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Aus der Heim .

tui dies Rubrik sind (THtfeifungen fokalen UnlereHes aus dem Leserkreise stets eraünfcht und »erden auf Wimidi bezahlt.

Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht!" Zum Neformationsfest.

Ein Inbegriff der Kraft dünkt mich das Reformationsfest. Wie wenn Frühlingsmächte im Herbst entbunden werden. Posaunenstöße vom Turm her müssen es über die Dächer tragen, über die kahlen Felder, darüber der Nebel braut über die Herzen voll Sorgen, über die Welt voll Schuld und Not: E i n feste Burg ist unser Gott!

Die Luthertat vom 31. Oktober 1517 darf in ihrer Absicht nicht überschätzt werden.Aus Liebe und Eifer, die Wahr­heit an den Tag zu bringen, wird über untenstehende Sätze dis­kutiert werden", steht über den 95 Thesen. Ein Gelehvtengespräch beabsichtigte Luther. Freilich ging's gegen einen bösen Schaden; und der Antrieb kam aus einem geängsteten Gewissen. So war Gottes Treiben dahinter; und die Gottestat vom 31.Oktober 1517 kann in i wer Tiefe und Wirkung nicht hoch genug ein- gefchätzt werden. Daß in jener Zeit in vierzehn Tagen die Sätze ganz Deutschland durchlaufen hatten,wie wenn die Engel Boten­läufer wären", das erweist die Mann es tat als Gottes Werk. Luther hatte zwarder Katze die Stellen angebunden"; aber er weist jeden Ruhm bescheiden von sich.Ich wußte selbst nicht, wie viel es damit auf sich hatte, und das Lied wollte meiner Stimme zu hoch werden."

Um so mehr haben wir ein Recht, zu sagen:Das ist vom Herrn geschehen und ein Wunder vor unseren Augen", und damit d i e P f l i ch t, an dem Erbe der Reformation als an Gottes Geschenk und Gnade festzuhalten. Ströme und Strahlen des Segens gehen fort und fort von Luther, dem Manne und seinem Werke, aus, das doch eben Gottes Werk ist. Er ist der Prophet, den der Geist aus der Höhe erfüllt. In den Jahren der Erinnerung an das, was vor nun vier Jahrhunderten ge­schah, brächte 1925 das Gedenken an das Lutherhaus. A u ch das war befreiende Prophetentat, daß er's baute. Und es weist uns auf das im äußeren und inneren Bestände heute so gefährdete Heiligtum das deutsche, evangelische Haus.

Am Luthererbe halten heißt nicht, des Propheten Grab schmücken und dieFeste Burg" singen in festlicher Stunde, heißt, das Luther haus bauen auf des Evan­geliums Grund in Lauterkeit und Liebe als die Heimstatt eines frommen Geschlechts und als die feste Burg gegen alle listigen Anläufe des Teufels; heißt, in zerfahrenen Tagen zur Innerlichkeit zurückzukehren, da die tiefste Frage laut werden kann nach der Seele Frieden vor Gott. 9fm Luthererbe halten, geht nicht ohne Kampf, weil's der Feind hemmen will; aber das Fiel ist die Luther­freude eines mit Gott versöhnten Gewissens.

8 Hersseld Am nächsten Dienstag, abends 7 Uhr, findet im Rathaussaale eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung statt. Auf der Tagesordnung stehen u a. folgende Punkte: Ge­währung von Räumungsprämien für sretgemachte Wohnungen. Berufsschulbeiträge. Kreissteuern. Verwendung des Restes des Kriegsschulkaufgeldes. Amtsgerichtsneubau. Grundstückserwerbung, Grund- stücksaustausch, Fluchtlinienänderung.

8 Hersfeld. Aus Anlaß des 400jährigen Geoenktages der Reformation fand heute Vormittag in der evangelischen Stadtkirche für sämtliche Schulen ein Festgottesdienst statt. Die Schulen zogen in geschlossenem Zuge zur Kirche. Das Musikkorps des Gymnasiums sowie Gesangs-Cböre der Schüler und Schülerinnen trugen zur Ver­schönerung des feierlichen Aktes bei. Die Festpredigt hielt Herr Superintendent Feyerabend.

Hersseld. In Friedlos fuhr gestern Nach­mittag ein 11jähriger Junge aus Friedlos mit einem Fahrrad von Reilos kommend in ein in der Richtung Bebra fahrendes Auto. Durch die Kreuzungsstraßen konnte der schnell fahrende Junge das Auto nicht sehen und so fuhr er direkt gegen das Auto. Der Junge zog sich durch den heftigen Anprall einen Schädel- und Schenkelbruch zu; außerdem biß er sich noch die Zunge ab und wurde von dem Auto- führer den keine Schuld treffen soll dem hiesigen Krankenhaus überführt, woselbst er noch ohne Bewußt­sein liegt.

Hersfeld, (Verbandstag der Evangel Arbeitervereines Wie aus der heutigen An­zeige hervorgeht, hält der Kurhessische Verband Evan­gelischer Arb itervereine am Sonntag den 8 Novbr. seinen Verbandstag in Hersfeld. Der Ernst der wirtschaftlichen Lage macht es ihm aber zur Pflicht, von größeren Veranstaltungen, wie sie sonst bei ähn­lichen Anlässen üblich geworden sind, Abstand zu nehmen. Die Zusammenkunft soll sich vielmehr nur auf eine Mitgliederversammlung beschränken, die nachmittags um 3 Uhr im Kaiserhof stattfindet und eine Aussprache über die Aufgaben der Vereine und den Ausbau des Verbandes bezweckt. Ein Fa vilien- abend, der um V28 Uhr beginnt, soll dann im Saal des Hotels zum Stern die Mitglieder des Evang. Arbeitervereins und der Evang. Frauenhilfe ver­einigen. An demselben wird uns Herr Pfarrer Fuchs- Hofgeismar mit einem Vortrag über das zeitgemäße Thema erfreuen: Die Familie und ihre Bedeutung für das Leben des Volkes. Aufführungen und musikalische Darbietungen werden zur Unterhaltung und Anregung der Teilnehmer beitragen. Um aber auch die Gemütlichkeit zu ihrem Recht kommen zu lassen, soll sich eine gemeinsame Kaffeetafel anschließen, wozu die Mitglieder Tassen und Gebäck mitbringen wollen. So hoffen wir, daß die Tagung in einer edlen Geselligkeit ihren Ausklang findet, wie es einer auf kirchlicher Grundlage stehenden Organisation entspricht.

Hersseld. Die Stadt läßt augenblicklich mit dem Neubau eines Beamtenwohnhauses in der Burggasse beginnen, nachdem das alte Kemmlersche Haus, das schon tüchtig gestützt war, abgerissen worden ist. Das neue Haus soll noch in diesem Jahr im Rohbau fertig werden. Der Rohbau wird von der Firma H. Bolender ausgesührt und kostet etwas über 16 060 Mark. Das fertige Haus wird vier größere und zwei kleinere Wohnungen enthalten, die in erster Linie an Poltzelbeamte vergeben werden sollen, damit diese möglichst in der Nähe der Polizeiwache wohnen.

Hersfeld. An dem photographischenWett- bewerb, welcher im Eivv rnehmen mit der Stadt vom Kur- und Ver kehrsver. in veranstalte» wo: den war, um Bilder zur Unterstützung der Werbung für Stadt und Bad zu erhalten, hatten sich 13 Amateur- Photographen mit einer größeren Anzahl von Auf­nahmen beteiligt. Von dem Preisrichterkollegium wurden in der am 25 Oktober stattgefundenen Sitzung folgende Einsender mit Preisen ausgezeichnet:

1. Preis 50 RMk. Herr Rektor Zinnall (Kenn­wort Vitalis) für das BildWandelhalle im Kurpark."

2. Preis 35 RMk. Herr Paulheinz Baldus, stud. math., Marburg (Kennwort Bismarck), für das Bild Partie an der Hamburger Hütte im Winter".

3. Preis 20 RMk. Herr Rektor Zinnall, Hersfeld, für das BildGesamtansicht von Hersfeld"

1 Preis 10 RMk. Herr Rektor Zinnall, Hersfeld, für das BildIm Kurpark".

1 Preis 10 RMk. Herr Günther Neuhaus, Hers­feld (Kennwort Lambert) für das BildMühle Bolender, Dippelstraße".

1 Preis 10 RMk. Herr Apotheker Wtlh. Reinhardt, Hersfeld (Kennwort Kustos), für das BildIm Kur- park".

1 Preis 10 RMk Herr Kurt Boleg, Hersseld, (Kennwort Blücher), für das BildKlausturm am Schillerplatz."

1 Preis 5 Mk. Rektor Zinnall, Hersfeld für das BildBadehaus im Kurpark."

1 Preis 5 RMk. Herr Rektor Zinnall, Hersfeld, für das BildStraße am Kirchtor".

1 Preis 5 RMk. Herr Paulheinz Baldus, stud. math., Marburg, für das BildAnlagen am Burgtor im Winter."

1 Preis 5 RMk. Herr Günther Neuhaus, Herfeld, für das BildUffhäusertor".

1 Preis 5 RMk. Herr Günther Neuhaus, Hers­feld, für das BildRathausansicht".

1 Preis 5 RMk. Herr Dr. med Auel, Hersfeld (Kennw. Mareile) für das BildStraße am Hanfsack".

1 Preis 5 RMk. Herr Ulrich Baldus, Marburg, (Kennwort U-Boot) für das BildWtgbertshöhe von der Teufelsbrücke aus gesehen".

1 Preis 5 RMk Herr Wilhelm Sommermeier, Hersfeld, (Kennwort Barus), für das BildSchloß Herzberg".

Außerdem wurden noch 11 Bilder zum Preise von 3 RMk pro Stück käuflich erworben: 7 Bilder von Herrn Rektor Zinnall, Hersfeld, 2 Bilder von Herrn Günther Neuhaus, Hersfeld, 1 Bild von Herrn Ulrich Baldus, Marburg a. d. Lahn, 1 Bild von Fräulein Grete Pforr, Hersfeld.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Der hohe Luftdruck, der sich über Mitteleuropa ausgebildet hat, hat sich zunächst noch gehalten. Die Druck- störungen, die im Westen liegen, haben bisher nur sehr wenig in seinen Bereich eindringen können. Sie werden durch Bewölkungszunahme zwar etwas mehr Einfluß erlangen als seither, aber noch nicht zu schlechtem Wetter übersühren.

äs Kahma - mittet gleich,,#

MARGARINE . ^ ^^ |

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Um vielen Wünschen zu entsprechen, findet am Sonntag, den 1. noubr. d. Js., nachm 3.30 Uhr

in unserer Turnhalle eine ntlenillche HauplprobB g^MHHBjMMHniEaffifflmHMMHlMHHnHH^ unserer Ahenöueransiailung statt.

Eintrittspreise für Kinder und Schüler 50 Pfg.

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Kirchliche Nachrichten.

Sonntag, den 1. November (Reformationsfest.)

Vormittags WO Uhr: Herr Sup. Feyerabend, Mitwirkung des Kirchenchors. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Nachmittags V26 Uhr: Herr Pfarrer Sinn ing von Mecklar. Petersberg Vor­mittags 10 Uhr: Gottesdienst. Untermann. Vor­mittags 10 Uhr: Gottesdienst. Allmershause» Vor­mittags V2IO Uhr: Gottesdienst. Heenes. Vormittags Wl Uhr: Gottesdienst.

Katholischer Gottesdienst.

Fest aller Heiligen.

774 Uhr hl. Messe. WO Uhr Hochamt und Predigt Pfarrer Hilden. Va3 Uhr Andacht, danach Beicht­gelegenheit.

Montag Allerseelen.

8 Uhr feierliches Amt für alle Verstorbenen. Mitt woch und Samstag Abend 8 Uhr Rosenkranzandacht, danach Beichtgelegenheit. Samstag 5 Uhr Beichtgelegen­heit. - Werktags 7 Uhr hl. Messe.