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Sum Hineinzüschieben. Trepow hat jedenfalls Die never- Beugung gewonnen, daß er die Zügel nicht mehr sicher rn der Hand hielt, und darum entledigte er sich ihrer völlig. Sollte Trepow auf die englische Botschast hö­ren, oder sollte er der Arzt sein, der auserkoren war, Rußland von der englischen Krankheit zu heilen? Stür­mer fiel, weil er zu heftig gegen die englische Vormund­schaft anftrat, und Trepow mag die Wünsche Englands auch wohl nicht in genügendem Maße erfüllt haben. Als Trepow in der Duma seine Antrittsrede hielt, verkün­dete er Rußlands Rechte auf Konstantinopel und die Meerengen, aber inzwischen wurde der Landweg dahin durch die Truppen des Vierbundes gänzlich versperrt.

Die Hoffnungen des Ministerpräsidenten sind ge­stürzt, und er selbst stürzt ihnen nach. Nun tritt Fürst Galitzin an das Staatsruder, aber wie lange mag es dauern, daß es auch ihm entgleitet? Der Krieg zwischen Duma und Regierung wirkt auf Rußland ebenso ver­hängnisvoll wie der Krieg gegen die nach Bessarabien vorrückenden Sieger.

Zar Nikolaus Versprechen an die Polen.

Wie dieFranks. Zag." aus Bern erfährt, hat Zar Nikolaus einer Petersburger Meldung desTemps" zufolge dem Grafen Bielopolski bei einer Audienz ver­sprochen, daß das vereinigte Polen, von dem das jüngste kaiserliche Manifest spricht, ein parlamentarisches Regi­me mit einem polnischen Landtag und eine nationale Armee erhalten solle.'

Die Antwortnote an Wilson.

Ein durchaus sensationelles Dokument".

DerMatin" will wissen, daß auf der Konferenz in Rom -er von Briaud ausgearbeitete Wortlaut der Ant­wortnote an Wilson ohne weiteres von den Vertretern der Alliierten gebilligt worden sei. Die Note werde klar den Ursprung der Kriegsziele der Entente darlegen. Be­züglich der Antwort auf das deutsche Friedensangebot sei festgestellt worden, daß völlige Uebereinstimmung bei allen Alliierten geherrscht habe.

Marcel Hutin schreibt imEcho de Paris", die Ueberreichung der Ententeantwort auf die Note Wil- sons stehe unmittelbar bevor. Sie sei ei« durchaus sen­sationelles Dokument.

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Wie derPetit Parisien" lautB. T." aus vatika­nischen Kreisen erfahren haben will, weichen die nach Berlin und Washington zu richtenden Antwortnoten des päpstlichen Staatssekretärs auf die Friedensanerbieten in der Form voneinander ab. Der Papst läßt darin sagen, daß er eine positive Mitwirkung der neutralen Staaten bei etwaigen Friedensschritten für nicht zeitge­mäß erachte.

Gestörte englische Friedeusversammlung.

Bei einer friedensfreundlichen Versammlung, die der Sozialist Snowden und Ramsay Macdonald Diens­tag abend in Walthamston bei London hielten, wurden die Redner durch die Anwesenden fortgesetzt unterbro­chen. Eine Anzahl Soldaten stürmte die Tribüne und trieb Snowden und Macdonald hinaus. Danach wur­den Reden für die Fortsetzung des Krieges gehalten.

SelemMsse Sättig Ferdinands von Rumänien.

Ein Kriegsberichterstatter derNew Port Tribune" hatte, tautB. Z>", mit dem König Ferdinand von Ru­mänien eine Unterredung, deren Inhalt er dem Stock­holmer Berichterstatter derGermania" zur Verfügung stellte. Danach äußerte sich der König u. a. folgender­maßen:

Die Amerikaner werden nicht begreifen, warum ich scheinbar ohne Grund in den Krieg gegen die mit meinem Onkel verbündeten Herrscher der Mittelmächte etngetreten bin. Ich Hatte gar nicht mehr die Macht, diesen Krieg verhindern zu können. Ich bin nur Kö­nig von Rumänien, und das Königtum ist bet uns nur eine fast rein dekorative Sache. Der Rumäne regiert sich selbst, das Parlament ist der Ausdruck seines Willens, und der König ist diesem Willen gegenüber machtlos. Es ist ganz unmöglich, in Rumänien eine Politik gegen Den Willen des Volkes zu treiben. Wer Rumänien und die Rumänen kennt, wird anerkennen, daß ich nichts verhindern konnte. Es war allerdings ein schwerer Irrtum unserer leitenden Politiker (damit meinte der König Take Jonescu und Filipeseu), wenn sie mit einem kurzen Kriege rechneten. Ich als Sohn eines deutschen Fürsten kenne die Deutschen unD ihre unge­heure Widerstandsfähigkeit besser. Ich habe meine Be- denken gegen diesen unglückseligen Optimismus, in dem die Leiter unserer Politik damals Befangen waren, zu bekämpfen versucht. Ich habe den Chef des General­stabes davor gewarnt, sich auf ungewisse Zusicherungen hin in Kampfoperationen einzulasien, die ein fragwür­diges Ende nehmen können. Meine Warnungen finD als Furcht vor Den Deutschen ausgclegt worden. Ein Blick in die Zeitungen vom Juli und August 1916 wird Ihnen beweisen, in welch schwerer Weise man mich da­mals verdächtigt hat. Ich hätte gern dem Land Den Jammer und das Elend des Krieges erspart, aber Ru­mänien wollte den Krieg, es war nicht mehr länger zu- rückzuhalten. Die Volksstimmung ist-bei uns etwas, mit Dem der Herrscher rechnen muß."

Wir kamen dann, erzählte der Berichterstatter wei­ter, auf die Besetzung Bukarests durch die Deutschen zu sprechen. Der König sagte, und man konnte ihm einen gewissen Stolz anmerken, Deutschland als fein Heimatland nennen zu können: Der Fall Bukarests konnte nur den überraschen, Der Deutschland nicht kennt. Nie ist ein Volk furchtbarer, nie genialer im Erfinden neuer Kampfmittel gewesen, wie das deutsche Volk in diesem Kriege. Unwiderstehlich schob seine eiserne Mauer tiber die eisigen Berge der transsulvanischen Alpen hinweg nach Rumänien hinein. Wenn nicht so viele Leute bet unseren Verbündeten von dem verhäng­nisvollen Irrtum Befangen gewesen waren, daß die Mittelmächte schon am Boden lagen, dann hätte Rumä­nien vielleicht noch den Frieden. Der Fall von Buka­rest ist die Folge einer schlimmen Selbsttäuschung. Ich war davon frei."

Die Verantwortung für die richtige Wiedergabe dieser Aeußerungen muß natürlich dem Neuyorker Blatte überlassen bleiben. So ganz Wüte Schuld am Kriege, wie er es hier darzust^llen bemüht ist, war Kö­nig Ferdinand keineswegs. Zumindest liegt seine Schuld eben in seiner Schwäche gegen die Kriegstreiber.

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General v. Schwartzkoppen gestorben.

In der Nacht zum Mittwoch ist im Elisabeth- Krankenhaus zu Berlin Der General Der Infanterie von Schwartzkoppen gestorben, der erkrankt aus Dem Felde MüÄM^^ ... .

Das deutsche UnterseebootU." C. 8, über dessen Ankauf durch Holland zurzeit verhandelt wird, ist am 4. November 1915 an Der holländischen Küste gestrandet und seither in Holland interniert, eben­so wie das englische U-Boot, um dessen Ankauf sich die holländische Regierung bewirbt. Um eine Preis­gabe militärischer Geheimnisse würde es sich bei Dem Verkauf nicht handeln: denn ein Schwesterboot,U." C. 5, ist etwas später an der englischen Küste gestrandet und wurde natürlich von den Engländern längst un­tersucht.

Politische Rundschau.

Ueber den Frieden äußert sich der freikonservative Parlamentarier Freiherr v. Zedlitz imTag". Er schreibt u. a.: Hat man sich in den Vereinigten Staaten davon überzeugen müssen, daß an Friedensverhandlungen nicht eher zu denken ist, als bis Die Gegner im Weltkrieg ihre Kräfte in einem Entscheidungskampf nochmals gemessen haben, so ist nur noch ein ganz kleiner Schritt zu der weiteren Erkenntnis, daß Der Friede erst winkt, wenn unsere Gegner gezwungen sind, uns als Sieger auzu- erkennen, daß also alles, was unseren Sieg fördert und beschleunigt, zugleich die Erfüllung des amerikanischen Friedenswunsches fördert und beschleunigt. Formen des verschärften Unterseebootkrieges, Bei denen der Ehrenpunkt der Vereinigten Staaten voll gewahrt bleibt, werden sich finden lassen, sind voraussichtlich auch schon gefunden. Die Schlußfolgerung liegt auf der Hand, Thors Hammer muß mit mächtigen Schlägen zu Lande und zu Wasser die Pforten zum Tempel des Friedens öffnen. Dem fretkonservativen Abgeordneten Frei­herr v. Zedlitz-Neukirch ist der Titel Exzellenz verlie­hen worden.

Auch nach dem Frieden werden wir weiter scharf rationieren müssen. Zu diesem Schluß kommt der Vor­sitzende des Direktoriums der Reichsgetreidestelle Un­terstaatssekretär Michaelis in einem ArtikelReichsge- treide jetzt und später". Er sagt: Es wird auch nach dem Frieden nötig sein, den Riemen eng geschnallt zu halten. Wir werden weiter scharf rationieren müssen. Wir werden weiter alles Brotgetreide, auch das min­derwertige, für die menschliche Nahrung erfassen müssen, und wir werden bis tiber Den Bäcker hin den Konsum zu regeln haben. Erleichterungen werden erst allmäh­lich eintreten und werden dann mit großer Befriedi­gung entgegengenommen werden. Man muß aber den Gedanken mit vollem Errrst erfassen, daß zunächst wegen des Friedensschlusses eine Erleichterung auf dem Ge­biete der Lebensmittelversorgung soweit es sich we­nigstens um die Massengüter handelt nicht eintre- ten wird. Der SehnsuchisrufGebt uns Frieden, gebt uns mehr Brot!" hat keine innere Begründung. Des­sen müssen wir uns bewußt bleiben und nicht wegen des Mangels, unter dem wir leiden, nach Frieden schreien. Nein, sondern das Unvermeidliche tragen; sich gegenseitig helfen mit voller Selbstentsagung, die Kräfte bis zum äußersten anspannen, um Die Güter zu schaffen, die Deutschland hervorbringen kann, und im übrigen volles Vertrauen zu Gott und unserer gerech­ten Sache habetl. Das ist's, was not tut!

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Zusammenkunft der Parlamentspräsidenten der Viervundsftaaten. Die Präsidenten der Reichsparla­mente der Vierbundstaaten werden nach einer Berliner Blättermeldung zu einer vom 18. bis 22. dieses Mo- nacs W«#i ^niMM^a^^

Eine amerikanische Gesetzesvorlage gegen Er,»wa«- Analphabete«. Aus Neuyork wird der Frkf." Ztg." berichtet: Der Senat hat nunmehr die Gesetzesvorlage, wonach Analphabeten die Einwande­rung nach den Vereinigten Staaten unnwglich gemacht wird, mit überwältigender Mehrheit, nämlich unt 54 gegen 10 Stimmen, angenommen. Man glaubt allge­mein, daß die Vorlage trotz Wilsons Veto zum Ge,etz werden wird.

AanMchW Regent

Man kennt Die französische Kultureinrichtung, die den schönen Namen führt:Die 9tettoyeurS", zu deutsch:Die Reiniger", das heißt Die Soldaten, Die Die feindlichen Schützengräbenreinigen" muffen, dort nach Dem Sturm Die Ueberlebenden, die sich er­geben haben oder ergeben wollen, erbarmungslos er­morden. Man weiß auch, daß sich diese ideale Tätig­keit nicht auf die schwarzen Truppen beschränkt, sondern auf Grund höherer Befehle von allen franzö­sischen Truppen ausgeführt werden muß. Ein franzö­sischer Angriffsbefehl vom letzten Jahre, Den dieNeuen Züricher Nachrichten" veröffentlichen, gab darüber fol­gende, für alle Anhänger desRechts, der Freiheit und der Menschlichkeit" höchsterqntckliche Aufklärungen:

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innigen zurück, die ihre Ar- . Die dritte Welle läßt ihre

Jede Kompagnie der ersten Angriffswelle hat eine kalbe Abteilung Nettoyeurs. Jede Kompagnie Der 2. Welle hat eine ganze Abteilung, jede Kompagnie der 3. hat ebenfalls eine halbe Nettvycursabteilung. Die beiden Halbabteilungen Der Nettoyeurs bleiben in Dem zweiten Graben und entledigen sich dort aller Deutschen, die dort geblieben sind. Die zweite Welle handelt wie die erste. Sie läßt Die erste hinter sich zurück, läßt dort ihre beiden Nettoyeursabteilungen zurück, Die ihre Ar­beit mit Energie aussM: . 2.: 2 22 2 2 2 " V" zwei Halbabteilungen Nettoyeurs in Der ersten Linie ... Die Nettoyeurs werben nicht vergessen, daß häufig Die deutschen Soldaten, nachdem sieKameraden" ge­rufen haben und Die Hände erhoben haben, uns in den Rücken schössen." Nach diesem letzten AusreizungS- versuch, der den französischen Soldaten, die vor dem scheußlichen Mordhandwerk zurückschrecken könnten, jeden Skrupel nehmen soll, folgt Dann ein Appell au denWillen Gottes!"

Diese scheußliche, aubefohlene Ermordung hat übrigens im Knlturfrankreich bereits ihre poetischen Verherrlichet: gefunden. In Der bekannten Pariser ZeitschristLa Vie Parisienne" findet sich nämlich ein Scherzgedicht", das in deutscher Uebersetzung folgender­maßen lautet:

O! werfen wir die feinen Granaten

In den zitternden Haufen der Feldgrauen!

Bleiben wir taub, wenn sieKamerad!" rufen

Und wir durch die Gräben ziehen.

O! welche Wollust ist dieseReinigung", Die die feigen Drückeberger nicht kennen! Wir freuen uns an Diesem wilden Ragout An den Abenden, da Die schönen Heeresberichte erscheinen.

Treffender und genauer konnte man in Der Tat den prosaischen Befehl, Den wir oben Wiedergaben, nicht poetisch erklären. Nur Der Anruf Gottes fehlt. Sonst ist diese Dichtung Der großen Sache Der Kultur und Menschlichkeit ebenso würdig wie der Angriffs­befehl. .... Aber eins können wir ohne Heuchelei von uns üeücuurtenr Die deutwe Zeitung, Die ein der­

artiges Gedicht zu bringen wagte, hätte die längste stell bestanden, da sich alle deutschen Leser mit Ekel von ihr abwenden würden. Wir achten unsern Feind und tö­ten nicht mitWollust", sondern unter dem Gebot har­ter Notwendigkeit und geben dem gefallenen Feind ein ehrenvolles Grab, weil wir einen auf dem Felde der Ehre gefallenen Helden in ihm sehen und keinwil- ^^WhThw es die Franzosen tun. Ein Pfui dem Drchter dieses Pamphletes, ein Doppelpfui aber den Lesen: der Pariser Zeitschrift. Sie haben kein Recht mehr, sich Kulturmensch zu nennen und Külturkämpfer erst recht nicht. Wie tief gesunken ist doch die einstmals ritterliche Natron!

PermiFdites«

Sie Hindenbnrg-Spe«de zeitigt erfreuliche ergeb« nipe, so daß zu hoffen ist, daß ihr Zweck im großen -^^sstrnge erreicht wird. Ende dieses Monats werden wohl Die ersten Zahlen des Ergebnisses herauskommen. Ostpreußen, die von den Russen hart heimgesuchte Pro- vmz, allein hat bis jetzt schon an 1000 Zentner Nah­rungsmittel zur Verfügung stellen sönnen.

Vorläufig kein Pilsner. DieMünch. N. N." schrei­ben: Ein Jammern und Klagen hebt bei der Schar der Liebhaber des berühmten Pilsner Trankes an. Wie nämlich aus dieser Vierstadt gemeldet wird, haben die dortigen Brauereien vorläufig ihren Betrieb eingestellt. Die Biertrinker müssen sich von nun an mit demGe­wöhnlichen" begnügen. In München ist die Bier­knappheit durch die bis 1. Oktober v. Js. rückwirkende Konttttgentierung so groß geworden, daß die meisten Gaste nach 8 Uhr abends fein Bier mehr erhalten. Des­halb Durfte in kurzer Zeit die EinWrung von Bier- marken erfolgen. ____

_ Eine Familwntragödie hat sich in Schwanebeck"bei Halberstadt abgewielt. Als das Dienstmädchen im fßufe des Direktors des Portland-Zemeniwerkes Ru­dolf vorder in Schwanebeck die Veranda betreten wollte, lag die 16jährige Tochter tot in ihrem Mute Da; in Dem ueruDIgiienen Schlafzimmer fanden sich weiter Die Leichen öe» Ehepaares selbst, von denen Die Frau eine Schußwunde aufwies, während der Ehemann sich er­hängt hatte. Zu der Familientragödie wird noch be­kannt, daß Foröer, Der 46 Jahre alt ist, Sonntag abend zwischen 8 und 10 Uhr erst die Tochter, die assnungs- Gs in der Veranda sich aufhielt, und dann seine in der Schlafitube befindliche Ehefrau erschossen hat, um sich dann selbst mit einer Schlinge am Fensterkreuz aufzu- hatigen. In dieser Stellung hat sich der Mörder und Selbstnwrder dann noch einen tödlichen Schutz in den Kopf beigebracht. Ueber die Gründe zu Der entsetzlichen Tat ist noch nichts Sicheres bekannt.

Erfreuliches Sparresullat. Die Berliner Sparkasse hat durch Umfrage bei den Groß-Berliner Sparkassen über die Entwicklung Der Jugendzwangssparkassen im ersten Halbjahr ihres Bestehens ('AprilOktober) fol­gendes festgestellt: Die Zahl der Jugendsparbücher be­tragt 64 000 mit 3 Millionen Mark Einlagen. Eingezahlt waren bisher 4,3 Millionen Mark, davon sind 1,3 Mil- lionen Mark zurückgezählt. Auf die Stadt Berlin ent­fallen 32 000 Sparkonten mit 1,2 Millionen Mark Ein­lagen, auf Spandau 8713 mit 675 000 Mark, auf Char- lottenburg 3159 Konten mit 158 000 Mark. Von den Jugendsparkonten der Stadt Berlin lauteten 27 500 auf unter 50 Mark, 4300 auf 50100 Mark, 2500 auf 100 bis

72 auf 500750 Mark, 11 auf 750-10Ö0 Mark unö 2 aul über 1000 Mark. Es handelt sich dabei um die Erspar. Nisse aus Arbeitslohn in einem Halbjahr.

Weitere Drahtnachrichten.

Griechenland nimmt das Ultimatum an?

o^ Lugano, 11 Januar. (T. u.) Nach einer Mel- dung des Athener Vertreters desCarriere Delta Sera" wird Griechenland das Ultimatum Der Entente anncy- men. Diese wird Griechenland zur Dnrchführuua der verlangten Fordernngeu 15 Tage Frist geben.

3=^ Genf, 11. Januar. (T. U.) Nach DemPetit Parisien" hätte lautB. L.-A.", falls der Abbruch der diplomatifcheu Beziehungen zwischen der Entente und Athen unvermeidlich wäre, General Sarrail bestimmte Weisung, dem Willen der Schutzmächte militärischen Nachdruck zu verleihen und für Die Sicherheit der seiner Führung anvertrauten Streitkräfte, einschließlich der italienischen, zu sorgen.

Der Vormarsch auf Galatz.

®-£ Sofia, 11. Januar. (T. U.) Die verbündeten bulgarischen, deutschen ünd osmanischen Truppen halten die Landzunge, welche Galatz gegenüber sich bis in Die Donau-Biegung erstreckt. Galatz steht schon nnter dem Jener unserer Nahartillerie. Zwar ist die Umgeoung Der Stadt sumpfig, doch ist Die Stadt selbst gegen An­griffe nicht geschützt. Wenn Die Russen mit großen Kräften sie verteidigen wollten, würden sie schwere Ver­luste erleiden.

Die Lage an der italienischen Front.

^. Budapest, 11. Januar. (T. U.)As Est" mel­det aus Dem Kriegspressequartier: Im Karstgebiet herrscht ungünstige und neblige Witterung, was auch Artilleriekämpfe verhindert. Wenn das Wetter sich auf« hettert, wird das italienische Artilleriefeuer lebhafter werden. Im Alpengebiet vcrhirröern Schnee und Regen größere Kriegsoperationen. Die scheinbare Ruhe der Italiener verichleiert intensive Arbeit, die deutlich fest- gestellt wurde.

Liautheys heimliche Fahrt.

^ Genf, 11. Januar. (T. U.) Nach einer Mel- dung aus Casablanca mußte lautBl. Alp." der fram zösische Kriegsminister Lianthey, um zum Antritt seines Amtes nach Paris zu kommen, in Fedhala, einem kleinen ungefähr 25 Kilometer von Casablanca entfernten Hafen, sich heimlich auf einem französischen Unterseeboot ein, schiffen, das von neun Schaluppen begleitet war. Vor Casablanca kreuzten damals zahlreiche deutsche Unter­seeboote.

Bändel und Verkehr«

9lnf Die fünfte Kriegsankeihe sind in der ersten Woche des neuen Jahres 151 Millionen Mark neu ein­gezahlt worden: es sind jetzt oollgezahit 9953 Millio­nen Mark, gleich 93 Prozent des Zeichnungsergebnis- ses von 10 698 994 900 Mark. Die Zeichnungen auf die fünfte österreichische Kriegsanleihe sind am Mittwoch geschlossen worden und haben nach den ersten Feststellungen eine Summe von 4 412,8 Millio­nen Kronen ergeben. r