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Aus der HÄmak.

Keine Zulassung deutscher Einwanderer in den Ber- rinigten Staaten mehr. Das Göttinger Verkehrsbüro ^rt von der Holland-Amerika-Linie (Rotterdam) tele- sraphisch, daß die deutsche Jahresquote für die Ver- umgten Staaten von Amerika erschöpft ist. Es werden temnad) keine deutschen Staatsangehörigen in den Ver- kinigten Staaten bis Juli 1924 zugelassen. Die Ein- Me nach den südamerikanischen Staaten wird hiervon llicht betroffen.

^r^^^6 der Frachtbriefe. Die am 31. Dezem- r»L19X3 a^chuf°A>e Frist für die Verwendung einseitig bedruckter Frachtbriefe im Ausmaße 380 mal 300 Nttlli- meter wird bis 30. Juni 1924 verlängert. Frachtbriefe btcier ®iOße dürfen bis zu dem genannten Zeitpunkt auch dann verwendet werden, wenn am oberen Rande die Wortesowie das Ladegewicht" fehlem Die ebenfalls tot 31. Dezember ablaufende Frist für die Verwendung Per doppelseitig bedruckten Frachtbriefe ist nicht wieder verlängert worden. Frachtbriefe dieser Art verlieren

Miesem Tage ihre Gültigkeit. Um jedoch den Aufbruch etwaiger Bestände an solchen Frachtbriefen zu E^älichen, ist ihre Benutzung als Frachtbriefdublikate nach handschriftlicher Ergänzung zugelassen.

Erfatzfür verlorene Postpakete. Der Ersatzbetrag Wertangabe ist auf 140 Milliarden für je 500 Gramm der ganzen Sendung und für ungeschriebene Sendung auf eine Billion Mark erhöht. Die neuen Satze gelten für die vom 12. November ab ein- gelieferten Sendungen. Merkwürdigerweise legt die Post bei der Berechnung des Schadenersatzes den Tag der Auf- zugrunde. Da die Nachforschung nach verlo- reuen Sendungen erfahrungsgemäß einige Wochen in A iiisumch niunnt, kann der Absender oder Empfänger bei fommeiT^ Geldentwertung nicht auf seine Kosten

Reutenmark-Briefmarken. Wie nach demB T* Dieser Tage Briefmarken ausaeaeben werden, die auf Rentenmark lauten.

, Das wertbeständige Notgeld. Der Chef der Seeres- ^ toto erlaßt folgende Verordnung: Der mir durch Er- Reichspräsidenten vom 8. November erteilte Auftraa all^ Anordnungen zur Sicherung des Reiches zu treffen, ist nur durchzführen, wenn dem drohenden Hunger vorgebeugt wird. Der eingetretene Frost er» Istiibt seine langen Ueberlegungen mehr. Bevor durch die Sicherung der Währung eine durchgreifende Besie- ^uvä ber Lebensmittelversorgung öurchgefüürt ist, ordne Ä i Araber der vollziehenden Gewalt nachstehendes

Die Lander, Provinzen und Kommunen sind be- rechtigt, wertbeständiges Notgeld zur Beschaffung von Lebensrnitteln auszugeben. Die Ausgabe darf nur zu "tot Betrage erfolgen, der vom Reichsfinanzministerium als gehörig gedeckt anerkannt wird. Das Reichsfinanz- ministerium wird Anträge der ausgebenden Stellen mit größter Beschleunigung prüfen. Innerhalb der Aus- gabebezirke ist das Notgeld als gesetzliches Zahlungs­mittel anzusehen. 2. Wer die Annahme dieses Notgel­des verweigert oder andere zur Berweigernna zu bestim- men versucht, wird nach 8 4 der Verordnung des Reichs- pasldenten vom 26. Oktober 1923 bestraft. 3. Diese Ver- vrdnmig tritt mit ihrer Verkünduna in Kraft.

- St««M«g der Arbeiterwochenkartenpreise. Um Ar- bertern die Benutzung von Wochenfaürkarten zu erleich­tern. während die Löhne noch nicht auf der Goldmark­basis aufgebaut sind, hat der Reichsverkehrsminister zu- gelassen, daß die Arbeitgeber Karten für die auswärts wohnenden Arbeiter gegen Bezahlung durch Reichs­bankbarscheck entnehmen und das Geld mit den Arbeit- uebmern verrMM Verbindung der Heineren Arbeitgeber Mit der Reichsbank kann den Arbeitgebern Stundung in Goldmark gewährt werden. Auch mit Kommunalverbänden können Abkommen über Stundung der Wochenkarienvreise getroffen werden. Ferner können im Bedarfsfall die Wochenkarten und Arbeiterrückfahrkarten letztere mit dem Tagesstem­pel des Benutzungstages versehen fortan schon vom Mittwoch ab vorverkaust werden, damit den Arbeitern Gelegenheit geboten wird, den im Laufe der Woche ein- tretenden Kurssteigerungen auszuweichen.

Portoerhöhung und Markenwangel. Aus Anlaß der neuen Erhöhung der Postgebühren vom 26. Novem­ber hat das Reichspostministerium die Postanstalten an­gewiesen, die Freimarken von diesem Tage ab zum vier­fachen Nennwert zu verkaufen und bei der Freimachung (auch bet Sendungen aus Briefkästen) bis Monatsende zum vierfachen Betrag anzurechnen.

Das Reich und die Einnahmequelle« der Gemein­den. Der Verband der preußischen Landgemeinden teilt mit: In Beantwortung einer Anfrage mehrerer Staats- ratsmitalieder hat der Minister des Innern mitaeteilt. daß die Neuregelung der Steuer vom Grundvermögen den Gemeinden so erhebliche Mehreinnahmen zufüören wird, daß damit voraussichtlich alle diejenigen Aus­gaben gedeckt werden können, die bisher mangels an­derer Deckungsmöglichkeiten aus Reichs- und Staats- krediten gestritten werden mußten. Entsprechend der Grundsteuer sollen auch die übrigen Einnahmeauellen der Gemeinden in solche mit wertbeständigen Erträgen umgewandelt werden. Unter gleichzeitiger Umgestal­tung des Finanzausgleichsaesetzes wird voraussichtlich das Reich zu Gunsteu der Länder und Gemeinden auf die Erträge aus der Reichseinkommensteuer und auf 50 Prozent der Erträge aus der Umsatzsteuer verzichten. Ein weitgehender Abbau der kommunalen Ausgaben ist vom Staatsministerium bereits in Anariff aenommen.

Die Dezembermiete muß nach neuen Bestimmungen des Wohlfahrtsnsinisters festgesetzt werden. Die Be­stimmungen laufen darauf hinaus, die derzeitigen großen Unterschiede zwischen der Mietshöhe in den ein­zelnen preußischen Städten zu beseitigen. Das wird da­durch angestr'ebt, daß die im Juni sestgelegten Grund­zahlen für die Bildung der Zuschläge eine Vereinheit­lichung erfahren. Die Vervielfältigungszahl richtet sich auch weiterhin nach dem Maurerstundenlohn. In Ber­lin werden jetzt übrigens die Zuschläge für die Berwal- tungskosten und die Kosten für laufende Jnstandfetznngs- arbeiten nicht mehr, wie bisher, für den ganzen Monat festgesetzt, sondern zunächst nur für die erste Hälfte bis einschließlich 15. Dezember.

Wertbeständiges Geld für Krankenkasse«. Der Reichswährungskomnsissar hat veranlaßt, daß allen Krankenkassen der Umtausch ihrer täglichen Papiergeld- einnahmen in wertbeständige Zahlungsmittel bei der Reichsbank ermöglicht wird. Die Entscheidung hat zur Folge, daß die Krankenkassen jetzt in die Lage kommen, sich vor den riesigen Juflationsverlusten zu schützen.

8 Hersfeld. Vom 1. Dezember ab treten folgende Fahrplanänderungen ein: Pz. 8ß0

Hersfeld ab 10.39 vorm , fällt ganz aus, Pz 861 FuldaBebra, Hersseld ab 12.27 mittags, fällt un Sonn- und Feiertagen aus. Ferner fallen aus: Pz 2271W Hersseld-Bebra, Hersfeld ab 3.43 nachm., und Pz 2268W Bebra-Hersseld, Hersfeld an 6.34 nachm. Zwischen Hersseld-Oberaula bleibt Pz. 2268 bestehen - Vom gleichen Tage verkehrt D. 43 Frank, surf a. M.-Berlin über Bebra und hält vorüber, sehend in Hersfeld 4.08/09 nachm. - Bei dem Eilgz mit Personenbeförderung 6115 zwischen Fulda-Bebra rammt die dritte Wagenklasse in Fortfall, Hersfeld 12 nachts.

Cassel. Die im Statistischen Amt der Stadt Cassel er» rechnete Tenermigszaht beziffert sich für die laufende

Stichtag 26. November - auf 120 505 gegen­über 69 902 in der vergangenen Woche (unter Kürzung der neun letzten Stellen in Milliarden Mark). Dies be. deutet eine Steigerung von 73,1 Prozent.

^n etner Wirtschaft in der Kaseyrenstraße wurden gelegentlich einer Razzia etwa 100 Personen festgenom- EN, unter denen sich Dirnen, steckbrieflich Verfolgte und polizeilich nicht gemeldete Personen befanden. 10 Per­sonen (7 Männer und 3 Frauen) wurden im Polizei- gesmignis zurückgehalten. In einer Feldscheune der Domäne Wilhelmshöhe wurden von der Polizei 15 ob­dachlose Personen aufgegriffen und nach dem Gerichts- fiefdnnnis gebracht, da das Polizeigefängnis bereits ü(«er­füllt war.

Frankfurt. Aus dem Besitz einer italienischen Gräfin wanderte vor Jahren ein kostbares Armband in das Maentum einer Frankfurter Profesiorensamilie über. Als nun vor Monaten die Witwe des Professors in drückende Not geriet, brächte sie das Schmuckstück zu ei­nem Juwelier Ch. in der Weißgdlergasse, der es zur Abschätzung bis zum nächsten Tage behalten wollte. Die Besitzerin konnte aber, da sie plötzlich erkrankte, erst nach Wochen wieder zu dem Juwelier gehen. Dieser be- stritt nun energisch, daß die Dame jemals bei ihm mit einem Armband gewesen sei. Die Dame aber blieb bei ihrer Behauptung, selbst noch auf dem Sterbebette. Es kam zu einer Anklage wegen Unterschlgguna gegen den Juwelier. Das Schöffengericht nahm die Angaben der inzwischen verstorbenen Witwe als erwiesen an und verurteilte den Angeklagten zu 4 Monaten Gefängnis.

Maiuz. Der im Alter von 92 Jahren in Neuvork ver­storbene Neuyorker Bürger Louis Lohmener hat seiner Vaterstadt Mainz testameniartsch die Summe von 75 900 Dollar zur Verteilung an Waisenhäuser, Krankenanstal­ten und Stifte vermacht.

Alle«dorf. Schliugeii sNAeru ist man in der hiesigen Jagd auf die Spur gekommen. Als die Wilddiebe ein gefangenes Reh aus der Schlinge befreien wollten, wur­den sie entdeckt. Sie werden sich vor Gericht zu verant­worten haben.

Corbach. Ein Einbruch in die katholische Kirche ist hier in der Nacht zunr Sonniaa verübt worden. Sil­bernes Meßgerät, wie Leuchter, Kelche und dergleichen, fiel den Einbrechern in die Hände. Die Geaenstäude repräsentieren einen hohen Wert.

Bad Wilduugeu. Ein bedauerlicher Todesfall wurde dem hiesiger Einwohner Heinrich Musebrink aus Essen gemeldet. Sein dort wohnender Bruder, ein Gasthof- besider, ist bei einem in seinem (iWlwfe zwischen Fran­zosen und Deutschen ausgebrochenen Streite, den er zu schlichten sich anschickte, durch den Schuß eines Fran­zosen derart schwer verletzt worden, daß er bald darauf

Fulda. Montag vormittag wurde der auf der hiesigen Station an einem Wasserkran arbeitende 26jährige Bahn- fcMosser Paul Dietz von der Lokomotive des Frankfurter Personenzuges erfaßt und sehr schwer am Kopf verletzt. Der Tod trat unmittelbar durch Schädelbruch ein.

Hauau. Die Stadtverordneten haben beschlossen, zu der neueingesührten staatlichen Grundvermöaenssteuer, die bekanntlich auf Goldumrechnung umnesiellt worden ist, als städtische Steuer einen Zuschlag vo« 100 Prozent zu erheben. Der Magistrat hatte die Erhellung eines Zuschlags von 200 Prozent beantragt.

Eisenach. Nach monatelangen Verhandlungen hat die Theaterommission beschlossen, das Staötlheater und daß Orchester unter gewissen Voraussetzunaen in städtische Verwaltung zu nehmen.

U«terröbli«gen. Von einem 'Archivaren Unglück wurde die Familie Guse von hier betroffen. Die Mut­ier, die die Küche auf einige Zeit verlassen mußte, ließ dort ihre zwei Mädchen von zwei und vier Jahren zu­rück, Das kleinere Mädchen branute am Ofen Papier an und hielt es an die Kleider des vierjährigen. Diese Hirnen Feuer; trotz- schneller Sitte 'waren d-e Brandver­letzungen derart, daß das Kind gestorben ilf.

Kommunisti-Mersdll

auf die Domäne Lohne.

Nach einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Han­nover haben bewaffnete Kommunisten in dem Herren­hause der Domäne Lohne Kreis Burgdorf eine Durch­suchung vorgenommen, nachdem sie zuvor die Telephonlei­tungen zerstört hatten. Im Herrenhause befand sich nur eine Säuglingspflegerin. Die Eindringlinge gaben an, im Auftrage der Polizei eine Durchsuchung vornehmen zu müssen. Sie waren mit Handgranaten und Pistolen bewaffnet und durchsuchten sämtliche Räume des Hauses. Türen und Schlösser, die sie nicht öffnen konn­ten, brachen sie auf. Als die von den Eindringlingen aus­gestellten Posten nach Verlauf von etwa zwei Stunden be­merkten, daß der Vorgang bekannt wurde, entfernten sie sich in der Richtung auf Hannover. Hier gelang es, z e h n der Täter fest zu nehmen.

Wie dieBraunschweigifche Landeszeitung" mitteilt, drang eine maskierte Bande von acht bis zehn Mann, die mit Revolvern und Handgranaten schwer bewaffnet war, in die Koniorräume der Mühle Rüningen ein, in denen sich noch neun Herren der Aktien­gesellschaft befanden. Sie raubten aus einem offen- stehenden Geldschrank einen größeren Geldbe­trag. Zwei andere Geldschränke konnten von ihnen nicht geöffnet werden. Die Räuber entkamen im Dunkel der Nacht.

Handel.

Berliner Börse vom Mittwoch.

Trotz unzähliger in bestimmter Form auftauchender Ge- rüchtr, daß eine Heraufsetzung notwendig sei, blieben die De­visenkurse abermals unverändert. Der Zeitpunkt- zu einer Heraugetzung wäre heute besonders deswegen ungeeignet er­schienen, als einmal die Mark au» London wesentlich besser gemeldet wurde, zum anderen die bestehende Geldklemme auch schon Devisen hervorzuziehen beginnt, die so ein wenig ent­lastend wirken können, wenn sie auch im Augenblick noch nicht die Repartierungen beeinflussen. Bemerkenswert ist, daß nach langer Pause endlich wieder ein Kurs für Dollarschatz- a »Weisungen festgesetzt worden ist Man notierte die Schätze o. ., d. h. ohne Umsätze, mit 4,4 Billionen, Gold­anleihe mit 4,2 Billionen. Wie im letzten Devisenverkehr, wurde für englische Pfunde kein Kurs gemacht, aber nickst lmgen völli- gen Materialmangels, sondern weil fast ausschließlich kleine Stücke gefordert sind, während die ReichSbank nur große hat.

Effeltenverlehr.

Zu Beginn der Börse verlautete, wenn auch nur gerücht- Weise, daß die Reichsbank heute die Rentenbank ansgesordert hätte, die Ausgabe der Rentenmark vorläufig zu fiftticren, da angeblich die Absicht bestand, die Devisenkurse heute ent­sprechend den aus dem Auslande gemeldeten schwächeren Mark­notierungen heraufzusetzen. Diese angebliche Absicht erfüllte sich jedoch späterhin nicht, zumal von den ausländischen großen Divesenplätzen bessere Mark Notierungen gemeldet wurden. Es entfiel sodann für die Börse das sonst aus der Preisgestaltung aus den Devisen sich ergebende stimulierende Moment zu neuen Effektenanschaffungen, Die sich angesichts des niedrigeren Kursstandes hier verlohnt hätte. Jedenfalls ist das Ausland auch heute mit weiteren Känfcn am Markt gewesen, und vornehmlich dürfte die Sclpverindustrie des westlichen Reviers in fremdländische Hände langsam über­gehen. Politische Erwägungen schieden für die Börse heute vollkommen aus, und der von dem Bergbaulichen Verein mit der Micum geschlossene Vertrag wirkte, trotzdem er eine Wieder­aufnahme des industriellen Lebens im Westen brächte, nicht mehr nach. Inländische Anleihen waren wenig ver­ändert, Preußische Konsols eine Kleinigkeit abgeschwächt.

Amtliche Devisennotierung.

Kurse in Millionen Mark:

---------

88. 11.

»7. 11.

Geld

Brief

Geld

Bries

Amsterdam 1 Guld.

1 596 000

1 604 000

1596 000

1604 000

Brüssel

1 Fr.

195 510

196 490

195 510

196 490

Kopenhagen

1Kr.

748 125

751875

748 125

751875

Stockhol»,

1Kr.

1 101 240

1 106 760

1101 240

1106 760

Ebristiania

1 Kr.

622 440

625 560

622 440

625 560

Helsölgsors

1 Mk.

107 730

108250

107 730

108 270

London

1 Pfd.

18354000

18446000

18354000

18446000

Newyork

1Doll.

4 189 500

4 210 500

4 189 500

4210500

Zürich

1Fr.

734 160

737 840

730 170

783 830

Pari»

1 Fr

227 430

228 570

227 430

228 570

Rom

1 Lira

181545

182 455

181 545

182 455

Prag '

1Kr

121695

122 305

121695

122 305

Wien 1000 Kr.

59 850

60 180

59 850

60 150

Budapest 1000 Kr.

219 450

220 550

219 450

220 550

Mabrib

1Peso

542 650

545 3601

542 640

545 360

Bukarest 21890 G. 22110 B.; Riga 16 872 G. 17128 B.; Reval 11910 G. 12 090 B.; Kowno 415 800 G. 424 200 B.; Kattowitz 1234 G. 1266 B. Noten: Polen 1218 T. G. 1282 T. B.: Letten 16 087 G. 16 913 B.; Esten 11310 G. 12 890 B.; Lit. 400 000 ®. 420 000 B.

Berliner Produktenmarkt vom 28. November.

Die Tendenz des heutigen Marktes war etwasfreund- l i ch e r als an den Vortagen. Die R e n t e n m a r k ist schon etwas zahlreicher in den Verkehr gelangt, so daß schon nurnches Geschäft in Rentenmark abgeschlossen werden konnte. Für Weizen machte sich stärkerer Begehr bemerkbar, auch in R o g - gen kamen größere Slbschlüsse zustande. Gerste wurde ge­sucht, Hafer war fest. Das Mehlgeschäft war ruhig. Futtermittel stetig. Hülsenfrüchte und Olsaa 1 en fest, aber ruhig.

Amtliche Berliner Produktennotierungen. Preise in Gold- k auf Basis der Goldanleihe des Deutschen Reiches. Ge-

mark auf Basis der Goldanleihe des Deutschen Reiches. Ge­treide und Ölfrüchte je Tonne, alle übrigen Artikel je 100 Kilo­gramm. Weizen märkischer 189195, Roggen märkischer 1-73 bis 176, Gerste, Sommergerste 188200, Hafer märkischer 162 bis 167, Weizenmehl 32,50-35,50, Roggenmehl 30-33, Weizen- kleie 7,60-7,80, Roggenkleie 7,50-7,60, Raps 320-350, Viktoriaerbse» 4555, kleine Speiseerbsen 3336, Peluschken 1719, Seradella 2023, Rapskuchen 13, Trocken schnitze! 8, Kartoffelflocken 1016,50, Torfmelasse 30-70 7.

Heu und Stroh. Bericlsi der PreisnotierungSkommiffion für Rauhfutter. (Nichtamtlich.) Großhandelspreis pro 50 Kilogramm ab märkischer Station für den Berliner Markt. In Goldmark; drahtgepr. Roggen- »ich Weizenstroh 0,801,00, desgl. Haferstroh 0,700,90, desgl. Gerstenstroh 0,700,90, bindsadcngepr. Rogen- und Weizenstroh 0,600,70, Häcksel 1,90, Handelsübl. Heu 1,301,40, gutes Heu 1,601,80.

Berliner Kartoffelnotierung vom 28. November. Die Berliner Kartofselnotiernngskommission notierte den Preis für einen Zentner Kartoffeln unverändert mit 2,10 Mark der

Goldanleihe.

Berliner SchlachtvichmarN vom 28. November. Aus- trieb: 1015 Rinder, 263 Bullen, 185 Ochsen, 587 Kühe und Fersen, 900 Kälber, 1850 Schafe, 2353 Schweine, 16 Ziegen, 87 Memelschweine. Verlauf des Marktes: Bei Rin­dern ruhig, bei Schafen ruhig, bei Schweinen glatt. Richt- preise wurden nicht festgesetzt, es herrschte freier Handel. Greife: Ochsen 700750, Bullen 750850, Kühe und Fersen 750900 Fresser 400 550, Kälber 9001000, Schafe 8OO9OO, Schiveine 100Q-1500, Ziegen 400-475. (Preise in Milliarden Mark.) __________

Wie stehen

Dollar amtlich (28. 11.)

1 Goldmark

die Preise?

4,3 Billionen

1 Billion

50 Milliarden

9,25 Goldmark

831 Milliarden

5 Goldpfennig

1 Zentner Roggen Neichsrichtzahl 19. 11.

(Steigerung gegen Vorwoche 280,3 %)

Großhandelsindex (13. 11.) 1413 Milliarden

(Steigerung gegen Vorwoche 432 %)

Anzeigenschlüsse» 1,4 Milliarden

*

Goldumrechnungskurs für Steuer und Einzelhandel 1000 Milliarden.