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Ueber die Unruhen im Westen wird noch gemeldet: Auf der Hohenstrake in Köln rot- . teten sich Pasjauten zusammen, die von der Polizei ocr- trieven wurden. Im südlichen gmöüctl wurden auf der Severiugstraße vom Weißplatz tut zum Chlodrvigplas viele Läden geplündert. Starke Meuschcutruppv zertrüm­merten mit Steinen, Eisenstangen und Werkzeugen die Fensterscheiben und raubten die Geschäfte aus. VvUstün- dig geplündert wurden u. a. die Auslagen von Schuhge- schüste». ferner ein Krawatten- und Zigarrengeschäst, ein Hutgeschäft, ein Schirmgeschöst und mehrere Lebcnsmit- telgeschäste. Das Eingreifen der Polizei war durch einen dichten Nebel sehr erschwert. Aus der Severingstraße la­gen die Glassplitter stellenweise fußhoch aus den Bür­gersteigen. Der Schaden beträgt viele Millionen. Ver- schiedene Berhaftmlgen wurden vorgenommen. Eine Anzahl unbeteiligter Personen wurde durch herabfal­lende Glasstücke verlebt. Der Polizeipräsident hat die Po­lizeistunde auf 11 Uhr abends herabgesetzt.

Zu blutigen Zusammenstößen kam es in Köln-Eb- renseld, wo sich der anfänglich kleine Tumult zu einem sehr gefährlichen Krawall auswuchs, weil die Menge sich angreifend gegen die Polizei wandle und sie mit Steinen bewarf. Die Beamten sahen sich schließlich gezwungen, mit der blanken "v ffe vorzugehen und mußten sich ihre . Angreifer schließlich sogar mit der Schußwaffe vom Leibe halten. Dabei wurden zwei Mann Spritz Schüsse an den Beinen verletzt, doch sind die Getroffenen von ihren Ge­nossen mitgeschleppt worden. Weiter sind etwa 10 Per­sonen durch Säbelhiebe verletzt worden.

Zu der wilden Streikbewegnna in Düsseldorf und Umgebung ist noch mitzuteilen, daß sich besonders in der Altstadt Ansammlungen bildeten, die von der Polizei zerstreut wurden. Verschiedentlich mußte hierbei von der blanken Waffe Gebrauch gemacht werden, doch sind Verletzungen nicht gemeldet worden. Der an verschie­denen Stellen Mllgelegte Straßenbahnbetricv ist wieder im Gange.

In Gerresheim wurde gewaltsam der Betrieb der Glashütte stillgelegt.

Das fragen.

Auf

Deutscher Reichstag. ^

288. Sitznug.

Haus erledigt zunächst eine Reihe kleiner An-

. eine Anfrage des Abg. Graf Westarp (d.-n) wegen Verletzung bestehender gesetzlicher Vorschriften bei grundlosen Haussuchungen und Verhaftungen gegen Angehörige rechtsstehender Kreise stellt ein Regierungs- vertreter in seiner Antwort einige der angeführten Fälle anders dar und erklärt, zum Vorgehen gegen die Beam­ten liege kein Anlaß vor.

.Abg. Graf Westarp (d.-n.) bringt in einer weiteren Arrfrage viele Fälle von Gewalttätigkeiten gegen rechts- peheude Kreise vor und fragt, ob gegen die Behörden, die solchen Gewalttätigkeiten nicht vorgebeugt haben, vorgegangen wird und ob die Regierung nicht die Pa­roleDer Feind steht rechts" zurücknehmen wolle, da j die Neigung der aufgereizten Massen zu verbrecherischen; Gewalttätigkeiten größtenteils auf diese Parole zurück-, Mführen sei.

Ein Regierungsvertreter gibt hierauf eine ähnliche Antwort ab wie vorhin.

Auf eine Anfrage der Sozialisten wegen der an­geblichen Ausfuhr eines für die Ehefrau des ehemaligen > ÄrtipÄ-lmDtttm^ Nach-; forschungen hätten ergeben, daß Das schlesischen Grafen einem Berliner Juwelier zur Um- 5 arbeitung übergeben worden sei und im Eigentum der Familie in Deutschland verbleibe.

Abg. Schulz-Bromberg (d.-n.) beantragt, eine neue -Sitzung anzuberaumen, in der die Regierung dem Lande Mechenschaft über das gebe, was sie in der Reparations­frage getan habe.

Abg. Koehneu (Komm.) unterstützt den Antrag, da er Erklärungen der Regierung darüber vermißt, was sie gegen die Hungersnot getan habe, was wichtiger sei, als der Kuhhandel über die große und kleine Koalition und darüber, daß die Sipo in Düsseldorf auf hungernde Arbeiter geschossen habe. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Rechten und der Kommunisten abgelehnt.

Das Haus beschäftigt sich alsdann mit der neuen Geschäftsordnung des Reichstages. Die Redezeit wird im allgemeinen auf dreiviertel Stunden beschränkt und die Disziplinargewalt des Präsidenten erheblich ver- ftärkt werden.

Ein Antrag Ledebour (Unabh.) auf Vertagung wird ohne Widerspruch angenommen. Präsident Lvebc

^ Vierungen des Lebens.

Roman von Hermann W. Walb er.

?89) (Nachdruck verboten.)

I Ein Ton herzlicher Gemütlichkeit gibt seinen Ver- snstaltungen immer das Gepräge, so auch heute.,

Herr Lange, Sie haben uns in Davos schon w hau- sta durch Ihre Stimme erfreut, Ste würden mm> Hoch beglückeri, wenn Sie Ihre Kunst auch heute einmal zeig­ten. Ich bitte Sie herzlichst darum."

Lange vermag der freundlichen Aufforderung Frau Hassels nicht zu widerstehen.

" Er kennt kein Zieren und setzt sich gleich an den ^Mn paar Vorakkorde.---Das Stimmengewirr verstummt. Er singt RosemartesDer junge König".

Sein volltönender Bartwn werfe hingebende Begei- jsterunq, die sich, nachdem er geendet, in ein Beifalls- xauschen sondergleichen umwände lt.

Lange wird bestürmt, ein zweites Lred zu singen. von Redwitz' Aerger wächst. Er kann seinen blinden Haß gegen Lange kaum noch meistern. Er verläßt den Müsiksalon. In einem entfernter liegenden Zimmer sitzen mehrere Herren beim Karienspiel. Denen gesellt er sich zu. ---

Langes Augen gleiten umher. Sie suchew -- suche- nach einer, die er vermißt in dem Kreis der tßn Ümsämrarmenden und um eine neue Sangesgabe

Bittenden. _ ,

Wenn auch diese eine das gleiche Verlangen stellt «m wieviel lieber würde er es dann erfüllen: - Jetzt sieht er sie und er liest in ihren Augen: Bitte,

-bitte, ringe weiter!--- ~

Daß von Redwitz nicht mehr unter den Zuhörern g, befreit, als er es merkt, seine Seele von einem ren Druck, der thu vorhin bet seinem ersten Vor­belastet hat, sodaß er sich nicht so auswirken konnte,

:r gewollt. ~

i Wieder schlägt er die Tasten an.

> Leise, süße Akkorde klinaen üurcü den Raum.

^bittet Ermächtigung mr Den nun, daß ote Reaieruna 3»eichstage nntteilen werde, ob sie schon am füsin- woch ihre Erklärungen abgeben könne, diesen Punkt als ersten auf die Tagesordnung zu setzen. "

Wie sie uns aussangekr.

Wir setzen nachstehend die Aufstellung über die Gold- leistungen Deutschlands an die Entente fort. Wenn die Barleistungen auch hinter den Sachleistungen zahlen­mäßig zurückstehen, so stellen sie doch an sich ungeheure Beträge dar, deren Uebertragung auf fremde Volks- ivirtschaften jene furchtbare Katastrophe auf dem Valuta- markt bervorgerufen hat, unter der die ganze Welt in zunehmendem Maße leidet.

m . Barleistungen.

Bis 31. Mai 1921: Devisen 150 000 000, Gold der ReichSbank 68 000 0M, Kredite 270 000 000. zusammen .488 000 000.

Bis 31. August 1921: Goldankauf 15 000 00Q Silberlombard 58 000 000, Devise« 439 000 000, außer- dem 87 000 000 zirsannnen 599 000 000, 8 Raten zu 31 Millionen Mark 248 000 000, 3 Raten zu 50 Millioner Mark 150 000 000, 1 Rate zu 33 Millionen Mark 33 000 000, 26 % aus dem Retovern Act bis 31. Dezem­ber 1921 30 100 000 dio. bis 1. Juni 1922 41 300 000.

Ausgleichsverfahren: Bis Ende 1920: 164 000 000, bis Ende 1921 304 000 000, bis 1. Juni 1922 120 000 000, nach dem 1. Juni 1922 10 000 000, zusammen 598 000 000. Insgesamt aus Barleistungen 2193 470 000 Goldmark.

Dazu Sach- und Borleistunaen 16 313 000 000 Gold- mark. Im ganzen also 18 506 470 000 Goldmark. Nach dem jetzigen Stande des Dollars entspricht dies einer propiermorksumme von 37 Billionen.

Vernünsifge Rechnung eines Franzosen. ' '

. ^r Chefredakteur der Oeuvre, Paul de ^onvenei Her ftch zum Studium der deutschen Finan^ mtb Wrf

Deutschland. Er schreibt: Es gibt aber dock e ^oii einerunerhörten Prosperität Deutsch- ^^^lvrechen, von den mehr als 40 v. H., die Sie in- djirteBen llnternehmungen ein bringen, und von der ^erdovpelnng des Kapitals in den letzten sechs Wochen iluch Poincaree sei der erste, der derartige Behauvtun-

^e.sei e£?öer in Ä^

DentWer, der im vorigen Jahre 1000 Mark in der Jn- Mrie eingelegt habe, die damals 150 Franken Wert Ssttte, erhalte heute 400 Mark Zinsen. Das seien genau serechnet ^0 Centimes. Nominell erkläre das Unter- rehmen, es habe sein Kapital vervierfacht, in Wirklich­es aber habe es neun Zehntel verloren.

Das Wahlergebnis in Sachsen.

^Dresden. Das Wahlergebnis in Sachsen hat be» einer Nachprilfunq eine Aenderung zu Gunsten der bür­gerlichen Parteien erfahren. Die Sozialdemokraten Be ftfeen nunmehr 40 Mandate und nicht wie im alten Land- wa 41. Damit stellt sich das Gesamtergebnis auf 50 so- ZmlistisH-kommnnistiiche iinö 46 bürgerliche Mandate.

. Generalstreik in Düsseldorf.

^..Skrlttt. Sie freigewerksclmstltchen Betriebsräte in Duyeldorf haben für die Stadt und Umgebung den so­fortigen Generalstreik beschlossen.

Ankündigung einer Kriegsrebe Poincarees.

e-^Parrs. Ministerpräsident Poincaree wird am Frei­tag eine große Rede über das Reparattonsproblem hal­ten und dabei u. a. etwa das Folgende ausführen: Frankreich ist am Ende seiner Geduld angelangt. Nach SECNttäU'Mungen in Lotldon im August, ds, Js. und nach oem negativen Ergebnis der BEner Reise der Reparationskommission wird Frankreich nur noch die Konferenz von Brüssel abwarten, unö wenn auch dort die Schrmerigkeiten nicht behoben werden, so fei Frank­reich entschlossen, zu den schärfsten Maßnahmen zu grei­fen und gegebenenfalls selbst Dentschland vornehmen, um zu feinem Recht gegenüber Deutschlands zu ge­langen.

Kritische Lage in Konstanttuopel.

e-» London. Wie Reuter erfährt, sind die Nachrichten aus Konstantinopel noch sehr spärlich, doch wird die Lage nl§ höchst bedenklich bezeichnet. Der Belagerungszu­stand ist noch nicht verhängt. Dies ist aber keineswegs; aus Meinungsverschiedenheiten zwischen den Alliierten zurückzunihren, denn sowohl der französische als auch der italienische Oberkommissar wurden von ihren Re­gierungen ermächtigt, sich dem britischen Oberkommissar bei der Proklamierung des Belagerungszustandes anzn? schließen oder irgend eine etwa für Notwendig erachtete! gemeinsame Aktion zu unternehmen.

Das Vorspiel zu Rosemaries Gedicht: Ein Gleiches.

Er vergißt, daß eine große Zuhörerschar ihn um­ringt. Er weiß nur, daß dort hinten am Fenster eine steht, der allein er mit seiner Kunst dienen will.

Sein Herz ist übervoll---von Liebe und Schmerz. Er will es ihr im Lied einmal nur einmal ausdrücken, und dann dann will er feinen Traum begraben für ewig!

Er fühlt es selbst: Sticht sein Mund formt die Worte --sie dringen aus tiefstem Herzensgruude

Du bist gegangen und wrachst kein Wort Das machte das Herz mir schwer

Ich habe geliebt dich und wieder geliebt Sag:, darf ich auch das nicht meßr?"

Fühlst du, Helene, süßes Ntädchen, was du mir warst was du mir jetzt noch bist?"--Das Zwi­schenspiel ist verklungen. .....

Die Wonne trug ich Taa um Tag / Und schwieg, weil so dir's gefiel, ' .

' Ganz leise nur atmete freier die Brust '. -

Sag', war dir auch das zu viel?"

Und dann nach neuem kurze« Zwischenakkord leih« zerquält-entsagungssest:

'So will ich gehen, wo du nicht bist, ______

Und klagen, wo niemand hört, . -

Und singe ich einsam verlorenes Glück, - * ' Dann wirst du nicht mehr gestört."

Stille--fast unheimliche Stille.-

Die Zuhörer sind völlig im Bann der hehren Kunst- offenbarung, die ihnen beschert wutöe.

Sie haben den Atem verhalten. Während Lange sang, so hingerissen (mt er sie.

In Lange selbst zittert tiefe Erregung.

Er weiß ---in feinem Sang war Seele--lag seine Seele. Nur jetzt nicht ausitehen nur nicht nach­forschen wollen, welchen Eindruck er bei Helene Hasset erzielt hat. Er fürchtet, er könne sich sonst verraten, die onöern könnten merken, wem sein Sang geweiht war. Das darf nicht fein seinetwegen nicht und vor allem Helenens wegen nicht.

Er muß sich befreien von seiner Erreatbett. Jetzt

Türkischer .Handstreich aus Koustantknope^

^ Lausanne. Aus Konstantinopel ist das Gerücht laut geworden, wonach ein türkischer Handstreich auf Kon- Aantmopel möglich sei, wenn der Zusammentritt der Konferenz nutzt beschleunigt werde.

Ausweisung französischer Konsnlu. 1 i

Die französischen Konsuln in Mersina und Adana; sind von den Kemalisterr ausgewiesen worden. ,

Die Flucht der Christen ans Kleinasien.

DerNeuyork Herald" meldet aus KouümtthwM daß infolge der Aufforderung der Angvrarcgierung an die christliche Bevölkerung Kleinasiens, das Land bis Ende November zu verlassen, sich die Flüchtlingsmassen in den Häfen Anatoliens anhäufen. Der amerikanische Hilfsdienst für den nahen Osten hat einen Dampfer nach Samsun geschickt, um 7500 griechische und armenische Waisenkinder abziiholen. Die amerikanische Mission hat große Mengen von Lebensniitteln in den Hafenstädien des Schrvarzen Meeres zur Verteilung unter die flie­hende Bevölkerung gebracht. Der Völkerbuild schätzt die Zahl der Sluswandernden auf 13» Millionen. Die Aus­weisungsbefehle betreffen Männer im Alter von 19 bis 55 Jahren, denen sich ihre Familien anschließen.

Allerlei vom Saget

Von der bayerischen Regierung soll die Aufhebung der Volksgerichte verkündet werden.

Ueber das Ergebnis der polnischen Sejmwahlen in Oberschlesien meldet dieVoss. Ztg", daß sie eine un­zweifelhafte deutsche Mehrheit in dem an Polen abge­tretenen Teile Oberschlesiens ergeben habe.

Das amerikanische Militärpolizeigericht in Koblenz verurteilte einen Gasthofbesitzer in Neuenahr zu 30 000 Mark Geldstrafe, weil er einem Offizier der Besatzungs­truppen während eines 14tägigen Aufenthalts für die Nacht den Preis von 2000 Mark berechnet hatte.

Zum österreichischen Finauzminrster wurde Sei christlich-soziale Bundesrat Dr. Viktor Kienböck vom Nationalrat gewählt.

In Oesterreich ist der Index neuerlich um 6 Pro­zent negativ, weil eine Reihe von wichtigen Lebensmit­teln sowie Bekleidungsartikeln im Preise zurückgegan­gen ist.

Die französische Kammer hat ein Gesetz angenom­men, durch das die Erwerbung und die Pacht vor Grundbesitz in Frankreich Ausländer?- erschwert wird Die Erlaubnis kann nur Personen mit Aufenthalts­recht in Frankreich gegeben werden.

pottlifche Rachrichlen.

Ein deutsches Weißbuch. Wie dieP. P. N." hören, beabsichtigt das Auswärtige Amt in nächster Zeit eine Zusammenstellnng des wichtigen Notenwechsels zwischen der Reichsregierung und der Rheinlandkommission in Form eines Weißbuches herauszugeben.

Trennung von Kirche und Staat in Sachsen. Der sächsische Ministerpräsident Buck, der in München in ei- Versammlung des republikanischen Reichsbundes sprach, teilte dabei mit, daß Sachsen demnächst auf Grund » des Artikels 12 der Reichsverfassung mit der Trennung von Kirche und Staat selbständig vorgehen werde.

Beamtenbund und Teuerung. Der Allgemeine Deutsche Beamtenbund fordert in einem Schreiben au den Reichskanzler die Durchführung einer Reihe von; Maßnahmen zur Behebung der besonders für die Fest- besoldeten katastrophalen wirtschaftlichen Notlage. Es wird u. a. Me ^ btnMWny^« der vorhandenen Sachwerte und der verfügbaren Gold- - bestände als Garanttebasis, die Unterbindung der wil­den Spekulation, der Kapitalflucht, die Eintreibung: * sämtlicher ausstehenden Steuern, die Sicherstellung der Produkte inländischer Herkunft, insbesondere der Nah­rungsmittel zur Versorgung der Bevölkerung gefor­dert. Der Behebung der wirtschaftlichen Notstände nur durch Erhöhung der normalen Arbeitsdauer wird in dem Schreiben entschieden widersprochen. Der Allge­meine Beamtenbund betont schließlich, daß die von ihm vertretene Beamtenschaft bereit fei, sich mit allen Kräf­ten für die Durchsetzung dieser Sanierungsmaßnahmen einzusetzen.

Die Entschädigung der Verdrängten. In dem Reichstagsausschutz, der die Ausführungsbestimmungen zum Verdrängungsschädengesetz behandelt, wurde ein Beschluß über den Initiativantrag betreffend Aende­rung der Gewaltschädengesetze gefaßt, lt. a. werden in Fällen zum Zwecke der Ersatzbeschaffung oder Wieder-

nur keine Lobhudeleien anhören müssen! Was liegt ihm am Beifall?

Und mitten in die Stille hinein «och bevor sich eine Hand zum Beifall regt, der sicherlich in noch stärke- i: rem Matze als vorhin gekommen wäre schlägt er wie- j der in die Tasten.--- |

^^"aEe, wildbewegte, heiße Rhythmen einer I Choptnichen Mazurka verwischen schnell die elegische, sen- § timental-ergretfende Wirkung des vorangegangenen Vortrags, das und nichts weiter wollte er ja auch, ohne datz damit die Zuhörer aus ihrem Bann herausge- rissen werden. Er spielt frei von der Partitur, mit selbst­vergessener Ekstase, ohne dabei den poetischen Inhalt des Werkes zu stören, auch jetzt wieder unbewußt und un« ^beabsichtigt geheimnisvolle Wiesen feines Emvsirrdungs- lebens verratend.

, 9ZöA wuchtigem Schlußakkord springt er auf-- wischt sich seine Stirn ab. Das Spiel hat ihn angestrengt. . ®r versucht, sich schnell aus dein Mnsikzimmer zu decken. Er wird umringt ummbelt. Lautes Bravok Bravo! und schallendes Händeklatschen sind der Zu­hörer äußerer Dank mr den bescherten Genuß. ______ * * *

Das Fest ist beendet. -

Die Gäste ob des Gehörten, Erlebten und des ©egeffenen und Getrunkenen nicht zu vergessen! ho- lien eobes voll, brachen zur Heimkehr auf.

Bald bat auch der Letzte die gastliche Stätte geräumt, Nach einander verlöschen im Parterre die Lichter. ~ "Ein wohlaelungener Abend, nicht wahr, Luise?" o^^5- ^ssel tätschelt hetter-zusriedenen Sinnes feiner Frau die Backen. $

sich denke auch, unsere Gäste waren zufrieden und 1 werden uns nichts als nur Gutes nachsagen können." 4 spannt^ ^Eei ist müde und ihre Nerven sind abge- ^, ^^'^^ woi-Frau, eins ist mir ausgefallen. Was war <1 eigentlich mit Redwitz heute abend los?" Z

. _,«^ Karl, da fragst du mich etwas, worüber ich K selbst schon vergeblich Älufklärung gesucht habe." U , (Fortsetzung folgt.) 1W