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^crsfcldcr Tageblatt

Anzeigenpreis für die einspaltige Petitzeile oder r deren Raum 2. Mark, für auswärts Z mark, die Reklamezeile 10.Ulk. Bei Wiederholungen r DadilaB. ^ Für die Sdirifileifung verantwortlich: Franz Funk in Bersfell * Fernipreiher Dr. 8.

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelö

ErRSetDfTeHeo VoSentag DerYezugspredslSelrSgf monatlich für Bersfeld u. durch die Poli bezogen 20.00 mk., bei freier Zustellung ins Baus, Abholer 18.00 mk. * Druck und Verlag von budolq Funks Buchdruckerei in Bersfeld, mitglied des VDZV.

Nr. 803

Kn unsere Leser!

Eine furchtbare Katastrophe ist über die deutsche Preise hereingebrochen. Die Papierfabriken fordern für den Monat September 70 MK. für das Kilogramm Zeitungspapier, also mehr als das Dreibundertdreiunddreihigfa±e des Friedens­preises ! Das bedeutet den unmittelbar drohenden Untergang der meisten Zeitungsunternehmen, wsil die Verleger nicht in der Lage find, solchen Zahlen entsprechende Bezugspreise durchzuführen. Die angekündigte Reichshilfe bat bis heute völlig nerfagL Dur mit den Idiwerlten persönlichen Opfern der Herausgeber werden unsere Betriebe noch aufrecht er­halten. Zum Besten unserer beimat und unseres Volkes wehren wir uns gegen den drohenden Untergang unserer Blätter.

An unsere Leierfchafi wenden wir uns mit der ein­dringlichen Bitte: keift uns! boht Eure Zeitung nicht untergeben! Bleibt ihr treu, auch wenn sie jetzt einen wesentlich köderen Bezugspreis fordern muh!

Dur einen Teil unserer schweren Lasten bitten wir unsere Leser, mit uns zu tragen. Unsere Erhöhungen bedeuten nur das (Dindefimab dessen, was zur Erhaltung der Blätter un­bedingt notwendig M. keift uns, indem 3br Treue haltet!

Bezirk Kurhessen-Waldeck im Verein Deutscher ZeiiungsDerfeger

(Kreis Mitteldeutschland.)

Das ßersfeider Tageblatt kostet nom 1. September ab *0 Mk. monatlich.

Mittwoch, den 30. August

1933

*^B*

Das Reichsgericht steht in seiner leidenschaftslosen Un­parteilichkeit über den in der Note enthaltenen Vor- mürfen. Ueber die weitere Behandlung der Angelegen­heit durch die deutsche Regierung sind, wie verlautet, die zuständigen Stellen bereits in Beratungen eingetreten, an denen auch der Oberreichsanwalt beteiligt werden wird.

" Noch keine belgische Einladung für Brüssel.

* Genf. (S. C.) Havas verbreitet Montag früh eif Brüsseler Telegramm, wonach bisher keine EinlaSunt Belgiens an die Alliierten zu einer Konferenz in Brüssel ausgegeben ist.

iadum

Note in der Rriegsöeldjuldigfßnfrngß.

I «-* Der deutschen Botschaft in Paris ist in der Kriegs.

4 beschuldigtenfrage eine Note der Botschafterkonferenz zugegangen. Die Note stellt fest: Die einmütige Ansicht . der alliierten Regierungen gehe dahin, daß, abgesehen

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lSgericht tn Leipzig insofern versagt habe, als keine genden Anstrengungen zur Ergründung der Wahr, gemacht worden seien. Ferner seien die alliierten

gericht in fast alten Fallen auf insofern versagt habe, als gewisse Angeklagte freigesprochen sind, obwohl sie hätten verurteilt werden müssen, und daß selbst m den Fällen, in denen die Angeklagten schuldig erklärt wor­den sittd, die verhängte Strafe unzureichend gewesen war. Die alliierten Regierungen müßten außerdem zu ihrem Bedauern feststellen, daß der Reichskanzler tn seinen öffentlichen Erklärungen im Reichstag am 26.

feinen öffentlichen ----------, ....

Januar 1922 in der Kriegsbeschuld ablehnende Haltung eingenommen K-- -- . ^ - gänger. Unter diesen Umständen seien dre cutterten Regierungen angesichts der Strafverfahren und der Urteile der Meinung, daß die deutsche Regierung ihre Zusage, sicher und loyal Justiz zu üben, nicht gehalten habe. Sie erklären daher, von letzt ab die deutsche Strafverfolgung der vor dem Leipziger Gerichtshof bis­her nicht erschienenen Beschuldigten völlig außer Acht zu lassen. Sie nehmen alle ihnen kraft des Versailler Vertrages zustehenden Rechte wieder auf oder behalten sich vor, selber nötigenfalls im Abwesenheitsverfahren die Kriegsbeschuldigten zu verfolgen. Dw Note ist un­terzeichnet vorn französischen Ministerpräsidenten Poin-

M(M Wer die floß# und Kohlenlieferungen

k» Berlin. (B. T.) Staatssekretär Schröder ist in

Paris eiugetroffe«, desgleichen auch Staatssekretär a. D. Bergmann. Am Dienstag vormittag 11 Uhr trat die Reichsregierung zu einer Sitzung zusammen, um über die Reparationsverhandlungen zu beraten. Gegenstand der Kabinettssitzung bildete insbesondere das deutsche Memorandum über die Holz- und Kohlenlieferungen, das nunmehr fertiggestellt ist. Die Uebermittelung des Memorandums nach Paris dürfte noch im Laufe des Dienstags erfolgen.

Verhandlung mit den Industriellen und Gewerkschaften.

Berlin. (B. T.) An der Aussprache zwischen der Reichsreateruna und den industriellen Vertretern, die am Dienstag mittag stattsanS, nahmen von Großin­dustriellen u. a. Stinnes, Kirdorff und Klockner teil. Ge­genstand der Besprechungen war die Frage der Lie­ferungsverträge für Holz und Kohle. Um 4 Uhr findet im Reichsarbeitsministerium zwischen dem Reichsar- beitsmintster, dem Reichswirtschaftsminister und den Vertretern der anderen Ressorts einerseits und den Ver­tretern der Bergarbeiter und der Svitzenverbände an­dererseits Verhandlungen darüber statt, daß eine Ar- beitsvermeSrung infolge der Durchführung der Lie- ferunasverträge erforderlich werden sann. Man wird bei diesen Beratungen die Frage einer Vermehrung der Ueberschichten im Bergbau zur Sprache bringen. Um 6 Uhr abends werden dann die Beratungen der Reichs­reaieruna mit den Industriellen in der Reichskanzlei fortgesetzt werden. Die Ernennung der Vertreter der Industrie für Paris dürfte voraussichtlich erst am Dienstag abend erfolgen.

Nimmt Stiunes au bett Pariser Verbaudluugeu teilA te* London. (F. G. A.) Alle englischen Zeitungen kom­mentieren am Dienstag ausführlich die Schwierigkeiten der Revarationsfrage und die Nachricht, daß Stinnes an­geblich an den Verhandlungen der Revarationskommis- sion in Paris teilnehmen werde. Der Mitarbeiter der Daily News" führt aus: Der Elfenkönig ist selbst der Urheber des Planes und scheint zu hoffen, daß dieser ausgefübrt wird. Es ist durchaus natürlich und wün- tionskommtlsson unterbreitet. In dem Leitartikel sagt -Daily News": Früher oder später werden Stinnes und die von ihm vertretenen Gruppen doch auf der Bühne des Revarationsdramas erscheinen. Ihre Gegenwart fei eine der großen Schwierigkeiten in dem großen Problem. Gleichzeitig aber noch eine der wenigen übrigbleibenden Hoffnungen auf eine Beilegung der Streitfragen: denn wir haben immer geglaubt und glauben noch, daß eine Revision des Versailler Vertrages für einen Dauer- srieden unbedingt nötig ist. Eine Revision ist dasselbe wie eine Beschneiduna durch mehr oder weniger geheime Abkommen mit Stinnes und französischen Finanzmän­nern. Diese Gefahr ist im Augenblick allerdings nur wenig mehr als eine Möglichkeit.

Noch keine Klarheit in der Revarationskommission.

Die französische« Geueralräie hkuter Pottrcaree.

n* Gevf. (S. C.) Havas meldet: Von den in Frank­reich zufammengetretenm 16 Generalräten liegen Kund­gebungen und Beschlüsse vor, die die Politik der Regie- runa Poincaree gegen Deutschland einsttmmig billiger«

Die Giftmischer am Rhein.

Der Neuyorker Berichterstatter derD. Allg. Zta." hat über die Enchüllungen berichtet, die der Pressechef Wilfons während der sogen. Friedensverhandlungen in Versailles, Mr. Baker, gegenwärtig über das Zustande­kommen des Versailler Diktates veröffentlicht In fol­gendem Briefe gibt General Pershing tm Mai 1919 einen neuen untrüglichen Beweis der nicht nur füv Deutschland, sondern für ganz Europa gemeingefähr­lichen Pläne des französischen Jmperialisms:

Bureau des Höchftkommandierenden.

Paris, 22. Mai 1919.

Seiner Err. dem Präsidenten der Vereinigten Sta«

Paris (Frankreich)

Geehrter Herr Präsident i

Jch habe soeben folgende Mitteilung des kcmrman- dierenden Generals der Besatzungsarmee erhalten:

Heute morgen sandte General Ma«giu, komman- dierender General der französischen Armee in Mamtz, einen Oberst seines Stabes in das Sauptauartier deI Generals Liggett, um, festzustellen, welche Rettung wir geaenüber einer polittschen Revolution auf dem west-

Rheiuufer mit dem Ziel der Errichtung einer u«- igeu oo« Deutschland freien rheinischen Repnblck nen wür-en. Er fragte, welche Haltung Amerika

ab einn

gegenuoer einer solchen neuen mepuour eunteywen; würde. Der betr. Stabsoffizier erklärte,, sie.hatten ost Deputterte zur Entsendung in den amerrkanrichen Ab­schnitt bereit, die bet dem Ausbruch der Revolutron unt- wirken sollten. Die Bedeutung des Wortes Deputierte in diesem Zusammenhangs ist unklar, aber es wurde erklärt, daß es Franzosen sein würden."

General Liggett hat sehr richtig gehandelt, diesen Vorschlag abzulehnen rrnd. ich. Habe, seine Haltung ge-

on unt-

caree.

Von deutscher awtticher Seite wird hierzu erklärt: Die Botschafterkonferenz hat sich in dieser, Note, die übrigens von der Gesamtheit der alliierten Hauptmächte ausgeht, in der Bewertung des Verfahrens und der Ur­teile des Reichsgerichts in den bisher zur Verhandlung gekommenen Kriegsbeschuldigtenfällen einstimmig aus den Boden des Gutachtens gestellt, das der vom Ober­sten Rat zur Prüfung der Angelegenheit eingesetzte Aus­schuß seinerzeit erstattet hat. Dieses Ergebnis umß um so mehr befremden, als die völlige Unparteilichkeit des höchsten deutschen Gerichtshofes von der an den bis­herigen Verfahren in erster Reihe interessierten eng- Hießen Seite verschiedentlich unumwunden anerkannt worden ist. So hat der englische Solicitor General Sir Errieft Pollock, der im amtlichen Aufträge bei der Ver­handlung der englischen Fälle zugezogen war, in der Unterhanssitzung vom 17. August 1921 m a. erklärt, ine Art und Weise der Prozeßleitung durch den Sermts- vrändenten des Reichsgerichts habe mit Sicherheit den Wichtigen Wunsch erkennen lassen, der Wahrheit aus .den Grund zu kommen. Es würde völlig unfair und unsachgemäß von ihm sein, nicht, anznerkenneu, daß rmch kleinem Eiudrrlck das Reichsgericht in den Augen der Z A k^ wäre. Die Aufrichtigkeit des Ge-

Z richts erscheine über jeden Zweifel erhaben. Gegenüber zder KAt k an der Höhe der Strafen sei festzustellen,,daß - die Fälle notivendigerweise nach deutschem Recht aoge- f urteilt worden seien und die erkannten Strafen dem »deutschen Gesetz entsprochen hätten. Dieser von maß- z aebendster englischer Stelle herruhrenden Vertrauens- i kuildaebuna braucht sein Wort hinzu gefugt zu werden.

»-»London. Der -Times"-Berichterstatter meldet: Es sei nicht wahr, daß Braöbury erklärt habe, Reichskanzler Dr. Wirth laufe aroße Gefahr, ermordet zu werden und die. deutsche Regieruna habe sich schwach gegenüber der Lage gezeigt, er stehe vor dem Sturz. Es sei auch nicht wahr, daß alle Mitglieder der Revarationskommission bereits einen festen Standpunkt eingenommen hätten. Der britische Standpunkt set allerdings klar. Es müsse mindestens bis Ende dieses Jahres eine vollständige Einstellung der deutschen Zahlungen stattsinden und zwar ohne die Aufstellung neuer Bedingungen. Der augenblickliche französische Standpunkt sei ebenfalls klar. Es dürfe kein Moratorium aeaeben werden, ohne soge­nannte produktive Garantien. Aber sowohl der italieni­sche als auch der belgische Delegierte feien noch unent­schlossen.

Mütz

polittscher A ftatten ohne sich berufen.

Ihr ergebener

gitatoren in unseren Abschnitt nicht zu ge- Rücksicht darauf, auf welchen Auftrag sie}

Jam I. Pershing.

i.m. "-*"^W^iMWMWJga:

Deutscher Kathollkentag.

Am Sonntag vormittag begann auf dem KönigS- Platz in München -er Festakt zum 62. Deutschen Katho­likentag. Kardinal v. Faulhaber legte in seiner Pre-

Präsidenten des Reichsge aufrichtigen Wunsch erfe

Bradbury für Zahlungsaufschub.

w Berlin. (L. A.) Bradbury hat sich in einer Unter­redung mit dem Vertreter derTimes" für die Gewäh­rung eines Zahlungsaufschubs für Deutschland ausge­sprochen.

Die Beratungen über die deutschen Zugeständnisse.

ti* Genf. (S. C.) Havas meldet Montag abend: Die Revarationskommission hat am Montag ihre Aussprache über die deutschen Zugeständnisse fortgesetzt und vesoni ders die Frage eingehend erörtert, ob die deutschen Zu­geständnisse, wie sie die Mitglieder -er Reparations^ kommission aus Berlin überbracht haben, genügend sind, um ein Moratorium von kurzer Dauer zu bewilligen oder ob vor Gewährung des Moratoriums weitere Sicherheiten von Deutschland zu verlangen sind. Die Beratungen werden am Dienstag fortgesetzt. Eventuelle Anträge der in der Reparationskommission vertretenen Mächte sind erst nach Anhörung -er deutschen Vertreter am Mittwoch zu erwarten.

Strikte Ablehnung bet produktiven Pfänder.

^ Mönchen. (S. C.) DieMünchen Augsburger Abendzeitung" meldet aus Berlin: In der Kabtnetts- sitzung am Montag sind die Instruktionen festgelegt worden für die bevollmächtigten deutschen Vertreter für Die Sitzung der Reparationskommission am Mittwoch. Das Reichskabinett hat einstimmig beschlossen, daß es bei der Ablehnung der produktiven Pfänder durch die Vertreter der^eiMrMeMM-M verbleiben habe.

tholiken zu den neuen Ereignissen zu unserer neuen staatlichen Ordnung zu finden. Er fand Worte schärf­ster Verurteilung jener Gesetzesmacherei, die Bestim­mungen trifft, ohne das sittliche Bewußtsein seinem Volke zu stärken, die in der Verfassung wie in den Ge­setzen den Namen Gottes und die göttlichen Grundsätze verleugneten. Der päpstliche Nuntius für Deutschland, Erzbischof Pazelli, las darauf unter freiem Himmel eine Messe, die von deutschen Chorliedern begleitet wurde.

Nach 12 Uhr fand im Odeonsaale die erste geschlossen^ Bersamrnlnng statt. In ihr wurde ein Brief des Pap­stes an den Katholikentag verlesen. Der Papst über­mittelte allen Teilnehmern an dem Katholikelsiag seinen Segen. Auf Vorschlag des Stadtrates Rauch- München wurde zum Präsidenten des 62. Deutschen Katholikentages Oberbürgermeister Adenauer-Köln ge­wählt. An den Papst wurde ein Huldiguugstelegramm abgesandt. Fürst Alois z« Löwenstein, der Präsident des dauernden Komitees der deutschen Katholikentags goß den Geschäftsbericht. Im Laufe des Nachmittags fanden zahlreiche interne Versammlungen verschiedener katholischer Vereinigungen statt Abends um 8 Uhü trafen sich die Teilnehmer in der Festhalle, die im " * pellenhof der ehemaligen königlichen Residenz durd: Riesenzeltdach eingerichtet ist, zum Begrüßungsab Zunächst sprach Oberbürgermeister Dr. Adc»aucr-Koln über die Nöte der Rheinlaude. Sehr beachtenswert war die Rede des bayerischen Ministerpräsidenten Grasen) Lercheufeld, der darlegte, daß in Bayern ecne eigens Form intensivster katholischer LebensbetcfirMNg feH Jahrhunderten festzustellen sei, die gefordert worden rsi durch den Kunstsinn des angestammten ^errfcßerßaw^ und die Arbeitsfreude des Bürgertums.. Bei dreseZ Stelle setzte minutenlanger Beifallssturm ein. Nuntius Pazelli begrüßte im Auftrage des Paktes dre Kacho- likerwerfammlung und erteilte den päpstlichen Segen. .

Der Katholikentag nahm eine Emichliepung an, die ; zur Lebensmittelsamnrluug auffordert, um die Wohl- - tättgkeitsanftalten' vor dem ZistannnembruÄ zu rettew j Weiter gelangte eine Eutzchlreßung _our .tlmahme, rn g der die Katholiken Deutschlands aufgewrdert werden, | zum Schutze der katholischen Presse Hand anzulegen. |

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Zurückweisung polnischer Unverschämtheit.

Der Vorstand der Ortsaruppe

Mlefifcherr Zentrumspartei hat, emen Protest an die