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Weheres Born »Seeadler".

? Sein Kommandant gefangen?

i-Daily Mail" meldet: Der deutsche Hilfskreuzer Seeadler", ein Schiff von 4000 To., ist auf seiner Aus­reise von einem englischen Torpedoboot angehalten wor­den. Da er aber über einwandfreie norwegische Schiffs­papiere verfügte, wurde ihm erlaubt, die Reise fortzu- setzen. Der Hilfskreuzer hatte sich als norwegischer Holz- dampfer vermummt. Die Holzladung war aber nur an den Außenseiten angebracht: im Innern war ein Raum für die Besatzung freigelassen worden.

Ferner meldet dieDaily Mail" aus Sidney: Als das Schiff den südlichen Teil des Stillen Ozeans er­reicht hatte, warf die Besatzung die Holzladung über Bord. Nach Aussage der Besatzung hat der Hilfskreu­zer in wenigen Tagen Handelsschiffe im Werte von 8 Mill. Lstrl. versenkt. Er befand sich in der Nähe der australischen Küste, als er seine erste Beute machte. Diese bestand aus einem Kohlenschisf, das nach Honolulu un­terwegs war. Als derSeeadler" acht Monate in See war, wurde er von der Besatzung auf der Insel Mopehan auf Strand gesetzt, um den Schisfsboden zu reinigen. Bei dieser Gelegenheit wurde er durch eine Sturzwelle tief in den Korallensand begraben.

Daily Telegraph" meldet aus Melbourne: Die Nachricht von der Strandung desSeeadler" hat in Handels- und Schiffahrtskreisen Australiens lebhafte Genugtuung hervorgernsen. Seit geraumer Zeit liefen allerlei Gerüchte um über ein deutsches Kaperschiff, so daß die Gewässer im südlichen Teile des Stillen Ozeans und die Reiselinie zwischen Australien und den holländi­schen Kolonien sowie Japan unsicher erschienen. Man schrieb den Verlust verschiedener Schiffe zunächst den Taifunen zu, wurde aber bald anderer Ansicht, als im­mer häufiger Schiffe spurlos verschwanden. Seit Jah­resbeginn sind durch den deutschen Hilfskreuzer nach Meldungen aus Schiffahrtskreisen 28 Schiffe mit über 126 000 Tonnen Laderaum vernichtet worden.

Nach weiteren Meldungen aus Sidney ist der ge­strandete Hilfskreuzer vollständig auseinandergebrochen. Australische Kriegsschiffe haben einen Teil der Besat­zung an Bord genommen. Andere Schiffe haben Kreu­zerfahrten unternommen, um den Aufenthalt des Kom­mandanten Graf Suchtet und seiner Offiziere, die in einem Motorboot westwärts gefahren sind, aufzufinden. Nach einer Meldung derDaily Mail" aus Sidney be­fand sich Graf Luckner unter den Mannschaften desSee­adler". die bei den Fidschi-Inseln gefaugeugenommen wurden.

Italienisches A-Boot von Amerikanern beschossen.

Zwei Italiener getötet.

Nach einer Havasmeldung aus Washington meldet der Staatssekretär der Marine, Daniels, die Beschie­ßung eines italienischen Ubootes durch ein amerikani­sches Patrouillenschiff. Infolge eines Irrtums antwor­tete das Uboot nicht auf die Signale. Ein Offizier und ein Mann wurden getötet. Daniels drückte dem italienischen Marineminister sein tiefstes Bedauern und seine Sympathie für die Opfer dieses bedauerlichen Zwischenfalles aus.

Neutrale Schisse für England vogelsrei.

Mißstimmung in Schweden.

M* Karlsruhe, 12. Oktober. (T. II.) Die Neue Zür­cher Zeitung meldet aus Stockholm: Die Beschlagnahme der Schiffe durch die Engländer hat unerhörtes Auf­sehen erregt. Es 1&etntr als ob sich die Engländer nicht mehr mit den in den Häfen der Alliierten liegenden skandinavischen Dampfern zufrieden geben, sondern auch Jagd machen auf die auf hoher See befindlichen Damp- pfer, «m sie z« beschlagnahmen. In der letzten Woche ist der Verkehr zwischen Holland und Schweden, der bis­her ungestört vor sich ging, durch Maßnahmen der En­tente unterbrochen worden. Die auf der Strecke ver­kehrenden schwedischen Dampfer wurden von englische« Kriegsschiffen aufgebracht und nach England geführt.

Die Schiffahrt zwischen den holländischen

Kolonien und dem Mutterlande unmöglich.

Eine Folge der amerikanische« Kohlenverweigerimg.

Das Ministerium des holländischen Auswärtigen Amtes teilt mit: Vom holländischen Gesandten tn Washington wird berichtet, die amerikanische Regierung gebe amtlich bekannt, daß Schiffen, die nach einem an Deutschland grenzenden neutralen Lande fahren, keine Bunkerkohle geliefert werden könne. Infolgedessen wer­den niederländische Schiffe, die aus Indien und Süd­amerika kommen, in einem Hafen der Vereinigten Staaten nicht bunkern können, außer wenn die ameri­kanische Ausfuhrbehörde die Bewilligung erteilt, daß die Ladung dieser Schiffe nach Holland verfrachtet werde, Da auch in Südamerika keine Bunkerkohle zu haben ist, so ist augenblicklich die Schiffahrt zwischen den Kolonien und dem Mutterlande unmöglich. Der holländische Ge­sandte und die holländische Kommission in Amerika un- terharrdeln bisher ohne Erfolg mit der Regierung der Vereinigten Staaten über ein Abkommen betreffend die Schiffahrt und die Ausfuhr von Waren nach Holland.

Englische Antwort auf die Friedens­kundgebungen.

Die Berufung aufs Schwert.

Reuter meldet aus London: Folgende Erklärung wurde au befugter englischer Stelle gegenüber den Friedensbestrebungen des Feindes bekanntgegeben: Alle Alliierte sehen deutlich ein, daß das wieder an- wachsende Friedensgerede lediglich das gerechte Ergeb­nis der Kriegsoperationen in Flandern und Mesopota- nnen ist. Den durchsichtigen Bestrebungen des Fem- des, eine Friedensatmosphäre zu schaffen m dem Au- genblick, in dem die Papstnote ausgeMdigt wurde, A-lgte nun ein zweiter ebenso durchsichtiger Versuch: Die zahlreichen Konferenzen der feindlichen Fürsten, für die die große Trommel geschlagen wird, die erreg­ten Erörterungen im Reichstag, die sich wrdersprechen- den Reden der deutschen Minister und die raff werte Friedenspropaganda, die deutsche Agenten in Griecherr- land, Rußland, Rumänien, den Vereinigten Staaten und anderwärts betreiben, haben alle nur einen Zweck, nämlich eine Aufforderung au jene Gruppen der alli­ierten Pölker gelangen zu lassen, von denen Deutsch­land annimmt, daß sie des Krieges müde und für den Frieden zu haben seien gleichzeitig soll den neutralen Ländern die Meinung beigebracht werden, daß die Alli­ierten für die Fortsetzung des ^.rwaes verantwortlich seien. Es wird allmählich langweilig und überflüssig für die Alliierteil, immer wieder sagen zu müssen, daß sie unabänderlich fest entschlossen sind, die einzige Me­thode anzuwenden, die den Krieg zu Ende fitört. Deutschland und seine Verbündeten sollen sich näm­lich klar werden, daß die Regierungen und die Völker der Alliierten wirklich meinen, was sie sagen. Und inzwischen wird das Ziel der Alliierten, ohne nach links und rechts zu gehM, durch das Schwert verwirklicht.

Die revolutionäre Bewegung in Irland.

Der Anhang der Sinnfehler wird immer größer.

Nach dem Neuen Rotterdamschen Courant berichtet ein Mitarbeiter der Daily Mail, der Führer der revolu- ttonären Armee in Westirland, de Valera, besuchte, daß dieser jetzt 15 000 bis 20 000 gut ausgebildete Freiwillige unter seinem Befehl habe. Der Mitarbeiter der Daily Mail sah ganze Eisenbahnzüge mit Freiwilligen, die sich auf der Heimreise befanden. In der Grafschaft Olare sind 80 Proz. der Bevölkerung Anhänger der Sinn- feincr-Bewegung, und auch die Frauen und Priester ar­beiten unermüdlich für die irische Republik. Der Tod des Sinn-Feiners Thomas Asche habe viele Hunderte, die noch schwankten, bekehrt und die Zahl der Mitglie­der der Sinn-Feiner wachse beständig.

Die große Sorge der Schweiz.

Schweizer Blätter melden, daß General Willes Ant­wort auf die Bitte um Verlegung des Einrückungster- mins für die Züricher Truppen folgende ist: Infolge des Eintritts der Vereinigten Staaten in den Krieg hat sich die Möglichkeit sehr vermehrt, daß der Krieg im nächsten Frühjahr noch einen neuen und letzten Auf­schwung nimmt, und westn dies der Fall ist, so ist die Gefahr, mit in den Krieg hineingezogen zu werden, für die Schweiz größer als jemals zuvor. Darum müssen wir uns vorbereiten.

große

Stunde

fordert ein großes Geschlecht! Es

gilt die Zukunft unsrer Kinder, unsres

Volkes, unsres Vaterlandes! Leder einzelne, der die I. Kriegsanleihe zeichnet, stärkt das Heer, stärkt das

Keich und stärkt die Sicherheit der jetzigen und alter vorangegangenen

Kriegsanleihen.

Allgemeine Wehrpflicht draußen,

- allgemeine Zeichnungspflicht drinnen!

Tu' Deine Pflicht!

krieasMM

Herzog Philipp von Württemberg t.

Herzog Philipp von Württemberg, der Vater des Heerführers Herzog Albrecht von Württemberg, ist im Alter von 79 Jahren in Stuttgart gestorben. Er war geboren zu Neuilly (Frankreich) als Sohn des Herzogs Alexander von Württemberg und der Prinzessin Ma­ria von Orleans und vermählte sich im Jahre 1865 mit der Erzherzogin Maria Theresia von Oesterreich.

Holländische Erklärung zum Zwischenfall i» der

Scheldbmündung.

Offenbar als Antwort auf die halbamtliche deutsche Mitteilung über das Vorgehen der holländischen See­streitkräfte gegen zwei deutsche Seeflugzeuge an der Scheldemündung ist die folgende anttliche Mitteilung gedacht, die von der holländischen Presse mitgeteilt wird: Im Anschluß an das Counnunigus vom 30. Sep­tember und zur Widerlegung unzutreffender Berichte in der deutschen Presse kann mitgeteilt werden, daß die Orte, wo die beiden deutschen Flugzeuge am 25. Sep­tember in den Wielingen ungehalten wurden, weit innerhalb der niederländische« Grenze der Territorial- Gewässer liegen. Das deutsche Flugzeug, das wegen eines Motorschadens landen mußte, wurde vor Anker liegend angetroffen, 2900 Meter innerhalb dieser Gren­ze. Das zweite Flugzeug, das ohne Notwendigkeit über holländisches Gebiet kam, wurde 3500 Meter innerhalb der genannten Grenze ungehalten, als es hier auf Was­ser niederging. Lotungen, die von zwer Minenfahrzeu- gen vorgenommen wurden, gaben unbedingte Sicher­heit auf diese Orte.

Japanische Schiffe gegen amerikanischen Stahl?

Das Amerikanische Auswärtige Muts soll ein end- gültiges Abkommen mit Japan abgeschlossen haben. Im Austl iisch gegen die Stahlausfuhr von den Vereinigten Staaten nach Japan wird Javan einen Teil seiner Schiffe für den Atlantischen Verkehr zur Verfügung stellen. _______________________________

Politische Rundschau.

Znr Reform der Ersten Kammer in Sachse«. Die Zweite 'sächsische Kammer lehnte gestern zu der Frage der Reform der Ersten Kammer mit 49 gegen 30 Stim­men die von den Sozialdemokraten beantragte Aufhe- bung der Ersten Sammet ab, beschloß aber mit mehr als Zweidrittelmehrheit die Umwandlung der Ersten Kammer in eine berufsständische Vertretung unter be­

sonderer Berücksichtigung der Interessen von Indust­rie, Gewerbe, Handel, Arbeiterschaft, Beamtenschaft und freien Berufen. Die Regierung hat sich gegen diese Reformvorschläge ausgesprochen.

An die kleinen Sparer.

Als wir zur sechsten Kriegsanleihe zeichneten, dach­ten wohl Hunderttausende: es würde die letzte sein. Wir Teutsche sind eben gewohnt, logisch zu denken und uns vor der Macht gewaltig beredsamer Tatsachen zu beugen. Unser Feind und seine Gefolgschaft haben sich aber vor den Tatsachen unserer Siege nicht gebeugt: sie wollen unseren Heeren gegenüber allmählich verzwei­felnd, es nun durch Zermürbung unserer Nerven und Aufreibuna unserer wirtschaftlichen Kräfte versuchen, uns zu vernichten. Darauf gibt es ja eine deutliche Ant­wort: Werfen wir ihnen eine stolze Zahl ins Gesicht die Milliarden der siebenten Kriegoanleihe!

Wenn sie schlecht ausfällt, schaden wir nur uns selber. Wir gefährden, rückwirkend, dre ersten sechs Anleihen, ^res nt nicht so gemeint, als müßten wir, um unsicheres Geld zu befestigen, noch mehr drauhegen. O nein! Wir sind nicht in der Lage des Herrn Wilson: um die in das bedeirllich gewordene Kriegslieferantengeschäft hinein- getheften Milliarden seiner Gelofreunde vielleicht zu sichern, wirft er in dies Geschäf, noch das Geld seines Volkes (indem er es in den Krieg reißt). Ich meine vielurehr so: eine flaue Siebente brächte den Eindruck hervor, als leren die ersten Sechs doch unsere äußerste Kraft gewesen, als fei es nun mit unserem Glauben an Sieg, mit unserem Vermögen zu Ende. Das entspräche nicht der Wahrheit, nicht dem deutschen Stolz, nickt un­serem Ehrgefühl. Und die hohe Bewunderung, die un- sere eilten sechs. Anleihen bei den Neutralen erregten (sicher auch bet vielen Feinden), würde mit einem Achsel­zucken enden. Die ersten Sechs stellten sich dann gleich- sam noch nachträglich als krampfhafte Bemühung eines Anfängers dar, reicher zu scheinen als er ist. Aber sie waren Zeugnis sicher gegründeter Wohlhabenheftl Be­weisen wir es durch die Siebentel

... ist ja da. Setzen wir es ein. Dieser Einsatz ist kem Wagnis. Was wagen unsere kriegerischen Männer draußen an der Front! Denn es gibt schlimmeres als Tod eas haben wir langst eingesehen. Und wir soll­ten zögern, das zu bringen, was wir verachten gelernt haben, wenn es Selbstzweck ist, was wir ehren wollen, wenn es wuchtiges Mittel zum heiligen Zweck wird: $eld? Unmöglich, hier z« zandcrn!

Aus unserer kleinen Hauswirtschaft heraus können wir Frauen sehr gut etn Gleichnis entnehmen für die Rresenwirtichakt des Heeresbetriebes. Vermögen wir ^e Unseren zu sättigen, zu kleiden, sie in ihren mannig- fachen B.edursiii >! en zu versorgen, wenn unsere Haus- stanöskaiic leer ist? Wir brauchen Geld und nochmals Geld! Soll es denn, wenn in der Heereskasse kein Geld unseren Feldgrauen an Nahrung, Kleidung Waffen, den Verwundeten an Hilfe fehlen? L '

. Nun sagen gewiß viele: Das Leben ist so teuer jetzt, wir sonnen keine Ersparuiffe machen, die wir sonst gern ^ergaben. Das können die meisten von uns aber doch. Zwl'wen wir uns dazu. Was vielleicht im Augenblick und tener peinlich genauen Rech. »^tm£gn$ ist, m der wir Frauen jetzt unsere Ehre finden, das imrö fuß nachher tu Segen und Belohnung wandeln. Der Krwg geht einmal zu Ende. Und siehe öa- «an hat ein Sttick Kriegsanleihe im Kasten! Es ^aklt schone^Zinsen. Die mühselige kleine Sparerin, der ängstliche Sparer erkennt: man in den schweren Zei­ten Nicht zuruckgekommen, sondern gar noch ein bißch-m vorwärts! ° '

" pen Giftete KriegsaME nicht an kommt. Gerade kommt es auf ftc an. Im ersten Anlauf freilichflu- scheu die großen Zeichnungen mehr, die von könig­lichen fiamberren und großen Gesellschaften geleistet werden Aber viele von diesen brauchen nachher Geld: Mon fttzi sorgt die Reichsverwaltung vor, wie sie dann für die großen Gcldbednrfer die Kavitatten bereit stellen will und wird. Wir aber, wir stillen, emsigen Sparer, Ar kelm tcu ttmcre Minnen Fünfprozentigen warm in Schränk, so lange wir uns dieses, innerhalb der Rftrndelncherheit noch nicht dagewesenen Zinsfußes erfreuen dürfen. Wir machen dem Reich keine Arbeit. Werer Schuldner aaenehme Gläubiger, wie er uns ein und^tüchiern^ ^ ^ur der Verstand. Es ist so einfach ,« was sagt das Herz? Das von heißer Vater, lanösliebe stammende, das von glühender Dankbarkeit tur unsere wie und ihre ragenden Heldenführer be- bende Herz? Es sagt: wie beglückt es mich, daß auch ich Zum Siege beuragen samt, indem ich mein Geld her- veibrmgel

Vermischtes.

. Eine Vegabtenklasse. Am Köllnischen Gnumasimn M Berlin, als der ersten höheren Lehranstalt Preußens, an der dieser Versuch gemacht wird, fand die Eröffnung emer sog. Vegabtenklasse statt. Direktor Dr. Gilow führte die, sugendliche Schar der ausgelesenen 37 Bolks- schüler um anfeuernden Worten in ihre Pflichten ein.

Verhaftung internationaler Taschendiebe. In München wurde entern Kaufmann durch Taschendiebe öie ein Gedränge herbeigeführt hatten, die Brieftasche mit 200 Mark gestohlem Der Bestohlene verfolgte einen der Diebe, der auf der Flucht zu Fall kam, die Brief, tasche wegwarf und schließlich entkam. Am darauffol­genden Tage wurden in der Nähe von Lindau (am Bo­densee) drei Italiener festgenommen, die zu Fuß über die Grenze zu kommen suchten. Wie durch die Polizei- direkttou München festgestellt worden ist, sind dies drei berüchtigte internationale Taschendiebe, die schon schwe­re Zuchthausstrafen verbüßt haben, vor einiger Zeit aus einem Gefangenenlager' bei Eafsel ausgebrochen sind und im Verdacht stehen, den Taschendiebstahl und andere Straftaten in München verbüßt zu haben.

15 Rahrc Gefängnis für einen jugendlichen Mör­der. Die Ebemnitzer RitaenMtraffammcr verhandelte gegen den iWhrigen Müllerssohn Erwin Müller aus Buffern bei Rochlitz, der den Ebemnitzer Bäckermeister Kolbe um er dem Borwande, ihm markenfreies Mehl zu verschaffen, in des Vaters Mühle gelockt, ihn dort durch Beftlnebe ermordert und die Leiche verorabcv hatte. Das Gericht verurteilte den Mörder, der eine von Kalbe erhaltene Geldsumme umerschlagen hatte, wegen Mordes, Betruges und Unterschlagung zu 18 Jabren Gefängnis.

Von Falschspielern triedergefchoffeu. Bei einer Su­che nach Falschspielern im Lokale des Gastwirts Zie- acmcuer in Hannover wurde der Polizeiwacktmerster Danuenbrink durch Schliffe irr Bauch und Meren schwer verletzt. Der Kisiminalbeamte Vondick erhielt Schliffe in die Schulter. Durch herbeigeholte Soldaten gelang es, 16 Falsch- und Glücksspieler festzunehmen, während zwei entkamen, darunter der benichttgte Einbrecher Doberstein, ein Pole, der mit langen Zuchthausstrafen vorbestraft ist. Fast sämtliche Festgerronrmene sind Po­len. die sich in Hantrover rvübrend des Krieges mrfhal- ten und nicht sum Militär eingezogeu find.