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tzerssel-er Tageblatt

Hersfelöer Kreisblatt" SS

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Nr. SIS

Sonnabend, den 9* September

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Götterdämmerung.

Auch bei Lord Robert Cecil fängt es endlich M y dämmern. Auch er sieht, daß eine Aufnahme Deutsch- lands in den Völkerbund unbedingt notwendig ist, uni daß der Völkerbund auch zum Richter für die Versaillei Probleme erhoben werden müsse. Und gerade Lord Ce­cil blies doch einmal mit in das Horn des Herrn Vi- viavi, der fest darauf bestand, daß Deutschland nicht in den Völkerbund ausgenommen würde.

Der Lord hielt in Genf eine hochkritische Rede übei den Völkerbund, die zum Teil sogar ins Aggressive überging. Die bisherige Tätigkeit des Völkerbundes Bit in ein recht trübes Licht. Was hat er denn bis »erhaupt geleistet? Hat er etwas für den Welt- getan und hat irgend ein Mitglied desselben, wie Artikel 11 es bestimmt, Rat oder Versammlung auf die Vorgänge aufmerksam gemacht, die den Frieden oder das gute Einvernehmen unter den Völkern gefährden könnten? Ist nicht trotz des Völkerbundes der griechisch- kürkische Krieg aufs neue entbrannt? Was hat der Völ­kerbund im vorigen Jahre gegen die furchtbare Hun­gersnot in Rußland getan? Nicht einen Finger hat er da gerührt, obwohl es doch eigentlich seine heilige Pflichi gewesen wäre. Der Völkerbund hat nach Lord Cecils offenem Bekenntnis sich bisher nur passiv verhalten, denn der Abschluß des Aaland-Irrsel-Aükommens und vor allem die Lösung der oberschlesischen Frage sind nicht gerade besondere divlonmtische Leistungen, die auf kluge Aktivität schließen lassen könnten.

Lord Robert Cecil wies vor allem in Genf die Ver­sammlung auf das europäische Wirtschaftsleben und die verhängnisvolle Wirtschaftskrise hin. Er erwähnte da auch Deutschland, obwohl gerade dieses diesmal über­haupt in der Versammlung nicht genannt werden soll. Der rapide Sturz der Mark würde Deutschland in we­nigen Monaten genau in die Lage Oesterreichs bringen. Aber irgend ein Drittel, Deutschland vor der Katastrophe zu bewahren, hat Lord Robert Cecil auch nicht ange­geben.

Auch auf das Abrüstungsproblem kam Cecil zu spre­chen. Auch diese heikle Frage behandelte er sehr kri­tisch und pessimistisch. Denn auch da ist ja bekanntlich nicht viel geschehn oder so gut wie gar nichts, ja, sogar oft das Gegenteil. Vergleiche vor allem Irantretch. Als Entschuldigungsgrund brächte der Lord vor: das »wirt­schaftliche Durcheinander" in Europa und »die gegen­wärtige Verfassung des internationalen Geistes". Aber ek«n diesen internationalen Geist in die richtige Verfas- sung zu bringen, soll ia die Hauptaufgabe des sogenann­ten Völkerbundes, der bis jetzt so gründlich versagt hat, sein. , . . bun^mitglieder durch die Mahnung aufzurütteln, daß, wenn der Völkerbund überhaupt etwas erreichen ,volle, er alles fein müsse, sonst werde er eben nichts sem. Sehr gut gesagt! Ob aber diese Mahnung von den beiden Völkerbundsallmächtigen Frankreich und England be­herzigt werden wird? Der Völkerbund soll endlich aus jseiner Passivität und aus seiner Tatenlosigkeit heranv- gehen. Das ist Lord Cecils A und O. Er ich endlich handeln und die Initiative ergreifen, wenn überhaupt noch etwas erreicht werden soll. Wenn Lord Robert Ce- cU an das Wort Dantons erinnert und es dem Völker­bund als aufpeitschende Parole Vorhalt: »Kühnheit, Kühnheit und nochmals Kühnheit!", so ist vor allem zu bedenken, daß sich unter diesen Völkerbundsmitgliedern nicht ein einziger Danton befindet und daß überhaupt Kühnheit nur von einem Kopf, aber nicht vor- einem Dutzend und mehr zugleich verlangt werden kann. Die Rede Lord Cecils ist weiter nichts als eme swone Geste, eine Dekoration, wird aber die Völkerbundsherren durchaus nicht aus ihrem passiven Verhalten acr,rütteln. Es werden weiter schöne und weniger schöne Reden ge­halten werden, denen auch nur die kleinste eingreifende Tat fehlen wird. Aber eins beiveist die Rede Lord Ce­cils doch: in England beginnen allmählich Me Diplo­maten zu erwachen. Erst Lloyd George und nun Robert Cecil. Und das will gewiß viel heißem C. M.

Ernste Mahnung Motias an den Völkerbund.

Nach Lord Robert Cecil hielt der Vertreter der Schweiz, Bundesrat Motta, in der Versammlung des Völkerbundes am Donnerstag eine mit großem Verfall ausgenommen-: politische Rede über die gegenwärtige ut= ternationale Lage und die aus ihr erwachsenden Aus­gaben des Völkerbundes. Er wies darauf hin, daß die Welt noch immer keinen Frieden hätte und daß vier Jahre nach Beendigung des Krieges der Friede noch im­mer nicht in die Welt zurückgekehrt sei. Wenn wir ehr­lich sind, sagte er, müssen wir zugeben, daß sich seit der steten Völkerbundsversammlung die internationale Lage erheblich verschärft hat. Da ergebe sich die Frage, kann der Völkerbund nichts tun, um den Gefahren der internationalen Lage entgegenzutr-eten und hin die Be­fürchtungen der Völker zu beruhigen und ihre Herzen ^ ^Zwet^Ausfasfungen stehen einander gegenüber. Die Leinen sagen, daß der Völkerbund nur eine neue Arvetts- Vmethode bedeute und - sein Organismus so empsind- W und Heikel sei, daß er zerbrechen würde, sobald man Wbn mit einem großen Problem nur in Berührung Wringe. Die anderen sagen, daß der Völkerbund mehr "als ein solcher Mechanismus, daß er meyr als eine solche ^Arbeitsmethode sei. Sie sind der Ansicht, -atz er ein ZBund aller Völker der Erde sein mug, um die Meinung «aller Völker auszusprechen, und vor allem über die »Frage Krieg oder Frieden. So dürfe der Völkerbund "sich nicht nur passiv verhalten,gegenüber den großen

Proviernen des Weltfriedens und den Gefahren, die ihn bedrohen. Zu Lord Robert Cecil erklärte Motta, daß er mit dessen Ausführungen über diese Frage vollständig übereinftimme und ihm diese Uebereinstimmung auch im Namen des schweizerischen Volkes russorechen dürfe. Zweifellos, fichr Motta fort, sind die Friedensverträge eine Sache für sich. Ich habe bereits m der ersten Böl- kerbitndsversammlunq darauf hiugewiescn. Auch be­greife ich, daß die Probleme der Reparationen und die interalliierten Schulden außerhalb des Völkerbundes ge­löst werden müssen, denn seit drei Jahren hängen alle i'sternationalen Fragen voneinander ab und gehen alle Völker an, so z. B. die Frage des Marksiurzes, die uns alle interessiert, ob wir am Kriege behelligt waren oder nicht. Der Sturz der Mark mit seinen Ursachen und sei­nen furchtbaren Folgen ist eine Tragik, so daß es mir gestattet sei, den Völkerbundsrat ehrfurchtsvoll darum zu bitten, wemqstens einige überwältigende Schäden nicht aus den Augen zu verlieren. Ich hoffe, daß die Untersuchungskommission, die der Rat gewählt hat, bald ihre nutzbringende Arbeit beginnen wird. Ebenso ist das österreichische Problem ein Problem, das alle an- geht. Es war ein erschütterndes SÄcuttviel, wie es die Welt noch nie gesehen hat, als im Völkrrbundsrat der Vertreter Oesterreichs die anderen Völker um Hilfe füi sein Land bat. Welcher Art die Hilfe le'n mag, wir müs­sen darnach streben, daß sie wirksam ist. Ich habe, als ich der Sitzung gerade beiwohnte. Gott für die Existenz des Völkerbundes gedankt. Mit eindringlicher Summe fügte Motta hinzu, es gibt keinen Staat unter denen, die hier vertreten sind, der nicht als Bedingung wr eine Hilfe an Oesterreich die Erhaltung der Integrität und der po­litischen Unabhängigkeit Oesterreichs verlangt. Diese Erklärung löste auf den Zuhörerbänken Beifall aus, an dem sich besonders lebhaft die französischen Delegierten beteiligten, die außerdem »Sehr gut!" in den Saal rie­fen. Dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Seipl zu- gewandt, appellierte Motta an den österreichischen Willen zur Selbständigkeit und zum Leben. Er erinnerte an das Beispiel,der Schweiz, die trotz aller Gefahren infolge ihres Willens sich ihre Selbständigkeit erhalten habe. DßuUdjlonds wirWaftllche not

Teueruugsuuruheu in Mülbeim.

r^In Mülheim an der Ruhr kam es am Domrcrstac infolge Wühlereien linksradikaler Elemente zu Unru­hen. Vor dem Rathaus versuchte eine nach Hunderten zählende Menschenmenge einen Schupobeamten anzu- greifen und ihm den Karabiner zu entreißen. Bald dar­auf fielen Schüsie, wobei ein Kriminaloberwachtmeistei durch zwei Schütze verwundet wurde. Ebenso würd, eine Frau, ein Mann L v.&na ,daMMti«Ntr4y*- GejWMsreme schloffen aus Angst vor Plifirderungeu die Läden. Der Polizei gelang es, die Ruhe wieder her­zustellen. Abends kam es wiederholt zu Ansammlun­gen, die aber von der Polizei zerstreut wurden. Die Wirtschaften und Barietees wurden um 8 Uhr ge­schloffen.

Kommunistische Demonstration in Este«.

»^In Esten fand Donnerstag abend eine Kundgebung der kommunistischen Arbeiterjugend statt, die als Pro­test gegen das Eingreisen der Berliner Polizei anläßlich der kvmmunisttschen Iugenötagung in Berlin qedachi war. Nach einigen kommunistischen Brandreden zog die Atenge unter Absingen der Internationale zum Haupt­bahnhof, den sie zu stürmen versuchte. Der Bahnhofs­wache gelang es aber, die Menge zu zerstreuen. Soweit käs fetzt festgestellt werden konnte, ist es außer einigen geringfügigen Ausschreitungen zu Zwischenfällen nicht gekowwen.

TertLNtrtasöemoitkkraiion tu 5^ena. d-*In Jena rückten infolge der Lebensmittelteuerung die Belegschaften der Fabritbelriel-: geschlossen auf dir Straßen und zogen vor das Rathaus, wo der kommuni­stische Landtagsabgeordnete Dr. Neubauer eine An­sprache hielt. Darauf teilte eine Abordnung dem Bür­germeister mit, daß die Arbeiterschaft einen Koutrollaus- schutz für die Ueberwachnug der Geschäfte eingesetzt habe Der Bürgermeister erklärte sich damit einverstanden Die Vertreter der Arbeiterschaft, der Preisprüfungsstelle und des Gemeindevorstandes beschlossen, eine Abord­nung nach Weimar zu senden, um von der thüringischen Regierung die sofortige Eitlberufuuq des Landtages zu verlangen.

Die Wucherbekämpfung in Thüringen.

Das thüringische Dttnisterium des Innern hat eine Verordnung gegen Preiswucher und Preistteiberei er­lassen, in der ausgeführt wird, daß die sprunghafte Preissteigerung die Lebenshaltung breitester Schichten »er Bevölkerung auf das schwerste gefährde und eine drohende Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit bilde. Das Bestreben der Erzeuger und söinitiier, die Preise willkürlich nach dem höchsten Dollar- ftanöe zu bestimmen, hat keine Berechttguilg, zumal die Kaufkraft der Mark im Inlands einen der Valuta ent­sprechenden Tiefstand nicht erreicht hat. Die Behörden werden vom Ministerium angewiesen, die bereits be­stehende Verordnung über den Wucher auf das schärfste anzmvenöen, insbesondere die Preisprüfirngen auf der Grundlage der Gestehungskosten vorzunehmen. Wilde Händler sowie sonstige mlzuverlässige, preistreibende Erzeuger und Händler sind sofort zur Anzeige zu brin­gen, gegebenenfalls festzunehmen. Jeder Angeschuldigte wird sofort nach der Tat abgeurteilt werden. Zu die­sem Zwecke wird durch das thüringische Justizministe­rium ein summarisches Verfahren ein geführt werden.

Gegen den Vieh- und Fleischwucher.

Eine Versammlung der Berliner Schlächtermeister, die sowohl von Ladenmeistern, als auch von Vertretern der EnaroAMächter und. Wurstsabriken. stark besucht

war, Beschäftigte sich eingehend mit der Frage der Preis­treiberei auf dem Berliner Viehhof und mit den Maß­nahmen zu einer wirksamen Bekämpfung. Einmütig wurde der Wucher mit Vieh, für die besonders die Vieh- kormmfstonäre und ihre Verkäufer verantwortlich ge­macht wurden, aufs schärfste verurteilt und die sprunq- tofte Preisbewegung als unberechtigt bezeichnet, zumal !ein Mangel an Schlachtvieh vorhanden sei. Mit be- onderem Nachdruck wurde der ernste Wille des gesam- en Fleischergewerbes betont, von sich aus jede Preis­treiberei, auch sogar in den eigenen Reihen zu bekämp­fen und die Behörde in den gleichen Bestrebungen ener­gisch zu unterstützen. Als Mittel gegen den Wucher wurde vor allen Dingen rücksichtslose Entfernung aller lischt einwandfreien Elemente bezeichnet, die sich in der Fletfchversorgung eingeschlichen haben. Eine Kommis­sion soll dem Reichsernätzrungsmtnister die Vorschläge des Berliner Fleischergewerbes zur Bekämpfung des Viehwuchers unterbreiten.

Der Notschrei der Pretze.

Zu den Verhanülutwen des fünften volkswirtschaft­lichen Ausschusses des Reichstages über die wirtschaft­liche Lage, besonders über den durch die ungeheuerliche Papierpreissteigerung im Zusammenhang mit den üb­rigen Unkosten und Steigerungen drohenden Zn- sammevbruch der deutsche« Zeitungen wird von unter­richteter Sette noch folgendes mitgeteilt: Der Verein Deutscher Zeittmgsverleger (die Herausgeber der deut­schen Tageszeitungen e. V.) hat am L und 3. Septem­ber in Weimar eingehend über die Lage beraten und am folgenden Tage Gelegenheit gehabt, dem Reichs- wirtschaftsminister persönlich dringende Anträge zu übermitteln. Diese Anträge beziehen sich auf 1. die Fest­setzung des Höchstpreises für Zell- «ud Holzstoff sowie Zeitungsdruckpapier, 2. die Sicherung eines ausreichen­den Einschlages von Papierholz in den Forsten sowie die Bereitstellung des erforderlichen Quantums von Papierholz zu angemessenen Preisen, 8. die Verstärkung des Fonds der Rückvergütungskatze, 4. die Beseitigung der «euerliche« Berschärfuug der ZahlnngsbedinMngen, die an Stelle des bisherigen Zieles von vier Wochen und mehr die Vorausbezahlung des Halbmonatsbedarrs fordern, 5. weiterhin auf die -Beseitigung der steuerlichen Mehrbelastung (Anzcigensteuer) und anderer steuer­licher Maßnahmen.

Der neue Siegeszug der Türken.

«-.Aus Konstantinopel wird die Gesaugeunahme des zriechischeu Generals Trikupis bestätigt. Die kemalisti- 'dicn Strettkräste attiJfi^üiMyuii*»^^

mjeftca Maschchix eingenommen. Die Lage der grie­chischem Armee ist sehr kritisch. Die türkische «orhni ist von Smyrua tatsächlich nur «och 40 Kilometer eut- ernt Die in die Flucht geschlagene» Griechen stecke« alle Dörfer auf ihrem Rückzüge in Brand. Die griechi­sche« Verluste find seit Begtu« der militärische« Ope­rationen sehr bedeutend. Sie betrage« nahez« 50 000 Man« einschließlich der 15 000 Gefangenen.

Die Frage der Juterveutro«.

w Aus London wird gemeldet: Das englische Kabinett erörterte in einer Sondersitzung eingehend die Lage im nahen Osten. Auf Ersuchen der holländischen Regierung werde England im Notfalle den Schutz der holländischen Untertanen in Smyrna übernehmen. Die englische Re­gierung sei jederzeit bereit, den Flüchtlingen auch jeder anderen Nattonalität Schutz zu gewähren. Diese wer­den zusammen mit den englischen Flüchtlingen vermut- lich nach Cyprus oder Malta gebracht werden. Der al­liierte Oberkonrmissar in Konstauttnopel habe, um jedes nettere Blutvergießen in Kleinasien zu vermeiden, be- chlossen, die englische Regierung auzusordern, den Ab» chluß eines Waffenstillstandes zu erwägen. Sollte man n Angora aus diesen Borschlag eingehen, so würden bei Oberbefehlshaber der Alliierten und sein französi- cher und italienischer Kollege mit Vertretern des türkt- chen und des griechischen Heeres an der Grenze der neu- ralen Zone in Jsmid zu näheren Berattmgen zusam- menkommen. Was die gegenwärtige militärische Lage in Kleinasien betrifft, so dürfte man bet den Türken kleine Anzeichm der Ermattung wahrnehmen können, was ja wegen der Schwierigkeikt des Geländes und der einmal unbedingt eintrelentien Erschlaffung der Front- kruppen nicht anders zu erwarten wäre. Ob aber die Griechen wieder in der Lage fein werden, sich zu ver­teidigen, muß erst abgewartet werden. Wenn notwen­dig, würden die Alliierten bei dem Abtransport der Flüchtlinge aus Smyrna behilflich sein. Inzwischen liegt weiter kein Grund zur Beunruhigung vor. Die fintierten Streitkräfte würden die Gebiete weiter bete# galten.

Die türkische« Friedensbediuguugcu.

Der frühere Wirtschaftsminister der Angora-Regre- rung hat sich über die Beöiugungen, unter denen die Türken zu Friedensvettbandlungen bereit sein würben ausgesprochen. Danach verlangen d«e, Türken das Wec- lerbefteßen der türkischen Oberhoheit über Smyrna, das westliche Kleinasien und Ost-Thrazren sowie Konstantr- lwvel, Anpassung der türkischen Schtttd an die neue Machtsphäre und die LcisilmaSiahigkcit dcr Türkei völ­lige Aufhebung der Kapitulationen. Iuternattonaline- runa der Meerenge unter der Voraussetzung, das die Sicherheit Komtantniovcls und der Küsten des Manna- rameeres gewährleistet werde. Bor Erfüllruig buwr Forderungen könne die Türkei die Watten nicht nieder fegen.