Hersfelöer Tageblatt
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Nr 144
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Ams lieOe Brot
U , Der Streit um die Getreideumlage hat sich bis zur i Krtsengcmhr zugespitzt. Sie ist der EMlostvkisrf. der das Koalitionskabinett ausetuanderzuspreimen droht, da die s Sozmlöemokratie fest gewillt ist, aus Sein Kabinett ans- ' zutreten, sofern die von der Regierung geplante Ge- ' tretdeumlage nicht durchgeführt wird. Die Landwirt- : schalt wehrt sich mit allen Kräften gegen eine abermalige1 Getreideumlage. Es ist ia richtig: auch sie hatte wäh- j remd des Krieges und 'nach ihm und hat jetzt noch bei der riesig aufsteigenden Teuerungswelle schwer zu leiden/ l«M wenn auch einige Agrargewaltige große Profite! : eingestrichen haben, so leidet die Landwirtschaft im all-j ‘ «emeineu doch ebenfalls unter der "äst der wirtschaftlichen Not. Obwohl die Zwangswirtschaft ’m Prinzip aufge-! ' hoben ist, trifft doch durch Auörlegun« einer Getreide- i Umlage die Landwirtsümst ein- teilweise Zwanasmirt-- schaft. Das mag allerdings für sie bitter sein und er» scheint auch ungerecht.
Die Regierung hat vorgeschlagen, auch für das Jahr i 1922 die Brotversorgung nach Preis und Menge für die 'unbemittelte Bevölkerung sicherzustellerr, und zwar soll auf dem Wege der Umlage von den Landwirten eine bestimmte Menge zu einem bestimmten Preis genau wie tm vorigen Jahre abgeliefert werden. Die Landwirt- ! Mast protestiert nun gegen die Aufrechterhaltung dieser f teilweise» Zwangswirtschaft, hat sich aber schließlich bereit erklärt, aus freien Stücken Sie notwendigen Getreide- mengen der Regierung zur Verfügung zu stellen, aber sie besteht dabei auf freier Preisbildung.
Hinter den Kulissen ist bis jetzt fieberhaft gearbeitet worden, um eine Einigung unter den Parteien zu erzielen, allerdings ergebnislos. Kommt eine Einigung ! nicht zustande, so droht die Gefahr einer Regierungskrisis, der automatisch die Retchstasauflösung solgen : müßte. Gegen die Getreideumlage sind die beiden Rechtsparteien, aber auch aus Zentrum und Demokratie, also ! zweien von den drei Regierungsparteien. Haben sich ver- ; schiedene Mitglieder auf die rechte Seite geschlagen. Auch die Bayrische Vdlkspartet befindet sich in Opposition. , Das würde allein schon die Besiegeluna der Getreideumlage bedeuten und das Ausscheiden der Sozialdemokra- • ten aus der ReMerungs^""""— '— ^»t* ^"'
, da der wirtschaftliche
Machtkampf eine ungeahnte Schärfe annehmen würde. Die Sozialdemokratie würde durchaus nicht schlecht ab= schneiden, denn sie Hätte die zugkrüftrgste Wahlparole, die sie überhaupt ausgeben könnte, nämlich: Schutz gegen Verteuerung des Brotes!
Eine Verdoppelung des Brotpreises könnte die große Masse des Volkes nicht mehr ertragen. Sie würde schwere Lohnkämpfe zur notwendigen Folge haben. Ebensowenig kann das sowieso schon erschütterte Deutsche Reich neue innerpolitische Erschütterungen ertragen, die durch heftige und heiße Wahlkämpfe hervorgerufen würden. Gerade hier zeigen sich wieder einmal die traurigen Folgen der Feindseligkeiten zwischen Stadt und Land, die hauptsächlich durch agitatorische Treibereien gezüchtet worden sind. Gegenseittge Opfer müssen jetzt alle Volksgenossen untereinander bringen, die Stadt ebenso wie das Land. An der Regierung und den Parteiführern wird es liegen, eine Gefahr, die noch nicht zu übersetzen ist, noch im Voraus zu beschwören. Gerade in diesem Falle wird es sich jetzt zeigen, ob das Staatsintereffe über den Parteiinteressen stehen wird, hüben wie drüben, in der Stadt wie auf dem Lande.
LekdenfchafMcher Kampf um die Umlage.
$» Berlin. Die „Zentrums-Parlamentskorrespondenz" schreibt: Die Lage ist nach wie vor sehr ernst und das Schicksal der Getreideumlage ungewiß. Wie der „Vor- würrs" betont, werden die Sozialdemokracen weder die 'Ablehnung noch 'ce Untauglichmachung der Vorlage gestatten, ohne daraus die verfastungsmäßigen Konse- anenze« zu ziehen. Der Berliner Bezirksverband der S. P. D. fordert von der Parteileitung im Falle der Ablehnung der Umlage durch den Reichstag den. sofortige« Austritt der Sozialdemokraten aus der Reichsregierung und unverzügliche Volksbefragung durch Neuwahl. Der Bezirksverband Grotz-Berlin der S. P. D. bcrief für Freitag eine Reihe von Massenversammlungen ein mit der Tagesordnung: Die Brotfrage. |
p Das Danawenfatz der Reparation.
1 «-©er Reichskohlenkommissar Dr. Stutz hatte bereW am Montag nachmittag eine Besprechung mit den! Mst- ' gliedern des Garantiekomitees über die E^ deutschen Kohle»licfer««gen. Das belgische Mstglred des Garantiekomitees, Beemelman, erklärte, daß die
gliedern des G deutsche« Kohle
ches Garantiekomoccv, ^ovcuiv«..»», ^r^'"—'„7"^..r,-' Rückstände nach den Berechnungen der Rexar<^onskom- !Mission 28 Prozent betrügen. Der Reichskohlenkommn- sar ist dagegen der Auffassung, daß die! Rückstände nur etwa 8 Prozent betragen. Es wurde vereinbart, daß in weiteren Verhandlungen ein Weg gefunden werden soL^ um die rückständigen Lieferungen so schnell als möglich
auszugleichen.
Höflichkeitsbesuch -es Garantiekomitees.
»-«-Die Mitglieder des Garantiekomitees haben am
Dienstag dem Reichskanzler Dr. Wirth. dem Reichs-- autzenminister Dr. Rathenau und dem Reichsfinanzmt- nister Dr. Hermes Höflichkeitsbesuche abgestattet. Dr Wirth gab seinen lebhaften Befürchtnuge» hinsichtlich eines weiteren Btarksturzes Ausdruck. Er betonte, daß -bei einer weiteren Abwärtsbewegung der Mark Abwehr- Maßnahmen iwtibenbia seien, da sonst alle »vinanzvlan«
Donnerstag, den 22. Juni
der Regierung hinfällig würden. " Die Beratungen mit dem Komitee werden Mittwoch im Reichsfinanzmini- sterium mit dem Minister Hermes unter Hinzuziehung der anderen beteiligten Ressorts geführt werdem Es ist mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß die Bestirch- tungen der Regierung über den kommenden Marksturz im Vordergrund der Besprechungen stehen werden.
Oesterreichs Finanznot.
i b liebet die neuen Finanzpläne der österreichischen Regierung erhält der Wiener Vertreter der II." von führender parlamentarischer Seite folgende authentische Jusormattonerr: Der Plan zerfällt 1. in das Problem der Ersparung und Sanierung der Staatsbetriebe, 2. die Sicherstelluuq der Mouopol-Erträgniffe, 3. Einführung «euer Steuern und Erhöhung bestehender Steuern, 4. die innere Anleihe. Der Finanzplan verlangt die Abstv- tzung der Bundesbahnwerkstätten und deren Ueberfüh- jr«Lg in Privatbetrieb sowie die Abstotzuna der staatli- «hen Jndustriewerke. Bezüglich des Personalabgabege- ßetzes verlangt der Ftnanzpräfioent. daß die Regierung das Recht zuerkannt erhält, die überzähligen Beamten NS«R Abfindnug zu entlassen oder sie zu pensionieren. Lsriferhohuugeu bei der Bahn sowie auf den Gebieten deS Post-, Telegraphen- und Telephonwesens, Erhöhung der Steuer« für Tabak. Salz usw. werden in Zukunft der Finanz- und der Verkehrsmmister direkt verfügen. Die neuen Steuern werden erst in Kraft treten, wenn die «eue Ikotenbank gegründet ist und die Sparmatznah-
Me» ihre Wirksamkeit erwiesen haben. Außer der Grundsteuer, der Alkoholsteuer, einer Holzproduktions- «chgabe und Efsektenumiühsteuer wird noch eine Reihe auderer einschneidenden Steuermaßnahmen in Aussicht Wumtmen. Die von der Regierung geplante innere An- gf«he wird auf den Grunosüyen -aufgebaut werden, die ^be^ntlirb der Völkerbundstaguna vorgeschlagen wvr-
Verstäudigung über die Teuerungszulage«.
wöerim. Die- tm Reichsfinanzministerium Sprtzenorganisationen geführten Verhandlun die Erhöhung der Beamtengehälter haben am
»^Berlin. Die- tm RerchMnanzministerium mit bei Sprtzenvrgainsatwnen geführten Verhandlungen übe dre Erhöhung der Beamtengehälter haben am Dienst«, spät abends zu einer Verständigung geführt. Sie solle, Mittwoch fortgesetzt
Der droheude weitere Mark stürz.
^ München. (S. 6.) Die „München-Augsburger Abend zertung" meldet: In der Besprechung im Reichskabine« mrt dem Reichsbankpräsidenten Dr. Haveustei« übe Maßnahmen gegen die weitere Markverschlechteruna ha Recchsbankprasident Havenstein sein Gutachten dahin ab gegeben, daß er gegen Zwangsmaßnahmen zur Hebum oes Markkurses sich aussprechen müsse. Der- Stand de Mark werde immer von der internationalen Bewertun! der deutschen Finanzlage abhängig sein.
ver-
Nachklänge zn den Londoner Besprechungen.
^* London. Die Besprechungen zwischen Poincare« und Lloyd George dauerten entgegen den ersten Mel- dungen 2% Stundem Die übliche vollkormnene Verständigung, wie es im amtlichen Bericht heißt, besteht aber nur in einer Verständigung darüber, daß alle aufgeworfenen Fragen auf eine weitere Besprechung schoben worden seien, zu der Poincaree Ende Juli wieder nach England fahren werde. Das wichtigste «Ergebnis der Besprechung sieht man in dem Versprechen Pöin- earees, inzwischen nichts gegen Deutschland zu unternehmen. Im. übrigen wird die Ansicht der „Westminstei Gazette" geteilt, die Konferenz habe zu nichts geführt.
Ueberlaute Freundschaftshymne«.
** London. (F. G. A.) In amtlichen Kreisen wird immer noch von der Unterhaltung Poincarees mit Lloyd George mit Bezitg auf den englisch-französischen Vertrag gesprochen. Man nimmt nunmehr an, daß die Verhandlungen hierüber weiter geführt werden, und daß auch noch eine Reihe von Privatunterhaltungen
mglisch-französischen . »unmehr an, daß die z , geführt werden, und
daß auch noch eine Reibe von Privatunterhaltungen Mischen den beiden Premierministern in diesem Jahre stattstnden werden. Man nimmt es als möglich an, daß Lloyd George im Laufe des Juli in Paris seinen amtlichen Besuch abstatten wird. Von allen Seiten gibt man sich die größte Mühe, alle Hindernisse, die noch bestehen, zu beseitigen, und es wird als sehr leicht möglich bezeichnet, daß Frankreich und England «och einmal vollständig geeint vor Europa treten werden. In amtlichen Kreisen wird darauf hingearbeitet, die Neuwahlen so schnell wie möglich vorzunehmen.
Jntcrefleuausgleich auf Deutschlands Kosten.
'»-«.Paris. <F. 83 In der französischen Presse ist in den letzten beiden Jahren wiederholt die Vermutung ge- Sutzert worden, daß England sich der deutschen Frage bediene, um auf Frankreich einen Druck zur Erlangung von Zugeständnissen im Orient auszuübem Seit einigen Monaten war vom deutschen Kuhhandel nicht mehr die Rede. Es ist deshalb doppelt beachtenswert daß der „Petit Parisien" in einem inspirierten Leitartikel den Gedanken eines derartigen Interessenausgleichs und einer entsprechenden Politik empfiehlt
Die Haager Konferen z.
»»Haag. lB. T.) Das Ergebnis der Sitzung der Konferenz am Mittwoch ist das erwartete. Minister van Karnebeek wurde Ehrenvorsitzender der Konferenz und übergab den Vorsitz dem einstimmig gewählten Patijn, der den Vorsitz in der Hauptkommission führen wird. Vizepräsident wurde der Belgier Cartier. Den Vorsitz in der Unterkommission für die Eigentumsfrage führt Philipp Lloyd Greame, den der Unterkommission für die Schulden der Franzose Alpband und den Vorsitz in der UnterkommMon für die Kredite der Italiener Baron Avezzano. Es wird weiter gemeldet, daß die Russen Gegenkommissionen zu den von den Mächten aufgestellten Kommissionen bilden und daß töte beiderseitigen
1922
Borsttzensen dann laufend in dauernde Fühlung miteinander treten werden. Ergänzend teilt das General- fekretariat mit, daß Wohngelegenheit durch ein Dienstag abend erngetroffenes Telegramm für Litwinoff, Ra- Iowski,Kressinkski,KrafsinundSokolnikowbestelltwurde
Amerikas Fernhaltung von Europa.
^»London. lF. G. A.) Der amerikanische Zeitungs- Xihttg Hearst, der bei Mond George war, hat vor seiner Abreise aus London iw dem „Evening Stanöard" einen langen Artikel veröffentlicht, in dem er aussührt, er «ehe noch den Bereinigten Staaten zurück mit der festen Ueberzeugung, daß sich Amerika außerhalb der euro- pSischen Politik halten müsse. Es sei sehr wahrscheinlich,! Satz die Lage Europas sich nicht bessern könne, ehe der! Bertrag von Versailles gründlich abgeändert sei.
« Mitztrave« gegen Rußlands Abrüstvngsvorschlag.
•$#> Kopenhagen. Nach einer Meldung schwedischer Blätter gedenkt die finnische Regierung, die Einladung der russischen Räteregierung zu einer Abrüstungskonferenz; zwischen Rußland und den früheren mit Rußland ver-1 einigten Ländern nicht anzunehmen, da Finnland bezweifelt, daß die russische Räteregierung die ernste Absicht habe, abzurüsten und selbst, wenn dies der Fall: wäre, Satz Sie Räteregieruna imstande wäre, die Abrüstung durchzuführem Um eine übereinstimmende Antwort der in Betracht kommenden Staaten, außer Finn
früheren mit Rußland ver-f
land noch Lettland unö Polen, zur Einladung zu erzielen, soll die finnische Regierung beabsichtigen, eine Konferenz dieser Länder einzuberufen.
Die Fortdauer der polnische« Kabinettskrise.
M Warscha». (B. TA Die Regierungskrise in Polen, dauert weiter an. Die Bemühungen des vom Parla-, ment bestimmten Ministerpräsidenten Przomowsky, ein Kabinett zustande zu bringen, sind vorläufig zum Still-: stand gekommen. Der Grund liegt darin, daß anfangs ; die nationalistischen Rechtsparteien Pilsudtki mit for- ' mellen Bedenken verhinderten, ohne Zustimmung des Parlaments eine neue Regierung zu ernennen, und ‘ Stute Pilsudzkis Freunde die Rechtsmehrheit verhindern ohne Zustimmung Pilsudzkis dem Kabinett Przo- mowSn zum Leben zu verhelfen, das stbriaeps MrlL. . WaL;Miinlichkeit naa- --nur- ein Ponikowskt-Kabrnett ;
ohne Ponikowski werSen wirS.
Der Rückzug der Befatzungstruppe« aus OSsrschlefieT e-* Wie aus Paris gemeldet wird, wurde offiziell an» gekündigt, daß der Rückzug der französischen Truppen [ aus Oberschlesien definitiv gegen den 30. Juni einsetzen , wird. Zu gleicher Zeit wird angegeben, wohin die ein- !zelnen Truppenkörper versetzt werden sollen. Das 151; Infanterieregiment z. B. wirb der Rheinarmee zugeteilt werden.
Der Gewerkschaftsko«gretz in Leipzig.
Der zweite Kongreßtag des Allgemeinen Gewerk- schaftsbuudes in Leipzia wurde durch eine Begrüßungsrede von Leo Jouhaux-Parts eingeleitet. @r führte u. a. aus, daß Sie französischen Arbeiter seit dem Kriege beaftf. sen hatten, daß ein Einvernehmen zwischen den deutschen und französischen Arbeitern, insbesondere im Hinblick auf die Frage der Reparationen notwendig sei. Nur durch die Zusammenarbeit Ser französischen und deutschen Arbeiter könne der Friede erhalten werden und Sie Welt gefunden.
Poincaree wieder in Paris.
»-»Ministerpräsident Poincaree ist Dienstag morgen 6,45 Uhr von seiner Londoner Reise in Paris eingetroffen, nachdem er noch am Montag die Ueberfahrt nach, Boulogne zurückgelegt hatte. Poincaree hat noch Dienstag vormittag im Ministerrat seine Kollegen über das« Resultat seiner Unterredung mit dem englischen Pre-r mierminister unterrichtet.
Englisch-französischer Notenwechsel.
►*£er „Matin" versichert, aus amtlicher Quelle ersah-- ren zu haben, Saß Sas französische Auswärtige Amt auf: das letzte Memorandum Lord Balfours über die Frage des nahen Orient geantwortet habe. Die englische Regierung hat sich bekanntlich in diesem Memorandum volle Handlungsfreiheit vorbehalten für den FM, daß sich Frankreich weigern sollte, auf Angora einen Druck auszuüben. Der Inhalt der am Dienstag in Londo« überreichten Note sei bekannt gewesen. Der ^Daily Telegraph" versichert, daß die Itote nur den Willen SeS englischen Kabinetts festigen könne, die Frage zu lösen, wie die volle Handlungsfreiheit Englands auch in Zukunft zu sichern sei.
Das Wahlergebnis im Burgeula«».
Nach den bisher vorliegenden Wahlresultaten im Burgenland ist anzunehmen, daß drei Soziakdeuwkraten, drei Christlich-Soziale, ein Bauernbündker und ein Großdeutscher aus dem Burgenland in den Wiener Nationalrat gewählt wurden.
Der Krieg i« Chiua.
Aus Hongkong wird den „Times" aemeldet, daß die Bomvardierung der Stadt Conto« durch die Flotte Sun 'j;cn Sens über 1000 Verwundete zur Folge hatte, und zwar zum Teil in der Bevölkerung von Cantou selbst, zum Teil unter den gegnerischen Truppen, die an der Flußmündung in Stellung lagen. Die Geschütze Sun Aen Sens bombardierten die Stadt aus allernächster Nähe, obwohl der nordchinefische Flügel von Canton bereits besetzt ist. Die Stadtviertel der Freurderrkolonte sollen verschont geblieben sein. Die Stadt Danton befindet sich aber in einer sehr gefährlichen Lage, da sie gegenwärtig von zwei Seiten unter Feuer steht und außerdem unter der Plünderung der siegreichen Truppen sehr- zu leiden hat , ,