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Der Gaiienmord von Beelih.

Der Doppelmord in dem märkischen Dorfe Lüsft, über den wir seinerzeit berichteten, ist jetzt aufgeklärt worden. Wir erfahren über die Einzelheiten folgendes:

Zwischen blühenden Akazien und Birbäumen liegt im sogenannten Winkel Lüsse der reiche Bauernhof des verstor­benen Landwirts K ö p p e. Vor etwa acht Monaten hat dort der 32jährige Bauernsohn Reinhold Kühne hinem- geheiratet, und zwei Tage vor Pfingsten fand man bekannt lich seine 23jährige Frau erschaffen mrd ihre 53jährige Mutter erschlagen auf. Kühne selbst war verwundet Pferdediebe sollten die Tat verübt haben.

Der Erste Staatsanwalt Gerlach in Potsdam beauftragte den Berliner Kriminalkommissär Ziegler mit der Aufklärung der Sache. Der Kriminalkommissär zog als-harmlo ser Sommerfrischler dort" hin. Er' hatte schwere Arbeit bei den verschlossenen Bauern. Vor einigen Tagen hatte man nun die Bäuerinnen gemeinschaftlich zu Grabe getragen, und Stmnabend nacht hat Kühne dem Berliner Kommissar im Deelitzer Krankenhaus das Geständis ge­macht, der Mörder seiner eigenen Frau and Schwiegermutter zu sein.

Das Zufamnven leben dieser drei muß furchtbar gewesen sein. Für die beiden Frauen gab es nur eine Parole: Geld verdienen! Eigentümerin hes Bauerngrundstückes war die junge Frau. Dem Bauern sollte die Hälfte der Wirtschaft übertragen werden; aber die grundbuchamtliche Auflassung

Hausfrauen

verlangt das idealste

: Brikett Hassia. :

Amtlichr BkkaMtmchNße»

Hersseld, den 10. Juni 1924.

An die Herren Bürgermeister des Kreises.

Ich ersuche dafür Sorge zu tragen, daß von der dortigen Feuerwehr zu der am Sonntag den 6. IuU d. Is. im 8aale des Gastwirts Cydt in Kirebheim nachmittags um IVa Uhr stattfindenden diesjährigen Abgeordneten =jVerfammlung des f euerwebr - Kreis- vereins ein Abgeordneter in Uniform entsandt wird. Bei größeren Wehren ist für je 50 Mitglieder ein Ab­geordneter zu entsenden.

Tgb. I. Nr. 6261. Der Landrat

J. V.: Funke.

Hersseld, den 7. Juni 1924.

Die Herren Bürgermeister der an der Eisenbahn daß die Lagerung von Getreide, Heu, Grummet usw. unmittelbar am Bahnkörper möglichst vermieden wird, um die Gefahr einer Entzündung durch Funkenauswurf der Lokomotiven oder durch Fahrlässigkeit der Reisenden zu verhüten.

Tgb. 1. Nr. 5969. Der Landrat

I. V.-. Funke.

Hersseld, den 3. Juni 1924.

Durch die Verordnung über die Fürsorgepflicht vom 13. 2. 1924 (R. G. Bl. I Seite 100) ist eine Aenderung bei der Durchführung der Fürsorgemaßnahmen einge­treten. Träger der Fürsorge sind nach Inkrafttreten der Verordnung (1. 4. 24) die Landesfürsorgeverbände und die Bezirksfürsorzeverbände. Die Preußische Ausführungs­verordnung vom 17. 4. 1924 (G. S. S. 210) bestimmt als BezirkSfürsorgeverbände die Landkreise.

Die den Bezirksfürsorgeverbänden übertragenen Auf­gaben umfassen Folgendes:

a. die soziale Fürsorge für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene und die ihnen auf Grund der Versorgungsgesetze Gleichstehenden,

b. die Fürsorge für Rentenempfänger der In­validen- und Angestelltenverstcherung, soweit sie nicht den Versicherungsträgern obliegt,

c. die Fürsorge für die Kleinrentner und die ihnen Gleichstehenden,

d. die Fürsorge für Schwerbeschädigte und Schwer- erwerbsbeschränkte durch Arbeitsbeschaffung,

e. die Fürsorge für hilfsbedürftige Minderjährige,

f. die Wochenfürsorge,

g. die Armenfürsorge.

Der Stadt Hersseld sind auf besonderen Antrag die Aufgaben zu b, c, e bis g zur selbständigen Er­ledigung übertragen worden.

Für die Landgemeinden deS Kreises wird die ge­samte vorstehend zu ag bezeichnete Fürsorge von hier auSgeübt.

Bei den Aufgaben zu a und d verbleibt eS bei dem bisherigen Verfahren, indem die Gesuchsteller sich ent­weder unmittelbar an daS KreiSfürsorgeamt oder an die in den einzelnen Bezirken bestellten Vertrauensleute wenden.

In allen übrigen Fällen sind die Anträge von den Herren Bürgermeistern und Gutsvorstehern entgegen- zunehmen und unter eingehender Schilderung der ge­samten wirtschaftlichen Verhältnisse der Betreffenden hier vorzulegen. Die Vertrauenskommissionen haben zu den Anträgen eingehend Stellung zu nehmen und entsprechende Vorschläge über die. erforderlichen Für­sorgemaßnahmen zu machen.

Ich halte es für erforderlich, daß die Herren Bürger­meister und Gutsvorsteher sich mit den Bestimmungen

«8 VMM auf fSA warten, und da befestigte er zwei Tage vor Pfingsten die beiden Frauen über Nacht.

Die Tat schilderte er genau:

Zuerst ging er am Abend zu den Pferden. Dann öffnete er hinten die Gartentür, um so Einbrecherbesuch vorzn» täuschen. Er legte sich harmlos zu Bett und wartete bis zwei Uhr, bis seine Frau im tiefsten Schlummer lag. Leise zog er sich dann an, jagte der Frau eine Kugel in die Schläft, so daß sie gar nicht mehr erwachte. Aus dem «Ählaf» zimmer schlich er sich zum Korridor ins Albenstübchen der Frau Rappe und zerschmetterte ihr mit einer Axt den Kopf. Schließlich lief er zur Küchentür und

schoß sich selbst in den Unterschenkel.

Die Waffe legte der Mörder in einen hohen Stiefelschaft. Sie war aber von dort verschwunden, und gestern früh erst gelang es dem Kommissar, sie bei einem Verwandten des Mörders zu ermitteln.

Vor seiner Verheiratung liebte Kühne die Magd eines N a ch b a r b a u e r m Schlank, aber arm war sie. Und drüben saß die Reiche. Kaum 23 Jahre alt, wog sie 180 Pfund. DieFette" wurde sie im Dorfe genannt in zweierlei Bedeutung. Und er nahm die Fette, und die junge Magd zog von Lüsse fort. Aber vor ein paar Wochen zog sie wieder in den stillen Winkel ihm gegenüber. Wochen­lang kannte er fe ne a - deren Gedanken als die, wie er sich der im Hause regierenden Sf sic^ermutier und seiner Rie­senfrau entichigen Mnne. Bei seinem Geständnis, das er

der Verordnung über die Fürsorgepflicht vom 13. 2. 1924 (Reichsgesetzblatt I Seite 100) und die Preußische Ausführungsverordnung vom 17. 4. 1924 (Gesetzsamm­lung Seite 210) eingehend vertraut machen. Auch die Vertrauenskommissionen sind über die wichtigsten Be­stimmungen zu orientieren.

Bei der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage ist es unbedingt erforderlich, baß alle Fürsorgeanträge als Eilsachen" behandelt werden. Ich erwarte von den Herren Bürgermeistern und Gutsvorstehern, daß sie sich der Angelegenheiten mit besonderem Interesse an­nehmen und dafür sorgen, daß schnell geholfen werden kann. ' (A. V. Nr. 5302.)

Kreisfürsorgeamt von Harnack, Landrat.

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des Kreises steht jederzeit leihweise zur Verfügung. Leih­gebühr 3 Goldmark.

Die Kreisverwaltung.

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MW, wie eti»ft dem Kommissar machte, meinte W Ich ^E^ ^. ^^ *W mehr ertragen. Ich hatte ja ab nur die Weiber regierten.» Sn dem

Entdeckung einer neuen Menschenraffe-

Dt« »wttßee 3nbi aner* ton Panama. fSmeti« ks«t sch« r »<mff »der w issen fcha f»klch«A ®s«eb = nie.

A»s Panama kommt die von mehreren Ga-tten bestätigte Nachricht von einer Entdeckn»g einer neuen Menschenrasse in DarientschungeL. Im westlichen Panama hat die Marshdarierr-i^editto» an­geblich einen Jndianerstamm mit blauen Augen und goldfar- vigem Haar angetroffen. Die Expedition verließ New Dorck vor sechs Wochen auf der Suche nach diesem verlorengegan­genen weißen Jndianerstamm. Jetzt kehren die Forscher nach Stern Porck zurück und beugen von der neuen Menschenrasse einen 19jährigen jungen Mann und ein 21 Jahre altes Mädchen mit. Soweit der Pressebericht. Nach der Beschreibung handelt es sich um ausgespro­chene Albinotypen, die man natürlich langst tenni mrd schon hundertmal ausgestellt gesehen hat. Wie weit es sich also hier um einen amerikanischen Bluff mit einem paar Albinos oder wirklich um eine neue MenscherwaLft handelt, wird erst abgeoxirtet werden müssen.

Allen lieben Verwant^n, Freunden und

I Bekannten, welche mit so liebevoller Teil­nahme beim Tode unserer unvergeßlichen

Mutter unser gedachten, für die vielen Kranz- spenden und die trostreichen Worte unseres

Herrn Superintendenten Feyerabend sagen

i wir auf diesem Wege unseren verbind­lichsten Dank.

L «niese u. Frau Marie geb. Kunert

H. Barihoiemaus u. Frau Gustel geb. Kunert

Hersseld, den 16. Juni 1924.

Paul Gorski, Baugesch. Rotenburg a. 5.

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letzten Sonnabend von Nippe nach Röhrigshos vormittags verloren.

Belohnung. Abzug. Guts­hof Nippe.

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