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Hersklöer Tageblatt

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Amtlicher Anzeiger für den kreis hersfelS

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Nr. 301

Montag, den 28. August

1933

Die deutschen Vorschläge.

r Gesamtbericht über die Berliner Verhandlungen.

Bei den Verhandlungen in Berlin mit den Mitglie­dern der Revarationskommission und zwar sowohl bei den offiziellen als auch bei den Besprechungen mit pri­vatem Charakter sind verschiedene Möglichkeiten für die Gewährung eines Zahlungsaufschubs angedeutet wor­den. Es trifft nicht zu, daß die Vertreter der Repara- 'tionskommission die Forderung der produktiven Pfän­der, Sie die Franzosen in London als Forderung zur Gewährung eines Moratoriums gestellt haben, in Ber­lin verbrachten. Ueberbauvt haben die Mitglieder der Reparationskommission ein festes Programm für die Gewährung eines Moratoriums nicht mitaebracht.

1 Bei der Besprechung über etwaige Garantie« hak die Reichsregierung keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Gewährung der produktiven Pfänder, die in Wirklichkeit unproduktive Pfänder darstellen, nicht tu Frage komme« kann. Das konnte besonders deshalb 'nicht geschehen, weil die Regierung sonst für die Ge­währung eines kurzfristigen Moratoriums sich schon der wesentlichsten Mittel für spätere Aktionen beaeben hätte.

Im Laufe der Besprechungen war der Gedanke auf- getaucht, einen Devisenfonds zu schaffen, der die Aufgabe hätte, Sie Kohlen- und Holzlieferungen sicherzustellen, zu Senen wir durch den FrieSeusvertrag verpflichtet sind. Dieser Anregung es handelt sich um keinen of­fiziellen Vorschlag ist von dem französischen Vertre­ter der Revarationskommission von vornherein abae- lehnt worden.

Donnerstag abend wurde sodann ei« neuer deut­scher Vorschlag erörtert, bei Sem es sich im wesentlichen darum handelte, daß die von uns verlangten Kohle«, und Holzlieserunge« sichergestellt werden, und zwar in der Weise, wie es im Geschäftsleben üblich ist. Von Re- gierunasfeite ist bereits mit Vertretern der Kohlenin- dustrie Fühlung genommen worden. Die Vertreter der Kohlenindustrie haben ihre vorläufige Bereitwilligkeit zu einer Form von Lieferungsverträgen ausgesprochen, die zwischen ihnen und dem Reich abgeschlossen werden sollten und bei denen sie sich im Falle der Nichtbelie- ferung zu hohen Konventionalstrafen verpflichteten. Das Lieferungsvroaramm für Kohlen ist in den letzten Ver­handlungen bis zum 1. November festgesetzt worden.

Da es sich hierbei nur um ein in letzter Stunde auf- petauchtes Projekt handelt, ist es selbstverständlich. Saß dieses Projekt noch nicht in allen Einzelheiten ausgear­beitet worden ist. Die Regierung hat aber den Mitglie­dern der Reparattonskommission zugesagt, daß so schnell wie möglich, wenn tunlich bis Mitte nächster Wocoe, ein ausgearbeiteter Entwurf zugestellt wird.

Die Regierung glaubt zu diesem Angebot um so jeher in der Laae zu sein, als das abgeschlossene Ueber- Mchtenabkommen im Ruhrgebiet eine gewisse Erlerch- lerung der Kohlenlage verspricht. In der letzten Seit iwar Deutschland in zunehmendem Maße gezwungen, htm seine wichtigsten Industrien nicht zum Erliegen kommen zu lassen und auch den notwendigen Bedarf für die Reichsbahn zu decken. Sie Einfuhr von englischer Kohle, und zwar etwa im Monat 1,5 Millionen Ton­nen zuzulasiem Bei den früheren Ueberschichtenabkom- men wurde eine MeSrföiöeruna von etwa 2 bis, 3 Mil­lionen Tonnen monatlich erzielt. Es ist zu honen, Satz auch jetzt eine gleiche Meürförderung gewährleistet wer- ^"^ Im Ganzen ist bis zur Stunde das Moratorium noch keinesmegs als völlig abgelehnt zu betrachte«. Es kommt jetzt auf die weiteren Besvrechunaen und Verhandlun­gen mit der Reparattonskommission an und von die­sen Besprechungen wird es abhängen, ob das Morato­rium noch zustandekommen kanm , .

Für den Zwischenzustand der nächsten Zeit durften also keineswegs besondere Befürchttingen gehegt werden. Es komint auch vor allem darauf an, daß die Nervosität Sm etaenen Lanöe, Sie den Dollar zu der aewaltiaen Steiaeruna veranlaßt hat, auihört und daß eine ruhige atederleauna der Laae im eigenen Lande selbst Platz greift. Freitag abend waren leider in Berlin schon wieder Gerüchte verbreitet, die den Dollar vorüberge­hend von 1700 auf 2100 trieben, da die Reichsregierung von den Banken 6-Monats-Wechsel gefordert habe. Es handelt sich hierbei, wie aus Berlin gemeldet wird, aus­nahmslos um Gerüchte, die jeder Grundlage erltbehren.

Berliner Pressestimme«.

o^-DasBerl. Tagebl." schreibt: Schon heute folgt der srauzösische Frank, wenn auch langsam, dem gleitenden Kurse der deutschen Mark. Wir verlernten nicht die Ft- nanzmisere Frankreichs. Schon hat es selbst täglich die grüßten Schwierigkeiten, um seine Schatzanweisnngen im Innern des Landes unterznbringem Aber die Me- tiwhe, Deutschland durch militärische, politische oder wirtschaftliche Zwangs- oder Okkupationsmatznahmen völlig zu erdrosseln, kaun nur dazu führen, datz eine in- ternattonale Anleihe völlig aus dem Bereich der Mög­lichkeit verschwindet Nur sie allein könnte, indem sie die deutsche Wirtschaftslage aufrechtzuerhalten sucht, auch Frankreichs dringendste wirtschaftliche Bedürfnisse für die nächsten Jahre befriedigen. Das sollte die Re- parationskommisston bet ihren Beschlüssen nicht aus KÖem Auge lassen.

3 DieDeutsche Allg. Ztg." betont: Die bisherigen 8Wege der deutschen Politik führen nicht aufwärts. Die .-Devise:erst Brot, dann Reparationen" ist erst in einem EAugenblick ansgegeben worden, wo die wirtschaftliche NRÄ ein unerhörtes Ausmaß angenommen hat. Es gilt, 'die Nerven zu bewahren, keine Panikstimmung anfkom- y wen zn lassen. Die Regierung aber hat die Konseanen- S seit aus der Lage zu ziehen und die diplomatische Si- Stuation mit Entschlossenheit auszunntzem

| DieDentsche.TageMg." ist der,Ansicht, daß unter

allen Umständen die unnnnraen scomen- uno öumuc-- ferungen an die Entente, wenn sie nicht auf den drin­gendsten deutschen Bedarf umgestellt werden, dar deutsche Elend in katastrophaler Weise verschlimmern müssen. Außerdem müsse der Gedanke der Zwangshaf- tung privater Unternehmungen für Lieferungen, derer Ausführung ihnen zudem unter Umständen aarnichi möglich ist, als sehr bedenklich bezeichnet werden.

DieTägl. Rundsch." meint: Es ist wohl kaum an- zunehmen, daß dieser neue deutsche Vorschlag, der der letzten Versuch darstellt, die Gläubiger im Rahmen des Möglichen zu befriedigen und den offiziellen Bruch zr verhindern, ohne weiteres abgelehnt werde.

DieKreuzztg." bemerkt: Da die Wirkung der neuen deutschen Vorschlages nattirlich noch nicht vor auszusehen ist, so enthalten wir uns einer Stellun» nähme dazu.

Die Pariser Treffe über »e« Berliner Abschluß.

»»Die Pariser Blätter berichten zu der Abreise bei Delegierten der Reparationskommission aus Berlins Man könne nicht sagen, daß die Berliner Verhandlun­gen bis fett ein positives Eraebnis asbviubt Kälter». Dl« alliierten Delegierten seien jedoch nunmehr genügen- von der deutschen Regierung aufgeklärt, um die Repa­rationskommission über die deutschen Gegenvorschläge sowie über die gegenwärtige Lage Deutschlands zu un­terrichten. Zu den Verhandlungen am Freitag wird bemerkt, daß es die Delegierten der Reparationskom­mission gewesen seien, die Wer die staatlichen Gurbe« der Rheinlande neue Gegenvorschläge unterbreitet hätten. Viel beachtet wird m Paris, daß der Reichs- kmrzler sich mit Sttnnes und auch mit dem amerikani­schen Botschafter beraten habe. In der Pariser Presse tauchen neuerdings Befürchtungen auf, daß DeutschlauS auf den Bankerott Hinziele, und zwar, auch ohne von England im Voraus Zusicherungen erhalten zu haben. Man könne es sonst nicht begreifen, wie der Reichs­kanzler so kaltblütig dem Abbruch der Berliner Ver­handlungen und dem erschreckenden Marksturz entge­gensehen konnte.

Krallige HOlertigung poincarees.

Von amtlicher Seite wird jetzt zu den beiden kürz­lich vom französischen Ministerpräsidenten gehaltenen Reden u. a. mitgeteilt: .

Nedc'1n"Ma^ls

und der französische« Handelsbilanz gezogen mit dem Ziele, daß der Sturz der Mark nicht durch die Passivität der deutschen Zahlungs- und Handelsbilanz verursacht

Der französische Ministerpräsident hat von neuem den Borwurs erhoben, daß Deutschland die Kapitalflucht nicht genügend bekämpft habe. Die deutsche Regierung hat aber schon von sich aus die Maßnahmen gegen die Kapitalflucht getroffen, die bei der jetzigen Lage des Wirtschaftsverkehrs Erfolg erwarten ließen. Sie hat darüber hinaus auf Verlangen der Reparationskom­mission noch weitere Maßnahmen getroffen und wird ..jd) weitere treffen, obwohl diese kaum einen Erfolg erwarten lassen. Auch aus den Siegerstaaten, auch aus Frankreich ist Kapital ins Ausland gegangen trotz der dortigen Vorschriftem Möge der französische Minister­präsident sich daran erinnern, was kürzlich Sir Robert Horne in seiner Unterhausrede geäußert hat) er sagte: Die einzige tatsächlich und endgültig wirksame Methode, die Kapitalflucht aus Deutschland zu verhindern, ist die, den Kapitalbesitzern genügend Vertrauen auf Deutsch­land beizubringen. um ihr Kapital dort zu lassen.

Der französische Ministerpräsident hat in seiner Rede am 20. August, die der Rede von Bar le duc vor- ausging, erneut das Wort von der disziplinierten Bar­barei der deutsche« Truppe» ausgesprochen. Er hat hier " ' " laierung den

Hen offiziell

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wieder einmal gegen die frühere deutsche Re> Borwurf erhoben, daß sie gemeine Verbrech ermutigt und aus der Nichtachtung des Völkerrechts, aus der unmenschlichen Behandlung der Zivilbevölke­rung in dem vom deutschen Heere besetzten Gebiet ein Svstem gemacht habe. Nun, daß Verstöße gegen das nttlitärische Recht im Kriege vorgekommen sind, wird niemals bestricke», aber für die Handlung eiuzeluer die ganze Armee verantwortlich z» mache«, dagegen müssen

niemals beftritten; I

Auch auf Seiten unserer Gegner ist gesündigt wor­den, und die Fälle von Grausamkeiten, von Mißhand­lungen wehrloser Gefangenen, von Plündernngen und Mordtaten, die uns von französischen Truppen bekannt- geworSe« sind, sind nicht minder schwer als diejenigen, die man deutschen Soldaten vorwirft. Ob die französi­sche fRegierung es sich auch angelegen sein läßt, die fran­zösische Soldaten betreffenden Fälle ebenso aufzuklaren und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, wie dies in Deutschland geschehen ist, kann füglich bezwer- selt werden.

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mit ihm

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zu verhindern, können caree immer wieder

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DeMschlanS, sondern auch in dem en europäischen Staaten che Reden, wie sie Herr Poin- «ur Unheil stiften.

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sei.

In einem Punkte ist dem französischen Minister- präsidenten recht zu geben: bis zum jetzigen furchtba- ren Tiefstand und in diesem schnellen Tempo die Mark zu entwerten, hätte Sie Passivität der deutschen Zah­lungsbilanz allein nicht arrsgereicht. Die letzte Entwer­tung von einem Hundertfünszigstel auf ein Vierhun- Sertfünszigstel des FrieSenswertes ist vollends durch die Politik der Drohungen und Retorsioueu verschuldet. Die deutsche Wirtschaft ist önrch den Krieg vollständig erschöpft und durch den Waffenstillstand - und den Frie­densvertrag aller Aktiven beraubt worden, mit denen Auslandszahlungen geleistet werden konnten.

Der Frieden von Frankfurt hat die französische Wirtschaft ganz intakt gelassen, und deshalb hat Frank­reich damals verhältnismäßig leicht die Kriegsentschädi­gung leisten können. Der Vertrag von Versailles hat aber Deutschlanö zuerst aller Möglichkeiten für Aus­landszahlungen beraubt und außerdem die Verpflich­tung zu großen Auslandszahlungen auferlegt. ""^ Möglichkeiten der Leistungen an das Ausland 1, Vertrag von Versailles vorweggenommen oder unmög­lich gemacht, wie Sie Aufnahme von KreSiten, oder sie sind aboelehnt worden, wie das wiederholte Angebot

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zum Aufbau von Noröfrankreich durch deutsche Arbeits­kräfte. Der Kredit Frankreichs ist sowohl 1870 wie jetzt unberührt geblieben. Deutschland aber wird der inter­nationale Kredit verweigert, sowohl von der Bank von England wie auch von der Bankierkommission, mit der Begründung, Saß der Vertrag von Versailles und das Londoner Ultimatum Deutschland kreditunwickdig ge- '"^D^ Beweisführung des Herrn Poincaree für Sie Behauptung, daß Deutschland die Entwertung der Mark selbst herbeigeführt habe, ist daher falsch. Wenn man danach forscht, wer aus der Welt von der Markverschlech- terung eigentlich Nutzen hat, findet man Frankreich unS die französische Industrie. Diese Tatsache erklärt Sie sonst unverständliche französische Politik. Je mehr die Mark sinkt, desto billiger erhalt Frankreich deutsche Kohle. Für deutsche Kohle werden heute nur noch 45 Goldmark im ganzen für die Tonne (!) auf Repara­tionskonto gutgeschrieben.

Frankreich erzielt Sei einem solchen Preise für sich selbst MilliarSengewinne aus den deutschen Kohlen, die nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages DeutschlaW nicht gutgeschrieben werden, und es kann trotzdem noch seine Eisenindustrie mit so billiger Kohle versorgen, daß Sie übrige Eisenindustrie mit ihr nicht konkurrieren könne.

Der französische Minrsterpräsiöent hat in Bar le duc weiter behauptet, Deutschland habe bis September 192$ an Barzahlungen und Sachlieferungen erst vier Millionen Goldmark geleistet. Diese Behauptung ist vollständig falsch. Die Leistungen Deutschlands bis jetzi betragen zusammen über 38 Milliarden Goldmark. Rechnet man noch dazu den Wert der von Deutschland abgetretenen Gebiete und den Wert der deutschen Kolo­nien, so kommt man zu einer Leistung Deutschlands von über 100 Milliarden Goldmark, d. h. auf ein Drit tel des deutschen Nationalvermögens vor dem Kriege.

Die.Retorsioue«" vor der Kammer.

Nach einer Meldung desEcho öe Parts" aus Straß­burg berichtet derStratzburaer Kurier", daß die Frage der Retorsionsmatznahmen in Elsaß-Lothringen vor die Kammer gebracht wird, damit die Verantwortlichkeit festgestellt werde. Das Blatt erklärt, daß es die Parla­mentarier unterstützen wird, diesen delikaten Punkt voll- stänöia aufzuklären. Man verlange eine Rechnungsle­gung. Diese werde man, koste es, was es wolle, auch geben müssen. WieMattn" meldet, wird Alanetite ver­abschiedet und durch einen Direktor ersetzt werden, der den Auftrag hat, die Französierung Elsatz-LotSringenS und die Organisation einiger deutscher Einrichtungen.' .^Aufrecht erhalten werden müssen, so rasch als möglich

. Siöttue der ReparationskoMmission.

' »»Paris. (B. T.) Die Reparattonskommission wird Sonnabend nachmittag nach Eintreffen ihrer beiden De­legierten aus Berlin zusainnrentreten, um deren Be­richte Wer die Berhandlimgen in Berlin entgegenzu-, nehmen. Da zunächst eine vorbereitende Besprechung der Reparationskoimnisstou vorgesehen ist, ist es jeSen- fMs nicht sehr wahrscheinlich, daß noch in dieser Sitzung irgendein Beschluß gefaßt wird. Welcher Art die Ent­scheidung sein wird, darüber ergeht man sich bereits in! mannigfachen Vermutungen. ES scheint kettreswegs ausgeschlossen, daß die Reparattonskommission mit Rücksicht auf das Berliner Verhandlungsergebnis das Moratorium an eine Reihe von Bcdingnngev knüpft und Sau« der deutsche« Regierung die letzte Entschek- duug überläßt.

Bolle Haudltmgsfreihcit der Reparationskommissio«.

fr* Paris. sF. G. A.) Die beiden Delegierten der Re- paratümskommission werden am Sonnabend nachmittag in ntÄtoffizieller Sitzung ihre Einörücke Wer Sie Lage und die letzten Vorschläge der deutschen Regierung un­terbreitem DerPetit Parisien" legt Wert darauf, zu betonen, Satz die französische Regierung der Repara- tiouskommlsfio« volle Handlungsfreiheit gewährt hat. Auf alle Fälle werde der Ministerrat zusammen treten, um nach der Entscheidung der Revarationskommission die eveutl. notwenöig werdenden Maßnahmen zu bera- ten. Die Morgenblätter vom Sonnabend geben an, daß die Delegierten mit Borschlägen zurückkommen, die viel­leicht in Erwägung zu ziehen sind, wenn auch niemand etwas von Sem wahren Inhalt wisse. DerEclair" be­schwert sich darüber, daß auch Sie Reparationskommis- hott im HotelAstoria" nicht einmal Auskunft gegeben hat und Satz augenscheinlich die Berliner Delegierten nicht einmal telephoniert haben. Möglicherweise seien aber, so schreibt das Blatt. die neuesten deutschen Vor- b schläge ebenso wenig vorhanden wie der deutsche Wille , zum Zahlern

Berichterstattung Dr. Hermes' beim Reichspräsidenten. | »»Berlin. (B. T.) Reichspräsident Ebert empfing I

Sonnabend vormittag vor Sem Minffterrat den Reichs- 8 stnmtzminister Dr. Herrnes zur Berichterstattung über I den Stand der VerharlSlungen mit der ReparattonS- 8 komvMsion. I