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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Der Bezugspreis beträgt durch die Dost bezogen monatlich 50. Mk., für Hersfeld 40. Mk., Abholer 35. Mk. / / Anzeigen­preis für die einspaltige Detitreile oder deren Raum 4 Mk., für auswärts 5- Mt., die Reklamezeile 15 Mt. / / Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchbrockeret in Hersfeld, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungs-Derleger. / / Für die Gchrislleitung verantwortlich Franz Funt in Hersfeld. / / Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 238

Donnerstag, den 19. Oktober

1922

P " Werkst MM" ^^

MMn Unwetter von Schrecknissen und Wiöekwärtmkei- >cim sich in den letzten Wochen über uns entladen M haben. Der jähe Sturz der Ntark und seine verhee­renden Rückwirtungeu, die veispiellose Preisrevolunorr, Die die bereits aus das äußerste eingeschränkt Lebenshal­tung der breiteil Volksschichten bis zur Unertrüglichkeit mach unten drückte, das irmuer erneute Wettlaufen zwt- Men Löhnen und Preisen, wobei stets die Preise erheb- «tich im Vorsprung waren, der Ausverkauf der deutschen 'Waren an Ausländer, der vielfach versuchte und zum Teil durchgesetzte Ersatz der deutschen Währung durch ausländische Zahlungsmittel im Inlandsoertehr, die im» wer fühlbarer werdende Knapphett an Zahlungsmitteln, Die den Ablauf des Geschäftsverkehrs und die Lohn- und ^Gehaltszahlungen empfindlich erschwerte, und zu allem die verschiedentlich auftretenden Stürungsversuche und alarmierenden Anzeichen von Unruhe. Dieser ganze in -Überstürztem Tempo vor unseren Blicken sich abrollende Schreckensfilm spiegelte nicht nur die fortschreitende Ver­armung Deutschlands wider, sondern auch die tiefe Zer- Lissenheit und die unzulängliche geistige Einstellung gro- Ker Teile unseres Volkes auf den allgemeinen Notstand. In einem kritischen Zeitpunkt, in dem der Wille zum gegenseitigen Verständnis das Bolksempfinden hätte tragen und widerstandsfähig hätte machen müssen, drohte sich ein Kampf--aller gegen alle zu entwickeln. Freilich, es sind der Prüfungen viel, die über uns Hereinbrachenl Worunter die Masse der Bevölkerung am meisten leidet, sind die maßlosen Preissteigerungen, die der Kaufkraft ungezählter Familien spotten. Kein Wunder, daß diese Tatsache Ratlosigkeit und Erbitterung auslöste. Aber . was wir in diesen Zeiten immer aufs neue erleben muß­ten, dieses irre Suchen und Tasten nach den vermeintlich treibenden Kräften der Preisbewegung, dieses Vorbei­gehen an den wirklichen Ursachen unserer Not, dieser mangelnde Ueberblick über die wirtschaftlichen Zusam­menhänge und dieses in manchen Fällen bewußte Nicht­wissenwollen nötigt zu einigen Worte» über den Quell

Ihren Änstotz empfing diese ganze überstürzte Be­wegung vom Zerfall unserer Währung. Die auf den dreihundertsten Teil des Friedeuswertes herabgesunkene deutsche Valuta ist nichts anderes als der Ausdruck un­serer volkswirtschaftlichen Verelendung. Eingesehen wird diese Tatsache wohl von allen, die entsprechenden Lehre«! ^esow w^^ gou dem MWaltes aus der Erkenntnis dieses Zustandes gezogen. Dafür aber fehlt es nicht an allerhand Vorschlägen, die auf eine Korrektur der Miß» stände hinzielen, an der Empfehlung wirtschaftlicher Mixturen und Allheilmittel, die in Fülle angeboten wer­den, auch nicht an praktischen Experimenten, wie dem in Hamborn, wo der Versuch gemacht wurde, die LebenS- mittel und sonstigen Preise gewaltsam herabzusetzem Die Söuren sollten schrecken. Ein rascher Ausverkauf und ein Schließen der Läden war die Raiete, da neue Waren nicht mehr eintrafen. , .

Daß Unruhen und Plünderungen nicht die geeigneten Mittel sind, das Preisniveau, das von ganz anderen Voraussetzungen abhängt, entscheidend zu beeinflussen, wird inzwischen jedem klar geworden sein. Dafür null man es jetzt mit anderen Methoden versuchen. Gegen die Wirtschaftsnot werden neuerdings die Betriebsräte mobilisiert. Zur Behebung der Schwierigkeiten .gegen Teuerung und Wucher wird die Einrichtung von Kon- ckrvll- und UcberwachungLausschüssen gefordert. Eine ausgezeichnete Röee, wenn die wirklichen Ursachen der Teuerung von uns aus zu kontrollieren und zu regu­lieren wären. Ein vergebliches Unterfangen aber und ein Lufthieb, wenn man sich bewußt ist, daß der Ur­sprung all dieser Nöte zunächst im Ausland Uegt, in den politischen Vorgängen und ihren Rückwirkungen auf das innere Wirtschaftsleben, in den maßlosen Kontributio­nen. die man uns auferlegt hat, und in der von außen erfolgenden Aushöhlung und Zerrüttung unseres Wirt- schastskörpcrs. Was sollen da noch so gut gemeinte uns organisierte Kontrollausschüsse! Sie würden im besten RäH an den Symptomen v^cumkurieren, ohne imstande zu sein, der Krankheit ernstlich zu Leibe zu gehen. Die Quelle alles Uebels im Lande selbst, lediglich in Preis­treiberei und Wucher zu suchen, geht zu weit, wenn auch zuzugeben ist, daß oft genug derartige Einflüsse am Werk sind. Gegen wirklichen Wucher, also tatsächliche Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit, wird mit allen nach Lage der Dinge erfolgverheißenden Mitteln vorgegangen. Die Axt an die Wurzel der üppig wuchern­den Teuerung zu legen, wird uns aber nicht eher mög­lich sein, als bis die Lasten, die der Hriedensvertrag Deutschland aufgebürdet hat, auf das Maß des Erträg­lichen zurückgeführt sind und unsere Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht kommt.

Diese Erkenntnis ist heute Gemeingut aller Einsich­tigen. Sie muß uns auch gegenwärtig sein, wenn wir uns später der praktischen Frage zuwenden: Welche Maßnahmen sind möglich zur Bekämpfung dieser Teue­rung? Bei der Untersuchung dieser Ringe wird sich zeigen, daß wir selbst durch äußerste Sparsamkeit im Staats-- und Privatbausbalt sowie durch intensive Pro- h duktio» unsere Notlage zwar lindern können, daß eine ^durchgreifende Heilung aber nur durch ein Zusammen­wirken aller Ratteren von außen und innen erzielt , werden kann.

> Der Berliner Zusammenstoß.

Verhaftung der Redakteure tatRoten Hahne".

4 Im Verfolg der Nachforschungen nach den RädelS- li führen« der kommunistischen Ausschreitungen vor dem S Zirkus Busch wurden die Mitglieder der Redaktion der «Roten Fahne" gesucht. Redaktion und.Wohnungen

waren teer. penn wurde euren Srrenkommandos auf Dt Verschwundenen gefahndet und eine Streife der polt tischeu Polizei entdeckte diese auch gegen Mitternacht in Eafee Bellevue am Potsdamer Platz. Dort saßen di< Redakteure der »Roten Hahne" mit mehreren Funktio­nären der Kommunistischen Partei zusammen. Als di< Beamten eintraten, ließen die überraschten Journalisten ihre Aktentaschen unter die Tische fallen, um die Papiere die sie mithatten, zu verbergen. Die Beamten bemerkten dies jedoch und beschlagnahmten den Inhalt der Mappen, Sämtliche Redakteure der »Roten Hahne" wurden ven haftet und im Polizeipräsidium vernommen.

In einer weiteren Meldung heißt es: Aus Anlaß der Vorgänge am Zirkus Bufch sind 15 Personen festge-- nommen, die dem Richter vorgeführt iverden, und zwa^! wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Wis derstandes gegen die Staatsgewalt. Gegen weitere acht­zehn Personen schweben noch polizeiliche Ermitielimgew Wie Minister des Innern Severing ;Soz.l scststelltej liegt ein Versagen polizeilicher Stellen vor. Es werden deshalb die nötigen Maßregeln gegen die schuldigen Po-, ltzeibeamten ergriffen werden. Auf Grund des Ver-, laufs der Zirkusversammlung, die bekanntlich von dem Bund für Freiheit und Ordnung veranstaltet wurden wird im Ministerium die Frage eines Vorgehens gcgcri diesen Bund geprüft. !

, ,^_, ^,, - ^. -.-»^v.^ ; n'<*».*v*? o** v*»»v* ytvpvt politischen Auseinandersetzung im preußischen Landta, führen. Die koummnisttsche Fraktion des Landtages ha einen umfangreichen Antrag eingebracht. Darin mtrJ die Zirkus Busch-Versammlung als »Erkundungsvor stoß der deutschen Faszisten" charakterisiert. Der Antras gipfelt in Forderungen wie: Sofortige Freilassmrg de verhafteten Arbeiter, Absetzung des Polizeiprästdentei Richter, Verbot des »Bundes für Freiheit «ud Lrünungl I* r' In einer kommunistischen Drotestversammluns ,^.^ »mtzab^eordnete Geschk, nschaften und behauyi

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warnte der kommunistische Landtagsabgeordnete Geschki vor Angriffen auf die Schupomannschaften und behaup, tete, daß der getötete Arbeiter nicht von der Schupo, fort; dern von den Bundeslruten erstochen sei. Er habe selbss gehört, daß die Schupolente sich böclüt abfällig über der ihnen aufgezwungenen Dienst im Interesse von Leuten geäußert hätten, die offensichtlich gegen die Republii unter provokatorischer Verwendung einer schwarz-weitz MM8WLAWMWWMG Die Opfer.

r Von den bei den Vorgängen am Zirkus Busch ver­legten Personen befinden sich insgesamt noch 16 Leicht­verletzte und 7 Schwerverletzte in Bebauhümg.

Am die NeichsprLsidenteuWahl.

e-* Aus Berlin wird gemeldet: Zentrum und Demo­kraten haben sich damit einverstanden erklärt, den etun= weiligen Vorschlag zu erörtern, der durch die Sozial- Skmokratte in der Koalittonsbesprechung gemacht worden ist, nämlich die Amtsdauer des Serzeittgen Reichsprä­sidenten durch ein verfassungänderndes Gesetz auf siede« Naher festzulegen. Die vereinigte Sozialdemokratte selbst tst zu dem Beschluß gelangt, g» ÄSM TMNiu des 3. De- dember festzuhaften.

Die Neuwahl Ses Reichspräsidenten.

^- Berlin. (L. A.) In der Reichskanzlei fanden er neut Besprechungen des Reichskanzlers mit den Partei führern über die Wahl des Reichspräsidenten statt. © wurde ein Antrag Marx angenommen, die einschlägigei Bestimmimgen der Reichsverfassung so zu andern, dai die Amtsperiode des heutigen Reichspräsidenten an 1 Juli 1925 zu Ende gehen soll. Die Neuwahl würd demnach im Friihjahr 1925 erfolgen. Die Parteiführe erklärten allerdings, zu diesem Antrag die Zustimmuni ihrer Fraktionen einholen zu müssen. Die Entscheidum der Frakttonen soll bis Mittwoch abend 6 Uhr mstgetert und dann dte Besprechungen fortgesetzt werden. .

Am die Ausgleichszahlungen.

s Die Verbandlungen über die Ausgleichszahlungen die zur Zeit zwischen den Vertreter» Sex Entente um der deutschen Regierung geführt werhen, sind infolge von deuttcher Seite betonten völligen Zahlungsunfähig seit in ein schwieriges Stadium getrete«. Die Verhaus limgen werden jedenfalls noch eitrige Tage forrgesetz lverden. Bei dem augenblicklichen Stand der Dinge is es aber zweifelhaft, ob sich eine W-eßrMA wird ermög ttchen lassen.

. Nichts Neues in der NeparLtiouSkvmmissiow

»»Aus Paris wird gemeldet: Die Neparationskom Mission hat sich in ihrer letzten Sitzung mit laufende, Angelegenheiten nur geringen Intereffes beschäftigt Die offizielle Verlesung der Denkschrift Sir John Brad- burys, die im Anschluß an die ©»wc kkäismüen sollte hat nicht stattgefunden.

England bezahlt keine AchulSe«.

»»Aus Neuyork wird gemeldet: England hat di< Hälfte seiner Kriegsschulden entrichtet. Für Mitte No­vember ist die Zahlung der -weiten Hälfte im Betragt von 50 Millionen Dollar von d« Malischen NegierunL zugesagt worden.

Lloyd George will das Varlawent auflösen.

»»Times" melde« aus Vattdon: Lloyd George hat sich entflossen, «icht zu demissioniere«, sondern das Parlament anfznlüse«. Er wird diesen Beschluß am kommenden Sonnabend in seiner Rede mitteilc«.

HlarfillaCilisierimgsliominiflion unter tu argen.

>» Paris.Ehicago Tribune" bemerkt, daß Morgan als amerikanisches Mitglied einer geplanten Kommission zwecks Stabilisierung der deutschen Mark anftrete. Die neue Kommission wolle das Bradbnrysche Problem oeta wirklichen. In englischen Kreisen der Reparationskom­mission hat man versichert, daß Morgan offizielle Zn- stchernugen gegeben habe, er werde der Anffordernng Nachkommen, wenn es von allen beteUigten Alliierten int steundschaftllchem Einvernehmen gewünscht werde/ Bradbnry beabsichtigt, nach dem Blatte, die Mark auf etwa 750 für einen Dollar zn stabilisieren.

»»Paris. Obwohl Morgan seine augenblickliche An-^ Wesenheit in Paris in einer Erklärung gegenüber der! Presse als nicht mit einer Einberufung des Bankierko­mitees wegen einer internationalen Anleihe im Zusam­menhang stehend bezeichnete, ist soviel zu erfahren, daß er mit den in Frage kommenden Regierungsstellen be­züglich der Bedingungen Frankreichs, die eine Gewähr rung einer amerikanischen Anleihe an Deutschland ga- rantteren würden, in Verbindung getreten ist. Bon den Ermittelungen Morgans in Paris wird es abhängen, ob die Bankierkonferenz früher oder später wieder zu- sammentreten wird. Es soll indes Aussicht Vorhanden­sein, daß Frankreich die für eine Anleihe nicht zu um­gehenden Sicherheiten, die in der Hauptsache von dem Abstand der französischen Regierung von wetteren Sank- ttonen besonderer militärischer Art gegenüber Deutsch­land zu sehen sind, in irgend einer Form zu gewähren, bereit sind. Gerüchten zufolge, ist Morgan sogar auf Er­suchen französischer amtlicher Stellen jetzt zu Verhand­lungen in Paris eingetroffen.

Morgan wird Mitglied der Stabilifiernngskommisfio».

»»Washington. sB. Z.) Einer Pariser Meldung zu-- folge beabsichttgt Morgan als amerikanisches Mitglied' in der von Bradbury vorgeschlagenen Kommission zur FeMgung der Mark einzutreten. _ .

Mac Keynas Rückkehr ass Amerika.

^London. Mae Kenna erklärte nach seiner Rückkehr ms Amerika: Die Reparattonsfrage interessiere die ame­rikanischen Bankiers mehr als jede andere Frage. DiL llmerikaner seien der Ansicht, daß sich die europäischen- Legierungen erst umstellen müßten, bevor Amerika Un- lerftübuna geMhren könne. Zur Entwertung der Mark Erklärte Mac Kenna, die deutsche Regierung könne nicht .äafür^vrMLtwLrWcb gemacht werden, Wenn man aus- värtige Zahlungen zu leisten habe, müsse man die Mark »erkaufen. Der Verkauf im Ausland drücke ihren Jn- tentoert, dies sei unvermeidlich.

Von Deutschland nichts mehr zu erwarten!"

»»London. Lord Beaverbrock veröffentlicht imSun- iay Expreß" einen Artikel unter der Ueberschrift:Dte Wahrheit über Deutschland". Er schreibt: Das britische Volk müsse erkennen, daß Deutschland bankerott fei, wenn das jetzige Moratorium am 15. Juni 1923 ab- laufe werde Deutschland nicht zahlen können. England müsse Frankreich ganz offen sagen, daß es für den Au- gerrblick kein Geld mehr von Deutschland erwarten könne.

Frankreich and Bradbnrys Plan.

»» London. Der diplomatische Berichterstatter desOb- scrver" schreibt: Obwohl das französische Kabinett be­schlossen haben soll, sich dem Revarationsplan Bradbu- rys zu widersetzen, so fei die Behauptung von einer Ab­lehnung des Planes verfrüht. Man dürfe nicht verges­sen, daß die französische Regierung soeben eine neue Anleihe ausgenommen habe, die zum größten Teil we­gen der zerstörten Gebiete nötig wurde. Schon aus tak­tischen Gründen könne daher der französische Minister den Plan, der eine Einstellung der Goldzahlungen für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete während zwei oder gar für vier Jahre vorsehe, nicht mit offenen Ar­men begrüßen. Der wirksame Kampf gegen den Plan Bradbnrys könne erst beginnen, wenn die französische Anleihe aufgebraucht sei.

»»Paris. (L. A.) Die französischen Zeitungen kün­digen neue scharfe Koutrollmatznahmcn gegen Deutsch­land an.

»» Paris. DerMatin" glaubt zu wissen, daß die fran­zösische Delegatton dem Plan Bradburys eine wirkungs­volle Kontrolle der deutschen Finanzen entgeaenftcllen wolle, ohne die der Zahlungen Deutschlands damit zu verknüpfen, Sie auf Ser großen Konferenz in Brttstel ver­sprochen werSen müssen.Oenvre" vertritt den Stand­punkt, daß mit einem Moratorium nichts erzielt werde. Noch seiner Ansicht müsse der aufzustellende Plan um­fassen: Kompensatton der interalliierten Schulden, Fest- setzuna der deutschen Schulden, eine internationale An­leihe, Sie zu verwenden fei für die Reorganisation der Reichsbank und für die Reparationszahlungen. Für dis Medererhebung Europas müsse schließlich auch eine Ab­rüstung erfolgen. Es sei notwendig, daß die europäi­schen Staatsmänner sich entschlössen, den Krieg zu liqui­dieren und den Frieden zu organisieren.

Völkervu«Sstag«ttst in Budapest.

»»Preßburg. Die nächste Tagung des Völkerbundes soll in Budapest stattftnden. Es haben bisher 16 Staaten ihre Vertreter angemeldet.

Verschiebung der Bröfleler Konferenz. .

»»Paris. (T. H.) Aus Brüssel kommt die Meldung / daß die sog. «Brüsseler Konferenz mit Rücksicht auf dre U j erwartenden englischen Wahlen mrd die noch ungelöstes Frage, ob Amerika an diesen Beratungen teilnchmerr wird, verschoben werden dürfte. 8