Einzelbild herunterladen
 

Hersfelöer Tageblatt

yWsfelüer Kreisblatt'

Anzeigenpreis für die elnlpalflge Petitzeile oder : deren Raum 1.50 Mark, für auswärts 2.50 Mark, : die Reklamezeile 5. Mk. Bei Wiederholungen : Docklab. + Für die Sdirlfifeitung DerantiDorfildi r r, . _ . _ _ .

ZL^:^* ,u /lmtlicher Myr»g« Hr fcti Krei» Hersfels

ttttltliu

Erscheint jeden Wochentag Der Bezugspreis befolgt monatlich für Bersfeld u. durch die Poli bezogen 12.00 Mk., bei freier Zustellung 1ns Saus, Abholer 10.00 Mk. ä Druck und Verlag von budsig Funks Buchdrudierel in Bersfeld, dliiglied des VDZV.

Nv. 146

Sonnabend, den Ä4. Juni

1ÄSÄ

Die Kimmung der Zwerren-Zone.

Donnerstag vormittag ist die Uebergave des Krei­ses Leobschütz planmäßig erfolgt. Anläßlich der Wieder- übernahme der Regierung in Kreuzburg und Oberglo- , statt sandte der Reichskanzler, sowie die Reichsregierung an das Landratsamt Kreuzburg und den Magistrat Oberglogau Telegramme.

Hause des Kreiskon- '

In Leobschütz wurde auf dem H^^,^ uc» ,^ i v।x,ivn^- , trolleurs die deutsche Flagge gehißt, nachdem die Fahne -er Alliierten gesenkt war. Die Besatzungstruppen mar­schierten daraufhin aus Leobschütz ab. Freitag werden die Räumungsmaßnahmen in der zweiten Zone beendet fein. Das deutsche Reichswehr-Reiterregiment II zieht um 11 Uhr in Leobschütz ein. Es beginnen dann die Räumungsmaßnahmen in der dritten Zone. In dieser Zone liegen Rosenberg, die Teile von Lublinitz, Tarno- witz, Beuthen-Land und Gleiwitz-Land, die sich östlich

von der Grenze befinden» also in polnischeft Besitz über­gehen. Am Sonnabend rückt die deutsche und die pol­nische Polizei in diese Zone ein. Am 25. Juni ist Flag- geuwechsel. Nach Abmarsch der Besatzungstruppen am 26. Juni ziehen deutsche Truppen in Rosenberg ein. Der 25. Juni ist gleichzeitig der erste Tag der Räu­mungsmaßnahmen in der vierten Zone. In dieser Zone liegen Kosel, Pletz, sowie die polnisch werdenden Teile von Hindenburg.

Ein Devkmal für Oberschlefie«.

Nach einer Meldung desL. A." ruft ein aus Schle- stern aller Stände gebildeter Denkmalsausschutz zur Sammlung von Mitteln für ein Denkmal auf, das die Trauer des dentschen Volkes nnd der Heimatsprovinz vberschlesieu um die losgelösten Teile Overschlesiens «n- die Hoffnung auf Wiedervereinigung zum Ansdruck bringen soll. Es soll an einer der belebtesten Straßen Breslaus stehen. Alljährlich sollen an ihm Gedenkfeiern abgehalten werden.

Neue Abkomme« mit Pole«.

»-»Der.Reichsrat hielt am Donnerstag abend eine öf- ' fentliche Sitzung ab. Geheimer Legationsrat von Eckardt vom Auswärtigen Amt brächte die dringende Bitte vor, fünf neue Abkommen mit Polen möglichst sofort noch m der Plenarsitzung zu erledigen. Es handelt sich um vier Abkornncen über Oberfchlesien m^ Un Abkommen

eften Auswciö ohne Sichtvermerk der Grenzübertritt für die Grenzbewohner bis zu 10 Kilometern gestattet wird. Auch sollen im Interesse der deutschen Grenzbe- völkerung Erleichterungen im Schulwesen und Bet der Ein- und Ausfuhrbeschränkung gewährt werden. Lega- timtsrat von Eckardt teilte mit, die Räumung Oberschle­siens sei ursprünglich an die Ratifizierung dieser Ab­kommen geknüpft worden und es konnte evtl. dre Räu­mung sistiert werden. Eine Verantwortung dafür könne er nicht übernehmen. Die Abkommen werden nunmehr rvahrscheinlich auf die Tagesordnung der nächsten Ple­narsitzung am Montag gesetzt werdet».

, Korfarrty predigt die Jrredeuta.

Korfanty veröffentlicht in derRzeczpospolita", einen Gruß an die Polen Dentsch-Oberfchlesteu^, worin e» tt a. heißt, daß eine unverständliche Entsweldung mter- Mnaler Machtfaktoren zwar ^er W scher Brüder unter dem Preutzenjoch gelassen habe, doch; werde das polnische Volk sie nicht vergessen; es ser ^ Pflicht der polnischen Regierung, mittels diplomatricher Waffen ihren Landsleuten Hilfe und Beistand 'il leisten; nie werde es eine polnische Regierung geben, welche diese [ töte Pflicht nicht gewissenhaft erfüllte. Der Amruf fchließt mit den Worten:Wir grüßen end). nnerlöste

Brüder!" (1?)

Die Zwangsanleihe.

Fm Reichstagsausschitß für Steuerfragen wurde der deutschnationale Gegerlentwurf des Gefetzes über die Ztvangsanleihe abgelehnt. E'ne ausführliche Debatte entspann sich darüber, ob der Betrag, den die Zwangs- anleihe erbringen soll, auf einen Gegenwert von einer Milliarde Goldmark festgesetzt wird oder auf einen ent­sprechenden Betrag von Papiermark. Der Reichssinanz- minister ivar der Auffassung, daß es nicht erforderlich fei, den Ertrag der Zwangsan'eihi im Gesetzentwurf zah­lenmäßig zu begrenzen, da eine solche Waren?,nun be­reits im Gesetz über Aenderungen im Finanzwesen stattfindet. Der Reichssinanzminister erklärte, daß er starke Bedenken habe, für die Errechnung der Höhe des Gegenwertes von einer Milliarde Goldmark einen in der Zukunft liegenden Stichtag ztlgrundc zu legeu, weil da- imrei) eine riesenhafte Devisenspekulation geradezu ge­züchtet werden würde. Dagegen könne er sich mit der Festlemma eines bestimmten Papicrmilliardenbctrages einverstanden erklären. We:m dann über diesen Betrag eingegangene Beträge erstattet werden sollten, müßte bei Eingang eines geringeren Betrages eine Nacherhebung erfolgen.

Schließlich nahm der Steuerausschuß den Paragraph 1 des Zwangsanleihegesetzes mit dem Zusatz, der die Zwangsanleihe auf 60 Milliarden Papiermark festsept, an. Hiernach beträgt der Zeichnttnaspreis der ?rwanas- auleihe 10 vom Hnndert des Nennwertes. Ueber die Zwangsanleihe werden Schuldverschreibungett auf den jnhaber ausgcaeben. Eintragungen in das ReichSschuld- buch sind ausgeschlossetk.

Zu Paragraph 4 wurde der Antrag Dr. Becker, Hes­sen, (D. Bv.) angenommen, wonach der Paragraph fest­setzt. daß die Zwangsanleihe bis zum 1 Oktober 1925 unverzinslich ist und oom 1. November 1925 bis 31. Ok­tober 1930 in Höbe von 4 Prozent, vom 1. November

1930 in Höhe von 5 Prozent jährlich verzinst wird. Die Regierringsvorlage hatte ursprünglich nur 2^ Prozent bezw. 4 Prozent zugebilligt Die Zinsen werden halb- iährlich am 1. Mai und 1. Oktober, erstmalig am 1. Mai 1926 fällig sein. Nach Erledigung dieses Paragraphen vertagte sich der Ausschutz.

Der Kampf um die Getreideumlage. '

»»Berlin. (F. G. A.) Der Reichstagsausschnß für Volksernährung setzte am Freitag vormittag die Bera­tung des Gesetzentwurfes über die Regelung des Ver­kehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 fort, nachdem der eingesetzte Unteransschnß zu keinem bestimmten Ergeb­nis in der Preisfrage und der Höhe des Liefersolls des Umlagegetreides gekommen war. Der Antrag der Rech­ten auf Ablehnung des Umlageverfahrens und Einfüh­rung der freien Wirtschaft wurde mit 10 gegen 10 Stim­men und 8 Stimmenthaltungen abgelehnt. Der Antrag der Sozialdemokratischen Partei auf Erhöhung der Um- . .. if 4% Millionen Tonnen wurde abgelehnt, ebenso der Antrag der Rechte« auf Herabsetzung auf 1% Mil­lionen Tonnen und der Antrag Dr. Heim anf 2 Mil­lionen Tonnen nnd schließlich auch die Regierungsvor­lage. Diese Ablehnung erfolgte mit Stimmengleichheit

löste an

von 11 gegen 11 Stimmen und der Stimmenthaltung von 8 Mitgliedern des Zentrums und der Demokraten. Die Sitzung wurde abgebrochen, um der Versammlung und der Reqiernua Zeit zur Sonderberatung zu gebe«. Ueber das Ergebnis dieser Besprechungen wird Nachmit­tags 5 Uhr Mitteiluug gemacht werden.

Die Frage einer neuen Anleihekonferenz.

9-4 London. Nach einer Pariser Meldung derTimes" erklärten dortige maßgebende Kreise, daß das Darlehen an Deutschland sofort nötig sei. Es sönne nicht geduldet werden, daß das Fiasko des Bankierausschusses andere dahin gehende Bemühungen entmutigt, die Frankreich in vollem Umfange unterstützen werde. Weitere neue Schritte zur Ermöglichung der Auflegung einer solchen Anleihe wären daher wahrscheinlich, und in wohlunter­richteten Kreisen glaubt man, daß zwischen Lloud George und Poincaree darüber eine geheime Verständigung er­zielt ist Jedenfalls halte Frankreich eine solche Anleihe für wesentlich. Wahrscheinlich werde daher eine neue Einladung an. die Bankiers Met früher erfolgen, ats

_______ .D.) Der Berliner Korrespondent des .Journal" telegraphiert seinem Blatt, Satz die Verhand­lungen zwischen der deutschen Regierttng und dem Ga- rautiekomitee einen normalen Verlauf nehuren. Auf beiden Seiten zeige sich das Bemühen, die Verhanölun- gen nicht zu komplizieren, sondern versöhnlich zu ge­stalten.

W -" Die rumänischen Richtlinien für den Haag.

^ Paris. Der Mitarbeiter desTemps" in Bukarest meldet seinem Blatt, daß die rumänischen Delegierten für den Haag die strenge Weisung erhalten haben, auf jeden RaU an der Beibehaltung von Beßarabien bet Ru- mänien festzuhalten und in keiner Weise den Russen ir­gendwelche Zugeständnisse zu machen, auch nicht in der Zurückerstattunq der seinerzeit aus Rumänien entführ­ten Materialien, In allen sonstigen Angelegenheiten

- - ich -en engtt-

sollen sich die rumänischen Delegierten neu scheu und französischen Delegierten richten.

Die Russen auf der Reise nach dem Haag.

»-»Berlin. (B. T.) Die russische Delegation für den Haag ist Freitag vormittag in Berlin eingetroffen. Sie wird geführt von Litwinow, Rakowski und Sokolnt- kow. Sorefsiuski befindet sich bereits seit Donnerstag in Berlin. Die Weiterfahrt der Delegaton erfolgt vor­aussichtlich am Freitag abend. ;

Eine scharfe Kritik.

« Aus Paris wird gemeldet: Leo Bailby spricht im Intransigeant" von den wahren Ursachen, denen ine Verzögerung der Ratifikation des Wiesbadener Abkom­mens und infolgedessen die Aufschiebung der Durchfüh­rung der deutschen Sachleistungen an Frankreich zuzu- schreiben sind. Bekanntlich liegt das Wiesbadener Ab­kommen schon seit dem 21. März der französischen Kaw- mer zur Genehmigung vor. Bailby sagt u. a.: Die bü­rokratischen Treibereien, die Unterstellung der Jnter-- essen des Volkes unter die persönlichen Interessen, die persönliche Feindseligkeit der Staatsmänner unter sich, das sind, kurz gesagt, die Gründe, weshalb wir von un­seren Schuldnern noch nicht für einen Sou Waren be- kommen haben, während wir bei Lieferung dieser Waren Werte von 34 Milliarden erhalten hätten. Und da sagt man, Frankreich sei arm und müsse nad) einem Ausweg aus seiner schwierigen Lage suchen. Wie würden die übrigen Staaten ohne Frankreich reich rverden!

Feldmarschall Wilson ermordet.

->* Wie aus London gemeldet wird, wurde der Feldmar­schall Sir Henry Wilson Donnerstag nachmittag auf fei­nem Landsitz bei London von zwei Männern erschossen. Die Täter wurden verhaftet. Chamberlain teilte im Un- terhaufe mit, daß zwei bewaffnete Männer in das Land­haus des Generals eindrangen und ihn erschossen. Drei Polizisten wurden ebenfalls erschossen. Die Mitteilun­gen riefen im Unterhause Bestürzung hervor. Das Haus beschloß, sich zum Zeichen der Trauer zu vertagen.

Zu dem Wisents auf Marschall Wilson wird noch zemeldet: Einer der beiden Täter versuchte Selbstmord ;u verüben. Sir Henry Wilson stand seit einiger Zeit unter polizeilichem Schutz, da die Behörden Grund hat- ten, ein Attentat zu befürchten. Die Polizisten befanden sich gerade an der Tür seiner Wohnung, als die beiden Mörder sich näherten. DieEvening News" meldet, daß Die beiden Mörder als Siunfeiuer bekannt seien. /^

Die Renwahl des Reichspräsidenten.

DEUwahl des Reichspräsidenten ist bekaimtlich ^r den Spätherbst in Aussicht genommen. Bevor das Rerchskabrnett zu einer endgillttgen Beschlußfassung, über die näheren Vorbereitungen der Wahl imb dio Festsetzung des Termins schreitet, wird es mit den Ftth- rcrn der Retchstagsparteien über diese Frage eine Aus­sprache Herbeifuhren. Diese Aussprache soll am Dou- - nerstag oder Freitag stattftnden.

Die Kohle«lieferungen an die enteilte.

Aus Verlin wird offenbar halbamtlich gemeldet: Einige Mitglteöer des Garantiekomitees haben, wie schon kurz gemeldet, mit der Regierung eine Befpreckung über die rücksta«d,gen Kohlenliefernnge« gehabt. Eine Verständigung wurde angebahnt, ist jedoch nicht möglich gewesen, ohne der deutschen Industrie erneut schwere Opfer wegen der Kohlenversorgung aufzuerlegen. Aber wir mußten uns zu gewissen Lieferungen bereit erklä­ren, da wir stark im Rückstände mit Lieferungen waren. Formell ist noch nichts festgelegt.

Bayerns Schädigung durch die Verreichlichnug der Eisenbahn.

Die Korrespondenz der Bayerischen Volkspartei ver- onentlicht einen bemerkenswerten Artikel überBayerns Schädigung aus der Verreichlichung seiner Verkehrsan- stalten". Darin wird ausgerechnet, daß die von Bayern dem Reiche übergebenen Etsenbahiranlagen und das Posteigentum einen Wert von zusammen 336 C90 Mil­lionen haben. Dafür habe das Reich an Bayern für. die Postanlagen 620 Millionen Mark und für bie Eisen­bahnanlagen 2848 Millionen Mark zu bezahlen, zusam­men also 3468 Millionen Mark. Das Reich habe daher nach Bezahlung der Abfindungssumme völlig unvergü- tet einen Wert von 233% Milliarden in seiner Hand.

Um diesen gewaltigen Betrag sei heute das Reich zum Schaden Bayerns bereichert. Dazu komme, daß das Reich auch die Ablösungssumnte bis heute rödji bezahlt habe, ja für dir Epenbahn nicht -t^mal die vereinbarten Zif­fern. Der Artikel fchlieW: Bayern ist durch den Ueber- gang feiner Post und Eisenbahn in das Eigentum des Reiches und durch die auf Wunsch des Reiches gewährte Sturtdung der Beträge zurzeit auf das schwerste

EP«*. Vuo &sxctxlis~.ft£WÄ4üöe unvorhergesehene Schä­digung konnte nicht der Wille der Vertragschließenden | sein. Die ungeheuren Mißverhältnisse schreien nach ei- I ner Revision der Abfindungsbeträge. Niemals hätte das bayerische Volk die Verträge sankttoniert, wenn es oiese Entwickelung auch nur hätte ahnen sönnen. Recht und Gerechtigkeit, Treue und Glauben im Verkehr zwischen Reich und Land erfordert gebieterisch AbhUfe.

Ratifizierung des Aap-Abkom«tens.

»-»-Nach einerTemps"-Melöung aus Tokio ist das WaMngtoner Abkommen über die Insel Yap vom ja­panischen Ministerrat und vom Regenten selbst geneh­migt worden. Das Dokument für die Rattfizierung wird demnächst, mit den maßgebenden Unterschriften versehen, nach Washington gesandt werden.

Trotzkis Sturmlauf gegen Tschitscheri«.

aus Moskau wünscht die Partei Trotzkis RaSek als Nachfolger Tschitscherius. Man wirft Tschitscherin vor, daß er die Sowjets gezwungen hätte, nunmehr an der Haager Konferenz teUzunehmen. Trotzki habe an Tschit­scherin eine Note gerichtet und ihm darin den Vorwurf gemacht, daß er die kommunistischen Interessen auf der Konferenz von Genua nicht nachdrücklich genug vertei­digt habe.

Die Kosten des amerikanischen Besaßungsheeres.

s^-Paris. Wie dasPettt Journal" mitteilt, Hai die Botschafterkonserenz am Donnerstag über die amerika­nische Note beraten, in der die Bezahlung der Unterhal- iungskosten für das amerikanische Heer verlangt wird Die Angelegenheit ist vertagt worden, da der englische Delegierte eine Vorfrage stellte und vorschlug, Amerika sollte aufgefordert werden, offiziell seinen Sitz in der Reparationskommissvn wieder einzunehmen. Es wurde keine Entscheidung getroffen. Die Boischafier der ver- ichtedenen Mächte behielten sich das Recht vor, ihren Re­gierungen Bericht zu erstatten.

Ein neuer Mavlkorb.

»* Paris. Havas meldet, daß die Boffchafterkonferenz in ihrer Sitzung den Entwurf einer Note festgesetzt hat, die an die deutsche Regierung gerichtet werden soll und in der gegen die von dem Präsidenten des Reichstages voebe bezüglich des Anschlusses Oesterreichs an Deutsch- und gehaltene Rede protestiert wird. Ferner wurde der Text einer Note, die an den Präsidenten der Oberkvar- Mission für die englisch besetzten Gebiete gerichtet werden soll, beschlossen, die ihn in die Lage bringen soll, die in Oberschlesien verhafteten politischen Gefangenen im Rheinlande zu internieren.

Die Mörder Wilsons.

** London. Die beiden Mörder des Marschalls Wilson haben durch Revolverschüsse auch zwei Polizisten schwer verletzt. Einer von ihnen ist gestorben. Der König hat wegen der Dtordtat das für Sonnabend anläßlich des Geburtages des Prinzen von Wales angeordnete Gala- diner abgesagt.

Teilnahme Fachs an den BeisetznugsfeierNchkeite«.

»t London. Zu den Begräbntsfeierlichkeiten für den erschossenen Marschall Wllson wird sich Marschall Foch nach London begehen.

Auch Bnlgarien verlangt ein Moratorium.

»-»Brüssel. (L. A.) In der bulgarischen Kammer be­tonten die Redner aller Parteien die wirtschaftliche Not­wendigkeit eines Moratoriums für Bulgarien.