Einzelbild herunterladen
 

Hersfelöer Tageblatt

Anzeigenpreis für die einspaltige Pefilzeile oder : deren Raum 2.- (Dark, für ausmarfe 3 mark. $ M%Wl^lv^i Al^lPVlUH ,__________ _________________

die Reklamezelle 10.(I)k. Bei Wiederholungen : / * 20.00 (IIk., bei freier Zulieffung 1ns Baus, Abholer

Dachlak. r Für die Schriftleitung oeraniBorttich : i 18.00 dlk. * Druck und Verlag Don budwig Funks

Franz Funk in Bersfeld. + Fernsprecher Dr. 8. : ^mtllw)^^ V^Q RtClS ^Cr5[Clv Buchdrudterel In Bersfeld, (Dligfled des VDZV.

Franz Funk in Bersfeld. + Fernsprecher Ar. 8. :

Nr. 200

Sonnabend, den 26. August

Erfdbetnf Jeden Wochentag Der Bezugspreis'befägf monatlich für Bersfeld u. durch die Post bezogen

1922

Der Kampf um die Pfänder

* Am 21. August haben zwei Delegierte der Repara- jions-Kommission, der Engländer Sir Bradbury und der Franzose Mauclere, in Berlin Verhandlungen mit der Reichsregierung über neue Kontrollen und Mrodukttve Pfänder" begonnen. Es handelt sich Sar- vm, Deuffchlands ZuMmung zu Maßnahmen zu erlan­gen, Sie weder zweckdienlich noch mit der Ehre eines Volkes verträglich sind. Als im Juli Sie Beschlüsse der Reichsregterung und des Garantte-Komitees über Sie tzn verhängenden Kontrollmatznahmen bekannt wurden, anöen weite Kreise unseres Volkes Sie deutschen Zuge- tändnisse bis über Sie Grenzen dessen hinausgehend, vas ein Kulturvolk vom Range des deutschen bewilli-

Wer

>eu dürfe. Für alle aber war es selbstverständlich. >a§ ein Mehr unerträglich sei. Reichskanzler Dr. Wirth rot feierlich erklärt, daß Sie Verpfändung öffentlichen veuffchen Besitzes und damit die Preisgabe wertvoller »tzolkswirtschaftlicher Güter für das deutsche Volk unan­nehmbar sei: an dieser Haftung der Reichsregierung hat sich während der Berliner Reparattons-Verhaudlunge« nichts geändert.

Der als Sprachrohr der Poincareeschen Regierung dienendeTemps" verkündet, daß Frankreich unverzüg- kich und energisch handeln werde, wenn Deutschland die ^erlangten Münder verweigere. Wir sind also glücklich »gekommen, daß man uns die Verteidigung der ttvsten Rechte eines Volkes als Böswilligkeit und Widerspenstigkeit auslegtl Darüber, Saß Sie Hingabe von Pfändern an landfremdeKontroll"- oder besser: Ausbeutungs-Stellen nur zu einer Minderung der Er­träge führen kann, gibt es nur eine Meinung. Seit Jahrzehnten kann sich kein großes Wirtschaftsvolk der Welt rühmen, uns an wirtschaftlichem und organifato- irischem Geschick übertroffen zu haben. Die von Frank­reich begehrten deutschen Staats-Wälöer und Staats- Dergwerke werden, wenn sie in bei1 bisherigen Form aber unter fremder Aufsicht weiter geführt werden sollen, in ihren Erträqen stark zurückgehen, oder aber, kenn man sie rücksichtslos ausschlachtet, nach kurzer Zeit aufgehört haben, ein volkswirtschaftlicher Wert- und Produktivnsfalwr zu sein. . JlftLeideM Mllen^L tat tue deutsche Wirtschaft und damit auch die deutschen Finanzen und die Reparattons-Ansprüche unserer Glan. feiger den Ausfall zu trägem Wenn Herr Poincaree das deutsche Nein in der Frage der Hingabe produkttver Pfänder zum Anlaß mehmen sollte, die so lange ersehnte Gewaltpolitik am Rhein zu beginnen, so darf uns das in unserem Entschluß nicht wankend machen Schlimm ist es, wenn einem Volk eine Lebensnotwendigkert nach der anderen abgeschnitten wird: schlimmer aber ist es, wenn ein solches Volk zu seiner Vergewaltigung und Aussaugung die Zusttmmung gibt!

Daß kein anderes Volk bereit ist, etwas durchgrei­fendes gegen französische Repressalien ant Rhein zu un­ternehmen, beginnen allmählich auch diejenigen zu be­greifen, die uns glauben machen wollten, bei entspre­chendem Wohlverhalten und bet der nötigen Geduld be» deutschen Volkes reife eine Gesinnung Heran, welche Frankreich die Verwirklichung etwaiger Gewaltabsichten unmöglich machen werde. Jede Hoffnung auch, nur auf morÄische Unterstützung" ausländischer Regierungen oder sonstiger Machtfaktoren ist zuschanden geworden. Vetzt gibt es ein letztes Mittel zu versuchen,, um einen Umschwung der Gesinnung in der Welt wenigstens für künftige Zeiten vorzubereiten: Das mrbeirrbare Fest­halten an einem unverklausuliertenNein in der Pfündersrage!

Vor der Entscheidung.

gend die Beyanplung, oay ore Kürette ver Delegierten aus Berlin bereits erfolgt sei. Die Herren Bradbury und Mauclere befinden sich nach wie vor in der Reichs- Hauptstadt und werden an der für Freitag anqesetzten Verhandlung über das Entschädigungsproblem teil­nehmen.

Die Hoffnung auf Deutschlands Zerfall.

In derAction Francaise" vom 18. August liest man unter der UeberschriftDie Lage Deutschlands" folgendes: Seit langem hat Jacques Bainville feiner der Mitarbeiter des Blattes) es gesagt: die Mark ist in das Reich der Schatten eingegangen, die nicht wie­der auferstehen. Es gibt wirklich keinen anderen Aus­weg als eine Bankrotterklärung ... Was wird nun aber aus der Einheit Deutschlands? Was werden die ackerbautreibenden Staaten, die die anderen ernähren wie Bayern tun? Werden sie im Niedergang zu- sammenbalten wie während der Zeit des Wohlergehens? Das ist das Geheimnis von morgen: es ist für uns von höchstem nationalen Interesse, es zu lösen. Nachdem wir wenigstens teilweise das unerträgliche englische Joch abgeschüttelt haben, werden wenige Stunden uns aünftiaer sein als die nächsten. KK nm nur «t waaem seit 14 Tagen haben die deutschen Zeitungen genügend daran erinnert, daß Frankreich auf dem Kontinent all­mächtig ist. Möge es dort Frieden schaffen.

DieAction Francaise" ist das Blatt der schärfsten Chauvinisten, und man kann sie gewiß nicht als Re- gierungsorgan bezeichnen: denn sie ist auch republika­nisch und innerlich so reaktionär, daß die Regierung of-

ist dieActton Francaise" sehr zufrieden, und da ver­stehen sie sich so gut, daß man, so schreibt dieKöln. §tg.". mit gutem Oewiffen sagen kann: Hier sind die edanken ausgesprochen, die Poincaree selber hegt, aber nicht offen aussprechen kann. Wir haben frellich nicht auf die Offenherzigkeit derAction Francaise" zu war-

Rücktritt Bradburys?

w Berlin. (T. U.) DieEvening News" melden, daß Sir John Bradbury der englische Delegierte des Nepa- rationsausschusses im Falle eines Scheiterns der Ber­liner Verhandlungen demissionieren werde.

Die Milderung derRetorsionen".

N* Stratzburg. (T. U.) Aus Straßburg wird gemel­det, daß ein offizielles Komuniquee der Regierung die Aufhebung der Sequestrierung der deutschen Güter im Elsaß am Freitag, den 25. August, wie es beschlossen worden ist, bekannt gibt. Es steht, wie dasEcho de Paris" aus Straßburg meldet, fest, daß die Regierung der Forderung der Aufhebung der Sequestrierung nach­geben müßte, die besonders von den Handelskammern von Straßburg, Kolmar, Mülhausen und Metz mit äußerster Energie gefordert wurde.

Frankreich marschbereit.

^Lonbov. Dex Pariser Berichterstatter desDaily Expreß" meldet: I« französischen Kreise« wird erklärt, wenn nicht eine bestimmte Aenderung der Lage eintrete, so könne der französische Vormarsch in das Ruhrgebret während der nächsten Woche erwartet werde«.

Attentatspla« gege« Poincaree?

»-»Paris. LautMatin" wnrde der Sicherheitspoli­zei von vertranenswürdiger Seite mitgeteilt, daß ei« Deutscher namens Geuter oder Günther im Geheimen Wer die Grenze gekommen sei «W sich nach Paris be» geben habe. Er habe den Anftrag, Poincaree zu ermor­de». Die Nachforschungen hätten bisher noch z« keinem Ergebnis geführt.

Dentschlands Aufnahme k« be# Völkerbund.

nicht offen aussprechen kann. Wir haben frellich nicht auf die Offenherzigkeit derAction Francaise" zu war­ten brauchen, um den Kern der Poincareeschen Politik zu entdecken: sie mag hier verzeichnet stehen zur Belich­tung der jüngsten Reden Poincarees, deren staatsmän- nische Sprache dazu da ist, die Gedanken zu verbergen. Aber nicht nur dieAction Francaise" ist hellhörig ge- nug, um das a^efam ju. ^rwamw 'mit

Eschen Politik

e-* Paris. LautEcho de Paris" glaubt man in Paris nicht, daß Deutschland seine Zulassung zum Bölkerbunö beantragen werde. Sollte das aber trotzdem der ^all sein, dann hätten die französischen Delegierten Anwei­sung, zu fordern, daß Deutschland vor seiner Zulüftung die ausdrückliche Verpflichtung übernehme, die BediN- gungen des Versailler Vertrages vollständig zu erfüllen:

Herr Poincaree sich Bereit mc krottierer auszuschneiden", wie

Butz' -em sagte.

«>»Die Herren Bradbury und Mauclere werden Frei: tag mittag nochmals der Aufforderung ' "

sprechung beim Reichskanzler Folge teil aussichtlich auch Reichsfinanzminister 2... ._____ Staatssekretär a. D. Bergmann teilnehmen werden. Die Anregungen, die noch am Donnerstag sehr ernst­haft zur Debatte standen, sind inzwischen fallen gelassen worden, und neue sind aufgetaucht, die in einer Kabi- nettsitzung am späten Abend eingehend besprochen wor­den sind. In großen Zügen hat sich der Reichskanzler beim Empfang der Gewerkschaftsvertreter über den Empfang der Dinge geäußert. Die Behandlungen mit den Mitgliedern der Reparationskommission haben sich danach bisher auf die Kohlen- ««d Holzlieferunge» be­zogen. Die Regierung habe der Reparationskommission das Angebot gemacht, Reservefonds in fremder Valuta anzulegen, auf die die Entente zurückgreifen solle, falls die deutschen Lieferungen bezüglich Kohle und Holz müh eingehakten würden. Dieser Vorschlag sei von Mauclere stnd Bradbury znrückgewresen worden. Fetzt verhandle Man über die Kohlengruben «nd Forsten. Für die Re- iateruna sind bei den Verhandlungen die Grenzen dort gezogen, wo die Gefährdung der Vrotversorgnng des deutschen Volkes eintritt. Die Kabinettsitzung am Abend dauerte reichlich zwei Stundem Der Reichspräsident führte den Vorsitz. Eine weitere Kabtmttsitzung wird Freitag vormittag 10 Uhr stattfinden. Die Sttmmung än den Kreisen, die der Regierung nahe stehen, ist jedoch nicht hoffnungslos. Es wird an zuständiger Stelle darauf hingewiesen, daß die Bemühnnge« um eine Ver- ständigung fortdaneru. In Kreisen der Reparattons- kommissiorr wird dagegen erklärt, daß bis zur Stunde keinerlei positiven Resultate erzielt worden seien. Die Herren Bradbury und Mauclere haben sich auf eine Abreise am Freitag abend eingerichtet.

zu einer Be:

en. an der vor- r. Hermes und

>w Wie dieT. 1t." hört, ist die von gewisser Seite ver­breitete Nachricht über einen Abbruch der Reparations- ver Handlungen.unzutreffend Ulrd damit. zusanrmenhün-

Die Berliner Behandlungen ju Ende

»-»Berlin. (B. T.) Amtlich wird folgendes «ttgS teilt: Die offiziöse« Besprech««gen zwische« den Herrep Bradbury und Mavclere emerseits und dem Reichs­kanzler uud dem Reichsfinanzurwister andererseits, dir am letzte« Montag begonnen hatte«, find am Freitag zv Ende geführt worden. Die Vertreter der Reparations- kommissio« sind nach Paris znrückgekehrt. Obwohl man nicht sagen kav», daß diese Berhandluugen bis jetzt ei« positives Ergebnis gehabt haben, so sind doch verschie- dene Anregungen gegeben und geprüft worden. Die Vertreter der Reparationskommissio« glaube# jetzt in der Lage zu sein, der Reparationskommission über die gegenwärtige Lage Dentschlands Auskunft zu geben, was der hauptfächlichste Zweck ihrer Reise nach Berlin war, sowie die Reparationskommission über die oben er­wähnten Anregnngen z« unterrichten.

* Paris. (T. IL) Die hiesigen Blätter bringen Frei­tag früh beinahe kommentarlos Sie Nachricht, Satz die Verhandlungen in Berlin beinahe als abgeschlossen be­trachtet werden können. Der allgemeine EinSruck ist der, daß auch der Freitag keinerlei günstige Erfolge bringen werde, trotzdem man behauptet, daß Sie deutsche Regierung Sen Delegierten der WieSergutmachungs- kommission neue Vorschläge unterbreiten werbe.

Abreise der Vertreter der Reparatwuskommissio«.

o* Berlin. (B. T.) Die Delegierten der Reparations- kommission und ihre Begleiter haben mit dem Zuge um 2,03 Uhr nachmittags vom Bahnhof Friedrichstratze aus Berlin verlassen.

Die Lage «ach wie vor ernst.

»^Berlin. (B. Z.) Es liegt kein Arllaß zu irgend­welchem Opttmismus vor. Die Lage ist nach wie vor ernst. Es werden noch im Laufe des Freitags Erklä­rungen von deuffcher amtlicher Seite erfolgen. Es han­delt sich dabei um Vermittelungsvorschläge.

Englische Besorg«ifie über die Markkatastrophe.

>» London. (F. Z.) Der katastrophale Marksturz der letzten Tage erregt in hiesigen Finanz- und Wirtschafts­kreisen große Unruhe. Man ist überzeugt, daß einzig und allein die Politik Poincarees für diese« Z«sammen- bruch verantwortlich ist. Diejenigen Kreise, die die französische Politik für verderblich halten, erheben im­mer lauter ihre Stimme. So fordert neuerdings Elibu Hoot Frankreich auf, Vernunft anzunehmen. Die Kam­mer fordert amerikanische Hilfe für die darniederliegende europäische Wirtschaft. BezeichneW für die vollkom­men zerfahrene Lage ist es, daß die Franzosen jetzt, wo Deutschland zur Versorgung seiner Industrie auf die Einfuhr englischer Kohle angewiesen ist, deutsche Reva- rationSkohlen nach Amerika verkauft.

Abwartende Haltung der Londoner Presse.

»-»London. Die hiesige Presse vermeidet jede Aeußer­ung zu den Berliner Verhandlungen und folgt darin dem Beispiel Lloyd Georges, der am Donnerstag aus Rücksicht darauf Poincaree nicht antwortete. Die City erklärt den neuen Marksturz mit der freien grundlosen Befürchtung, Poincarees Haltung mache jede Verständi­gung in Berlin unmöglich. Man erwartet für Freitag die entscheidende Sitzung. DieTimes" unterstützen warm den Plan eines Darlehens von 15 Millionen Mund Störung an Oesterreich, das von den interessier­ten Mächten garantiert werden müßte.

jwuguti des Völkerbundes zu werden, dann würde sich Frank: reich dem widersetzen und es vorziehen, aus dem Böl: kerbund auszutreten.

. Die Einigung mit Bayern.

»-»Ueber die am 19. und 20. August mit den bayerischen Regierungsvertretern über die Frage der Abänderung des Schutzgesetzes für die Republik in Berlin gepfloge­nen VerhanSlungen veröffentlicht die Reichsregierung einen Bericht, in dem es nach einem kurzen Ueberblick über die Vorgeschichte der Verhandlungen u. a. heißt: Im einzelnen drehte sich die Erörterung um folgende Punkte: Die bayerische Regierung wünschte die Errich­tung eines besonderen bayerischen Senats. Diesem Wunsch ist nicht entsprochen worden. Vielmehr ist die Frage auf Grund einer bereits im Protokoll vom IL

August 1922 gegebenen Zusage dahin sichergestellt wor­den, daß die Ernennung der Mitglieder des für Süd- deutschland bestimmten Senats nach Benehmen mit bett beteiligten Länderregierungen erfolgen soll. Den Lün- derregierungen ein Vorschlagsrecht einzuräumen, wurde abgelehnt. Für die Bearbeitung der bayerischen Ange- legenheiten wird nach Fühlungnahme mit der bayeri­schen Regierung ein bayerischer Beamter als Referent des Oberreichsanwalts für die bayerische Angelegenhei­ten bestellt. Dies war bereits bei der Regelung am 11. August in Aussicht genommen. Mit besonderem Nach­druck wurde eine Erklärung des Reiches dahin ge­wünscht, daß die Reichsregierung die den Säubern zu­stehenden Hoheitsrechte und Zuständigkeiten ausdrück- lich anerkenne, und daß ihnen daher von Entschlüssen künftig Mitteilung gemacht werde, ferner daß die Zu­ständigkeiten der Länder in Gesetzgebung und Verwal­tung nicht durch ReichSrecht weder in Abänderung noch unter Berufung auf die Bestimmungen der Weimarer Verfassung geschmälert werden dürften. Die Reichsre- gterung lehnte unter Hinweis auf die Präambel der Weimarer Verfassung die Aufrollung theoretischer Streitfragen verfassungsrechtlicher Natur ab, erklärte jedoch erneut, daß sie von den noch nicht erschöpften Zu­ständigkeiten ohne Not und soweit möglich nicht ohne Zustimmung des Reichsrates Gebrauch machen, werde. Die Gründung neuer Reichszentralbehörden wird da­durch nicht ausgeschlossen. Die bayerische Regierung hat sich nunmehr entschlossen, die Verordrumg vom 24. Fult 1922 aufzuhebem Damit ist erne peinliche Episode

ien

u-

der deutschen Verfasiungsgeichichte geschienen. Die Reichskegterrmg hofft mit allen deutschen Ländern einig zu sein in der Zuversicht, daß die Wiederholung einer solchen Erschütterung unseres staatlichen Lebens für Sie Zukunft unmöglich ist.

*

Die aus Anlaß der Schutzgesetzgebung seitens der Reichsregierung von der bayerischen Regierung erlas­sene Rott'erorSnnng vom 24. Juli ist mit Wirkung vom 21. August aufgehoben worden. .

Die Münchener Presse z«m Berliner Abkommen.

Die Münchener Blätter veröffentlichen die amtliche? Mitteilung über die Abmachungen mit der Reichsre- h gierung ausführlich. Die BefricSigung der Blätter ist s nur eine bedingte. DieMünchener Neuesten Nachrich- Z ien" sagen in einem Schlußwort, daß nicht bestritten £ werden könne, daß der Ausgang der Krise einen Erfolg ß der Auffasiung bedeute, die den antidemokratischen Ten- § denzen im deutschen politischen Leben entgegentrttt. Im- Hierhin dürfe aber nicht verkannt werden, daß der y grundsätzliche Austraa des ..Gegensatzes: Bundesitaat