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England der Feind des Friedens.

Von R u d o l f S t r a tz.

Sittliche Hemuuniüeu in unserem Sinne kennt Eug- lanö nicht. Gut ist, was England nutzt. Schlecht ist, was England schadet.

.urieg und Frieden jinö daher für den Briten nicht Gegensäse, sondern verschiedene Ausdrücke für dieselbe Sache. Der Frieden ist höchst unmoralisch, wenn in ihm wie Ei.'n nicht geling verdient. Der Krieg ist äußerst aottgefäliig. wenn dadurch ein lästiger kaufmännischer Nebenbuhler wie Deutschland beseitigt wird. Krieg ist für England nicht, wie bei Clausewitz, die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern die Fortsetzung des Geschäfts mit veränderten Mitteln. Niemand gibt seine Geschäftsgeheimnisse preis. Auch der große Wege- nnö Wasserlagerer an der Themse nicht. Daher warf er und wirft er über feine räuberischen Instinkte jenen wi­derwärtigen Mantel abstoßender, salbungsvoller, gott­gefälliger Heuchelei, die ganz England durchöringt und England selber ist. So konnte er die Menschheit, ohne daß sie es merkte, zu dem mißbrauchen, was ihm als die wichtigste und dringendste Aufgabe dieses Jahrhunderts im Jntresse der sinn erschien: der Bernichtungskrieg ge­gen Deutschland und dessen die englische Rente bedro­hende Friedensliebe im Dienst freudiger Arbeitslust und tatkräftiger Gesittung.

In diesem Geiste, der sich in dem bösen Geist der Erde. Eduard VIL, und seinem Gefolge geadelter Bör- scnjobbler verkörperte, trug England seit zehn Jahren fast öffentlich und mit kaltblütiger Umsicht die Brand­scheite, Zündschnüre und Petroleumkannen zusammen, mit denen es das Jaus der Menschheit in Flammen zu setzen gedachte, verbündete sich mit Japan, mit Frank­reich, mit Rußland, verblendete Belgien, drohte Portu­gal, machte Italien und Rumänien meineidig, sicherte sich Nord-Amerika alles zu dem Zweck, das friedlichste und kulturell höchststehende Volk der Welt aus den Rei­hen der Menschheit zu streichen. Nur eines hatte sich der große Seelenverkäufer nicht träumen lassen, als er alles bis auf die letzten nackten Wilden gegen das Chri­stentum und die Kultur ausbot: daß auch dieser ganze Massenaufmarsch der Menschheit und Halbmenschhert nicht genügen würde. Deutschland zu erschüttern! So

Fortsetzung des amtlichen Teils.

Uchen örtlichen Brotmarken Reichsreisebrotmarken bis zur Dauer von 3 Monaten auszuhändigen bczw. gegebenenfalls nachzusenden, auch wenn eine noch längere Reisedauer behauptet wird; in der Abmeldebescheinigung ist der Zeitraum, für den Reichsreisebrotmarken ausgehändigt sind, zu vermerken.

3. Bei dauerndem Wechsel des Aufenthalts (Umzug) sind dem Wegziehenden auf Wunsch Reisebrot­marken für eine kurze Frist unter Aufnahme eines entsprechenden Vermerks in die Abmeldebe­scheinigung auszuhändigen.

Einzelne Kommunalverbände haben bereits Reisenden Abmeldebescheinigungen erteilt, ohne sie für längere Zeit mit Reichsreisebrotmarken zu ver­sehen. Hierzu ist zu bemerken, daß dies den bestehenden Bestimmungen zuwiderläuft und die Reichsgetreide- fteHe nicht in der Lage ist; den Kommunalverbänden, in denen die betreffenden Personen zugereist und in denen sie auf Grund der Abmeldebescheinigungen mit örtlichen Brotmarken versehen worden sind, den Be- Sarfsankefk entsprechend M erhöhen.

verbände haben daher den Reisenden bekannt zu geben, daß sie von einem bestimmten Zeitpunkte an kommu­nale Brotkarten nicht mehr erhalten können, sondern sich von dem Kommunalverbande, aus dessen Lebens­mittelversorgung sie abgemeldet find, mit Reisebrot­marken versehen lassen müssen.

Wir sind jedoch bereit, den Kommunalverbänden, in deren Bezirke sich Kur- und Badeorte und Sana­torien befinden, soweit ein besonderes Bedürfnis vor- liegt, einen Mehlvorschuß in angemessener Höhe zur Verfügung zu stellen. Ueber den Verbrauch dieses Mehlvorschuffes ist dann gegen Auslieferung der ein- gesammelten Reisebrotmarken in der üblichen Weise abzurechnen.

Zum Schluß bemerken wir noch, daß Retchsreise- brotmarken nur für die Verabfolgung von Gebäck und Mehl abgefordert werden dürfen. Es ist also unzulässig, sie für die Verabreichung von Kartoffeln, Graupen, Gries, Grütze, Haferflocken und dergl. so­wie für die Verabreichung von Speisen aus derar­tigen Lebensmitteln abzuverlangen.

Wir ersuchen die Kommunalverbande ergebenst, die nötigen Anordnungen zur Durchführung obiger Bestimmungen schleunigst zu treffen, auch das reifende Publikum durch die Presse und auf andere geeignete Weise über die Neuregelung ausreichend aufklären zu wollen.

Preußisches Landes-Getreide-Amt. gez. Dr. Kleiner.

* ^ ^c

Hersfeld, den 28. Juni 1917.

Wird veröffentlicht.

Tgb. No. K. G. 1827. Der Landrat.

I. V.:

v. Hedemann, Reg.-Affessor.

Hersfeld, den 29. Juni 1917.

Der Erzengerhöchstpreis für Eier ist durch die Bezirkseierstelle für den Regierungsbezirk Gaffel für den Monat Juli von 23 auf 25 Pfg. pro Ei erhöht worden unter Beibehaltung der bisherigen Unkosten- spanne für Aufbringung und Ablieferung.

Der Vorsitzende des Kreisausschufses.

I. A. No. 6401. J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfeld, den 30. Juni 1917.

I« meiner Verfügung vom 19. d. M. K. G. 1623 soll es im letzten Satz, der mit den Worten beginntzum Heeresdienst einberufene Personen" weiterhin heißenunter Ziffer 8" anstattunter Ziffer 3" und fernerunter Ziffer 4" soll es heißen unter Ziffer 9." Tgh, No. K. ®. 1888. Der Landrat.

V.:

Funke, Kreissekretär.

stand er nach Jahresfrist vor der Entscheidung, ob er leibst in Form der allgemeinen Wehrpflicht in den Schützengraben hinabsteigen oder von seinem Ver- » chtimaswilleu gegen Deutschland ablassen sollte.

In Englands moralich-em Wahnsitttr liegt Methode. Es hätte sich nun einmal die Zerschmetterung Deutsch­lands seit Jahr und Tag als höchstes Geschäftsziel des M Jahrhuttderts gesteckt. Ich weiß klassische, noch le­bende Sennen dafür, daß schon im März 1907 hervor­ragende Engländer in Loudcm ganz offen Wer Sie Lan­dung ihrer Heere in Belgien und alles, wie es 1914 kam oder kommen sollte, sprachen und ein Geschäft muß durchgesührt werden, ganz gleich, ob es sich dabei um Pfefferkörner oder Menschenleben, um Blut und Trä- nen oder Erdöl und Wolle handelt.

So ging das Bluten weiter. Und nochmals taten Deutschland und seine Verbündeten zu Ende des vori­gen Jahres das Aeußerste, die Menschheit vom Kreuz des Kriegs zu erlösen: in der Großmut des Starken, gestützt auf Recht und Sieg, bot Deutschland die Hand zum Frieden, lind die Antwort Englands und im Chor die der von ihm geknechteten Verbündeten? Vor mir liegen die Londoner großen Blätter aus jenen Tagen! Wir Deutsche werden darin als Antwort auf das Frie­densangebot dietollen Hunde" Europas genannt, die fliegenden Kindermörder", dieerstaunliche Pyramide des Satans", dieSeeräuber in der Pikelhaube", und es wird den englischen Schulkindern eingeschärft, daß die Erde vonMenschen" und vonDeutschen" bewohnt sei.

Wo bei irgendeinem unserer Feinde damals auch nur im flüchtigen Blick des Auges die Möglichkeit einer Erivagung inneres Friedensangebots aufzudämmern schien, da stand schon der englische Scherge hinter ihm und peitschte ihn melier gegen Maschinengewehre und Drahtverhau. Wo in den feindlichen Hauptstädten die GefaÄ zu drobeS schien, daß auch nur eine einzige vernünftige Stimme sich erhöbe, da wandelte englisches Gold die öffentliche Meinung in einem feilen Pfuhl infernalischen Deutschenhasses. Wo Völker noch irgend­wo auf dem Erdenrund friedlich dem Blutvergießen zusSauie«. da laßte England die Schwachen und Klei­nen am Genick und stieß sie mit einem Fußtritt in die Flammen. Bis in diese letzten Tage hinein setzt es die­sen Massenmord fort. Ein blinder Blutrausch hat Eng­

WtUe LWeillchlimz.

Unsere Bekanntmachung vom 20. 6.17 scheint nt i ß- v erst and en worden zu sein. Es sollen Anmeldungen unterblieben sein, weil man fürchtete, man bliebe bis zum Herbst in Ungewißheit darüber, ob man Mitglied der Genossenschaft würde oder nicht. Wir weisen deshalb besonders darauf hin, daß nach der oben erwähnten Be­kanntmachung die etwa nötige Auslosnng der Mitglieder alsbald nach der Genehmigung der Stadtverordneten­versammlung erfolgen soll," damit diejenigen, die dabei ausfallen, sich anderweit für Schweine sorgen können. Wir wollen daher weitere Meldungen bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung entgegen nehmen. Den­jenigen, die sich bisher gemeldet haben, dient zur Nach­richt, daß wir ihre Meldungen vormerken, die Anforderung der Beiträge aber erst erfolgen kann, wenn die Ge­nehmigung erteilt ist.

Hersfeld, den 30. Juni 1917.

-------HKaKrm.

Wir weisen auf die Bekanntmachung des Herrn Landrats vom 14. Mai 1917 über

die Sammlung der in den tzaurhal- tueatn, Gasthäusern usw. ausallende» Knochen

hin. Die verhältnismäßig geringe Menge der zur Zeit zur Ablieferung gelangenden Knochen läßt daraus schließen, daß die Wichtigkeit dieser Sammlung für die Gewinnung von Fetten und Oelen unterschätzt wird. Wir bitten nach Möglichkeit darauf zu achten, daß sämtliche Knochen zur Ablieferung gelangen. Die Knochen sind lustig und kühl aufzubewahren und sobald wie möglich bei den Fleischer­meistern, in deren Kundenlisten die Pflichtigen stehen, abzuliefern. ^8ir auf weiteres werden von den Fleischer­meistern vergütet: Für das Kilo gekochte Knochen 8 Pfg., für das kg. rohe Blutknochen 26 Pfg.

Hersfeld, den 29. Juni 1917.

Der Magistrat.

Attßlstmi Hnsskli-Willershiiii!.

Am Sonnabend, den 7. d. M., vorm. IVA Uhr soll im Geschäftszimmer der Oberförsterei eine Wiese im Hüttenbach in Größe von 0.8461 ha. aus 12 Jahre öffentl. meistbietend verpachtet werden.

Tür Metzger!

Gummiertes Papier zum Aushieben der fleischfarben zu haben in der Tageblatt Druckerei.

land ergriffen. Wir Deutsche können ncyts tun, aN mit diesem Blutrausch zu ringen und ihn zu besiegen.

Denn wir wissen, es ist der Rausch der VeWNN luug. England fühlt, daß die Ernüchterung naht. Nicht nur bei ihm, sondern bei der vor . > sinn geschlagenen Menschheit, die bisher in endlosen Zügen ihrem Henker zur SchlachtlMk folgte. Jetzt fal­len aÄiäbl ch Englands Opfern dw Schuppen von den Augen. Die Sprache von Tatsamen uoeEöut tecmm schon den Donner der Geschütze. Fünf Könige verbünde­ten sich mit England. Vier irren tandflüchtig ttt der Fremde. Der fünfte in Rom hat seit KriegSbeginn nichts als Niederlage und Zusammeiibruch erlebt. Alle Klein­staaten Europas, die sich mit England verbündeten, sind bis auf den letzten Rest von Deiitschtmlös Schwert getroffen. Der Zar verband sich mit England. Er Sink das Bündnis mit dem Throne. Und durch fein einstiges Riesenreicb, durch die beinahe 200 Millionen zwi wer der Beresina und der Chinesischen Mauer geht ein Ah­nen: waren wir denn mit Blindheit gestraft? Die »Franzosen drangen als Feinde in das brennende Mos- kau, die Engländer und Franzosen stürmten als Feinde Sebastopol mit unserer brennend versinkenden kirnte, die Japaner vernichteten ein zweites Mal unsere Flotte bei Tschuschima also mußten wir uns zu unserem Schutz mit Franzosen, Engländern und Japanern ge­gen Deutschland verbünden, mit dem wir anoer-naiv Jahrhunderte in tiefstem Frieden lebten, mit dem uns die Waffenbrüderschaft der Freiheitskriege einte, von dem wir nie etwas anderes erfahren haben als nach­barliche Freundschaft und Austausch und Bereicherung in den Werken des Friedens. Und bei Rußland und seinen Leidensgenossen dämmert die Erkenntnis auf: wir waren nichts anderes als willenlose Schachfiguren in der blutigen Hand des gewissenlosesten, herzlosesten, schamlosesten Volkes der Erde. Wir waren das verrate­ne Werkzeug Albions.

Der Blutrausch verfliegt. England fühlt das Nahen des Weltgerichts. Sein Heerbann der halben Erde zer- scholl an unseren Wällen des Westens, und an den Wänden von Westminster leuchtet tu Flammenzeichen das Mene Tekel des U-Boots! Auf Enaland wird für alle Zeiten die Schuld des furchtbarste» Blutvergießens auf Erden, der Fluch der Menschheit ruven!

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