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m GV ran w * MäüWD MM- stWtna durch die VerettnÄen Staaten sein mag, so un­erwünscht wird es Sie wachsende Verschuldung Amerika gegenüber empfinden. Und wie denken Euer Exzellenz über die materielle Seite der amerikamschen Hilfe? Amerikanische Blätter erklären, daß die bisherigen Kriegslieferungen an die Entente nicht verringert wer­den sollen. Diese Lieferungen haben bereits einen der­artigen Umfang angenommen, daß eine weitere Stei­gerung nicht gut möglich erscheint. Gleichzeitig beabsich­tigt man jetzt, ein Heer von einer halben brs zwei Mil­lionen aufzustellen. Ein solches Heer auszurttsten und trotzdem die Lieferungen an die Entente in bisherigem Umfange durchzuführen, erscheint ausgeschlossen. Man muß dazu zunächst die amerikanische Volkswirtschaft weiter auf die Erfordernisse der Kriegsmittelerzeugung einstellen. Dazu braucht man Zeit.

Die materielle HUfe wird soweit in absehbarer Zeit nicht groß sein können. Sie dauernd zu verringern, ist die Aufgabe unserer Uboote. Die Seesperre geht mit wachsender Wirksamkeit weiter. Bei jedem neuen Trans­port müssen die Amerikaner das wachsende Risiko in Kauf nehmen. Je mehr Schiffe auf dem Ozean schwimmen,

desto größer wird die Uboot-Beute.

Wie denken Euere Exzellenz über die Möglichkeit des Eingreifens amerikanischer Truppen in Europa? Selbst bei intensivster Arbeit und größter Unter­stützung durch die Entente-Staaten durch Entsendung von Jnstruktionsoffizieren usw. ist nicht damit zu rech­nen, daß bestenfalls vor Jahresfrist ein amerikanisches Expeditionskorps von einigermaßen erheblicher Stärke zur Einschiffung nach Europa bereit ist. Und nach einem Jahre, Exzellenz? Ja, glauben Sie denn, wir warten, bis es unseren Feinden genehm? Dieses Jahr sollte nach den Aeußerungen der Ententeführer die eud- 0e Entscheidung bringen. Auch wir haben unsere rahmen getroffen.

Die Ostfront ist heute derart ausgebaut und in solchem Maße besetzt, daß ein Vrussilow auch mit den rücksichtslosesten $ten= schenovfern keinen Erfolg erzielen kann. Wir haben die russische Revolution nicht in Rechnung gestellt. Auch ohne sie war die Ostfront stark genug. Daß die Ereig­nisse in Rußland unsere Pläne fördern, kann auch der krasseste Optimist im Ententelager heute nicht mehr leug­nen. Im vorigen Jahre brauchten wir unsere strategi­sche Heeresreserve, um den Einfall Brussilows abzuwei- sen, die Westfront war auf ihre eigenen, beschränkten Mittel angewiesen. Trotzdem wurde der englisch-fran­zösische Angriff abgeschlagen. Heute liegen die Dinge von Grund aus anders.

Die Westfront

ist so stark geworden, daß sie jeden Angriff aushalten wird. Bei absoluter Sicherheit aller Fronten verfügen wir heute über eine freiverwendbare Heeresreferve von einer Stärke und Schlagfertigkeit wie zu keinem anderen Zeitpunkte des Krieges zur Abwehr wie zum Stoß an jeder beliebigen Stelle. So glauben Euere Exzellenz, binnen Jahresfrist mit den Gegnern fertig zu werden? Das Prophezeien will ich lieber nach wie vor den Geg­nern überlassen. Sie werden auch kaum erwarten, daß ich Ihnen hier meine Pläne entwickele. Aber betrachten Sie nichts, was auch geschieht, an irgend einer Front, zur See oder in der Luft, als Einzelerscheinung. Alles ist Glied eines großen Planes. In diesem Sinne sind Heer und Flotte eine Einheit geworden. Heute, nach nur zwei Monaten Uboot-Krieg, kann ich Ihnen bereits sagen, daß

unsere Rechnung richtig war.

Der Weg, dendir unter WürMMM^KE GeMren ein- schlugen, führt zum Ziel. Keinen Augenblick unter­schätzen wir die Gefahr und den Ernst der Stunde. AVer der Eintritt Amerikas in den Kreis unserer Feinde hat alle Ungewißheit von uns genommen. Wir Haben alle Möglichkeiten erwogen. Nach bestem menschlichem Wis­sen und Gewissen Sie gewählt, die zum Sieg und zum Frieden führen. Ich sagte zu Anfang des Krieges, daß es die Nerven sind, die den Krieg entscheiden. Dies Wort gilt mehr denn je. Im Vertrauen auf die Nerven des deutschen Volkes stehe ich auf meinem Posten und sehe dem letzten entscheidenden Kampfe ohne Schwanken ent­gegen. Ich weiß, das deutsche Volk wird seinen Kaiser und seine Führer nicht im Stiche lassen!

Sie Bauetnnnrufien in Slldkußlan-

nehmen nach einer Stockholmer Drahtung desB. L.-A." einen bedenklichen Charakter an. Volksredner bringen die Bauern gegen die provisorische Regierung auf. Das ArbetterblattPrawna" fordert die revolutionären

Sozialisiert auf, mit allen ihnen zu Gebote siedenden

Mitteln einen Druck auf die Interimsregierung auszu- üben, um diese zu veranlassen, offen aufzutreten und sich an alle Regierungen der kriegführenden Staaten mit der Aufforderung zu wenden, «nverzüglich in Un­terhandlungen zn treten, um nach Mitteln und Wegen zu suchen, auf denen am schnellsten der Friede herbei­geführt werden könne.

Kerenski für die demokratische Republik.

Justizminister Kerenski, der Vertreter der Demo­kratie in der provisorischen Regierung, hielt in einer allgemeinen Versammlung der Soldatenvertreter eine Rede, in der er u. a. sagte: Ich werde meinen Posten nicht verlassen, bis die Sicherheit dafür besteht, daß das einzige politische Regime in Rußland die demokratische Republik ist, da ich ja zugleich als Vertreter der Demo­kratie an der fRegterung teilnehme. Die Regierung wird demnächst eine Erklärung veröffentlichen, daß Rußland auf jede Absicht von Gebietserweiterung ver­zichtet, aber die eroberte Freiheit aufs äußerste vertei­digen wird. Die Rede machte, so berichtet die Peters­burger Telegr.-Agentur, auf die Zuhörer starken Ein­druck. Die Versammlung jubelte Kerenski zu und sprach ihm einstimmig ihr Vertrauen aus.

Die innere» Widerstände dauern an.

Der Gegensatz zwischen der russischen provtsorischeil Regierung und der Arbeiterpartei spitzt sich immer mehr zu. Das Gespenst des Nahrunasmittelmangels, das seit der neuen Regierung durch die rücksichtslose Leerung der Reservelager und Inanspruchnahme der für die Feldheere bestimmten Nahrungsmengen vorübergehend etwas verblaßt war, hat sich laut Bericht eines Peters­burger Vertrauensmannes der »Boss. Ztg. wieder ein­gestellt. Bor allem sei Petersburg von Nahrnnasnüt- keln so ziemlich entblößt. Rußlands neueste Errun­genschaft ist eine sogenannte Sonderarmee, Äe sich be­reits an der Front befindet. Sie würde sich aus die Seite der Regierung und der Duma stellen.

Srieisallerlel

Bin Nachruf für Prinz Friedrich Eark.

Der Kommandierende General der Luftstreitkräfte von Hoepvner veröffentlicht folgenden Nachruf für den Bw« WMM M Wu WÄtzWi Litt «Äfifr

M ist Ätz W «4Wtt WEvE« ist PNnz Friedrich Carl von Preußen den schweren Wunden, die er im Lustkampfe erhalten hatte, in englischer Gefan- äenschaft am 7. April 1917 erlegen. Mit glühender Begeisterung widmete sich der Prinz der jungen Waffe, um in ihr dem deutschen Vaterlande zu dienen und die Herrschaft in der Luft zu erkämpfen. Sein hohes flie­gerisches Können, sein keine Schwierigkeiten kennender Schneid ließen große Erfolge durch ihn für die Flieger-

-"««EiMW

Allerlei

verbürgte Tatsachen

Das Deutsche Reich hat sich verpflichtet, den hohen Zins, sah seiner Kriegsanleihen vor dem Jahre 1924 nicht herab, zusehen. Selbst nach dieser Zeit muß dem Inhaber zuvor Zurückzahlung zum vollen Nennwert angeboten werden. Wann hat je das Reich sein verpfändetes

Wort gebrochen?

Weder Zwangsmaßregeln irgendwelcher Art, noch Be. schlagnahmungen von Sparkassen, und Bankguthaben sind beabsichtigt oder auch nur in Aussicht genommen. Die

Drohung mit dem Zwang können wir getrost den Eng.

Mildern überlassen. Das deutsche Volk, das feinem Vaterland bisher schon 42 Milliarden freiwillig dar. gebracht hat, hat wahrlich weder Zwang zu befürchten noch Zwang verdient.

Eine Sondersteuer auf die Kriegsanleihe wird niemals erhoben 'werden. Es ist eine hirnverbrannte Torheit, zu glauben, das Reich würde denen, die ihm in schwerer Not geholfen haben, dafür sogar noch eine Strafe auferlegen.

Viel berechtigter wäre es, nach dem Stieg jenen. eine nachdrückliche Steuer aufzubürden, die sich von der Be. teiligung an den Kriegsanleihen zurückgehalten haben, obwohl ihnen ihr Einkommen und ihr Vermögen die Zeichnung gestattet hätte. .

Die Dartehnskassen werden nach dem Krieg noch eine

Reihe von Jahren - mindestens vier oder fünf - bestehen bleiben und für die Beleihung von Wertpapieren zur Ver­fügung stehen. Sie werden durch maßvolle Zinssätze auch im Frieden die allmähliche Abtragung der für Kriegs- anleihezeichnungen aufgenommenen Darlehen erleichtern.

Man kann also jederzeit das in Kriegsanleihe angelegte

Ein Kursniedergang, der mit dem inneren Wert der Kriegs­anleihen nicht übereinstimmt, wird niemals einfreien.

Es sind wirksame Vorkehrungen getroffen und gründliche Maßnahmen vorbereitet, auch bei einem etwaigen plöh. lichen Sinbrang sehr großer Mengen von Verkaufs- anirägen in den ersten Friedensjahren einen Kurssturz zu verhindern und unmöglich zu machen.

Du hast also keinen Grund ängstlich zu sein und Dein Gelö brachliegen zu lassen. Dein deutsches Vaterland ist der sicherste

Schuldner der Welt.

Zeichne K r i e g S a n l e i h e!

trupve erwarten. Gehärtet durch den Heldentod der Besten, kämpfen die deutschen Luststreitkräfte jung und stark.

Der gemütskranke Zar.

Wie Radio berichtet, scheint sich die nervöse Abspan­nung des Zaren zu einer ausgesprochenen Gemüts- krankheit zu entwickeln. Der Zar sitze stundenlang am Krankenbette seines Sohnes und verlasse ganze Tage nicht sein Zimmer.

*

Die in Kopenhagen ansässigen Russen bildeten ei­nen Ausschutz, um Zeichnungen auf die neue russische Kriegsanleihe in Dänemark 51t sammeln.

Reuter meldet lautB. L.-A." Ein amerikani­sches FlUggeschwader von La Failette habe sofort nach der Kriegserklärung Amerikas die amerikanische Flagge an der französischen Front gehißt. Dies Geschwader sei das erste, das vonsetten Amerikas in den Kaurpf ein-

das erste, das vonse gegriffen habe.

Reuter meldet aus Neuyork: Die Behörden be­schlagnahmten alle öfterreichisch-nngarischen Dampfer in den amerikanischen Häfen.

Vermischtes.

18 amtliche Bekanntmachungen au einem Tage! Die größte Zahl amtlicher Bekanntmachungen während des Krieges, nünUtch 18, wurde am Sonntag an den Anschlagsäulen Berlins veröffentlicht. Die Stadt Ber­lin hatte allein 12 Bekanntmachunaeu erlassen. Bon diesen betrafen nicht weniger als 7 die Versorgung nrit Lebensmitteln. , ...... ,

Keine Heiraten ohne ärztliche Untersuchung in Oesterreich. Wie das WienerFremöenblatt" mitteilt, wird in allernächster Kürze das Eingehen einer Ehe in

Ss WHW |W rssrosr, «rs Bett Mmnm Jtand der beiden Eheleute einwandfrei nachweist.

Rutzki zeichnet Kriegsanleihe. In WörnSmüyle bei Miesbach hat ein gefangener Russe feine Ersparnisse in Höhe von 100 Mark beim Postamt in deutscher Krregs- anleihe angelegt.

Mordarffall auf eine Lehrerin. In der Ortschaft Ermen in Westfalen wurde eine junge Lehrerin wäh­rend des Unterrichts von einem jungen Menschen über- fallen und durch Messerstiche tödlich verletzt.

Französische Schandtaten.

Unerhörte Grausamkeiten an Kolonialdeutsche«.

Das Reichskolonialamt wird in den nächsten Tagen eine Denkschrift über die schimpfliche und qualvolle Be- Handlung der Kamerun- und Togo-Deutschen durch fran­zösische Behörden und Organe in Westafrika veröffent­lichen. Wir sind schon heute in der Lage, aus dem In­halt dieser Denkschrift einiges mitzuteilen. Sie enthält erschütternde Angaben darüber, wie etwa 400 Kriegs­und Zivilgefangene aus Kamerun und Togo, die Eng­land und Frankreich zur Jnternierung in der ungesun­desten französischen Kolonie Westafriras, in Dahomey, ausgeliefert hatten, an Plätzen, die wegen Malaria. Dy­senterie und Gelbfieber verrufen find, bei ungenügen« des Unterkunft, schlechter Verpflegung, dürftiger Be­kleidung, in schwerem Frontdienst, unter Aussicht von brutalen Schwarzen den Einwirkungen des Tropen­klimas schonungslos ausgesetzt wurden und unmensch­liche Mißhandlungen in Form von Prügel-, Gefängnis- und Folterstrafen erdulden mußten.

Hervorzuheben ist daraus der

400 bis 500 Kilometer lange Gewaltmarsch

im Innern Dahomeys von Savee nach Kandi und Gaya am Niger, zu dem 150 Togo-Deutsche, die als Gefangene von Lome (Togo) nach Cotonou (Dahomey) verbracht waren, gezwungen wurden. Täglich mußten Strecken von 20 bis 35 Kilometer in einer Hitze von 30 bis 50 Grad, die in der Sonne auf 80 Grad stieg, zurückgelegt werden. Die Grausamkeiten dieses Gewaltmarsches wur­den noch übertroffen durch das, was die Kamerun-Deut­schen seit Anfang Oktober 1914 unter den grauenhaften Zuftändetl und durch die unmenschlichen Quälereien und Martern seitens der weißen und schwarzen Aufseher in Abomey (Dahomey) zu erdulden hatten. Im Dezember 1914 setzte

ein regelrechtes Hungernlassen

ein. das bis in den April 1915 anhielt. Die Fleischratio­nen wurden so klein, daß auf den Mann nur noch we­nige Gramm entfielen. Die Lieferung von Brot unter« blieb wochenlang. Der Heißhunger trieb die Gefangenen dazu, in den Abfallkörben nach Eßbarem zu suchen. Un­unterbrochen mußten die Gefangenen unter äußerster Kraftanstrengung in gebückter Stellung arbeiten.

Die Grausamkeften des weißen Aufsichtspersonals, vor allem des Adjutanten Beneere, übertrafen selbst die Roheiten der Schwarzen. Bei dem geringsten begrün­deten oder unbegründeten Anlaß wurden die Gefange­nen bestraft, bequält und gepeinigt. Zu keiner Stunde, selbst nicht zur Nachtzeit, waren sie vor Arrest oder Miß­handlungen der weißen Franzosen sicher. Die Arrest­strafe wurde dadurch verschärft, daß die Bestraften zu be­sonders schweren und ekelerregenden Arbeiten gezwun­gen und auf schmale Kost gesetzt wurden. So mußten sie die Ausleerungen von Dyfenteriekranken mit bloßen Händen aus den Eimern nehmen. Der Adjutant Be­neere schlug die Gefangenen mit seinem

Ochsenziemer über Gesicht «nd Köpft

über ihren nur mit eineur zerfetzten Hemd bekleideten Rücken, über die bloßen Zlrme und Füße. Er versetzte ihnen Faustschläge ins Gesicht und trat aus die am Boden Liegenden. Häufig wurden sie durch Veneere unter Peitschenhieben ins Arrestlokal getrieben und dort oder in seinem Dienstzimmer weiter geschlagen. Die durch diese Schläge hervorgerufenen Verletzungen wa­ren oft so schwer, daß sie ärztlicher Behandlmig bedurf­ten und lange Zeit nachher als fingerdicke Striemen zu sehen waren. Selbst kranke Gefangene und solche, die eben von ihrem Krankenlager auf gestanden waren, trieb Veneere mit der Peitsche zur Arbeit. Das Schmach- und Qualvollste bildete

die Folterung mit der Dcmmenschra»be, die stundenlang, sogar ganze Nächte dauerte. Die Folge war, daß die Daumen anschwollen und sogar platzten. Die Gemarterten brachen manchmal bewußtlos zusam­men. Nach dem Abnehmer: der Folter waren die Dau­men lange Zeit wie abgestorben. Die durch Anlegung der Daumenschraube wehrlos Gemachten pflegte Veneere durch Peitschen- und Faustschläge zu quälen. Eine be­sondere Verschärfung dieser Marter bestand darin, daß zwei Gefarrgene, denen Daumenschrauben angelegt wa­ren, sich einander gegeuüberstellen mußten und durch eine an beiden Daumenschrauben befestigte Kette mitein­ander verbunden wurden. In dieser Stellung mußten sie einen etwa 2 Kilogramm schweren, in der Mitte der Kette hängenden Holzklotz mit ausgestreckten Armen über dem Boden in der Schwebe halten. Ließen die Ge­sungenen vor Erschöpfung oder Schmerz die Arme sin­ken, so wurden sie von Veneere oder den schwarzen Soldaten so lange geschlagen, bis sie die Arme wieder erhoben. Auch diese Marterung dauerte Stunden. Das Fottern mit Daumenschrauben geschah nicht nur verem- zell, sondern tagtäglich.

Mit Veneere roetteiferten in der Mißhandlung der Deutschen der Sergeant Castelli und der Gefreite Gian. zelli. Weder der erste Lagerkommandant, Major Ver­narb, noch der auf ihn folgende Leutnant Bernard schrtt- ten gegen diese Mißhandlungen ein. Der Lagerarzt, Stabsarzt Dr. Longbaree gab den übrigen an Roheit der Gesinnung nichts nach. Die von den Gefangenen gefürchtete Hungerkur, die darin bestand, daß im La­zarett nur Wasser und etwas Milch, kein Brot verab­folgt wurde, wirkte so abschreckend, daß die Kranken sich aus Hunger wieder zur Arbeit schleppten, ehe sie gesund waren. Bei rheumatischen und neuralgischen Beschwer­den

benutzte Dr. Longbaree Glüheise», die empfindliche Brandwunden verursachten. Im all­gemeinen überließ er die Krankenbehandlung schwarzen Heilgehilfen. Bei Chinineinspritzungen gingen diese so unsauber vor, daß sich an den Jnjekttonsstellen nnrrk- ftitcfgroße Entzündungen und Eiterungen Bildeten.

Gegen diese unmenschlichen Zustände waren die Ge­fangen eu vollkommen machtlos!

Weitere Drahtnachrichten.

Ein amerikanischer Postdampfer auf eine Mine gelaufen.

0* London, 11. April. (WTB.l Lloyds meldet aus Washington: Der amerikanische Postdampfer ^New Nork" (i0 795 Bruttoregistertonne») stieß auf eine Mine. Er vermochte einen Hafen zu erreiche«.

Liverpool für den Verkehr gesperrt.

w Berge«, 11. April. (WM.) Der Hafen Liver- Pool ist megen Minengefahr für den Verkehr aelve«^