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ein UnterhalkungSabend mit anschließendem Festball statt Um 8 Uhr war -er Saal voll besetzt. Nach dem Begrützungstied widmete der 1. Vorsitzende den er­schienenen Gästen herzliche Beftrüßnngsworte und ließ das deutsche Lied hochleben. Das Pcoaramm war sehr reichhaltig und die vorgetragenen Männerchöre, Kuplets, Due'te, Quartette und Rezitattonen fanden reichen Beifall Besonders gefiel das reizende Sing­spiel: „Aus der Jugendzeit I", dessen gesangliche Ein. lagen durch Frl. Fatkenihal sehr gut eingeübt waren. Alsdann trat der Tanz in seine Rechte und hielt die Festteilnehmer bis in die frühen Morgenstunden fest.

Mit Stolz kann -er Sängerverein auf sein goldenes Jubiläum zurückblicken. Die aufopfernde Tätigkeit des Dirigenten, Vorstandes und der Mttwtrkenden ist durch -en schönen Verlaus des Festes glänzend be. lohnt worden. Möge es dem Sängerverein vergönnt sein, dereinst sein diamantenes Jubelfest zu begehen.

Hersfeld. Die von der Marinekamerad- Schaft veranstaltete Gründungsfeier war gut besucht. Der Vorsitzende Bürkle begrüßte die Erschienenen, legte in kurzen Zügen den Werde, ang der Vereinigung und Zw ck und Ziele des Bundes deutscher Marine- vereine dar. Die von deutschem Geist getragenen und zur Einigkeit mahnenden Worte klangen in ein Hurra auf unser Vaterland aus. Se. Exz Herr Admiral v. Boedtcker, Vorsitzender des Gaues Hessen- Waldeck, dankte und hob die Rührigkeit der Marine- kameraüschaft Hersfeld, insbesondere die -es Vor- sitzenden hervor. Mit einem Hoch auf die Vereinigung schloß er seine mitBegeisterung aufgenommenen Worte. Nachdem noch gemeinschaftlich das Flaggenlied ge­sungen war, fand die Festfolge ihre Erledigung. Das lebende Bild „Unterseeboot auf Wacht" erntete mit seiner prächtigen Ausstattung tosenden Beifall. Ein von 16 Damen in Matrosenkleidung aufgeführter Reigen fand Beifall desgl. die Gymnastik von 3 Matrosen. Mit wunderbar wirkender Bühnenaus­stattung ging die Linientarife vor sich. Hier konnte man Dienst und Freizeit aus dem Schiff kennen lernen. Dann als Neptun mit Gefolge in phan­tastischer Kleidung an Bord kam und die Taufe mit all ihrer Zermonte vor sich ging, kamen die Besucher aus dem Lachen nicht heraus. Die Grübersche Kapelle und Vorträge füllten die Pausen gut aus, sodaß daS Ganze eine gut gelungene Unterhaltung war. Auf alle Fälle kann die Marinekameradschaft mit dem Erfolg zufrieden sein.

Hersseld. Der Lichtbildervortrag des Herrn Lehrers Schulz-Cassel, über Pflanzenleben und Pflanzeuschönheit veranstaltet vom Kreisausschuß für Jugendpflege, war leider nicht besonders besucht. Wie groß und gründlich doch diese Natur angelegt ist. So ein blendend weißer Blütenkelch des Sauer­klees faßt jedes für sich ein kleines Wunder, ein Wunder der Technik und ein Wunder des Levens. Und es tragen schwache Blütenblättchen wie auf weißen reinen Händen das große SehnsuchtSlied des Lebens und die Sonne des jungen Mat steht leuchtend da­rüber. Welch ein frisches Leben in diesen Bluten­dolden des Bärenklau, in diesem Eichbaume des Reinhardswaldes, in dieser KMtigtztt der Nacht, rn dem Blüten des Stechapfelb.umes, in den Kronen der Kiefern und Kastanien, m diesen Wurzeln der Ur- waldväume. Und wie pln unsere deutschen Waid- bäume mit ihren Schneekapuzen. Der Bortrag regte zur Beobachtung der stillen Kräfte der Natur an. Der Mandolinenklub Edelweiß unter Leitung von Herrn Weidemanu bot in guter Abtönung einige frische Musikstücke. Herr Pfarrer Scheffer dankte dem Redner sowie dem Klub Edelweiß für die Dar­bietungen.

§ Hersfeld. Bet der am 1. Dezember stattgefun- denen Viehzählung waren in Hersfeld in 910 (95/) viehhaltenden Haushaltungen vorhanden: 199 (196) Pferde, 1 (0) Maultier, 262 (269) Stück Rindvieh, 238

Betanutmoftungen Bet ötaötbeBötöen.

Pflegest«»« für ein 7% Jahre altes Mädchen gesucht. Näheres durch das Fürsorgeamt Hersfeld, Rathaus Zimmer 10.

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(Kleider und Schuhe für Er­wachsene und Kinder, Geld und Nahrungsmittel, Weih- nachtsgebäck und Spielzeug) werden 8 bis zum 15. Dezember 1925 ■

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Die Evangelische Frauenhilfe.

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(216) Schafe, 758 (972) Schweine, 608 (691) Ziegen, 5524 (6200) Stück Federvieh, 152 (0) Bienenstöcke. Die ein­geklammerten Zahlen sind die des Jahres 1924.

§ Hersfeld. Bet der vom 4.-6. Dezember in Fulda stattgefundenen allgemeinen Geflügel- Ausstellung haben auch einige Mitglieder des Geflü g el,z uchtve reins Hersfeld sehr gut abgeschnitten. Es erhielten folgende Herren von hier Preise: Heinrich Schleicher aus silberhalsige Italiener gut 2. Preis und 59. Preis auf Gesamt­leistung - Reinhard K niese auf Stlberwyandott sehr gut 1. Preis und Ehrenpreis, sehr gut 1. Preis, 4 mal gut vier 2. Preise, auf schwarze Italiener gut 2. Preis, 10. Preis auf Gesamtleistung, Jakob W e r t - heim auf rote Rhodeländer 2 mal gut zwei 2. Preise und 52 Preis auf Gesamtleistung; Heinr. Gebauer auf gestreifte Italiener gut 2. Preis und 46. Preis für Gesamtleistung; F. W. Schönewolff auf Perl­hühner sehr gut 1. Preis, gut 2. Preis und 28. Preis auf Gesamtleistung.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Die milde Südströmung an der Vorderseite eines west­lichen Tiefdruckwirbels gewinnt langsam weiter ost­wärts Raum Die größte Kälte hat sich seither noch südlich des Mains und westlich des Oberlaufs des Rheins gehalten, doch auch hier allgemein schon sich abgeschwächt. Mit weite em Nachlassen der Fröste ist zu rechnen. — Witterungsaussichten für Mittwoch: Weitere B.wölkungszunahme und Abschwächung des Frostes.

Cassel. Das städtische Nachrichtenamt gibt über die Vorgänge im Arbeitsamt folgende Darstellung: Die vorläufigen Ermittlungen haben ergeben, daß dem Stadtobersekretär Günther außer der Veruntreuung ei­nes Betrages von rund 100 Mark bisher weitere Ver­fehlungen nicht nachzuweisen sind. Dagegen ist festge­stellt, daß der frühere Kassierer des Arbeitsamtes, Stadt- assistent Gräser, Unterschlagungen in Höhe von rund 8000 Mark begangen hat. Gräser ist bereits vom Amte suspendiert worden, Günther einstweilen beurlaubt. Die Verfolgung der strafbaren Handlungen liegt in den Händel, der Staatsanwaltschaft.

Appenfeld. Das um 8,30 Uhr von Homberg kommende Postauto blieb zwischen Appenfeld und Grebenhagen im Schnee stecken. 10 Arbeiter waren bis 1 Uhr nachts tätig, um__hen Waaen wieder flott au machen.

Gersfeld. Auf der Wasserkuppe herrscht jetzt ein reges Leben. Nicht nur bei den Skiläufern und Rodlern geht es lebhaft zu, sondern auch die Segelflieger gehen wie­der an die Arbeit und holen ihre Flugzeuge aus den Schuppen. Insbesondere ist es die Darmstädter Flie­gerschule Mariens, die fleißig üben läßt. Mehr als dreißig Flieger tummeln sich auf der bis zu 1 Meter hohen schneebedeckten Wasserkuppe und brauchen unfrei­willige Landungen nicht zu fürchten: denn ihr Schutz­engel ist der hohe Schnee.

— Die Verbandswettläufe der mitteldeutschen Skiver- etne werden in der Umgegend von Gersfeld stattfinden. Skihütten und vorzügliche Wegemarkierungen sind vor- Handeu.

Höchst a. M. Das hiesige Amtsgericht hat den Bür­germeister von Kriftel, Greif, der in die Affäre des kürzlich wegen Unterschlagung zu 18 Monaten Gefäng­nis verurteilten Gemeinderechners Dudcck verwickelt war, wegen Beihilfe zur Unterschlagung zu Ungunsten der Gemeindekasse zu neun Monaten Gefängnis verur- "-Bet'der im Konkurs befindlicherMMWUr von August Bernhardt betragen die Verpflichtungen meh, als eine Million Mark, während die Masse kaum nen­nenswerte Werte enthält. Was vorhanden ist, ist ver­pfändet.

Frankfurt. In der Altstadt wurde nachts ein alter Mann sterbend aufgefunden. Der Bedauernswerte war infolge der großen Kälte zusammengebrochen und er­froren. Man brächte ihn nach dem städtischen Kranken­haus, wo er alsbald verstarb.

Wiesbaden. An der Platte fauste beim Rod-ln der achtzehnjährige Oberprimaner Willfried Schweitzgurth mit einem Schlitten, als er eine Kurve passierte, in den Graben. Hier schlug er derart schwer auf, daß er be­sinnungslos liegen blieb. Der junge Mann verstarb nach kurzer Zeit an dem beim Sturz erlittenen schweren Schädelbruch und inneren Verletzungen.

BeKMtMNchWg.

Im Wege der Zwangsvoll­streckung sollen zu Heringen am

Imnerstag, d. 10. Dez.

vormittags 11 Uhr

1 Fahrrad 1 Schreib­maschine öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung ver­

steigert werden. Zusammen­kunft der Kauflieber in der Wirtschaft Gunkel.

Hersfeld, 8. 8. Dezbr. 1925

Becker,

Obergerichtsvollzieher.

Ehemalige

167'

Heute Dienstag abends 8V2 Uhr

Monats­versammlung

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Sonntag den 13. Dezember 1925 findet im Auguste Viktoria - Haus von 11 Uhr vormittags ab, eine

Ausstellung von weiblichen

Handarbeiten statt. Nachmittags wird Kaffee und Gebäck ver­abreicht. Der Erlös wird zu wohltätigen Zwecken verwandt.

Der Vaterländische Fraüenverein.

Aus aller Welt.

Banküberfall in Dublin.

London. In Dublin ereigneten sich zwei Auffehen er­regende Ueberfälle. Bewaffnete und maskierte Räuber überfielen ^ie Filiale der Royalbank in Norihwall uni) raubten über 1400 Pfund Sterling. Es erscheint als bei­nahe unmöglich, daß im belebtesten Teil von Dublin eine Bank ausgeraubt werden kann, ohne daß bei: leiseste Versuch gemacht wird, die Einbrecher festzuhalten, die übrigens ihrer Sache so sicher waren, daß sie es nicht einmal für nötig fanden, die Fernsprechleitungen zu durchschneiden. Man vermutet denn auch, daß es sich nicht um einen gewöhnlichen Raubüberfall, sondern um einen erzwungenen Beitrag der Bank an eine extrem revolutionäre Organisation ge­handelt habe.

Ein paar Stunden vorher war es zu einem Ueberfall in Eornabrone, in der Nähe von Ballinamore, gekommen, wobei ein Mann sein Leben einbüßte. Maskierte Männer brachen in ein Haus ein, erschossen den Besitzer und schleppten alles weg, was sie finden konnten. Ob dieser Raubzug politische Motive hat, weiß man nicht. Tatsache ist jedoch, daß sich ähnliche Ueberfälle in letzter Zeit sehr gemehrt haben.

Z Schadenfeuer im ehemaligen Kölner Polizeipräsidium. Der Dachstuhl und das oberste Geschoß des ehemaligen Po­lizeipräsidiums in K ö l n wurden durch Feuer zerstört, in dem jetzt die Reichsverwaltung II und das Zollpostamt unter, gebracht sind. Soweit bisher bekannt wurde, sollen die Akten unversehrt geblieben sein. Man vermutet, daß der Brand durch einen schadhaften Kamin entstanden ist. Durch den Brand wurden historisch wertvolle Teile des 300 Jahre alten Gebäudes besonders stark mitgenommen.

Z Ein Feuerwehrmann verbrannt. In S ch w i e» ch e l t bei Peine in Braunschweig brach im Dachstuhl der Gastwirtschaft Wittenberg Feuer aus, das sich rasch aus- breitete. Das Gasthaus mit Ladengeschäft und Wohnräumen brannte vollständig aus. Der Feuerwehrmann Rife, der auch Turnwart des Turnvereins war, wollte die Turngeräte aus dem Saal Hosen. In demselben Augenblick stürzte die Decke ein und begrub Rife unter sich. Er konnte nur als verkohlte Leiche geborgen werden.

ö” Furchtbarer Erstickungstod. Im Siechenhaus in L e m g o (Westfalen) wurden sieben Kinder im Alter von ein bis drei Jahren tot aufgefunden. Der Tod ist durch eine Vergiftung von Kohlenoxydgas herbeigeführt worden.

Z Starkes Treibeis auf dem Rhein. Der Rhein bei Köln ist in seiner ganzen Breite mit Eisschollen bedeckt, so daß viele Schiffszüge in eiliger Fahrt Schutzhäfen aufsuchen mußten. Wie weiter gemeldet wird, führen auch Mosel, Sieg, Nahe und Main starkes Treibeis. Die Nahe ist bei Bingen zugefroren. Auch der Binger Hafen ist mit einer Eisschicht bedeckt. Bei Koblenz mußte wegen des. starken Treibeises die Schiffsbrücke in den Sicherheitshafen nach Ehrenbreitstein abgefahren werden.

Effektenmarkt.

Am Markt der inländischen Anleihen hatte die Schutz­gebietsanleihe mit 3,87,50 und die S p r o z. Reichs- a n I e i h e mit 0,180 eingesetzt, um weiterhin auf 0,1825 anzu- ziehen. — Von Eisenbahnaktien gaben Hochbahn um 1,50 Prä^iut-aaL. -^Lssu Lch.tchf.Ltz rttLLktten waren nach gyL^ sanglicher Festigkeit Hapag im späteren Verlaufe wieder ausge­glichen. — Bankaktien eher etwas gedrückt. — Montan- aktien waren durchweg schärfer gedrückt. — Kaliwerte neigten wiederum nach unten. — Auch der Markt der chemi­schen und Farbwerte zeigte schwächere Haltung. — E l e k - trizitäts^aktien neigten, gleichfalls nach unten.

Handel.

Berliner Börse vom Montag.

Die Börse hat die neue Woche wider Erwarten in schwächerer Haltung begonnen. Der Rückgang der Kurse würde sich gleich zu Beginn noch stärker ausgedrückt haben, wenn nicht der Schiff- fahrtsaktienmarkt anfangs auf weitere Käufe ziemlich feste Hal­tung und vereinzelt erheblichere Kurssteigerungen gezeigt hätte.

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