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Born amerikanische!! AassMM.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind, wie icoermann weiß, beileibe nicht etwa schnöder materieller Interessen wegen in den Weltkrieg eingetreten, nein, die Yankees, die erwiesenermaßen typische Vertreter des in Europa leider im Absterben begriffenen Jdeaus- mus sind, und ihr für alles Edle begeisterter Präsident haben in grimmer Empörung über den deutschen Mus- 'tarismus zu den Waffen gegriffen, um den vom Milt- tarismuS mit Vergewaltigung bedrohten Menschen­rechten und der individuellen Freiheit wieder zur Blüte zu verhelfen. Diese abgedroschene Formel wirkt gerade im Munde eines Volkes besonders komisch, das in eben­so borniertem wie äußerlichem Rafsedijukel Menschen- recht und Menschenwürde stets und immer erbarmungs­los unter die Füße zu treten gewohnt ist, falls die Haut­farbe derjenigen, die sein Mißfallen erregen, nur em weniges von der Blütenweitze abweicht, deren sich die Amerikaner als die weitzesten Vertreter der weißen Rasse rühmen. Denn wie alles im Dollarlande ohne Rücksicht auf den inneren Wert nur unter dem Gesichts­winkel von Aeutzerlichkeiten betrachtet wird, so ist für die Yankees auch die Rassenfrage lediglich eine Frage der Hautfarbe. Die Lynchgerichte gegen die Neger ze - gen mit brutaler Deutlichkeit, auf welcher ethischen Stufe diese Verfechter der primitivsten Rassenvorurteile auch heute noch stehen, fünfzig Jahre nach der Befreiung der Neger von der Sklaverei.

Harmloser, aber nicht weniger bezeichnend sind andere Mittel, mit denen die stolzen Vertreter der höhe­ren weißen Kultur dem Neger ihre Nichtachtung be­zeugen. Es ist beispielsweise ein beliebtes Volksver- gnügen, in den Vergnügungsparks der Vereinigten Staaten mit faulen Eiern oder dergleichen nach einer Oeffnung zu zielen, aus der ein Neger seinen Wollkopf Heranssteckt, der sich so auf jämmerliche Weise sein Brot zur Unterhaltung seiner Volksgenossen verdienen muß. In Ermangelung von Eiern werden auch Bälle ver­wendet, und manche Besitzer solcher Vergnügungs­stätten gestatten in übergroßer Menschlichkeit dem als Zielscheibe dienenden Neger, eine schützende Drahtmaske anzukegen. Häufig kommt es vor, daß ein weißer Haus­besitzer nur um seinen Mitbürgern einen Streich zu spie­len, sein Haus an einen Schwarzen verkauft, dann aller­dings macht er sich aus dem Staube; denn inmitten der

Empörung, die ein solches jeder Zivilisation spottendes Verfahren erregt, wäre ein Weiterleben des Ehrlosen, der seinen weißen Kollegen einen schwarzen Hausbe­sitzer auf die Nase setzt, schlechthin nicht mehr möglich. Auf Eheschließung zwischen Weißen und Negern steht noch heute, im 20. Jahrhundert, in einzelnen Gegenden der südlichen Staaten die Todesstrafe. Freilich kann diese in der Praxis schon deshalb nicht zur Vollstreckung kommen, weil sich kaum ein Standesbeamter finden wird, der einem Paare den Trauschein ausstellen würde, wenn er oder sie eine nicht ganz zweifelsfreie Blut­mischung nachweisen kann. Sieht man doch im Süden noch alle diejenigen als Neger an, die im achten oder zehnten Grade aus einer Mischehe zwischen einem Wei­ßen und einer Negerin oder umgekehrt abstammen. In Wahrheit besteht diese Vorschrift freilich nur auf dem Papier; denn die Heiratslustigen brauchen nur nach einem anderen Staat, der diese Drakonischen Gesetze nicht hat, auszuwandern und sich dort trauen zu lassen. Dann können sie getrost in die Heimat zurückkehren, ohne Scherereien mit den Behörden befürchten zu müssen. Allerdings kann es in einem solchen Falle leicht ge­schehen, daß ihnen die lieben Nachbarn, die an dieser Mischheirat Anstoß nehmen, nach beliebtem amerikani­schen Verfahren einfach das Haus mit Dynamit in die Luft sprengen.

Ieverüberssll aas einen Verbandplatz.

Ein wüstes Gekrach! Ein Splittern und Brechen und Klirren und Brockenfallen zugleich! Was ist das? Es ist 6 Uhr in der Frühe! Fliegerbombe! Unmög­lich zn der Zeit. Also Granaten als Morgengruß! Dies Wecken ist doch noch unangenehmer als das stets zu frühe Signal in der Kaserne zu Hildesheim während meiner Dienstzeit einst. Raus und in Deckung! Wäh­rend wir notdürftig bekleidet sie in einem bedenklich schwachen Stollen oder in einem offenen Grabenstück oder abseits des Lagers im Walde suchen, fällt die wilde Meute der feindlichen Geschosse mit wütendem Gebell unser Lager an. Ein Offizier und mehrere Mann fallen ihm zur Beute. Unsere Bretterbude efeieendnee eee von den Splittern jenes ersten Schusses, der gerade da­vor platzte, durchlöchert, die Borderwand und die Rück­wand und die Fenster und verschiedene Kleidungsstücke. Nur eine Handbreit waren wir drei, die- wir dort hau­sten, nach den in Bettgestell und Wand sichtbaren Ein­

schlägen der Splitter vom Tobe entfernt gewesen, und waren voll tiefem wortlosen Dankempsinoen, daß wir bis auf eine unbedeutende Schramme des einen wieder einmal heil davongekomemn waren.

Aber nun war die Verlegung des Hauptverband­platzes denn doch dringend nötig geworden. Wir zogen von unserer Höhe, von der aus wir die seltene Mögttch- keit hatten, unser ganzes Schlachtfeld zu überschauen, in ein anderes Waldstück hinunter. Inzwischen hatte selbstverständlich die Bergung und Versorgung und Wetterschaffung unserer Verwundeten keine Unterbre­chung erfahren. Von den Truppenverbandsplätzen hat- ten unsere braven Krankenträger bei Tag wie bei Nacht die Verwunderen durch das Sperrfeuer der Artillerie und der die Talschlucht hinter unseren Gräben über­schauenden Maschinengewehre hindurch unerschrocken zum Wagenhalteplatz getragen. Noch nie wohl in all den schweren Schlachten, die wir durchlebten, hatte un­sere Sanitäts-Kompagnie solch gefahrvollen und an­strengenden Dienst wie bei dieser Fröljahrsschlacht 1917. Noch nie aber äußerten sich die zurückgetragenen Ver­wundeten, Offiziere wie Mannschaften, und später auch die Unversehrten von der Kampftruppe so bewundernd, lobend und dankbar über die Unerschrockenheit der waf­fenlosen und wehrlosen Krankenträger im feindlichen Feuer. Nicht die Verwundung, ja nicht der Tod lieber Kriegsgefährten aus ihren eigenen Reihen schreckte sie von ihrem mühevollen und bet Unkundigen wenig an- j erkannten Hilfsdienst für ihre kämpfenden Kameraden Wo die sich in den Gräben oder wenigstens in die Gra­natlöcher, in die der Graben sich aufgelöst hatte, ducken konnten, mußten sie zu jeder Tageszeit und bei jeder Witterung und in jedem feindlichen Feuer vorgehen und ihre ernsten schweren Lasten ruhig und aufrecht zu- rücktragen.

Ehrt eure deutschen Helden! Auch die unter dem Friedenszeichen des roten Kreuzes! Und wie sie ge­lassen, trotz naher und nächster Granateneinschläge die Verwundeten auf ihren Tragen in die Krankenwagen hineinschieben und sie auf der vielbeschossenen Straße zurückfahren! Und wie beim nächsten, wüst zerschossenen Dorfe schon die vortrefflichen Sanitätsautos mit den * vorzüglich bewährten zweirädrigen Anhängern ruhig warten und die Schwerstverletzten schneller und vor Er- schiitterungen besser geschützt zum Hauptverbandplätze weiterschaffen! Das rote Kreuz deckt viel stilles unbe­kanntes Heldentum, aus Opfer-bereitschaft und Pflicht­treue geboren. lD. E. K.)

AM. Mnfsiimt MM

Hilfsdienstmeldestelle

Rathaus Zimmer 12.

Fernruf 60.

Es werden gesucht:

Männliches u. weibliches Personal für Landwirtschaft, Schlosser, Schmiede, Weber, Gerbereiarbeiter, Schreiner, Heizer, Friseure, Steinmetzen/ Streckenarbeiter, Arbeiter, Weberinnen, Fabrikarbeite­rinnen,^Streckenarbeiterinnen u. Schaffnerinnen,Aufwarte­frauen, Dienstmädchen.

Stellung suchen:

1 Hofbeamtin, 1 Ver­käuferin ob. Mod., Buch­halter, 5 Hilfsschreiberinnen, 1 Kontorist (Anf.), 1 Stütze f. Küche, 1 Heimarbeiterin (Nähen,) 2 Kriegsbesch. (ner- venkranku.Armverletzg. links)

Vom 20. Juli 1917 ab erfolgt der

Berkaus von Fleisch auf der Freibank nur gegen Answeislarten, die auf der Polizeiwache ausgestellt werden und für immer Geltung haben, also gut aufzuheben sind. Bei Bekanntmachungen in den Zeitungen werden die Nrn. angegeben, auf die Fleisch abgegeben wird. Die Karten sind nicht übertragbar.

Hersfeld, den 13. Juli 1917.

___________Die Bolizeiverwaltvng.

Städtische Sparkasse, Hersfeld.

Reichsbank-Girokonto.

Postscheckkonto Nr. 13152 Frankfurt a/M-_____

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Sonntag, den 15. Juli.

Vormittags 8 Uhr: Herr Superintendent Feyerabend.

Vormittags V2IO Uhr: Herr Pfarrer Gonnermann.

Vormittags 11 Uhr: Kinder­gottesdienst (Sonntagschule).

Petersberg.

Vormittags V2IO Uhr Gottesdienst.

Unterhaun.

Mittags l3/* Uhr- Gottesdienst.

Ällmershausen.

Vormittags V2IO Uhr Gottesdienst.

Mittwoch, Abends 8 Uhr Kriegsbetstunde in der Stadtkirche.

Kathol. Gottesdienst.

Sonntag, den 15. Juli.

7 Uhr hl. Messe

3/410 Uhr: Amt, Predigt u. Christenlehre.

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7 Uhr: hl. Messe.

Gelegenheit zur hl. Beichte: Sonnabend 5 u. 8 Uhr.

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