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Aus der Heimat.

ventmlsweihe der 47er Zeld-AMerifteu in Fulda.

Alte Kameraden aus Friedens- und KriegSzeit hatten durch die Denkmalsweihe ihres Regiments Gelegenheit nach langen Jahren ein Wiedersehen zu feiern. Daß der Korpsgeist der 47er selbst nach dem verlorenen Kriege nicht erloschen ist, hat die Be- teiligung der ehemaligen 47er am Samstag abend im Fuldaer Stadtsaal gezeigt.

Nach vorangegangener Delegiertenversammlung der Vereinigung ehemaliger 47er Feldartilleristen, deren Zahl sich auf 10 mit über 1000 Mitglieder be­lauft, war abends 8 Uhr in den Stadtsälen die Be­grüßungsfeier. Die Tische waren batterieweise ge- ordnet,- nur auf diese Weise ist es möglich gewesen, in dem kolossalen Andrang seine ehemaligen Batterie, kameraden rasch auszufinden. Es waren herzerhebende und rührende Wiedersehen. Ehemalige Kameraden von vor 20 und mehr Jahren, Vorgesetzte und Unter- gebene begrüßten sich hier wieder nach so langer, schwerer Zeit Der Kernpunkt bildete das Vater­ländische Festspiel des Münchener Turnfestes von Krüger:Frisch auf mein Volk", aufgeführt von der Turngemeinde 1848 Fulda.

Die Feier am Sonntag begann mit den Fest- gottesdiensten. Um 11 Uhr war die Denkmalsweihe MännergesangvereinWinfridia" Fulda sang in Be- gleitung des Tromp-Korps Reichswehr Art-Regts. Nr. 5 dasNiederländische Dankaebet". Hierauf folgten Ansprachen der drei Milttärgeistlichen. Exzellenz Landauer, der Krtegs-Regimentökomnran- öeuc der 47er, hielt die Weiherede. In kernigen Worten rühmte er die Opferfreudtgkett der Fuldaer Bürgerschaft und Fuldaer Firmen, mit deren Hilfe ss nur gelungen ist, das Denkmal zu errichten Exzellenz Landauer entrollte sodann die Regiments- geschichte von Anfang bis zum Ende des Regiments, worauf auf seinen Befehl die Hülle fiel. Eine Gruppe Artilleristen gab am Denkmal mit Karabinern die Ehrensalve, als Echo schoß im Schloßgarten das Ge­schütz Der Vorsitzende der Ortsgruppe Fulda, Herr Eisenbahnsekretär Niemeyer, übergab sodann der Stadt Fulda das Denkmal und empfahl es ihrem besonderen Schutz

Im Heldeul atn am Fuße des Frauenberges steht der Denkmalstein, errichtet von Herrn Baurat Kameraden Staubach, wie ein Altar im Waldesdom, schlicht und wuchtig, ein Sinnbild jener Kraft, durch die wir groß waren, in der unsere Helden den Tod fanden

Nach den vielseitigen Kranzniederlegungen, wo­durch die 280 Gefallenen des Regiments geehrt wurden, sangWinfridia" Gott segne Deutschland Ein har- Monischer Zapfenstreich schloß die erhebende Denkmals- rvethe Nach der Parade der 1. Abtlg des Reichs- wehr-Regts 5 und der ehem. 47er Feldartilleristen auf dem Domplatz, zu welcher die geistlichen und weit, lichen Behörden eridifcgeiLjwxmL^^^ heuere Menschenmenge nur langsam auf.

Nachmittags 4 Uhr wir auf dem Kasernenhof Gedenkfeier zur 25jährigen Wiederkehr der Gründung des 2. Kurh. Feldartl.-Rgts. Nr. 47. Nach Begrüßung der außerordentlich zahlreich Erschienenen durch den Chef der Traditionsbatterie Herrn Hauptmann Gallen, knmp hielt Herr General Samwer, ein früherer Re­gimentskommandeur des Jubelregiments die Gedenk- rede, welchefim Herzen der Zuhörer lange wiederhallen möge.

Den unterhaltenden Teil des schönen Nachmittags bildeten Retter- undTurnspieleReichswehrangehöriger zum Teil in Friedensuniform, was besonders mit lautem Jubel begrüßt wurde. Den Schluß bildete Fahrübung mit Geschützen und Jagdspringen in der offenen Reitbahn. Das Gesehene hat jedem Zuschauer die Ueberzeugung beigebracht, daß unsere Reichswehr ernste Arbeit zu leisten im Stande ist Nach dieser Feier in der Kaserne versammelte man sich noch zur Schlußfeier in geselligem Zusammensein bei Konzert 4m Stadtsaal Mögen jedem Teilnehmer an dieser Regiments seiet dt-se he-rjichen Wtederseheusstunden sruvergessen bleiben.

Hersfelö. Die Wetterlage läßt vorläufig noch feine längere Dauer trockenen Wetters erwarten, doch steht ebensowenig eine längere Regenperiode bevor, sondelN vorübergehende Regenfälle wechseln M.it Aufheiterung

Herösetd. Auch die Imker werden auf i&rdü Monist bin zur Umsatzsteuer herangezogen Die Bienenzüchteivereine müssen Lilien übe die SINN «Heber mit der Zahl der WenenvÖlfer an die Finanz­ämter Hin rieften. Maßgebend ist die Zahl der Bienen. Völker, auf die der Imker steuerfreien Zucker bezieht. Auch Imker, die nicht zu einem Bienenzüchterverein gehören, dürfen bei der Versteuerung nicht übersehen werden.

Ein Hotelbrand. In F i n st e r w a I d e ist dasViktoria- Hotel" völlig niebergebrannt. Das Hotel war infolge eines Arbeitersportfestes stark belegt. Als das Feuer um 4 Uhr morgens bemerkt mürbe, lagen die Festteilnehmer gerade im ersten Schlaf, wodurch die Rettungsaktion sich sehr schwierig gestaltete. Bein« Sprung aus dem Fenster gerieten mehrere in ein chlasdach und trugen Verletzungen davon.

Alois Lzedik ist in Wien im Alter von 93 Jahren ge­storben. Czedik war als Achtzehnjähriger K o m m andant her akademischen Legion während der Wie­ner Revolution. Im Jahre 1869 wurde er in das Abgeordnetenhaus gewählt. Später wurde er Präsident der österreichischen Staatsbahnen. Mit seinem Namen und dem Stauren des verstorbenen Herausgebers derNeuen Freien Presse" bleibt die Verstaatlichung her Privatbahnen ver- knüpft. Im Jahre 1883 wurde Lzedik in das österreichische Herrenhaus berufen.

f Die österreichischen Filmdarsteller, die in Fvaukrvich oer-

Haftet worden sind, würben zwar gegen Kaution vorläufig auf freien Fuß gesetzt, doch läuft di« Untersuchung M e i t e r.

Eine geheime Bombe,ifabrit in Thor». In T h v r n hat die Polizei eine geheime Bombenfabrik und ein La­ger von Sprengstoffen entdeckt. Es besteht der Verdacht, daß von Thoru Bomben und Explosivstoffe fÄr die Anschläge i« Warschau und Lemberg geliefert wurden. Zahlreiche Ver­haftungen wurden oorgenonrmen.

Eine Zeltstadt. Einer Zeltstadt Seicht eine große An- siedlung in Kalifornien an der Süße der Meere» ganz nahe bei San Diego. Die aufgebauten Baracken feilen Kranken, vor allem den lungenschwachen und nervösen, als Aufenthalt bei Tag und Nacht dienen. Damit ist den Patien- ten die Möglichkeit geboten, jede Minute in reiner, staub­freier Lust zu atmen, was in den massiven Häusern des Ortes, der sich vom Pier landeinwärts zieht, nicht zu er­reichen wäre. Die Ansiedlung zieht sich weit es* der Küste hin.

Vom Zuge erfaßt. Der 58 jährige Eisenbahrrer Albert Wiedenhöft wurde beim Aussehen der Eureckenlampen von einem Borortzug BerlinSciinau erfaßt. Schwer ver­letzt wurde er einem Krankenhause zugefüh^t.

Neue Tiefieeta,ichversuch«. In der Bucht von Einfiedek am W a l ch e n f e e werden zurzeit Tieffeetauchversuche durch die Kieler Firma Neufeld u. Kuhnke mit dem seit dreizehn Jahren erfundenen und seitdem ständig verbesserten Apparat des württembergischen Erfinders Gall gemacht unter Leitung des Konteradmirals B e h n ck e und des Direktor Gutmach«. Der Apparat ist keine sogenannte Taucherglocke, sondern eine Art Taucheranzu g. Die Versuche haben ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Es wurden durchschnittlich Tiefen voü 100 bis 110 Metern erreicht und dort an Versuchsobjekte« praktisch gearbeitet. Der Boden des Walchenfee ergab sich als ein ziemlich tiefer, jedoch nicht zäher Schlamm. Bei sonnigem Wetter dringt das Licht bis hundert Meter Tiefe ein. Me Be­deutung der Versuche für die Rettung der Mannschaft ge­sunkener Unterseeboote und die Hebung vom Me« o«N> schlungener Werte liegt auf der Hand.

Die Hundertjahrfeier des Swinemüud<e Seebad« hatt» am Sonntag große Menschenmengen nach Swinemünde zu­sammenströmen lassen. Ein historischer Festzug wurde nett anstaltet. j

Eine achtbare Fliegerleistung. Dieser Tage traf tot Königsberger Flughafen der Flugzeugführer Kraut nom Deutschen Aero-Lloyd A.-G. mit Flugzeug 5^ 34 oo« Berlin ein. Auf diesem letzten Fluge legte er feinet! 1000 0 0. Kilometer im Luftverkehr zurück. Eine be­sondere Bedeutung gewinnt diese an sich schon glänzend» Leistung dadurch, daß Herr Kraut bisher sämtliche Flüg» ohne jede Beschädigung des Flugzeuges mit einer Sicherheit von hundert Prozent durchgeführt hat, Allein in diesem Jahre hat der erfolgreiche Flugzeugführer schon üb« 34 009 Kilometer im Flugverkehr hinter sich. Er fliegt ständig auf der Strecke D a n z i g - B e r I i n und zurück.

Die ^Bierreise mit dem Portier. In einem Berlin« Hotel wurden einem A m eri f a n er aus einem verschlosse­nen Schränk 150 Dollar gestohlen. Der Amerikaner machte mit dem Nachtportier des Hotels eitle Bierreise, von der es schwer bezecht nach Hause kam. Die Kriminalpolizei, die van nahm den Portier wegen DiebstahlsoerdachtS in H aft. z

Die norwegische Silberproduktiou. Die Direktion be» Silber werke bei K o n g s b c r g teilt mit, daß die Silber- produktion der Werke in der letzten Zeit einen solchen Auf­schwung genommen hat, daß die Gesamtproduktion von den bisherigen Abnehmern nicht mehr abgenommen werden konnte. Man will jetzt einen Silber-Export nach Schweden, Dänemark und Deutschland in die Wege leiten.

Erdbeben an der Straße von Kertsch. Die st e des Asowschen Meeres in der Gegend der Straße von ftertsch ist von einem Erdbeben heimgesucht worden.

Berliner Börse vom Montag.

' Der Wochenbeginn stand im Zeichen einer scharfen Auswärts- Hewegunq des englischen Pfundes und des Holländischen Guldens. Der Wechsel London gegen New York-Paris stieg auf 4,38,54. In- solgedefsen setzte man Auszahlung London auf 18,42 hinauf, wobei W00 Pfund an den Markt kamen. Auch Auszahlung Amsterdam -ourde auf 160,20 erhöht, bei einem Angebot von 30 000 Gulden. »Die Anforderungen weisen den üblichen Montvqsmehrbedars auf, Koch ist das Ausmaß äußerst minimal. Der Wechsel London gegen Paris stellte sich auf 84,70, New Port-Paris auf 19,34, London siegen Zürich auf 24 und London gegen Kopenhagen, etwas schwä­cher. auf 27,22. Die Markmeldungen neigen etwas weiter nach unten. Amsterdam meldet 0,62,55 und London 18,37.

Amtliche Devisenkotierung. jnim n------- ""1 " r>^ -- -uu, !L"k

Devisen (in BiUionrn Mark,

21. Juli Gels | Brief

18. I Geld

Ui Brief

New Pork London . . Amsterdam . Kopenhagen . Stockholm . . Italien.... Schweiz . » . Paris ...» Brüffel . . . » Prag ..... Wien . . i < # Spanien . . t

st

1 $ 1 £ 100 100 100 100

100 100 100

100 100

100

Krön. Krön Lire Frrs. Frcs. Frcs. Krön T. Kr.

Peseta

Ei

M.

4.19 18,875 1Ö9 80

67 43

111,42

18.10

76.46

21.70

19.35

12,45

5,92

65,46

ssekteuver

M.

4,21 18,465 160.60

67.77

111.98

18,20

76,84

21.80

19,45

12.51

5,94 ? 5.74

ckehr.

M.

4,19 18,295 158,70

67,58

111,37

18,00

76,21

21,40

19,10

12,42

5,92

55,46

M

4,21 18,885 159,50 67,92 111,93

18,10 76,59 21,50 19,20 12,48

6,94

55,74

Die gute Veranlagung der Berliner Börse hat durch den Wcä^njäünß keine Unterbrechung erfahren, vielmehr setzte ,ich die A u f w L r t s b e w e g u n g d e r Kurse, wenn auch nicht in erheblichem Umfang, fort. Besonderes Interesse machte sich heute für Montanaktien, für Farbwerte und für einhei- m i i d) e Spezia lpapier e, so besonders Berlin-Karlsruhev Industriewerke, die auf schweizerische Käufe um 7 Prozent anzie- Ten konnten, geltend. Die politische Lage wird von der Börse un- ve>ändert ziemlich hoffn u ng sfreu d ig beurteilt. Me Geld- Verhältnisse sind unverändert flüssig. Der oah für tägliches Geld stellt sich aus 0,63 pro Mille und darunter, unb, wie wir hör«^ sind die Banken reichlich mit Geld Ersehen. Ls mag noch bemerk werben, daß im Gegensatz zur Fesngkeit der auslüvdrsche« Zäh­ln,. gsmutel, so besonders des Wundes und des $nÜM W ®Uu4

weiter schwächere Haltung zeigte. Infolgedessen HMt M sas H»s schüft allgemein in sehr engen Grenzen. Nur in deutschen Aw, leihen entwickelte sich wiederum aus den bekannten Gründen eW sehr lebhafter Verkehr. Die öproz. Neichsanleihe wurde in groß«' ren Beträgen zu anziehenden Kursen aus dem Markt genommen*

Ä Berliner Produktenmarkt vom Montag.

Die letzten amerikanischen Getreidekurse lauteten «ned« hähei^ doch machte dies hier nicht viel Eindruck, da die Unterneimtungs- tust zum Teil durch die Knappheit des Geldes in Grenzen g^ab» ten wird. Für Weizen waren die Preise mäßig befestigt, das Grichäft blieb aber beschränkt, zumal die Mühlen im Sanbe vor­sichtig sind. Roggen ist in alter Ware ziemlich reichlich offerier# und die Forderungen sind schwer durchzusetzen. Einige Frage bs» stand nach neuem Roggen dieswöchiger Abladung, wie er bei web ter günstigem Wetter aus der Mark, wo schon ziemlich viel ge­schnitten ist, wohl geliefert werden könne. Ger st« ist «eic»e ruhig, aber fest geblieben. i

Amtlich festgesetzte Preise. Getreide und Oelsaaten p« 1000 Kilogramm, .sonst per 100 Kilogramm. In Golvmmck drü Goldanleihe oder in Rentenmark. Weizen, märkischer 17217P mitteldeutscher, Roggen, niärkischer 134141, pommerscherv westhreußischer, ©erste, Futtergerste 153158, Sommergerste 158168, Hafer, märkischer 140145, pommerscher, westpreußD jcher, Mais loka Berlin Waggon frei Hamburg, WeizcnmeW »er 100 Kilogramm frei Berlin brutto infi. Sack (feinste Market, «bet Notiz) 2427,50, Roggenmehl per 100 Kilogramm frei Ber- Rn brutto inkl. Sack 2123,50, Weizenkleie frei Berlin 9,50

9,60, Roggenkleie frei Berlin 9,509,60, Raps 270280,

/ Das Urteil im Rahardt-Prozeß.

Berli«, 22. Juli. Im Rahardt-Prozeß wurde das Urteil gegen den früheren Ehrenobermeister unb Präsidenten der Berliner Handwerkskammer, Karl Rahardt, sowie dessen Sohn, den Kaufmann Erich Rahardt, den Han­delskammersekretär Alexander Hofmann und Ge­nossen gefällt. Das Schöffengericht verurteilte Karl Rahardt wegen schwerer Untreue, sowie Anstiftung dazu, ferner aktiver Bestechung, wegen Betruges, Preistreiberei und Kettenhandels unter Einbeziehung der bereits von der ersten Strafkammer des Landgerichts I am 22. Dezember 1922 erkannten Strafe zu einer Gesamtstrafe van drei Jahren sechs Monaten Gefängnis, sowie 3000 Goldmark Geldstrafe. Erich Rahardt war ebenfalls wegen Beihilfe zur schweren Untreue, Anstiftung dazu, wegen aktiver Bestechung, Betruges, Preiswucherei un# Kettenhandels zu einer Gesamtstrafe von 3Jahren6Mo- naten 'Gefängnis und 10 000 Goldmark Geldstrafe verurteilt worden. Alexander Hofmann nur wegen Beihilfe zur schweren Untreue, Betruges und Kettenhandels zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren Gefängnis und 2000 Gold­mark Geldstrafe. Der Kaufmann Rost wegen Beihilfe zur schweren Untreue, Preistreiberei, Kettenhandels zu einem Jahr Gefängnis und 6000 Goldrnark Geldstrafe, her Kaufmann Sanel wegen Kettenhandels zu vier Mo­naten Gefängnis und 2000 Goldmark Geldstrafe. Die von der Strafkammer gegen Karl Rahardt, Erich Rahardt und Hofmann erkannten Ehrenstrafen sowie auch die gegen diese drei Angeklagten und gegen Rost erkannten Geldstrafen bleiben bestehen. Untersuchungshaft wurde Karl Rahardt in Höhe von neun Monaten ang«echnet, außerdem ftnb ihm bereits von der Strafkammer 14 Monate angerechnet worden.

Ein weiterer Todesfall in S«versdorf.

Breslau, 22. Juli. Im Anschluß an die bisherigen Mel­dungen über die schweren Vergiftungserscheinun» gen in der Lungenheilanstalt Gerbersdorf wird jetzt bekannt, daß außer dem Oberarzt bet Anstalt inzwischen noch der 80jährige Bademeister des Dr. Brehmerschen Sanato­riums seiner Erkrankung erlegen ist.

f Bombenatteutat in Sofia.

Paris, 21. Juli. Nach Meldungen d« Information aus Sofia haben dort unbekannte Tät« das Gebäude d« P o l i- tischen Polizei in Sie Suff gesprengt Unter den Todesopfern befindet sich der erste Inspektor der bulgari­schen Polizei. Weitere Einzelheiten find «och nicht bekannt. <

Tannenbergfeiern im ganzen Reich. ^

Berlin, 22. Juli. Der Deutsche Offizierkund beabsichtigt, gemeinsam mit anderen vaterländischen Ver­bänden am 31. August im ganzen Reich Gedenkfeiem zur zehnjährigen Wiederkehr der gewaltigen Siege unseres Volkes in Waffen an der West- und Ostfront zu veranstalten. Die Feiern stehen unter dem Zeichen des volkstümlichsten Siegest Tannenberg. Ein Festausschuß tritt zusammen, um die Vorbereitungen zu treffen.

Riesenfeuer to Brett».

Berlin, 22. Juli. In der Dachpappenfavrtt «M Reuter in der Siemensstraße in Ob«schöneweide, in tat auch Benzol hergestellt werden soll, brach gestern mittag um Uhr durch die Explosion eines Dampfkessels ein Riesenfeuer aus, das sich mit übenoaktigende» Schnelle ausbreitete. Die Explosion, die von einer sehr? starken Detonation begleitet war, drückte die großen Scha» Fensterscheiben und Fensterscheiben der umliegend«» Hause» ein. Der (Schaben ist außergewöhnlich groß.

>- Ein siebzehnjähriger Gymnasiast ab Mkrv« gestM. h

München, 22. Juli. Die Polizei fahndet nach einem siebzehnjährigen Gymnasiasten namens Keßler, bet in dringendem Verdacht steht, Studienrat Dr. $ttitti Beichte», gaben ermordet zu haben. ' >

Keine Verschmelzung der RaiffeifeuorgjMM«» «n6 Reichslandbu«d.

r Berlin, 22. Juli. Mitteilungen der Tagespreffe, nach denen zwischen der Raiffeisenorganisatto« und dem Reichs, laudbund Verschmelzungsabsichten bestehen, sind, wie uns der Generalverband der deutschen Raiffeisengenossenschaft mit- teilt unrichtig. Daran ändert auch nichts die Tatsache daß letzthin Geheimrat Dietrich, her Vorsitzende des Ge- neralverbandes, in den Aufsichtsrat der Bank für Landwirt- tooft eingetreten ist und daß auf der anderen Seite der (Ein­tritt des Präsidenten des Reichslandbundes, Graf von K alick- c e u t h, in den Aufsichtsrat der deutschen Landmannsbank (nicht in denjenigen der Deutschen Raiffeisenbank) bevorsteht. Nach der heutigen Lage der Dinge kommt ein genoffenschafi^ liches Zusammengehen oder gar eine Verschmelzung zwischen der Raiffeisenorganisation und dem ReichÄlMÜ^nd »icht i«