neue deutsche VasserstraßenMue.
Die Bedeutuna und Nutzbarmachung der Wasserstraßen als Handelo'chiffahrtswegehatnisolge des ttrie- aes in Deutschland und Oesterreich-Ungarn euren er- böbten Aufschwung genommen. Das Deutschc^Nelch bat die Ausgestaltung 'einer Ströme zu wichtigen Wraüuver- kehrsstraßen und ihre Verbindung untereinander durch Kanäle keineswegs verkannt, nicht immer und nch.iedoch unsere Reichstag^vertreter über die Wegsstrec^n wMer Kanäle einig gewesen. Der Frack.tverkehr am dem ^.var- serwege bringt nicht nur eine bedeutend billigere Ber- frachtnna mit sich, sondern er e-rtlaitet auch den Güterverkehr unserer ^beit^ui^
und unsere Strome müssen Deutschland em Wanerura- ßennetz geben, das nicht nur unser deräsches Binnen- land durchzieht, vielmIr auch Lüddemichland den Anschluß an die norddeutschen Wasserstraßen sichert.
Wir sind durch den Krieg gebierernch am den Ausbau unseres Wasserstratzeriiietzes hrngewreienwordem Bereits vor einem Jahre stellte der große Ausschuß des Zentralvereins Air deutsche Binnemchifsahrt ÄN Programm dafür auf, dessen baldig,te Verwirklichung, er als eine vaterländische Pflicht beront. Es wurden öamr an neuen Wasserwegen als notwendig bezeichnet, der Ausbau der fehlenden Strecke Hannover-Magdeburg des Mittellandkanals und der gleichzeitige Ausbau der Oderwasserstraße einschließlich des Klodnrtzkanals mr 600 Tonnen-Schiffe durch -Preußen zum Amchlutz an den österreichischen Donau-Oderkanal, dann, der Aus- oau des Donan-Main-Kanals und Die Mamkanaline- runq durch Bayern mit Neichsunterstiitzung sonne des Werra-Main-Kanals zum Anschluß an die norddeutschen Wasserstraßen und für die Frieöenszett.dre Regulierung der Donau bis Ulm. Sämtliche dreier Kanalpläne bezwecken eine weitere Uebung der Seutichen Wirtschaftslage.
Im Jahre 1912 bewilligte der bayerische Landtag eine erste Rate von 3 Millionen Mark für dre Mam- kanalisterung von Hanau bis dlschaffenbmg. Die Kanalpläne haben gegenwärtig in Bayern durch den Geietz- entwm' über die Herstellung eines Grotzichiftahrts- iveges Aschasfenbirry bis zur Reichsgrenze dadurch gren- bare Gestalt angenoulureu, daß dafür aus staattichen Mitteln als erster Teilbetrag eine bedeutende Summe sereirgestellt wurde. Der bayerische Staat hat aber nicht
VI. Kriegsanleihe.
Die Zeichnung der 6. Kriegsanleihe findet in der Zeit vom
15. März dir 16. April 6. 3s. statt.
Zeichnungen werden zu den von der Reichsbank
bekannt gegebenen Bedingungen, von der städtische« Sparkasse entgegen genommen.
«MM *nr Vvllz«i<b«««g und darüber können
160
Anteilscheine zu 5 und 10 M.
gegen 5% Verzinsungen erworben werden.
Hersfeld, den 14. März 1917.
OliHMgshoinissM
Freitag, den 16. ds. Mts., abends 8 Uhr
finden in der Aula der Luisenschule
• 2 Vorfrage H
zwecks Aufklärung über Deutschlands Wirtschaftskräfte und die Kriegranleihen mit Lichtbildern statt, zu deren Besuch ich ergebenst einlade.
Eintritt kostenlos. Zeichnungen werden nicht entgegengenommen.
Hersfeld, am 14. März 1917.
Der Bürgermeister.
= Gulüvaioren =
in jeder Grösse, noch einige Grasmähmaschinen
und Cjabelheuwender
sowie Ersatzteile an landwirtschaftliche Maschinen empfehlen USMMMiMil.
Fernsprecher Nr. 1.
FrachlDrlele i«« mcmm
wege vom wand von
minder lebhaftes Interesse an einem GrotzschMahrt».
-----a RSeUr zur Donau, der mit ernem Kostenauf- whuv ^n 650 Millionen Deutschlands mächtigste Ströme zu einer Weltverkehrsstraße vereinigt,, besonders dann aber, wenn sich hierzu noch der Plan eures Rhem- und Nordseekanals später verwirklichen sollte.
Die Verbindung der Nordsee mit dem Schwarzen Meere wäre dann eine vollzogene Tatsache, waaren die Herstellung eines Großschiffahrtsweges Donau-Ewe- Oder in seiner hohen wirtschaftlichen Bedeutung durch die Gründung des tot Februar dieses Jahres ru Dresden ins Leben gerufenen Elve-Oder-Donau-Vereins bereits anerkannt worden ist. Dieser geplante Kanalbau wird im engsten Einvernehmen mit den österreichischen Schiffahrts- und WirtschaftSverbänden geschehen. Ganz Mitteldeutschland wird dadurch mit Nordböhmen und Mederöllerreich verbunden, ebenso mit den reichen Wirtschaftsgebieten Ungarns bis nach Rumanren. Die Elbe erhält durch diesen Kanalbau gleichzeürg Anschluß an die Weichsel. Der Mein-Main-Donaukanal S in seiner Herstelluna gesichert. Der gesamte deutsche Wirtschaftsverkehr wird aber durch den Krieg und besonders nach dem Kriege in neue Bahnen gelenkt werden, wofür die aevlanten Großschiffahrtswege in. ihrer handelspolitischen Bedeutung uns vor allem niedrige Fracht,atze schaffen werden, was wieder auf dre Preisbestimmung der auf dem Wasierweae gelieferten Waren von gün
stigem Einfluß sein muß.
Feldgraue Geschichten.
Stimor aus dem Felde.
Kleine Kamellen.
Ein Unteroffizier fragt einen Mann seiner Korporalschaff nach dem ersten Schießen der neuformierten Kompagnie auf dem Schietzstande einer sächsischen Garnison: „Kiste, Sie haben 3 Fehler mit Ihrem neuen Gewehr geschossen?" „Ich diene seit 1912, Herr Unteroffizier, aber das sind meine ersten Fehler. Der Herr Feldwebel schoß mit dem Gewehr auch einen Fehler und dann einen Treffer kurz. Er sagte mir, daß ich „Figur verschwinden lassen" halten müsse, wenn ich einen Treffer kurz haben wolle. Ja, wenn nun aber hinten
Für diese Woche bis einschl. den 18. d. Mts. kommen aus den Kopf der Versorgungsberechtigten
60 Gramm Butter
unter den seitherigen Bedingungen zur Verteilung.
Der Verkauf findet nur am Sonnabend den 17. d.
Mts. statt.
H e r s f e l d, am 14. März 1917.
Der Magistrat — Ltrsorgaagsstele.
—! IMWUMUrSMI.
Sonntag, 18. März, abends pünktl. Uhr
in der neuen Turnhalle
Iiniertiaiiungs-Abend.
Zum Besudie wird freundlichst eingeladen.
Eintrittspreise: Im Vorverkauf bei den Jung- mannen und der Buchdruckerei Wagner & Mohr: Sperrsitz 1.25 Mk., 1. Platz 1 Mk., 2. Platz 75 Pfg.
An der Abendkasse 25 Pfg. Aufschlag. Stehplatz 50 Pfg.
Nachmittags 3 Uhr: Generalprobe.
Zutritt ist nur Schülern und Schülerinnen gestattet.
Eintrittspreis: Numerierter Platz 30 Pfennig, un- numerierter Platz 10 Pfennig.
Die Leitung.
Wund der Tuner in Srieistnleihezei-m»
sind unsere Geschäfte aachmitt. in frisier üblicher Weile = wieder geöffnet.
Jakob Hahn
HiNieldeuisclie Prluatbank, mn-fies. Filiale Harsfeld.
L Heiner, Depositen!« Hersfeld.
KtOlNirflM
Am Freitag d. 23. März L 3s.
von vormittags 10 Uhr ab
sollen in der Menrer'schen Ga wirtschaft in Friedewald nachstehende
Hölzer
öffentlich meistbietend versteigert werden:
Schutzbezirk Kessel, Distrikte 61, «» 68, 64
27 Buchen Stämme II. — IV. Cl. 15,66 fm. 118 Kiefern Stämme II. — IV. Cl. - 61,78 fm. Distrikte 61 b und 63 534 rm Buchen Scheit
holz 103 rm Buchen Stammknüppel.
aus Sem Nebel nur so ein kleine- Manuel vorgucktk Wenn ich dem in die Brust treffen will, muß ich ja in die Etappe halten!"
Die Spielleute wollen nicht „singen". Da ruft's plötzlich laut aus der Kolonne: „Na, wer gibt heute freiwillig den ersten Groschen fürs Grammophon?"
Ein „starker" Familienvater stand lange Monate im Felde. Dort hat er so nach und nach ein aut Teil seines einst so dichten Haares eingebüßt. Wohl werden Kähne ersetzt und künstliche Gliedmatzen geliefert — aber Haarwuchsmittel? Niemals! Dürfen wir uns darum wundern, daß einer der Sprößlinge leise zur Mutter sagte, als Vater auf Urlaub den Helm abnahm und nun in seiner nackten Unschuld dastand: „Mutter, ist der Feldgraue mit dem närrischen Kopie wirklich unser früherer Papa?"
Alles arbeitet. Ein Spaten ruht jedoch schon seit verdächtig langer Zeit. Ein Soldat wendet sich endlich an den Besitzer des Werkzeuges: „Du Kamerad! Wenn du deine Hände suchen solltest, dann will ich dir's sagen, wo du sie hast: Sie stecken bei dir in der Tasche. Und wenn du nicht mehr misten solltest, warum du sie hin- -'insteckst, dann will ich dir auch das verraten: Sie sind dir beim Arbeiten im Wege."
Exzellenz hat die Garnison besichtigt: alles hat gut geklappt, und so erhalten die Mannschaften Nachturlaub bis 12 Uhr. Wie Exzellenz um ^1 Uhr sich mit seinen Offizieren ins Quartier begibt, kommt aus einer Seitenstraße ein Soldat, der eiligen Schrittes an den ihm Begegnenden vorbeizukommen trachtet. Aber Exzellenz ruft ihn heran und fragt: „Nun, mein Sohn. wie lange hast du heute abend eigentlich Urlaub?" — „Bis 12 Uhr," ist die stramme Antwort. — „Aber jetzt sind sind es schon 30 Minuten nach 12 Uhr!" — „Dunner- wetter. so spät all, denn bett ick öwer gar kein Tied mier!* ruft der angehende Vaterlandsverteidiger und ist im Laufschritt unter dem schallenden Gelächter der Offiziere hinter der nächsten Straßenecke verschwunden.
In Königsberg ist die „Grüne Brücke" hochgezogen, um einen Dampfer durchzulasten. Trotzdem dieser die Brücke schon eine ganze Weile passiert hat, wird sie nicht geschlossen, obgleich sich eine ganze Menge Leute angesammelt hat, unter denen sich auch ein höherer Offizier befindet. Entrüstet ruft ein Hafenarbeiter aus: „Korl, mak dei Brügg tau, ick und de Herr Majur staht hier as ein poor Appe!"
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