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g Auftakt.

In wenigen lagen wird die sechste deutsche Kriegs- anlewe zur ÄWetchnuna ansgelcatwerden Diese Nach­richt ist für niemand eine Neberrasänmg, denn dre An- leibezeicknung ist eine regelmäßig wieoerkebrenLe Et^rp- ve in unsrer KriegSgeldbefchoffung. Jeweils im Früh- fabr und Herbst erging bisher an das deutsche Volk die Aufforderung, alles verfügbare Geld dem Vaterlande zur Deckung unsrer Kriegskosten darzuleiben. Immer hat dieser Ruf an die D ferwilligkeit des deutschen Bol- kes ein helles und freudiges Ecke gefunden. Die Milli- ardenzahlen der disberiger stink Anleihen beweisen es. Nun werden wir zum sechstenmal zur Geldschlacht aus- gerufen. lind wieder muß das Ergebnis nt alle Welt binau ? en-rten und den unerschütterlichen Siegeswillen des deiuüben Volkes verkünde».

W e stehen wir?

Bon 52 Milliarden Ptark lewMigten Kriegskre- dne- hatte» wir bis zum vorigen Herbst 47 Milliarden durch fünf Alüeihm gedeckt, das heißt in langfristige Schulden umgewandelt. Daurit marschieren wir hin­sichtlich der Sicherheit der Finanzwirtschasi allen unsern Feinden west voraus, die immer wieder irgendwo ein Loch auf machten, um ein anderes damit anfzufüllen, weil sie zur OpseruM'gkeit ihrer Völker nur geringes Ver­trauen hatten und daher nur in unzulänglichem Maße zu einer Deckung kamen, u m Herbst 1916 bewilligte dann der deutsche Reichstag weitere 12 Milliarden Mark, so daß i amit unsre Kredite auf 64 Milliarden Mark angew^chsen waren Hiermit muß die Anleihe- zeichnung ivieher in Einklang gebracht werden. Das ist um so noiwend"-er, weil diese 64 Milliarden Mark bald ausgebraucht sind, denn wir wissen ja, daß der Reichsschastsekretar vor kurzem bereits neue Kredite, diesmal in der noch nie dageweier en Höhe von 15 Mil­liarden Mark für die kommenden Monate angefordert und auch bewilligt engsten hat.

Aus dieser festen Ziffer erkennen wir schon, daß unsre Kriegskosten gegenüber den beiden ersten Kriegs- jahren im Wachsen begriffen sind. Das ist natürlich, denn wir haben ja auch ynfre Anstrenanugen gesteigert, haben nicht nur die Kämpfer an der Iront vermehrt, sie bester ausgerüstet, ihnen mehr Geschütze, mehr Mu­nition, mehr fti'eaer gegeben, sondern wir haben auch das Heer der Heimat anfaerufen und haben vor allem jetzt unsre Uboote binausae'andt. um unsern stärksten Feind an seiner t'nwuudbarsten Stelle zu packen. Im­mer länger werden unsre Fronten, immer größer unsre Anstrengungen. Daher muß auch unsre Opferwilligkeit wachset'. Wir münen Geld schaffen. Senn sonst und unsre Bravcn an den Fronten wehrlos aeaen den An­prall der lleberzahl. Wir können es auch, denn unsre Wirtschaftskraft ist ungebrochen. Sie Sicherheit des dem Vaters,inS geliehenen Geldes felsenfest verankert in dem gewaltigen deutschen Nationalvermögen und nicht zu- leht in Leu i-austrsäudern, die wir in dem von uns befenten sesüdlichen Gebiet Bestien. Und wir wollen auch ^ stS frästen, weil wir den Sieg wollen.

Jeder ob in der Heimat oder an der Front, mnß mittmt und geben, was er irgenSwie vermag, auf daß die sechste Anteibe ein verheißungsvoller Auftakt werde zum Siegesjahre 1917!

Das DeiMtim in ^h°na.

Das Land der Mitte birgt eine große Anzahl gei- 'ngeL^und materieller Werke'-des DenUchtnm? in sich. England, Amerika und Japan waren immer eifrig be­müht, die Handelsbeziehungen mit diesem ungeheuren Absatzgebiet immer weiter auszudehnen und Deutsch­land zurückzndrängsn. Schon vor ungefähr 10 Jahren ist es aber dem damaligen Botschafter in Peking Gra­sen Rer gelungen, auf diesem Gebiete viel für den deutschen Handel zu erreichen. Besonders der Bau der deutschen Tiemnn-Pukauer Eisenbahn ist den Be­mühungen des Grafen Rex zu verdanken. Auch in Hankau und eine große Reihe deutscher industrieller und kultureller Unternehmungen ins Leben gerufen worden. Unter den deutschen Knlturbestrebungen für China sei nur die Tsingtauer Hochschule genannt, die bei den Chinesen großes Ansehen genießt. Für die Ausbreitung des Deutschtums in China ist auch in den letzten Jahren vor dem Kriege sehr viel getan wor­den. Die Früchte sind auch sehr schnell zu erkennen ge­nesen, denn es läßt sich nicht leugnen, daß in China

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Frachtbriefe

L Tank« Buchdrnektrm.

Danksagung-,

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, für die zahlreichen Kranzspenden und insbesondere Herrn Pfarrer Ar end für die Trostesworte am Grabe sagen wir unseren innigsten Dank.

Malermeister Völker u. Kinder,

Dninfhiillnn ** ^** ^rss«» liefen 01 IGlIiUllull Muli nm »mamuli.

unter der Bevölkerung «nv auch in RegierungSkreisen eine durchaus deutschenfrennöliche Stimmung besteht.

Wenn ttwtzdem jetzt das chinesische Kabinett angeb­lich den Abbruch her Beziehungen gut geheißen haben soll, so kann man daraus die Größe her Wühlarbeit des Vierverbandes erkennen. Zugleich darf man auch nicht überseben, daß China besonders durch seine politische und materielle Lage stark unter dem Einfluß von Ja­pan und England steht. Die Kapitalien, die von deut­schen Firmen in China angelegt sind, sind recht be­trächtlich. Von den 650 Millionen Mark, die in chine­sischen Eisenbahnen von fremden Völkern angelegt wur­den, waren schon vor mehreren Jahren ungefähr 150 Millionen Mark deutsches Geld. Auch auf dem Gebiete des Postwesens hat Deutschland in China segensreich gewirkt. Im Jahre 1886 wurde in Schanghai das erste deutsche Postamt eröffnet. Den Anlaß dazu gab die Einrichtung her vom Deutschen Reich unterstützten Reichspostdampserlirste nach Ostasien. Im Fahre 1889 wurde auch in her Hafenstadt Tientsin ein deutsches Postamt errichtet. Im Jahre 1898 kamen die Postäm­ter von Kiautschon hinzu. Der Bau her schon erwähn­ten Schantung-Bahn brächte eine Vermehrung der deutschen Postanstalten. Im Jahre 1900 wurde das Kaiserlich Deutsche Postamt in Peking eröffnet und mit der Ausbreitung des deutschen Handels und der deut­schen Tchiffsverbilidunaen im Gebiete des Dangtse und im Süden von China wurde hie Errichtung von neuen deutschen Postanstalten notwendig. Diese deutschen Post­verbindungen waren eine weitere Förderung deutscher Kulturarbeit und dienten besonders der Ausbreitung des deutschen Handels.

China lernte auf diese Weise durch Deutschland die Segnung einer sorgsamen Verwaltung kennen, die auch auf das chinesische Postwesen sowie auf den Eisenbahn­betrieb sehr befruchtend wirkte. Die Errichtung von deutsch-chinesischen Schulen trug weiter zur Ausbrei­tung deutscher Kultur in China bei. Auch wurden da­durch die guten Beziehungen zwischen Deutschland und China günstig beeinflußt. Im großen und ganzen sehen wir, daß das Deutschtum in China eine bedeu­tende und angesehene Rolle spielt. lOKM.)

Sie Verbitterung in England.

Eine Reihe aufgefundener englifcher Briefe versetzt uns, wie der KorrespondenzHeer und Politik" geschrie­ben wird, in die Lage, uns von der wahren Stimmung der englischen Bevölkerung ein Bild zu machen. Daß im Laufe des Krieges die Leiden der französischen Be­völkerung ins Unerträgliche gewachsen sind, und daß öors die allgemeine Unzufriedenheit sich in bitteren Kla­gen Luft macht, war längst offenes Geheimnis. Aber auch England, das sich bisher rühmen durfte, unter dem Kriege weniger zu leiden als die Bundesgenossen, die es für feine Ziele bluten ließ, erfreut sich längst keiner unangefochtenen und zuversichtlichen Sieaesitimmung mehr. Wirtschaftliche Nöte verschiedener Art erregen besonders in den minderbemittelten Schichten DtißMm- mung und Verbitterung. Es liegen aus neuerer Zeit wieder briefliche Aeußerungen vor, die umso bemer­kenswerter sind, als sie aus den Monaten kurz vor dem Anfang des uneingeschränkten U-Bootkrieges stammen, einer Zeit also, wo das Niederschmetterndste unserer Kampfmittel den englischen Gemütern sich noch nicht in feiner ganzen Wirkungskraft angekündigt hatte.

In einem Brief vom 18. 12. 1916 heißt es:Wir haben solche Last, Zucker zu bekommen und müssen 2 Sh. ausgeben, bevor man ein halbes Pf«nh erhält. Es ist eine Schande, daß man an den armen Leuten reich wer­den will." Auch von Kohlennot wissen die Briefe viel zu erzählen. Da lieft man in einem Brief vom 31. Januar:Die Dinge sehen hier ziemlich schlecht aus,' wir mußten selbst Kohlentrager spielen. Es. gibt keine Männer, die sie bringen können, und wir müssen die Kohlen 50 Pfö. seihst tragen, wenn wir sie nötig haben. Und welche Not haben wir, überhaupt welche zu bekommen! Genau wie beim Besuch eines Kinos haben wir uns in einer Reihe auszustellen, und wenn man endlich an die Reihe kommt, ist ausverkauft."

Also Kohlenpolonäsen in bester Form! Ein anderer ichreibt:Es ist sehr kalt in London, etwa drei Wochen hat es gefroren und wir können nur Kohlen erhalten, wenn wir sie uns selbst holen." Dabei werden wir mit dem Umstand rechnen müssen, datz dank der Zensur nur der geringste Teil von dem, was an Mißmut und Er­bitterung im englischen Volke lobt, stch in Briefen an tue Angehörigen an der Front Luft machen kann. Re-

RMch-Veckkf im Roteltburger Älldtlvilldt.

Am Montag den 16. April 1917

von vormittags 10 Uhr ab

kommen in der Gastwirtschaft von H. Leinhos in

Rotenburg folgende Hölzer auS den Distrikten 1, 2, 4 7, 31, 54, und 59 (Wildskopf, Gärtners, Detschbachswand und TeuselSberg) zum öffentlichen Verkauf:

Eichen: 147 B Stämme mit 33,71 fm.

2 rm. Nutzscheit I. Classe (Böttcherholz) 1 m. lang,

32 rm. Nutzknüppel 2 m lang,

16 Stangen I. Classe, 16 Stangen ll. Classe.

Fichte«: 506 Stämme II. bis IV. Classe mit 185,01 fm.

5 Stangen I. Classe,

4 Stangen II. Classe,

39 Stangen III. Classe,

59 rm Nutzknüppel 2 m. lang (Schleifholz). Lärche«: 177 Stangen III. Classe,

50 Stangen IV. Classe,

20 Stangen V. Classe,

Roteub«rg a. F»tda, den 27. März 1917.

Der Magistrat.

I. V.

Karl Fr. Eiseuach.

Zahlungsbefehle

«NPfietzil -^T^^^^ö^^jj ^G

signiert meint eht Ackefs-rEer am 8. FedruarrDel Zensor hat sich mit Deinem letzten Brief beschäftig, Er wozu ist her Mann da, wenn er nicht seinen Blaustkst gebrauchen soll?"

Gekrönt wird aber diese kleine Auslese durch die Aeußerung aus London vom 8. Februar:Du möch­test fragen, wie die Dinge hier sind. Nun, mit einem Wort gesagt: faul!" Das ist eine kräftige und deutliche Sprache! Langsam, aber klar und unausweichlich geht den Gentlemen der Londoner City die Erkenntnis auf, daß sie ein schlechtes Geschäft riskiert haben. Und doch muh und wird es noch ganz anders kommen,' wenn unsere Uboote erst eine längere Arbeitszeit hinter sich haben, wenn England tief und unrettbar in die Grube geraten sein wird, die es uns graben wollte, dann wird man den Cbor her Mißvergnügten unheimlich anschwel- len hören, und bald wird der Eityman auf die Übliche Frage nach dem Geschäft achselzuckend nur die eine An- wort haben:In einem Wort gesagt: Faul."

Ländliche hllsgarbeil.

Die Reihen unserer landwirtschaftlichen Produzen­ten sind arg gelichtet,' zu Millionen stehen Bauern und Landarbetter im Felde. Die Zurückgebliebenen müssen sich hart, um mit Alten, Frauen und Kindern, und den zum Glück zahlreichen .Kriegsgefangenen hie Ackerbe- itellung durchzuführen. Aber es will nicht langen, zu­mal es auch an Gespannen mangelt. Und doch ist es eine Lebensfrage für das Deutsche Volk, daß unser ' Land soviel wie möglich an Nahrungsmittelic für Mem'ch und Tier hervorbringe. Das haben in den letz­ten harten Monaten auch hie Städter, ja, vor allem die Städter, am eigenen Leibe zu verspüren gehabt. Darum soll eZ nicht als eine Hilfsaktion für die Land­wirtschaft, sonder» als eine allgemeine, für alle Schich­ten des Volkes, und gerade auch für die städtischen Kreise, überaus bedeutsame vaterländische Aktion be­trachtet werden, wenn sich Frauen aus den Städten, zum Hilfsdienst in der Landwirtschaft melden. In Be­tracht kommen natürlich nur solche Frauen und Mäd­chen, die nicht bereits in wichtiger kriegswirtschaftlicher Arbeit stehen. Wer heute in der Kriegsindustrie, in her Krankenpflege usw. beschäftigt ist, soll natürlich darin verbleiben. Nur bisher brachliegende Kräfte leisten dem Reiche einen Dienst, wenn sie sich zur land­wirtschaftlichen Arbeit melden.

kraft besitzen. Herbst 1914

Vor allen ergeht der Ruf an alle deutschen Frauen und Mädchen, die vom Lande stammen, mit den land­wirtschaftlichen Arbeiten vertraut sind, und die dafür er­forderliche körperliche Rüstigkeit und Widerstands­kraft besitzen. Die Erfahrungen, die die Landwirte im Herbst 1914 mit ungeübten Städterinnen gemacht ha­ben, ermutigen nicht zur Fortsetzung des Versuches: der heilige Ester, mit dem die freiwilligen Helferinnen damals ans Werk gingen, konnte doch zumeist die man­gelnde Kraft und Nebung nicht ersetzen. 'Aber die vom Lande stammenden Helferinnen werden überall hoch­willkommen sein, auch wenn sie ihre Kinder mitbrin­gen! Zahlreiche Bauern und Gutsbesitzer werden sich bereit erklären, Frauen mit ihren Kindern aufzu- nehmen und so reichlich zu beköstigen, wie die Not der Zeit es irgend erlaubt, selbstverständlich unter her Voraussetzung. daß die Mutter sich als brauchbare Hilfs­kraft in der Wirtschaft erweist. Mit Sicherheit kann er­wartet werden, daß viele Frauen gern die Gelegenheit ergreifen werden, um ihren kärglich ernährten, in her Großstadt von Luft und Licht abgesperrten Kleinen einige Monate gefunden Landlebens zu' »erschaffen.

Mehr noch wie bisher muß in allen Kreisen des deutschen Volkes her Wille geweckt werden, an her Er­zeugung der für Heer und Heimat gleich wichtigen Nah­rungsmittel tätig mitzuarbeiten. Es geht nicht an, daß grauen und Mädchen vom Lande in die Fabriken ab­wandern, weil ihnen hört höherer Lohn winkt. Wer soll denn an ihrer Stelle für Brot, Kartoffeln und Milch sorgen? Ist es schon vaterländische Pflicht aller ' Frauen, die irgend dazu in der Lage sinh, Arbeit auf dem Lande zu übernehmen, muß es Ehrensache aller bereits auf dem Lande befindlichen Frauen sein, jetzt in dem Entscheidungskampf mit unseren Feinden, hört zu bleiben, wo sie die nützlichste Kriegsarbeii verrichten können: auf heimischer Scholle! Nicht laut und ein­dringlich genug kann immer wieder dieser schöne Grund­satz verkündet werden, damit wir siegen!

Die Arbeitsvermittlungen übernehmen die bei den Landwirtschaftskammern eingerichteten landwirtschaft­lichen Arbeitsnachweste.

VI. Kriegsanleihe.

Zeichnungen werden bei der unterzeichneten Stelle entgegengenommen. Der Zeichnungs- preis beträgt für

a) 5%ige Reichsanleihe

unkündbar bis 1. Oktober

1924 in freienStBcken . . 98%, b) desgl. Schuldbuchein- tragungen mit Sperre bis

15. April 1918 ..... 97, 80%, c) 412%igeReichsschatz< anweiaungen auslos- bar zu 110 bis 120% ... 98%,

Schluss der Zeichnung i 16. April 1917.

Die Landearenterel.

Erwachsene und Jugendliche, Hiöiintr mit Mm finden dauernd lohnende Beschäftigung.

Meldungen bei der Betriebsleitung der Iutespinnerei.

August Sottlied, A.E., Hersseld.