dieser Wegesleüer-BtzMummnaetr ernEtzt: er OM dabei insbesondere die Besettiauna der in der Praxis unbrauchbaren und au grossen Schwierigkeiten führenden Erhebung der Abgabe auf Grund der von den Abaabe- pflichtigen gefahrenen sog. Tonnenkilometer (ftWaeua und Ladung mal Wegs Werner ist verlangt worden. dass der Kreis der Abaabevflichtigen nicht einseitig auf Industrie und Handel beschränkt wird, und dass m Vermeidung von Doppelbesteuerungen die Hebeberechtigung nur diejenige« Landkreisen zugebilligt wird, in deren -Bezirk der Abgabepflichtige seinen Wohn- oder Ge- fchäftssitz hat. Ebenso ist angeregt worden. Sei iedem -Kiceise eine Kommission zu bilden, die die Aufgabe hat. beim Vorliegen besonderer Voraussetzungen im Einzelfall zum Ausgleich eine abweichende Festsetzung der Abgabe vorzunebmen.
§ Hersfeld. Die in den letzten Tagen wegen verschiedener Einbruchsöiebftähle verhafteten drei jungen Burschen wurden gestern nachmittag mit Transport nach Gaffel geschafft. Eine große.Menschenmenge gab den drei Gefangenen das Geleit, als sie durch die Stadt nach dem Bahnhof geführt wurden.
§ Hersfeld. (Klein e Ursache, große Wirkung.) Die am Dienstag Abend so unangenehm empfundene Störung in der elektrischen Lichtversorgung die stundenlang einen großen Teil unserer Stadt dunkel legte, ist nunmehr aufgeklärt. Einige Kinder hatten sich an den Drahtseilen eines Mastes so heftig geschaukelt, daß die Drähte aneinanderschlugen und durch schadhafte Stellen Kurzschluß verursachten.
§ Hersfeld Einen Dummenjunge «st reich vollführten dieser Tage einige Bengels an einem Geschäftshause in der.Klausstratze. Sie hatten Feuer- werkskörpers in die Luftlöcher des Schaufensters gesteckt und angezündet. Hierdurch gerieten die ausgestellten Waren in Brand und die große Scheibe zersprang. DaZ Feuer konnte schnell gelöscht werden, ehe größerer Schaden entstand.
RengsHansen. Ein hiesiger Anstaltszögling wollte einen mit Erde beladenen und bergab rollenden Kippwagen zum Stehen bringen. Der Wagen quetschte ihn dermaßen, daß die Rippen in die Lunge drangen und der Tod innerhalb weniger Minuten eintrat.
□ Treys«. Der „Scherzmoarkt" in „Trees". von scherzen, d. h. den Dienst wechseln abgeleitet, machte am Montag feinem vielhundertiährigen Renommee wreder alle Ehre. Besonders stark waren wieder die Schwäl- mer in ihren schmucken Kostümen erschienen, doch um die kostbaren Gewänder zu schonen, hatten sie des drohenden Meaenwetters weaen weiße Vettücher armetan.
O Stockheim (Rhön). Der junge Oskar Storath. der im Sägewerk von Rothauvt beschäftigt war, wollte einen Wagen an den Triebwagen der Kleinbahn hängen, geriet aber zwischen beide Wagen und wurde dermaßen am Kopf verletzt, daß er im Krankenhause gestorben ist.
Alsfeld. Spurlos verschwunden ist der 19jährige Kaufmann Sch. Man nimmt an, daß ihm ein Unfall zuge- stoßen ist, da er als ordentlich und brav aalt und ihm keine Verfehlungen zur Last liegen.
Hanau. Nachts ist durch Einbruch in das Dienstzimmer der Postagentur zu Meerholz bei Hanau ein zur Auszahlung an Renteneurpfänger bestimmter Betrag von 2500 Mark aus einer verschlossenen Schublade entwendet worden. Die Hanauer Kriminalpolizei hat aus Grurrö von Jingerabdrücken den 30jährige« Swreiner- metster Josef Börner aus Meerholz als Einbrecher er- MtteL Der gestohlene Betrag ist wieder vollständig MbkMLckt worden.
Aus dem Sysssart. Der Sohn eines Tagelöhners in Klopfhof hatte sich mit anderen Dorfgenossen im Scherz das Gesicht mit Schuhcreme angeschwärzt, um sich un- kermtlich zu machen. Die Schwärze drang in eine kleine Gesichtswunde ein und rief eine Blutvergiftung hervor, die den Tod des jungen Mannes zur Folge hatte.
Berka (Werra). M der Villa des früheren Sfvotße» kers Görina wurde ein schwerer Einbruch verübt. D e Diebe stahlen Herren- und Damenkleider, Wäsche, Schiche, Lebensmittel. Bargeld und Silber-sachen.
Aas aller West.
Der blutige Streik der Sardinenfischer. In Douarnenez /Frankreich), wo die Streikbewegung der Sardinenfischer immer noch anhält, kam es zu heftigen Zusammenstößen, bei denen zwei Kommunisten, darunter der abgesetzte Bürgermeister des Ortes, verwundet wurden. Als dies bekannt geworden war, verunstalteten die Streikenden eine Kundgebung und warfen in vielen Häusern die Fenster ein, so daß die Polizei ein- schreiten mußte.
Folgenschwere Silvesterscherze. Beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern wurde in der Silvesternacht die 15jäh- rige Ella König aus Nowawes bei Berlin von einer Rakete in den Hals getroffen. Me Feuergarbe war unmittelbar neben der Schlagader in den Hals gedrungen. Blutüberströmt wurde die Schwerverletzte in das Oberlinkranken- Haus geschafft. — Durch ein Fenster der Wohnung des Arbeiters Reichmuth in Nowawes kam in der Silvefteriracht ein Schuß. Glücklicherweise ging das Geschoß an der Fa- ntiltei, die um den Tisch herumsaß, vorbei in die Wand und blieb dort stecken. Da die Wohnung im ersten Stock liegt, ist nicht anzunehmen, daß von der Straße geschossen wor- ben sein kann. Die Untersuchung in-dieser Angelegenheit ist im Gange. — Viel schwerer und verhängnisvoller lief ein gan^ ähnlich liegender Fall in Berlin ab. Dort hatte sich in der Wohnung des Pensionärs Johann Schröder zur Silvesterfeier auch der 37 Jahre alte Arbeiter Theodor Af- felt eingefunden. Segen 12 Uhr nachts fiel plötzlich ein Schuß. Eine Kugel zertrümmerte eine Fensterscheibe des Wohnzimmers, in welchem die Feiernden saßen, und drang Äffest in die Brust. Man schaffte den schwer Getroffenen nach der Rettungsstelle, wo der Arzt eine so schwere Verletzung feststellte, daß er die schleunige Ueberführung nach dem Krankenhaus veranlaßte. Nach den bisherigen Er- mittlungen scheint es sich um Fahrlässigkeit zu handeln. Der Schuß ist vermutlich aus dem gegenüberliegenden Hause' abgegeben warben, doch konnte der Täter noch nicht er- Mittest werden.
Selbstmordversuch im Berliner Kriminalgericht. Ein aufsehenerregender Vorfall ereignete sich vor der Straf- kammer im Landgericht I in Berlin. Dort hatte sich der Kaufmann Kurt Mahia wegen Unterschlagung zu verantworten. Mahla war vom Schöffengericht zu 500 M. Geldstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch Berufung eingelegt, so daß die Sache noch einmal zur Ver- Handlung kam. Die Strafkammer kam zu einer strengeren Auffassung und verurteilte den, Angeklagten zu 9 Monaten
Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. Sowie vas urteil verkündet war, trat der im Saal anwesende Vater des Angeklagten auf diesen zu, um sich von ihm zu verabschieden. Da griff der Verurteilte blitzschnell mit der linken Hand in seine Jackentafche, holte einen Revolver heraus und schoß sich in die Stirn. Er brach sofort bewußtlos zusammen und wurde m sterbendem Zustand aus dem Saal getragen.
Ein schwerer Unfall hat sich in der Silvesternacht auf dem Bahnhof Trefensee der Wriezener Bahnstrecke ereignet. Der 46jährige Landjägermeister Johannes Weber aus Wer- neuchen wollte dort, von einem Dienstgange zurückkehrend, einen nach Werneuchen verkehrenden Zug besteigen, der sich bereits in Bewegung gesetzt hatte. Dabei kam W., durch seinen Säbel behindert, zu Fall, geriet unter den Zug und wurde übersahren. Ihm wurden der linke Arm und der linke Fuß abgetrennt; außerdem erlitt der Beamte schwere Kopfverletzungen. Der Verunglückte wurde mittels Auto nach dem Krankenhause in Eberswalde übergeführt, ist jedoch auf dem Transport dorthin seinen Verletzungen erlegen.
Erdichteter Kaffeuraub. Aufsehen erregte ein Ueberfall, der. auf dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin verübt sein sollte. Im Kassenraum waren in der Nähe des Ofens Papiere und Quittungen in Brand gesteckt worden, und im Vorraum dieses Zimmers fand man den Eisenbahnbetriebs- Assistenten Münch an Händen und Füßen gefesselt. Der Beamte gab an, von zwei Männern, an die er 30 000 Mark auszahlen sollte, am Telephon hinterrücks niedergeschlagen und dann gefesselt worden zu sein. Im Geldschrank fehlte jedoch nicht der ganze Betrag, sondern nur eine geringe Summe. Bei seiner Vernehmung durch den Kriminalkommissär verwickelte sich Münch jedoch in Widersprüche, so daß man den Eindruck gewann, daß er den Ueberfall erdichtet und das Geld selbst entwendet hat, um die hohen Ausgaben, die er für seinen leichtsinnigen Lebenswandel machte, zu decken.
Prügelei in der Pariser Kammer. In der Pariser Kammer kam es zwischen den Abgeordneten Simon Reynaud und Balanant zu Tätlichkeiten, in deren Verlauf dem ersten ein Zahn ausgeschlagen wurde, während Balanant am Handgelenk verwundet wurde.
Eine Sturmfahrt Danzig—Plymouth, Der Kapitän des aus Danzig in Plymouth (England) eingetroffenen deutschen Dampfers „Eva" erklärte, das Wetter sei bei dieser Fahrt so stürmisch gewesen, wie er es in 40 Jahren nicht erlebt habe. Ein großer Teil der aus Nutzholz bestehenden Deckladung sei von den Wellen über Bord gespült worden.
Unwetter in Essen. Am Silv^terabend begann in Essen um 6,30 Uhr ein Unwetter mit Blitz, heftigem Donner, Regen und Schneetreiben, das eine halt« Stunde dauerte. Die Temperatur betrug 3 Grad Wärme.
Me älteste Frau Deutschlands gestorben. In Walberberg (Landkreis Bonn) ist die älteste Frau Deutschlands, die Witwe Berta Kilbbeler, gestorben. Sie war am 1. Oktober 106 Jahre alt.
Letzte Drahtnachrichten.
Die Regierungsfrage in Preußen.
Berlin, 3. Januar. In Preußen tritt die Regierungsfrage jetzt in ein entscheidendes Stadium ein. Die preußische Landtagsfratlion wird erst im Laufe uer nächsten Wocye zu den Regierungsfragen endgültig Stellung nehmen. Das preußische Ministerium wird nunmehr Beschluß fassen, ob es schon vor dem Zusammentritt des Landtages seinen Rücktritt nimmt oder ob es erst den Beschluß der Landtagspar- teien abwartet. In den volksparteilichen Kreisen drängt man jedenfalls ziemlich lebhaft auf die Lösung der Regie- rungsfragen, um schon jetzt die Demission der bisherigen preußischen Regierung herbeizuführen.
Begiun der parlamentarischen Saison.
London, 2. Januar. Me britischen Kabinettsminister werden Ende dieser Woche von ihren Weihnachtsferien nach London zurückkehren. Baldwin ist bereits wieder in der Downing Street und beabsichtigt, einige Tage in London zu verbleiben. Ehe der Schatzkanzler Churchill am Dienstag nach Paris reist, um an der Zusammenkunft der alliierten Finanzminister teilzunehmen, wird das britische Kabinett noch verschiedene Fragen mit ihm zu verhandeln haben, und den Zeitungen zufolge ist von Baldwin ein Kabinettsrat auf Montag morgen anberaumt worden. Das Kabinett wird in dieser Sitzung neben den internationalen Fragen auch über die Antworten verhandeln, die von den Regierungen der Dominions auf die Einladung zu einer Konferenz für die Besprechung des Genfer Protokolls cin- gegangen sind.
Zum MAnsterberger Massenmord.
Breslau, 2. Januar. Die weiteren Ermittlungen in der Münsterberger Maffenmordaffäre haben jetzt.,ergeben, daß Denke verschiedentlich in der Stadt Ziegenfleiscy zum Verkauf angeboten hat. Es haben sich nun bei der nüi- zeibehörde zahlreiche Einwohner gemeldet, die von Tenke dieses sogenannte Ziegenfleisch getauft haben. U. a. befindet sich darunter eine ganze Hochzeitsgesellschaft, die in größeren Mengen dieses Fleisch von Denke gelaust hat. Es wird angenommen, daß der Verbrecher das Fleisch auch nach außerhalb geliefert hat und hierzu Zwischenhändler in der Provinz benutzte.
Die Jagd auf einen Mörder.
Stuttgart, 3. Januar. Ein vor kurzem aus Amerika heimgekehrter junger Mechmaiker namens Schach, der Sohn einer Witwe in Mürtingen, wurde von einem 65jährigen Stuttgarter Mitreisenden beschuldigt, ihm 2000 Dollar gestohlen zu haben. Die Untersuchung ergab indes keinen An- Haltspunkt für diese Beschuldigung. Der angeblich, Be- stohlene suchte nun Schach in seiner Wohnung auf und schoß ihn nach kurzem Wortwechsel nieder, so daß der Tod als- bald eintrat. Auf der Flucht verletzte der Mörder noch einen ihn verfolgenden Schutzmann durch einen Schuß in den Leib lebensgefährlich und schoß aus einer günstigen Stellung hinter einem Baum am Neckar auch noch weiterhin um sich, bis es einem Schutzmann gelang, ihn durch einen ' Schuß ins Bein wehrlos zu machen. Er liegt nun in einem hiesigen Krankenhaus.
Der Sturm im Kanal.
London, 2. Januar. Der Sturm, der über Großbritannien ausbrach, dauert noch immer mit unverminderter Heftigkeit an. Im englischen Kanal und in der Irischen See waren zahlreiche Schiffe gezwungen, Schutz in den Häfen zu suchen. In Torbay liegen allein über 3 0 g r o ß e Dampfer vor Linker. Von allen Teilen der Küste
werben NnglUcrssaile, verursacht durch den Sturm, gemeldet. Der Sturm, der von Wolkenbrüchen begleitet ist, hat die Ueberschwemmungen in den niedrig liegenden Gegenden vergrößert. Fast das ganze Themsetal leioet durch große Ueberschwemmungen, und viele Häuser wurden zerstört. Me Landwirtschaft erlitt großen Schaden. Die Fluß- regulierungsarbeiten, die in den letzten zwanzig Jahren an der Themse aufgeführt wurden, bewähren sich recht gut und konnten bisher verhindern, daß der Schaden größeren Um- fang angenommen hat.
Kreissparkasse Hersfeld
(altes Landratsamt)
Oeffentl. Geldanstalt unter Gewähr des Kreises Hersfeld.
Mündelsicher.
Annahme von Spar- und Depositeneinlagen.
Ausführung sonstiger bankmäßiger Geschäfte.
Kassenstunden : 8—1, 3—5 Uhr, Sonnabends 8—1 Uhr.
Fernruf 424.
Handel. ~
* Berliner Börse vom Freitag. ’ -
Der Jahresanfang traf die Berliner Börse in guter Verfassung. Las Geschäft war äußerst belebt. Aus Provinz und Kressen des Berliner Publikums waren recht umfangreiche Kaufaufträge eingetroffen, die sich in der Hauptsache auf Kaliwerte, einzelne Mon- tanpapiere, Farbwert« sowie eine Anzahl von Spezialwerten erstreckten. Die Barmat-Affäre bildete natürlich den hauptsächlichsten Gesprächsstoff der Börse. Jedoch war irgendwelche Einwirkung hiervon auf die Tendenz nicht im mindesten zu verspüren. Die Geldverhältnisse sind unentwegt recht flüffis.
Amtliche Devisen-Notierung.
Devisen (in Billionen Mark!
2. Jo Geld
nuar Brief
80. Dez« Geld
:mber Brief
New Dork . 1 $ London . . . 1 £ Amsterdam . 100 Fl. Kopenhagen . 100 Krön. Stockholm . . 100 Krön. Italien.... 100 Site Schwel ... 100 Frcs. Paris .... 100 Frcs. Brüssel.... 100 Frcs. Prag ..... 100 Krön. Wien . .... 100 $. Är. Spanien . . . 100 Peseta
E
M.
4,195
19,43
170,09
74,11
113,06
17,70
81,79
22,84
21,04
12,67
5,902
58,68
ssektenv«
M.
4,205
19,98
170.51
74,29
113,34
17,74
81,99
22,90
21,10
12,71
5,922
58,82
ckehr.
M.
4,195 19,877 170,09
74,21
113,11
17,66
81,65
22,74
20,99
12,692
5,90
58,68
M.
4,205
19,927
170,51
74,39
113,39
17,70
81,85
22,80
21,05
12,737
5,92
58,82
Der Privatbiskonssatz wurde mit 9 Prozent gehandelt. Der Markt der inländischen Anleihen zeigte im Geschäft gegen den letzten Wochenschluß wieder festere Haltung. Die övroz. Neiihs- anleihe stellte sich auf 0,88. — Recht gute Haltung zeigten Schiffahrtsaktren. Hier betrug die Preisbesserung etwa 0,20 bis 0,50 Prozent. — Kaliwert« wesentlich gebessert im Anschluß an die gute Haltung im Rhein- und Ruhrrevier. — Auch in chemischen Werten wären größere Käufe zu anziehenden Pressen zu verzeichnen.
Berliner Prodnktenbörfe vom Freitag.
Die von Nordamerika gemeldet« neuerlrche Preiserhöhung hatte auf die Haltung des Marktes befestigend gewirkt. Im Warenhanbel war für Weizen infolge des stockenden Mehlverkehr» eine Belebung der Kauflust nicht zu verzeichnen, bei Roggen konnten die erhöhten Forderungen nur vereinzelt durchgesetzt werden. Hafer und andere Futterstoffe notierten höher, was ein- schränkend auf die Kauflust einwirkte. Feine Gerste blieb gefragt, aber knapp. Hülsenfrächte sind zu Futterzwecken mehrfach, trotz höherer Notierungen, gekauft worden. Oessaaten lagen fest bei ziemlich kleinen Umsätzen. Aus den Umfang des handelsrechtlichen Lieferungsverkehrs wirkten die nordamerikansschen Meldungen besonders befestigend, da sie durch die Preissteigerungen in Liverpool unterstützt wurden, doch hielten sich die Umsätze in ziemlich engen Grnzen.
Amtlich festgesetzte Preise an der Produktenbörse zu Berlin vom 2. Januar. (Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm, alles in Reichsmark): Weizen, märkischer 234—240, Januar 258, Februar 266^ März 275«, Mai 282«—285—28414, steigend. Roggen, märkischer 230 bis 236, Januar 249, März 262—265, April 270—271«—271, Mai 272%—275—274%, steigend. Gerste, Sommergerste 263—285, Winter- und Futtergerste 200—214, fest Hafer, märkischer 175 bis 185, pomm. 166—177, Mai 219—219%, etwas fester. Mais loko Berlin 219—221, Mai 211, fester. Weizemnchl per 100 Kilo, gramm frei Berlin brutto tust Sack (feinste Marken über Notiz) 32%—35, fester. Roggenmehl per 100 Kilogramm frei Berlin brutto inkl. Sack 32%—35, fester. Weizenklei« frei Berlin 15,50—15,80, fest. Roggenkleie frei Berlin 14,50—14,80, fest. Raps 400. lustlos. Leinsaat 420—425 lustlos. Diktoria-Erbsen 29—31; kleine Speiscerbsen 21—22; Futtererbsen 19—20; Peluschken 15—16; Ackerbohnen 19—20; Wicken 16—17,50; Lupinen, blaue 11,50—13; Lupinen, gelbe 15—16; Serradella, alte 10—12, neue 16—17; Rapskuchen 17,70—18; Leinkuchen 26; Trockenschnitzel 9,60—9,90; vollw. Zuckerschnitzel —; Torfmelasse 30/70 6,20—9,40; Kartoffel- flocken 19,40—19,60.
Amtlicher Marktbericht vom Magerviehhof Fried- richsfelde. Auftrieb: 422 Stuck Rindvieh 130 Kälber, 54 Pferde, — Ziegen, — Schafe, 398 Milchkühe 16 Zugochsen, 4 Bullen. 4 Stück Jungvieh. Verlauf des Marktes: Schleppend bei weichende!! Preisen. Es wurden gezahlt: A. Milchkühe und hochtragende Kühe: 1. Qualität 380—500 , 2. Qualität 250—360, 3. Qualität 200—250. 4. Qualität — M Ausgesuchte Kühe und Kälber über Notiz. B. Tragende Färsen: 1. Qualität 250—410, 2. Qualität 160—280 M. Ausgesuchte Färsen über Notiz. C. Zugochsen: a) gelbes Fraukenvieh, Scheinfelder, b) Pinsgau er, c) Süddeutsches (Frankenvieh), Scheckvieh, Simmenthaler und Donrculher 40—47 Mark je Zentner Lebendgewich: D. Jungvieh zur Mast: Bullen, Stiere, Färsen 32—35 M. Ausgesuchte Posten über Notiz. — Pferdemarkt: 1. Klasse 1100—1500 . 2. Klasse 800—1100 3. «lasse 500—800. 4. Klasse 300—500 M Langsames Geschäft
Amtliche Notierung«!« für Rauhfutter am 2. Januar. Drahtgepr, Roggen- und Weizenstroh (Onadratballen) 1,15—1,25, drahtgepr. Haferstroh (Quadratballen) 0,95—1, drahtgepr. Gersten- Itroh (Quadratballen) 0,90—0.95, Rogaen-Langstroh (mit Siroh gebündelt) bindfadengepr. Roggen- und Weizenstroh, verschieden je nach Frachtlage. Häcksel 1,40—1,45. Handelsübl. Heu, gesund und, trocken, nicht über 30 Prozent Besatz mit minderwertigen Gräsern 210—2,30, gutes Heu, desgl. nicht über 10 Prozent 3.20 bis 3,50, Mielitz-Heu, lose 1,75—2, Kleeheu, lose —. Die Presse verstehen sich als Erzeugerpresse ab märkische^ Stationen» frei l&tggon, für 50 Kilogramm in Goldmark.