Einzelbild herunterladen
 

Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag. Donneröt-g und Gennabead. Der BerngSWe-S bekrast durch die Post beroern monatlich 50. Mk.. für Hersfeld 40. Mk., Abholer 35. Mk. / , Slareigem preis für die einsp-ltiae Pri >-.le ob.*r 6-:en Raum 5 Mk., für auswärts 6 M", die Reklameretle 15 Mk. / / Druck und Derlag von Ludwig Funks Buchdruckerei in Hersfeld. Mitglied des Wertius Dentschrr Zeitungs-Dersterr. / / Für die Gchr leiruvg verantwortlich Frau; Funk in Hersfeld. / , Fernsprecher Nr. S.

Nr. 240

Dienstag, den 24. Oktober

1922

I Vor einer Regierungskrise? ss^Ms Berlitt meldet die »Montagspost^: Dei Reichskanzler hat die Führer der Parteieu z» sich ge: ibeten, um sich mit ihnen über den Währungszrcsamme»' Bruch und die damit zusammenhängende Teuerung zu beraten. Vorher hielten die Fraktionen im Reichstage Besprechungen ab. In führenden sozialdcmokratrschen Kreisen wird bestimmt versichert, wenn nicht sowohl zur Stützung der Währung sowie gegen die Bervierfachung des Umlagegetreidepreises etwas Entscheidendes geschehe, werde die sozialdemokratische Partei die Mitverautwor- tnng an der Regierung nicht mehr tragen. _ .

Synar Law.

Die Koalitionsunionisten haben «hren Führer Cham- berlain gestürzt und den Rücktritt des ganzen Kabinetts 'hervorgerufen. Nach englischem Parlamentarischem Brauch geht nun die Macht an die stärkste Partei des litt« terhauses, eben die Konservativen, über, und es ist na­türlich, daß der König zunächst Bonar Law Sie Kabinetts­bildung übertrug, der am schärfsten gegen Chamberlain -und die Koalition Stellung genommen haben soll und durch seinen bekannten Brief in derTimes" in den Mittelpunkt des politischen Geschehens getreten war. Ebenso natürlich ist es aber, daß Bonar ^aw feststellen will, ob ihm die Sonntag oder Montag stattfindende Kon­ferenz der konservativen Mitglieder beider Häuser des Parlaments an Stelle Chamberlains die Führung der Partei übertragen wird, womit allerdings ziemlich sicher gerechnet werden kann. Bonar Laws Gesundheitszu­stand, der ihn im März des Vorjahres zwang, den Vor­sitz der Partei nieder-ulegen. Weint vollkommen wreder- hergestellt zu sein. Sollte trotz allem nicht Bonar Law das neue Kabinett, das die Wahlen durchzumhren haben wird, bilden, so würde Lord Derby, der Führer des rech­ten Flügels der Konservativen, als neuer Ministerpräsi- sent in Frage konnnen.

Bonar Law stammt aus einer schottischen Familie «nd ist 1858 in Kanada geboren. Seit 1990 gehört er dem Unterhaus an und war 1911 bis 1921 Führer der Unio- nisten und ihr Leader im Unterhause. Schon 1902 war tr Parlamentssekretär des Handelsministeriums, trat 1916 als Staatssekretär für die Kolonien in das Koali- sivnskavinett Asquith ein. Nach Seifen Sturze sollte er Ministerpräsident werden, schlug aber Lloyd George da- äir vor und übernahm nur das Schatzamt. Im Vor- !ahre legte er sein Portefeuille und seinen Posten an der. Lvitze der Partei nieder. DaS Abgeordnetenmandat be- - hielt er. Kurz vor seinem Rücktritt stellte ihm Lloyd George in einer Rede folgendes Zeugnis aus:Bonar kaw bat mich als seinen Chef bezeichnet. Ich bin E sein Cbai. Wir, sind ^^iWWWMKllSMMWWW -dt. Niemals habe ich einen einigermaßen wichtigen Schritt getan, ohne noch vorher mit ihm zu beraten. Und niemals hat iemand einen besseren, loyaleren oder einen klügeren Teilhaber gehabt. Er hätte das Spiel ferner Vartei spielen können. Aber das patriotische Svrel »rauchte Einigkeit, Unterordnung des eigenen Ichs."

Barthous KontrsSplan unerfüllbar.

Die bereits ausführlich erwähnte französische Denk­schrift, Sie von Barthou ausgearbeitet wurde, enthalt nu- »ehenerliche Forderungen, die auf vollständrge Kontrolle 5er deutschen Finanzen hinzielen. Die deutsche Frnanz- Wirtschaft würde gewissermaßen eine Schuldenverwal- Inng der Alliierten werden. Sogar in Frankreich warnt man vor allzu großem Uebermnt gegen Dentschlaud, and das will viel heißen.

Bradbury gegen BartSom

Die Reparationskommission hielt eine Sitzung ab, bei der Bradbury die von Barthou uoerrelchte Denk- WM in scharfer Weise kritisierte. Barchou antwortete. Nähere Mitteilungen über die gehaltenen Reden wur- ^<HÄU^ d--,.D°«°»«. niete" schreibt, daß der neue französische Plan zur Wie­derherstellung der deutschen Finanzen in betlichen Krei­sen in Paris als unmöglich angesehen werde. Drese Bor- swlüae laufen allen bisherigen Vereinbarungen zuwider und würden die Uebernahme der Verwaltung der -e»t- schen Finanzen durch die Alliierten bedeuten. A-er Pari­er Sonderberichterstatter desDaily Herald" erwartet nnvm^üaltck den Rücktritt Bradbnrys von sernem Po­sten in der Reparationskommifswn als Folge der Ant­wort der französischen Regierung auf feinen Vorschlags Deutschland ein Moratorium zu gewahren. Bradbury sei M^rrmlat daß die Ablehnung seines VorWIages und die AMabme der ^ Gegenvorschläge katastro- nbale Folgen für ganz Europa haben würde, weshalb er sich verpfuchtet fühle, nachdrücklich jede Verantwortung ^kür das was dadurch bewirkt würde, abzulehnen.

Das Projekt Barthou begegnet selbst in der franzö­sisch^ Presse schärfster Kritik. Mit der Ausführung der Fiuauzkoutrolle erklärt sich nicht einnral derTemps" Miwerstalwen da er erklärt, daß die Verschärfung dieser gegenüber verschlechtern dürfte. Wenn 0. B. me neu Gehaltsaufbesserung der Beamten von Jur-Kvntwllko- -initee nicht rnaclasscn würde, so würde sich die DlWpun in der Beamtenschaft sofort auflösen, und Beannen- streiks würden ausbrecheu. Wenn *,5'^ iQUrrHi ItlttttttPßT ößfDXÖCTtCtt 120 3)1 littetüCH iltCXlt T-ll^ ?s- ctzetreid "anläusc untersagte, so würden schwere Hits ' rnüen wegen M-R in Deutschland ausbrechen »und die RwntzvoMtng hierfür würde von der deutschen Neaieruim den Alliierten zugeschoben werden. Die L'- I ,m w^- Alliierten wird durch die Kontrolle nur ver- schlechteä^weil man ihr unerträgliche Verantwortlich- 'leiten aufbürden würde,.... ------------ ------------

Der französische Borscmag item wobt oen aesayrncy- sten Angriff auf die Souveränität des Deutschen Reiches dar, der bisher versucht wurde. Er wird in den Kreisen der Reparationskommission wohl großem Widerstände begegnen. DerGaulois" befürchtet, daß außer den Vertretern Frankreichs alle übrigen die Annahme der französischen Vorschläge ablehnen werden. Die nicht- rranzösischen Mitglieder der Reparationskommission be­fürchten auch, daß die Durchführung des Vorschlages in Deutschland Unruhen Leroorrufen würbe.

Eine Erleichterung für Deutschland.

Bis 1923 von den Cleariugzahlttttgen befreit. Haarig. (L. A.) Zwischen den Vertretern de Ausgleichsämter ist eine BcreiuSarnng erzielt worder nach der Deutschland bis znm Jahre 1923 von den Clea ringzahl«ngev befreit ist. , .......

Die Rede Lloyd Georges in Leeds.

Aus London berichtet dieBoss. Zig.": Die Saupt- note, die Lloyd George in seiner Rede in Leeds gebracht hat, kann in die Worte gebracht werden: Es liegt dem Volke obs zu entscheiden, ob die Partei wichtiger sei als die Nation. Der frühere Premiernnnister, dem bekannt­lich ein glänzender Empfang bereitet wurde, sprach übel 1% Stunden vor etwa 3000 Menschen in der Mmestic Hall. Er erklärte u. a.: Im Carlton Club sei das Ban­ner des Parteikampses gehißt worden. Das englisch« Volk müsse entscheiden, ob die Partei oder die Nation ar erster Stelle stehe. Er trete für das Volk ein. Er habe nie so schwer gearbeitet, wie in den letzten sechs Jahren Er sei bereit, das Volk entscheiden zu lassen, ob er Um gut gedient habe oder nicht: Wenn die Beittlät versage so spiegele sich das bei den Soldaten auf dem Schlacht selbe wieder. Dies sei auch der einzige Grund, warun Dentschlaud zusammeugebrocheu sei. Die Deutschen fetei sehr tapfere Soldaten gewesen, das müsse offen aner­kannt werden. Sie hätten aber auK der Heimat Itach lichten erhalten von Hungersnot, Entbehrungen unk Elend. Der Versailler Vertrag fei die Freiheitsurkundc für Millionen von Menschen geworden. Bonar Law habe sich in die Lage eines Reiters gebracht, der das Pferd nicht zügele, sonderir am Schweif packe. Die reak­tionären Meuterer vom Carlton Club würden ohne Rücksicht darauf, was sie vor den Wahlen versprochen hätten, ihre extreme Politik durchführen. In einer Versammlung der Nationalliberalen Partei wurde Lloyd George zum Präsidenten, Churchill zum Vizepräsi­denten der Koalitionsliberalen gewählt. . . -

Die englischen Wahlen. ' *

w- Aus Paris wirb gemeldet: DerMotin" «rMxk anä-toää&Hfc^ vur^-mcnlswahleu Won am 14. November stattfinden werden und die Einberufung des neuen Parlaments am 20. November zu erwarten sei.

©ine russische Beschwerdenote.

»-»-Aus Paris wird gemeldet: In London ist eine Note der russischen Regierung eingetroffen, in der diese noch­mals die Zulassung Rußlands auf der Friedenskonfe­renz erstrebt und die Verwunderung der russischen Re­gierung darüber mtsörückr, daß auf die erste Note in dieser Angelegenheit keine Antwort gegeben worden sei. Nichts könne die Abhaltung einer Konferenz für den nahen Osten rechtfertigen, in der sich Mächte wie Jugo- Slawien, Rumänien und sogar Japan beteiligen und von der Rußland, die am meisten am Schwarzen Meer interessierte Macht, ausgeschlossen ist. Ueberdies sei Rußland die einzige Macht, die die national-türkische Re­gierung offiziell anerkenne und die mit ihr einen Bünd­nisvertrag abgeschlossen habe. Die Stote erinnert schließ­lich daran, daß die Sowjetregierung seiner Zeit auch ge­gen die Regelung der Frage des Stillen Ozeans und die der Aalandsinseln ohne die Veteiliqmrg Rußlands pro­testiert hat und sich gleichzeitta bei den genannten Jn-^ fein ihre volle Handlungsfreiheit vorbehält.

Verschiebung der Friedenskonferenz.

»-»-Aus Paris wird gemeldet: Auf Vorschlag Lord Curzous ist die Eröfftiung der Friedenskonferenz in Skutari auf ein oder zwei Wochen verschoben worden. :

Der Sttudenbock.

m> Aus Paris wird gemeldet: In Athen ist auf Ver- anlassung der Untersuchungskommissiou über die Ursache, des griechischen Znsammcnbrnchs in Kleinasien der frü-i here Vizepräsident des Generalrates Graf Strategos als der Hauptschuldige verhaftet worden.

Die Berhaftungeu im Falle Wirth.

»-»-Aus Berlitt wirb gemeldet' DerLok. Anz." teilt! nnt, daß als Ergebnis der Untersuchung durch den Ober- reichsanwalt einige kompromitterende Personen verhaf­tet worden sind. Im übrigen scheint es sich bei dem AttentatSplan wieder um Ideen wirrer politisch durch­aus unreifer Jugendköpfe zu handeln, der keine große Bedeutring beigelegt werden darf.

Naä> Informationen derBerl. Stß* hat sich im Rheinland ein junger Mann selbst bei der Polizei ge­meldet, um wie er sagte vor einem Mordanschlag aus Sie Person des Reichskanzlers Dr. Wirth zu warnen. Der Anzeigende hat nunmehr den Tag angegeben, an bem der Mord plan znr Durchführung kommen fönten aber er hat über die am Komplott beteiligten keine ent- wredjenbcn Angaben gemacht. Im Verhör schien sich der Verdacht ergeben zu haben, daß er die Polizei auf eine falsche Führte locken wollte und er ist deshalb in Haft behalten worden. Aus all dem ergibt sich, daß erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieses Zeugen bestehen.

Die Budapester Tagnng.

Aus Budapest wird gemeldet: Die hier für drei Tage rnberauuite Taarma des Generalrates der Völkerbunds-

Liga hat unter Teilnahme der Delegierten aus Frauen,' Frankreich, Dänemark, England, der Ukraine, China und anderer begonnen. Die Beratungen waren vertraulich. Es nahmen an ihnen nur die Präsidenten der Nationen- gruppen der Liga teil.

Das Ergebnis der tschechisch-italienischen Verhandlungen.

I Aus Prag wird berichtet: Dr. Benesch ist aus Ve­nedig nach Prag zurtickgekehrt, um an der Vorstellung der neuen Regierung im Parlament teilzunehmen. W'S verlautet, soll in dem österreichischen Garantiekomitee, das seinen Sitz in Genf haben wird, Italien den Vorsitz erhalten, während die Tschecho-Slowakei das stellvertre­tende Präsidium übernimmt. In Venedig wurden wirt­schaftliche Vereinbarungen zwischen Italien und der Tschecho-Slowakei getroffen, die erwarten lassen, daß Italien Landesprodukte gegen tscheclw-ilowakische In- dustrteerzeugnisse anstanscken wird.

! Dr. Wirth tibS hie PaaikstiMÄitvg. ? wasien. (T. U.) Die WienerSonn-- und Montags^ zeiiung" veröffentlicht^ ein telephonisches Gespräch mir dem deutsche»'Reichskanzler Dr, Wirth. Er erklärtes Alle Gemüter bewege die Frage, wie Deuifchland uns die WeltMss dex. Panikstimmung heraus zuführen ifa Die Panikstimmung ist wirtschaftliH nicht begründet. Sitz, ist eine Panik der allgemeinen Unsicherheit gegenüber! der politischen Entwickelung Mitteleuropas.. »Mit aller Entschiedenheit, kann rch sagen, so betonte Dr. WirthI daß keine Gefahr besteht, daß Unruhen infolge her GeldÄ entwertung bevorstehen.- - ,

DevisenorduuAg «nv Getreideamkage. >/ »-»-Berlin. (T. U.) Am Montag morgen 11 Uhr ist das- Reichskabiaett zu einer Sitzung zusanrmengetreten, im der über die Frage der Verschärfung der DevisenorN-- «una und über die Getreideumlage beraten wurde. NachK mittags um 5 Uhr fand eine Parteiführerbesprechung statt, deren GegOlstand ebenfalls die Getreideumlage und' auch die Devisenordnung war. Zu den in der Berliner Morgenpresse austauchenden Nachrichten von einer Be» vorstehenden Krise wird in Regierungskreisen erklärt,- daß die Situation nicht so gespannt sei, wie sie dort be-' zeichnet wird. Man glaubt, daß von der Beratung ami Montag die weitere Entwickluna im wesentlichen alt» hängen wird.

Große Ueberschwemmavgc«,

w Darmstadt. (L. A.) Andauernde Regengüsse haben in Hessen große Gebiete überschwemmt und die Ernten zum Teil vernichtet.

Segelflugrekord iu England. .

»- London. Ein Teil des Segelfluges des Franzofen Maegrolle in Jlford-Hill. der den Rekord Heutzcns in bei Mön unl 12 Minuten schlug, wurde bei bereits her- einbrechender Finsteruis ausgeführt. Beim Abstieg,' umtzte die Landungsstelle erleuchtet werden. Ueber den- von Maegrolle benutzten Apparat liegen noch keine Ein-' zelheiten vor. - .

M Zum Geburtstag bet nerftorbenen ehem. Kaiserin wurden im Antiken Teurpel zahlreiche Kränze, so auch von der früheren Kronprinzessin nieder gelegt. Auch dn Prinzessin Hermine Sckwnaich-Carlotba hat einen Kram niebergelegt '

- »-^Die amerikanische Besatzttngsarm.ee im Rheinland soll, nach einer Meldung aus London, Bestimmt vor Eintritt des Winters zurückgenommen werden.

In den streikenden Betriebe« der Firma Krupp hat trotz Behinderung durch Streikposten eine größere An­zahl von Arbeitern die Arbeit wieder ausgenommen.

Graf Burian, ein warmer Freund Deutschlands^ vorvraliger Minister des Aeußern der österreichisch-un­garischen Monarchie, ist in Wien im 7L Lebensjahr ge­storben.

Etwa 760 000 Postscheckkunden gab es Ende 1921, wobei der Bezirk Berlin mit weit mehr als 100000 am der Spitze stand, an zweiter Stelle folgte Köln und roet* ter Leipzig.

Die Tagung der iuternationalen Eiseubahnerkonse- renz in Paris beschloß die Gründung einer internatw- ualen Eisenbahn-Union für das Studium und die Wie­deraufnahme des internationalen Verkehrs. ;

poNkische Nachrichten.

Erhöhung bet Diäte« -er Reichstagsavgeor-nctc». Sämtliche Parteien des Reichstages mit Ausnolum der Kormnunistert haben einen Antrag etngebracht, die Auf- wanösentschädignug für die Mitglieder des Reichstages auf 35 000 Mark monatlich zu erhöhen. Hierzu soll der bei den Beamtengehältern vorgesehene allgemeine gleiche prozentuale Teuerungszuschlag treten. Die Neuregeluus soll rückwirkend vom L September ab gelten.

% Million Mark Belohnung. Die Oberstaatsan- waltschast in Leipzig hat auf die Ergreifung des dlbsen- öers der vergifteten Pralinen, bereu Genuß SakauntUch bei verschiedenen Angeklagten des Rathenau-Prozesses. bedenkliche Krankheitserscheinungen hervorgerufen hat,' eine Belohnung von 500 000 Mark ansgesetzt.

Thvsse» fordert Mehrarbeit. Wie das konmrnniR- scheRuhr-Echo" in Essen mitteilt, hat August Tbvsien an den Reichskanzler ein längeres Schreiben gerichtet? in welchen, er auf die unglücklichen Verhältnisse in I DQttschland hinweist und die Hauptschuld daran dem!, unerfüllbaren Vertrag von Versailles zuschiebt. Einem': sehr großen Teil der Schuld müßten wir uns aber selbst zuschreiben. Das Ungliicklichste, was uns die Revolu- ! tton bringen sonnte, sei die unterschiedslose Einstidrung ides Achtstundentages gewesen, weil dadurch diePrvduk- tion gewaltsam vermindert wurde^, - XJ