Einzelbild herunterladen
 

Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag, Donnerstag und Gonnadenb. Der Bezugspreis beträgt durch die Post bezogen monatlich 50 Mk., für Sersfeld 40 Mk., Abholer 35. Mk. / / Anzeigen­preis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 5. Mk., für auswärts 6. Mk., die Reklamezeile 15. Mk. / / Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchbmckerri in Sersfew, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungs-Verleger. / / Für die Schriftleitung verantwortlich Frauz Funk in Sersfeld. / / Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 239

Nückkriti L!oyd Georges.

9§ London wird berichtet: Die Regierung hat be- ichlosieu, sofort zuruckzutrete». Der König hat das Ab­schiedsgesuch von Lloyd George genehmigt.

Zie Demission des gesamten englischen Ministeriums A ? ^fi^ Ses Mit 186 gegen 87 Stimmen gefaßten Beschlusses der konservativen Partei, bei den nächsten Wahlen unabhängig von den Liberalen als Wahlwerber amzutreten. In dem Beschlusse heißt es, wenn die Kon­servativen im nächsten Unterhause die Mehrheit hätten, müßte der Ministerpräsident ein Konservativer sein. Der plötzliche Stimmungsumschwung in den Reihen der Konservativen erklärt sich hauptsächlich aus dem Wahl­ergebnis in Newport, wo der Konservative Clary mit 5090 Stimmen gegen einen unabhängigen Liberalen und einen Kandidaten der Arbeiterpartei gewählt wurde. Der Wahlkreis war bisher im Besitz eines Koalitions- liberalen, und man hatte bei der Nachwahl mit dem siche­ren Erfolge des Arbeiterkandidaten gerechnet. Obwohl der unabhängige Konservative Clara seine ausgeprägte Feindschaft gegen die Koalition auSsprach, sicherten ihm die Wähler dennoch eine große Mehrheit.

Weitere Einzelheiten über Seit Verlauf des Don­nerstags in London liegen zur Stunde noch nicht vor. Man weiß nur, daß Bonar Law und Balfour an der Versammlung der Konservativen teilnahmen. Cham- berlain wurde, als er sich in den Carton-Club begab, mit offenkundigen Feindschasisrufcn einmaligen. In den politischen Londoner Kreisen beschäftigt man sich bereits mit der Aufstellung der neuen Ministerliste. Als Wahltag für das Unterhaus bezeichnet man setzt den 11. November, den Taa des Abschlusses des Waffenstill­standes.

London wird gemeldet: Der Rücktritt der Re­gierung erregt hier großes Aussehen. Die Blätter mel­den: Das Ergebnis der konservativen Versammlung ist lern Todesschreck für die Koalitionsregierung. Als Llond George nach der Downing Street zurückkebrte, erwartete ihn dort eine Abordnung von Bergarbeiterdelegierten Mter Führung von Hodges, die zu einer Unterredung mit dem Premier eingeladen waren. Lloyd George be- Müßte die Abordnung mit den Worten:Ich bin nicht wehr Premier." Wie verlautet, könn angenommen wer­den, daß verschiedene nnionistifche Mitglieder auch wei­terhin zu Llond George stehen und M; es durchaus nicht als unmöglich erscheint, daß Llond George nach Ueber­nahme der Regierung durch den neuen Premier eine neue Partei bilden wird. BMer^'tWyerr ist, saß die politische Rede, die Llond George zu halten beabsichtigt, nicht abgesagt wird.

Die Wirkung der Demission Lloyd Georges in Paris.'

»» Aus Paris wird gemeldet: Die Meldung vom Rück­tritt Lloyd Georges und seines Kabinetts war kurz nach

4 Uhr nachmitatgs in Paris. Die Ausgabe der Abend­blätter verschwand im Nu in der Menge. Es war nach dem Ernst der konservativen Fraktivussitzung nichts anderes zu erwarten, ebenso daß der König Bonar Law mit der Nenbildnng des Kabinetts beauftragte. Für Frankreich hat der Name Bonar Law keinen sehr guten Klang, da er noch kürzlich die englische Orientpolitik zu sehr verteidigte und die französische Regierung wegen ihres Rückzuges an den Meerengen mit Vorwürfen nicht verschont hat. Vorläufig aber empfindet man hier das Verschwinden Lloyd Georges wie das befreiende Ende von einem Alpdruck.

Der Eindruck in Berlin.

Aus Berlin wird berichtet: Wie aus der Regierung nahestehenden Kreisen mitgeieilt wird, wird der Fall des Kabinetts Lloyd George in Deutschland ernst beurteilt. Man ist zwar davon überzeugt, daß die englische Politik in der Reparationsfrage kaum eine ernstliche Aenderung erfahren wird, da die ganze englische Oesfentlichkeit von der Notwendigkeit einer Erholungspause für Deutsch­land überzeugt ist, aber man befürchtet, daß der nun­mehr ausschlaggebende Einfluß der Konservativen in England dem französischen Bestreben auf Einrichtung eines scharfen Kontrollsystems in Deutschland zugute kommen wird.

Berliner Blätter über de« Rücktritt Lloyd Georges.

I k* Berlin. In der gesamten Berliner Presse hat 6« Meldung vom Sturz Lloyd Georges den lebhaftesten Widerhall gefunden. Allgemein wird der Ueberzeugung Ausdruck verliehen, daß die Pause, die notwendigerweise während der Uebergangszeit in der aktiven Mitwirkung ^Englands bei der Lösung der internationalen Frage ein-, tritt, unsere üble Lage nur Noch verschlimmern kann. DasBerl. Tagebl." stellt fest, daß die Koalition an Altersschwäche gestorben und Lloyd George das Opfer seiner vergeblichen Bemühungen geworden ist, sie über das natürliche Maß am Leben zu erhalten. DerLok. Anz." schreibt: 9hm hat auch den letzten unter den Ml- nisterpräsidenten. die dem deutschen Volke die Ketten des Friedensvertrages von Versailles geschmiedet haben, sein Schicksal erreicht. ES ist der aus Kleinasien her- überkommende Kanonendonner, der seine Stellung er- Ä schlittert hat. Achnlich urteilt dieDeutsche Allg. Ztg.", feste hinzufügt, daß seine Schuld,umso größer war, als er «Sie volle Unmöglich Friedensvertrages gleich er- zikaunte. DieKreuzzeitung" stellt fest: Sechs Jahre Mann hat sich das Kabinett, dem man bei seinem Zu- smumentritt nur eine kurze Lcbensdatter vorhersagte, o gehalten, dank der Geschicklichkeit und Wandlungsfahig- g seit Lloyd Georges, Se en politische Laufbahn mutei- ^nem Rücktritt sicher noch nicht abgeschlossen ist. Der u Vorwärts" würdigt der Laufbahn Lloyd Georges, den "er den bedeutendsten SMatsmaMl der.neuen.Zeit nennt,

Gonnadenb, den 21. Oktober

________ , .^^.^y mehrere Spalten. Doch hält das'Blatt in ferner eigem^ lichen Stellungnahme mit seinem Urteil über die durch den Rücktritt geschaffene Situation noch zurück. Auch dieVoss. Ztg." stellt lediglich Betrachtungen an und fragt, ob und unter welchen Umständen Lloyd George wieder zu einer Ministerpräsidentschaft kommen könnte, oder ob er auf der Bank der Kritiker Platz nehme. Die Germania" schreibt: Wenn der Führer, der seit dem 7. Dezember 1916 am Steuerruder des britischen Staats- schiffes stand, heute erstmals von der britischen Bühne abtritt, so liegt der Grund in den Schwierigkeiten, die ihm die Haltung des verbündeten Frankreichs in der Orientfrage bereitet hat. Die Zugeständnisse, die die englische Politik oft auf anderen auch Deutschland be­rührenden Gebieten zu machen sich genötigt sah, um ein einheitliches Vorgehen der Alliierten zu ermöglichen, waren nur dazu angetan, Frankreichs Ansprüche zu stärken und die Londoner Regierung in neue Verwick­lungen zu bringen. Diese Erfahrungen werden auch einer neuen Regierung nicht erspart bleiben, wenn sie nicht in erster Linie bestrebt ist, die politischen Fragen, die das politische Weltreich berühren, vom Standpunkt der großen weltpolitischen Zusammenhänge aus zu be­trachten. Diese Notwendigkeit hat Lloyd George zwar erkannt, aber nicht immer die Kraft besessen, sich ohne Rücksicht auf die Ansprüche der anderen Mächte durch- zusetzen. ___

Der Epilog desPetit Parisieu". '

»»PariS. Zur Demission Lloyd Georges schreibt der Petit Parisien": Augenscheinlich sei es die Niederlage, die die Politik Lloyd Georgs im Orient erlitten habe, die seine Abdankung hervorgerufen habe. Tatsächlich aber sei Lloyd George durch sich selbst gestürzt worden. Statt) und nach habe der Lloyd George der Entente einer Figur mit verschwommenen Konturen Platz gemacht, bei der man noch nicht den Feind, aber auch nicht mehr den Freund der Verganqenheit entdeckt hat. Einen nicht wieder gut zu machenden. Fehler habe er begangen, als er seine Drohung vom Bruch der Entente ausgesprochen habe. DasJournal" vergleicht den Sturz Lloyd Geor­ges mit dem Sturz Bismarcks, die beide am gleichen Hochmutsfehler zugrunde gegangen seien. Man dürfe sich aber in Frankreich nicht zu großer Hoffnung hinge­ben, daß die britische Politik vollkommen umgestaltet werde. V f- ! J Dke Stlmmunq in Italien.

»» Rom. W. D Obwohl der Rücktritt Lloyd Georges nicht unerwartet kam, rüst er m Italien dennoch begreif­liche Unruhe hervor, denn er kommt in einem Augen­blick. wo die englischen und italienischen Beziehungen fürchtet von dem Ereignis nichts Gutes für den euro­päischen Frieden. Das Verschwinden des Mannes, der jahrelang der Herr, ia der Despot Europas gewesen sei, eröffnet eine Politik furchtbarer Ungewißheit. Die eng­lische Krise sei die Folge der Orientfrage und unglaub- licher Mißgriffe gegenüber dem Islam wie gegenüber den Dominions.

Bonar Law wartet mit der Kabinettsbildung.

&* London. Es wird gemeldet, daß Bonar Law die Bil­dung des Kabinetts erst vornehmen werde, nachdem er von einer Versammlung der konservativen Mitglieder des Parlaments zum Führer der konservativen Partei ernannt worden ist. Eine Versammlung wird von den Parteiführern unverzüglich einberufen und wahrschein­lich am Sonntag und Montag startsinden.

Sieg PoincarecS.

»-»Paris. lL. A.) Die Pariser Presse begrüßt die De­mission Lloyd Georges mit Freude. Ueberall mirs her­vorgehoben, daß von einem ?i:g Poincarees über sei­nen englischen Gegner zu sprechen fei. Am Klarsten gibt diesen Gedanken dasJournal" zum Ausdruck. Dieses erklärt: Lloyd George hat stch geschmeichelt, den Ereig­nissen vorgreifen zu können, indem er eineVersöh­nung" mit den Sowjets herbeiffihren, die Reparationen aus der Welt schaffen und den Islam vernichten wollte. Das Unglück für ihn war, daß er sich täuschte und daß der französische Ministerpräsident alle diese Dinge nicht zuließ, sondern die Kompromisse mit den Sowjets zum Scheitern brächte, die Betrügereien mit den Reparatio­nen nicht gestattete und auch Seit Umschwung in ier Orientfrage voraussah.

Wenig Aussichten für Brüssel.

o-* Aus dem Haag wird gemeldet: Der Brüsseler Kor­respondent desStieuwe Rotterdamschen Courant" mel­det aus dortigen offiziellen Kreisen, daß im Augenblick keine Rede davon sei, eine interalliierte Konserenz nach Brüssel einzuberufen. Erst wenn die Wiedergutma­chungskommission die Vorschläge Bradburys behandelt habe, werde es möglich fein, das Programm für eine Brüsseler Konferenz aufzustellen und die Vertreter der Länder einzuberufen. Dieses Programm müßte Sie Er­örterung der von Deutschland zu leistenden Zahluugeu vorsehen ebenso die einer internationalen Anlerhe em- schließen, auch das Problem der interalliierten Schulden. Punkt 2 und 3 des Programms machen eine Teilnahme der Bereinigten ©taten an,5er Konferenz unvermeid­lich. Auch für die Ortent-Friedenskonserenz sei die Par- lamentsauflösung in England sicher nicht ohne Beveu- tnna 'He Konferenz werde wohl nicht so bald stattfin- den, wie es ursprünglich angenommen wurde.

-Die frattzösische ReparationSdenkschrift.

»»Aus Paris wird gemeldet: Im Gegensatz zu anders- lauteriden Pressemeldungen wrrrde Seit zuständigen Stellen erklärt, die französische Regierung habe niemals die Absicht gehabt, in der Denkschrift über die Kontrolle der deutschen Finanzen, von Pfändern und Sanktioneu zu sprechen. Die Denkschrift feLiiu Stunde noch nicht

1922

fertiggestellt, und man wisse noch nicht genau, ob sie gleich der Reparationskommission überreicht werde. Nach Aeußerungen von amtlicher Seite heißt es: Will Sie französische Regierung alles vermeiden, was die Ver- handlngen zwischen deutschen und französischen Indu­striellen, denen man im Quai d'Orsay große Bedeutung beimitzt. erschweren könnte?

Beratttttge« der Henker Detttschkauds.

»»Paris. Poincaree hat mit Barthou, Mauelere, de Lasteyrie, Reibel, Turatti, della Roeca und Seodaux über das Reparationsproblem beraten,

Am Ende der Kraft.

»»Rotterdam.Morningpost" meldet aus Berlin: Der deutsche Reichskanzler hat in einem Gespräch mit Sein englischen Botschafter die Gesamtlage des deutschen Rei­ches als sehr ernst bezeichnet. Die Verarmung des Vol­kes schreitet trotz industrieller Scheinblüte schnell fort. Der Tag sei nicht mehr fern da Deutschland nicht mehr erfüllen kann.

Der englisch-französische Reparationsplan.

»»Paris. Nach demMatin" ist der englisch-franzö­sische Plan, der der Reparationskommission unterbreitet wird, in Wahrheit nichts anderes als der verschärfte Plan Maucleres: eine längere sofortige Kontrollmaß- nahme über die öeutschm Finanzen, namentlich über die Reichsbank, und Eröffnung von Svezkalkonten für den deutschen Export, alles Maßnahmen, über die sich die fianzösischeit uns englischen Sachverständigen auf der Londoner Konferenz im Auqust verständigt hätten und die bis jetzt noch nicht zur Ausführung gekommen seien.

Zu dem Inhalt der Poincar,

lüften. Die Denkschrift ist nicht eins formelle Erwt rung auf das Projekt Bradburys. ES ist darin nicht Rede von der allgemeinen Regulierung der Reparat inen, noch von einem Ausgleich der interalliierten SH den, auch nicht von einer Herabsetzung der deutschen V pflichtungen. Poincaree steht auf dem Stanövuukt, t diese Frage der Entscheidung der alliierten Regierung unterliegt und nicht der ReparaiiMskommissiotr. El deshalb wird auch Barthou im Namen der frauzösifck Regierung ausdrücklich verlangen, : Satz das Pro! Bradburys nicht offisien zur Beratung kommt. 2 französische Plan betrifft ausschließlich die Reform n Kontrolle der deutschen Finanzen. Poincaree regt daß die Reparationskommission die Prüfung der da

ie

schrist nicht die Rede. In der ersten Fassung war ekK Aufzählung der evtl. zu ergreifenden Maßnahucen rülh Garantien enthalten: aber in der Diskussion PoiucH rees mit seinen Mitarbeitern kam man zu der Ueberzeu­gung, daß die Frage die Zuständigkeit der Reparations!- kommission überschreite und zwischen den Regierungen behandelt werden müsse. *

Die Verfassungstreue der Richters:

'. Auf seiner letzten Vertreterversammlung Verlm hat der preußische Richterverein eine Entschließung MK genommen, in der seine Mitglieder ihre unerschütterliche! Verfassungstreue betonen und die Vorwürfe, von einer unparteiischen volkstümlichen Justiz in politischenl Sachen abgewichen zu sein, der Gesamtheit des Richter- standes gegenüber als unbegründet erklärt. Ausnahme­fülle würden auch von den preußischen Richtern verur­teilt. Die hieraus gegen die Allgemeinheit der Richte«

Verdächtigungen verdienen schärffte Zurück"-

erhobenen

Weisung. , . ,

ein schlechter Scherz.

Der Pariser Vertreter von StockholmsTidningen^ teilt mit, daß Mitglieder der französischen Akademie dis Absicht hätten, Poincaree für den Friedenspreis in Bor- schlag zu bringen. Er meint, dieser Vorschlag werde i«? Christiania wohl keineswegs übel aufgeuourmen.

Die Strafanstalten für die Rathevavattentäter.

Ueber Sie Strafverbüßung der im Ratheuauprozetz zu Freiheitsstrafen verurteilter: Angeklagten erfahren die Blätter, daß E. Werner Techow und Günther dem Zuchthaus Sonnenberg, v. Salomou und Niedrig dem Zuchthaus Brandenburg zugeführt werden. Von Seit zu Gefängnisstrafen verurteilten Angeklagten werden Hans Gerd Techow und Plaas ihre Strafen in Plützen- fee verbüßen, während Tillesten nach Tegel übergeführt wird.

Kampfstimmung im Bankgewerbe.

In einer vom Allgemeinen Verband der Bankan­gestellten Deutschlands einberufenen Versammlung der Berliner Bankangestellten ist nach Ablehnung des Reichstarifschiedsspruches vom 12. Oktober ös. Js. be­schlossen worden, zur Erreichung angemestener Tarif­sätze die Anwendung aller gewcrkschaftlrchen Kampf­mittel vorzubereiten. Besonders wurde Sie stritte Ab­lehnung von Ueberarbeit mit sofortiger Wrrkmrg be« schlossern

Der 6. November als Datum der Oticutkouserenz.

Aus Parts wird berichtet: Zu dem Zusammentritt der Friedenskottferenz hat die französische Regierung in London den 6. November vorgeschlagem

Der Neicbs-Amaesticansichun.

»»Berlin. Der Reichs-Amnestieausschuß, der aus Grund des Reichs-Amnestiegesetzes vom 22. Juli vom Reichsjustizminister Dr. Radbruch zum ersten Male ein­berufen worden ist, trat zu einer fachlichen Prüfung der einzelnen vorliegenden Gesuche der politischen Gefan­genen zusammen. Beschlüsie über das Schicksal der Ver- urteilten rmtrhe.n in rreirMoffenen ®fhitim nefufet ^'^