Aus der Heimat.
Für diele Rubrik sind Mitteilungen lokalen Dntereifes aus dem Leserkreise stets erwünscht und werden auf Wunsch bezahlt,
Aenderung der Vorschriften über die Verstemp^lung der Pacht-u Mietverträge.
Nach dem Stempelsteuergesetz waren bisher schrtft- liche und mündliche Mietverträge über in Preußen gelegene Grundstücke und Jagden durch Aufstellung eines Pacht- und Mietverzetchnisses und Entwertung des hierfür fälligen Stempels im Januar jeden Jahres für das vergangene Kalenderjahr zu versteuern. Diese Bestimmung ist mit Wirkung vom 1. 11. 24 geändert worden.
Die alljährliche Versteuerung der Pacht- und Mietverträge und der Jagdpachtverträge ist ganz be- seittgt. An deren Stelle ist der zu den Verträgen zu verwendende Urkundenstempel eingeführt. Steuerpflichtig sind daher nur schriftliche Pacht- und Mietverträge. Den förmlichen schriftlichen Verträgen find die durch Briefwechsel oder durch einen Austausch sonstiger schriftl. Mitteilungen zustande gekommenen Verträge gleichgestellt. Es ist daher jeder auf diesem Wege geschlossene Vertrag binnen einer Frist von 2 Wochen nach seinem Abschluß zu verstempeln. Eine Ausnahme hiervon machen die am 1.11. 24 in Geltung gewesenen Jagdpachtverträge, die für das Kalender- jähr 1924 noch nach den bisherigen Vorschriften zu versteuern sind. (Verwendung des Stempels zum Pachtverzeichnis.)
Der Stempel berechnet (sich nach der Dauer- der bedungenen Vertragszeit. Bei Verträgen auf unbestimmte Zeit ist der Versteuerung eine einjährige Dauer zu Grunde zu legen. Ist in Verträgen von mehr als einjähriger Vertragsdauer bestimmt, -aß das Rechtsverhältnis unter gewissen Voraussetzungen als verlängert gelten soll, so berechnet sich der Stempel zu diesem Vertrage nach -er Dauer der zunächst bestimmten Vertragszeit.
Von der Stempelabgabe befreit sind Pacht- und Mietverträge über in Preußen gelegene Grundstücke oder Gebäude oder Teile von solchen, bei denen -er Pacht- oder Mietzins 1000 Goldmark in einem Jahre nicht übersteigt. Auf Jagd- und Fischereipachtverträge findet diese Vorschrift keine Anwendung. Diese Verträge sind wie alle übrigen Pacht- und Mietverträge von der Stempelabgabe befreit, wenn der für die Ge- famtdauer des Rechtsverhältnisses zu entrichtende Pacht- oder Mietzins den Betrag von 150 G.-Mk nicht übersteigt.
Befreit sind ferner Mietverträge, durch die Gastwirte oderZimmervermieterFremde zur Beherbergung aufnehmen.
§ Hersfeld. (Zahlung der Rentenbank- zinsen.) Für die Zahlung der zweiten Hälfte der von Industrie, Gewerbe und Handel einschließlich der Banken an die Deutsche Rentenban k geschuldeten Halb- jahreSzinsen war der 15. Januar 1925 in Aussicht genommen worden. Es empfiehlt sich, Zahlungen zu diesem Termin vorläufig nicht zu leisten, da Verhandlungen mit der Rentenbank über eine anderweitige Regelung dieser idmtoa. Weitere Bekanntmachung erfolgt.
Hersfeld. (Die Wetterlage.) Auf der Rückseite eines abziehenden Tiefdruckwirbels ist kältere Luft nach Deutschland vorgedrungen und hat stellenweise zu Nachtfrösten geführt. Da von Nordwesten ein neuer Tiefdruckwirbel heranzieht, ist der kältere Luftstrom zunächst wieder abgeschnitten. Auch ist mit dem Einsetzen leichter Niederschläge zu rechnen.
Hersfeld. (Schulbeginn.) Mit dem heutigen Tage beginnt wieder nach Ablauf der Weihnachts- ferien der Schulunterricht. Wethnachtszauber und Sylvesterjubel sind vorbei, und es heißt nun, sich mit verdoppeltem Fleiß „auf den Hosenboden" setzen, um zu Ostern „das Klassenziel zu erreichen".
§ Hersfeld. Vor dem Schöffengericht wurde heute vormittag wegen des im September v. JS. im Rathaus verübten Einbruchs gegen den Arbeiter August Fehltng aus Eschw^ge vei handelt. Der Angeklagte beftritt auf das entschiedenste die Tat begangen zu haben und wurde wegen Mangel an Beweisen freigesprochen.
§ Hersfeld. In der Zeit vom 14.—17. ds. Mts. wird unsere Stadt mit einer größeren Einquartierung belegt Infanterie- und Artillerie, truppen, die in einem größeren Verband im Knüllgebiet Uebungen abhalten, werden hier untergebacht werden.
_ Steuerabzug bei Hausangestellte« und Deputat- bewertung. Der zur Abgeltung der Werbungskosten vom Steuerabzug freigelassene Lohnbetrag beträgt vom 11924 ab monatlich 60 Mark Da Kleinbe. träge an Steuern unter 85 Pfg. monatlich nicht zur Hebung kommen, so entfällt der Steuerabzug bet weiblichen Angestellten in der Regel, sofern nämlich der neben der freien Station gewährte Barlobn den Betrag von 43,50 Mark nicht erreicht Es betrügt der Wert der vollen freien Station (einschließlich Wohnung, Heizung und Beleuchtung) für weibliche Hausangestellte monatlich W M^für Angestellte höherer Ordnung monatlich 60 Mark. Für die Bewertung der Deputate find folgende Neufestsetzungen erfolgt: 1. Freie Wohnung für (verheiratete) Deputate npfäuger der Land- und Forstwirtschaft jährlich 40 M., 1 Kartoffeln für den Zentner 1,50 MarkSZete Sommerweide für eine KÜZ 40 M. 5. Milch: «) Vollmilch für das Liter 0,15 Bt., b) Magermilch für das Liter 0,06 M., "
Kassel. Wesentliche Aenderungen auf dem Arbeitsmarkt sind auch im Dezember nicht eingetreten. Erwerbs- losenunterstützung erhielten: 1938 männliche und 61 weibliche Personen aus der Stadt Cassel und 700 männliche und 10 weibliche Personen aus dem Landkreis Cassel.
— Am 6. Januar waren 50 Jahre verflossen, seit Kurfürst Friedrich Wilhelm der Erste, der letzte Kurfürst von Hessen, und in Deutschland der letzte Träger dieses «»fürstlichen Titels, die Augen zum ewigen ScbUtimncr schloß. Nicht in der alten Hauptstadt seines Landes, zu Cassel, sondern in Prag, wo er nach den Ereignissen des Jahres 1866 eine Zuflucht gefunden, ging er vor nun- mehr fünfzig Jahren zur ewigen Ruhe ein.
^DMenvurg. Eine furchtbare Kesselerplofion legte M Färberei von Thomas in der Marbachstraße in Trüm- rner Die Ursache der Explosion konnte bis jetzt niK festgestellt werden. Zum Glück war zur Zeit der ploston niemand in der Färberei. ' r
Marburg. Der Ausbau der Lahuwafferkräfte steht nun- Zehr vor der Durchführung. 27 Landkreise zwischen Rhein, Main und Lahn werden zum Versorgungsgebiej derneuen Anlage gehören, die vom Bezirksverband Wiesbaden sowie den Kreisen und den Städten gemein-
Letzte Drahtnachrichten.
Marx will Jarres für das Innenministerium festhalte«.
Berlin, 8. Januar. Der Reichsminister des Innern, Jarres, ist im Verlaufe der Bemühungen um die Neubildung des Kabinetts vom Reichskanzler Marx wiederholt gebeten worden, auch im neuen Kabinett auf dem Posten des Innen- mimsters zu verbleiben. Dr. Jarres hat dieser Bitte des Reichskanzlers nicht entsprechen können, weil er sich ver. pflichtet fühlt, seinen Oberbürgermeisterposten in Duisburg wieder zu übernehmen, nachdem ihn die Besatzungsbehörde zu diesem Amt wieder zugelassen hat.
Loebe Reichstags^.
Gleich im ersten Wahlgang am. sUvkratisH« Reichstagsabgeordnete Loebe gegen L ü .ndidate» zum Reichstagspräsidenten gewählt.
Graef Vizepräsident des Reichstages.
Bei der Wahl des ersten Vizepräsidenten des Reichstag« wurden 444 Stimmen abgegeben. Auf den Abg. Grae (Thüringen) jDn.j entfielen 247 Stimmen, auf de, Zentrumsabgeordneten Dr. Bell 116, auf den Kommunistei Thaelmann 28, zersplittert waren 5. Der Deutsch nationale Abgeordnete Graef (Thüringen) if damit zum ersten Vizepräsidenten gewählt Er nimmt die Wahl an.
Ein Geschästskabinett.
Berlin, 8. Januar. Reichskanzler Marx ist bei bei der Bildung eines überparteilichen Kabinetts auf Schwierig leiten gestoßen. Er beabsichtigt, ein Geschästskabinett zr bilden.
Marx will Jarres für das Innenministerium fefttjalteu.
Berlin, 8. Januar. Der Reichsminister des Innern Jarres, ist im Verlaufe der Bemühungen um die Neubildung des Kabinetts vom Reichskanzler Marx wiederholt gebetet worden, auch im neuen Kabinett auf dem Posten des Innenministers zu verbleiben. Dr. Jarres hat dieser Bitte de- Reichskanzelrs nicht entsprechen können, well er sich verpflichtet fühlt, seinen Oberbürgermeisterposten in Duisburc wieder zu übernehmen, nachdem ihm die Besatzungsbehörd« zu diesem Amt wieder zugelassen hat.
Der deutsch-französische Zollkrieg unvermeidlich.
Berlin, 8. Januar. Der der deutschen Delegation in Paris von der französischen Regierung überreichte Entwur' eines dreimonatigen Provisoriums zur Regelung der deutschfranzösischen Handelsbeziehungen ist mit seinen 43 Artikeln ein regelrechter Handelsvertragsentwurf. Die Franzosen sichern sich darin die Möglichkeit beliebiger Verlängerung über drei Monate hinaus. Alles, was sie in handelspolitischer ' Hinsicht erreichen wollen, haben sie darin erschöpft.
Wieder ein Drahtseilattentat auf Automobilisten.
Magdeburg, 8. Januar. Am Dienstag, dem 6. Januar abends, wurde auf der Chaussee zwischen Möser und Derwisch ein starker Telegraphendraht gespannt. Als gegen 1G Uhr abends ein Kraftwagen aus Königslutter die Chaussee passierte, konnte der Führer des Wagens noch rechtzeitig halten. Vier Personen, welche sich zwecks Beraubung auf die Insassen des Wagens stürzten, konnten ihre Tat durch euer- gisches Entgegentreten der beiden Wageninsassen nicht ausführen. Ein unmittelbar darauf folgender Kraftwagen eines Magdeburger Kaufmanns fuhr gegen die Drahtsperre. Sein Wagen wurde erheblich beschädigt.
Um die Inhaftierung des Ministerialdirektors a. D. Karttz
Berlin, 8. Januar. Die für Mittwoch vorgesehene Entscheidung über das vorläufige Schicksal des verhafteten M i - nisterialdirektors a. D. Kautz mußte verschöbe« werden. Degen Kautz lag bereits feit mehreren Tagen ein formeller Haftbefehl vor, und er war schon kurz vernommen Um einen Beschluß jedoch über die weitere Inhaftierung oder Entlassung zu treffen, reichten die bisherigen Ermittlunger nicht aus.
Was die nach der Entlassung Salomon Barmats noch in Haft verbliebenen übrigen BrüderBar mal betrifft, so ist sofort, als der Haftbefehl bekannt wurde, gegen diesen durch die Rechts« nwalte Bahn und Iustizrat Davidsohn Beschwerde beim Landgericht I eingelegt worden.
Dänemark verkauft seine Flotte.
Paris, 8. Januar. Dle „Information" erfährt aus Kopenhagen, daß der dänische Verteidigungsminister dem „Extra- bladet" erklärt habe, Dänemark sei bereit, seine Flotte jeder Macht zu verkaufen, die den Höchstpreis bietet. Griechenland soll sich bereits nach dem Preis erkundigt haben. Der Minister ist der Meinung, daß das Gesetz über die Abrüstung endgültig im Februar beraten werden wird.
Ein bayerischer Offizier in Nancy verurteilt.
Das ftanzösische Kriegsgericht des 20. Armeekorps in Nancy hatte den bayerischen Leutnant Eberlein in Abwesen- heit zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Eberlein wird beschuldigt, am 27. August 1914 drei Greise vor der Front auf Stühlen festgebunden zu haben, um die ftanzösische Infanterie zur Einstellung des Feuers zu nötigen.
Maffen-Ueberseeschub von Kommunisten.
In Plymouth (England) ist der amerikanische Passagierdampfer „Nepublic" mit 62 Kommunisten an Bord singe troffen, die von der afrikanischen Polizei wegen politischer Umtriebe ausgewiesen worden sind. Es befinden sich unter ihnen 22 Deutsche, sieben Franzosen und 33 Eng. I ü n b e r.
Französische Vorschläge an Trendelenburg.
Paris, 8. Iamrar. Der französische Handelsminister hat, laut „Matin", dem Staatssekretär Tredenlenburg drei Schriftstücke nach Berlin mitgegeben, die sich auf die Begründung eines vorläufigen Abkommens beziehen. Das erste Schriftstück enthält Vorschläge für die Festsetzung der elsaß- lothringischen Kontingente, die während der Uelrergungs- vertode zollfrei nach Deutschland eingeführt werden. Diese
Kontingente sind auf ein Mindestmaß herabgesetzt worden und umfassen insbesondere Textilwaren, Weine und Metallgegenstände. Ein zweites Schriftstück gibt die Maxinmltarif- sätze an, die Frankreich für die Ausfuhr von Metallgegen. ständen anerkennen würde. Das dritte Schriftstück enthält eine Aufftellung der Waren, für die der ftanzösische Handels- minister eine Anwendung der allgemeinen deutschen Tarif, sätze erbittet.
Sonne und Mond.
8. L Sonne: A. 8,11, U. 4,3. Mond: «. 8,6, U 64».
Handel.
Berliner Börse vom Mittwoch.
Die Meldung über erhebliche ausländische Bestellungen bei unseren großen Eisenwerken und Waggonfabriken sowie Schiffs- Werften hatte zur Folge, daß die Kauflust in stärkerem Maße erwachte.
Effektenverkehr.
Am Montanaktienmarkt betrug die Preisbesserung für die führenden Werte 3 Prozent. Don inländischen Anleihen lag die Sproz. Reichsanleihe zeitweilig recht schwach, sie gab auf 0,88 Prozent nach. Am Bankaktienmarkt wurden die Anteile der Berliner Hanöels-Gesellschaft erheblich in die Höhe gesetzt. Lisenbahnaktien sehr ruhig. Schiffahrtsaktien zuerst etwas anqeregt.
Amtliche Oevifen-Astierung.
Devisen
(tn Billionen Mary
7. Januar
6 Januar
Geld |
Brief
Geld
Brief
New Dock . 1 $
M.
4,195
M.
4,205
M.
4,195
M.
4,205
London , . . 1 £
19,99
20,04
19,985
20,035
Amsterdam . 100 Fl.
170,29
170,71
170,19
170,61
Kopenhagen . 100 Krön.
74,28
74,46
74,36
74,54
Stockholm . . 100 Krön.
112,93
113,24
113,01
113,29
Italien.... 100 Lire
17,71
17,75
17,67
17,71
Schweiz . . . 100 Frcs.
81,72
81,92
81,74
81,94
Paris . ... 100 Frcs.
22,64
22,70
22,58
22,62
Brüssel . » . . 100 Frcs
20,94
21,00
20,90
20,96
Prag ..... 100 Krön
12,64
12,68
12,64
12,68
Wien.....100 T. Kr
5,91)4
5,924
5,902
5,922
Spanien . . . 100 Peier-
58,88
59,02
58,68
58,82
Berliner Produktenbörse vom 7. Januar.
Die aus Nordamerika neuerdings gemeldete Preissteigerung bot der ohnehin schon festen Haltung des Futtermarktes eine weitere Stütze. Besonders fest lagen Hafer, Kleie und Oelkucheu. weniger Beachtung fanden Futtergerste, Hülsenfrüchte und andere Futtermittel. Für Weizen und Roggen lauteten die Forderungen höher, die Kauflust blieb jedoch mit Rücksicht auf den schleppenden Liehlabsatz mäßig lebhaft. Oelfaaten fest. Feine Gerste knapp und höher. Im handelsrechtlichen Lieferungsverkehr machte sich die nordamerikanische Steigerung, unterstützt durch feste Meldungen aus England, noch stärker bemerkbar und regte zu Deckungen und Meinungskäufen in Weizen und Roggen an, die preissteigernd wirkten. Hafer und Mais sind kaum gehandelt worden.
2lmtli4 festgesetzte Preise an der Produktenbörse zu Berlin vom 7. Januar. (Getreide und Oelfaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm, alles in Reichsmark): Weizen. märkischer 237—242, März 271—270, April 278% bis 277, Mai 281—279, ruhig. Roggen, märkischer 229—235, Januar 249, Februar 255—253%, März 262—261, April 267%, Mai 272—270, fester. Gerste, Sommergerste 281—293, Winter- und Futtergerste 200—218, sehr fest. Hafer, märkischer 175—184, April 216 217% Mai» lote Berim Waggon
frei Hamburg 220—224, Mai 211, fester. Weizenmehl per 100 Kilogramm frei Berlin brutto inkl. Sack (feinste Marken über Ikotiz) 32,75—35, fester. Roggenmehl per 100 Kilogramm frei Berlin brutto inkl. Sack 32—34,75, fester. Weizenklei« frei Berlin 15,75—15,80, stetig. Roggenklei« frei Berlin 14,90—15, fester. Raps 400, still. Leinsaat 420—425, still. Viktoria-Erbsen 29,50—32,50. Kleine Speiseerbsen 20—22. Futtererbsen 19—20. Peluschken 15—16. Ackerbohnen 18—19. Wicke« 16—18. Lupinen blaue 11—13, do. gelbe 15,50—16. Serradella, alte 10—11, do. neue 16—18. Rapskuchen 17,80—18,10. Lem- kuchen 25,60—25,80. Trockenschnitzel 9,40—9,50. Vollwertig» Zuckerschnitzel —. Torfmelaffe 30/70 9,60—10. Kartoffelstöcken 19,50
Amtlicher Berliner Schlachtviehmarkt. Stuf triebt 2018 Rinder, 591 Dullen, 431 Ochsen, 996 Kühe und Färsen, 3195 Kälber, 4549 Schafe, 9472 Schweine, 20 Ziegen, 865 Auslandsschweine. Verlauf: Bei Rindern ziemlich glatt, bei ausgesuchten Kälbern ruhig und über Notiz. Preise: Ochsen: a) 50—55, 5) 44—48, c) 40—43, d) 35-38. Dullen: a) 48-50, b) 44—46, c) 39—42. Kühe und Färsen: a) 48—53, b) 40—45, c) 33—38, d) 27—30, e) 22—25. Fresser: 35—41. Kälber: a) —, b) 96 bis 105, c) 70—85. d) 55—65, e)40-45. Schafe: a) 42—50, b) 35—40, c) bis 32. Schweine: a) 77, b) 75—76, c) 72—74, d) 69—71, e) 65—68, f) bis 64. Sauen: 65—67. Ziegen: 20—25,
Berliner Häute-Auktion. Die Versteigerung würd« Heutt (7. Januar) fortgesetzt. Der Besuch war wieder gut und die Kauf, tust anfangs vorsichtig, später jedoch lebhafter. Die Preise blieben gegen die Vorauktion im allgemeinen unverändert. Schwer« Gewichte waren begehrter. Auch (Schaffelle blieben ziemlich unverändert. Es erzielten: Berliner Erfülle Ochsen 30—39 Pfund 89 75 (85,75-87,75), do. 40—49 Pfund 70—70,75 (68,25—69,75), do. 50—59 Pfund 65,50—66 (63,20—64,50), do. 60—79 Pfund 72 28 bis 73,25 (65,75—69), do. 80—99 Pfund 74 (66,50—70), do. 100 Pfund und mehr 74 (70), Bullen 30—39 Pfund 89,75 (85,25 bis 87,75), do. 40-49 Pfund 73—73,75 (70), do. 50—59 Pfund 60,50 bis 61 (57,50—59), do. 60—79 Pfund 62,75—63,50 (56,25-58,751 do. 80—99 Pfund 63 (56,25—59), do. 100 Pfund und mehr 61 (56), Kühe 30—39 Pfund 74 (72—73), do. 40—49 Pfund 68 bis 68,50 (62,50—66,50), do. 50—59 Pfund 65,75—67 (63—65) do. 69—79 Pfund 68,75—69,25 (64—66), do. 80—99 Pfund 68,75 (64), Färsen 30—39 Pfund 93,25—94,25 (88—90), do. 40—49 Pfund 80,25—81,25 ( 75.75—79,50), do. 50—59 Pfund 70—70,50 (64,75 bis 69) do 60 -79 Pfund 72 (66,25-68,25). Die Preise verstehen sich - Pfund in Goldpfennig Dir Zahlen in Klammern bebe» ten die Preise für befchäLigte War«. .......
Cassel. Auf bem letzten Schlachtviehmarkt waren anfaekrieben: 17 Ochsen, 16 Bullen, 167 Kühe un- 47 Rinder, zusammen 247 Stück Großvieh: ferner 230 Schweine, 131 Kälber und 31 Schafe-Hämmel. Schlacht- vieüvreise (per 50 Kilo Lebendgewicht in Mark, Zahlen in Klammern sind Einzelstückzahl des Auftriebs): Ochsen höchsten Schlachtwerts und vollfleischige 42—51 (6), geringere Sorten 30—39 (7), Bullen höchsten Schlachtwerts und vollfleischige junge 40—50 (10), dürfen höchsten Schlachtwerts 50—55 (10), Kühe höchsten Schlachtwerts 42—50 (13), ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 40—41 (38), mäßig und gering genährte Kttbe und Järsen 20—29 (21), mittlere Mast- und beste Saugkälber 50—59, geringere Mast- und gute Saugkälber 45—49, geringere Saugkälber 36—44. Mastlämmer und jüngere Masthammel 25—30, Jettschweine über 3 Zentner 78—80 (48), vollfleischige von 240—300 Pfund 75—77 (123), von 160 bis 240 Pfund 70—74 (65). Tendenz: Anfangs rege, spater langsam. In den Preisen sind Handelsgewinn, BerncherunL Spesen usw. enthalten.