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Aexsfelöer Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag. Donnerstag und Sonnabend. Der Berugspreis beträgt durch die Dost be;ogen monatlich 50.- Mt., für Sersfeld 40.- Mt.. Abholer 35- Mk. / / Anrelaea- preis für die einspaltige Detttreile oder deren Raum 4.- Mt., für auswärts 5 - Mk.. die Retlamereile 15.- Mt. / / Druck und Verlag von Ludwig Funks Duchdruckerei in Sersfeld, Mitglied des Vereins Deutscher ZeitungS-Derleger. / / Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funt in Sersfeld. / / Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 231

Dienstag, den 3. Oktober

1922

Heue fleloßren für kriechMiMü.

Griechenland drohen neue Gasuhren und Verluste, die noch schmerzlicher wären als das Aufgeben der kleui- asiatischen Küste. Vor allem ist w gut wie sicher, daß Griechenland Thrazien und Adriauopel verliert, den Hauptgewinn, den es aus dem Weltkrieg gezogen hatte. Frankreich und England haben dieses Land den Türken zugedacht und diese würden es auch nehmen, wenn sie es nicht versprochen erhallen. Selbst für den Fall, daß sich ©übftawien und Rumänien entschließen sollten, Thrazien gegen die Türkei zu verteidigen, denken sie doch nicht daran, das türkische Land an Griechenland zurück- zugeben, sondern im günstigsten Falle an ein autonomes Thrazien, um die Türkei nicht wiederum nach Europa vordringen zu lassen. Für diese Mühewaltung würde aber zweifellos Serbien den Hafen von Saloniki ver­langen, den es seit jeher als seinen natürlichen Ausgang nach dem Aegäischen Meere betrachtete und den Griechen­land nach den Balkankriegen nur deshalb erhalten hat, weil die Griechen zuerst dort waren und Serbien zu ei­nem dritten Balkankrieg damals wohl zu schwach war. Suloniki ist der Hafen, dessen Hinterland das völlig ser­bisch gewordene mazedonische Wardartal ist. Da nun auch die Wünsche der Serben nach einem leistungsfähi­gen Hasen im Adriatischen Meer Zinnie nicht in Erfüllung gegangen sind, mußte nach der jetzigen militä­rischen und daher anch politischen SÄwächurla Griechen­lands der serbische Wunsch nach dem Besitze von Salo­niki mit verstärkter Kraft erwachen. Wie man in Bel­grad behauptet, sollen bei den Konferenzen, denen jüngst der serbische König Alexander in London beiwohnte, den Südslawen bestimmte Versprechungen in dieser Rich­tung gemacht worden sein.

Griechische Lebensinteressen reckest sich nicht mit dem Besitze Thraziens: dagegen decken sich die Lebensnot- wenöigkeiten dieses Landes mit der heutigen allgemeinen europäischen Lebensnotwendigkeit, und diese heißt: Friede in Europa! Nicht neue zerstörende Kämpfe, son­dern richtige Verteilung der nmertich begründeten und berechtigten Ansprüche der Völker. Die bisherigen Frie­densschlüsse haben sich als ein Unglück für die Mensch­heit erwiesen, weil sie auf Grund einer subjektiven Wunsch-Geographie geschlossen sind. Das Unglück Eu­ropas wird erst enden, wenn die verstiegenen politischen Wt uinTWträüftüwnjdTTCTr ut^^ der Warnungen wohlmeinender Freunde in sein klem- asiatisches Abenteuer bineingeriffen haben. Wir hegen aufrichtige Sympathie für das griechische Volk, mit dem uns mancherlei verbindet, nicht girrn wenigsten bedeut­same geistig-kulturelle Fäden, und das uns in mancher schweren Stunde eine Treue erwiesen hat, die unverges­sen bleibt. Darum wünschen wir ihm, daß es jetzt den Weg zu einer seinen Kräften entiWwentw w$ai^^ zurückfinde. Im Interesse des gegnälieu Eurova ist noch dringender zu wünschen, daß England seine Türkenpokr- tik von der Toleranz gegen ein Volk, das nach unerhör­ten Opfern frei im freien Lande leben will, lenken läßt und eine Verständigung fndjt, die den Frieden erhält. | Die Meerengen müssen frei fein, weil sich ihre Schlie- ßung nicht mehr mit dem heutigen europäischen Denken ; verträgt und weil das erfclwr.e Europa dringender als je der' freien Blutzirkulation seines Verkehrs bedarf. Aber dieser Grundsatz muß für alle gelten, geradeso wie alle Völker der friedlichen M'mrbeft Englands bedürfen. Das banale WortEuropa braucht Ruhe" war nie eine ernstere Wahrheit als Beute, wo der europäische Friede wieder einmal auf des Messers Schrreidc steht.

Der Ernst der Lage. -

Aus Londdu wird gemeldet: Sir Edward Grigg, der e'rste Sekretär Lloyd Georges, empfing Pressevertreter, um ihnen den Ernst der Lage zu schildern und ihnen mit- zuteilen, welche Aufträge General Harringtoil übersandi worden seien. Auf die Frage eines Journalisten, ob man die neue Note Harringtond an Kemal als UMma- tum betrachten könne, erwiderte Grigg: Nennen Sie sie, wie sie wollen. General Harrington habe das Recht, das Ultimatum an Kemal, und von einem solchen müsse zweifellos gesprochen werden, in derjenigen Form zu re­digieren, die ihm selbst gut scheirci, sowie deu kemalisti- schen Truppen soviel Zeit zum Rückzug zu gewähren, wie er dies für geeignet hält. Es sei keine Rede davon, daß die französische Regierung aufgefordert wurde, sich an etwaigen Maßnahmen gegen die Türkei zu beteiligen, aber falls es zu kriegerischen Maßnahmen bomme, würde k-as französische Kabinett auch nicht vorher befragt, son­dern die Tatsache würde ihm einfach mitgeteilt werden. Grigg erklärte ausdrücklich, daß an Kemal zwar eine Kellektivnote Englmrds, Frankreichs und Italiens ab­gegangen sei, die militärische Frage in der neutralen * Zone jedoch ausschließlich von England zu regeln wäre.

König KoustcurtiuS Exil.

Nach einer Meldung einer Pariser Nachrichtenagen­tur will sich gültig Konstantin mit seiner Faunlie zu­nächst-nach Korfn und von da nach Palermo begeben, wo er vorläufig Wohnung m nehmen gedenkt.

Reuter meldet, daß der Exkönia Konstantin, die- Jtigin Sophie und die Prinzen Nikolaus und Andreas »Athen an Bord eines Kreuzers verlassen haben.

9 Das neue griechische Kabinett,

$ Aus Adrianopel berichtet dasB. T.": Das rcvo= Nutionäre Militärdirektorium tagte int Parlament und bildete ein neues Ministerium. Premierminister ist Zai- Mid, Außenminister Politis, General Hemulautpis hat 3M§ Kriegsministerium übernommen. Hermkampis ist Wer bekannte Premierminister aus der Kriegszeit, eine suuabhüngige Persönlichkeit. Die übrigen Mitglieder sind alle Vcnizclistcn. Das revolutionäre Direktorium

yave Venizelos alle Vollmachten, das Land zu vertre­ten, gegeben und ordnete an, daß alle Mitglieder des königlichen Hauses außer Prinz Paul das Land verlas­sen müssen. Das Direktorium wird erst nach den Neu­wahlen zurücktreten. - .

England will das Eindringen in Enropa verhindern.

x London. Das britische Kabinett hielt wieder eine zweistündige Sitzung ab. Wie mitgeteilt wird, ist die brittf&e Regierung nach wie vor entschlossen, daß keine türkische« Truppe« unter deu gegenwärtigen Umstän­den über die Meerengen nach Europa übersetzen dürfen. Es wird weiter berichtet, daß Tschanak auf jeden Fall verteidigt werden müsse.

Ein türkisches Zngeständuis.

»»Paris. Havas berichtet aus Konstantinopel: Man erfahre aus sicherer Quelle, daß die Türken bereit seien, der Entsendung von alliierten Truppen nach Thrazien während der Verhandlungen zuzustimmen.

Vor Eröffnung der türkischen Nationalversammlung.

»» Konstantinopel. (L. A.) Mustafa Kemal Pascha hat ferne ursprüngliche Absicht, von Brusta nach Konstanti- uopel zu fahreu, aufgegeben und wird nach Angora zurückkehren. Sofort nach seinem Eintreffen wird die Natiönalverfammlung zusammenberufe:: werden.

Poincaree ist optimistisch.

»»Paris. (V. Z.) Das Telegramm des Außenmi­nisters der Angoraregierung, das am 29. September in Fmyrua übergeben wurde und am Sonntag vormittag in Paris eingetroffen ist, wurde am Quai d'Orsay nach ISftünbiger ernster Sorge mit warmem Aufatmen be­grüßt. Poiucaree hat Pressevertreter empfangen, nach­dem er kurz vorher dem englischen und italienischen Botschafter von dem Telegramm, das ihm in seiner Eigenschaft als Präsident der Konferenz von Paris zu- gegangen ist, Mitteilmrg gemalt hat. Poincaree er­klärte, der Friede werde gemacht, vorausgeietzt, daß man ihn machen wolle. " _

Eine Konferenz in Mudania.

<m London. (B. T.) Der Mmisterrat trat zum zwei­ten Male zusammen und erklärte sich zur Beschickung der Konferenz von Mudania bereit. Auf ihr soll nach An­schauung der englischen Regierung die völlige Räumung tentwHwtot- Zone durch die Türken MdseÄ werden.

iMudaina Wotn Marmarameer, etwa 100 Kilometer Mste.^M vy Osten htm^^^L" S^-gJ^ rnrhiwftß* Rrnna t bis sünz Mtmster-Konserenzen, dre unter Teunaywi

le»«t die aktive Mitarbeit ab der ministeriellen Berater der Regrerung innerhalb de:

BeMi,ewS teynt vie atave , crrcirvc.l ao. rputpiT i« iSthmhptt ttatNavdev. M.-r Pin Apttitopnhp-r Mio-

Paris. Der zum griechischen Minister des Aeuyern ernannte Pclitis weigert sich, den Posten anzunelMen. Er will im Gegenteil Venizelos Beistand leisten. Veul- zelos soll die griechische Regierung davon verständigt tomna der werde, aber seine Entscheidung, sich aus Sem politischen Leben zurückzuziehen, fei unantastbar.

Kartanos wird Ministerpräsident.

x Re terdam. Aus Athen wird gemeldet: Die Smben der revolutionären Armee sind auf dem Kriegssthm Lemnos zu einer Sitzung zusammengetreten. Es wurde beschlossen, Kartanos zum Ministerpräsidenten zu ernen­nen. Dieser wird auch das Außeumimstermm über­nehmen.

Kömalr Antwort an die Alliierten.

»»Aus Paris wird gemeldet: Die französische Regie­rung veröffentlicht jetzt die Note vom 29. September, die der Außenminister der Angora-Regierung Justus Pascha gesandt hat. Er schreibt: Im Vertrauen auf die Versicherungen, die Herr Franklin Bouillon soeben dem Chef der türkischen Truppen gegeben hat und im Ein­verständnis mit dem Vertreter der Entente in Paris bin tdi überzeugt, daß man unverzüglich Verhandlungen zur Herbeiführung eines gerechten Friedens eiuleiten wird. Wir haben Ordre gegeben, unsere militärischen Opera- Honen in der Richtung auf Konstantinopel und Tscimnak zur Verfolgung der griechischen §lrmee sofort zu untere brechen. Es ist aber gefährlich, Tschanak auch nur noch einen Tag lang unter der Verwaltung und Regierung der griechischen Armee zu lassen. Es ist notwendig, Tschanak bis zum Westuser der Maritza einschließlich Aonanopel sofort von den Griechen räumen zu lassen und der Regierung der türkischen Nationalversammlung zu übergeben. Die Einberufung der Konferenz der Al­liierten und türkischen Generäle zum Zwecke der Ord­nung aller Fragen im Einklang mit den Wünschen der Entente werde für den 3. Oktober vorgeschlaaen.

M o Die erste« Kämpfe in Thrazien.

Aus Athen wird gemeldet: Hier ist ein Telegramm des OverkommauSauten der griechischer: Armee in Thra­zien eingelaufen, das besagt, daß die Dru» trale Zone bei Safalalan überschritten und

Truppen die neu-

träte Zone bei Safalalan überschritten und 11 Soldaten getötet hätten. Ein Gegenangriff vertrieb die Türken, die einen Offizier und 25 Mann verloren. Die griechi­schen Verluste betragen 1 Toten und 1 Verwundeten. Der Führer der Türken ist der Derwisch Redieb, der eine eigene Truppe gebildet hat.

Havas meldet aus Konstaviinvpel, daß fortwährend neue griechische Trupp-nverstärknuger: in Thrazien ein- tresfeu. Die Trupveit seien aber schlecht ausgerüstet und ohne Disziplin. Zwei weitere Züge, Sie' sich in den Verstärkungen befanden, wurden gezwungen, nicht nach der Froiftstveiterzufahrerl, sondern umzukehren.

Die Engländer bei Tschanak nmzingelt.

Daily Chroniele" gibt sollendes Bild von der mi­litärischen Lage in der neutralen Zone: Die sÄttschen Truppen bei Tschanak sind ganz von den Würfen einge- schlossem Diese haben sich an verschiedenen Stellen deu

Lnayroeryauen genähert. Turnsche Patrouillen befin­den sich auch am Ufer des ägäischen und des Marmara, meeres. ter den

;. Englande Flieger haben berichtet, daß sich hin- '

--4 türkischen Patrouillen starke Artilleriedetache- ments befinden. Auch bei Jsmed nähern sich die Tür­ken immer mehr dem Marmarameer. Bei Jsmed stehen aber noch nicht so viele Truppen wie in den südlich ge­legenen Bezirken.

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Rußland unterstützt Kemals Vormarsch.

»»Aus Paris wird gemeldet: DerJutransigeant« Meldet aus Konstanttnopel, daß 300 militärische Kema- listen den Bosporus in der Nähe von Beipos in der neutralen Zone überschritten haben. Gleichzeitig wirä gemeldet, daß Kemal Pascha das Angebot der Sowjet- cegierung seine Trnppe« auf russische« Schiffen nach Thrazien zu überführen angenommen hat. Die Regt rttng von Moskau hat den Kemalisten Dampfer zur Ver­fügung gestellt, die von einem russischen Hafen deS Schwarzen Meeres auslaufen und in den Hafen von Ostasien Jöia einlaufen sollen. Die Truppen Kemal Paschas würden an der Küste des Schwarzen Meeres zusammengezogen. Sie könnten auf diese Weise über das Schwarze Meer nach Thrazien gelangen, ohne dabei mit britischen Truppen in der neutralen Zone und mit Schiffen der britischen Flotte zusammenzustoßen.

Morningvost" meldet aus Helstugfors, daß die Sow- retregierung beschlossen habe, für den Fall, daß die kema- listischen Truppen mit den Engländern Zusammenstößen, den Türken Unterstützung zu senden. ____

J- Die Lage unverändert ernst.

& London. Nach einer neueren Mitteilung wird in hiesigen politischen Kreise« erklärt daß die Spannung wegen der Orieutfrage durch die Telegramme Mustafa Kemals an Harrington in keiner Weise vermindert mors den ist. Franklin Bouillon wird in Angara erwartet

vermutlich die Nationalversammlung zusammentrete». Die endgültige Antwort auf das Dokument der Alliiert ten wird wahrscheinlich noch einige Zeit auf sich warten lasten. Die Lage wird als ernst bezeichnet. Die dauern­den Verzögerungen der Erklärnnge« 7 ; " seien nicht geeignet, sie zu verbessern.

n«ge« Mustafa Kemals

s»Lo«do«. Die aesaurte Moraeuvresic weist aus Jm

lebten 48 Stunden stattfanden, seien ein genügender ^ nets für die Schwierigkeit der Lage im nahen Oste!

Alle äußeren Anzeichen deuten darauf hin, daß die Lage wie sie die Regierung sähe, viel ernster sei, als das große Publikum denke.

Sie- ttftÄfchsF-LWotzW^curZ^

e-t- Paris. Nach einer Dceldimg derChicago Tribuns aus Konstantinopel haben die türkischen Nationalisier

jetzt ihre Besetzung der neutralen Zone am Südufer dc« Dardanellen völlig lmrchgefiihrt. Die gesamte (siegend mit Ausnahme von Tschanak sei besetzt. Die türkische' Kavallerie sei durch Infanterie verstärkt und warte dies weitere Entwicklung ab. HamiS Bey habe der alliierten Oberkommission erklärt, daß Sie Besetzung Surchgeführl morden sei, bevor Sie alliierte Protestnote den türkischen ' ingen sei. Schuld daran sei die Nachrichtenverbindungen in-

Befehlshabern zugega ^ , ,

Zerstörung der türkischen Nachrichtenverbindung folge der von den Griechen angerichteten Verwüstungen. Die Nationalisten in Konstanttnopel erklärten, sie rech­neten bestimmt auf eine freundschaftliche Regelung. |

Die von den Türken besetzten Inseln.

m. Smvrna. Unter den von den Türken besetzten In­seln an der tleinafiatifdjcit Küste befinden sich auch My- ti leite. Samos und Chivs, die im Vertrag von Sevresj Griechenland zugesprocheu waren.

Die russische Hilfe für Angara.

»» London. Nach einem Funkspruch aus Snmrna er­wartet die Angora-Regierung im Falle eines Krieges mit Großbntaunien weitgehende militärische Unter­stützung durch die Sowjetrcgiernng. Von Seiten der englischen Militärbehörde in Konstantinopel ist festge-j stellt worden, daß Rußland weitestgehende militärtsdjq Vorbereitungen treffe und daß Moskau mit Zlugora in sehr enger Fühlung stehe. Rußland habe demTailft Telegrap'h" zufolge mit den Fiat-Werken in Turin sehr umfangreiche Lieferurrgsaustrage auf Kriegsmaterial abgeschlvsteu.

Entspannung im Orient*^ 2^5

Türkischer Rückzug a«s Thrazien.

»» London. (T. U.) Es wird mitgeteilt: Die Lage hat sich in London entspannt. In zwei Konferenzen soll dis griechisch-türkische Berständignng, die mit einem teitwci- fen Rückzug der Türken ans Thrazien einsetzte, erör­tert und unter Teilnahme der Vertreter Italiens «nS Frankreichs eine Regelnua der thrazischen Frage getrof­fen werden. Venizelos soll mit der Einsetzung einer Schrtlökommisfion für West-Thrazien einverstanden sein,

Falschmeldungen aus Mbanien.

als Er­

m- Belgrad. (T. lt) Aus Italien kommen Nachrich­ten über Dämpfe in Albanien, sowie über Ilufstellung eines albanischen Freikorps für Kemal Pascha. Sie wer­den von der hiesigen albanischen Gefandt^chaft als Er­findung bezeichnet. Diese Nachrichten, die aus der Luft gegriffen sind, verstimmen Belgrad, das in der albani­schen Frage aus einer endgültigen Einigung mit Ita­lien besteht. Südslawien verhält sich im gegenwärtigen Augenblick vorläufig abwartend und würde sich dann erst vor die ernste Entscheidung gestellt sehen, wenn Ke-. mal Pascha die Räumung Westthraziens ablehnen wird.