlinie und ähn­liche Scherze mehr, bei denen es natürlich auch allerlei Scherben gab zum Glück beim Franzmann mehr als bei uns, denn sonst hätte er uns gerade naht im­mer so seinen Aerger gezeigt. Ich mache nicht gern solche Andeutungen, schon um 51t verhüten, daß man sich meinetwegen ängstigt,- aber ein Haaie und Ge­nossen zwingen einem dazu, klar und deutlich zu lagen, daß wir hier an der FrontDinger drehn, die wir mit einem Geist, wie Haase und Genauen chn verbrei­ten möchten, niemals vollbringen könnten. Mit mn- gen, 19jährigen Jungens und alten bärtigen Familien­vätern habe ich hier ohne jede Deckung alv unsre eigne Geschotzstapel und unsre treuen Geschütze selbst tut freien Felde gestanden und habe mit dreien Leu­ten bei hellem Tage angesichts des Franzmanne^ tn seinem Gegenfeuer mit der Batterie gefeuert Artil­leriekampf liefst es dann im Heeresbericht. Glück hat­ten wir, keinen Toten, nur Verwundete,, denen es schon wieder besser geht. In einer Stellung, tn der uns ein HefCr Stollen Schuft bot, wurden vor memen Augen - ich war auf dem Wege dahin, wenige hundert Meter davon 24 Mann in 8 Meter Tiefe verschüttet, auch bei solchem Artttlerretauwf: im feindlichen Wetterfeuer haben wir sie ausgegraben - wie durch ein Wunder kamen alle Seil davon, die unten und die, die oben gruben, ebe die Luft mangelte. Denn alle Eingänge waren verschütte:. Und mit den verschütteten Leuten haben wir bald danach mit den übrig,gebliebenen Ge­schäften wieder aefeitert; ohne auch nur ein Wort der Aufmunterung, nur ein wenig ernster als sonst, weil jeder wußte, was Hart an ihm vorbergeaangen war. Und einen Tag später haben die gleichen tieute unt imei Stunden Schlaf im Freien auf hartem Boden ^it den übrigen Mannschaften der Batterie drertzra- stündigen, anstrengenderr Dienit, zum Teil tm feind- lichen Feuer getan, ohne Murren, und am Schluß der 30 Stunden vor dem Ruhen noch unterSrngendreGe- r^iftip aereiniat. Das macht man nicht unt Soldaten, NeHaKsGeist atmen. Und was wir hier als selbst- "eiftändlich tun. tun Millionen andrer hier und ander­

wärts täglich. Das wollte «Y Mrwn nur sage«, weil ich mir vorstelle, daß beim Bekanntwerden der Bestre­bungen derUnabhängigen" ein Schauer des Entsetzens durchs Land ging, und wett ich mir denke, daß dem­gegenüber Ihnen und Bekannten ein Wort aus dem

Felde ein Bedürfnis ist."

Musketier ssricker und feine 200 (Befangene

Der aus einem heimischen Regiment staumrendr

Musketier Fricker berichtet: Nachdem die Russen in der Frühe des... das Dorf Nastasow aufgegeben hatten, verfolgten wir sie in südöstlicher Richtung. Gegen 12

Uhr mittags stiegen wir wieder auf den Feind, der fich auf den Höhen beiderseits des Dorfes Ludwikowka festgesetzt hatte, wo er eine gut ausgebaute Stellung be­faß, die von ihm hartnäckig verteidigt wurde. Zwischen 121 Uhr wurde unser Bataillon hier eingesetzt. Ich selbst ging mit der ersten Welle vor. Hierbei erhielten wir solch starkes Maschinengewehrfeuer, daß ich mich im Borspringen nach links hielt. Dadurch aber kam ich vollständig aus dem Bereich meiner Kompagnie in das der 10. Ich schloß mich an und sprang etnigemale mit vor. Als man merkte, daß rechts auf eine Entfer­nung von 2300 Meter niemand mehr vorging, erhielt in den Befehl, nach rechts zu laufen und die Verbin­dung wieder herzustellen. Ich führte diesen Befehl aus, und die Lücke wurde dann auch von Leuten der 6. und 8. Kompagnie ausgefüllt. Trotz starkem Maschinenge­wehrfeuer kam ich bis an den Wassergraben, welcher sich vor dem russischen Drahtverhau hinzog. Hier blieb ich zunächst liegen, um frische Luft zu schöpfen und Kräfte zu sammeln; denn die schnellen, fast pausenlosen Sprünge hatten mich sehr erschöpft. Da schlugen hin­ter mir zwei Granaten unserer Artillerie ein. Das nötigte mich, weiter vorzulaufen. Jetzt lag ich vor dem Drahtverhau und suchte eine offene Stelle zum Durch­schlüpfen. 200 Meter weiter nach links sah ich eine Lücke. Ich lief dahin und sprang in den russischen Gra­ben. Da hier die Russen schon rausgegangen waren, laufe ich nach rechts, wo die Russen noch fest durch die Schießscharten feuerten. Als ich schreiend und rufend vor- stürmte, warfen sie die Gewehre weg, da sie eine ganze Anzahl Deutsche vermuteten und suchten sich durch eilige Flucht nach rechts zu retten. Immer mehr trreb I ich sie vor mir her, keiner dachte an Widerstand, umso weniger, da ich im Laufen in den flüchtenden Haufen I hineinschotz. Nur an einer Brustwehr stellte sich mir

ein Süfftater entgegen. JW ränge zu Mltzn, Itreä» ich ihn nieder. Nun sprang der ganze Schwärm bei Russen, den ich vor mir hergetrieben hatte, aus dem Graben in die davorliegende Mulde, wo sie sich als Ge. fangene geborgen fühlten. Ich lief noch eine Streck« weiter nach rechts und kam an einen Stollen, aus dem Stimmen entgegenschlugem Ich sprang hinein und sah vier Offiziere, die von den Stühlen emporfuhren Einer von ihnen hatte noch die Spielkarte in der Hand. Mein schutzfertiges Gewehr zwang sie, sich als meine Gefangenen zu betrachten. Gerade wollten sie den Stollen verlassen, als noch eine Granate in den Stol. len einschlug und die Hälfte des Eingangs verschüttete. Um so williger folgten sie mir in die Mulde, in der ich jetzt 4 Offiziere und fast 200 Mann als Gefangene hatte. Inzwischen waren auch von rechts die Truppen herangekommen. Ich ordnete meinen Transport. Die vier Offiziere voran, führte ich allei« die vielen Gefangenen zurück, dabei zwang ich sie, ihr« verwundeten Kameraden mit zurück zu tragen. Ebenso mußten sie auch die noch vorhandenen transportfähigen Verwundeten des Verbandplatzes unseres Bataillons mit zurücknehmen. Als ich mit dem langen Zuge der Gefangenen über die Höhe wollte, fchlugen plötzlich russische Granaten rechts und links von uns etn. Die Verwundeten liegen lassend, stobten sie wie eine Ham­melherde auseinander. Mit Mühe konnte ich sie wieder sammeln und sie zum Tragen der Verwundeten veran- lassen. 8,30 Uhr kam ich zur Division: hier mußte ich die Verwundeten in dem Lazarett abgeben, nachdem melde­te ich mich bei dem Oberleutnant Sch., der mich Sr. Ex­zellenz zuführte, dem ich genauen Bericht erstatten mußte, wie ich zu dieser großen Zahl Gefangenen kam. Da er kein Nottzbuch bei sich hatte, um meinen Namen aufzuschreiben, wollte man dasselbe holen, doch Exzel­lenz meinte:Lassen Sie nur, ich schreibe mir den Mann in mein Soldbuch, da vergesse ich ihn nicht!" Er schrieb dann auch meinen Namen in sein Soldbuch ein. Als Exzellenz im Laufe des Gesprächs hörte, daß ich seit 5 Uhr morgens nichts gegessen hatte, entließ er mich mit der Weisung, mich erst einmal tüchtig zu starkem Kaum war ich dabei, da wurde ich wieder zu Sr. Ex­zellenz gerufen. Er sprach mir seinen Dank und die vollste Anerkennung für das, was ich geleistet hatte, aus, griff in den Aufschlag des Rockärmels und mit den Worten:Und hier, dies haben Sie doch gern!" heftete er mir das Eiserne Kreuz 2. Klasse an die Brust. Mit dem Bemerken:Ich werde Sie stets im Auge behal­ten!" entließ mich dann Seine Exzellenz.

Äitatep hr FtMWrdk».

Für die laufende Woche kommen zur Verteilung:

Am Freitag den 2. 11. auf Abschnitt 82 der gemeinen Lebensmittelkarte

150 sr. Rudel«

zu haben in allen Lebensmittelgeschäften.

Am Sonnabend den 3. 11.

60 gr. Lutter

all-

unter den seitherigen Bedingungen.

Ablieferung aller Kartenabschnitte durch die Verkäufer bis spätestens am 5. 11.

jedem Deutschen soll in diesem Jahre sein Anteil an dem Obstsegen werden.

Deshalb säume man nicht, die Voräte noch vor dem Froste zu den gesetz­lichen Höchstpreisen, vom 1. November mit 10% Aufschlag, der

Kreisgeschäftsstelle für Gemüse und Obst in Hersfeld A. Oppenheim oder deren Sammelstellen

Ein frischer Transport

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gut eingefahren sind einge­troffen

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Telephon 396.

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Die Mnsonle der Setter an die Milchlieker««Le»

und Versorgungsberechtigten der Landgemeinden und die Urlauber der Stadt Hersfeld erfolgt an

allen Wochentagen nur Borm. von 10 -12 Uhr im Berlaussraum der Molterei.

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Ehm, Schenklengsfeld Bieber, Niederaula Völker, Kirchheim Malkranz, Ransbach

zur

Verfügung zu stellen.

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Wir haben trotz allen Warnungen immer noch feststellen müssen, daß Milch abgerahmt und dann als Vollmilch in die Molkerei ge sandt wird.

Wir warnen nochmals vor diesem betrüge­rischen Verfahren und werden von jetzt ab in . jedem derartigen Falle der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten.

Mitereisknoileoschoit Senkel»

H. Grosenrth.

Katholische Kirche.

Donnerstag: Fest Aller­heiligen, gebotener Feiertag.

7 Uhr hl. Messe

%10 Uhr Amt u. Predigt %3 Uhr Rosenkranz-Andacht Freitag: Allerseelen

6 Uhr' hl. Messe %7 Uhr hl. Messe 7 Uhr Toten-Amt 8 Uhr abends Andacht Gelegenheit zur hl. Beichte Mittwoch 5 und 8 Uhr Donnerstag %7 und 3 Uhr.

Brennholz

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Edm.5tock,Solingen.

Zur Feier des vierhundertjährigen Reformation- -Jubiläums

Familienabend am Mittwoch, Den 31. Dlt. abends 8 Uhr

= in der Turnhalle.

B 0 rtra - des Herrn Geheimrats Mühlmann : aus Caffel über

Luther und das deutsche Haus." Außerdem werden noch Herr Pfarrer Echeffer und Gonnermann sprechen.

Der Kirchenchor und Mädchenchor des LyzeumS

W werden mitwirken. Auch werden einige Gedichte D vorgetragen werden.

Um recht zahlreiche Beteiligung wird freund- K lich gebeten.

Das Presbyterin«,.

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