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»er alten Bc)W>enriirften kann auch der deutsche Kaiser sich rühmen: jedem Untertan darf er kühnlich sein Haupt in den Schoß legen. Um den Kaiser im Felde stellt sich die Feldwache seiner Getreuen. Und seine Getreuen sind wir Deutschen allesamt.

Der HeAesseist mserer TorpeLobooie.

A« dem Leegefecht in den Hoofden.

Ueber das Seegefecht in den Hoofden, in dem leider der Flottillenchef und Korvettenkapitän Max Schultz seinen Heldentod fand, wird uns geschrieben:

Das Seegefecht hat denselben heldenhaften Geist ge- zcigi, den wir schon oft zu bewundern Gelegenheit har­ren, und der sich erst jüngst wieder Lei der kühnen Fahrt des Leutnants z. S. d. Res. Badewitz offenbarte. Die ?Ur, wie unsere Torpedösahrzeuge auch nach schwerer Havarie ihre Pflicht erfüllen ist bewunderungswüröig und vorbildlich. Besonders die Fahrt des Führerfahr- zengesV 69" nach dem holländischen Hafen Ammden ist eine hervorragende seemännische Leistung, da das Torpedoboot nicht nur durch einen Volltreffer stark be- kmädcht war, sondern auch des Flottillenchefs Korvetten- kapituns Max Schultz, zweier Offiziere und mehrerer Mannschaften beraubt worden war. Die Ruderhavarie, die das Torpedoboot erlitten hatte, verursachte außer­dem noch einen Zusammenstoß mit einem anderen Boot, ohne daß aber alle diese schweren Unfälle das Boot- V 69" hindern konnten, unbelästigt vom Feinde im Hafen Amuideu anzulaufeu^ Auch die Leistung des zweiten »onV 69" gerammten Bootes hat mit Recht eine Erwähnung verdient, denn trotz seiner eigenen schweren Beschädigung ließ es sich nicht nehmen, am Gefechte teilzunehmen und einen englischen Zerstörer derartig zu rammen, daß er später durch unsere Flug­zeuge sinkend festgestellt werden konnte. Endlich sei noch der hervorragenden Leistung eines dritten Torpedo­bootes Erwähnung getan. Dieses hatte infolge der Dunkelheit die Fühlung mit unseren anderen Schiffen verloren und sah sich, nach einem Bericht, plötzlich von englischen Zerstörern umringt. In dieser ungünstigen Lage hat es aber wahren Heldengeist gezeigt, denn weit entfernt davon, sich infolge der Uebermacht der Feinde und der eigenen verwirrten Stellung als verloren zu betrachten, griff es im Gegenteil den nahen und bedeu­tend überlegenen Feind an und versenkte einen feind­lichen Zerstörer durch einen Torpeöoschuß.

Das ganze Gefecht ist nicht als eine große See­schlacht zu betrachten, sondern hat als Kampfhaudlung nur eine untergeordnete Bedeutung. Was aber dieses Gefecht besonders auszetchnet und es ungemein wert= voll macht, das ist der Geist, von dem jede Einheit un­serer Flotte erfüllt ist, und der sich auch noch in den ungünstigsten Umständen hervorragend und sieghaft be­wahrt. Es ist derselbe Geist, der schon früher, in den ersten Monaten des Krieges selbst in England Bewun­derung erregt hat. Der Führer dieser heldenhaften Flottille, der sie seit Kriegsbeginn mit großem Erfolg geführt hat, Korvettenkapitän Max Schultz, ist nicht itm- sonst den Heldentod gestorben, denn sein Geist mit dem er seine Offiziere und Mannschaften beseelt hat, lebt in der bisher von ihm geführten Flottille fort. Die Ruhmestaten der Torpedoboote bei dem letzten Gefecht, sind das schönste Denkmal für den gefallenen Chef.

(OKM.)

Flottillenchef Max Schultz.

Korvettenkapitän Max Schultz, der beim Seegefecht am 23. Januar in der Nähe der holländischen Küste als dobrücke mit dem Oberleutnant Faust und Leutnant Hannover den Tod fand, war eine in der Marine be­kannte Persönlichkeit. Er selbst war in die Marine am 16. April 1891 eingetreten und zu seiner jetzigen Charge als Korvettenkapitän am 11. November 1911 aufge- rückt.

Die Kohlennot in Frankreich.

Vetriebseinstellungcn wegen Kohlenmangel.

Bei der Interpellation über die Kohlennot in der französischen Kammer erklärte der Abgeordnete Pars die gegenwärtige Lage für unhaltbar. Er wies in seinen von lebhaftem Beifall begleiteten Ausführungen darauf hin, daß neben der Schädigung der Industrie auch noch wichtige Interessen durch die Kälte gefährdet werden. Bor allen Dingen leiden die Kinder in den ungeheizten Wohnnngen außerordentlich stark und sind Krankheiten aller Art ausgesetzt.

Eine Reihe bedeutender Pariser FaSrikc»u die mit wichiigen Aufträgen für die Herstellung des Kriegsbe- darfs beschäftigt sind, mußte wegen Kohlenmangel ihren Betrieb ei «stellen. Die dort beschäftigten Arbeiter legten dagegen Verwahrung ein und veranstalteten Kundge­bungen vor dem Ministerium für Munitionserzeugung. Der gerade anwesende Verkehrsminister Serrtot suchte die Arbeiter dadurch zu beruhigen, daß er ihnen sofor­tige anderweitige Beschäftignug versprach.

Kohleuersparuis in der Schweiz.

Der schweizerische Bundesrat hat zum Zwecke der Erzieln»« von Ersparnissen im Kohlenverbrauch Sie schweizerischen Gaswerke ermächtigt, durch Kontingen­tierung des Gasverbrauchs und Ansehung eines höheren Preises für den das Kontingent übersteigenden Ver­brauch eine Einschränkung des Gasverbrauches herbei- zuführen. Weiter ist von dem politischen Departement enine Bestandsaufnahme über die Kohlenvorräte der Schweiz verfügt worden.

Die Sturmzeichen in Rußland.

Daß die innere Lage in Rußland recht ernst ist, wird nicht bezweifelt werden können, wenn es auch unmöglich ist, die über das neutrale Ausland kommen­den Berichte aus Rußland auf ihre Richtigkeit nachzu- prüsen. Das russische Blatt ^Wetscherneiem Wremja" erfährt von gut unterrichteter Seile, daß die Regie­rung einen sorgfältige» Plan ausgearbeitet hätte üver die Maßnapmen, die die administrativen Behörden er­weisen sollen, int Falle «»erwartete Ereignisse im Lande ein treten. II. a. sollen besondere Persvniichkei- ten mit sehr weitgehenden Vollmachten ausgerüstet werden. Auch hieraus geht hervor, wie ernst tu Re- aierungskreisen die unruhige Stimmung in gewissen Volksschichten beurteilt wird.

Brufsilow «nd Miljukow.

Das StockholmerAfwnbladei" meldet aus Hel- singsors, dort sei hartnäckig das Gerücht im Umlauf, daß General Brussilom vor kurzer Zeit aus dem Haupt­quartier zurückgekehrt sei und sich darauf erschossen habe. Das GenferJournal" meldet aus Petersburg: Miljukow, der Führer der Kadettenpartei, soll verhak, tet worden sein. Seine Verhaftung habe tiefen Ein­druck gemacht.

Was ist mit Großfürst Nikolaus.

Die Vvlksstinrmung gegen Sie Reaktion besitzt in dem Großfürsten Nikolai, dem früheren Oberveiehls- Haber einen mächtigen Führer. Der Großfürst soll sich hoch einigen Meldungen nicht krank in Tiflis, sondern

in Petersburg sufyalten, w» tr auch Bet ven jüngsten Ereignissen emgegriffen haben soll. Er scheine auch in Zukunft zu einer bedeutenden Rolle berufen zu sein.

Die grichrsche Entschuldigung.

Die Havas-Agentur meldet unterm 25. Januar aus Athen: Die griechische Regierung hat vorgestern an die Gesandten der alliierten Mächte ein amtliches Schrift­stück gerichtet, in dem es heißt: Gemäß der Antwort auf das Ultimatum der alliierten Regierungen vom 28. De­zember 1916 und vom 8. Januar 1917 übermittelt die griechische Regierung den Gesandte» von Frankreich, Großbritaunien, Italien und Rußland ihre formelle Entschuldigung wegen - er bedauerliche» Ereignisse vom 18. November bezw. 1. Dezember.

Nach einer weiteren Havasmeldung wird die feier­liche Zeremonie des Grußes vor den Fahne» der Al­liierten am Sonnabend startsinden. Die Gesandten der SiKiierten werden ihr beiwohnen, ebenso der Oberbe­fehlshaber der alliierten Schiffe.

Die brutale Knechkung des unglücklichen Landes wirft auf die von der Entente angeblich verfochteneFrei- heit der Völker" von neuem ein grelles Licht.

Der englische Eingriff in die griechische Schiffahrt.

Ein norwegisches Blatt bezeichnet die zwangsweise Befrachtung der griechischen Schiffe als einen sehr star­ken Eingriff der britischen Regierung in die Rechte ei­nes neutralen Landes, weshalb alle neutralen Länder allen Grund hätten, die Sache mit Interesse zu ver­folgen.

Unbestätigte Gerüchte.

Ueber die in Paris verbreitete Nachricht von einem Attentat gegen König Konstantin war, wie der Lyvner Nouvelliste" meldet, bis jetzt keine Bestätigung zu er­langen.

krleMllerlei.

Der Ponr le Merite für den König von Württemberg.

Der Kaiser hat in einem Allerhöchsten Handschrei­ben an den König von Württemberg diesen gebeten, die Abzeichen des Ordens Pour le Merite aunehmen und entlegen zu wollen.

Ein Loblied auf die Kriegsfreudigkeit der englischen Arbeiter.

Die LondonerWestminster Gazette", das bekannte englische Hetzblatt, schreibt in einem AufsatzDie Ar­beiter und der Krieg": Die überwältigende Zustim­mung, die auf der gestrigen Konferenz dem Schritt der Arbeitsvertreter zum Anschluß an die Regierung er­teilt würde, bedeute nicht, daß die Arbeiter sich dieser oder einer anderen Regierung zu verpflichten wünschen, sondern daß sie mit ganzem Herzen für die Fortfüh­rung des Krieges bis zum gerechten Schlüsse eintreten.

Die Gruppen der französischen Sozialdemokratie versammelten sich lautMatin" neuerdings zur Stel­lungnahme der Kriegsziele der Verbündeten.

Französische Munitionsarbeiterinnen streiken.

DerTemps" meldet aus Le Havre, daß die Mu- nitionsarveiterinnen von Schneider und Kreuzot in Haufleur am Dienstag unerwartet in den Ausstand ge­treten seien. MuuitonSminister Thomas hat die Arbei­terinnen durch Maueranschlag aufgefordert, die Gefahr zu bedenken, die durch den Ausstand für die Landesver­teidigung bestehe und sofort die Arbeit wieder aufzu- nehmen, andernfalls würden die Arbeiterinnen zwangs­weise einaesieiii werden

Versenkt.

Einer Meldung aus Luon zufolge ist der Post­dampferQuebec" vor der Girondemündung gesunken. Der norwegische DampferSterly" traf in Corcubion (an der spanischen Küste) mit 29 Schiffbrüchigen des französischen DreimastersDuc d Au male" ein, der von einem Uboot versenkt worden war.

Erweiterter Kartoffelanbau in Frankreich.

Nach Schweizer Blättermeldungen empfiehlt Mi­nister Herriot eine intensive Bodenkultur und beson­ders erweiterten Anbau von Kartoffeln. Er glaubt, daß nach dem Kriege das Ernährungsproblem sich noch schärfer zuspitzen werde, weil dann der Markt auch für die Zemralmächte geöffnet sei.

Politische Rundschau.

Der Reichskanzler im Großen Hauptquartier. Der Reichskanzler von Bethmatw Hollweg und der Staars- setretär Zinnnermann haben sich lautFrkf. Ztg." am Donncrsmg nach dem Großen Hauptquartier begeben. Es liegt nahe, anzunchmen, daß diese Reise u. a..mtt dem bevorstehenden Geburtstage des Kaisers zuiam- uienhäugt.

Der Präsidculeuvesuch beim Kaiser. Der Präsident des österreichischen Abgeoröneteichaujes Dr. Silvester, der aus dem deutschen Großen Hauptquartier nach Wien durüdfebrte, erzählte einem Zeitungsvertreter, Saß die Präsidenten mittags vom Kaiser in einstündiger Audienz empfangen und dann zur Tafel geladen wor­den seien. Der Kaiser, der dem Präsidenten den Roten Adterorden verliehen nabe, habe sich äußerst angeregt mit den Präsidenten der Parlamente Oesterreich-Un­garns, der Türkei und Bulgariens unterhalten. Die Zusmnmcnkünfte der Parlamentspräsidenten würden fortgesetzt werden. Die liächste finde in Konstantinopel '^Die Fertigstellung des Reichshaushaltsplaucs ist nach derTägl. RunSsch." noch nicht abgeschlossen. Ende dieses oder Anfang liächstc» Alonats wird der Bundes­rat über den Retchshausyattsplan beraten. Alsdann steht dem Wiederbeginn der Arbeiten des Reichstags nichts mehr im Wege, linkte Februar dürfte der Reichs­tag wieder zufamnientreten.

Vermischtes.

~ Das Eiserne Kreuz 1. Klasse in der Deutsche« Tvrucrschaft. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse in der beut« jchen Turnerschast erhielten außer den bereits vcmmu gegebenen 786 Mitgliedern weiter in den letzten zwei Monaten über 250 Turner, so daß die Deutfct)e Turner- schast nunmehr älter 1000 Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klasse in ihren Reihen zählt unter rund 50000 Rit­tern des Eisenten Kreuzes 2. Klasse.

Zur Frage der Ks»firmatio»skle»dn«g hat das Evangelisch-lutherische Landeskonsistorium im König­reich Sachsen die naebftebende zeitgeuläße Anordnung erlassen: Die gegenwärtige Notlage unseres Vaterlan­des macht es wünschenswert. daß Sie sonst sehr löbliche und für spätere Zeit durchaus sestzuhaltende Sitte, nach der Sie Konsirmauden zur Konfirmation und zum ersten Abendmahlsgang in neuer, schwarzer Kleidung zum Altar konrmen. in diesem Jahre nicht betont, sondern Saß es vielmehr seitens der Geistlichen den Konfirman- den und ihren Eltern nahegelegt werde, ohne jede Scheu eine muh würdiac. meiui auch schon gebrauchte SulMt

Kleidung für die genannten kkAylichen Feiern w «tK wenden.

16 Grad Kälte in SüddeutsHlaud. In der Rhein­ebene, in der Gegend von Karlsruhe und Straßburg schwankten am Diittwoch die Morgentemperaturen bet klarem Himmel zwischen 12 und 15 Grad unter Null. Im Schwarzwald wurden bis 16 Grad Kälte gemessen, mehrere Schwarzwaldflüsse führen Treibeis.

Schweres Eisenbahnunglück in Steiermark. AuS Ofen-Pest wird demLeipz. Tagebl." gemeldet: In der Nacht zunl 17. Januar hat sich zwischen Trisail und Sa- gor ein Eisenbahnunglück ereignet. Die Gleise waren durch einen mächtigen Felsblock verlegt. Der Personen- zug 44 fuhr mit voller Geschwindigkeit gegen den Fels- block. Der vordere Wagen entgleiste. Inzwischen er­eigneten sich weitere Felsstürze, und die großen Fels- massen verichütteten bte ersten Wagen vollständig. Die Insassen der hinteren Wagen sprangen aus den Abtei- len in den Fluß. Aber nur ein Mann konnte das Ufer gewinnen; die übrigen ertranken. Die Rettungsarbei­ten konnten erst am andern Bormsttag erfolgen. BiS jetzt wurden vierzig Tore geborgen. Alle Ueberleben- den haben schwere Wunden erlitten. Zur Bergung wurde Militär befohlen. Der Ort Trifail liegt an der Linie WienTrieft der österreichischen Südbahn.

Einschränkung des Bierbrauens in England. Der enalische Nahrungsmitteldirektor Lord Devonport be­stimmte zum Zwecke der Vermehrung des Vorrats an Gerste und Zucker zu Ernährungszwecken und znm Zwecke der Ersparung an Arbeit, Feuerungsmaterial und Transportmitteln, daß die Erzeugung von Bier vom 1. April um 30 Prozent eingeschränkt werden soll. Eine entsprechende Einschränkung wird bezüglich des Weins und des» Spiritus herbeigeführt werden.

Kriegssleuer.

Von den beiden direkten Reichssteuern dieses Jahres ist die Kriegssteuer die weitergehende. Sie ist nicht nur zu zahlen, wenn das Vermögen sich vermehrt hat, son­dern auch wenn es gleichgebliebeu ist und sogar wenn es sich gegenüber dem 1. Januar 1914 um weniger als 10 v. H. vermindert hat. Das gleichgebliebene oder das verminderte Vermögen unterliegt jedoch nur dann der Kriegssteuer, wenn es am 31. Dezember 1916 20 000 X oder richtiger 20 999,99 X, da die Beträge im Besitz- und Kriegssteuergesetze allemal auf volle Tausend nach unten abgerundet werden, nicht überftieg. Ueber steigt das gleichgebliebene oder um weniger als 10 v. H. vermin­derte Vermögen 20 000 X so wird von dem Vermögens­teil, der über 90 v. H. der am 1. Januar 1914 vorhanden gewesenen Vermögenssnmme hinausgeht, ein Steuer­jatz von 1 v. H. erhoben. Zwei Beispiele mögen dies verdeutlichen.

1) Das Vermögen betrug am 1. Januar 1914 30 000 Mark, jetzt ebenfalls 30 000 X; 90 Proz. von 30 000 Mark sind 27 000 X. Mithin sind von 30 000 X. 27 000 X. = 3000 X. 1 Proz. = 30 X. Abgabe zu zahlen.

2) Das Vermögen betrug am 1. Januar 1914 30 000 Mark, jetzt nur noch 28 000 X; 90 Proz. von 30 000 Mark find 27 00t) X. Mithin find von 28 000 X 27 000 X. = 1000 X 1 Proz. = 10 X. Abgabe zu zahlen.

Hat sich das Vermögen seit dem 1. Januar 1914 ver­mehrt, so wird die Kriegssteuer vom Zuwachs erhoben, und zwar treten dann wesentlich höhere Prozentsätze ein. Bedingung für die Erhebung der Kriegszuwachssteuer ist fett dem genannten Termin, die über 3000 X (genau 3999,99 X) hinausgeht, und ein heutiger Bermogensbestand von mehr als 10 000 X (10 999,99 X Bleibt das Vermögen unter 15 000 X, so wird nicht der ganze Zuwachs ver­steuert, sondern nur derjenige Teil des Zuwachses, durch den das Vermögen über 10 000 X. gesteigert wirb.

Beispiel:

Das Vermögen hat sich von 8000 X auf 14 000 Mark gesteigert. Versteuert wird nicht -er ganze Zuwachs in Höhe von 6000 X, sondern nur der 10 000 X übersteigende Betrag von 4000 X Die Kriegssteuer von dem Vermögenszuwachs be­trägt für die ersten 10 000 ^ . . , 5 % weiteren 10 000 , . . . 10 , 10 000 , < , 15 , 20 000 20 , 50 000 , 25 , 100 000 , . , , 80 , 200 000 ... 35 , 300 000 , . . . 45 , 300 000 w . . . 40 , Beträge . . . 50

Abzüge für minderjährige Kinder finden nicht statt, wohl aber sind alle durch Erbschaft oder Vermächtnis in dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar 1914 und dem 31. Dezember 1916 erworbenen Beträge abzugsfähig.

Beispiel: -

Das Vermögen ist gestiegen von 24 000 X auf 56 300 X, abgerundet 56 000 X Zuwachs 82 000 Mark. Davon

zahlen 10 000 X. 5 % = 500 X 10 , = 1000 ,

15 , = 1500

Dazu kommt noch 1 % von 21600 X = 216 ,

Mithin Betrag der Kriegssteuer 8616 X

Die Kriegssteuer ist in drei Raten zu entrichten mtb zwar mit einem Drittel binnen 3 Monaten nach Zu­stellung der Steuerveranlagung, mit einem Drittel bis 1. November 1917 und mit dem letzten Drittel bis 1. März 1918. Sie ist als einmalige Steuer auferlegt und verdankt, wie schon ihr Name besagt, der durch den Weltkrieg geschaffenen Notlage ihr Entstehen. Die Opier, die mit ihr den Besitzenden auferlegt worden sind erscheinen gewiß nicht gering, sie werden aber im Inter- esse des Vaterlandes sicherlich gern und willig getrager werden.

Weitere Drahtnachrichten.

Erdbebe« in Riederländifch-Weftindie«.

Haag, 25. Januar. (WTB.) Im Kolonialüe- vartement ist die Nachricht von einem Erdbeben in Bali (Riederländtsch-WestinLien) eingelauken. Tausende von Häusern fielen dem Erdbeben zum Opfer. Viele Tem- i pel und Reisicheuern wurden zerstört. Der volle Um- ; fang des Schadens ist noch nicht zu übersehen.

Eine FriedeuSliga Wilsous?

o*t Ge«f, 26. Januar. (Privattelegr.) Aus Wa­shington Hegt lautB. T" demProgreS^ eine angeb- ' lieh aus Wilsons Umgebung stammende Meldung vor, daß dieser sich Vorbehalte, in absehbarer Zeit an Sie Kriegnihrende» heranzutreten mit dem bestimmten An­erbieten, einer von ihm z« bildende« FriedenSliga ihr« «ach reiflicher Ueberleg««g gefaßte« Beschlüsse bckannK