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die Beauftragte« der Metallindustrie. Der «rckvnrf -« oov- läufigen Abkommens ist vor drei Tagen -er deutschen Abors- nung zur Prüfirng unterbreitet worden. Augenblicklich wird Rod) über gewisse Abinrüerungen erhandelt. Die Annamue des Entwurfs durch die deutschen Vertreter- steht noch ntg fest Bon französischer Seite wird Hinzugefugt, daß das Abkommen auf eine Dauer von vier Monaten berechnet ist.

Sie Havas berichtet, wird die nächste Vollversammlung der deutsch-französischen Handelsvertragssdelegation erst statt- finden, nachdenr die Reichsregierung zu dem französischen Borschlag betreffend den Abschluß eines modus viv.endi

Stellung genommen hat. - ^, v

Die Eröffnung -er Parlamente.

Deutscher Reichstag.

Erste Sitzung. Montag, 5. Januar 192ö.

Schon lange vor Beginn der Sitzung sind die Tribünen über, süßt In der Diplomatenloge wohnen die Dertreter der freuwen Mächte den Berhandlungen bei. Auch auf der Journa- listentribüne find die Ausländer besonders zahlreich vertreten Der Sitzungssaal selbst füllt sich rasch Die meisten Fraktionen sind nahezu vollzählig versammelt. Um 3 Uhr 20 Minuten er- öffnet Alterspräsident Bock-Gotha (Soz.) die Sitzung. Sogleich rufen die Kommunisten laut im Chor: Amnestie! Amnestie! Sie beruhigen sich aber bald wieder, und der Alterspräsident richtet an das Haus die Anfrage ob jemand älter ist als er selbst, nam- lich 79 Jahre. Da dies nicht der Fall ist, erklärt er die Sitzung für eröffnet. Er ernennt vier Abgeordnete zu Schriftführern.

Abg. Thälmann (Komm.) verlangt vor Beginn der Ver­handlungen das Wort zur Geschäftsordnung. Im Hause entsteht große Unruhe, und der Alterspräsident erklärt unter dem Beifall der Mehrheit des Hauses, daß er das Wort zur Geschäftsordnung nicht erteilt Der kommunistische Abg. Thälmann bleibt einige Zeit noch unschlüssig auf der Rednertribüne stehen; dann verläßt er diese unter der Heiterkeit des Hauses.

Darauf wird der Namensaufruf vorgenommen.

Die Zeremonie des Namensaufrufes erfordert Dreiviertsl- stundem Während die Auszählung fiatifinbet läßt der Alters­präsident geschäftliche Mitteilungen verlesen. U. a. wird mit­geteilt, daß der Haus h allplan für 1924/25 eingegangen ist. Bold darauf erscheint Reichskanzler Marx, welcher sich zum Schriftführer begibt. Letzterer erklärt jedoch, daß der Namensauf­ruf schon vollzogen und die Mitteilung des Reichskanzlers nicht mehr berücksichtigt werden könne.

Der Alterspräsident teilt mit, daß 437 Abgeordnete anwesend sind, daß der Reichstag also beschlußfähig ist Damit ist der Reichstag konstituiert. Der Alterspräsident schlägt darauf vor. die nächste Sitzung abzuhalten am Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, mit der Tagesordnung: Wahl des Präsidenten der Vizepräsidenten und Schriftführer.

Abg. Thälmann (Komm.' beantragt, auf die Tagesordnung zu setzen den kommunistischen Antrag auf Freilassung der Ge­fangenen. (Beifall b. d. Komm.)

Abg. Bertz (Komm.) beantragt, auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen die Freilassung der fünf verhafteten kommunistischen Reichstagsabgeordneten Heckert, Pfeiffer, Urbahns, Rofenbaum und Höllein.

Abg. Dr Scholz (D. Dp.) erklärt, daß diese und andere Anträge mit sachlichem Hintergrunds nur verhandelt werden kön­nen. wenn wir eine verhandlungsfähige Regierung besitzen. (Lärm und Wideri'vruch b. d. Komm.)

Abg. Müller- Franken (Soz.) hält es für unmöglich, daß der Reichstag auf unbestimmte Zeit vertagt werde.

Abg. Fehrenbach (Ztr.) erhebt Einspruch gegen die Art und Weise, wie der kommunistische Redner die Person des Reichs-

Abg. D i t^t m a nn (Soz.) hält es für notwendig daß nach der Wahl des Präsidiums die Amnestiefrage behandelt werde.

Sodann vertagt sich der Reichstag auf den nächsten Mitt - w o ch . 2 Uhr, mit folgender Tagesordnung: Wahl des Präsidiums und Amnestie der verhafteten Abgeordnetem

Schluß gegen 5 Uhr. P,,^

Preussischer Landtag. W

1. Sitzung. Montag, ö. Januar.

Das Haus unD die Tribünen sind sehr stark besetzt. Am Mi- nistertisch ist niemand erschienen.

Der Alterspräsident Herold (Z.) eröffnet die Sitzung um 3,25 Uhr und stellt fest, daß er als ältestes Mitglied des Land­tages bis zur Wahl des Landtagspräsidenten die Verhandlungen zu leiten hat. Er begrüßt, von andauerndem Lärm der Kommunisten unterbrochen die Mitglieder des neuen Land­tages und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es der gemeinsamen Arbeit gelingen möge, zum Wohle des preußischen Volkes im Land, tag gu_ arbeiten. Der letzte Landtag, der Ende Oktober feine Schlußsitzung abhiell habe feine Tätigkeit ohne Krisen ausgeübt and in ordnungsmäßiger Weise die Geschäfte erledigt Der Alters­präsident wird durch erregte Zwischenrufe der Kommunisten, wie

Fürstin Morrow.

Romem von Karl Meisner.

Äs (Rarbdi-vck verboten.)

Leider müssen Sie nur webten Worten glauben, da «ch keine Beweise zur Hand habe, um die Richtigkeit mei­ner Aussage zu befräftigen. Ich habe aber Ihre Frage nun beantwortet. Sie werden daher meinem Fortgehen weiter keine Schwierigkeiten bereiten, hoffe ich. Es ist Abend gerrwrden, und man wird sich über mein langes Aus- hierben ängstigen.

Mein liebes Kind, verzeihen Sie mir mein vorhe- riges schroffes Wesen. Sie sind hier jetzt bei einem Freunde ! Ihres Vaters, und ich segne den Zufall, es ist eine höhere Fügung, daß die Fürstin Morrow gerade Sie als Botin hierher gesandt. Wir sehen uns heute nicht zum j ersten Male, liebes Kind. Allerdings können Sie sich mei­ner nicht erinnern, aber ich kannte Sie, als Sie noch ein ganz kleines Kind waren und Ihre Mutter Sie noch auf den Armen trug. Damals war auch ich noch jung und diese Narbe entstellte noch nicht mein Gesicht. Aber ich war damals auch glücklich, glücklicher als ich jetzt bin, da mich die unerbittlich harte Hand des Schicksals nieder­drückt, so daß ich alle Menschen, die mir lieb sind, und mir nahe stehen, von mir fernhalten muss. Kara, ich bitte Sie darum, verschweigen Sie einstweilen Ihrem Vater, daß sie Peter Gatschef heute gesehen haben, lassen Sie die­sen Namen in seiner Gegenwart nicht über Ihre Lippen kommen. Ich werde selbst den braven Koloman aufsuchen, sobald ich es ohne Gefahr für ihn und für mich tun kann. Ich sehne mich nach dem Wiedersehen wie ein Verschmach­tender nach einem frischen Trunke Wasser. Und nun zu Ihnen, Kara! Die Fürstin Morrow bedient sich Ihrer als eines dienstwilligen, ergebenen Werkzeuges. Dienen Sie ihr mit Rücksicht auf anenen Vater und sich selbst. Aber nie darr we .fahren, dass ich Koloman Pitro« und. wirre.lt^rpp nj.iie. T»n Sie SLr mLüiuxuLLS.

»Es sitzen noch so viele im Gefängnis' undHeraus mit ihnen äfw. häufig unterbrochen.

Der neue Landtag beginnt feine Arbeit unter schwierigen Vcr- hältniffen. (Erneute stürmische Unterbrechungsrufe der Kommu­nisten: Heraus mit den Gefangenen!) Nach der Genehmigung der Londoner Abmachungen waren wir der Ansicht, daß in Zukunft der Geist der Verständigung und Versöhnung von den alliierten Mächten Deutschland und Preußen gegenüber walten würde. Nach den vorliegenden Nachrichten soll aber die Räumung der Kölner Zone nicht zu dem festgesetzten Termin vorgenommen wer­den. (Große Unruhe im ganzen Hause.) Deutschland ist voll­ständig entwaffnet. Wir sind gewillt die Londoner Abmachungen nach besten Kräften zu erfüllen. Wir erheben heute als erste Hand- lung des Landtages (erneute Unterbrechung Der Kommunisten: Amnestie, Amnestie, heraus mit den Gefangenen!) Einspruch wegen der Nichträumung, «Lebhafte Zustimmung.) Wir wollen aber Sie Hoffnung nicht aufgeben, daß die Entwicklung zu einer Verständigung führt. Im übrigen spreche ich noch einmal den Wunsch aus daß es Dem neuen Landtage unter Ausschaltung von Parteigegensätzen gelingen möge erfolgreiche Arbeit zum Besten der preußischen Bevölkerung zu leisten. (Beifall in der Mitte.) Die Schlußworte werden von den Kommunisten wiederum mit stürmischen Protestkundncbuncnn begleitet.)

Ein Antrag der Sozialdemokraten, die nächste Sitzung am Mittwoch abzuhalten, wurde gegen die Stimmen der Sozialbemo- kraten und Demokraten abgelehnt. Annahme fand mit den Stim­men der Rechten und des Zentrums der Vorschlag des Alters­präsidenten, die nächste Sitzung auf Donnerstag, 2 Uhr. anzuberaumen mit der Tagesordnung: Wahl des Präsidenten k o m m u n i st i s ch e Anträge und B e - schließung der Zahl Der A u s s ch u ß m i t g I i c d e -

Um 4 Uhr vertagte sich dann das Haus.

Mussolini vor der Kammer.

Anläßlich der Eröffnung der italienischen Kammer hielt Ministerpräsident Stuffolini eine Rede, in der er unter an­derem erklärte, es fei irrsinnig, anzunehmen, daß er nach dem offenkundigen Erfolge feiner pazifistischen Iunirede irgendwie an der Ermordung seines politischen Einers, den er persönlich sehr hoch schätze, beteiligt sei. Er verschnrähe es, gegen die Lügen zu Felde zu ziehen, da man erst nach dem Urteilsspruch des Gerichts klar sehen könne. Auchtäusche man sich in der Annahme, die Kraft des Fa­schismus sei gebrochen.Ich bleibe Führer der Faschisten, auch wenn man sie eine Verbrecherbande schimpft. Ich allein trage die volle Verantwortung für die Partei. Ich beherrsche die Sachlage völlig; 48 Stunden nach meiner Rede wird fie geklärt fein/ Die Arbeite« der Kammer wer­den vertagt.

Die konstitutionelle Opposition, die an den Arbeiten der Kammer teilnimnrt uns) deren Führer Gio- lttti und Orlando sind, hat die harte Zwangslage Mussolinis anerkannt und ihre Erklärung gegen die Regierung zurückgezogen. Sofort nach Schluß der Kammer versQmmelten sich bei Mussolini der Minister des Innern, der Verkehrsminister, der Generalkom­mandant der Earabineri und der Chef -er Sicherheitspolizei. Es wurden Maßnahmen gegen etwaige Ver­such e zur Störung -er öffentliche« Ordnung b e s ch l o f s e m

Aus Rom wird gemeldet, daß der Minister für öffent­liche Arbeiten und -er Unterrichtsminrster Mussolini ihren Rücktritt angeboten haben. Mussolini hat sich die Antwort Vorbehalten. einer Besprechung zusammen. Salan-ra kündigte an, daßernach seinem Austrittaus der Bud­getkommission auch als Vertreter Italiens im Völkerbund zurücktreten werde, weil seine liberale Auffassung mit der jetzigen Regierungspolitik nicht mehr übereinstinnne. Er ziehe es vor, sich von den politischen Kämpfen zurückzuziehen.

Die Schwierigkeiten der interalliierte« Finanzkonferenz.

Die Pariser Blätter enthalten zahlreiche Hinweise auf die Finanzministerkonferenz. Das offizielle Ver- Handlungsprogramm sieht die nachstehen­den drei Punkte vor: Erstens Verteilung der Ruhr- gewinne, zweitens Verteilung der ersten Leistungen aus dem Sachverstän-igenbericht, drittens Verrechnung der ame­rikanischen Forderung. Die Pariser Presse wendet natur­gemäß dem ersten Bechandluugsgc ge nstand die größte Auf­merksamkeit zu. Die gesamten Ruhreinnahmen betrugen nach einer offiziellen französischen Mitteilung 1185 900 000 Franken. Die direkten Ausgaben für nslitärische und wirt­schaftliche Besetzung, Micum usw. bestes er: sich auf 183 600 000 Franken (militärische Unkosten. 114 000 000, Unkosten für

Kara, dass zwischen mir unk der Fürstin keine andere Ver­mittlung aufkommt, denn Ihnen, Kara, ist es vorbehal­ten, einen geheimen, aber erbitterten Kampf zu einem be­friedigenden ®nbe zu führen. Sie können der rettende ! Engel einer tief unglücklichen Familie werden. Aber ver­gessen Sie nie, dass auch Ihr eigenes Glück von Ihrer Ver- , Wviegenheit abhängt. Zurücktreten von Ihrer Mission können Sie ohnehin nicht mehr, ohne sich selbst und Ihren Vater ins Verderben zu stürzen. Ich darf Ihnen noch nichts sagen, aber Sie stehen der Fürstin Morrow viel ; näher, als Sie je ahnen können. Und nun gehen Sie mit Gott, Kar Pitras Peter Gatschef wacht über Ihnen und Ihrem Glücks

Kara war es nach all dem Erlebten wie ein Traum, als sie nun mit dem Fremden die dunkle Treppe Hinab­stieg und wieder durch den Kleiderladen ins Freie trat.

Ich werde Sie bis zu Ihrer Wohnung begleiten," sagte Gatschef,es ist besser so. Hat der Kutscher schon seine Weisung erhalten?"

Kara nannte dem bärigen Rosselenker das Haus und die Strasse, wo ihr Vater wohnte, dann stieg sie in den Wagen. Gatschef folgte und nahm ihr gegenüber Platz. Der Kutscher trieb die Pferde an und fort rollte das Ge­fährt.

Da es schon recht dunkel geworden war, konnten sich die beiden Personen im Wagen nicht sehen. Aber ttotz der plötzlichen Freundschaftsversicherungen Gatschefs konnte sich Kara eines ängstlichen Gefühls nicht erwehren. Sie drückte sich scheu in eine Ecke und horchte angestrengt, ob ihr Begleiter sich nicht bewege. In ihrer lebhaften Phan­tasie glaubte sie, die Augen Gatschefs im Dunkeln unheim­lich leuchten zu sehen. Dieser aber sprach kein Wort, rührte sich auch nicht, nur zuweilen entrang sich ein Seuf­zer seinen Lippen.

einmal hielt der Wagen an. Rauhe Männer- : n sich vernehmen, die dem Kutscher in be-

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Einsetzung der Micum 50 000 000 FraltLen).Echo de Paris" erwartet ernste Schwierigkeiten mit den englischen Vertretern. England best reite der französischen Re­gierung das Recht, von den Bruttoein­nahmen die Besatzungskosten abzuziehen, soweit sie den Wert der deutschen Sachlieferungen und Naturallieferungen übersteigen, aus denen, nach einem Ab- kommen voin März 1922, die mit dem Unterhalt der Be- satzungsarniee zusammenhängenden Unkosten gestritten wer­den müssen. Sollte der englische Standpunkt anerkannt werden, so würden nahezu 200 000 000 Franken von den Belgiern erhoben, und Frankreich sei in die Notwendigkeit versetzt, Schuldverpflichtungen gegenüber Belgien einzugehen. Andererseits vertrete das englische Schatz- amt die Auffassung, daß di« deutschen Sachlieferungen zu niedrig angesetzt seien. Eine weitere Schwierigkeit biete die Frage, inwieweit Belgien nach Befriedigung seiner Priorität berechtigt ist, an der Ver­teilung der ersten deutschen Jahresleistung teilzunehmen. Eine andere strittige Frage sei es, ob der Darvesplan eine Herabsetzung der Zahlungen des Londoner Abkonnnens vom Mai 1921 nach sich ziehen werde.

Scharfe Worte zwischen England und Rußland.

Die Moskauer Presse veröffentlicht einen neuen Notenwechsel zwischen Chamberlain und Rakowski. In Beantwortung der Note der Sowjet» Legierung, in der der Person die ungehnr-ette Ausreise aus der Sowjetunion zugesichert wird, die der englischere Regierung den gefälschten" Sirrowjew-Brief zugestellt haben soll, teilt Chamberlain mit, daß die englische Regie­rung ihrer Rote vom 21. November nichts hinzuzufü gen habe. In einer Antwortnote vom 2. Januar erklärt Rakowski:In Anbetvacht dessen, daß die englische Regierung durch ihre Weigerung, gemäß dem Borschlag der Sowjetregierung die Unter­suchung der Frage -er Herkunft des gefälschten Sinowjew- Briefes einem unparteilichen Schiedsgericht zu übergeben, die Unmöglichkeit bestätigt, die an den Brief geknüpften Beschuldi­gungen zu beweisen, betrachtet die Sowjetregierung den Mei- nungswechsel in dieser Angelegenheit als erledigt."

Spanische Erfolge in Marokko.

Aus Madrid wird gemeldet: Melilla (Marokko) wurde nach erbitterten Gefechten besetzt. Die Mauren hatten sich dott in wohlbefestigten Stellungen festgesetzt. Drei Punkte wurden befestigt, um den Besitz der Stadt sicherzustellen.

Die neue Legierung in Albanien.

Aus Tirana (Albanien) wird gemeldet, die definitive Re­gierung werde vor dem 12. Januar gebildet und die National­versammlung vor dem gleichen Datum einberufen werden. Dann werde man zur Ausschreibung von Neuwahlen schreiten. Eine der ersten Regierungshandlungen werde die Unter­drückung des sogenannten Kossovo-Komitees sein, dessen Be­ziehungen zu der mazedonischen revolutionären Organisation bekannt seien. Die Regierung werde ein Unter» suchungsverfahrengegenFanNolieröffnen unter der Beschuldigung der Unterschlagung von Staats-

Inland und Ausland

Am den Achtstundentag. Einem Bericht aus Brüssel zu­folge haben sich die Bureaus der syndikatlistischen Internatio­nale und der politischen Internationale mit der Ratifizierung des Washingtoner Abkommens betteffend den Achtstundentag beschäftigt. Es sei bestimmt worden, daß in allen Ländern die sozialistischen parlamentarischen Grupen alsbald nach der Rattfizierung durchs Frankreich Interpellationen einbringen sollen. Die Bureaus hätten dann eine Resolution an­genommen zugunsten des Verbots der Nachtarbeit in den Bäckereien.

Eine Helfferich-Büste im Reichstag. Im Fraktionszimmer der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstage wurde eine Büste des verstorbenen Abgeordneten Helfferich enthüllt. Mit einem Hinblick auf Helfferich als Freund und Kanierad über­nahm der Abg. Schiele die Büste Helfferichs für die Fraktion.

Elisabeth v. Heykinq f. Frau Elisabeth v. Heyking, die 1 Verfasserin der weltberühmt gewordenenBriefe, die ihn nicht | erreichten", ist heute nacht in Berlin plötzlich an einem Schlag- anfall gestorben.

wartete. ------------ --------------a

Was hat das zu bedeuten?" fragte Kara erschreckt ihren Begleiter, der sich ganz ruhig verhielt.

Nichts Besonderes," antwortete dieser in beruhigen­dem Tone.Sie brauchen nicht zu erschrecken, liebes Kind, Sie stehen unter meinem starken Schutz. Man wird es nicht wagen, auch nur den Saum Ihres Mantels zu be­rühren."

Der Wagenschlag wurde aufgerissen. Zwei verwildert aussehende Männer schauten herein, indem sie eine kleine Laterne hochhielten. Ehe sie aber ein Wort gesprochen hatten, beugte sich Gatschef vor, so dass sein Gefixt in heg Lichtkreis der Laterne kam.

Ihr seht, dass ich selbst hier bin," sagte er kurz. '

»Es ist gut," fuhr dieser fort,Ihr könnt jetzt gehen, in zwei Stunden treffen wir uns in meiner Wohnung. Lässt den Kutscher ruhig weiterfahren. Auf Wiedersehen!"

Der Wagenschlag wurde behutsam wieder geschlossen. Der Kutscher erhielt eine Weisung, die er brummend er­widerte, und weiter ging die Fahrt.

Sie sehen, liebes Kind, dass es gut war, dass ich CLe begleitete," sagte Gatschef lächelnd.

Kara, ermutigt durch seine Ruhe und stille Zurück­haltung, fragte: ^Safen Sie foeM M mich eine Gefahr voraus?" , .

Vielleicht!"

»Wäre nun Fürstin Morrow an meiner Stelle im Wagen gewesen, was dann?"

Ah, die Fürstin! Zwischen ihr und Ihnen besteht ein grosser Unterschied, liebes Kind, aber vergessen Sie nicht, dass hierin ein Punkt liegt, der unbedingt zu un­seren Geheimnissen gehört, die vorläufig bestehen bleiben müssen. Aber Sie brauchen nicht zu denken, trotz aller Achtung vor dem guten Verstände der Fürstin, dass diese so etwas voraussehen konnte, wenn sie auch sicher irgend ech was befürchtete." \

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