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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

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Nr. 248

Gonnabenb. den 11. November

1922

Rückgang der deutschen Ausfuhr

Die künstlich durch den Markstur» hervorgerufene Mrivde der Hochkonjunktur in der deutschen Wirtschaft M in anscheinend raschem Schwinden begriffen. Der be­sinnende Umschwung der Dinge zeigt sich am deutlichsten w dem von Tag zu Tag merklicher werdenden Nachlas- «r der deutschen Wettbewerbsfähigkeit im Ausland, ^ntmer mehr Industriezweige klagen über den empfind- rchen Rückgang der Auslandsaufträge, die beginnende flaute im Exportgeschäft. Aus der Statistik der deut- chen Warenausfuhr geht denn auch die Berechtigung bie« er Klagen hervor: die Menge der ausgeführten Waren K von 2,2 Millionen Tonnen im April auf 1,4 Millio­nen Tonnen im August zurückgegangen. Dagegen zeigt bedauerlicherweise die Einfuhr eine Zunahme von 2,9 auf 4,7 Millionen Tonnen, sodaß der Ueberschuß der Kinsuhr über die Ausfuhr die sog. Passivität der Han- belsbilanz von 700 000 Tonnen auf ^ Millionen an- ««wachsen ist!

Entsprechend der Abnahme der Ausfuhr haben auch Bit Beschwerden des Auslandes über die »Ueberschwem- jtmtng* des Weltmarktes mit deutschen Waren wesentlich Nachgelassen. So hat man in Holland und Skandinavien bereits mit Befriedigung auf ein erhebliches Nachlassen des deutschen Wettbewerbs hingewiesen. Für uns muß ptefe rückläufige Bewegung unseres Ausfuhrhandels mit ernster Aufmerksamkeit verfolgt werden, denn die Exi- Lenz unserer Bevölkerung hängt vorwiegend von der, Aufrechterhaltung eines möglichst umfangreichen Ex­ports ab. Wird er uns beschnitten, so bedeutet das gleichseitig eine Schmälerung unserer Lebenshaltung. , Die Gründe einer Abnahme unserer Wettbewerbs^ Hitzigkeit liegen klar zutage. Als wirtschaftlich verarmtes Volk können wir heute im Gegensatz zu früher und zu Se« kapitalkräftigen Industrieländern, namentlich Evg- Zand und den Vereinigten Staaten, wenn überhaupt, so mur in geringem Umfange den Abnehmern unserer Sn» «dustrieerzeugnisse langfristige Kredite einräumen. Darin «bestand vor dem Kriege eines der wirksamsten Mittel zur

' «Förderung des deutschen Außenhandels. Heute müsse« wir möglichst bald bares Geld in die Hand bekommen. Denn mit der Markentwertung geht Hand in Hand ein E «katastrophaler Verlust an Betriebskapital. Auch die In- D bustrie lebte heute, wie neun Zehntel des deutschen Bol- - Les, buchstäblich von der Hand tu den Mund: erst Geld. Der zrveite Grund liegt in der außerordentlich raschen «Erhöhung der Produktionsunkosten. Ausschlaggebend

^ D üft hier nicht sowohl die immer raschere und weitgreifen- dere Erhöhung der Löhne, es sind vornehmlich Die un- heimlich gestiegenen Preise der Brenn- und Rohstofsma- lerialien in- und ausländischer Herkunft, welche die Ei deutsche Wirtschaft in immer wachsendem Maße teils min- W bestens ebenso teuer, teils sogar teurer als das Ausland «produzieren lassen. Dazu kommen sonstige Unkosten, B wie hohe Steuern, dauernd sich erhöhende Eisenbahn­frachten u. a. m. Die Entwicklung der Ausfuhr zeigt Übrigens, wie wenig stichhaltig die Ansicht ist, ein niedri­ger Markkurs sei unerläßliche Vorbedingung für die Wettbewerbsfähigkeit, denn nicht nur trotz des unerhört Niedrigen Standes der Mark geht die Ausfuhr znrüch. sondern gerade wegen des Zerfalles der Währung. Aber noch eine weitere Ursache hat die Besorgnis er-- iregende Verminderung unseres Auslandsabsatzes: ein oftmals übertriebenes Gewinnstreben seitens der deut­schen Erzeuger. Man hat hier in leider recht weiten Kreisen nicht allein eine normale kaufmännische Kalku- Jation verlernt, sondern namentlich auch durch die Mög- Slichkeit des .Dickverdienens" in erstaunlichem Matze den Blick für das Mögliche verloren. Hier wird der Um­schwung der Lage zu einem Umlernen zwingen, das nicht ohne bittere Erfahrungen vor sich gehen wird.

Alles in allem: wir stehen vor einer neuen einschnei­denden Erschwerung unserer wirtschaftlichen Existenz, die nur überwunden und nach Möglichkeit abgeschwächt werden kann, wenn sowohl .Kapital" wie .Arbeit" die Dinge offen und nüchtern ansehen, von vornherein aus-» isichtslose .Kraftproben" unterlassen, beiderseits die un- mmgänglichen Opfer bringen und miteinander, nicht ge­geneinander arbeiten.

Die SlaSWerungs- und Rredilfroge.

Der Schriftwechsel mit der EntschädignngSkommission.

Der Notenwechsel der Reichsregierung mit der Ent- ffchädtgungskommission während der Berliner Verhand- rungen wird jetzt der Öffentlichkeit übergeben. Am 4. November richtete der Reichskanzler folgendes

Schreibe« a« die Reparationskommissio«:

Eine wirksame und dauernde Stabilisierung der Mark kann erst eintreten, wenn die Reparationsfrage «entsprechend der Leistungsfähigkeit Deutschlands end­gültig geregelt ist. Angesichts der Zerrüttung der Mark, Hie sich in letzter Zeit in immer schärferer Weise voll- «ogen hat, kann jedoch nicht erwartet werden, daß eine solche endgültige Regelung getroffen ist, da diese bet maller Beschleunigung zu viel Zeit beansprucht. Jeder «Zeitverlust bedeutet eine neue Gefährdung der -eut- Dschen Währung und macht ihre Festigung und Besserung Zimmer schwieriger. Es müssen deshalb schon jetzt alle ä Schritte unverzüglich unternommen werden, die geeignet erscheinen, der weiteren Zerrüttung der Mark Einhalt Man tun. Eine erfolgreiche Unternehmung zur Stützung 5 der Mark ist jedoch zur Zeit nur durch ein Zusammen- » wirken Deutschlands mit der Kapitalkraft des Auslandes E möglich. Ein solches Zusammenwirken ist in der Weise gedacht, -atz unter Mitwirkung der Reichsbank ein inter­

nationales Syndikat zur iveswasfung eines internarw- «alen Bankkredits von wenigstens 500 Millionen Gold­mark für die deutsche Regierung gebildet werde, tun die Mark zu stütze« und ihren Stand zu bessern. Da die Erörterungen über das Zustandekommen eines solchen Bankkredits und über die Bedingungen hierfür Ver­hältnisse berühren werden, die zur ZustündiÄeit der Re- parattonkkommissiou gehören, so möchte die deutsche Re­gierung zunächst davon absehen, Anträge in dieser Hin­sicht zu stellen. Sie glaubt, daß geeignete Vorschläge am besten durch eine gemeinsame Beratung von Finanz­männer« von internationalem Ansehen aus den ver­schiedene« Ländern vorbereitet werden können und schlägt daher vor, daß die Reparationskommission ohne Verzug ein Komitee von solchen Finanzmänneru zu­sammenberuft, um die Frage an prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Gewährung eines internatio­nalen Bankkredits zum Zwecke der Festigung des Mark­kurses möglich erscheint. Das Komitee würde, wenn es sich auch positiv für die Ausgabe interessiert, am besten ta der Lage sein, sein Gutachten auch darüber abzu- geben, wie die Sttitzunasakfion finanztechnisch durchzu-

Mhren fet Wen» vurch das Zustanvermmn« ehtt3 berarttge« Bankkredits die Vorbedingungen für eine Stützungsaktto» der Mark, namentlich die Wiederkehr des Vertrauens tat In- und Auslande zur deutsch«! Währung gegeben ist ist Deutschland entschlossen, ^^ a) seinen Haushalt tm Gleichgewicht zu halten, b) eine Besserung der Handels- und ZablungSbiÜMz . durch wirtschaftliche Maßnahmen, insbesondere durch die Steigerung der ProduTtion HerbeizMhres,. ' * c) die schwebende Schuld einzudämmen,^ t) innere Anleihen aufzuuehmen. -

Die Antwort der ReparattenAownrtfstoKH^ ^ 7

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die am & November überleben wurde, bezeichnet die deutschen Vorschläge zur Stabilisierung der Mark als ' stimmt. Es fei Pflicht der deutschen Re- eparationskommission ein Projekt vor-.

blsher zu un gterung, der ....___________________________ . .. . _

sulegen, durch das ein wesentlicher Fortschritt zur Sta­bilisierung des deutschen Wechselktrrses herbeigeführt werde. _ '

Darauf richtete der Reichskanzler unter dem & No­vember unter Beifügung von

drei Gutachter die tn-Mschen auf Ansuchen des ReichsfinanMiMfters Dr. HerureS von den Herren Visiering und DuboiS, eiuerjetts »ab »E-H»«»n-Ära!tc ancxiietts- wtoeaenge«- waren, ein weiteres Schreiben an die Reparationskom- misston. in dem die Bereitwilligkeit der deutschen Regie­rung wiederhott wird, die nach dem Memorandum vom 18. Juli dieser Jahres übernommenen Verpflichtungen in ihrer Gesamtheit zu verwirklichen. Sie habe bereits alle hierfür notwendigen Maßnahmen getroffen. In dem Schreiben heißt es: Im Anschluß an den Vorschlag vom 4. November bittet die deutsche Regierung, den von den ausländischen Gutachtern entworfenen Plan eines Internationalen Syndikats zur Stützung der Mark und über die Möglichkeit der Beteiligung des Londoner Geldmarktes an dieser Kreöitoperatton als Grundlage für Sie weitere Behandlung der Stabilisterungsfrage z« benutzen und insbesondere die Sttttzungsakno« sofort in Angriff zu nehme«. Auch die Reichsbank habe sich bereit erklärt, an dieser Aktton mitzuwirken und sich an der Aufbringung der Mittel zu beteiligen. Aus dreier Grundlage hätte sich die Sttttzung in der Weise zu voll­ziehen, daß der Markkurs nach einheitlichen Gesichts-, Punkten mit den so zur Verfügung geiteHten Mitteln burch An- und Verkauf von Mark und Devisen regu­liert wird. Ueber die Einzelheiten, insbesondere bie Art und den Umfang der Beteiligung der Reichsbank sei noch eine Verständigung herbeizuführen. Ferner würden die vom Reiche z« stellenden Sicherheite« unter Zustimmung -er Reparattonskommission mit den Geld­gebern noch zu vereinbaren sein. Die erste Bedingung geht dahin, daß während der Tätigkeit des Syndikats und bis zur völligen Rückzahlung der vom Syndikat ge­leisteten Vorschüsse Deutschland von jeder Barzahlung auf Grund des Vertrages von Versailles sowie von allen Naturallieferungen für Reparattonszwecke vorüber-, gehend befreit werden müsse. Die deutsche Regierung selbst ist der Ansicht, daß -er Stabiltsierungsprozetz, der einerseits eine notwendige Voraussetzung für die Wiederherstellung des Gleichgewichtes im Rerchshauv- Halt bilde, zunächst einmal ohne Störung zu einem g^ wissen Zlbschlutz gebracht werden müsse. Sie ist ledoch bereit, Lieferungen für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete auch während des Stabilisierungsprozesses zu übernehmen, insoweit diese Leisttrngen ohne Vermeh- run -er schwebenden Schuld aus dem Budget oder durch innere Anleihen bestritten werden können. Das vor- geschlagene Unternehmen ist auch eine notwendige Vor­aussetzung dafür, daß Deutschland in den Stand gesetzt wird, wiederum Reparationsleistungen zu bewirken und insbesondere ausländische Anleihen aufzunehmen, deren Erlös zur Abtragung -er deutschen Verpflichtun­gen bestimmt sein würde. . __

Sodann wird des näheren auf das von Disierrng und Dubois verfaßte private Gutachten, das wir bereits ver­öffentlicht haben, hingewiesen, das die Gründung eines internationalen Syndikats und die Aufbringung von Ilkzeptkrediten betrifft. Herr Brant fügt Bemerkungen über Sie Stellung öes Londoner Kapitalmarktes zu dem Problem hinzu: Nach seiner Ansicht sei es nicht mög­lich, an private Geldgeber in England wegen einer deut­schen Anleihe heranzutreten. Die Begrünöungen, me das Baukkomitee im vergangenen Juni gegeben habe, behalten volle Geltung. Ohne Gewißheit über Deutsch­lands zukünftige Verpflichtungen halte er es nicht für möglichb. an das Publikum heranzutreten. ...Es bleibe

«daher nur die Frage einer Unterstützenden Mttwirrni^ durch die Bankwelt übrig. Anleihen würden, abgefeöäti auf der Grundlage einer Sicherheit durch das weimB». Bankgeld, nur zu erhalten sein, wenn ein völliges Mo­ratorium wegen Dentschlands Verpflichtungen aus dem «Friedensvertrage vielleicht für zwei Jahre gewahr- werden würde. Unter dieser Voraussetzung sei es mög­lich, daß die Londoner Bankleute sich in Form erues Nkzeptkredites von mindestens fünf Millionen Ptuud »eteilige« würde». Andererseits würden die Anleihe- hläubiger bei Foribestand der Uusicherheit eine Sicherheit »tr die Rückzahlung vor Ablauf des Moratoriums ver­enge«. Auf jeden Fall müßten sie das Recht erhalt»«, Bie auf London gezogenen Wechsel zu diskoutteren.

I Ueber die Vorgeschichte bei Berliner »ectanblnng« tait der Reparationskommission wird aus bestinformier-, ies Quelle gemeldet, daß der englische Delegierte Bra-- bury vor zwei Monaten eine Unterredung mit Pierpo« Morgan und dem früheren britischen Schatzkanzler Mc-, «en«a hatte, die sich mit der Stabilisierung der Mark ve^ «schästtgte. Mc. Lenna kam aus den Goldbestand der Reichsbank zu sprechen und wies Bradbury darauf hin^ daß der Einsatz der Goldreserve zur Rettuna der Mark ' ngt erforderlich sei. Bradbury arbettete baranfhta itanntes Programm aus. In der RwarafionS- ssion weigerte sich jedoch die französische Delega­tion, eine voreilige Entscheidung zu treffen. Da aber, Bradbury auf die außerordentliche Dringlichkeit des, Einsatzes der deutschen Goldreserve hinwieS, wnrde^m VorsÄag angenommen, unverzüglich mit der deutschem Regierung über die Stabilisierung der Mark zu vers. handeln.

Beantwortung der batisten «orf-läge mm PariS a»S.

-»-Die Pariser Abendblätter teile» mit, daß Sie Reya-, rationskommission am Sonnabend mittag wieder in Pa-, ris eintrifft und am Sonntag eine Sitzung im Hoteli Slftoria" haben ; d. Es soll sofort über die Antwort auf die neuen dem scheu Vorschläge beraten werde». | Abschluß -er Berliner ««haudlunge». '^ 0* Die Reparationskommission beschloß am DonnerSta» abend in Berlin ihre Tättgkeit damit, daß sie der Reichs- regierung mitteilte, sie habe von deren Schreiben Kennt­nis genommen und werde, nachdem sie nach Paris zu-- rückgekehrt sei, die deutsche« Vorschläge prüfen. Der Ka«zl« empfi«g Donnerstag vormittag zur Verabschie­dung die noch in Berlin weilenden Finanzsachversian-^ -i«-u -und-sprach-ihnen den Dank der Reichsregtern«« aus.___________ _ ____ . _

Die EittschäSigungßfrage vor« ReichswirtschastSrat.

e* Mit der deutschen Note an die Entschädign ngskom- miffton und dem Gutachten bei Sachverständigen be­schäftigte sich am Donnerstag der wirtschafts- und finanz- volittsche Ausschutz des Reichswirtschaftsrates M ge­meinsamer Sitzung. Hierbei hielten die Mitglieder Hngv Sttnnes und Georg Bernhard längere Reden, deren Nichtverösfenttichung einstimmig beschlossen wurde. '-.^

fe. RegkerunAerwekterung im Reiche? M

«sDerliv. <L A.) Wie bet2. A." erfährt, tkäW Freitag vormittag im Reichstage die Demokratev z«s lamme«, um sich über bie Frage zu nnterhalten, ob bie demokratische Fraktion eS begrüßen würde, wen« des Gin tritt -er Deutschen Volkspartei in Me Regierung et< wügliÄt werben könnte. In dies« Rtchttmg bewegen" sich <mch vie Besprechnuge« bet Fraktion. Die Ent­scheidung liegt aber nicht des bcn^emotrateit sonder» man m«6 die 1 ". _.. hm Montag znscrmmcntrctc Sozialdemokraten wirb es al

... ...., . mokratetr, sonder«

erste Sitzung der Sozialdemokraten, bti zusammentrete«, abwarten. Bo« dem . abhä«ge«, ob eine Erweites ewig der Koalition möglich ist Die Frage der Koa-' Nttonserweiteruvg tritt also erst im Laufe -er nächste»; Woche in ein akutes Stadium. r >

Frankreichs RuhrplSne.

»-»'Im französischen Senat wurde die Aussprache übe« die Jnterpellatton Lucien Huberts betreffend die An­wendung einer wirksamen Reparationspolitik im Ruhr^ gebiet eröffnet. Hubert erklärte, man habe geglaubt, Anz zeichen einer Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland auf der Grunolage der NaturaMeferungeu« zu erkennen. Man habe als Garantie für die militärische Sicherheit Frankreichs den Rhein und als Sicherheit für den Wiederausbau das Ruhrgebiet, das eine ArtEx­trakt menschlichen Fleisches" barffent. Die Herrschaft über das Ruhrgebiet zu haben, wäre gleichbedeutend mis einer Kontrolle über den größten Teil der deutschen Pro-, bnfiion an Kohlen, Eisen und Stahl. Das hieße zu-f gleich, die wirklichen Beherrscher Deutschlands, die t» diesem Teil des Landes ihr Bers«Sslaboratori«m baden; zu beherrschen. Die Meinungen gehen dahin, einfach das zu behalten, was Frankreich im Rohrgebiet bereits in Händen hält Eine Zollgrenze. Sie zwischen dem be* setzten und unbesetzten Teil des Ruhrgebietes gezogen würde, müßte die deutschen Industriellen zu Verhand­lungen gefügig machen. Hubert schloß mit der Erklä­rung, Saß Frankreich ein Pfand erster Ordnung habe, Es müsse sich beeilen, daraus Nutze« zu ziehen.

Sinlenben Angara». I

»-»In Konstantinopel erwartet man, daß die RegienmM von Angora auf die Forderung der Räumung von Kon-z stanttnopel durch die Alliierten und die Zurücknahme der» alliierten Kriegsschiffe aus den Meerengen verzichten» wird. Risaat Pascha bestätigte in einer Unterredung mit! den alliierten Oberkommissaren diese Auffassung und8 fügte hinzu, daß er alle Anordnungen rückgängig ma.^ eben werde, durch die Sie Sicherheit der alliierten Trup«! pen in Konstantinopel beeinträchtigt werden könnte. "