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Hersfelder Tageblatt

»r^*«^««. «».z- -^ für den Kreis Hersfeld

Nr. 325. ** !X.** Mittwoch, den 26. September 1917

Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 1.M Mark, durch die Post be- & - «

zogen 1.60 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei jlOSnött Hersfeld. Für die Redaktion verantwortlich Franz Funk in Hersfeld.

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 10 Pfennig, im amtlichen Teile 20 Pfennig, Reklamen die Zelle 25 Pfg. Bei Wieder­holungen wird Rabatt gewährt. Erscheint jeden Werktag nachmittags.

Kalferworle.

Wir lesen in derTgl. Rdsch.": Von einem Aufent­halt im Großen Hauptquartier erzählt Max Bewer Aeußerungen des Kaisers, von denen die folgenden ver­merkt zu werden verdienen. Auf eine Bemerkung Be­wers über die immer wiederkehrende Doppelkraft im deutschen Geistesleben und den Hinweis auf das Bei­spiel Hindenburg-Ludendorff sagte der Kaiser zum Kanzler Dr. Michaelis:So müssen wir beide jetzt or­ganisch auch wie Hindenburg und Ludendorff zusam­menwachsen!"

Auf einen Bewerschen Vergleich Hindenburas mit Wotan und Ludendorffs mit Siegfried bemerkte der Kaiser:Sie Haben recht, Hindenburg ist unser Wotan und Ludendorff der Siegfried unserer Zeit!"

Bei der Erwähnung seiner jüngsten Reise nach Hel­goland und Hamburg erwähnte der Kaiser das Wort Stanleys, der die Erwerbung Helgolands gegen San­sibar unter friedlichen Gesichtspunkten den Tausch eines Hosenknopfs mit einem ganzen Anzug genannt hat. Der Kaiser äußerte hierzu:Heute hält dieser Hosenknopf unseren ganzen Anzug zusammen! Wenn Meine Be­gleiter vor nichts unterwegs gestaunt haben, so hat doch eder vor dieser Feste im Meere gestaunt." Schmerz- ich bewegt rief dann der Kaiser aus:Wenn man Mir nur nicht die ersten zwölf Jahre Meiner Regierung in Meinen Flottenplänen so verbittert hätte. Wie hat Eu­gen Richter dem armen Hollmann zugesetzt, dessen Pläne er als eine subjektive Marineliebhaberei spottend zu- rückwies! Wenn diese Herren nur wüßten, was ein Geschwader mehr oder weniger auf See zu bedeuten hat, sie würden noch heute und in alle Zukunft anders handeln. In der Armee kann man sich durch Neufor- mationen helfen, aber ein Geschwader mit tüchtigen Ka­pitänen, Mannschaften und Maschinen zu schaffen, dazu gehört Zeit und voraussorgende Geduld . . ."

Ueber die Haltung der Hamburger sagte der Kaiser: Millionen über Millionen haben Meine Hamburger Freunde verloren, der eine in Ostasien, der andere in Afrika und Amerika. Aber sie wanken und weichen nicht im Wellen zum Durchhauen, besonders gegen England. Neid, Neid und abermals Neid ist es ja nur, was Eng­land - Gben:" '

Ueber Admiral Jellicoe urteilte der Kaiser:Ad­miral Jellcoe ist ein Gentlemann, ein alter Bekannter von Mir, ein Edelmann, ein Seemann, dem keine Lüge Wer die Lippen kommt: er hat auch die niederschmettern­den Verluste in der Seeschlacht am Skagerak wahrheits­getreu gemeldet: erst hinterher, als mau die volle Wir­kung auf das Ausland bemerkte, bemühte man sich, die Niederlage zu einem Sieg über Meine Flotte zu falschen. Ich weiß aber, daß die Droschkenkutscher in Edinburg die aus der Schlacht heimkehrenden Offiziere öffentlich auspfiffen!"

Ein französischer General

über die Kriegslage.

Im Zusammenhang mit der neuen Offensive der Entente im Westen sind von besonderem Interesse die Ausführungen des französischen Generals Perpin, der sich als Artillerist in Frankreich einen Namen gemacht hat. Er sagt lautFrkft. Ztg." in seinen Ausführun­gen, daß der Angreifer nur dann einigermaßen Aus- sicht hat zu siegen, wenn seine summarische Stärke der­bes Verteidigers mindestens um das Dreffache überle­gen ist, und daß in dieser Art von Kriegführung der Angreifer mindestens doppelt so hohe Verluste erleidet wie der Verteidiger. Auf die gegenwärtige Lage ange- wendet, kommt General Perpin an dem Schluß: an. der Westfront stehen gegenwärtig auf Seiten der Verbün­deten nicht mehr als 2 Millionen Mann. Die Deutschen haben dort mehr als eine Million Mann. Wir befin­den uns danach bestenfalls im Verhaltms von 2 zu 1. Wir können also, einen besonderen Glückfall ausgenom- ' men, im Angriff nicht siegreich sein. Um in das Ver­hältnis von 3 gegen 1 zu Klangen, rnufsen wir einen Zuschuß von einer Million Engländer oder Amerikaner Walten, was vor Ablauf eines Jahres nicht eintreten wird. Während dieser Zeit dürfen aber weder unsere Fronten um einen Soldaten geschwächt rwch die deutsche um einen verstärkt werden. Wir stehen sonach einer Lage ohne Ende gegenüber. . . o K

u General Perpin sagt dann weiter, daß es der weit­tragende? schweren Artillerie bisher nicht gelungen sei, die feindlichen Schützengräben W zerstvren.Recht tn= tereffant sind die von General Perpin angeführten Er- Wrunaen eines französischeil Batterie-Kommandanten führt, um seine Behauptung, daß die schwere MtAerie ' a k Zur Zerstörung von 1 Meter Schützengraben mPThnn''rutnhprf ßirmtr:iKaliber 15,5) benötigt. Ein

werden hundert Granaten (Kaliber 15,6) beWtigt.

Schuß aus der 15,5 Ztm. Kanone W*

onx Zerstörung der vier Schützengrao.n nueu, e 20 Klm Laufgraben, die man auf einer ^ront 50 Klm. vorfindet, sind 40 WM^eschosse nötiH^ D ies

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von 50 Klm. vorfindet, sind w wu^wmic tw««. ^ entspricht einem Wert von 10 Milliarden Francs uW ihre Herstellung würde ine gesamte Stahlerzeugung der Welt 10 Tage in Anspruch nehmen, sowie während zweier Jahre ständig eine Million Arbeiter erfordern. Das ist eine industrielle Unmöglichkeit, zu der sich die militärische Unmöglichkeit gesellt, denn nm an einem Tage 40 Millionen Geschosse zu ver^uer,^ ^nötiM

40 000 Geschütze, die je 1000 Schüsse abgeven müßten, also ungefähr per laufenden Meter ein Mschütz. t'lll' Mittel, um schneller das Gebiet der feindlichen Schüt­zengraben in eine deckungslose Fläche verwandeln zu können, empfiehlt der General die Verwendung von leichten Geschützen. m , .,.

Oberst EM bemerkt in den «BMler NachrMten"

dazu: Man kommt also ganz von selbst aus Grund die­ser Ausführungen zu dem Schluß, daß es den Alliier­ten gegenwärtig unmöglich ist, den Widerstand der Deutschen auf dem westlichen Kriegsschauplatz zu bra­chen. Oberst Egli sagt dann weiter: Daß die Verbün­deten außer dem Verteidigungskrieg, den sie im Westen führen, auch noch in der Lage sind anzugreifen, haben sie in den letzten Monaten zur Genüge im Osten be­wiesen. Damit haben sie den Beweis geliefert, daß bei ihnen über die z'ur Abwehr notwendigen Kräfte hinaus, immer noch ein Ueberschuß zum Angriff vorhanden ist. Dazu kommt ferner die Wirkung des Unterseebootskrie­ges, von dem niemand glauben kann, daß er wirkungs- los sei. Was wir aber nicht kennen, ist die Kraft des Widerstandes, die heute noch in den kriegführenden Völkern vorhanden ist. Aus diese wird es aber am Ende ankommen.

~ ......"' 111 1 ............................................ wie der kWlSnder heule lebt.

Vor kurzem kam ein Däne aus England zurück und besuchte seitdem einige deutsche Städte. Ueber seine Be­obachtungen berichtet er folgendes: In England kennt man keine Lebensmittelkarten. Man sagt, der freie Engländer lasse sich so etwas nicht gefallen. Ich glaube aber, das ist Humbug! Der Engländer, wenigstens der vom Mittelstand und der Arbeiter, die Spektakel genug wegen der Teuerung und Knappheit machen, würden sich das deutsche Kartensystem gern gefallen lassen, wenn sie nur auf diese Weise zu Nahrungsmitteln kämen. Aber das ist ja gerade die Sache, daß man in England nichts hat und nicht weiß, wann und woher man etwas nehmen soll. In den Hafenstädten, die ich am besten kenne, Heißt es immer: an dem oder jenem Tage find Schiffe fällig: dann gibt es wieder reichlich Brot, Fleisch, Zucker oder was die Schiffe sonst gerade geladen haben. Man behilft sich, so gut es geht, in der Hoffnung auf den erwarteten Segen und wenn der ersehnte Tag kommt sind die Schiffe sehr oft nicht da, weil sie un­terwegs versenkt wurden. T rifft aber das Schiff wirk­lich ein, dann versorgt man ch w reichlich, wie irgend möglich. In langen ReihMi^eu die Menschen Stunde um Stunde, um etwas zu erwischen, aber die Ordnung, die ich bei ähnlichen Anlässen in Deutschland gefunden habe, kennt man in England nicht. Jeder sucht sich vor- zudrängen. Daß an Nachbarorte, die vielleicht noch grö­ßeren Mangel leiden, etwas abgegeben wird, kommt nur vor, wenn man überreichlich versorgt ist oder wenn die Polizei sich ins Mittel legt. Die Lebensmittelkarten würden in England gar. nichts nutzen, weil das. was darauf abgegeben werden soll, nicht im eigenen Lande erzeugt wird. Sollte aber einmal das Volk auf Karten nichts bekommen, so wäre der Aufruhr da. Die Gast- hausverpflegung ist in England seit einem Jahre sehr viel schlechter geworden. Wer an unsere dänische oder an die Hamburger Küche gewöhnt ist, vermag ja über­haupt dem englischen Gasthausessen keinen Geschmack abzugewinnen, aber die Menge war doch immer da, und man konnte wenigstens satt werden. Das gibt es nun für schweres Geld auch kaum mehr. Aufforderungen, daß man mit Brot, mit Fleisch, mit Gemüse sparen soll, findet man überall, sie nnissen die Lebensmittelkarten ersetzen. Das Brot ist mitunter nicht zu genießen. Was man da alsStreckmittel" Hiueintut, möchte ich wohl wissen. Da lobe ich mir denn doch das deutsche Kriegs­brot! Die in Deutschland darüber klagen, sollten nur einmal acht Tage das englische essen nnissen, dann wür­den sie bald kuriert sein. Das Fleisch ist gut, aber es gibt nicht viel. Kartoffeln habe ich in den letzten Wo­chen nicht mehr zu sehen bekommen. Gewundert habe ich mich Wer die ausfallend geringe Menge von Gemüse, das man sonst immer so reichlich hatte und das doch auch im eigenen Lande wächst. Kurz: England zu be­neiden, hat man in Deutschland wahrlich keine Ursache.

Eine Bombern# in Stiigge.

Eine besonders schöne Nacht nach den stürmischen und regnerischen leisten Augnsttagen. Eine Lust ist es, im Abenddämmern durch die stillen. Gassen der unver­geßlich schönen, alten flandrischen etaCt zu wandeln. Und gar bald nach zehn Uhr liegt alles in Dunkel und Stille.

Da plötzlich ein leises Klingen durch die nächtliche Stille: zuerst ein feines singendes Geräusch, das dann später immer deutlicher zu einem regelmäßigen Ge­knatter wird und sich so ganz heraushebt aus dem schwach von der Front herübergewchten Donner der Einschläge. Unwillkürlich richtet man seine Augen zum wolkenlosen Horizont: Flieger! Und zwar nicht einer von den unsri- gen, deren Standmotore einen viel dunkleren Klang als die RotationSmotore der Gegner haben: nur schwach tönt das zarte Klingen, bis es dann immer lauter wird zum Rauschen, als ob Riesenvögel die stille Luft mit ihren Flügeln schlagen. . - .

Mondnacht Bombennacht! Dieses altgewordene Wort scheint wieder einmal Wirklichkeit zu werden. Und bald kündet der Warnungsschutz, daß feindliche Flieger wie schon so oft der alten flandrischen Stadt einen Besuch machen.

Bald kracht und donnert es durch die Luft: das Abwehrfeuer unserer Batterien. Und wie mit Geister- finnern suchen helle Strahlen nach der Höhe zu, unten an Strahlenbündeln zusammenlausend, greifen die Scheinwerfer oben zu weiten, lichthellen Bogen aus. Aber all das Donnern der Kanonen, das Platzen der Geschosse in den Höhen wird übertönt imrd) seltsame, dumpfe, schwere Aufschläge, die die Erde erzittern ma­chen: die Bomben sind geworfen! Und kurz danach hört man in allernächster Nähe ein Splittern von Holz, ein Zusammenstürzen von Steinniassen, ein Klirren AM LerinrunaLnen LenüLrschLiüeu. *.. . .

Die Einschläge können nicht weit von unserem Standpunkt entfernt gewesen sein. Und es bestätigt sich. Wenige Häuser weiter läßt eine undurchdringlich erscheinende Staubwolke eine der Katastrophen ver­muten, an die man sich inzwischen fast schon gewöhnt hat. Aber ergreifend ist doch immer wieder ein solcher Anblick, zumal wenn es sich, wie fast immer, um Bom­benwirkungen inmitten von friedlich schlummernden Stadtteilen handelt.

Verzweifelte Schreie lösen sich aus dem Dunkel der benachbarten Baumgruppen: hier schreit eine Mutter nach ihren Kindern, dort ein Mann nach seiner Frau, ein Bruder sucht die Schwester erschütternde Szenen. Isber nicht zu Gefühlsstimmungen ist hier Raum. Aus der Umgegend eilen unsere aus dem Schlaf gestörten Matrosen herbei, und ohne nach Befehlen zu fragen geht es an das Wegraumen des Schutts, um die öa- runterliegenden Verschütteten zu retten, nichts unver­sucht zu lassen. Ergreifend ist der Anblick, als die Kin­der in ihren Betten unverwundet aufgefunden werden: schauerlich sind die Bilder, die sich weiter zeigen. Un­ter Betten, die durcheinander geworfen snrd, finden sich friedliche Einwohner dieser Häuser, manche mit schwe­ren Verletzungen oder Nervenstörungen, welche die Schrecklichkeit des Erlebens erkennen lassen. Und die letzte, die schwerste Arbeit wird noch getan, die Ber­gung der Leichen der eMsetzlich Verstümmelten.

Und unsere wackeren Blauen Jungen! Sie kannten keine Ermüdung, keine Unruhe, selbst als weiter das Abwehrfeuer gegen neue feindliche Flieger Splitter aus sie BeraBregnen ließ, als neue Bomben ins Innere der Stadt fielen, die ja auch so leicht sie treffen konnten. Erst als man über sämtliche Vermißte Klarheit hatte, verschnauften sich die von Schutt und Ntörtel weiß be­staubten Helfer, die in solchen Füllen nicht danach fragen, ob es sich um Freund oder Feind handelt. Rührend war es, als ein ranker Seemann sich als Samariter be- tätigte, mit den zu Tode erschrockenen Kleinen zu schä­kern suchte, die Betrübtelt im originellen flandrischen Platt trösten zu müssen glaubte. Und dabei eine Grund- ehrlichkest! Als einer der Helfer ein Sparkassenbuch über 906 Frank aus der Schutt aufhob, gab er es so- fvr! der Frau, die sich.. 13 Schwester Ger JWabLTlu. auSgab. Die Belgier bekommenG>och uach uM nach größere Achtung vor unsBarbaren". Und mehr als eine Hand streckte sich drohend in die Höhe und fluchte den Englishmen, die ja nicht danach fragen, ob sie harmlos-stille Dörfer zerstören, ihreVerbündeten" um Gut und Leben bringen. .. .

Die Nacht war wieder mal eine rechteBomben­nacht für Brügge". Ein feindliches Großgeschwader be­legte fortdauernd die Stadt mit Bomben. Und wohl­verstanden: die Stadt. Inmitten der bowohnten Stadt­teile, die keinerlei militärisches Interesse darboten, fie­len die in Reihenwürfen abgeschleuderten Bomben. Militärisch wurde kein Schaden angerichtet. Dagegen wurden etwa 20 Zivilpersonen getötet, hauptsächlich Frauen, zahlreiche Kinder verwundet. Da die bewor- fenen Stadtteile mehrere Kilometer von der Werft ab- liegen, kann man nicht gut annehmen, daß es sich um einige Fehlwürfe handelt: aus der Menge der ins Stadt- innere abgeworfenen Sprengstoffe ist zu erkennen, daß der Gegner nicht danach fragt, welche Wirkung er an- richtet, daß er keinerlei Rücksichten auf feineVerbün­deten" nehmen zu müssen glaubt. Uns könnte das ja schließlich vielleicht recht sein, wenn uns nicht derartige Vorkommnisse andererseits schwer betrüben müßten im Interesse der flandrischen Bevölkerung. Die sieben armseligen Wäscherinnen, die drei Klosterfrauen, die harmlosen Tagelöhner, die Opfer geworden sind, können doch wahrhastig nicht den Ausgang des Krieges beein­flussen. Uns aber,die wir dabei waren", bat das Herz weh getan beim Anblick der unschuldig Betroffenen. Das war kein Heldenstück" ... (B. L.-A.)

Soffitte ödbeetatflL

Ei« schneidiger Transportfttyrer.

Unteroffizier Johann Berben aus Düsseldorf war in der Schlackst Aisne-Chamvagne, trotz fieberartiger Erkrankung, mit dem Nachschubkommando, das Lebens- m4fe( für die Kompagnie in Stellung zu bringen hatte, freiwillig dorthin abgerückt. Als Unteroffizier Berben mit seinen Leuten in der Stell,rng ankam, bemerkte er, daß der Feind diese besetzt hatte. Sofort ließ Unter­offizier Verben die Lebensmittel niederlegen und un- tevraBm mit feinem Kommando von etwa. 30 Mann mu großem Schneid einen Angriff auf den eingedrungenen Feind. Unteroffizier Verben wurde hierbei schwer- ver­wundet. Er wurde für diese Tat mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Anfopfernde Kameradschaft.

In den Kämpfen bei Fleury, in der Schlacht bei Nerdun im August 1916. lag die 4. Kompagnie eines lothringischen Infanterie-Regiments in Trichteritellnn- gen, die Tag und Nacht schwer beschossen wurden. In­folge des Sperrfeuers erschien es uffcht möglich, genü- . .lv s Metränke heran zubringen, um Bet der großen Hitze die Truppen noch karupffühig zu ErhaktW. Da erbot sich H« (befreite Pützsmann aus Rbade Krers Recklinghau- gr®L, mit 2 Kameraden, Musketier Roth aus Ummer b Trier «yd Musketier Nengeborn aus Hohen- innbura Kreis Jserlvlm, aus einer in der Nähe befind­lichen Quelle Wasser zu holen, trotzdem das Gelände dauernd unter Feuer lag. Auf dem Rückwege wurden Äuw der Patrouille verwundet, ein Mann fiel. Trotz­dem Kreiter Punsmann einen Maschinen-Gelvehr'chuß durch den linken Unterarm erhielt, brächte er einen ge­füllten Wassersack in die Kampslinie. Er wurde für diese Tat ruw Unteroffizier bekördert.