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Heitspaktes. Mas meist, Deutschland werde, falls das Ab- kommen wirklich Frankreich ein Durchzugsrecht durch das Rheinland verleihe, nicht leicht einen so einfeitgen Pakt a«- aehmen. Washington erwartet auch in Großbritannien eine e Opposition gegen die Verpflichtung Thamberlaius. Die nigten Staaten, so wird erklärt, seien im einzelnen nicht interessiert, solange der Pakt die Befriedung Europas fördere. Als Ansicht des Botschafters Houghton wird in Genf zu verstehen gegeben, die Vereinigten Staaten würden sich an der Ausarbeitung des ursprünglichen Planes, der ein politisches Gegenstück zum Dawesplan sein sollte, beteiligen.

Uebersendung der französischen Antwortnote.

^ Paris, 11. Juni. Nach Genfer Meldungen wird die französische Antwortnote auf das deutsche Sicherungsange- bot Donnerstag, den 11. Juni, nach Berlin abgefandt werden. Briand kehrte am Mittwoch abend «ach Paris zurück. Lhamberlain bleibt dagegen noch bis zum 11. Juni in Genf, da bis dahin die Arbetten des Völkerbundrates wahrscheinlich beendet sein werden. Es wird bestätigt, daß die Rote an Deutschland, deren Wortlaut soeben erst endgültig festgelegt wurde, eine knappe Dar­stellung der Grundsätze enthüll, die für den Sicherheitspakt mit Deutschland maßgebend sein werde». Die deutsche Re­gierung wird an Hand des «Ahriststückes die Bedingungen, unter denen der Sicherheitspakt zustande kommen kann, auf das genaueste kennen lernen.

Der österreichische Bundeskanzler zur Anschlußfrage.

^ Genf, 11. Juni. Der österreichische Bundeskanzler Seipel, der zurzeit eine Vortragsreise durch die Schweiz macht, sprach in Fürich vor deutsch-schweizerischen Pressever­tretern u. a. auch über die Anschlußfrage und erklärte, das Anschlußverbot sei eine der größten Inkon- segnenden des Friedensvertrages. Zweifellos ergebe sich, wenn heute eine entscheidende Abstimmung stattsinden wür^, eine ungeheure Mehrheit für den Anschluß an Deutschland.

Reise des französischen Ministerpräsidenten nach Marokko.

4 Paris, 11. Juni. PainlevS ist kurz nach Ausgang des Ministerrats mtt dem Generalstabschef General Debeney und dem Uuterstaatssekretär für Flugzeugwesen, Laurent- Eyvac, nach Toulouse abgereist, von wo er mit seinen Beglei­tern in drei Flugzeugen die Reise nach Marokko fortsetze« wird.

Der unerwartete Ausöruch des Ministerpräsidenten nach Marokko erregt großes Aufsehen und wird als Beweis dafür angesehen, daß die Lage der ftanzösischen Truppen sich in den letzten Tagen außerordentlich verschlechtert hat. Painlev6 erklärte gegenüber Pressevertretern, daß er bereits seit eini­gen Tagen die Absicht hatte, sich nach Marokko zu begeben, daß aber die letzten Ereignisse auf dem Kriegsschauplatz ihn veranlaßt hätten, sofort nach Marokko aufzubrechen. Der Ministerpräsident wird ungefähr drei bis vier Tage abwesend sein und mit Marschall Liauthy entweder in Fez oder in Rabat BesyrechtmKn haben. Außerdem viWe ern Besuch der Kampffront in Aussicht genommen werden. Auf alle Fälle wird PainlevS aber am nächsten Dienstag wieder in Paris sein, um dem Präsidenten der Republik und dem Mi- nisterrat über seine Eindrücke Bericht zu erstatten.

Nach einer Radiomeldung aus Rabat dauern die An­griffe der Truppen Abd el Krims mit unverminderter Heftigkeit an. Die Rifleute sind in Richtung auf Uezzan weiter vorgedrungen. Die Stadt gilt als bedroht.

Begin« der französisch-spanischen Marokkokonferenz.

4 Paris, 11. Juni. Die spanische und die französische Regierung haben sich dahin geeinigt, daß die Marokko­konferenz am kommenden Montag in Madrid zusammen- tritt, die eine Zusammenarbeit der beiden Länder zur Unter­drückung des Waffen- und Munitionsschmuggels erreichen soll.

Die polnischen Angliederungsabfichten auf Danzig.

Danzig, 11. Juni. Nach soeben aus Genf einge­troffene» Röhrichten hat die polnische Regierung bezüglich der Abgrenzung des Danziger Hafens für den polnischen

Die Frau des Konsuls.

Roman von Reinhold Ortmann.

4t (Nachdruck verboten.)

Er war nicht ohne weiteres bereit, ihrem Verlangen zu willfahren. Bei all seiner Schwäche, die ihn zum willen- losen Spielball in den Händen dieses Weibes machte, mochte sich doch noch einmal etwas wie Mißtrauen in ihm regen und die Möglichkeit, das Band, das sie fesselte,_ schon jetzt zu zerreißen, bedeutete ihm überdies eine mächtige Versuchung. Aber Magda Gernsheim war trotz seines an- länglichen Schweigens ihres Sieges gewiß. Sie führte noch einmal all ihre unwiderstehlichen weiblichen Kampfes- mittel ins Feld. Das Mißtrauen schmolz dahin vor ihren leidenschaftlichen Versicherungen.

Als sie im langsamen Aufundniederschreiten zum fünften Male an das Ende der dunklen Allee gelangt waren, ritz er sie plötzlich ungestüm in seine Arme, und die Glut, mit der ihre weichen Lippen seine Küsse erwiderten, tilgte alles aus, was sich in ihm vielleicht noch aufgelehnt hatte gegen die widerstandslose Unterwerfung unter ihren Willen.

Tu wirkt ihm nichts verraten nicht wahr?' flüsterte sie in seinen Armen.Nichts von unserer Liebe und nichts von der Begegnung dieses Abends? Du gibst mir dein Ehrenwort darauf, Geliebter?'

Ja, mein Ehrenwort gegen deinen Schwur. Wehe dem von uns beiden, der sein Versprechen bricht!"

Aber du hast Lettinger zu deinem Vertrauten ge- macht. Wenn er nun auf eine Frage meines Mannes den Angeber spielte?'

Tu kennst ihn sehr schlecht, wenn du ihn dessen fähig glaubst. Aber ich werde mich zu deiner Beruhigung auch seiner Verschwiegenheit ausdrücklich versichern."

Ohne ihm zu sagen, daß wir uns gesprochen haben, und daß es auf meine Bitte geschieht?"

Nicht ein Wort wird er davon erfahren."

Wie großmütig du bist, Paul! Wieviel werde ich an dir gutzumachen haben."

Poswienst beantragt, daß die ganze Stadt Danzig postalisch als Hafen gelten soll, weil Hafenstadt und Hafen im Wirt­schaftlichen Sinne identisch seien. Hiernach würden auch die polnischen Briefkasten in der gesamten Stadt bestehen bleiben. Der Danziger Vertreter vertritt den Standpuntt, daß nicht die ganze Stadt Dar^ig unter den BegriffHafen' falle, son­dern nur jene Teile Danzigs, die der Veruraltung des Hafen» ausschuffes unterliegen. Solch eine Abgrenzung könne je­doch lediglich an Ort und Stelle durch eine besondere Völker- bundkommission erfolgen unter Würdigung aller Umstände und Verhältnisse.

Die Lage in China.

London, 11. Juni. Die Kämpfe zwischen den Auf­ständischen und den Regierungstruppen in K a n t o n dauern an. Die Yunantruppen, die einen Teil Kantons besetzt hal­ten, beschießen ununterbrochen die Regierungstruppen. In Schanghai hat der Streik weiter zugenommen. Die See­leute sind ebenfalls zum Teil in den Ausstand getreten. Man plant den Ersatz chinesischer Arbeiter durch Japaner.

Das Flaggenverbot im besetzten Gebiet.

4 Düsseldorf, 11. Juni. Vom kommandierenden fran­zösischen General in Düsseldorf war vor kurzem angenordnet worden, daß die preutzifche, rheinische und die Düsseldorfer Flagge nur noch in Verbindung mtt der Reichsflagge gehißt werden dürfe. Diese Entscheidung ist nun zurückgezogen worden, es kann also wieder jede dieser Flaggen bei der Be- flagguug der Gebäude verwendet werde», doch gitt das nur noch für den 18. Juni, dem Haupttage der rheinisch» Jahr- taufendfeier m Düsseldorf. Sonst ist bekanntlich eine Beflaggung der Gebäude überhaupt verboten.

Die Winzer zur Annahme des deutsch-spanischen Handelsvertrages.

4 Trier, 11 Juni. Der Winzerverband für Mosel, Saar und Ruwer veröffentlicht eine Erklärung, die u. a. be­sagt:Me Annahme des deutsch-spanischen Handelsvertrages durch den Reichstag hat in Winzerkreisen große Beunruhi­gung und tiefe (Entmutigung zur Folge gehabt. Es gibt nur ein Mittel zur Wiederherstellung der Beruhigung und des Vertrauens: Me Einlösung der bei der Annahme des Ver­trages von der Regierung den Parteien gegebenen Zusage in kürzester Frist. Die Abänderung des Vertrages in dem den deutschen Weinbau schädigenden Teil muß ebenfalls unter Anwendung der schärfsten Mittel von der Regierung durchgesetzt werden. Der Notstand ist vielfach schon zu einer Katastrophe geworden. Es muß Sache der Regierung sein, durch eine sofortige Kreditaktion den Winzern eine Atempause zu schaffen, um die Sicherstellung und Ein­bringung der 1925er Weinernte zu ermöglichen.

Bloßstellung einer belgischen Lüge.

4 Berlin, 11. Juni. Das belgische Kriegsgericht in Brabant hatte im März d. I. den Major a. D. vom 25. Jn- fanterie-Regiment, Freiherr» Georg von Stössel, zum Tode verurteilt, weil er angeblicham 28. August 1914 in Seffel-Loo, einem Vorort von Löwen, mehrfachen Mord begangen haben sollte. Das Reichsgericht hat weaen der bei- zischen Beschuldigung ein Verfahren gegen Major von Stoffel eingeleitet. Die gerichtliche Untersuchung hat ergeben, daß die an dem angegebenen Tage in Keffel-Loo auf Befehl des Majors erschossenen Männer entweder selbst auf deutsche Truppen geschaffen, oder zum mindesten die Täter bei solchen völkerrechtswidrige« Angriffe« unterstützt hatten. Das Reichsgericht hat daher festgestellt, daß die gegen sie au- gewendete Maßregel unter den obwaltenden Umständen geredjtfertigt war und den Major außer Verfolgung gesetzt.

Die Entwaffnungsnote vor dem Auswärtigen Ausschuß.

Berlin, 11. Juni. Der Auswärtige Ausschuß des Reichs­tages trat heute vormittag zur Bespritzung der Entwaff- nungsnote unter dem Vorsitz des Abg. Hergt (Dnat.) z«. iammen. Von der Reichsregierung waren' die Minister >r. Stresemann, Schiele, v. Schriebe», Dr. Reuhaus, Dr. Keßler und Dr. Krohne, sowie als Vertreter des Reichs­ministeriums für die besetzten Gebiete der Generalreichs­kommissar Schmid erschienen, ferner eine große Reihe der

Noch einmal ließ sie es geschehen, daß er sie küßte. Dann aber erinnerte sie sich mit gutgespieltem Erschrecken, wie lange sie schon hier draußen verweilten und wie leicht es geschehen könne, daß man drüben in der Villa ihre Ab­wesenheit entdeckte.

Werde ich dich vor meiner Abreise noch einmal se­hen?" fragte Leuenhoff, während er sie bis an den Anfang der Allee zurückbegleitete. Denn sie hatten sich bereits dar. über verständigt, daß er hier nicht bleiben dürfe, sondern bemüht sein müsse, sich eine Existenz zu gründen, die ihn in den Stand setzte, sie gleich nach erfolgtet Scheidung zu hei­raten. So vollkommen hatte sie ihn wieder in der Ge- walt, daß er sich willig fügte, als Magda erklärte, eine nochmalige Zusammenkunft würde sich unauffällig kaum ermöglichen lassen.

Es handelt sich ja auch schließlich nur um wenige Monate,' sagte sie.Was bedeutet diese kurze Prüfungs- zeit gegen die lange Glückseligkeit, die uns nach unserer Bereinigung erwartet?'--

Siebzehntes Kapitel.

Mühselig und stockend schleppte sich das Gespräch im Rauchzimmer der Villa Antonie hin. Eva war ganz ver­stummt, und der Konsul bemühte sich kaum, seine üble Laune zu verbergen. So mußte Stuart Milner, obwohl seine Gedanken unausgesetzt bei der ihm von Harrtet drohenden Gefahr waren, fast ganz allein die Kosten der Unterhaltung bestreiten. Sein Unbehagen wuchs mit jeder Minute, und er wartete mit brennender Ungeduld auf die i Gelegenheit, sich auf gute Art verabschieden zu können.

Das träge Büchlein der Konversation drohte eben ; ganz zu versiegen, als ein unerwarteter Besuch ihm zu Stuart Milners großer Erleichterung neue Nahrung zu. führte. Wie er es zuweilen tat, wenn sein Weg an der Villa Antonie vorüberging, war Doktor Ullmann, der alte Hausarzt, trotz der späten Stunde nochauf ein Glas Wein und eine Zigarette,' wie er scherzend sagte, heretngekon»- men, und seine joviale Art brächte bald ein wenig Lebe», in die kleine Gesellschaft. Er «lachte übrigens kein Hehl daraus, daß er mit Evas Ausleben durchaus nicht zusrie?

Vertreter der einzelnen Länder. Fast sämtliche Mitglieder und stellvertretende Mitglittrer des Ausschusses nahmen an der Beratung teil; auch der Reichstagspräsident Stöbe war anwesend. Me Verhandlungen wurden durch Ausführrmge« des Außenministers Dr. Stresemann und des Reichswehr- ministers Dr. Keßler eingeleitet.

Im Verlauf der Sitzung des Auswärtigen Ausschusses nahmen die Abgeordneten Graf Westarp, (Dn.) Dr. Breitscheid '(Soz.), Dr. Spah» (Zentrum), v»n Rheinbabe» (Dop.), von Froytag-Lori«g- H o v e n (Dn.), Dr. Bredt (Wirtschstl. Der.), Dr. Hötzsch (Dn.), Frau Gohlke (Komm.) von Lind einer (Dn.) das Wort, Hierauf wurde» die Verhandlung«» abgebrochen. Eine neue Sitzung des Auswärtige« Ausschusses soll ein be­rufen werde«, sobald die angetünbigte Stete über de» Ga- rantiepakt in Berlin etugetroffen ist

Deutscher Reichstag.

70. Sitzung vom Mittwoch.

Präsident Löbe eröffnet die Sitzung und teilt mit, daß der Abg. S e v e r i n g (Soz.), der preußische Innenminister, wegen Krankheit auf vier Wochen beurlaubt ist.

Die Verträge mit Ungarn über Rechtsschutz und Rechtshilfe in Steuersachen werden angenommen.

Beim Abkommen mit Polen über Erleichterungen im kleinen Grenzverkehr erhebt Äbg. Frau Lüders (Dem.) Beschwerde über die Paßschwierigkeiten, die von polnischer Seite sowohl bei der Einreise wie bei der Ausreise gemacht werden.

Abg. Schultz-Bromberg (Dnatl.) bestätigt das. Infolge der polnischen Willkür könne man z. B. an einem Be­gräbnis niemals teilnehmen.

Gesandter Dr. Eckart erkennt die Beschwerden als durchaus berechtigt an. Durch den vorliegenden Vertrag sollen aber die Härten beseitigt und auch die Gebühren verbilligt werden. Lei­der beziehe sich der Berttag nur auf die Grenzbewohner.

Der Vertrag wird dann dem Auswärtigen Ausschuß über- wiesen.

Das Gesetz über die Weltpostverrinsverträge wird ohne Aus­sprache gebilligt.

Auf der Tagesordnung steht bann der Bericht des Aue­schusses für Mldungswesen über die Junglehrerfrage. Zu dieser Frage sind von allen Parteien zahlreiche Anträge eingegangen.

Abg. Mumm (Dnatl.) empfiehlt den Ausschußantrag.

Abg. Neubauer (Komm.) beantragt, 40 Millionen für die Junglehrer flüssig zu machen.

Abg. Geifert (Deutschvölk.) regt an, die Junglehrer zur Vertretung von erkrankten Lehrern heranzuziehen.

Zur Beratung steht dann der Bericht des Wohnungsausschuffes über den Gesetzentwurf zur Aenderung der Pachtschutzordnung. Die neue Vorlage bringt eine Reihe von Vereinfachungen. . Ferner wird angeregt, eine einheitliche Pachtschutzordnung zu erlassen, in der alle einschlägigen Gesetze und Verordnungen zusammengefaßt sind.

Abg. Becker-Arnsberg beantragt, die Beratung abzubrechen.

Abg. Dr. Kiilz (Dem.) widerspricht, da die Sache spruchreif sei. Durch Auszählung wird mit 147 gegen 104 Stimmen be­schlossen, die Beratung abzubrechen.

Das Haus vertagt sich. Ein völkischer Antrag, am Freitag eine Regierungserklärung über die Entwassnungsnote zu fordern, wird gegen die Bölkischen und Kommunisten abgelehnt. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr mit folgender Tagesordnung: Haushalt- plan des Reichsministeriums des Innern.

preußischer Landtag.

Sitzung vom 10. Juni.

In der Sitzung des preußischen Landtags wird nach Er­ledigung von Eingaben die zweite Novelle zum Gesetz­entwurf betreffend Erhaltung des Baum­bestandes und Erhaltung und Freigabe von Uferwegen im Interesse der Volksgesundheit in erster und zweiter Beratung ohne Aussprache erledigt und unverändert a n genommen. Weiter wird die Gesetzesvorlage zur weiteren Förderung des Baues von Klein- bahnen einen Kredit von 2 Millionen Mari bereitzustellen, dem Hauptausschuß überwiesen. Bei der nun folgenden dritten Beratung des Gesetzentwurfes über die W a h l - zeit der Provinzialland- und -kreistage und rhrer Mitglieder, bei dem in zweiter Beratung die Derlängeruno der Wahlzeit bis zum 1. November 1925 beschlossen worden war ergibt, sich, wie schon einige Male, auch heute wieder die Beschluß-

«i^MMBBBgBgBB^M den fet, und er ließ durchbltüen, daß solcheWundert««^, wie die von seinem Kollegen Lettinger vollbrachte, z«. wetten auch ihr BedenllicheS hätten.

Sie sollten eS ruhig wieder eine Welle mit meiner altmodischen Methode versuchen. NebeS Kind," sagte er. Sie hat jedenfalls den «orten, daß sie Ihnen nichts schaden kann. Die «erantwortlichkell^sür solche Gewalt- sachen, wie Sie sie während der letzten Wochen vielfach rtS- Kett haben, getraue ich mich nicht zu übernehmen.^

Eva war rot geworden, wie immer, wenn in chrem Beisein LettingerS Erwähnung geschah. Sie wollte etwas erwidern, das, nach ihrem Mienenspiel zu urteilen, sicherlich ein lebhafter Widerspruch gewesen wäre. Aber sie kam nicht dazu, denn der scharse Knall eine« Schusses, der in unmittelbarer Nähe deS Hauses abgeseuert sein mußte, unterbrach die eben begonnene Rede und Netz sie mit einem leisen Schrei zusammenfahren.

Milner und der Konsul sahen sich bestürzt an. Doktor Ullmann aber, der eben mit behaglichem Schmunzeln nach seinem Glas Rotwein gegriffen hatte, meinte beruhigend: ES ist jedensalls der Gärtner Ihres Nachbars Tesdorf, der in seinem Revier aus Katzen schießt. Ich habe ihn vor acht Tagen schon einmal mit dem Mordgewehr getroffen.*

Rudolf GernSheim jedoch, der sich mit ernstem Gesicht erhoben hatte, schüttelte den Kops.Es war nicht in Tesdorss Garten, sondern in dem meinigen, und eS war auch nicht der Iknall eines Teschings. Kommen Sie, Stuart, wir wollen doch lieber nachsehen, was das be- deutet.'

Er erinnerte sich an die schattenhaste menschliche Gestatt, die er vorhin zu sehen geglaubt hatte, und noch eine ander- beängstigende Vorstellung, gegen die er sich sreilich mit aller Kraft deS Willens wehrte, trieb ihn hinaus,

(Fortsetzung folgt.)