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neuen deutschen Zolltarife mit den deutschen Behörden zu er­wägen. Besonders wünscht Dänemark mildernde Bedingun­gen für den Export von Pferden und Fleisch zu erlangen.

Starke KurSbefestigungen der italienischen Valuta.

Berlin. Die italienische Lira hat an den internatio­nalen Devisenbörsen eine außerordentlich starke Kursbefesti- gung erfahren. Die Ursache hierfür wird in Kreisen des Devisenhandels in den energischen Maßnahmen der italie­nischen Regierung gegen die Devisenspekulation und in leb­haften Interventionen gesucht.

Die Verhandlungen über den Anschluß der baltischen

Staaten an Polen ergebnislos.

Genf. Die baltische Staatenkonferenz hat ein Fiasko erlitten. Der estnische Außenminister Pusta, der das Ver­trauen der Regierung in so geringem Maße genießt, daß er der estnischen Delegation beim Völkerbund nicht angehört, ist nicht die geeignete Persönlichkeit, um nach dem Tode Meierowiczs den Zusammenschluß der baltischen Staaten mit Polen durchzusetzen. Auch der lettische Vertreter, Schumanis, darf als eine Persönlichkeit bezeichnet werden, die ohne jeden Einfluß auf die Politik der baltischen Staaten ist. Die Ver­handlungen über den engeren Anschluß der baltischen Staaten an Polen sind somit ergebnislos verlaufen. Von polnischer Sorte wird hierüber aufrichtiges Bedauern zur Schau getragen. Als Folge dieser Isolierung Polens darf die Nichtwahl des polnischen Außenministers Skrzynski zum Vizepräsidenten der Vollversammlung angesehen werden.

Zys und Aus§ÄN^

ist

Der Reichspräsident wieder in Berlin.

* Berlin. Reichspräsident von Hindenburg am Dienstag abend, kurz nach neun Uhr, mit dem fahrplan­mäßigen Zuge von München in Berlin wieder eingetroffen.

Französische Manöver in der Eifel.

* Koblenz. Ende September werden in der südlichen Eifel große Uebungen französischer Truppenkörper statt- finden. Für die Manöver dürste hauptsächlich die Gegend von Mayen, Adenau und Ahrweiler in Frage kommen.

Dr. Wirths Abreise nach Amerika.

* Bremen. Der frühere Reichskwtzler Dr. Wirth ist an Bord des Norddeutschen Lloyddampfers „Stuttgart" nach New Bark abgereist, um an der am 1. Oktober in Washington beginnenden 23. Konferenz der Interparlamen­tarischen Union, deren Verhandlungen im Kapitol zu Washington stattfinden werden, teilzunehmen. Eine Anzahl anderer deutscher Parlamentarier wird im Laufe dieses Mo­nats dorthin folgen.

AMnestie in Oldenburg.

* Oldenburg. Das Staatsministerium hat gemäß § 37 des Erlasses für die Gewährung von Straffreiheit in Olden­burg eine Verordnung erlassen, deren Verkündung in den Geseßblätlern der drei Landesteile veröffentlicht ist. Die Verordnung überträgt in Anlehnung an die Reichsamnestie die von dem Reich gewährte Skaffreil)eit, die sich।^ auf, ote- eMtafer^ di/entsprechenden, unter die Iustän- digkeit oldenburgrscher Gerichte oder Staatsanivaltschaften fallenden Straftaten.

Einrichtung einer politischen Polizei in Sachsen.

* Dresden. Beim Polizeipräsidium Dresden wird demnächst eine politische Abteilung als Spezialgruppe ge- bildet Diese Abteilung wnd rund 30 Kopse umfassen. Auch in anderen sächsischen Großstädten, wie Leipzig, Ehem- n i h usw. werden derartige politische Abteilungen errichtet.

Einladuno Deutschlands zur nächstjährigen englischen

Gelrhrtentagung.

* London. Der Beschluß der sogenannten englischen Bereinigung, d. h. der Organisation der englischen Gelehrten­welt, zu der Tagung im nächsten Jahre auch deutsche Ge- lehret einzuladen, ist in der englischen Presse fast völlig unterdrückt worden oder an so versteckter Stelle gebracht worden, daß es niemand finden konnte. Wie wir erfahren, ist indessen das Ergebnis der Abstimmung der einzelnen Or­ganisationen überraschend freundlich. Es haben etwa 70 Prozent der Mitglieder für die Ein- l a d u n g der Deutschen sich ausgesprochen. Das war nach dem Ergebnis der Ausschrißabstimmung raum zu erwarten.

93an lettischer Kriegsschiffe in Frankreich.

* Riga. Der lettische Universitätsprofessor Clark hat einen Urlaub bis zum 10. Oktober erhalten, um im Auftrage des lettischen Wehrniinisteriums den Sau der in Frankreich bestellten Kriegsschiffe zu prüfen und im Auftrage des letti- schen Finanzministeriums der Ueber gäbe des auf einer schot­tischen Werft erbauten Eisbrechers „Krischjahn Waldemar" beizuwohnen. Auf Vorschlag des lettischen Marinechefs, Grasen Keyserling, sollen die in nächster Zeit in Frankreich vom Stapel laufenden Kriegsschiffe folgende Namen erhalten: Der Minenleger 9lr. 1 den Namen „Pulkoedis Kalpaks", der Minenleger Nr. 2 den Namen „Mesturs", das Unterseeboot Nr. 1 den Namen „Rauls" und das Unterseeboot Nr. 2 den Namen „Lidaks".

s Verfassungsreform in Griechenland.

* Athen. Die aus 30 Mitgliedern bestehende parlamen­tarische Kommission, die von der griechischen Regierung den Auftrag zur Kusarbeitung einer neuen Verfassung der grie­chischen Republik erhalten hatte, hat jetzt den Wortlaut der neuen Verfassung der Regierung vorgelegt. Laut dein vor Monatsfrist gefaßten Beschluß der Nationalversammlung sollte diese Verfassung sofort Geltung haben. In letzter Stunde sind jedoch Bedenken lautgeworden, sie ohne Prü- fung durch die Volksvertretung in Kraft treten zu lassen. Es ist daher damit zu rechnen, daß die neue Verfassung doch erst der Nationalversammlung vorgelegt werden wird.

Autonomie für die südafrikanischen Reger.

* London. Der Ministerpräsident von Südafrika, Hertzog, hat ein Projekt der Gewährung einer beschränk­ten Selbstverwaltung an die Schwarzen ausgearbeitet. Es wird die Gründung eines Negerrares vorgesehen, der jedes Jahr zusammentreten und gewissermaßen ein Par­lament der Neger vorstellen würde. Die Kompetenzen dieses Rates würden sich auf die Fragen des tulturellen unb wirt­schaftlichen Lebens der südafrikanischen Neger erstrecken.

Aus der Heimat.

Für diele Rubrik lind Mitteilungen lokalen Unterelles aus dem Leserkreise liess erwünscht und werden auf Wunlch bezahlt.

— Dr. Eckeuer über die Zeppelinspende. Einem Ver­treter der „Magdeb. Ztg." machte Dr. Eckener einige Mitteilungen, die sich auf die Zeppelinspende bezogen. Er sagte u. a.: daß er noch sehr viel Geld brauche, um das Werk erhalten und fortführen zu können. Minde­stens 4—5 Millionen sind notwendig, um die Werft und ihr geschultes Personal zu erhalten. Die Gefahr ist akut, daß unsere besten Ingenieure und Mechaniker fortgehen, wenn wir ihnen gar nichts oder nicht so viel geben können, wie sie verdienen müssen. Was wir von Deutsch­land fordern, geschieht nicht ans persönlichem Eigennutz. Wir fordern von ihm, daß es seinen Lebenswillen be­weist. Ich hoffe, daß das deutsche Volk die Erhaltung des Werkes des Grafen Zeppelin als nationale Frage erster Ordnung ansieht. Wir sind in einer wirtschaft­lichen Notlage und müssen das Werk schließen, wenn wir keine neuen Mittel bekommen. Sagen Sie Ihren Le­sern, daß uns mit jeder ersparten Zigarette, mit jedem Glase Bier oder Wein, mit jedem Kinobillett, das der Spende zukommt, gedient ist. Wenn jeder Deutsche nur 10 Pfennig gibt, sind wir über den Berg. Eines muß jeder im Auge haben: Nicht der Polarflug, der gewiß ernster Forschung dienen soll, ist die Hauptsache, sondern die Erhaltung und Fortführung des Werkes, das die Völker untereinander verbindet und damit dem wahr­haften neuen Frieden dienen soll.

8 Hersseld. Anläßlich des Junglandbund- festes, welches am kommenden Sonntag hier statt, findet, hat die Hersfelder Kreisbahn einen Sonderzug eingelegt, dessen Fahrzeiten im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht sind. Ferner wird der Sonntagsabendzug bis Heimbolüshausen durchgeführt und der in der Nacht vom Sonntag zum Montag verkehrende Frühzug Hersfeld ab 3 45 Uhr wird auf allen Stationen halten. Wir machen auf die heutige Bekanntmachung besonders aufmerksam.

Hersseld. (Wie wird das Wetter?) Das Tiefdruckgebiet über Nordeuropa hat seine Lage nicht geändert. Der Einfluß seiner Randstörungen auf die Witterung Mitteleuropas hält also auch an den nächsten Tagen noch an.

Hersfeld. Gestern mittag kreiste ein Flieger über unserer Stadt, der eine Unmenge Flugblätter abwarf, in denen auf den am Sonntag den 13. September in Fulda statifindenden Fliegertag aufmerksam gemacht wurde.

Cassel. Der Landesausschutz beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 1. September mit den vorbereitenden Maß­nahmen zu den Wahlen. Es war auf Grund der Ein­wohnerzahl des Bezirks die Zahl der Abgeordneten fest­zustellen,' auf je 20 000 Einwohner kommt ein Abgeord­neter. Das Ergebnis: Es sind 54 Abgeordnete zu wäh­len,' der letzte Landtag zählte nur 52 Abgeordnete. Zum ProvinzialwahllSiter wurde der Direktor der Hessischen Brandversicherungsanstalt Landesrat Stoehr bestimmt. Der Termin für die Einreichung der Wahlvorschläge zu der für die einzelnen Wahlbezirke Wahlkomnussare er­nannt sind, läuft 21 Tage vor dem Wahltag ab. ■

— Geheimrat von Sachs, der ehemalige Direktor der

bei der Landeskreditkasse in Cassel bestellt. „

— Von der Bezirksverwaltung des Regierungsbezirks Cassel ist die Stelle eines Landesbankdirektors für die Landeskreditkasse Cassel zur Neubesetzung ausgeschrieben worden. Wie in der letzten Sitzung des Landesausschusse-, bekannt gegeben wurde, sind 417 Bewerbungen einge­laufen. Vom Landesausschuß ist eine Kommission ein­gesetzt worden, die eine Sichtung vorzunehmen und einen geeigneten Bewerber zur Walt! vorzuschlagen bat.

Hann. Münden. Bei der Pflege eines an Genickstarre erkrankten Kindes zog sich die freiwillige Krankenpfle­gerin Gerda Thon eine Ansteckung zu, an der sie inner­halb zweier Tage verstarb.

Melsunge». Ein Todesfall ereignete sich in der Fa­milie des Kretsboten Kröpf. Bor acht Tagen wurde die älteste, 22jährige Tochter an der Fulda von einer giftigen Fliege gestochen. Obgleich man der kleinen Wunde an der Stirn sofort Aufmerksamkeit schenkte und ärztliche Hilfe in Anspruch nahm, trat Blutvergifiuug ein, die das gesunde, blühende Leben unter mralvollen Leiden oum ^olfershansen. In der Färberschen Gastwirtschaft wurde nachts ein Cinbrnchsdiebstahl verübt. Die im Hause befindliche Postagentur wurde OitrcbfucbL Briefe find Pakete erbrochen und durchsucht. Das Bargeld war jedoch rechtzeitig in (Sicherheit gebracht. Aus der Rallcher- kammer wurde eine Anzahl Würste gestohlen. Auch in die Gerlachsche Wirtschaft brach der Dieb ein und plnn- derte die Ladenkasse.

Bollmarshansen. Ein hiesiger Landwirt hatte M Capel int Uebermaß dem Alkohol 31tgesprochen. Bei seiner Rückkehr nach hier verfiel er in Tobsucht, verletzte zwei Personen erheblich und bedrohte feine Familie. sodatz diese das Haus verlassen mußte. Dem Wüten und Trei­ben dieses Gemeingefährlichen wurde erst Einhalt ge­boten als die telefonisch herbeigernfene Sanitatskolonne vom Roten Kreuz ans Cassel erschien, ihn fesselte und mst dem Krankenm abtransportierte.

Rodenvera. In Beckendorf kam beim Dreschen das vierjährige Töchterchen des Bergmanns Williarm mit her elektrischen Starkstromleitung in Berührung und wurde sofort getötet.

Eisenach Vier glitt der Dachdecker Karl Seinemann auf dem durch den Regen fcbliwfria gewordenen Dache eines van es in der Wörthstraße ab und stürzte in tue Tiefe " Schwere Schädelverletznngen führten nach we­nigen Minuten den Tod des Familienvaters herbei.

Gelnvansen. Nachts bemerkte die Nachtpolizei, daß der Dreickwaaen der Witwe Fischer in Lieblos brenne. Auf Untersuchung "hin konnte festgestellt werden, daß die Dreschmaschine über und über mit Putzwolle, die mit Pe­troleum getränkt war, versehen war. Die Dreschmaschine

®aiC& Badesaiso», die mit Ablauf des Monats September ihr Ende erreicht, hat mit bis jetzt etwas über 3900 Personen erheblich unter der ange­nommenen Ziffer gestanden.

Frankfurt. Der hochdetagle Bergwerksdirektor DicM aus Dvrnbvlzhaufen bei Bad Homburg wollte bei ved. oernbeim 'unmittelbar nach einem Pferdefuhrwerk einer überschreiten als er von einem Zuge der 1 Nils -■ ersaht und beiseite geschlendert wurde. Diehl erlitt einer W^ nach Wenigen Minuten.

Skeubietendorf. Hier wurde auf den Bahngleisen ein neugeborenes Kind aufgefunden, das nackt war und lebte. Die Mutter konnte bisher noch nicht ermittelt werden.

Halle. Malermeister Breinig, wohnhaft in der Tho- masiusstratze, feierte Sonntag nachmittag in der Fo- Hanneskirche die Taufe seines 29. Kindes. Die Paten­schaft hat Reichspräsident von Hindenburg übernom­men. "—-—- -

. —Lin schwerer Äutonnfall ereignete sich nachts auf der Sttaße Leipzig—Halle. Am Wandererwagen einer Halleschen Frrma, deren Insassen sich auf der Fahrt von Leipzig nach Hause befanden, löste sich das Steuer­rad, und der Wagen fuhr über die Bordkante und ge- pen die Einfriedigung, wo er zwei Säulen umbrach, schlug hinten herum und prallte gegen die 1 Meter hohe Mauer der Einfahrt. Der Vater des Wagenführers wurde heraus und gegen die Mauer geschleudert und starb. Die beiden anderen Herren kamen ohne ernst­lichere. Verletzungen davon.

Rudolstadt. Der Fleischermeister August Wedermann wg sich in Ausübung seines Berufs eine geringfügige Verletzung der linken Hand zu. Infolge Eindringens von Fäulnisbakterien entstand eine Blutvergiftung, welcher der in den besten Fahren Übende Mann nach wenigen Tagen erlag.

Ärustadk. Einen dreisten Raubversuch verübte hier in einer Villa ein junger Mann. Er klingelte an der Korridortür und drängte sich, als das Dienstmädchen öffnete, in den Flur. Der Eindringling hatte einen Brief in der Hand, den er an den Wohnungsinhaber, angeblich wegen einer Briefmarkensammlung, geschrie­ben hatte. Er adressierte den Brief erst, und während das Schreiben trocken werden sollte, hieß er das Mäd­chen einen anderen Brief lesen. Fn diesem wurde sie aufgefordert sich ruhig zu verhalten, da sie sonst getötet werden sollte. Auf ihre erregte Frage, was das be­deute, zog der unheimliche Besucher einen Revolver, bedrohte das Mädchen damit und schlang ihr einen Strick um den Hals. Die Ueberfallene schrie um Sitte und sprang die Treppe hinunter, wo ihr mehrere Haus­genossen entgegenkamen. Diese eilten dann auch hin­auf und stellten den Einbrecher, der sie flehentlich bat, ihn nicht der Polizei zu übergeben. Er konnte dann auch unbehelligt das Haus verlassen. Nunmehr ist der freche- Bursche verhaftet worden. Es ist der 22jährige Angelo Kahle aus Stadtilm, der mit Briefmarken han­delt und es auf die wertvolle Briefmarkensammlung des Direktors Glatz abgesehen hatte. Er war sofort ge­ständig.

Elxlebeu b. Arnstadt. Auf bisher noch unaufgeklärte Weise brannte die nach Arnstadt zu gelegene Ober- nieder. Die Nebengebäude konnten gerettet

Mühle werden,

Berliner Börse vom Mittwoch.

Die

heutige Börse zeigte ungefähr dieselben charakteristischen Merkmal« wie die gestrige. Das Geschäft hatt« wesentlich weiter aachg«Iaffen. Insolvenzgerüchte herrschten wiederum vor, ohne daß sich irgendwie etwas Bestimmtes in Erfahrung bringen ließ.

Amtliche Devisen-Notierung.

—

2) e v i j e n (in Reichsmark!

Geld

| Brief

Geld | Brief

New 9)ott . . 1 $

M.

M.

M.

M.

4,195

4,205

4,195

4,206

London .. . . 1 £

20,346

20,396

20,346

20,396

Amsterdam . 100 Fl.

168,89

169,31

168,86

169,38

Kopenhagen . 100 Krön.

105,19

105,45

105,07

105,83

Stockholm .. 100 Krön.

112,41

112,69

112,43

112,71

Oslo .....100 Krön.

92,38

92,62

90,54

90,76

Italien ... 100 Lire

17,77

17,81

16,90

16,94

Cchweiz ... 100 Frcs.

81,01

81,21

81,03

81,23

Paris .... 100 Frcs.

19,75

19,79

19,72

19,76

Brüffel . . . 100 Frcs.

18,69

18,73

18,68

18.72

Prag.....IVV Krön.

12,432

12,472

12.43

12,47

Wien ..... 100 Schilt

59,18

59,32

59,18

59,82

Spanien ... 100 Peseta

59,83

59,97

59,68

59,82

Bankdiskont: Berlin 9 (Lombard 11), Amsterdam 4 Brüffel 5%, Paris 6, London 4%, Wien 9, Prag 7.

Effektenmarkt.

Die Sproz. Reichsanleihe hatte mit 0,275 eingesetzt. Bon Eisenbahnaktien gab Elektrisch« Hochbahn um 1,50 Prozent nach. Schiff ah rtsaktien lagen anfänglich ziemlich stark gedrückt. Bankaktien überwiegend nachgebend. Am Montanaktienmarkt waren besonders scharf Lauraaktien und Oberbodarf gedrückt. Farbwerte erwiesen sich zu Beginn als verhältnismäßig widerstandsfähig. Von chemischen Werten büßten Th. Goldschmidt 1,75, Oberkoks 1,62 Prozent ein. Elek.

verhältnismäßig wiverlwnoslahig. Von chemrschl büßten Th. Goldschmidt 1,75, Oberkoks 1,62 Prozent trizitätswerte waren gleichfalls schwächer. & der Waggonfabriken büßten Busch 2 und Linke 1 Prozent ein. Bei den Aktien der Maschinen- und Motoren-

Don den Aktien

fabriken überwogen die Preisnachläff«. Textilwerte waren gleichfalls meist rückgängig.

Berliner Produktenbörse vom Mittwoch.

Der heutige Verkehr am hiesigen Markt war wenig umfang­reich, denn es fehlte, soweit das Warengeschäft in Frage kam, jegliche Unternehmungslust. Nordamerika und England hatten zwar Preiserhöhungen gemeldet, die Haltung des Marktes kann aber nur als stetig bezeichnet werden. Die Forderungen für Auslandsware aus erster Hand lauteten höher, waren aber ebenso­wenig durchzusetzen wie die unveränderten Notierungen für in. limbische Ware. Die Mühlen kauften mit Rücksicht auf den Mech- ten Mehlabsatz sehr vorsichtig In Futterstoffen wurden bei un- veränderten Kotierungen nur die notwendigsten Anschaffungen ge­macht.

Amtlich festgesetzte Preise an der Produktenbörse zu Berlin vom 9. September. (Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm, alles in Reichsmark.) Weizen, märkischer 218—223, Oktober 245—243,50, Dezember 250 bis 248,50, matt. Roggen, märkischer 170—173, September 189, Oktober 191, Dezember 191—190,50, matt. Gerste, Sommer- gerfte 213—245 (feinste Sorten über Notiz), Wintergerste 180 bis 185, still. Hafer, märkischer 180—188, Oktober 180, Dezember Mais loko Berlin 214—218, ruhig. Weizen-

191—188, matt. Mais loko Berlin 214—218, rußig. Weizen- mehl per 100 Kilogranim frei Berlin brutto iM. Sack (feinste Marken über Notij) 31—34, ruhig. Roggenmehl per 100 Kilo­gramm frei Berlin brutto inkl. Sack 24,75—26,50, ruhig. Weizen, stete frei Berlin 12,2C, matt. Roggenkleie frei Berlin 11—11,20k matt. Raps 355—360, still Viktoria-Erbsen 28—32; Futter­erbsen 21—24; Wicken 25-T-28; Lupinen, blaue 12,75—14; Raps- kuchen 15,80—16,20; Leinkuchen 22.50—22,80; Trockenschnitzel 12; Soiafchtrot 21, Kartoffelflocken 18—18,30.

Amtliche Kartoffelcrzeugerprcise je Zentner und in Rm. ab märkischer Ltaliom Fcslgeftellt durch die Lemdwirtschasts- kammer für die Provinz Brandenburg und für Berlin am 9. Sep. tember. Weiße Karwfseln 2, rote Kartoffeln 1,90, Odenwälder blaue ‘4 Nierenkartofseln 3,50—4, andere gelbfleischige Kartoffeln 2,40. Fabrikkarloffeln 9—10 Pf, pro Pfund zur Stärkctzewlnnun^