Die Melduua der hllssdienMWgen.
Kein Grund zur Beanrnhignna.
Die Aufforderung zur Meldung der Hilfsdienst- pflichtigen hat in weiten Kreisen grundlose Beunruhi- S hervorgerufen. Man verwechselt anscheinend die epflicht mit der Heranziehung zum Hilfsdienst. Man scheint zu befürchten, daß der Meldung zwangsweise Ueberweisung in eine Munitionsfabrik auf dem Fuße folgen werde. Namentlich aber scheint man zu glauben, daß diejenigen Personen, die in anderen Berufen oder Betrieben tätig sind, als in denjenigen, die der Aufruf besonders aufzählt, deshalb nicht im Hilfs- dien t stünden und sämtlich anderen Betrieben zugeführt werden sollten. Diese Besorgnisse sind völlig unbegründet. Die Meldung zur „Stammrolle der Hilfs- dienstpflichtigen" ist nicht gleichbedeutend mit der „freiwilligen Meldung zum Hilfsdienst"- sie ist nichts als eine Art „Kontrollversammlung der Hilfsdienstpflichtigen".
Das Kartenmaterial, das den Ausschüssen von den Ortsbehörden übergeben wird, soll ihnen die Möglichkeit verschaffen, festzustellen, wer schon jetzt eine Tätigkeit ausübt, die für die Kriegsführung oder Volksversorgung von Bedeutung ist. Das wird bei zahllosen Personen zutreffen, die nicht unter die in der öffentlichen Aufforderung genannten Ausnahmen fallen und die deshalb meldepflichtig sind. Man denke nur an die Presse, an die Banken und Bersicherunasunterneh- mungen, an Bäckereien, Schlächtereien und Konservenfabriken, — alles Betriebe, deren Kriegswichtigkeit
braucht keiner ihrer
autzer Zweifel ist.
Solange derartige Betriebe nicht übersetzt find, braucht keiner ihrer Arbeiter oder Angestellten an einen erzwungenen Stellenwechsel zu denken. Nur die Personen, die eine kriegswichtige Beschäftigung irgendwelcher Art nicht haben, müssen damit rechnen, von den Ausschüssen herangezogen zu werden. Aber auch, sie brauchen nicht zu besorgen, daß diese Heranziebung auf einen Schlag und ohne Unterschied erfolgen wird. Sie tritt vielmehr nur ein, wenn die freiwilligen Meldungen den jeweiligen Bedarf nicht decken und auch dann unter möglichster Vermeidung aller Härten und unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des einzelnen durchgeführt werden. Auch hierzu wird das Kartenmaterial den Ausschüssen die erforderlichen Unterlagen geben. Ein plötzliches Herausreißen aus der jetzigen Beschäftigung des Hilfsdienstpflichtiaen.ist schon dadurch' ausgeschlossen, daß der Einberufnnasausschutz ehe er eine Ueberweisung vornehmen kann, den einzelnen Hilfsdienstpflichtigen schriftlich anzusordern hat, sich binnen zwei Wochen eine Beschäftigung im Hilfsdienste zu suchen. Erst wenn dieser Aufforderung keine Folge geleistet wird, kann der Hilfsdienstpflichtige durch ein zweites Schreiben des Ausschusses einer bestimmten Beschäftigung tiberwiesen werden. Von der Meldung zur Stammrolle bis zur Ueberweisuna ist also auch für ihn noch ein langer Weg. Deshalb keine unnötigen Befürchtungen! Niemand, der dem Vaterland an der seinen Fähigkeiten entsprechenden Stelle dient, braucht zu besorgen, daß alles wahllos herausgerissen und an einem Platz gestellt wird. für den er sich seiner ganzen Vorbildung nach nicht eignet.
Andererseits mag darauf hingewiesen werden, daß jeder, der seiner Meldepflicht nicht ordnungsaemätz genügt, sich schwerer Bestrafung aussetzt, und daß auch eine Beschäftigung in einem von der Melöewlicht befreiten Betriebe keineswegs eine unbedingte und dauernde Sicherheit gegen die Heranziehung zum Silfsdien- te gewährleistet. Denn einmal kann ein solcher Betrieb
ganz oder teilweise eir auch in kriegswichtigen Betrieben nur diejenigen Personen im Hilfsdienste. Sie für die Fortführung der Geschäfte unentbehrlich sind. Soweit die Zahl der Arbeiter oder Angestellten das jeweilige Bedürfnis übersteigt, können die Einverufungsausschüsse — natürlich nach sorgfältiger Prüfung — auch in solche Betriebe ein- greifen.
Der Kriea in den Kolonien.
Eingeständnis des Völligen Mitzli«ge«s des britische« Angriffs in Ostafrika.
In dem englischen Funkspruch vom 1. April berichtet der Oberbefehlshaber in Ostafrika, daß fett der Regenzeit die klimatischen Verhältnisse besonders in der Küstengegend jede ausgedehntere Tätigkeit verbieten. Diese Umstände würden dazu bemrtzt, die britischen Streitkräfte neu zu ordnen. Dw Meldung, ist tu Verbindung mit den Nachrichten aus Südafrika, die von schwerste« Verluste« des Expeditionskorps spricht, ein ' glattes Eingeständnis des Ettgen Mitzlingens des bri- ttsche« Angriffs auf die deutsche Kolonie, deren enögül- tiae und vollständige Eroberung bereits für das vergangene Ar fest in Aussicht gestellt wurde.
StietisflßetleL
Amerika soll Lebensmittel für die Entente schicke«.
London erwartet man, wie laut „B. L.-A." von dort holländische Blätter berichten, von der Mitwirkung SS' K BSÄ &ST®S“ künden, daß sie ^e große Jnzahl Lcbensmtttelschrffe nach London, Liverpol und Hull abfahren läßt.
Die Unruhen in Spanien.
Lvoner Blätter melden, daß die Eisenbabnarbeiter inNalladoltd im Ausstand beharren. Es ist zu blntigen Äammenstößen mit der Polizei gekommen. Mehrere Polizisten seien getötet worden. ,
5ec Kohlenkarten m Paris.
Aus Paris wird laut „Köln. Ztg." gemeldet, daß die Regierung die Einführung von Kohlenkarten für alte Leute und Kranke plane.
amerikanische Schiffe überfällig.
Die New Aork Sun" berichtet, daß seit dem 1. Feü- ruar 24 amerikanische Handelsschiffe überfällig sind. An neun von ihnen soll der geheimnisvolle deutsche Kreuzer im Stillen Ozean beteiligt sein.
Die Kriedenssehnsucht der Völker.
Der B^ner „Bund" bespricht laut „Frkf. Ztg." die Erkiärunaen des Grafen Czernin unter der Ueberschrift: Wonach sich alle sehnen", und schreM: Eines ist un- SSar• Das Suiten der Welt nach Frieden wird ttnmer drinaenüers mld ein Diplomatenwort, das heute de^ Frieden ruft is sicherlich zirgleich ein Wort aus dem Kerzen aller Völker. Man darf sich durch das lärmend? Geschrei einer gewissen Presse nicht ipre machen lassen. Alle Völker sehnen das Ende herbei.
Das reiugefallene Rumänien.
Aus Jassy wird berichtet, Daß matt am rumänischen Hofe äußerst trüber Stimmn«« ist, da alle Alnuachun- X die Bratianu «esrftWn Ä russische Revolution hinfällig geworden sind. DerKönia ist sehr niedergeschlagen und ^befürchtet eine^^Rückwirkung der Püertzburger Ereignisse auf Rumänien und Minen HMßHk . ^ ^ * ^ ^. ■ - ^^ w^k . ^ m xa.-i»««v *.
Die SOusucht «ach 3er japanische« YMe.
Von Frankreich werben laut „Boss. Ztg." neuerdings bei Rußland und England Schritte getan, um Japan zur Entsendung einer Truppenmacht auf den westlichen Kriegsschauplatz zu veranlassen. Nach General Nivelles Ansicht wäre dadurch vor dem nächsten Winter eine Entscheidung zu erzielen. — Französischer- seits wird in nnlitärischen Kreisen viel davon gesprochen, daß die Entente den Krieg vor dem Winter ent- scheiden wird.____________________________________________
Politische Rundschau«
Zum Besuche des österreichische« Kaiserpaares im deutschen Hauptquartier schreibt der „B. L.-A-": Daß sich in der Begleitung des Kaiserpaares auch der Minister des Aeußern Graf Czernin befindet, beweist, daß dem Besuche auch eine besondere politische Bedeutung zukommt. — Die Zusammenkunft im deutschen Haupt-
Au? Dich
kommt es an!
Sage nicht: Andere haben mehr Geld und verdienen mehr als ich- die sollen Kriegsanleihe zeichnen!
Sage auch nicht: Was machen meine paar hundert oder paar tausend Mark aus, da doch Milliarden gebraucht werden!
And sage noch weniger: Ich habe schon bei früheren Anleihen gezeichnet und damit meine Pflicht getan!
Auf jede Mark kommt es an!
Es ist wie bei der Zügelung unserer
Kriegswahrzeichen,- jeder einzelne der vielen tausend eisernen Nägel ist winzig.
Aber in ihrer Gesamtheit umfangen fle das Gebilde mit einem ehernen Panzer.
geschützt und geflchert werden durch das freudige Geldopfer der großen u n d der kleinen Sparer. Jetzt, in der Stunde der Entscheidung, darf keiner zögem und keiner fehlen!
Quartier erhält dadurch erhöhte Bedeutung, daß diesmal rricht nur die Minister, sondern auch dre Monarchen selbst an Den Besprechungen teilnehmen. Dies ist zutreffend dadurch' zu erklären, daß die politrsche Weltlage, wie sie sich in der letzten Woche entwickelt hat, begreiflicherweise einen reicheren und wichtigeren Stoff zu politischen Erwägungen gegeben hat.
„Der Vorwärts über die Monarchie". Unter dieser Ueberschrift schreibt die „Köln. Ztg.": In.einer beson- deren Beleuchtung erscheint das Bekenntnis des „Vorwärts" zu unseren monarchischen Einrichtungen dadurch, daß er es zur Aufklärung nach Rußland richten muß. Den Sturz des Zarisums haben die deut,chen Sozialdemokraten nicht weniger heiß herbeigesehnt, als ihre Gesinnungsgenossen in Rußland, und. gegen das autokratische Zarentum sind sie mit dem Befreierpathos ins Feld gezogen. Daß sie nun jetzt schon, wo die ersten Frcuöeufeuer der russischen Umwälzung noch nicht verraucht sind, den Spieß umdrehen und den Genossen in Rußland klarmachen müssen, daß dennoch zwischen Hüben und drüben trotz der Revolution ein gewaltiger Unterschied besteht und daß sie keineswegs das Bedurs- uis haben, sich nunmehr ihrerseits von den Russen befreien zu lassen, gibt der wzialdemokratischen Schwenkung einen Raddruck, der seine Wirkung nicht verfehlen wird. Jedenfalls bleibt das Geständnis von dieser Seite, daß in Preußen unter dem Hohenzollerntum ganz ant wohnen sei, wertvoll, und wenn auch nicht alles das, was der „Vorwärts" als Wünsche des Volkes bezeichnet, in Erfüllung geht, so muß man anerkennen daß er durch seine ehrliche und wahrheitsgemäße Würdigung der Monarchie Rußland darüber belehrt hat, daß alle Spekulationen auf unsere inneren Uneinigkeiten falsch sind und nur dazu beitragen können, den Krieg ins Uneudliche zu verlängern.__________________
Vermischtes»
Im Interesse der Frühjahrsbestelluug hat, wie aus Stettin gemeldet wird, der Kommandierende General des 2. Armeekorps Bestimmungen erlassen, denen zufolge Kriegersrauen, die. Kriegsunterstützung beziehen, auf Verlangen täglich einen halben Tag arbeiten sollen, wenn sie körperlich unD nach ihren Gesamtverhält- nisten dazu imstande sind.
Sperrung Bayerns für den Fremdenverkehr? Die „Tägl. Rundschau" meldet aus München: Nachdem alle Vorstellungen beim KriegSernäürungsamt in Berlin, die dahin gingen, Lebensmittel für den Freurdenverkehr zugewiesen zu erhalten, vergeblich waren, hat das Fremdenverkehrsamt beschlossen, den Freuwenverkohr für Bayern zunächst für die nächsten drei PUmate ganz
Eine 14186ttee Mötderi« ist WrzNH durch die Strafkammer des Landgerichts Liegnitz abgeurtettt worden Bor dieser hatte sich das Dienstmädchen Margarethe Günzel aus Hynau in Schlesien zu verantworten, welches am 30. Oktober v. I. seine schlafende Dienstherrin, die 77jährige Rentierswitwe Pauline Kügler wegen angeblich „schlechter Behandlung" im Bett zur Nachtzeit überfallen und Die wehrlose Greisin durch Zertrümmern der Schädeldecke mit einem Beile meuchlings umgebracht hatte. Das Urteil fiel verhältnismäßig mild aus und lautete aus 9 Jahre Gefängnis.
Zündwareuexplosiou im Postwagen. Die Versendung von Zündwaren in Feldpostpaketen hat jetzt auf der Strecke Berlin—Hannover ein Todesopfer gefordert. Im Postwagen eines Eilgüterzuges entstand nachts zwischen Nennhausen und Rathenow auf der Fahrt ein Brand durch Selbstentzündung von Zünd- waren, die in einem Feldpostpäckchen enthalten waren. Das Feuer griff im Postwagen immer mehr um sich, und um dem sicheren Flammentode zu entgehen, sprang der Postschaffner aus dem fahrenden Zuge. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, daß er bald darauf starb. Er wurde als Leiche neben dem Gleise gefunden.
700 Kisten Käse beschlagnahmt. Einem wucherischen Schleichhandel mit Kuhkäse ist die Kriegswucher- dienststelle des Polizeipräsidiums in Berlin auf die Spur gekoumren. Ein Restaurateur vertrieb Kuhkäse, den er durch Vermittelung eines Danziger Händlers von einer Mecklenburgischen Käserei bezog, zu Wucherpreisen an Berliner Abnehmer. Um nicht durch Zusendung allzu großer Mengen an eine einzige Stelle Verdacht zu erregen, benutzte er vier andere Gastwirte in verschiedenen Stadtvierteln als Empfänger. Bei diesen richtete er auch seine Niederlagen ein, von denen aus er die Waren weitervertrieb. Jetzt gelang es, diesen ganzen schwunghaften Schleichhandel auszudecken. An allen vier Stellen fand man noch Käse auf Lager. 700 Kisten wurden beschlagnahmt. Die Kiste, die einen wirklichen Wert von 5—6 Mark hat, verkaufte der Unternehmer für 14—18 Mark.
Witze vom Tage. Erklärlich Vermieter: ..Meinetwegen, für den rückständigen Mietzins können Sie mich malen, aber das fag' ich Ihnen, nur im Profil; Denn anschau'n mag ich Ihnen nicht, da tät' ich mich jedesmal ärgeM!" — Beim Photographen. „Wollen Sie Nicht Den Hut abnehmen und d' Meisen aus dem Mund tun?" — „Na, wissen S' nacha tat mi' ja koa Mensch kenna." — Unbedachte Beruhigung. Hausfrau: „O, Vimmel, wie ich aussehe,- zufällig Habe ich dieses zerrissene Kleid an und bin ausnahmsweise noch nicht frisiert; Sie werden einen Schreck gekriegt haben, als Sie meiner ansichttg wurden?" — Besucher: -O, nicht doch, Gnädige . *. meine Frau hatte mich ia vorbe- rettetl"____________________________________(Flad. Bl.)
Ein bayrischer Held.
Der Reservist Mbert Zaucker eines bayerischen Jnf,-Rgts. aus Landau bezog am 20. Mai 1916 freiwillig einen gefahrvollen Posten. Trotz hefttgen Feuers, das gerade auf Der Stellung lag, hielt er aus und beobachtete das Vorgelände. Sieben Stunden lang ließ er sich nicht ablösen, auch während der Nacht blieb er auf feinem Posten, von anderen treu unterstützt. Die Nach- barkompagnie hatte chven Tett der Stellung räumen müssen und so war Zaucker der einzige, Der am bedrohtesten Punkte der Stellung aushielt und während der kurzen Zeit schwächeren Feuers vorkroch, um das befürchtete Vorbrechen der Jnsanterie rechtzeitig bemerkn zu können. Zwischen 8% und 9 Uhr setzte ein star-
Lrommelfeuer ein. Zaucker sah zwei Franzosen mit
schen Graden, . — lassene Unterstände und in die Stolleneingänge warfen. Da schrie er aus voller Kehle: „Heraus Kameraden, die Franzmänner sind im Graven." Unsere Leute stürmten aus dem Stollen heraus. Als so sein Rücken gedeckt war, sprang Zaucker auf die Decke des Maschinengewehr- . standes. Von da schrie er dem Maschinengewehrführer die Richtung zu, wohin er sein Feuer legen solle, bald nach rechts, bald nach links. Daraufhin drängte Der Gegner, sich schiebend und stoßend, nach rückwärts hinter die Sandsackmauern. Auch die zwette Angriffswelle wurde von ihm erkannt. Im rechten Augenblick ließ er Leuchtpatronen abschietzech erkannte den ansttirmen- den Gegner und warf unermiidlich Handgranaten. Vor ihm schlug eine Granate ein, sodaß er vorn Stand he- runterstürzte. Da er nur von Sand und Schmutz überdeckt war, ohne aber verletzt zu sein, stieg er wieder aus seinen alten Stand, bis auch der zweite Angriff abgewehrt war. Dann kroch er bis ans Drahtverhau vor. Er harrte bis zürn Anbrechen des Morgens aus Beobachtungsposten aus. „ . ,
In bewundernswerter Weise hat Zaucker in starrstem Feuer freiwillig an bedrohtester Stelle auf immerwährender Beobachtung ausgehalten, die Kompagnre reckrtzeitig alarmiert- und durch persönliche Tapferkett und vorbildliche Ruhe am meisten dazu beigetragen, daß die zwei französischerr Angriffe abgeschlagen wurden. Wegen seiner Umsicht und Standhastigkert wurde Zaucker zur Bayr. Dtilitär-Berdienst-Medaille. vorgeschlagen.
Weitere Drahtnachrichten*
Eine Friedenskundgebung in Paris.
o-f Genf, 4. April. (T. 11) Wie man erst jetzt laut „Bl. Mp." trotz der scharfen französischen Zensur erfährt, kam es am letzten Sonntag bei einer großen Beier zn Ehren der russische« Revolutiou zu großen riedenskundgebungeu, die besonders heftig waren, als der erste Redner die russische Revolution als Steg gegen die Friedenspartei feierte. Es erhob sich starker Widerspruch.
Steigende englische Fliegerverluste.
»» Haag, 4. April. lT. 11) Aus London wird laut „B. L.-A." gemeldet, es bestätigt sich in der Oeffentttch- keit, daß die Flugzeugverluste der Engländer an der Westfront stark steigen. So verloren die Engländer im März allein an der Westfront 262 Flugzeuge. Verschiedene maßgebende Parlamentsmitglieder werden in Dieser Angelegenheit Interpellationen einbringen.
Geständnis eines Mörders.
ta^ Glückstadt, 4. April. (Privatteleär.) Der 19- »se Fürsorgezögling Erwin Wink aus Altona, der esigen StrafgesängniS eine zweijährige Strafe verbüßt, legte das Geständnis ab, daß er am 16. Juni 1916, an welchem Tage er aus der Erziehungsanstalt Oblsdorf entwichen war, auf dem Wege nach Jenfeld den ihn begleitenden Soldaten Ernst Reckmann aus Preuß.-star- gard in eine zwanzig Meter tiefe Grube der Hartst««- werke Jenstädt gestoßen, dem darin liegenden schwerverletzten den Dienstrevolver abgenommen und ihn dann durch einen Schutz in den Hinterkopf ermordet zu habe«. Dann habe er dem Ermordeten Geldtasche und Uhr abgenommen und die Leiche in eine Nebengrube geworfen, wo sie mit Schutt und Steinen bedM. heute noch W-