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Dötttsche Marineflugzeuge griffen am 14. Februar abends,wieder den Flugplatz St. Pol bei Dünkirchen erfolgreich mit Bomben an. Einschläge in Flugzeug- Muppen und Brand wurden beobachtet. Beim 9lüd> Tlnß^niar bei Dünkirchen ein starker Feuerschein noch weithin sichtbar. Sämtliche Flugzeuge sind unbeschä­digt zurückgekehrt.

Mexiko und Kuba machen den Amerikanern Sorge.

Die Bewaffnung amerikanischer Schiffe beschlossen.

DerNew York Herald" meldet lautVoss. Ztg." aus Washington: Die KadtnettSsitzung vom Dienstag abend hat grundsätzlich die Bewaffnung der amerika­nischen Handelsschiffe beschlossen. Der Staat wird den Schiffen die erforderlichen Geschütze liefern. Washing­ton wird in diesem Sinne wahrscheinlich binnen kur­zem handeln. Die pazifistischen Kabinettsmitglieder, die in dieser Sitzung in die Minderheit kamen und Mit­glieder des Militärdepartements hätten geltend ge­macht, daß die Bewaffnung der Handelsschiffe de» Krieg zwischen Amerika und Deutschland beschleunigen werde. Der gleiche Kabinettsrat hat sich auch mit der Lage in Mexiko und auf Kuba beschäftigt. Nach einer Meldung desTemps" beginnen die Unruhen in Mexiko und auf Kuva Washington zu beunruhigen. Carranza sei von Hunderten von deutschen Reservisten umgeben. Auch der im Norden stehende Villa werde von Deutschen unterstützt. Nach einer Meldung des Petit Parisien" sind viele amerikanische Bürger von mexikanische« Banden ermordet worden. Nach einer Meldung des PariserJournal" werde Tampico von englischen Matrosen gehalten.

Wachsende Spannvng in Washington.

Reuter meldet aus Washington vom 16. Februar: Die amerikanischen Blätter sind heute sehr pessimistisch. Ueberall hört man die Meinung äußern, daß der Prä­sident noch einen weiteren Schritt zum Kriege tun müsse. Das Stilliege« der amerikanische« Schiffahrt könne nicht geduldet werden. Auch die Eisenbahnen sind überlastet. Die Versenkung des amerikanischen SchiffesLyman M. Law", trotzdem sie keine Tat sei, welche man als Kriegsfall ansehen könne, habe die Spannung noch er­höht. DerDaily Telegraph" weiß zu melden: All­gemein herrscht in Neuyork die Ansicht, daß der Krieg mit Deutschland unvermeidlich ist. Aus der außerge­wöhnlichen Lebhaftigkeit bei der Mobilisierung aller Hilfskräfte der Vereinigten Staaten sei zu schließen, daß die amtlichen Kreise in Washington die Meinung der All­gemeinheit, daß es zum Kriege kommen wird, teilen.

Starke Gegnerschaft im Kabinett.

Morgenbladet" meldet lautB. T." aus Washing­ton, es sei nicht zu leugnen, daß im Kabinett eine starke Stimmung gegen den Krieg bestehe. Nur die Tötung von Amerikanern auf See könne die Opposition über- winden und die deutschfreundlichen Mitglieder des Kongresses zwingen, die Kriegserklärung an Deutsch­land zu befürworten.

Zranzöflsche Greuel gegen Zofe.

Während sonst bei den gesitteten Völkern in alter und neuerer Zeit der Haß wenigstens vor den Toten Lalt. Lu machen pflegt, haben in diesem Strieze die Sol­daten gerade der 9tatton,-lMeg<j*6»^ ganz besonders viel zugute tut, noch dem gefallenen Feinde die Achtung versagt. Trotz des Schutzes, den die völkerrechtlichen Bestimmungen Verwundeten und Gefallenen gegen Beraubung und schlechte Behandlung gewähren, sind auf den Schlachtfeldern des Westens Fälle von Leichenraub vorgelommen.

Ein Landwehrmann vom Res.-Jnf.-Regi. . ., der am 26. September 1914 mit Kameraden seines Regi­ments bei... . gefangen genommen wurde, beobach­tete am ersten Morgen seiner Gefangenschaft, wie die französische Wachmannschaft den gefallenen Deutschen, die in der Nähe Herumlagen, die Brustbreutel abschnitt und das Geld daraus wegnahm. Die Franzosen kamen darauf in die Scheune, wo die Verwundeten lagen, ris­sen denen, die sich infolge ihrer schweren Verwundung nicht wehren konnten, die Röcke auf, schnitten die Brust­beutel ab und nahmen das Geld heraus. Vielen Ge­fallenen und Verwundeten waren auch die Uhren ab­genommen worden. Man sah dieselben nachher m den Händen der Franzosen, und das geraubte deutsche Geld, das sie zählten, war ein Zwrebacksäckchen gut Halbvoll.

Ein Soldat des Jnf.-Regts.. .., der am 22. Feb­ruar 1916 vorübergehend in französische Gefangenschaft geraten war, bekundet, er habe von einem Sternbruch aus, westlich der Straße . . .-. . -, bei hellem Mond­schein gesehen, wie französische Soldaten an den Lei­chen seiner Kameraden sich zu schaffen machten. Einer der Franzosen kam auch zu dem Zeugen, der sich mit seiner Armwunöe während der nun folgenden Untersu­chung tot stellte, nahm ihm sein Portenwnnaie aus sei­ner linken Hosentasche, knöpfte ihm-seine Uhr vom lin­ken Handgelenk ab und dann den Rock auf, vermutlich, um seinen Brustbeutel zu suchen.

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Ein Landwehrmann, der am 7. Oktober 1916 ber .... in einer Scheune verwundet wurde, sah, wie zwei französische Soldaten, die ihm und fünf anderen Ver- 'icheunenfach einen notdürftigen Ver- _.. .,eh, darauf die Leiche des vor der Scheunentür gefallenen Oberleutnants...... vom Gren.-Regt. . . . ausplünderten. Alle Wertsachen, wie Uhr, Revolver, Fernglas, gemünztes Geld steckten sie selbst ein: das Papiergeld (fünf 20-Markscheine) gaben sie den deutschen Verwundeten.

Wenn die Genfer Konvention bestimmt, daß der Bestattung eine Leichenschau vorhergehen soll, ist die Bestattung der Toten damit als eine selbstverständliche Pflicht vorausgesetzt: gleichwohl hat man noch nach Monaten auf dem bis dahin von den Franzosen be­haupteten Schlachtfeld besudelte und zertretene Haufen unbestatteter Soldaten gesundem

Einem Maire entschlüpfte das Geständnis, daß al­lein in der Nähe seines Ortes etwa 2000 deutsche Ge­fallene bestattet worden seien, ohne daß sie vorher hät­ten identifiziert werden können. Als Grund wird an­gegeben, daß bei diesen Soldaten ferne Erkennungszei­chen vorgefunden worden seien. Da es aber in der deutschen Armee keinen Soldaten gibt, der nicht eine Erkennungsmarke und ein Soldbuch bei sich trägt, so kann nur angenommen werden, daß diese Erkennungs­zeichen und Soldbücher den auf dein Schlachtfelde lie­genden Soldaten vorher fortgenommen worden sind. Wie sollten sich auch rohe Gesellen, die den gefallenen Gegner verstümmeln, die Mühe geben, seine Erken­nungsmarken zu sammeln und abzuliesern?

Das urkundlich vorhandene Beweismaterial für die angeführten Fälle ist ein trauriges, aber beredtes Leugnis dafür, wo die wirklichen Schänder von Kul- M und Sitte w finde« link

fitiegsaMeL

Ein Anschlag gegen den russische« Marineminister.

Berlingske Tidenöe" erfährt aus Petersburg, daß auf den Marineminister Grigorowitsch auf der Straße ein Revolverattentat verübt worden ist. Zwei Unve- kamite hätten den Marineminister angegriffen, dieser sei aber selbst bewaffnet gewesen und seiner Kaltblü­tigkeit sei es zu verdanken, daß das Attentat verhindert wurde. Die Täter sind unerkannt entkommen.

Norwegische Tonnage für England.

WieMorgenbladet" erfährt, gehen die Verhand­lungen über den Verkauf der norwegischen Tonnage an England wegen des langsamen Depeschenverkehrs und der völligen Stockung des Postverkehrs sehr schwer vonstatten. Die Stimmung der Reeder sei zwar dafür, .die Schiffe zu verkaufen, oa sie sonst stilliegen mußten und die Besatzungen wegen der drohenden Ubootgefahr sich in immer größerer Anzahl weigern, zu fahren. Die Verhandlungen sind aber noch nicht so weit, daß Ge­suche um Verkauf der Schiffe bei der norwegischen Re­gierung eingegangen sind.

Griechenland unter der Blockade.

Einer Athener Meldung desCouriere della Sera" fusolge glaubt im Hinblick auf die Verlängerung der Blockade die Bevölkerung, daß England durch das Hun- gergespenst eine Auflehnung gegen den König hervor­rufen wolle und damit rechne, daß die Bevölkerung Ve- nizelos als Befreier zurückverlangen werde. Wie der Berichterstatter hinzufügt, wächst durch die Blockade nur die verhaltene Wnt gegen die Benizelisten.

Bergleute Nordfrankreichs verweigern die Ueber- stunden.

Lyoner Blätter melden aus Hazebrouk, die Berg­leute der Kohlengruben von Nordfrankreich haben be­schlossen, keine Ueberstunden mehr zu machen, und zwar wegen Ueberanstrengung.

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Der italienische Minister Bisiolati ist in Paris an­gekommen.

Wie Lyoner Blätter aus Paris melden, nahm die Kammer einen Gesetzentwurf an, wonach die Bank von Frankreich für Kriegsdauer berechtigt wird, die dem Staat gewährten Borschüsse von neun auf zwölf Mil­liarden zu erhöhen.

Der englische DampferCyanite" ist gesunken. Lloyds melden, der englische DampferLongscart", 2777 Tonnen, das FischerfahrzeugMarie Bey" und der englische SeglerPerry Roy" wurden versenkt.

Ein sranzösrchss Sriegsziel.

Die Plünderung Deutschlands.

Um die sinkende Kriesbegeisterung im französischen Heere ansUfachen, kommt das Parrser BlattAciion tyrancane" erneut mit dem Vorschlag, die Kampfer auf Kosten des Feindes zu entschädigen. In der Nummer vom 28. Ottovrr hatte Maurras geschrieben, daß jeder einzelne kampsende Franzose das Recht auf periömiche Beute im Deutschen Reiche haven wolle. Durch diese Aussicht werde sein Eifer angespornt. Und zürnend fragt dieser Kulturkäurpfer weiter:Warum zögert man, nicht auch die wildere Habsucht zu befriedigen/ Man könnte z. V. festsetzen, daß die wohlhabenden Deutschen, deren Reichmmer man als Beute beschlag- I schadlos

gehalten werden."

In ihrer Nummer vom 5. Februar ist dieAction Francaise" nun in der Lage, diese edle Forderung Maur- ras', deren Durchführbarkeit durch die leidige Tatsache, daß der Krieg sich immer noch auf französischem Boden abspielt, in Frage gegellt ist, schärfer und zweckentspre­chender zu formulieren. Das Blatt schlagt vor, für die wrrrlichen Kampfer, je nach dem Verhältnis der Schä­digung des Feindes, eine Geldprämie zu reservieren, die auch eventuell für die Witwe und die Kinder gehen solle. Für jeden müsse ein Anteil an dem bei Friedens­schluß dem Feinde fortzunehmenden Gut, sei es Geld Land oder dergl., reserviert bleiben. Lange genug habe man die Schädel der Soldaten mit den schönen Gedan­ken und Redensarten vom Kampf für Freiheit und Recht vollgestopft. Es sei jetzt Zeit, ihnen zu sagen, daß sie, wenn sie auch in erster Linie für ihr Vaterland kämpften, doch auch für sich und für ihren persönlichen Wohlstand stritten, der durch dem Feinde aufzuerlegen- de Kontributionen vermehrt werden solle.

Angesichts dieser schönen Pläne, die zeigen, was unser deutsches Vaterland bei einem Einbruch der feindlichen Heere in unsere Gauen zu erwarten hätte, können wir uns jedoch mit dem alten Sprichwort trö­sten, daß die Nürnberger keinen hängen, sie hätten ihn denn. Und vorläufig haben wir ja die Franzosen in ihren wertvollsten nördlichen Departements. Weiter er­laubt dieser Aufsatz mit seinen den niedrigsten mensch­lichen Instinkten schmeichelnden Forderungen, Schlüsse auf den im französischen Heere herrschenden Geist und Kanwfeifer zu ziehen. Wenn man durch die Aussicht auf Plünderung und Raub die Stimmung im Heere zu heben versucht, muß es tatsächlich sehr schlecht um dessen Kriegbegeisterung, von der sonst soviel Rüh­mens gemacht wird, stehen.

Politische Rundschau.

Bayerische Bersorguugsmaßnahmen. Das bayerische Ministerium des Innern hat in Uebereinstimmung mit der Regelung des Kriegsernahrungsamtes für die Zeit vom 12. Februar bis 4. März den größeren Städten und Jndustriebezirken Bayerns soviel Großvieh zuweisen lassen, daß die Wochenkopfmenge der Bevölkerung 350 Gramm Fleisch, der Schwerstarbeiter 450 Gramm und der Kinder 175 Gramm betragt.

Ueber ein Bittgesuch um Einführung der Kaleuder- reform verhandelte der Bittschriftenaussckmtz des preußi­schen Abgeordnetenhauses. Der Antragsteller hält die Kriegszeit für den richtigen Zeitpunkt zur Durchführung der Reform. Er will damit erreichen, daß der 1. Januar und der 1. jeden Quartals stets ein Sonntag ist. Der Silvestertag und der Schalttag soll keine Wvchentaqbe- zeichnung erhalten. Auch soll Ostern und Pfingsten immer auf das gleiche Datum fallen. Ueber das Bitt­gesuch wurde schließlich zur Tagesordnung übergcqan- gen, da es sich um eine Angelegenheit der Reichsgesetz- gebung handelt.

Vermischtes.

Weibliche Ordonnanzen. DasB. L." schreibt: Die grau tritt nunmehr im militärischen Hilfsdienst als rdonnanz auf. Frauen und Mädchen wurden bereits bei verschiedenen militärischen Truppenteilen und Kriegsämtern eingestellt: sie vermitteln den Verkehr zwischen den verschiedenen Abteilungen. Ihre Haupt­aufgabe besteht in Votengängen. Sie befördern Mappe« und itbcrbritlaev Meldungen und Besetzte. Ein 5fr

stimmte« Alter ist Mr vie weibliche Ordonnanz «Wf vorgeschrieben.

Eine große Explosionskatastrophe in Frankreich. Der Schweizerische Preßtelegraph meldet aus Lyon: Die von der Havasagentur kurz gemeldete Etplosion der Pulverfabrik in Neuville-sur-Saone hat den Cha­rakter einer gewaltigen Katastrophe. Der LyonerRe- publicain" vergleicht sie mit den großen Munitionsex- pwstonen in London. Die Zahl der Opfer darf auf Anordnung der Zensur nicht bekanntgegeben werden. Man weiß jedoch, daß sich im Augenblick der Kata­strophe mindestens 350 Arbeiter, darunter Chinesen, Anamiten und Griechen, in der Fabrik befunden haben. Die Explosion war so furchtbar, daß sie 27 Km. wett hörbar war. Der Einwohner der in der Nähe gelege­nen Häuser bemächtigte sich eine Panik. Die Frauen flohen mit ihren Kindern auf den Armen in großer Eile. Alle Häuser in einem Umkreis von 500 Metern Die von der Havasagentur kurz gemeldete Explosion mußten schleunigst geräumt werden. Die Zahl der Verletzten, die im Spital verbunden wurden, ist sehr groß.

Die Sommerzeit im Anslande. Die Sommerzeit, die in England erst am Ostersonntag eingeführt werden soll, wird in Frankreich voraussichtlich am letzten Sonntag des Februar oder am ersten Sonntag des März wieder in Kraft treten. Die Schweiz dürfte sich in diesem Som­mer ebenfalls zur Einführung der Sommerzeit entschlie­ßen, und zwar voraussichtlich am L April. Italien führt die Sommerzeit ebenso wie England vom 25. März ins zum 30. September ein.

Eine Frau, die ihrem Gatten das Urteil füllt. Daß die Regel, wonach der Richter dem Angeklagten sein Ur­teil spricht, auch Ausnahmen haben kann, beweist die fol­gende Geschichie, die amerikanische Blätter berichten. Am Vorabend oes Weihnachtsfestes erwartete eine Arbeiter­frau die Hermtehr ihres Mannes, der Weihnachts­Spielzeug für die drei Kinder eintaufen gegangen war. Die halbe Nacht wartete die arme Frau vergebens. Endlich beim Dämmern des Morgens ließ sich ein schwerer Schritt auf der Treppe hören, und der Mann erschien mit stumpfen Augen und allen Zeichen hoch­gradiger Trunkenheit in der Tür. Seine Hände aber waren leer, und sein Zustand ließ überdies keinen Zweifel, daß er das Geld für die Weihnachtsgeschenke in der Kneipe vertrunken hatte. Die arme, schwer ent­täuschte Mutter machte ihm die bittersten Vorwürfe, auf die der Trunkenbold indes keine andere Antwort bereit hatte als eine Tracht Schläge, die er der weinen­den Frau verabfolgte. In ihrer bunden Wut stürzte die grau auf die Straße, holte einen Schutzmann und ließ n Mann festnehmen. Er wurde sofort vor den Richter für nächtliche Ruhestörungen gebracht, der sich aber, durch das bevorstehende Fest milde gestimmt, mit den Worten an die Frau wandte:Ich finde Ihren Gat­ten zwar schuldig, weil aber morgen Heiliger Abend ist, möchte ich ihm nicht das Urteil sprechen. Ich über­lasse es daher Ihnen, ihm eine Strafe aufzuerlegen." Sechs Monate Gefängnis," erklärte die erbitterte Frau.Das ist viel zuviel: dieses Urteil kann ich nicht bestätigen."Nun, dann 4 Monate."Auch das ist noch zuviel. Das Gesetz sieht für Fälle, wie den vorliegenden, als Höchstmaß der Strafe 30 Tage Haft vor."Schön, dann also, wenn es nicht anders geht, 30 Tage", er­klärte die unversöhnliche Gattin. Sprachs und kehrte ohne sich umstimmen zu lassen, nach ihrer armseligen Wohnung zurück.

DeMche heldevlaleu.

Höchste Plichttreae.

Beim Angriff aus die Höhe südlich des Gehöftes voik yaubramunt hatten Sturmrtuppen des bteieioe. Infanterie-Regimenrs Ne. 92 am rechten Flügel sehr unter Maschinengewehrfeuer aus der rechten Flanke zu leiden. Als die Offiziere der Kompagnie sämtlich ver­wundet waren und der Angriff stockre, riß Feldwebel Niendierer die Mannschaften, die rechts und links von ihm lagen, durat ein paar kernige Worte mit sich und stürmte mit ihnen vor, dem sicheren Tode entgegen. Nach wenigen Schritten fiel er, ins Herz getroffen, und neben ihm fielen, tot oder verwundet, seine heldenhaften Begleiter. Dadurch aber, daß sie das Feuer auf sich lenkten, wurde die Ausmerksamkeit des Gegners vom linken Flügel abgeleukt: auf diese Weise kamen dort die Sturmtruppen vor und konnten die feindliche Stel­lung nehmen.

Ein deutscher Unteroffizier nimmt 27 Fravzose« gefangen.

Am Ehrentage des Reserve-Jnfmiterie-Regiments Nr. 92, dem 17. April 1916, sprang der Unteroffizier Mügge aus Hannover mit den ersten Stürmenden der 12. Kompagnie in den französischen Graben. Manchen Schweißtropfen hatte der Steilhang gekostet: aber das Ziel war erreicht. Kein Franzose wehrte sich: alle hatten sich in ihre tiefen Stollen verkrochen. Vor solch einem tiefen Unterstand stand Mügge und warf Steine aus dem Graben, um ilm, wie befohlen war, möglichst schnell wieder zur Verteidigung einzurichten. Da hörte er plötzlich aus dein Loch heraus rufen:Kamerad." So­fort rief er auf sranzöusch herunter:Sind noch Fran­zosen hier?" ,Ja," klang es zurückWieviel?" fragte Mügge.Siebenundzrvanzig," war die Antwort. Aber uttcifihrücfen schrie der Unteroffizier nun hinein: Vor­wärts Heraus, ihr seid alle meine Gefangenen!" E,uer nach dem anderen kamen die Franzosen jetzt heraus und blickten ihn voll Angst an. Er sch'ckte sie über die Rük- keuwehr in die alte Stellung seiner Kompagnie nach hinten. Unter den Gefangenen waren auch ein älterer sowie zwei jüngere Offiziere denen Mügge einen Re­volver und zwei Ferngläser abnahm. Es waren tat­sächlich 27 Franzmänner, die er auf diese unerschrocke­ne Weise zu Gefangenen gemacht hatte.

Weitere Drahtnachrichten.

Brenistmde Kohlenlager i« Sibirien.

«b^ Stockholm, 17. Februar. (Privattelegr.) Wie derBerl. Lok.-Anz." auf Grund von Nachrichten aus Jrkutsk (Sibirien) berichtet, stünden die Kohlenlager der sibirische« Bahn seit mehr als acht Tagen in Flam­men. Man befürchtet, daß die großen Kohlenbestände im Werte von 30 Millionen Rubel den Flammen zum Opfer fallen werben.

Die Zufuhr für Eugland stockt.

** Cöln, 16. Februar. (WTB.) Laut einem Be­richt derNeuen Zürcher Ztg." aus dem Haag bat jede Lebensmittelznfuhr für England aus Holland nur Skau, binavien seit acht Tagen völlig aufge-ört. In den letzten drei Tagen wurden, wie dieKöln. Ztg? aus Zürich erfährt, 41 Schiffe mit 75 000 Tonnen versenkt.

Wie ein Londoner Gewährsmann derBoss. Ztg." meldet, sehe man in maßgebenden Kreisen in England den augenblicklichen Zustand zur See als gefahrdro, hend für die Operationen an der italienische« xM französischen Front a«.