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Helft bei der ConöntbeiL

Dringende Vaterländische Pflicht der Frauen und

Mädchen zur Beteiligung an der Landarbeit.

Der Welrkrieg wird, wie von allen berufenen Seiten vnt Recht schon oft betont ist, nicht durch sie Waffen­gewalt allein entschieden. Was nützen alle Liege un­seres unübertrefflichen Heres und alle glanzeriden Er- loloe unserer unvergleichlichen Ilboote, wenn Erschöp­fung an Nahruugsnnttcln die Kraft innerer Soldaten lahmen und die Fälligkeit unseres Volkes zum ^.urch- Halten ausheben wurde. Darum ist es in dreier Zett der bcraunahcudea Entscheidung ein unumgängliche^ Erfordernis, daß alle Kräfte die nur irgendwie. dazu befähigt sind, an der Bestellung innerer Heimrichen Fluren, wie auch später bei der Bergung der Ernte sich nur das eifrigste beteiligen. . _ . _ ,

Tausend und aber Tausende unterer Lalidwrrte be­finden sich unter den Fahnen und können deshalb ihre Länder nicht selbst bestellen. Jore Arbeiten verrichten ihre Frauen, Mütter, Töchter und ^wettern. Aber deren Hände reichen allein nicht aus. um dre Kraft der tat Felde siebenden zu ersetzen. Und doch können biete Lücken ausgefüllt werden, weint nur alle die Frauen und Mädchen, die schon früher mit landwirtschaftlichen Arbeiten irgendwelcher Art vertraut oder sonst dazu be­fähigt sind,'sofort aufs Land eilen und die Landbevöl­kerung in ihre wichtigen Arbeit unterstützen. Alle Frauen, die' diesem dringenden Gebot der stunde sol- äen, erwerben sich ein vleibendes Verdienst um das Vaterland, denn ihre Arbeit trägt in hervorragender Weise dazu bei, ims den Sieg zu verbürgen. Das Be­wußtsein. Zu ihrem Teil dabei Mtzuwrrken, das die Ent-

fdkidmtg in diesem mörderischsten aller Kriege zu un­seren Gunsten fällt, wird sie mit Stolz und Befriedigung erfüllen. Das Opfer, das ihr Frauen und Mädchen bringt, ist nicht groß, der Aufenthalt auf dem Lande ist Eurer und Eurer Kinder Gesundheit förderlich, auch bietet die Ernährung auf dem Lande weniger Schwie- rigfeiten als in der Stadt.

Darum Ihr Frauen und Mädchen, die Ihr nur irgendwie dazu in der Lage seid, begebt Euch hinaus auf das Land und helft Euren Schwestern, der heimi­schen Erde das für unseren Sieg so dringend nötige samenfont anzuvertrauen und im Sommer und Herbst die Früchte zu ernten.

Meldungen nehmen entgegen: Die Arbeitsuach- weisstellen der Stadtgemeinden sowie die zuständigen Hilfsdienst-Meldestellen.________________________________

Gefahren sür Englands Baamroon- lndustrie.

Neue Schwierigkeiten für das englische Kabinett.

Der Tauchbootkrieg hat zu einer äußerst bemer­kenswerten Begleiterscheinung in England geführt. Die weitgehende Sparsamkeit mit den Mehlvorräten, die nötig geworden ist, um bei der rapide abnehmenden Einfuhr die Volksernährung nach Möglichkeit aufrecht zu erhalten. Hat die Regierung veranlaßt, die Berwen- dnng von Mehl zur Appretur von Baumwollerzeugnis- sen zu verbeten. Diese Maßregel hat die Baumwollin­dustrie von Lancashire sehr geschädigt, und die Fabrik­besitzer haben bereits eine Abordnung an den Minister gesandt, um ihn dringend zu ersuchen, dieses Verbot

mtfzubeSen. Die BurrütwollknSustrie England» haS ohnehin schon zu leiden durch das Fehlen von Arbeits­kräften und den immer ernster werdenden Mangel an Chemikalien.

Der schwerste Schlag jedoch, den die Industrie er­leidet, ist die Einführung von Schutzzöllen für Baum- wollfabrikate in Indien. Indien liefert einen großen Teil seiner Rohbaumwolle an England, das die herge­stellten Baumwollcreugnisse in großem Maßstabe nach Indien liefert. In Indien ist aber selbst mit den Jah­ren eine immer stärker werdende einheimische Baum- wollindustrie entstanden. Der Schutzzoll, den sich die indischen Fabriken erzwungen haben, weil England die Uebernahme von 100 Mill. Pfund Anleihe durch In­dien brauchte, wird diese einheimische indische Industrie treibbausmützg aufblüheu lassen. Sie besitzt den Vor­teil der billigen Arbeitskräfte, der um so ,Hwerer ins Gewicht fällt, als jetzt die Arbeitslöhne in der englischen Industrie riesenhaft gestiegen sind, ferner den Vorterl der Ersparnis der Transportkosten.

Der indische Markt geht also für England mit dem indischen Schutzzoll zum großen Teil verloren und die Arbeiter wie die Fabrikbesitzer von Lancashire ubertrei- ben nicht sehr, wenn sie von dem kommenden Ruin der blühendsten Industrie Englands sprechen. Für die In­dustrie Indiens aber ist der Krieg zum Nachteil Eng­lands von schwerwiegender Bedeutung geworden. In­dien will sich nicht allein politisch unabhängiger machen, indem die Hindus und Mohammedaner Homerule und Selbstvereidigung für Indien immer dringender for­dern, sondern Indien ist auch auf dem besten Wege, sich wirtschaftlich in einem der wichtigsten Industriezweige von England frei zu machen.

W'

Der

schließt

Wegen des geringen Be­triebes bleibt der

Hersfeld, den 17. März 1917.

am Freitag und Sonnabend kommender Woche und von der darauffolgenden Woche ab bis auf weiteres Montags, Freitags unb Sonnabends

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Im übrigen werden die Bs- triebszeiten wie folgt fest­gesetzt :

für Dienstag von 9 Uhr

vormittags bis 5 Uhr nachmittags,

für Mittwoch u. Donners­tag von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.

Der Magistrat.

Meldungen find zu richten an den

Arbeitsnachweis des Hersfetder Fabrikauten- vereius in Hersfeld Marktplatz 37:: Teleph. 140.

Ein größerer Transport

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und ihr Postscheckkonto unentgeltlich zur Verfügung. Die Sparer können alle Zahlungen, die sie für Miete, Steuern, Schulgeld, Zinsen, Gas und dergl. zu leisten haben, durch Vermittlung der Sparkasse vornehmen. Anweisungsformulare sind unter Vorlegung des Spar- kaffenbuches bei der Sparkaffe auszufüllen.

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Näheres durch den unterzeichneten Kommissionär des Kriegsausschusses

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Um Ansturm zu vermeiden, bitte ich die hiesigen Kunden sich die ganzen Sorten Samen welche sie beabsichtigen zu kaufen, vorher auf ein Blatt Papier zu bemerken und im Ladenlokal abzugebenf die Sämereien können am anderen Tage sertiggestellt abgeholt werden.

Tirma Sophie Rebn

Inhaber: Edumrd Rehn.