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und drittens die Verteidigung unserer Revolution. Alle sozialistischen Parteiführer Rußlands sind für den Frie­den. Rußland verfolgt heute keine imperialistischen Zwecke mehr. Stockholm wird die Bereinigung fein, die über die Verantwortlichkeit des Krieges urteilen wird.

Ei« neuer Gesandter in Petersburg.

Haag, 9. August. (T. U.) Der belgische Abge­ordnete Destree ist lautB. T." zum Gesandten in Pe­tersburg ernannt worden, ein neuer Beweis für den Sieg der annexiouistischen grotzbelgischen Richtung im Kabinett.

Die Not in Rußland.

Wie dieTimes" aus Petersburg melden, habe der SebenSmittelminifter gemeldet, daß die Ernte recht «u- zeuügeud sei. Da infolge des Fehlens einer Zentral- gewalt über die ländlichen Ortsverwaltungen die Her­anschaffung des Getreides sehr erschwert werde, ferner auf die Eisenbahn nicht mehr zuverlässig gerechnet wer­den könne und die Benutzung des Wasserwegs durch den Eintritt des Winters begrenzt werde, so bleibe die Lösung der Ernährungssragen während des Winters sehr unsicher.

Das Salorrikiabenteuer der Entente.

Wie demPester Lloyd" aus dem Haag gemeldet wird, beschäftigt sich die Londoner Konferenz u. a. auch mit dem Abbruch der Saloniki-Expedition. Lloyd George, Ribot und Sonnino sollen diesen Gegenstand in Vorbesprechungen bereits behandelt haben.

Feuerüberfall auf Chios.

Der türkische Bericht vom 7. August meldet u. a.: Unsere Artillerie machte einen Feuerüberfall aegen die Insel Chws. Gute Wirkung wurde gegen die im Ha­fen liegenden Schiffe, gegen eine feindliche Flugzeug­halle und in der Nähe befindliche Lager beobachtet. Ern feindlicher Kreuzer erwiderte unser Feuer, zog sich aber, nachdem er einen Volltreffer erhalten hatte, wieder zu­rück. Sonst keine besonderen Ereignisse.

Die Kriegsbereitschaft der Amerikaner.

Progres de Lyon" meldet aus Neuyork:. Nach Washingtoner Meldungen sind in den Verewigten Staaten augenblicklich 809 743 Mann eingezogen. Fer­ner sind 40 000 Mann im Lager von Plattsburgh zur Offiziersausbildung. Am 1. September werden wei­tere 637 000 Mann eingezogen werden und einige Mo­nate später nochmals 500 000 Mann, sodaß die Armee der Vereinigten Staaten am 1. Januar 1918 zwei Mil­lionen Kämpfer betragen werde.

Italien und Amerika.

im* Berlin, 9. August. (T. U.) Dem B. T. wird aus dem k. und k. Kriegspressequartier unterm 8. August gemeldet: An der italienischen Front wird der Beginn einer neuen großen Schlacht erwartet. Der Leiter des amerikanischen Flugwesens erklärte, Amerika werde einen Teil des Flugheeres an die italienische Front sen­den. Auch würden amerikanische Fliegerschulen gern die italienische Fluglehre annchmen. Ebenso wollte Amerika den durch mehrere Unterseeboote unterbun­denen Seeverkehr im Mittelmeer sichern.

Neue blutige Zusammenstöße in Colorado.

New York Herald" berichtet lautB. T.", daß neue schwere blutige Zusammenstöße zwischen Berg­arbeitern und Militaristen in Colorado stattaefunden haben. Danach sind Bergarbeitertrupps in dre Kaier- neu eingedrungen und haben sie mit Hrlfe der Rekru­ten, die zu ihnen übergegangen sind, rn Brand gesteckt.

Amerika und Japan. .

' ÄS^ÄÄWÄR mungen bezeichnenderweise zu einem Schutzverbaub ge­gen japauische Uebergriffe zusammengeschlvssem

DerOptimist" Lloyd George.

Lloyd George hat in seiner Queenshallrede seiner Zufriedenheit (?) mit dem Ergebnis der Offen­sive in Flandern beredten Ausdruck verstehen. Lloyd George erklärte:Es ist die britische Methode des Vor­gehens mit möglichst geringen Verlusten an Menschen­leben, indem man die deutschen Gräben und Stachel­drähte sowie Maschinengewehrposten zerstört und sofort vorgeht, sobald die Beschießung aufhört und dann vor­wärts rückt. Das erfordert Zeit, ist aber sicher." Die englischen Verluste in der Flandernoffensive werden, nach den vor unseren Stellungen liegenden englischen Leichenfeldern geschätzt, die von Lloyd George gerühmte britische Methode des Vorgehensmit möglichst gerrugen Verlusten" vor dem Urteil der Geschichte in anderem Lichte erscheinen lassen. Auch das Tempo des engli­schen Vormarsches, das Lloyd George zerstäubend, aber sicher nennt, wird anders gewertet werden muffen, wenn man sich daran erinnert, daß General Harg, der anfangs April bereits die Filmphotographen zur Aufnahme sei­nes Einznaes in Brüssel bestellt hat, auf seinem Vor- marsch nach Brüfsel heute nach vollen 4 Monaten an der Arrasstvnt bereits in Gavrelle, 6 Kilometer vom Ausqangspunkte entfernt eingetroffen ist und im Flan­dern 3 Kilometer tief bis St. Julren vorstoßen konnte.

Englische Anmaßung.

Im Zusammenhang mit der Kundgebung seitens der englischen Arbeiterliga, die Donnerstag in London veranstaltet werden soll, um gegen die Stockholmer Kon­ferenz zu protestieren, veröffentlicht das Parlaments­mitglied OGrady, der Präsident des Bundes der Ge- werkvcreine und Sekretär des jüngst gegründeten all­gemeinen Arbeiterbundes, der mehr als erne halbe Mil­lion Gewerkvereinler vertritt, eine Erklärung, in der er sagt:Das, was Henderson und die anderen, die eine zu stimmende Haltung der Stockholmer Konferenz gegen­über einnehmen, außer acht lassen, sst der Ümstaud, daß wir nicht mit Vertretern der femdstchen Machte zusam- mentreffen könnerr, ohne zu einer Verständigung,zu kommem Der Ursprung dieses .Krieges laßt aber erne Verständigung nicht zu, außer auf oer Grundlage eines alles einsasire sie «den Friedens. Wir gehen nrcht darauf aus, die Deutschen als Volk zu versklaven oder zu schä­digen (?), sondern um ihre Götzenbilder zu zerschmet­tern und zu zerstören (??). Wenn das getan ist, kann die Welt mit Einschluß des deutschen Volkes die Luft der Freiheit atmen." (!!)

Die irische Konferenz.

Die große irische Konferenz nahm ihre Sitzungen in Dublin wieder auf, nachdem während des 14 tagigen Aufschubes der Vorstand seine Arbeiten vorberitet hat.

Die englische Arbeiter-Friedensbewegung.

Der vorbereitende Ausschutz SurBildung von Ar­beiter- und Soldatenräten in England beräumte eine allgemeine Tagung aller Verstauensleute auf den 8. August nach Birmingham an. Dort soll Beschluß ge­faßt werden über die Organisatron sämtlicher Kräfte des arbeitenden Volkes zur Herbeiführung des Friedens durch Eingreifen der Völker in die Politik der kriegfüh- renden Regierungen. Auf der Tagesordnung steht als Hauptpunkt die Gewährung des "fersamuclungsrechtes

Italienische Kriegsziele.

Der Secolo schreibt zu den Londoner Verhandlun­gen: Lloyd Georges sympathische Erklärungen bezüglich des nationalen Ehrgeizes Italiens hätten Balfours und Cecils Entgleisungen wieder gut gemacht. Trotz­dem bleibt die Tatsache bestehen, daß durch den Umstand der Teilnahme Italiens am Kriege, automatisch eine gewisse Grundlinie der Kriegsziele der Alliierten sest- gelegt worden ist. Daraus ergebe sich, gleichwie nur eine englische Niederlage England verhindern kann die Wiederherstellung Belgiens zu verlangen, und eine französische Niederlage Frankreich von der Rückgewin­nung Elsaß-Lothringens abbringen könne, ebenso kön­ne Italien nur eine Niederlage zwingen, auf Triest, Trient, Jstrien, auf die Adria-KÜste und die Vorherr­schaft Dalmatiens in der Adria zu verzichten. Es würde kindisch sein, nach einem solchen Kriege zum status quo ante zurückzukehren. (!)

*

Italien kriegsmüde?

fossil Zürich, 9. August. (T. 11.) Wie der Mitarbei­ter des Secolo laut Tgl. Rdsch. berichtet, geht in Paris hartnäckig das Gerücht um, daß Italien kriegsmüde sei. Die Macht der friedensfreundlichen Sozialiste« sei im Zunehmen begriffen. Der Mitarbeiter des Secolo be­merkt dazu, diese Gerüchte bezweckten, die öffentliche Meinung Frankreichs zu unterrichten, daß Italien gegen einen Sonderfrieden des Vierverbandes mit Oesterreich-Ungarn (??) nichts einzuwenden habe. (?!)

. ,...... en Sozialiste« sei im

Der Mitarbeiter des Secolo be-

Für und gegen die Stockholmer Konferenz.

Die Versammlung der Arbeiterpartei und der So­zialisten der alliierten Länder ist bis zum 28. und 29. August verschoben worden. Dies geschah auf Ersuchen der französischen und italienischen Sozialisiern Die französischen Sozialisten werden eine allgemeine Kon­ferenz in Paris abhalten, um dort festzustellen, ob sie mit den Vertretern der Mittelmächte aus der Konferenz zusammenkommen wollen oder nicht. Die Abgeordneten für die Londoner Versammlung vom 28. und 29. August werden dahingehende Weisungen auf den Weg erhalten. Die amerikanische Arbeitervereinigung ist gegen ein Zu­sammentreffen der Abgeordneten der beiden kriegfüh­renden Parteien. Ferner wird gemeldet, daß die italie­nischen und belgischen Sozialisten der Versammlung in Stockholm nicht beiwohnen wollen.

Die Zintmerswalder Konferenz verschoben.

ö=^ Stockholm, 9. August. (T. U.) Wie Politiken laut Vorwärts mitteilt, ist infolge der durch die rus­sische Regierung eranlaßten Paßschwierigkeit die Eröff­nung der Zimmerswalder Konferenz für den 10. August unmöglich und wird sie nunmehr am 3. September statt- finden.

Ein Kaiserliches Handschreiben an Helsserich.

Der Kaiser hat gestern an den Staatsminister Staatssekretär Dr. Helfferich nachstehendes Allerhöchstes Handschreiben gerichtet.Mein lieber Dr. Helsserich! In voller Würdigung der Gründe, auf denen Sie Mir die Ihnen anvertrauten Aemter zur Verfügung gestellt haben, vermag Ich Mich nicht zu entschließen, auf Ihre Dienste zu verzichten. Wenn Ich auch Ihrem Wunsche, von der Leitung des Reichsamts des Innern enthoben zu werden, willfahren will, muß Ich doch im Einklang mit den Vorschlägen des Reichskanzlers Wert darauf legen, daß Sie die Ihnen durch Meinen Erlaß vom 22. Juli 1916 übertragene allgemeine Stellvertretung des Reichskanzlers beibehalten und daß Sie Mitglied Mei­nes Staatsministeriums bleiben. Befreit von den Ge­schäften eines einzelnen Ressorts, werden Sie in der Lage sein. Äbre ganze Kraft der Vertretung des Reichs­kanzlers in ferner durchGen zkrieg tn so außerordent­lichem Umfange ausgewachsenen Tättgkeit und der Er­ledigung von besonderen großen Aufgaben zu widmen, deren Uebertragung vorbehalten bleibt. Zu der geplan-

deren Uebertragung____,_____ .._____ _____

ten Umgestaltung des Neichsamts des Innern und der Besetzung der neu zu schaffenden Stellen beauftrage Ich Sie, die Leitung dieses Amtes noch veiznvehalten. In Anerkennung Ihrer hervorragenden Verdienste um die Reichsstnanzreform und Kriegswirtschaft verleihe Ich Ihnen hiermit den Roten Adlerorden 1. Klasse, dessen Abzeichen beifolgen. Großes Hauptquartier, 6. August 1917. Ihr wohlgeneigter (gez.) Wilhelm. An den Staatssekretär des Innern, Königlichen Staatsminister

Dr. Helsserich.

Hohe Ordensauszeichuunge«.

Nach demReichsanzeiger" wurden dem General der Infanterie v. Fraucois das Eichenlaub zum Orden Pour le merite, dem Obersten v. Schlechtendahl, dem Oberstleutnant Preusker und dem Oberstleutnant von der Armee Sckmid der Orden Pour le merite verliehen. Dem apostolischen Nuntius Erzbischof Bacellt in Ntün- chen wurde das Großkreuz des Roten Adlerordens ver­liehen.

fitiegguSedel

Zar Ferdinand in Friedrichshafett.

Gestern vormittaa sind der König von Bulgarien, Kronprinz Boris und Prinz KyrM von Bulgarien zum Besuch des Königlicher: Hofes in Friedrichshasen einge- trossen. Auf dem Bahnhof war der König mit Gefolge zum Empfang anwesend. Nach gegenseitiger herzlicher Begrüßung begaben sich die Fürstlichkeiten auf den Bahnhofsvorplatz, wo der König der Bulgaren unter den Klängen der bulgarischen Nationalhymne die Front der Ehrenkompagnie abschritt. Sodann fuhren die Majestäten, die bulgarischen Prmzen, Ministerpräsident Radoslawow und Ministerpräsident Freiherr v. Weiz- äcker, vom Publikum freudig begrüßt, zum Königlichen Schloß.

Eine Million für die arbeitenden Frauen.

Der Kaiser hat auf Aufforderung der Kaiserin für die Aufgaben des nationalen Ausschusses für Frauenar­beit im Kriege beim Kriegsende eine Summe von einer Million Mark aus den ihm für Kriegsfürsorge zur Ver­fügung stehenden Mitteln bewilligt, um die für die ar­beitenden Frauen Deutschlands erforderlichen Fürsorge- maßnahmen weiter ausgestalten zu können. *

Clemenceans Offensive gegen Poincaree.

Nach Pariser Meldungen vom 6. August verlangte Clemenceau im Ausschuß sür ausmarttge Angelegen­heiten die Einsetzung einer Unterfnchungskommifsion zur Nachprüfung der Maßnahmen des Staatsoberhaupts in der Eingehung von Staatsvertragen ohne Zuziehung der verantwortlichen Minister.

China sendetvorläufig" keine Trappe«.

Die andauernden inneren Wirren Chinas aestatten, wie der in Paris weilende chinesische Generalsstrüsches, nach demExcelsior", zugestanden hat, gegenwärtig keine Abkommandierung chinesischer Truppen zu Ver- bandszwecken. Vielleicht könnten im Frühjahr 1918 zwei Divisionen entbehrlich werden. (Er hätte hinzu- füßen sollen: Wahrscheinlich ist das aber nicht.)

Errichtung von Freihäfen in Basel.

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zur Errichtung von Freihäfen in Msel, Genf und List gano, den künftigen drei großen Umschlageplätzen für die Schiffahrt der Schweiz und zu den Meeren, in An­griff nehmen.

Politische Rundschau.

Zur Reichsfchatzamts-Bernfuug des Abg. Schiff« Nach demLvk.-Anz." ist aus der Berufung des natto- nantberalen Abgeordneten Schiffer-Magdeburg in das Reichsschatzamt ersichtlich,daß man dort nunmehr ernst­lich an die Vorbereitung der uns durch den Krieg auf­gezwungenen Finanz- und Steueraufgaben Herangehen will". DasB. T." stellt u. a. fest, daß Schiffer bereits seit einem Jahrzehnt wiederholt in entscheidenden Am genblicken das Wort für die nationalliberale Fraktion geführt habe und daß man stets das Gefühl gehab! Hütte, einen Mann von ungewöhnlicher Schärfe des lo­gischen Derrkens und des juristischen Urteils vor sich zu haben. DieBoss. Ztg." ist unzufrieden mit der Be­rufung Schiffers, und zwar deshalb, weilein Many von den Fähigkeiten Schiffers, der überdies einer der Führer der nationalliberalen Partei ist", mit dem Po- sten eines Unterstaatssekretärs sich nicht begnügen dürste.Wir nehmen an," sagt das Blatt,daß seine Laufbahn mit dem Amt eines Abteilungsleiters im Reichsschatzamt rwch nicht ^geschlossen ist." . Der Deutsche Kurier" nimmt ohne weiteres an, daß Schif­fer auf die fernere Ausübung seines Reichstagsman- dats verzichten werde. Der nationalliberale Reichs- und Landtagsabgeordnete Eugen Schiffer ist am 14. Feb- rung 1860 in Breslau geboren. Schon mit zwanzig Jahren wurde er Referendar, und über Zabrze und Magdeburg führte ihn sein Weg 1906 an das Kammer­gericht,' 1910 wurde er dann Oberverwaltungsgerichts­rat, so daß er engster Kollege des konservativen Führers Grafen von Westarp ist. Dem preußischen Abgeord­netenhause gehörte Herr Schiffer seit 1903 an; seit 1912 ist er auch Mitglied des Reichstags für Neuhaldensleben.

Vermischtes,

Einen seltenen Fang machte, wie demB. L.-A." mitgeteilt wird, der Ober-Feld-Telegraphen-Gast Wil­helm Klose in Pommern bei Neu-Grape in der Nähe von Pyritz. In einem Rübenfeld stellte der ihn beglei­tende Hund einen ruhenden Adler, der zum Kampf an- setzte. Durch einen Steinwurf gestört, wendete sich der Adler, und es gelang Klose, das Tier rückwärts mit bei­den Flügeln zu Boden zu drücken. Lebend trug er das wütend Schnabelschläge austeilende Tier nach Hause,' dort wurde es getötet. Der Vögel, der als Schreiadler festgestellt wurde, wies eine Flügelspannung von 1,80 Meter auf.

Ein verhafteter russischer Minister. Nach russischen Blättern ließ die russische Regierung den früheren Mi­nister des Innern Chwostow verhaften,' er steht unter der Anklage der Unterschlagung im Wert von über 2% Millionen Mark, die zur Vorbereitung der diesjährigen Dumawahlen bestimmt waren.(!)

Großes Geheimlager von Webwaren anfgedeckt. In Breslau wurden demB, T." zufolge, bei einer Reihe von hochanqesehenen Firmen der Webereibranche in Kellern versteckt große Geheimlager von beschlag­nahmten Webwaren vorgefunden, die zu Wucherprei- sen zum Verkauf gelangten.

Eine Einbrechervandc verhaftet. Die Polizei in Mannheinr verhaftete derFrkf. Ztg." zufolge eine Ein- brecherbande, die in den letzten Monaten durch Ein- brüche in Ladengeschäften Waren im Werte von über 30 000 Mark erbeutet hatte. Es handelt sich nicht um sondern um hochbezahlte Arbei­ter der Rüstungsindustrie, die bei Tage arbeiteten und nachts zu ihren Einbrüchen ausrückten. ,

Die Leipziger Michaelismesse. Wie der Rat der Stadt Leipzig bekannt gibt, beginnt die Leipziger Mi­chaelismesse Sonntag, 26 August und endet Sonntag, 16. September. Sie ist für den Groß- und Kleinhandel mit Waren aller Art-bestimmt, runnentlich für Rauch- (Pelz-)waren, Leder, Tuche und Manufakturwaren. Die Herbst-Ledermesse wird Mittwoch, 29. August eröff­net und die Metzbörse für die Lederindustrie an demsel­ben Tage, nachmittags 3 Uhr in der Neuen Börse ab­gehalten.

Besuch bulgarischer Journalisten. Wie die türki­schen Männer von der Feder, werden auch die bulgari­schen Journalisten eine Abordnung nach Deutschland entsenden. In Berlin treffen die Herren am 16. August abends ein, um hier bis zum 20. August früh zu blei­ben, wo sie die Weiterreise zunächst nach Dresö,

en an-

treten werden.

27 Menschen in einer Woche beim Baden ertranken. In der letzten Woche sind beim Baden im freien Weich« felstrom elf, in anderen Gewässern Westpreußens fünf, in Ostpreußen sieben, in der Provinz Posen vier Per­sonen ertrunken. Von diesen 27 Personen waren acht Erwachsene. Fünf der Erwachsenen und drei Knaben fanden ihren Tod bei Versuchen, andere in den Wellen Versinkende zu retten.

Ei«Anreiz" zu«: Heirate«. Nach einem neuer­lichen Beschluß des städttfchen Lebensmittelanstes wird jung verhewateten Leuten eine besondere Wohltat durch Zuweisung doppelter LebensmUtelkarten auf die Dauer von sechs Wochen erwiesen. Also wird aus Sstaßburg gemeldet.

Zu der Entdeckung einer Gcheimschlachterek, über die wir bereits berichteten, veröffentlicht der Landmt in Wernigerode fünf Bekairntmachungen, in denen er ver­fügt, daß vom 15. August ab dasHotel Fürst Stolberg" in SHierke, dasHotel Fürstenhöh" in Schierke, das Hotel König" in "Schierke, dasHotel Becker" in Drei- annen-Hohne und die Speisewirtschaft Ritzau in Jlsen- burg wegen Unzuverlässigkeit geschlossen werden. Zum selben Zeitpunkt ist sodann noch polizeilich die Schlie­ßung der GastböfeHotel Steinberg",Weißer Hirsch", Sennhütte",Kurhaus Lindenberg",Gothisches Haus", Fürst Bismarck" undNeue Quelle" verfügt worden. Da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, kann die Sckstießllng noch weiterer Gasthäuser in Wernigerode und solcher im Bezirke des Landratsamtes Wernigerode erwartet werden.

WeitereDn^^

Die Kaiser:« in Bad Homburg.

Bad Hombnrg, 8. August. (T. U.) Die.ÄnDsin ist lautFrkf. Ztg." gestern vormittag aus Berlin kom­mend in Bad Homburg eingetroffen und wiEffich,Mr- aussichtlich bis Ende September h:er anfhalE"^

Furchtbare Hitzewellen i« AmeriE^i'rrut

^ Zürich, 9. August. (T. U.) Ein MMMrm derNeuen Zürcher Zeitung" meldet laÄt^BstLiM. über die furchtbaren Hitzewellen in den MWM OMe- ten der Beremigten Staaten folgende <&^Ö^iOfai^ ungewöhnliche Hitze fordert zahlreiche SWer ge­genwärtige Temperaturstand erreicht denjemgen vom Juli 1902. Ambulanzen und Hospitäler find überfüllt vom Hitzschlgg Betroffener. .... .............