Reisfelder Tageblatt
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Hersfelöer Kreisblatt"
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelö
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Nr. 168
Donnerstag, den 20. Juli
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1922
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Die drohende innenpolitische Krise, die die Regie- MNgsumbUdungsfrage hervorgerufen hatte, kann jetzt AIS behoben gelten. Die schroffe Trennung zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft ist zum Glück vorläufig nub hoffentlich für immer verhütet worden. Die sogenannte sozialistische Arbeitsgemeinschaft, die die SPD. und die USPD. zu einem Ganzen zusammenschweißen wollte, das den Kern der neuen Regierungskoalition bilden sollte, ist nicht in der geplanten Form zustande gekommen. Die alte Regierungskoalition wird vorläufig- Nach wie vor weiter bestehen, und am Ministertische wird weder ein Hilferding noch ein Crispien sitzen. Es hat hinter den Regierungskulissen und in den einzelnen Fraktionssitzungssälen heiße Auseinandersetzungen gegeben. Aber der Umstand, daß noch kurz vor Beginn der Reichstagsferien das Gesetz zum Schutze der Republik in dritter Lesung gesichert und nunmehr auch angenommen worden ist, hat die aufgeregten Gemüter der einzelnen Fraktionen, die sich schon kampfbereit gegen- überstanden, abgekühlt und besänftigt. Für das Gesetz, das mit guter Zweidrittelmehrheit zustandegekommen ist, haben selbstverständlich die drei Koalitionsparteien, ein großer Teil der Unabhängigen und ebenfalls ein sehr großer TeU der Deutscher! Volkspartei gestimmt. Die Frage der Arbeitsgemeinschaft ist jetzt eine rein innerparteiliche der Sozialisten geworden. Ob die beiden sozialistischen Parteien selbständig nebeneinander ?iehen oder ob sie sich zu einer Fraktionsgemeinschaft zu- ammenschließen werden, das wird sich erst in den Ta- ' " Herbstes zeigen. Ohne Anhörung ihrer Partei- 'llen die Mehrheitssozialisten und Unabhängigen " " - - * - - - nehmen. Der
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keine so einschneidende Organisation vornehmen. Parteitag der Mehrheitssozialisten wird am 16. tember tn Augsburg abgehalten werden und der der Un-! abhängigen im Laufe des Sommers.
Durch diese diktatorische Taktik, wie Bismarck sagen würde, ist also jetzt, wo Deutschland sowieso neue schwere Kämpfe zu bestehen und schier unlösbare Fragen zu entwirren hat, die Gefahr einer neuen Aufpeitschung der
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daß der Präsident der Konferenz Dr. Petain Montag abend die russischen Delegierten zu einer Sitzung für Dienstag mit der Kommission für die Privateigentümer eingeladen hatte, und zwar um eventuell neue oder sehr bestimmte Vorschläge der russischen Delegation entgegen- zunehmen. Der Brief, der nicht in wohlwollendem Stile gehalten war, hat auf die Russen keinen guten Eindruck gemacht. Als nun vormittags die Kommission für die Privateigentümer zur Verhandlung zusammengetreten war, stellte sich heraus, daß die Rnsfen nicht erschienen waren. Der Präsident Lord Creame hat dann den Generalsekretär beauftragt, sich telephonisch mit der russischen Abordnung in Verbindung zu setzen und Aufklärung zu verlangen. Seitens der russischen Delegation wurde geantwortet, daß gerade ein Brief unterwegs sei. Nach Eintreffen des Briefes wurde dieser vom Präsidenten Dr. Petain verlesen. Er enthielt die Mitteilung, daß die russische Delegation nicht bereit sei, nur mit der Kommission für die Privateigentümer znsammcnzukom- men, umsomehr als man von vornherein von der russischen Abordnung eine Erklärung bestimmter Art verlange. während den anderen Parteien überhaupt keine Verpflichtungen auferlegt seien. Die Delegation sei nach
nm Haag gekommen, um auf der Grundlage der Gleich» »ercchtigung zu verhandeln, und der Präsident der rus- ischen Delegation müsse es daher ablehnen, daß die eine Partei der anderen vorher Bedingungen für ihre Zu- ammenkunft auferlegen könne. Nach Verlesung des Briefs fand eine lebhafte Aussprache statt. Der franzö- ische Delegierte Lapradelle wollte von weiteren Ber- icmdlungen nichts wissen. Er wurde hierbei von dem holländischen Delegierten StrnySen unterstützt. Die trotze Mehrheit der Kommission hat aber beschlossen, chon Mittwoch abend zu einer Sitzung der drei nicht- mssischen Kommissionen zusammenzutreten.
Neue Jnstruktione« der Russen.
Komödie der Reparationen, die Europa in zwei Sagen spalten sowie Deutschlands Auservehung verhindern. Das Okkiwationslicer allein kostere im vergangene« Jahre 1600 Millionen Goldmark, also mehr, als Deutschland geben kann. Deutschland, das alles verloren hat, soll eine unmögliche Entschädigung bezahlen; derweil sind Frankreich und Italien nicht imstande, England das Kapital ihrer Schuld zurückzuzahlen und an die Vereinigten Staaten nicht einmal die Zinsen. Alles, was Deutschland gezwungen ist. an Reparationen zu zahlen, ruft neue industrielle Krisen hervor. Wenn die ungerechten Friedensschlüsse noch nicht ebenso viele Menschen töteten, vernichteten sie doch ebensoviel Wohlstand wie der Krieg. Jeder Tag bedeutet neue Enttäuschung, trotzdem bringt jeder Taa neue Irrtümer. Es ist wie ein Rausch der Gewalt, der die Sinne verdunkelt. So sind heute in Europa mehr Menschen unter den Waffen, als vor dem Kriege. Wenn die Vereinigten Staaten sich von der wahren Gefahr überzeugen wollten, die Europa und die ganze Welt bedroht, und davon, daß die Gefahr ganz allein von dem dummen Stiftern der Reparationen ausgeht, so würde das einen großen Schritt vorwärts bedeuten.
Die Fefljlßilung der RatOenou^mörder
würde, ist also jetzt, wo Deutschland sowieso neue schwere Kämpfe zu bestehen und schier unlösbare Fragen zu entwirren hat, die Gefahr einer neuen Aufpeitschung der politischen Leidenschaften verhütet worden. Die bürgerlichen Parteien werden nun vorläufig von der Bildung, einer gleichartigen Arbeitsgemeinschaft Abstand nehmen^ und erst später, wenn die Frage spruchreif geworden ist, sich mit einer solchen befassen. Gerade hier heißt es: ~ " ich nicht alles, — so doch
Vierteljahr kann sich der
k» Aus dem Haag wird gemeldet: Wie aus zuverlässi- ter Quelle mitgeteilt wird, ist Sokolnikow, der am Sonntag zu einer Besprechung mit Tschitscherin nach Berlin gefahren war, mit einem Flugzeug nach Mov- iau weitergeretst, um Instruktionen eurzuholen. Er vird am Mittwoch im Haag zurückerwartet.
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Blick, der jetzt durch Parteileidenschaft und durch die Ereignisse getrübt worden ist, noch so klären, daß sich ohne Zwang und Ueberhaftung eine Reaierungskvali- tion bilden wird, auf deren Basis viel^cht endlich ein-
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arbeitet werden kann. Hoffentlich!
Pfänder und FLnnnZksnkrolle.
t* Der Reichskanzler hat einen Brief vom Präsidenten des Garantieausschusses erhalten, worin, wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, für die Gewährung des Moratoriums Sicherheiten gefordert werden. Nach dem „Lok.-Anz." lauten diese Forderungen: Ueber- lassuug von Pfänder» in Gestalt von Jndustrreaktlen und Einführnng einer sehr scharfen Finanzkontrolle. Der „Lok.-Anz." bemerkt hierzu: Der Gedanke laßt sich nicht von der Hand weisen, daß die Franzosen bei den Jndustriepfändern in erster Reihe Montan-Aktien un Auge haben, und was liegt naher, als daß sie bei diesen Montan-Aktien an die Ruhrkohle und die rheini;ch-we,t- kälische Industrie überhaupt denken. Das scheint ihnen sicher einträglicher als die Ruhrbesetzung zu sein.
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Nach VersaMes geht Rntzlaud »tät!
Die Moskauer Presse bereitet die öffentliche Meinung auf einen Mißerfolg der Haager.Konferenz vor. Die „Jswestija" schreibt: „Rußland wird sich nie für Selb verkaufen, die Hoffnung, baß wir vor Frankreich im Haag kapitulieren werden, ist eine schwere Selbst- üuickung. Unsere Position im Haag ist die von Genua. Rußland hat Zeit und kann warten. In einem Jahre Dird unsere Lage noch besser als heute sein, und dann «erben wir zu noch geringeren l-Mzessionen bereit sein. ^t^gebem"6^^ Presse zeigt,
daß in den Regieruugökrcisen „die schärfere Tonart^ «siegt hat. Das erste sichere Zeichen dafür war üie tberraschende Ablehnung des von Tschitscherin in Ge- rua geschlossenen ruffiiaMta -miftben Abkommens, das hrn- Machthabern im Kreml zu weit ging. .^.
Von der Kriminalpolizei HMe gehen uns noch folgende Mitteilungen zu: Am letzten Sonntag lief bei der Leitung der Halleschen Kriminalpolizei von privater Seite die Meldung ein, daß sich in dem Turm der allen Ausflügler« wohlbekannten Burgruine Saaleck unterhalb der Rudelsburg bet Bad Kösen zwei Männer auf- hielten, auf die die Beschreibung der Rathenau-Mörder paßte. Bei der Polizei wurde dieser Meldung wenig Glauben geschenkt, da nach den Ergebnisse« der Nachforschungen bei Gardelegen mit einem Aufenthalt der Mörder in der Gegend von Halle faum zu rechnen war. Trotzdem beschloß man aber, dieser vermeintlichen Spur «achzugehen, und zwei Kriminalbeamte erhielten den Auftrag, am Montag früh mit dem ersten Zug nach Kösen zu fahren und mit Unterstützung der dortiger» Polizei eine Untersuchung der Burg Saaleck vorzuneh-^ men. Der Burgturm wird seit einiger Zeit von einem! Dr. Stein, der angeblich aus Berlin sein soll, bewohnt- der sich dort mehrere Kammern hat einrichten lassen. Die Ruine wurde den ganzen Montag Vormittag über von den Beamten beobachtet und dabei die Feststellung MMacht, daß sich in den Räumen des Turmes tatsächlich mehrere Männer aufhielten. Die Beamten begaben sich daraufhin in den Mittagsstunden in den Turm und drangen bis an eine verschlossene Tür vor. die ’ wiederholter Aufforderung von innen
Die Londoner Blätter stellen fest, daß in der Reva- rationsfraqe eine gewisse Klärung emaetreten sei, d.e zugleich eine Verschlechterung der v BeBeute. G.S steht nun anscheinend fest, daß Pomcaree uich.nach London kommen will, solange die R^arationskommUnon nicht .absichtliches Verschulde^ Deutschlands ausgesprochen hat. Die Frage der Kapitalflucht schemt nicht nur in den Verhandlungen des Garantrekomitees, soir- dern auch innerhalb der Reparationskommisnon zu Schwierigkeiten zu führen. Die Franzosen mochten nach Londoner Informationen das Moratorium von einer vollkommenen Ueberwachung der deutschen^.Vnanzge- baruna abhängig machen, während auf englischer Seite die Meinung vorherrscht, daß damit ließt viel zu erreichen wäre, weil es praktisck einfach n icht möglick sei, private Transaktionen zu verhindern, und weil Mtzerdem diese Maßregel jetzt zu spät kommen würde. Man scheint weiterhin auf englischer Seite erkannt zu haben, daß einige dieser Vorschläge, die in dieser Frage laut geworden sind, auch für das Geschäftsleben des eigenen Landes recht gefährliche Eingriffe bedeuten, mck mochte diese Angelegenheit mit Vorsicht behandelt wissen.
Die Note über die Ansgleichszahlnnge«. , »-»-Aus Berlin-wird gemeldet: In der Note, die, wie halbamtlich mitgeteilt wird, Ende der vorigen Woche den Regierungen in London, Paris, Rom und Brüßel überleben worden ist, wird für die Zeit bis Ende des Jahres 1924 beantragt, daß die monatlichen Clearing-Raten, die zurzeit zwei Millionen Pfund betragen, auf eine halbe Million Pfund herabgesetzt werden und daß Barzahlungen auf Abschnitt 4 des Teils 10, insbesondere auf ,8 297 c des Vertrages von Versailles, in dieser Zeit nicht zu leisten sind. — Das Garantiekomitee ist am Dienstag -abend nach Paris abgereist.
Bin neuer Zwischenfall im Haag. l» Aus dem Haag wird gemeldet: Es wird, mikgeteilt,
Die Neparations-KomSdie.
Der frühere italienische Ministerpräsiderck Nitti schreibt im „Berl. Tagebl." über das tödliche Mißverständnis der Reparationen. Er bemerkt unter anderem:
In allen ihren öffentlichen Kundgebungen wahMö des Krieges sprach die Entente niemals von Kriegsscha- den. Nur für Belgien wurde die Pflicht des Wiederaufbaues anerkannt. Alle Pakte und Klauseln, die die Grundlage der heutigen Verträge bilden, sind die reme und völlige Meinung der Prinzipien, die die Entente ausgestellt und Wilson proklamiert hat. Das Prinzip der Reparation der Schäden wurde durch ein Mißverständnis in die Waffenstillstanösabmachung aufgenommen, obschon alle Vertreter der verbündeten und assoziierten Mächte hervorhoben, daß ein solcher mit den Waffenstillstandsbedinaungen nichts zu tun hat.
Der harte Clemenceau beharrte darauf, daß ö-ran^ reich diese Genugtuung erhalte, von allem die moralische Gleich darauf wagten sich die unsinnigsten Tendenzen hervor, und entgegen allen vorher gegebenen Versicherungen verlangte man von Deutschland und den besiegten Ländern Dinge, die diese nach ihrem Siege niemals gefordert hätten. Deutschland wurde gezwungen, seine Kolonien, Schiffe, .Kredite und Handelsorganisationen im Auslande herauszugeben. Außerdem verpflichtete man es noch, ungeheure Reparationssummen zu bezahlen. Viele Forderungen ließen sich lediglich aus der Absicht erklären, die Lebensauellen der deutschen Einheit zu verschütten. Nachdem man Deutschland erst drei rein deutsche Gebiete entrissen und durch den törichten Dan- ziger Korridor glatt in zwei Teile zerschnitt, gab es keine Widersinnigkeiten, die nicht in die Erscheinung getreten wären.
Ein Minister konnte am 2. Dezember 1919 im französischen Parlament eine Entschädigung von 375 Milliarden ankündigen, zahlbar mit Zinsen in 24 Annuitäten. jede zu 25 Milliarden Goldmark, davon 137,501 Milliarden allein für Frankreich. Noch im Dezember! 1920 bezifferte ein anderer französischer Minister für Frankreich die Forderungen allein auf 218 Milliarden, davon 77 für Pensionen und 140 für Schäden, und dabei schätzten die französischen Statistiker vor dem Kriege den gesamten Geld- und Grundbesitz Frankreichs nicht höher «ls auf 250 Milliarden Mark, und das durch den Krieg Verwüstete Gebiet war doch nur ein kleiner Teil.
Nitti verfolgt an Hand des amtlichen Materials die Verschiedenen' Phasen der Reparationsfestsetzungen mit ihren weniger albernen, aber immer noch tollen For- ^WNgen, und fährt fort: Das ist die Geschickte der
Schlössern versehen war, die sich nicht ohne weiteres en ließen, wurde zunächst nach Handwerkszeug zmn .Srechen der Türfüllung geschickt und gleichzeitig die Polizei in Halle von dem Ergebnis der Feststellungen' benachrichtigt. Da sich nach Lage der Dinge der Verdacht verstärkte, daß man tatsächlich das Versteck der Rathenau-Mörder gefunden habe, wurde auch die Naumburger Schutzpolizei benachrichtigt, die ein größeres Aufgebot von Beamten entsandte und den kleinen Hügel, auf dem sich die Ruine erhebt, streng absperren ließ. Inzwischen war es langsam Abend geworden und die Beamten schickten sich eben an, gewaltsam in das Innere des Turms einzudringen, als plötzlich die bei-
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nen. Nebeneinanderstehend brachten sie ein lautes Hoch
den Männer an einer Oeffnung nen. Nebeneinanderstehend Brad
auf den Führer der Marine-Brigade, KMitän Eürhardt, aus und verschwanden dann wieder im Turm. Wenige Minuten später waren die Beamten, die die Tür mit Berten zertrümmert hatten, in das Turmzimmer eingedrungen. Sie fanden die gesuchten Mörder leblos und blutüberströmt auf ihren Betten, die Revolver noch in der Hand. Beide hatten sich Kopfschüsse beigebracht, die allem Anschein nach sofort den Tod herbeigeführt haben. Die Leichen wurden an Ort und Stelle belassen und sofort die Staatsanwaltschaft in Naumburg benachrichtigt, die die Obduktion vornehmen lassen wird. Nach den bisherigen Feststellungen haben sich Fischer und Kern bereits seit Donnerstag letzter Woche in der Rmne aufgehalten.
Die harmlosen „Waffenfunde" in Poirdam.
Zu dem angeblichen Waffenfund in Potsdam erfährt die „T. U.". daß es sich nach Angabe der beteiligten Reichswehrbehörken um rechtmäßige Bestände handelt. Die auf den Helmen befindlichen Hakenkreuze sind darauf zurückzuführen, daß diese Bestände seinerzeit ord- nungsmätzia von den Baltikumtruppen übernommen worden sind. Unter den Beständen haben sich Dumdumgeschosse, wie in einer Meldung behauptet worden fest. nicht befunden. Die Melduna von der Entdeckung eines großen Maschinengewehrlagers in Stuttgart ist frei erfunden.
Es wäre dringend zu wünschen, daß Bet der Verbreitung von Meldungen über Waffen fünde die größte Zu-, rttckhaltunq und Vorsicht geübt würde, nicht Mein auÄ dem Grunde, die aufgepeitschte Volksleideuichaft nicht immer wieder aufs neue zu steigern, sondern auch aus außenpolitischen Gründen. Durch solche leichtfertigen Meldungen wird unseren Gegnern immer neues Material oeliefert, die wohl die Falschmeldungen als wahr! ansehen und zu neuen Drangsalierungen Deutschlands benutzen, nie Mer, wie die Erfahrungen zur Genüge gelehrt haben, von der Richtigstellung der Meldungen