Zeit durch die Verkuppelung entstehen würden, da der Morgen sich auf ungefähr 350 000.— Mark stellen würde Die kleinen und mittleren Besitzer würden die Kosten gar nicht bezahlen können, sondern müßten dann von ihrem Besitz verkaufen. Zahlreiche Rentner würden hierdurch in ihrer Existenz auf das schwerste bedroht. Herr Bürgermeister Wagner trat diesen Ausführungen sowie den in dem Eingesandt der hiesigen Zeitungen gemachten Angaben an Hand amtlicher Darstellung des Kulturamts entgegen. Hiernach würden die Kosten viel weniger betragen, wie von der Gegenseite angegeben, man rechne höchstens mit einem Kostenbetrag von 125 000 Mark für den Morgen. Herr Rehn spricht sich gegen die Verkoppelung aus und ist der Ansicht, daß die Berechnungen des Kulturamtes selbstverständlich so niedrig wie möglich gehalten sind. Demgegenüber wies Herr Rehn auf verschiedene vor 1914 gemachte Berkoppelungen hin. die ein ganz anderes Bild der Kosten ergeben würden, Bis sich die jetzigen unübersichtlichen Verhältnisse geklärt hätten, müsse man von einer Verkoppelung ab- sehen und dieselbe auf einige Jahre hinausschieben. Herr Fürst ist derselben Ansicht und legt nochmals eingehend die Gründe dar, die gegen die Verkuppelung sprechen. Nachdem noch die Herren Wever, Klappert und Bolz sich dagegen, Herr Holzapfel dafür ausge- gesprochen hatten, kommt es zur Abstimmung, welche die Ablehnung der Vorlage ergibt.
Hiermit fand die öffentliche Sitzung gegen 10 30 Uhr ihr Ende und die Stadtverordneten hielten noch eine vertrauliche Beratung ab.
8 Hersfeld. Am Montag waren 40 Jahre verflossen, seitdem Herr Kreisamtssekretär Hermann Wolfs auf dem Landratsamte /tätig ist. Mus diesem Anlässe wurden dem Jubilar zahlreiche Glückwünsche undGeschenke dargebracht, welche Zeugnis davon ablegten, welcher Wertschätzung sich Herr Wolff sowohl bei seinen Kollegen wie auch : in weiten Kreisen der Bevölkerung erfreut. Am Abend des Ehrentages brächte der Gesangverein „Sängerchor" seinem langjährigen Mitgliede und Vorsitzenden einige Lieder dar. — Auch wir möchten uns den guten Wünschen an dieser Stelle noch anschließen. Hoffentlich ist es Herrn Wolfs beschicken, noch recht lange Jahre in alter Frische und Gesundheit für unseren Kreis tätig sein zu können. v j
§ Hersfeld. Am gestrigen Tage hat in den hiesigen Schulen das neue Schuljahr seinen Anfang genommen. In dem Gymnasium wurden 96 neue Schüler ausgenommen, in dem Lyzeum 72 Schülerinnen und in den beiden Bürgerschulen 51 Knaben und 64 , Mädchen.
§ Hersfeld. In, den Lichtspielen läuft seit gestern der äußerst spannende Film „Das Rätsel der Sphinx". Ellen Richter in der Hauptrolle bietet ganz vorzügliches. Die Aufnahmen zeigen prächtige Bilder und die Handlung fesselt von Anfang bis zu Ende, so daß die Besucher sicher sehr befriedigt sind.
§ Hersfeld Von heute ab verkehren wieder nachstehende Züge: E 62 Bebra—Frankfurt-M, Hersfeld W**'’****^
9,41 nbds , D 44 Berlin-A —Frankfurt, Hersfeld durch 9.06 abds. Außerdem verkehrt vom 13 ab auch D41 Frankfurt-M.—Berltn-A , Hersfeld ab 10,01 vorm.
— Verwendung von Fahrrädern im Botettpostdienst. Nachdem die Versuche mit der amtlichen Benutzung et= neuer Fahrräder im Landcsöestell- und Botendienst ein günstiges Ergebnis gehabt und zu erheblichen Ersparnissen an Personalkosten geführt haben, soll diese Fahr- rndbenutzung künftig in tunlichst weitem Umfange erfolgen. Wo die Gelände- und Wegeverhältnisse es gestatten, werden die Fußgängerreviere in weitestem Umfang in Radfahrreviere umgewandelt. Das Personal wird für die Hergabe der Fahrräder aus der Postkasse entschädigt.
Cassel. In der letzten Stadtverorduetensttzung wurde zum Oberbaurat mit 37 von 66 abgegebenen Stimmen Dr. Höhle (Soz.) aus Marburg gewählt. Zum Neubau der städtischen Flutzbadeanstalt, der seiner Vollendung entgegengeht, ist eine Nachbewilligung von 24 013 244 Mark nötig geworden. Die Gesämtrestsumme der Bewilligungen für das Flußbad wird sich, wie Oberbürgermeister Scheröemaun mitteilt, auf 39—40 Millionen Mark belaufen. An der Ausstattung des Bades soll ghne Beeinträchtigung der ästhetischen Wirkung gespart werden. Unsere ganze Anlage werde in Deutschland ihres gleichen nicht haben. Sie werde dazu beitragen, den guten Ruf der Stadt Caffel zu verstärken. Dem Antrag wurde zugestimmt.
— Zu derr Verhaftungen in Cassel wird geschrieben, daß die wegen Landesverrats verhafteten Brüning und Genossen unter anderen 46, zum Teil hochgestellte, Personen in Hagen den Franzosen als in der rechtsradikalen Kampffront tätig bezeichnet haben. Die betreffenden Personen, die ganz ahnungslos verdächtigt worden waren, sind von der politischen Abteilung der Kriminalpolizei in Cassel sofort benachrichtigt worden. Den größten. Teil der Schriftsätze hat die mit Brüning verlobte Elli Hagemann, die im hiesigen Versorgungskrankenhaus als Stenotypistin beschäftigt war. nach ihrer eigenen Angabe angesertigt. Sie will indessen nicht gewußt haben, zu welchem Zweck die Schriftsätze dienten. Die Verhafteten haben sich gegen den Erlaß des Reichspräsidenten vom 3. März 1923 vergangen, der eine Mindest- strnfe von zehn Jahren Zuchthaus vorschreibt.
Marburg. Das Landgericht verurteilte nach umfangreicher Verhandlung vier Teilnehmer des Arbeiter- demonstrationszuges vom 4. Juli v. I. wegen Teilnahme an einer öffentlichen ZusaMmenrottung. Landesund Hausfriedensbruches zu 3 und 4 Monaten Gefängnis, die bei Zahlung von 10 000 und 15 000 Mark nicht verbüßt zu werden brauchen. Die Leute wurden beschuldigt, in die Schäfer'sche und Ostheim'sche Fabrik einge- - drungen und die Polizei genötigt zu haben, einen wegen eines angeblichen Schusses festgeuommenen Studenten herauszugeben, der dann dem Zuge ein Schild voran- tragen mußte. Auch das Schwurgericht wird sich noch mit einer damit im Zusammenhang stehenden Schuldigen zu beschäftigen haben.
Fulda. Vor der Strafkammer Fulda stand der Ober- laildjäger Fritz Goriserowski, in Wüsten,achsen (Rhon) stationiert, wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Er begab sich im Oktober v. I. zu einer Familie, um deren I5iüüriaen Jungen alv Zeugen in einer
großen Holzdiebstahläffäre zu vernehmen. Da die Vernehmung des Jungen in der betr. Stube durch die Anwesenheit mehrerer Frauen und aus anderen Gründen nicht durchführbar, so ersuchte der Beamte den Jungen, mit vor die Haustüre zu treten. Nach langem Zögern entschloß sich der Junge hierzu. Nun wollte aber der Beamte den Jungen in einem nahe gelegenen anderen Dorfe erst verhören. Hiergegen sträubte sich der Junge mit aller Gewalt und ging auch trotzdem nicht mit, als er von dem Beamten „Lümmel", „Bengel" usw. tituliert und sogar mit einem Stöcke einige Prügel bekam. Diese Ueberschreitung seiner Machtbefugnisse an einem Zeugen brächte den Beamten auf die Anklagebank. Die Strafkammer Fulda verurteilte ihn zu 8000 Mark Geldstrafe.
Frankfurt. Die Kriminalpolizei ist augenblicklich auf der Sudx nach einem gefährlichen mtcrnatioualcu Gau- uerpaar, das in fast allen süddeutschen Kurorten mit reichem Erfolg seine Mitmenschen betrogen und begaunert bat. Es Handelt sich um den 37jährigen Äcmfmmut Paul Rußwyl aus Düsseldorf und die 25jährige Herta Münch aus Essen. Das Paar hat zuletzt in Garmisch einer Kölner Dame ein Paar Perlohrringe im Werte von 20 Millionen Mark abgeschwindelt. Zuletzt hat es seine Tätigkeit in Frankfurt ausgeübt. Aus seine Ergreifung hat man eine Belohnung von 200 000 Mark auf die Wiedererlangung der Ohrringe eine solche von 500 000 Mark ausgesetzt.
— Vor einigen Wochen verschwand plötzlich der 24M- rige Monteur Heinrich Kiefer aus Hausen auf geheim: uisvollc Weise. Er hatte sich in Gesellschaft von Freun den befunden und war während dieser Zeit unausgesetz von einem großen fremden Manne beobachtet worden Trotz der Warnungen der Freunde, den Heimweg nich:. allein anzntreten, ging Kiefer in der Taunusstraße weg Seitdem ist er verschwunden. Jetzt ha: man seine Leich! bei Höchst a. M. aus dem Main geborgen. Aller Wahr scheinlichkeit nach ist Kiefer einem Verbrechen zum Opfei gefallen. Die Untersuchung ist nach dieser Richtung ü vollem Gange.
— Ein Student von außerhalb versuchte auf nicht ein wandfreie Weise bei einer hiesigen Bank. Geld zu er langen. Als die Sache scheiterte und bei der Polizei zu Anzeige kam, beging der junge Mann Selbstmord burd Lrschießen. . o <
Aue aller Welt.
Anläßlich des Todestages der ehemaligen Kaiserin war der Antike Tempel im Potsdamer Park, wo die Kaiserin be, kanntlich beigesetzt ist, den ganzen Mittwoch über geöffnet Es trafen von früheren Regimentern und Deputationen zahlreiche Kränze ein. Am Vormittag erschienen die in Potsdam weilenden Prinzen und Prinzessinnen an der Grabstätte Aus Doorn trafen vom Kaiser und seiner zweiten Gemahlin Kränze aus gelben Marschall-Niel-Rosen ein.
Hilfe für die Ostmärker im Ruhrgebiet. Nach Einbruch der Äramosen in das Ruhrgebiet stellte sich sofort die Not wendigkeit heraus, für die östmörkisKen Flüchtlinge, die ovrt hin übergesiedelt waren, besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Leute sind sozusagen aus dem Regen in die Traufe gekommen und leiden schrecklich. Bezeichnend ist die Mitteilung eines Flüchtlings aus Hamborn: Es sind Km drei Kinder gestorben, weil die Eltern mit den Kindern auf der bloßen Erde liegen mufften, da ihnen Betten und MoW fehlten. Infolge der Bemühungen des Deutschen Ostbund haben die zuständigen Behörden für den Bezirk Essen s c ch s Reichsbevol lmächtigte .. ann't, die auf Grund 'eines abgekürzten Vorprüfun.gsvsrsah: es Berwaltungsver gleiche abschließen können. Der- Präsident der Zweigstelle äffen, Her" "'ebermann, hat kkt mimeteiit. daß im F. .u- lingslagc. : " n in ? vst Tagen "'S solcher Beere tuno r r / e d äe e FriedrAc'c ' • Berg'cu ungskomuriffare ge« wir. .
Funkentelephonie vom l)--Zug aus. Die Eisenbahn- zugtelephonie der Funkentelegraphischen Gesellschaft huth-Berlin wurde am Dienstag den leitenden Persönlich- ‘eiten des Reichsverkehrs- und Reichspostministeriums in der Praxis auf der Strecke Berlin — Hamburg vorge- nhrt. Die Minister Grüner und S t i n g l mit den Her- :en ihrer Ministerien und der Eisenbahndirektion Altona be= jaden sich nach Wittenberge und erwarteten den aus Hamburg lammenden mit der Eisenbahnzugtelephonie ausgerüsteten l)-Zug, mit dem sie nach Berlin zurückkehrten. ' Zunächst ourbe von dein Direktorium der Gesellschaft eine Uebersicht iber die Methoden und technischen Einrichtungen der neuen kisenbahnzugtelephome gegeben. Danach überzeugten sich die Minister von dem guten Funktionieren der Einrichtrmg durch verschiedene Gespräche mit Berlin. Am eindrucks- rollsten war die Tatsache, daß man mit jedem Telephon- lnschluß in Berlin während der Fahrt ebenso verbunden wird, tis wenn man sich in Berlin selbst befindet, ja, daß der A n - gerufene nicht einmal bemerkt, daß er mit )em in voller Fahrt befindlichen D = 3 ug im Gespräch ist.
Vom Träumen. Eine englische Zeitschrift hat unter ihren 3efern eine Umfrage nach dem schönsten und lustig- t e n Traum veranstaltet, den sie je gehabt hätten, und es vird eine Reihe solcher komischen Träume mitgeteilt. Man ,'ann die Menschen zuni humoristischen Staunten anregen, nie dies ein Arzt versucht hat. Ein Mann z. B„ dem man •ine heiße Wasserflasche unter die Füße legte, träumte, daß tr auf der heißen Lava am Krater des Vesuvs spaziereyginge. Bin anderer Schläfer, dessen Stirn man mit Wasser bespritzte, hatte das angenehme Erlebnis, daß er im Traum feinen Lieb- angswein in großen Mengen zu sich nahm. Ein dritter, Dessen Nasenspitze mit einer Feder gekitzelt wurde, träumte
Br viel weniger angenehm. Ihm war, als wenn ihm ein zt eine Gipsmaske auf das Gesicht legte und sie ihm wieder .iblöfte, nachdem sie fest geworden war. Der Schriftsteller
Ei« riesenhafter Moorbrand wütet seit Sonntag früh bei Neudorf-Platendorf in der Provinz Hannover. Bis jetzt sind mehr als 10 0 M o r g e n T o r f f l ä ch < ein geäschert worden.
Streik der spanischen Stierkämpfer. Aus Madrid wird gemeldet, daß jetzt auch der Beruf der Stierkämpfer von der G e w e r k s ch a f t s b e w e g u n g cr= faßt worden ist, und die diesjährige Saison beginnt daher mch mit einer Reihe von Streiks, Aussperrungen und Boy- lotts. Mitte der vorigen Woche konnte ein feit langem vor- bereiteter großer Stierkampf in Madrid nur nach Ueberwindung vieler Schwierigkeiten stattfinden. Der Haupt- n a t a d o r des Mbipfes, der gefeierte Bombita, wurde nach dem Kampf von ben Streikenden angegriffen und übel z u g e r i ch t e t. In der Schlägerei, die sich dabei entspann, wurden zahlreiche Leute verletzt. Bom- bita aber, um zu beweisen, daß beut echten Toreador der Mut nicht ausgeht, erschien noch am gleichen Abend mit verbundenem Köpfe in der Arena, unb es gelang ihm, mit großer Geschicktichkeit zwei weitere Stiere auf den Sand zu strecken.
Moskauer Marktpreise. Die Lebensmittel in Sowjet cußland sind wieder einmal u in 40 Prozent gestiegen, wie das Moskauer „Russische Wirtschaftslebeir" von Anfane April meldet. Danach kostet ein Schwarzbrot 970 000 Rubels ttn Pfund halbweißes 2 140 000 Rubel, ein Pud (1 Pud = 16,5 Kilo) Weizenmehl 126 000 000 Rubel, ein Pfund Heringe 4 000 000, ein Pfund Rindfleisch 4% Millionen, ein Pfund Schweinefleisch 7^ Millionen, 1 Psd. Schweineschmalz 13 Millionen, 1 Pfd. Butter 16% Millionen, 1 Pfd. Zucker 854 Millionen, 1 Pfd. Salz 1% Millionen, ein paar Männer- itiefel 880 Millionen, 1 Meter Baumwollenstoff 12 Millionen, und ein Meter Tuch 146 Millionen Rubel. ,
Handel. ' -
Berllner Freiverkehr vom Mittwoch.
Im Gegensatz zu den letzten Börseruhetagen zeigte der Heuttge Freiverkehr ein sehr angeregtes Bild. Dollarnoten, die in ben Vormittagsstunden über New-Porker Parität mit ungefähr ßl 300 M. genannt wurden, gingen späterhin auf 21200 M. zurück. Wenn auch die heutige Nachfrage der I n d u st r i c nicht so stark wie am gestrigen Sage war, so sah sich die Reichsbank doch verschiedentlich zu m Eingreifen genötigt und drückte den amtlichen New Pork-Kurs bis auf etwa 21 150 Mark herab. Englische Pfundnoten wurden mit 98250 Mark gehandelt, Polennoten waren mit 49.50 M. wenig verändert.
Amtliche Devise» - Notierung.
Devisen
Vorkriegs- Patttät
11 April
10. Aprit
®etb
Briet
Geld
Arie»
M.
lÖL
M.
M.
Dollar...........
4.20
>1089.64
1195.36
21097.12
21202.83
anfltifdjc Mund ......
0.00
»7879.68
98170.32
17879.68
98370.32
hollündtsche Gulden ....
1.67
6239.35
8'280.65
8239 35
8280 65
Dänische Streite . ......
1.12
3999.97
4020.03
3997 48
4017.52
Schwedische Sirene.....
1.12
5)93.48
5621.62
6681.01
6608.99
'italienische Lire ......
0.80
1044.88
105012
1046.12
1061.38
Französischer Arani .....
oS
1398 99
1406.01
1423.93
1431.07
Seigischer grant ......
0.80
1201.98
1208 02
1220.92
1133.08
richechtsche Sirene......
—
627.92
63108
629.42
63258
Efsektenverkehr.
Der Effektenmarkt erhielt durch die im heutigen Frelverkehr anhaltende starke Nachfrage nach Bankaktien ein für Börsenruhetage außergewöhnlich lebhaftes Gepräge. Das Publikum scheint neuerdings, wenn auch zunächst nur zaghaft, mit neuen Kaufaufträgen an den Markt zu kommen, demgegenüber jedoch in stärkerem Maße das A u s l a n d mit neuen Orders auftritt, man spricht insbesondere von amerikanischen und holländischen Käufen. Ausgehend von der Festigkeit der Bankaktien, war die Gesamttendenz gleichfalls als durchaus fest anzusprechen, wenn sich auch in den übrigen Werten die Umsätze in ziemlich engen Grenzen hielten.
Berliner Produktenmarkt tont 11. April. Das Ge- schäft war heute wenig lebhaft. Die Haltung stetig Die Provinz bot mehrfach Brotgetreide an, forderte aber Preise, die man hier nicht anlegen konnte. Für Hafer war hier ebenfalls die Haltung fester, da sie diesen scheinbar in Mitteldeutschland besser los wird, ©erste fand wenig Beachtung. Rauh satter und Hilfs- stoffe sind mit Rücksicht auf die warme Witterung vorsichtiger erworben worden. Mehl ruhiger. Hülsenfrüchte und O e l s a a t e n vernachlässigt.
(Nichtamtlich.) Weizen 51 000—52 000, Roggen 42 000—43 000, Hafer 37 000—38 000, Gerste 36 000—38 000 für 50 Kilogramm, Weizenmehl 132 000—148 000, Roggenmehl 120 000—133 000 für 100 Kilogramm, drahtgepr. Weizenroggenstroh 14 500—16 500, drahtgepr. Haferstroh 11000—13 000; bindfgcpr. Weizcnroggcn- S 14 500—15 500, lose und geb. Krummstroh 9500—13 500, el 19 500—20 500, Handelsübl. Heu 13 000—15 000, gutes §eu' 15 000—17 000, Raps 80 000—90 000, Rapskuchen 30 000 bis 33 000, Kokoskuchen 36 000—38 000, Trockenschnitzel 15 000 bis 16 500, Kartoffelstöcken 20 000—21 000, Wicken 55 000—70 000, Ackerbohnen 40 000—50 000, Viktoriaerbsen M 00—75 000, kl. Erbsen 50 000—55 000 für 50 Kilogramm, Melasse-Torf 13 000, Weizenkleie 20 000, Biertreber 21000, Treber 20 000, Haferschalen 19 000, Haferkleie 18 000, Strohmehl 14 000, Palmkeruschrot 18 000, Melisan 16 000 für 50 Kilogramm einschl. Verpackung. Alles ab Verladeort. (Preise ab Hof etwa 20 Prozent niedriger).
Berliner Schlachtviehmarkt vom 11. April. Der Auftrieb betrug: 2628 Rinder, 449 Ochsen, 686 Bullen, 1493 Kühe und
dürfen, 3388 K"" 3484 Schafe, 7241 Schweine, 62 Ziegen, 147
Dtemelfdjweine. Je (in Tausenden von Mark): Ochsen: a) 210
)is 300, b) 189 )0, c) 150, d) 130; Bullen: a) 190—200, >) 160—170, c) . 150; Kühe und Färsen: a) 180—220,
,) 180—220, c) 1 -160, d) 110—130, e) 80—100, Fresser 120
Hs 140; Halbe c) 240—270, d) 170-200, e) 120—150; 5 dj a f e: a) 190—. 20-, b) 150—ISO, c) 90—120; Schweine: >) 310, c) 300—310, D) 270—280, c) 260—270, f) 240—250, Sauen i80—290. Der Verb ■ des Marktes war bei Rindern ruhig, hei Schafen ruhig, bei Kälbern und Schweinen glatt. (Preise ab ^of etwa 20 Prozent billiger.)
Die Berliner tter- -srungskommissto« notierte am Mittwoch im V< '-r zwischen Erze :-°r und Großhandel, wobei Gracht und GeÜy . zu Saften des Käme gehen, folgende Preise: Qualität 7000 M. 1L 6400—6500 "t. Tendenz fest.
■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Dollarstand
heute vormittag gegen 11 Uhr
21000