Hersselder Tageblatt
Amtlicher Anzeiger
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Hersfeld. Für die Redaktion verantwoMch Franz Funk in Hersfeld. J' ’
für den Kreis Hersfeld
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Nr. 316. -°"-°' “Tft,"*“ Sonnabend, den 15. September
1917
Bus der Heimat.
):( Hersfeld, 13. September. Die Deckung des Bedarfs von Gemüsesamen stößt während des Krieges aus Schwierigkeiten. Die Witterung der
Kriegsjahre war dem Gemüsssamenbau ungünstig, außerdem ist der Bedarf erheblich gestiegen. Um einem Mangel an Samen für das nächste Jahr vor- zubeugen, solle jedermann bestrebt sein, den im nächsten Jahr benötigten Samen selbst zu erzeugen.
Bei den einjährigen Pflanzen, wie Bohnen, Salat usw. läßt sich das ohne besondere Schwierigkeiten und Kosten durchführen.
Born Kaisrrbesuch in Riga
sendet der Kriegsberichterstatter Fritz Wertheimer der „Frkft. Ztg." noch folgende Einzelheiten: Als wir am 3. September aus unseren Booten kletterten und in Riaa landeten, da erschollen aus den uns umdrünqendeü Menschenhaufen immer wieder Rufe . und Fragen: „Wann kommt der Kaiser?", und vielfach auch: „Wann
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kommt unser Kaiser?" Nun haben. die Rigaer Dem- schen diesen Freudentag erlebt und haben ihn mit viel äußerer Anteilnahme, über. das merkte man allüberall, auch mit viel innerem Erleben gefeiert. Der Kaisertag in Riga war ein Fest deutscher Herzen und unterschied sich merklich von ähnlichen Tagen in Tarnopol und Czernowitz, die jetzt einen Monat zurückliegen. Der Kaiser setzte in einer bekränzten Fähre von der Mitauer Vorstadt aus über die Düua, begleitet von seinem Slave und dem Oberbefehlshaber Ost. 'Gleich bei der Landung begrüßte er herzlich den Oberkommandierenden der 8. Armee General v. Hutier, und überreichte ihm und seinem Chef, dem General v. Sauberzweig, den Pour le Merite. Dann fuhr er durch das Spalier der Truppen bei hellem Sonnenschein zum Esplauaöcnplatz vor der griechisch-katholischen Kathedrale. Bet der Fahrt durch die engen Gassen der Altstadt kamen hinter dem Truppenspalier die Einwohner noch nickt so zur Gel- tintg, aber von Fenstern und Balkönen schollen jubelnde Hochrufe, fiel ein Blumenregen auf die Autoschlange.
ch der hohen Kuppelkathedrale war dicht besetzt nschen, alle Feilster und Balköne ringsum eng besetzt. Ueber einen Blumenteppich weg schritt der Kaiser ins weite offene Viereck der hier in Parade stehenden Truppen und hielt mit weithin schallender Stimme die «bereits gemeldete) Ansprache, während ringsum größte Stille und Ruhe herrschte.
Der Führer der Heeresgruppe, Generaloberst v. Eich- ■Wst's-u ........
stimmte. Im Anschluß an den Vorbeimarsch, bei dem die Truppen und Abordnungen der Regimenter in glänzender Frische vorbeikamen,, ließ sich der Kaiser Rigaer Bürger des Magistrats und der StadtvervrdMten vorstellen und begrüßte auch einige ihm bekannte Samen. Dann fand eine Autofahrt durch die Stadt, am «chloy vorbei zum Dome statt, wo der Domprobst Erdmann den Kaiser führte und Direktor Weltmann die baulichen Erklärungen gab. Orgelklünge empfingen den Kaiser tm ältesten Bauwerke Rigas, in der ältesten Katheöralkrrche des Erzbischofs von Livland und Preußen, und füllten machtvoll den Raum. Der Kaiser besichtigte eingehend die Kirche mit allen ihren Kunstschätzen, Glasfensteru, Cyorgestühlen, Altären, den Kapitelsaal und den herrlichen Kreuzgang und war beim Verlassen der Kirche wiederum Gegenstand herzlicher Huldigungen der dichtgedrängten Menge, durch die das Auto kaum voran kam. Im Schwarzhüuplerhaus wurde das Frühstück eingenommen, dann fuhr der Kaiser zur Front, um die Truppen draußen zu begrüßen. Auf der Straße nach Wenden zu waren trotz der schon begonnenen Aufrau- mungsarbeiten die Spuren des fluchtartigen rufftzchen Rückzuges noch klar zu sehen, zwei Kolonnen fuhren hier auf der Straße, j£ eine weitere rechts und Itnfy von der Straße über die Aecker und Felder weg. Vier Wa- genfcDlaiigen hetzten also hier Tag und Nacht m . endlosem Strome rückwärts, Hunderte von Wagen blieben dabei umgestürzt und zerbrochen zur Seite liegen, wie wir ja auch in Wäldern und Sümpfen noch andauernd Beute sammeln. Mit den 40 Geschützen, die in Düna- münde gefunden wurden, nähert sich die Zahl der Geschützbeute dem dritten hundert! Der Kauer begrünte und besichtigte überall auf seiner Fahrt Abordnungen und Truppen, hielt kurze Ansprachen und nahm ben Parademarsch ab. Er fuhr erst abends durch Riga zurück, wo Wu die Bevölkerung erwartete und wieder begeistert
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begrüßte.
Der Kaiser besichtigt das Schlachtfeld.
Der Kaiser begab sich am Freilag auf die Schlacht- ' felder von Riga mtb besichtigte im besonderen die Ueber- gangsstelle bei Uexküb. Dort begrüßte er eine Anzahl von Regimentern. Hieran! setzte sich die Fahrt längr.- * des Kl. Jügel nach Ansigg fort. Die, Rückfahrt erfolgte über Riga In Begleitung des Kaisers befanden sich Prinz He nrich und Pr nz Joachim von Preußen. Letz- terer^hatte an den K ^iner Kavalleriedivision teilgenommen. Der Weg, den der Kaiser auf semer Fahrt nahm, führte an verschiedenen Waldlagern und phK'r ^pitio starker und sorgsam ausgebauter rustlicher
einer Reihe starker und sorgsmn ausgeban^ Stellungen vorüber, die zum -^l unttr unserm Artil- lcriefeuer stark gelitten hatten, teis kampflos aermunt waren. Viele russische Gefangene und ^ele- rufst,che^ Flüchtlinge, die mit ihrer geringen Habe nach Riga zu- rückkehrten, wurden unterwegs begegnet.
Sie Stimmung im englische« Heer.
Englische Gefangene, die während der letzten Kämpfe M Flandern, auf deutscher Seite ein gemacht wurden, äußerten sich einstimmig über die vermchtenR Wirkung des deutschen Artillerie- und Maschineugewehrfeuer.'. Die gefangenen Offiziere erklärtem das treuer der überall austauchendeu deutschen Maschinengewehre auf hie Heiden ersten englischen Sturmwelleu habe demora
lisierend gewirkt. Die Leute der dritten Angriffswelle, denen die Aufgabe gestellt war, die überrannte deutsche Stellung zu „säubern", seien direkt in die erste und zweite Welle hineingelaufen, um sich vor dem deutschen Artilleriefeuer zu retten, mtb hätten große Unordnung hervorgerufen. Viele der Leute seien, ohne die weiteren Befehle ihrer Offiziere abzuwarten, zurückgelaufen, weil ihre Nerven tm deutschen Maschmengewehrfeuer zermürbt waren. Fast alle eingebrachten Gefangenen, auch die Offiziere, machen rein Hehl daraus, daß sie kriegs- müde sind. Trotzdem waren die meisten von ihnen sehr zuversichtlich in den Kampf gegangen, denn sie fühlten sich hinter dem dichten Artilleriefeuer-Vorhang, der ihnen vorausging, sicher. Als aber dann plötzlich und unerwartet das deutsche Maschmengewehrfeuer einsetzre, verwandelte sich die zuversichtliche Stimmung rasch tn panikartigen Schrecken. Viele der gefangenen englischen Unteroffiziere und Mannschaften machten für das Mißlingen ihres Angriffs die schlechte Führung verantworc- IM). Insbesondere sind sie auf den Generalstab schlecht zu sprechen, dessen Offiziere sie, auf die goldbestickte Mütze anspielend, „Metallköpse" nennen. Bei den englischen Gefangenen kommt die Verachtung und Feindseligkeit gegen die Belgier besonders heftig zum Ausdruck. So erzählen sie unter anderem, die Belgier hätten sich in England außerordentlich mißliebig gemacht. Wiederholt fei es im Industriegebiet von Manchester zwischen englischen und belgischer. Arbeitern zu heftigen Zusammenstößen gekommen, die schwere Strafen für die Belgier nach sich zogen. Noch entrüsteter sind die Engländer über die Haltung der französischen Bevölkerung in den von ihnen besetzten Gebieten. So hätten die französischen Einwohner z. B. in Condas, wo ein Teil der Division in Ruhestellung lag, die Wasserpumpen gesperrt und teilweise unbrauchvar gemacht, um die englischen Soldaten dürsten zu lassen.
Englische Sorgen über die Zukunft im nahen Osten.
. Ueber die ernsten Probleme Englands im nahen Osten äußert fiel) ein „Eingesandt" an die „Morning Post" vom 26. August wie folgt: Ich nehme hypothetisch cm, wir bleiben siegreich, die Deutschen gehen aus Bel- gien zurück, Elsaß-Lothringen kommt an Frankreich, die Deutschen werden über den Rhein zurückgetrieberr und alle deutschen Eroberungspläne im Westen scheitern. Es ist kaum anzunehmen, daß Deutschland gänzlich niedergeworfen wird, daß ein Volk von mehr als 70 Millionen dieser klugen, hartnäckigen und gutgeschulten Rasse zur Ohnmacht verurteilt wird. Der Krieg war — was immer auch Deutschland sagen mag — ein Eroberungskrieg. Er war hauptsächlich gegen die beiden Mächte gerichtet, die Deutschland im Wege standen, nämlich England und Rußland. Seine westlichen Pläne wären nur ein Teil seiner Absichten, es wollte sich außerdem auch noch iiber den nahen Osten nach dem Persischen Golf hin ausdehnen. Im Westen abgedammr, wird sich die teutonische Flut mit doppelter Kraft nach Osten wälzen. Welchen Damm wollen wir dagegen er-
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richten?
Der Balkan ist ein Gemisch einander widerstreiten- der Nationen. Bis jetzt hat Rußland als großes slavisches Reich die Slawen gegen teutonische Angriffe geschützt. Wir fingen den Krieg zweifellos in der Annahme an, unser großer östlicher Verbündeter würde den Balkan bewachen und Deutschlands Verbindung mit Konstantinopel abschnüren. Wer aber soll das jetzt tun? Sollen die Westmächte ein stehendes Heer in Saloniki Mtterhalten? Angenommen, Konstantinopel ist neutralisiert. Wo sollen das Heer und die Flotte herkommen, um die Neutralität dieser großen Stadt zu verteidigen, die eine unvergleichlich günstige Lage fit. die Weltherrschaft hat? Wer soll das heilige Land ver- teidigerl? Etwa Präsident Wilson von Neuyork aus? Was soll aus Armenien werden, wenn die russischen Heere, gehorsam ihren revolutionären Vorgesetzten, dort zurückgegangen sind? Wenn „Fetzen Papier" für Deutsche nicht biliöend sind, dann sind sie es erst recht nicht für Türken.
Nach dem russischen Rückzug ist unsere Stellung in Bagdad keineswegs angenehm. Sollen wir in Bagdad eine ständige Besatzungsarmee unterhalten? Die Türken sind gute Soldaten. Sie werden uns nicht ruhig in der Kalifenstadt lassen. Was soll aus Persien werden? Als genauer Kenner Kurdistans bin ich befugt, hierüber zu sprechen. Die Regierung Persiens, wie ich sie kannte, war keineswegs ideal, doch sorgte sie wenigstens für Gesetz unb Ordnung. Aber 1909 förderten wir die persische Revolution, und seitdem gab es in dem unglücklichen Land keine Regierung mehr, die diesen Namen verdiente England und Rußland mußten es in „Interessensphären" teilen mit Hilfe einer Gendarmerie unter schwedischen Offizieren. Diese Wahl war, wie der Krieg bewiesen hat, nicht sehr glücklich. Was soll jetzt geschehen?
Sollen wir ganz Persien armektieren mit Tiirken und Kurden in unseren Flanken und mit der Möglichkeit einer Anarchie im transkaukasischen Rußland nördlich des Araxes? Welche Militärmacht müssen wir zum Beispiel in Täbris halten, um nur diesen einen Ort zu nennen? Das sind so einige Probleme, vor die uns die „wohltätige russische Revolution", wie unser Premierminister sie genannt hat, stellt. Die annexkons- seindliche Politik der russischen Revolution gibt uns Fragen auf, die nicht leicht zu beantworten sind.
Lloyd. George über Rußland.
Llovd George hielt eine Rede in Virkenheab, worin er sagte: Es ist nutzlos, darüber zu streiten, daß die Berichte aus Rutzlaud entmutigend sind. Ich habe immer für richtig gehalten, die Wahrheit und die ganze Wahrheit zu tagen Ich habe stets angenommen, daß, wenn es zur Revolution käme, dies zur Folge haben würde, den Krieg zu verlängern. Die unvermeidliche Folge einer Revolution ist eine große Desorgantsatiom Ich hatte eine schnelle Wiederherstellnug erwartet, aber wir müssen Geduld üben. Die russischen Führer sind sehr fähige und patriotische Atanner und sehr loyal gegenüber den Verbündeten. Ich weiß sehr gut, was auf dem Spiele steht, wenn Rußland unter der Führung der revolutionären Rcgierurrg geschlagen wird. Das russische Gebiet würde ebenso wie Belgien unter die Füße getreten werden. Die Rüsten wissen sehr gut, daß, wenn die Slrmee des Kaisers Petersburg nimmt, sie nicht dahin kommt, um eine freiheitliche Regierung zu gründen.
Ich bin nicht allein in Sorge über den Einfluß, den die russischen Zustände auf die Kriegführung ausüben, sondern ich bin in Sorge, daß ein Mißlingen in Rirtzland der Sache der Demokratie in der ganzen Welt enormen Schaden zufügen würde. Eines ist eine große Ermntigung für mich: Derttschlands Bestreben, Zwietracht unter den Verbündeten im Westen und Osten zu säen, ist unßglückt. Warum rückte Deutschland nicht vor Monaten in Rußland ein? Tatsächlich tat es das, aber nicht mit Armeen, aber mit Agenten, Bataillone von ihnen verbreiteten sich über das Land. Warum? Um in ganz Rußland Mißtrauen, Argwohn und Haß gegen die Bundesgenosten zu säen, und wenn jetzt Deutschland mit Kanorren in Rußland einriickt, so geschieht das, weil es weiß, daß seine anderen Methoden mißglückt sind. Der ganze Versuch Deutschlands, in Rußland den Eindruck zu erwecken, daß der Krieg die Kelgewon geblieben. Der Krieg begannnn Osten, nimt tm sten. Rußland wurde hineingezogen, weil es sich zum Vorkünwfer der Sache Serbiens machte, Frankreich wurde hineingezogen, weil es durch einen bindenden Vertrag verpflichtet war, Belgien kam dazu, weil es auf dem geraden Wege nach Frankreich lag, und England nahm an dem Kriege teil, weil es sein Wort gegeben hatte, Belgien zu schützen.
Tatsache ist, daß die Maschinerie in Rußland zu- ' sammengebrochen ist, und Kerenski und feine Kollegen stehen vor der furchtbaren Aufgabe, die Mißwirtschaft von Jahrhunderten wieder gutzumachen, und das unter dem Feuer der deutschen Kanonen. Ich glaube, daß die russischen Minister chrer Aufgabe gewachsen sind. Was England tun kann, um Rußland zu helfen, seine Kraft wieder zu beleben, werden wir alle gern tun. Lloyd George fuhr fort: Wenn dunkle Wolken über Rußland hangen, so liegt Sonnenschein auf den Fahnen der Verbündeten auf den anderen Kriegsschauplätzen. Lloyd George feierte dann die angeblichen Triumphe der Italiener, den Widerstand der Rumänen und die Siege der Alliierten an der Westfront. Zum Schluß wies Lloyd George auf die bevorstehende Hilfe Amerikas hin, das noch niemals besiegt worden sei und bat seine Zuhörer, guten Muts zu sein uiiö durchzuhalten.
Ist eine Landung an der deutschen Küste möglich?
Drese Frage beantwortet Kapitän zur See A. Poiö- louee in der „Nouvelle Revue" vom 15. August laut Paris-Midi" wie folgt: „Eine Landung an den Küsten ^Frieslands zu versuchen, hieße sich einer sicheren Schlappe aussetzen. Von der dänischen bis zur holländischen Grenze ist der Küste eine Kette niedriger Inseln vorgelagert, und wo diese Kette einmal unterbrochen ist, sind große Strandflüchen vorhanden, rvelche bei Eintreten der Flut metertief unter Wasser stehem An derar- rigen sandigen Küsten ist die Landung eines Laudungs- korps praktisch unmöglich. Wollte man eine Landung in Schleswig versuchen, indem man eine der vorgelagerten Inseln besetzte, so würden die Schierigkeiten und Gefahren nur noch größer sein. Bei der geringen Wassertiefe könnteic die Kriegsschiffe nicht zwischen Insel und Festland gelangen: die Ausschiffung müßte durch indirektes Feuer, dessen Wirksamkeit immer beschränkt ist, oder aber durch auf der Insel selbst installierte Batterien gedeckt werden. An der Küste des Festlandes sind dort außerdem überall große Schlammfelöer und Polder (Niederungen) vorhanden: ein sumpfiges Terraiu von 10 bis 25 Kilometer Breite müßte im feindlichen Feuer zurückgelegt werden!
Das Landungskorps dürfte nicht schwächer als zwei Armeekorps fein; denn mit schwächeren Kräften eine Diversion an der deritschen Küste versuchen zu wollen, wäre absurd. Die Transporte, die nach innerer Auffassung in zwei Staffeln geteilt werden würden, müß- teit durch Kräfte gesichert werden, welche mindestens der Hochseeflotte ebenbürtig wären, für den Fall, daß es dieser gelänge, der Wachsamkeit der sie blockierenden englischen Hauptseemacht zu entschlüpfen. Das erste Resultat dieser Operation wurde eine Zersplitterung der englischen Kräfte sein, worauf die Deutschen wegen ihrer numerischen Unterlegenheit ausgeheu. Alsdann müßten jum Schutze der zahlreichst Transportschiffe die Mehrzahl der englischen Zerstörer, welche den Kanal und die englische Küste bewachen, herangezogen werden, wodurch die feindlichen U-Boote freie Hand erhalten würden.