Die deutsche Mauer im
3um Geburtstag des Kronprinzen.
Am sechsten Mai prangt mitten im. Okkupatüms. aeLiet des Westens eine kleine französische Stadt im vescheidenen Festschmuck.. Man hört, die Kanonen her- überdonnern, die unaufhörlich Eisengrüße mit dem Feind wechseln: aber deutsche Feldgraue winden^unde- kümmert, frischgrüne Frühlingsgirlanden um Zensier und Pwrten. Pünktlich zur gewohnten Morgemtunde tritt ein dochgemachsener, muger Offizier aus aezchmück- ter Tür hinaus in den Morgen. Der Pour le Scerite am Hals, die Generalsabzetchen und die>. aend'seiner straffen Erscheinung wirken wie eine Ber- körperung dieses Krieges selbst, indem die^unverbrauchte Jugendkraft des deutichenVolkes so Ungeheures geleizter hat. Und wo er sich an diesen Tagen zeigt, im Auto zur Front fahrend, zu Fuß im Gespräch Mt den Generalen durch rauchgeschwärzte, von des Krieges Zerstörungswut benagte Gassen schreitend, überall drangt sich »ihm entgegen, feldgrau und fröhlich, dankbar und begeistert. .Hurra, Kaiserliche Hoheit — wir gratulieren zum Geburtstag!" . .
Am sechsten Mai vollendet der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen fern ninfmiddreiß,^ Lebensjahr. Er begeht das Feit nicht rn 1 einem zchönen, alten Palais Unter den Linden un Kreise , einer Lieben, nicht in dem neuen, an Blicken aufdie lieblichen Havelseen Potsdams so reichen, berrlMen Landhaus. Wie jeden einsachen Soldaten des «r^en Volksheeres findet ihn der Tag im ^-elde, in icyrichtem Feldgrau» in treuer Pflichterfüllung. Findet ihn bei ernster Arvettzur sieghaften Abwehr der auf Deutzchlands Zertrümmerung sinnenden Feinde. Sein dritter Geburtstag im Felde'. Noch immer hat das trotzige Wort se^e- Gelwna. §rs er selbst vor drei Jahren unter ein BUd schrieb.
Wir stehen still auf Posten — iM Arme das Gewehr — ?^m Westen und im Osten — viel Feinde und viel.Ehr . ' der Ehre im Westen hat der jüngste AMeestchrer das Seine redlich beigetragen. Wie unter den Siegen des Vormarsches die Schlacht von Longwy, der Fall von Montmödy unlöslich mit feinem jungen Ruhm ver- kniwft sind, so wird die Geschichte nnt der ^sonnenen wrd kraftvollen Abwehr feindlicher Uebermacht auf ge? wonnenem Boden seinen Namen eng verbinden. Und wer in kommender Friedenszeit vom..wrederhergestell- ten Turm von Montfaucon - von denen zerch^ Glockenstuhl der Kronprinz so ott, die Granatengrütze mißachtend, die feindlichen Lunen beobachtete — hin- überfchaut nach dem »rcheimlichen. Dunkel des Argon- nerwalöes. der wird der unerhörten Zähigkeit der Kämpfe gedenken munen, die hier unter des deutschen Kronprinzen Lestung gegen emen tapferen Feind,.der im eigenen Lande mit allen Listen und Hilren rocht, durchhekämpft und erlitten würben ratb. _
Ein Kronprinz ist em Verbrechen an dre Natwm Aus einer reinen und frohen Jugend nt int deutschen Thronfolger ein rechter starker Mann emporgewachren» stelisch und körperlich gesund, froh m der Liebe zum Leben, ernst im Bewußtsein der PUlcht und Verantwortung. Der lange und harte toea hat dieser Fugend tue letzte Prüfung auserlegt. Ohne Eitelkeit, dw seinem schlichten Besen fernliegt, aber iM «toU. mit all den Braven seiner Armee wohlbestanden zu haben, wird er heimkehren als Sieger. Bald — das wünschen wir heute von Herzen: und grüßen den Kaisersohn und Zungen Feldherrn in deutscher Treue, die unseres Volkes schwerste Zeit von allen Schlacken geremigt hat.
Die sinkende Hoffnung der Entente.
Eis schwedisches Urteil.
Die schwedische „Nya Taglmt Mehand< schreibt: Die Aussichten der Entente, nn Weltkriege zu siegen und Deutschland eine entscheidende Niederlage zu Bereiten, sinken mit einer Geschwindigkeit, die nicht langer verborgen werden kann. Der Umstand, daß Brasilien und Argentinien es für klug gehalten haben, nch nicht der Entente anzuschließen, steht hiermit nn Zusammenhang
Die „Köln. Ita." meldet von der schweizerischen Grenze: Der „Mweizer. Presse-Telegraph" berichtet aus Paris: Täglich gehen im Kammerbureau neue Interpellationen über die französische Offensive ein. Es wird als sicher angenommen, daß die Kammer nach ihrem Zusammentritt am 22. Mai in geheimer Sitzung über den Durchbruchsversuch verhandeln wird. Au» den Kommentaren der französischen Presse geht hervor, daß die Friedensstimmung in Frankreich wegen des Fiaskos der Durchbruchsschlacht an der Aisne und m der Champagne stark gefördert worden ist. Die sozia- listische „Bonnet Rouge" gibt der in Frankreich herrschenden Stimmung Ausdruck, indem sie erklärt, bisher seien die militärischen Unternehmungen mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt worden, jetzt seien aber alle Blicke auf die Verhandlungen am grünen Tisch gerichtet.
Nachbarsbinder.
Original-Ronran von Irene v. Hellmuth.
56) (Nachdruck verboten.)
In ihren Kreisen redete man meistens über das Better, über Toiletten, Dienstboten und dergleichen. Auch Sigmund warf manch ängstlichen, unruhigen Blick zu seiner Frau hinüber. Er fürchtete, sie möchte sich lächerlich machen durch irgend eine ungeschickte Aeußerung. Aber der Bürgermeister hielt chn immer noch im Gespräch fest, und er konnte nicht entrinnen, ohne unhöflich zu sein. Der liebenswürdige Herr, der im Frack und weißer Krawatte, mit dem Ordensband im Knopfloch sehr vornehm aussah, konnte nicht genug erzählen von seinem „süßen Jungen", dessen Leberlsretter Sigmund geworden, wie klug und reizend das Kind sei. Dabei leuchteten die Augen des stattlichen Mannes in stolzer Batersrerrde.
„Sie müssen wirklich einmal kommen unb sich das Kind ansehen, lieber Doktor," sagte er herzlich, „ich würde mich freuen, wenn ich Ihre Frau Gemahlin bei mir sehen dürfte. Büte, versprechen Sie mir, recht bald M kommen!"
Sigrnund verneigte sich lächelnd.
„Wenn Sie gestatten —"
„Aber nicht so viele Umstände, mein lieber junger Freund," lautete die rasche Entgegnung. Sie misten doch, was Sie mir geworben sind durch Ihre mutige Tat."
Der Bürgermeister wurde jetzt von anderen in Air- spruch genommen und Sigmund atmete auf. Er trat zu bet Gruppe der Damen, in der Absicht, seine Frau wegzuführen. Allein man protestierte, unb so blieb ihm nichts übrig, als ebenfalls Platz zu nehmen, bis der Ball begann.
Der tiüraermetitex hatte klar auf AUbas Tauatarie
Der deutsche Menddericht.
Berti«, 4. Mai, abends. (Amtlich. WTB.)
An der Arrasfrout sind beiderseits Bullccourt englische, au der Aisuefrout zwischen Bery a» Bac und Brimont starke französische Angriffe abgeschlagen.
Im Osten keine besonderen Ereignisse.
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Im Raume von Reims fanden auch am 3. Mai keine größeren geschlossenen Kanrpshandlungen statt, während die Artillerieschlacht mit großer Heftigkeit an- hielt. Auf dem Aisneflügel griffen die Franzosen um in Uhr abends nach heftiger Artillerievorbereitung mit stärksten Kräften bei und westlich Braue in etwa 3 Km. Breite an. Der Angriff scheiterte vollkommen in nnse- rem Sperr- und Maschinengewehrfeuer. Der an einer Stelle eingedrungene Gegner wurde im Gegenstoß wieder geworfen, wobei eine Anzahl Gefangener in unserer Hand blieb. Auch die übrigen französischen Angriffe auf dem Aisneflügel westlich Craonne, östlich Berry-au- Bac und bei Courcy wurden blutig zurückgewiesen. Im Champagne-Abschnitt erfolgte 9 Uhr abends nach starker Feuervorbereitung ein größerer feindlicher Angriff nördlich Prosnes, der wie alle französischer» Angriffe der letzten Tage glatt abgeschlagen wurde. Feindliche Truppenansannnlungen in den Gräben wurden auch hier durch unser Feuer niedergehalten und mehrere Angriffe schon im Keime erstickt. Unsere Patrouillen erfüllten tagsüber ihre Aufklärungsaufträge und kehrten mit einer Anzahl Gefangener zurück.
Haigs Angftruf über den Kanal.
Die plötzliche Reise Lloyd Georges nach Frankreich wurde laut „Vost. Ztg." infolge dringender Forderuugeu des Generals Haig «uternomme«. Die von Haig ver- laugteu Ersatztruppen seien nicht vorhanden. Transportverluste verursachten Nahrungsmangel im etigli= scheu Heere. Frankreich sei überfüllt mit Verwmideten, weil der Abtransport nach England schwierig sei.
Dom österr.-ungar. Generalstab.
Wien, 4. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlaut- bart:
OcTtlicher Kriegsschauplatz
Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph.
Gestern brach der Angriff eines russischen Regi- utentS vor unsere« Stellungen nördlich des Sufitatales zusammen. An der übrigen Frout ist die Lage «n- äudert.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Au der ganzeu Frout die übliche Artillerie« und Miueuwerferkämpfe.
Bei ® öü» versuchte der Feiud einen Nachtangriff. Dank der Wachsamkeit unserer Truppen ««d der Güte unserer Schutzmittel mißlang der Augriss der uns keine Verluste brächte.
Unsere braven Flieger schössen gestern im Luft- kampf drei feindliche Apparate über der Karfthochfltiche uud einen bei Flitsch ab.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabes. v. Hoefer, Feldmarschalleutuaut.
Ereignisse zur See.
Am Abend des 3. Mai belegten unsere Seeslug, zeuge das Pnmpwerk von Codigoro im Gebiete der PomüU-nng mit Bomben und kehrten ohne Ver- lnst zurück. Am selben Abend wiederholten unsere Seeflagzenggeschwader die Angriffe auf militärische Anlagen vo« Villa Biceutime uud von Valona mit beobachtetem Erfolg. In Baloua entstand hierdurch ein heftiger Brand, der von heftigen Explosionen begleitet und auf mehr als 50 Seemeilen z« sehen war. Trotz heftige« Abwehrfeuers sind alle Fl«gzeuge unversehrt zarückgekehrt.
Bombenwürfe fetudltcher Flieger km Raume von Triest verursachte« nur unbedeutenden Schade».
Flottettkommarido.
für den Kotillon eingezeichneet, und die junge Frau glühte vor Freude. „Wo nur Manca bleibt?" flüsterte sie dem Gatten zu. Sie konnte es kaum erwarten, der Mutter die große Neuigkeit mitzuteilen.
„Marna konnnt vielleicht heute gar nicht," warf Sigmimd hin.
„O doch, doch, sie kommt ganz gewiß."
„Weißt Du das so bestimmt?" fragte Sigumnd belustigt.
„Jawohl, denn ich schickte, bevor ich mich anzog, das Mädchen hinüber und ließ fragen, ob wir sie abholen sollten. Doch Mama meinte, wir möchten nur einst- weflen fahren, sie käme etwas später nach."
„So, so," lächelte der Doktor, er glaubte es bester zu wissen. Aber plötzlich hafteten seine Augen starr, auf einem Punkt. Am Eingang des Saales erschien Frau Sermebach am Arm ihres Gatten.
War es möglich, täuschte er sich nicht?
Seine Schwiegermutter war hier, und zu Hause im geheimsten Fache seines Schreibtisches lagen ihre sämtlichen — Zähne. Noch sonnte er es kaum fassen, aber da kam die fugetrunbe Frau schon quer durch den Saal. Sigumnd bemerkte, wie sie mit stummem Kopfnicken einige Bekannte begrüßte, er sah auch, wie diese ihr verwundert nachstarrten, roeil sie sonst stets einen Schwall von Worten in Bereitschaft hatte, und heute war sie stumm wie ein Fisch.
Sie ließ sich dann den Dame»» vorstellen, wobei sie ebenfalls nur tiefe Verbeugungen machte, aber keine Silbe sprach. „Mama, Du bist ja heute so still, fehlt Dir etwas?" fragte auch Hilda, befremdet von dem ungewohnten Benehmen ihoer Mutter.
Doch diese schüttelte den Kopf. Sie hielt die Lippen fest aufeinander gepreßt. Der Doktor lächelte boshaft. Er wußte, was ihr fehlt«, und er war froh, daß sie wenigstens heute den Mund halten muht«, denn
Westen.
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* ^ Großes Hanptanartier, 4. Mai 1917. (Arnt- lich. WTB.) (Eingegangen 4,10 Uhr nachmittags.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
An der Arrasfront ist zwischen Acheville und Queant auf 30 Kilometer Breite ein neuer englischer Durch bruchsversuch von 16 bis 17 Divisionen nach stärkster artilleristischer Krafteutfaltung g c - scheitert.
Bon Tagesgraue» bis spät in die Nacht brachen die wiederholt geführten Angriffe der Eugläuder vor unseren Linien und in unseren Gegenstößen Msammerr. Nur in Fresnoy ist der Feind eingedrungen. Bei Bullecourt sind ihm kleine Teile unseres vordersten Grabens verblieben. Der Kampf g e h t h e n t e f r it h w e i t e r.
Die Haltung unserer Truppe» war wieder »»- übertreffbar. Außer schwere« blutigen Verlusten büßte der Feind über 1000 Gefangene ein.
Die Bereitstellung starker englischer Kavallerie südöstlich von Arras zeigt, welche Hoffnungen die Engländer auf diesen Angriff gesetzt hatten.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nördlich der Linie Soissous-Reims ist die Artil- lerieschlacht in vollem Gange. Zu besonderer Heftigkeit steigerte sie sich zwischen der Aisne und beut Bri- montx durch unsere Batterien würden die hier auge- füllten feindlichen Gräben unter Vernichtungsfeuer geuommen. Sann wurde erneut durch die Franzose» beschösse»». I WIMWA
Bei unb westlich Bray« sowie am Wiuterberg (westlich Craonne) brache»» mehrere französische A»- griffe im Feuer unserer Infanterie uud Artillerie verlustreich zusammen.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Keine besonderer» Ereignisse!
Bei günstiger Witterung herrschte auf dem westliche« Kriegsschavplatz rege Fliegertätigkeit Batteriestellungeu, Bahnanlagen, Lager unb Muni- tionsdepots bei Arras und südlich der Aisne wurden durch unsere Flieger erfolgreich mit Boinbeu belegt. Der Feind verlor 10 Flugzeuge.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Ju bett Karpathen griffen 3 russische Bataillone ohne jeden Erfolg unsere Stellung nördlich des Susita- talbs an. x
Cßajedonikbe front.
Zwischen Prespasee unb der Cerna, beiderseits des Vardar nub an der Struma lebte die Artillerietätigkeit zeitweilig auf.
Der Erste Generalquartierincister: Ludendorsf.
Die vierte englische Niederlage.
o-* Berlin, 5. Ntai. (T. U.) Dr. Richard Meyer meldet dem „B. T." vom 4. Mai aus dem Westen: Das Schicksal des gestern früh wieder nach stärkster Artillerievorbereitung auf breitester Front vorgetragenen Jn- fanterieangriffs der Engländer war bereits mittags nach sieben Stunden des furchtbarsten Ringens dahin entschieden, daß man voll einer vollständigen verlnstreichsten Abwehr sprechen konnte. Die englischen Divisionerr hatten sich nach ihrem eigenen Willen noch einmal einem unerhörten Aderlaß unterziehen lassen. Zum vierten -Male ist ihre Durchbruchsabficht völlig gescheitert.
Mindestens 300 000 Mann englisch- französische Verluste.
Die ganz außerordentlich schweren Verluste der Franzosen int Raume von Reims werden durch sich ergänzende Meldungen erhärtet. So würben allein östlich von Berry-au-Bac am 30. April an einem ein- zlgen schmalen feindlichen Divisionsabschnitt 1000 tote Franzosen und 600 gefallene Russen gezählt, die der Gegner bei seinen nutzlosen Tetlangriffen auf die Höhen östlich von Berry-au-Bac liegen ließ. Diese Zahlen sind noch unvollständig, da nicht alle Gefallenen in der ganzen Tiefe des dortigen Gefechtsstretfens gezählt werden konnten, sondern nur die unmittelbar vor den deutschen Linien liegenden. Bei niedriger Schätzung verlor der Gegner auf diesem einen Gefechtsstreife«
wenn seine Schrviegennutter sich mit dieser» Damen in eine Unterhaltung vertieft hätte, — es wäre schrecklich gewesen. Hilda wollte sich nicht beruhigen. Sie war es gar nicht gewohnt, die Mutter so still zu sehen.
„Sage doch, was ist Dir?"
Frau Sennebach wanbte das Gesicht ab.
„Nichts," gab sie zurück, aber es klang sehr eigentümlich.
Nach der Polonaise und dem barausfolgeuder» Walzer begann Hilda den Gatten M quälen: „Tanze doch mit Mama, Du darfst es nicht unterlassen."
Er nickte nur. Hoffenllich ging sie bald nach Hause, denn lange konnte sie unmöglich hier bleiben, ihre Schweigsamkeit begann schon aufzusMen.
„Wie können Sie nur auf solch einen Ball gehen, wo die ersten Kreise der Stadt vertreten sind — ohne — Zähne?" rannte Sigmund ihr zu.
Sie schien sehr erschrocken darüber.
„Merkt man es denn?" gab sie leise zurück, „ich habe doch säum ein Wort gesprochen."
„Freilich merkt man es, wie wüßte ich es benn sonst?"
„Und — die anderen, — wissen es auch schon?"
„Bis jetzt noch nicht, aber man beobachtet Sie!"
„Schon gut, sagen Sie, mir wäre nicht wohl, ich gehe nach Hause. Ich wollte nur meinen Bekannten mein neues Kleid zeige»,, das ist ja nun geschehen. Die platzen bald vor Neid."
Sie winkte ihren, Saiten unb ließ sich hinausftth- ren, nachdem Sigmurw mit heuchlerischer Miene erklärt hatte, seine Schwiegermutter müßte sogleich nach Hause fahren, sie wäre stark erkältet. Auf alle teilnehmenden Fragen antwortete Frau Sennebach nur mit einem Kopfsshütt^ln.