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KersfelöerTageblatt

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Don budwig Funks

Nr. IBS

Donnerstag, den 15 Juni

1933

Derkampf gegen die Schuldlüge«

Anläßlich des Erscheinens der ersten sechs Bände der diplomatischen Akte» des Auswärtigen Amtes ver- anstaltete dieDeutsche Gesellschaft 1914" eine Zusam­menkunft führender Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der Vertreter des Arbeitsausschusses deutscher Verbände, Geh. Rea.-Rat Dr. von Vietfch, wies als erster Redner darauf hin, daß der Arbeitsausschuß, des­sen Vorsitzender der Reichstagsabgeordnete Freiherr von Lersner ist, schon vor längerer Zeit mit der Aus­wertung des bei derDeutschen Berlaas-Gesellschaft für Politik und Geschichte" erscheinenden Aktenwerkes betraut worden sei. Die Begründung hierfür liegt in der Aufgabe., die der Arbeitsausschuß sich gesetzt hat: Alle Kreise des Volkes ohne Unterschied der Partei von der Bedeutung der Sckuldfraae und des Versailler Ver­trages für die Gesamtheit und teilen einzelnen Volks­genossen zu überzeugen und die Kenntnis der Bor- kriegsgeschichte der Allgemeinheit zu übermitteln. Die jetzt erschlossenen Quellen werden auf lange Zeit hinaus best Ausgangspunkt für die weitere Erörterung der Schuldsrage bilden. Die geschichtliche Wahrheit wird sich weiter Bahn brechen und die von Haß und Miß­trauen vergiftete Atmosphäre reinigen helfen. Der Ar­beitsausschuß, der. der Regierung völlig unabhängig ae- genübersteht, ist die Zentralstelle für die in der Sckuld- frage arbeitenden Organisationen: Strengste Unvarter- lichkeit und Dezentralisation der Arbeit sind seine Grundsätze. Die Arbeit richtet sich gegen Artikel 281 des Versailler Vertrages und das Ultimatum der En­tente, die Deutschland einen vorsätzlich herbeigefuhrten, jahrzehntelang vorbereiteten Ananffs-, Eroberunas- und Unteriochunnskrieg vorwirft. Der Arbeitsausschuß will die moralischen und sittlichen Kräfte im deutschen Volke aufrufen, um der Anklage gegenüber ewig und fest zusammenzusteben. Dann wird das Ziel erreicht werden, die Ehre und das Ansehen des deutschen Vol­kes so zu wahren, wie wir es vor Kindern und Enkeln verantworten können.

Nack einer längeren Ansprache des Außenministers Dr. Rathenau ergriffen hervorragende Kenner der Schuldfrage, die den verschiedensten politischen Richtun­gen nahe stellen, das Wort. Als Erster unteritrick Professor Dr. HoetzsÄ die volle Objektivität der neuen

Material ausnutzen, im übrigen aber auch keine Ge- Maenüeit zu aktiver Politik in der Schuldfrage vorüber- gehen lassen An die Wissenschaft des Auslandes und an die fremden Kabinette sei zu avEeren, ihrerseits ^uck die Archive zu öffnen und so die Schuldfrage zu M?en, Deutschland sei vor diesen Veröffentlichungen in keiner Weise bange. s.

Dr« Ouarck-Frankfurt a. M.lS. .P. D.) sprach die Hoffnung aus- daß sie hoffentlich die Brücke schlagen werde zur neutralen Untersuchungskommission in Ehristtania, deren Objektivität zweifelsfrei fer und de- ni im holländischen Staatsarchiv entworfenes Pro­gramm nur gebilligt werden könne. Im übrigen muß- ren wir Geduld haben, die Wirkung der Verostent- rickuna auf die demokratische Wahrheitsliebe der West- mächte abzuwarten. Italien sei erfreulicherweise durch feinen Staatsminister Nitti voranaeganaem Nur dies dürfe ruhig auch jetzt schon unterstrichen werden, nach

NeEnde Medlicke Bündnisvolttik getrieben, freilich Ni niaffuete und zwar biP zur Aufforderung von 1889 a^Enaland Ine öffentliche Vereinbarung auf aegerr- seitiN Schütz gegen Frankreich mit Deutschland zu schließen. Heransgeber nahm schließlich Dr.

Iriedrick Thimme das Wort zu längeren Auvfuürun- gen über die methodischen Gesichtspunkte, von denen die Herausgeber der Veröffentlichung ausaeaanaen sind. Er ivrack die Ueberzeugung aus, daß der von dem sack- Uchen Inhalt der ersten sechs Bande ausgehende Ge- temteinbruef ein so überwältigender sein werde, daß IcmMae kritische Bedenken über Einzelvunkte der Me- thodik^bald verstummen würden. Die Ausführungen des Redners mündeten in der Aufforderung an das Ausland, die Oeffnuna der deutschen Archive auf alle europäischen Geheimarchive auszudebnen.

Neue Derfjondlnngen mit der Entente.

>x Halbamtlich wird aus Berlin mitgeteilt: In der Sit­zung am DienS'aa nahm die Reichsregierung den Be­richt des Star ^fetretärb Bergmann über die Verhand­lungen des L eihekomitee in Paris entgegen. Einmü­tig kam das Bedauern darüber zum Ausdruck, daß das Anleihekomitce sich genötigt gesehen habe, seine Arbeiten vorläufig zu vertagen. Von besonderer Bedeutung ist nach Auffassung des Kabinetts, daß das Komitee sich be- '-eit erklärt bat, zur Beratung einer Revarationsanleihe wieder zusammenzutreteil, sobald die gegenwärtigen Hin­dernisse beseitigt sind. Die deutsche Regierung wird im Interesse der Forderung des deutschen Wirtschaftslebens und des deutschen Kredits nach wie vor alles tun, um die Reichssinanzen auf eine gesunde Grundlage zu stellen und der Vermehrung der schwebenden Schuld mit, allen Mitteln entgegenzuwirken. Die Zahlung der am 15, Attui fälligen Monatsrate von 50 Millionen Goldumrk an die Reparationskvmmission ist angewiesen. Die -llcicksreqiernna wird mit der ReparatisuSkommission ins Benehmen treten, um durch eine vorläufige Verstän­digung über die weiteren Zahlungen eine rmgunstlge Entwicklung des Markkurses S» verhindern.

Die neue Note an Deutschland.

w5)tc Reparationskommission verhandelte am Diens­tag über die Ergänzungsnote zu ihrer Note vom 31. Mai, besonders über die Iinanzkontrolle und die zu ergreifenden Maßnahmen aeaen die Kapitalflucht. Die Note wird wahrscheinlich am Mittwoch zum Abschluß kommen und der deutschen Reaieruna übermittelt wer­den. Die Reparationskvmmission, die am Dienstag nachmittag zu einer osfiziellen Sitzung zusammentrat und noch am Abend weiterberiet, alaubt, ihre Arbeiten im Laufe des Mittwochs beenden zu können.

Kein weiterer Meinnngsanstausch London-Paris.

^ Aus Paris wird gemeldet: Der Notenwechsel zwi- fdKtt Pans und London scheint beendet zu 'cm. Londo­ner Meldungen bezeichnen es als wenig wahrscheinlich, daß Enaiand neuerdings auf das französisch: Memoran- bum antworten werde. Lloyd George sei der Ansicht, daß die kurze Zeit, die noch bis zur Eröffnung der Haager Konferenz übrig fei, eine diplomattsche Korrespondenz riau als notwendig erscheinen lasse.

Die Durchführung des Raubes Oberschlesien» s^Berlm. lT. U.) Es besteht die Möglichkeit, daß nunmehr am Donnerstag das oberschlesische RäumunaK abkommen unterzeichnet wird, und es ist damit zu rech neu, daß in diesem Iall am Ireitaa die Notifizierunc der Grenzführung erfolgt. Der kommende Sonnabenl wäre dann der erste Räumungstag. Die Einzelherter des Räumungsvlanes sind von der interalliierten Kom­mission noch mitzuteilen. Bisher steht fest, daß öi< ganze Räumung in 5 Zonen vollzogen und 24 Tage be­anspruchen soll. Bei der Räumung soll grundsätzlich ir der Weise verfahren werden, daß in den einzelner Zonen am L Räumungstage die deutschen bezw. di< polnischen Truppen einrücken, worauf dann am folgen­den Tage die alliierten Truppen die Zone räumen Bon deutscher Seite werden zunächst die Gebiete Kreuz- burg und Oberalogau in Besitz genommmen, währeni die Polen zunäckst Kattowitz Stadt und Land besetzer werden. Der Abschluß der Räumungsaktion erfolgt ir der Weise, daß die alliierten Truppen sich langsam an Oppeln konzentrieren und am 23. Räumunastaae dieses G->h'iL uns iu- pi , ^, ^^ L-veMcktenen ver- ratzen. Am'24/ Räumunastaae wird dann auch das Ge­biet Ovveln Stadt und Land von den deutschen Trup­pen beietzt werden.

Nach einer anderen Meldung sollen die Verband- lungen über das Näumunasabkommmen unterbrocher worden sein. Es liegt darüber folgende Meldung vor:

Uvterbrechttng der Uebergabeverha«dl«ugen.

«^ Oppeln. Die Uebergabeverhandlunaen sind unter­brochen. da sich erneute Schwierigkeiten ergeben haben, die es notwendig machen, daß sowohl der bentfette alr auch der polnische Bevollmächtigte von rhren Rearerun- gen Instrukttonen einholen müssen.

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Aus Kattowitz wird gemeldet: Nachdem bereits ver­schiedene Abteilungen der Menbahndtrektion der neuer polnischen Berrvaltung übergeben wurden und auch schor einzelne Bahnhöfe, u. a. Metz, von der volmichen Ver­waltung übernommen wurden, werden bte anderen Ver- wgltunäsbüros der Eisenbahndirektion Kattowitz an Montag und Dienstaa übergeben. Am Mcitwoa, fop rann auch der Kattowitzer Bahnhof übergeben werden Es ist vereinbart worden, daß am Vttttwoch, 11. Innr nachmittags 6 Uhr, der gesamte Eisenbahnb-irleb vor Polutsch-Oberscklesien von dem Beanrtenapparat bei neuen polnischen Eisenbahndirektion ubernoinmen wird Bon diesem Zeitpunkt ab haben sämtliche deutsche Eisen- bahnbeamte bis auf die zurückgebliebenen UeLerleitungs- beamten den Dienst einzustellen.

Die Ucbergabe der Pest wird am Dienstag nachmit­tag 6 Uhr erfolgen. Die Polizei soll ebenfalls Dienstac oder Mittwoch übergeben werden. Der genaue Zeitpunkt der Uebergabe des Gerichtswesens steht noch nicht fest, jedoch dürfte die Uebergabe noch in dieser Woche zu er­warten sein. Der Eisenbahnverkehr, für den.in Polmsch- Oberschlesien der neue Iahrplan m Krack tritt, wird sich zunächst noch ohne die Doraetebene Zoll- und Patzkon- trolle abwickeln, da die neue politische Grenze erst am 13. Juli in Kraft treten soll. Ende dieser Woche, wahrschein­lich am Sonnabnid, werden bereits die ersten voluifchev Truppen in Kattowitz erwartet. Die Empjanasfeierlich- keiten werden schon in Kattowitz, wie auch an anderer Orten Polnisch-Oberschlesiens, vorbereitet.

Deutschlandssechs Punkte".

i DieD. A. Z." bringt in großer Aufmachung einen Artikel unter der UeberschriftDeutschlands sechs Punkte", beit wir wegen seiner politischen Bedeutung in seinen wesentlichsten Teilen hier wiedergeben. Der Ar- ttkel knüpft an die soeben in Paris gescheiterten Zlnleihe- verhandlungen und die darüber vom Anleihekomttee ver­öffentlichte Denkschrift an ttnb führt dann mit dem Hin­weis darauf, daß der deutsche Wirtschaftskörper augen­blicklich nur noch ein Torso ist, aus, daß, wer von Deutschland Milliarden erwarte, utls folgende Zuge­ständnisse machen müsse:

1) Räumnug von Duisburg, Drisicldorf, Rtthrort ««d Fortfall der 26prozentigen Aussuhrahgabe. Primi­tivstes Rechtsempfinden gebot Aufhebung DieserSank^ tionen", als Deutschland sich dem Londoner Ultimatum heirate. 2) Räumung der besetzte« li«ksrhei»ische« Lande. Gleichzeitig Plilliardensckulden abzutragen und den fremden Militarismus zu füttern, ist für Deutsch­land unmöglich. Solch satgner a blance muß uns Zay- lungsunsähig wachen. 3) Räumung des Saarlandes.

Der ^er fallier Vertrag vertraute das Saargebiet bis zur Rückgabe an Deutschland der Obhut des Völkerbundes an. Trotzdem bereitet eine rein französische Verwaltung durch Aushungerung der Bevölkerung und Verdrängung der Industrie die A«nektion vor. Besteht für die kern­deutschen Saarländer kein Selbübestimmungsrechr? Anspruch darauf sicherten ihnen mindestens feite14 Punkte", die uns im Herbst 1918 verführten, die Waffen medtizuleaen. Ungehemmter Handelsverkehr mit einem Nicht geknechteten Saarland würde das Abträgen unserer Kriegsschulden beschleunigen. 4) Freigabe des demsche« Hanöels mit Danzig und durch denKorridor", wie in Versailles stipuliert. Die Beengung unseres Handels bezweckt lediglich die Abschnürung Deutschlands von ei­ner unentbehrlichen Kornkammer. Wir sollen arbeiten, aber dürsen nicht essen. 5) Grenzregulierung in Ober- schlesie« gemäß Versailler Vertrag. Brutaler Vertrags­bruch entriß unserem Wirtschaftskörper das vielleicht noch kräftigste seiner Glieder. Wer einem Schuldner die rechte Hand abhackt. darf Arbeit und Bezahlung von ihm nicht mehr verlangen. 6) Aufhebung des Meifibegürrsti- gungszwanges, der die deutsche Arbeitsleistung zum ohn­mächtigen Srekulationsobjekt der fremden Konkurrenz macht und darum eine Genesung unserer Wirtschaft bis zur Zahlungsfähigkeit ausschlietzt.

Nur Erfüllung mindestens dieser sechs Forderungen könnte Deutschland befähigen, seine Schuld abzutragen. Ohne ihre Erfüllung steht Deutschland früher oder spä­ter vor unbezahlten Gläubigern als Bankerotten:: oder gar Desperado, der das Innere seiner leeren Taschen nach außen zieht und mit Achselzucken erklärt:Hier stehe ich Ich kann nicht anders. Gott helfe wir!" Auch feine Nachbarn aber wird eine schwere Not zu spät dann beten und Einsicht lehren.

Wichtige Gesetzentwürfe vor dem Reichsrat.

Der Reichsrat hielt eine öffentliche Sitzung ab, Eingeaanaen sind u. a. ein Gesetzentwurf über den Aus­schluß eines Teils des Kieler Hafens aus dem Zollge­biet. ein Gesetzentwurf über Verlängerung der Gel- tnnqsdaner des Wohnnngsmangelaefetzes, ein Antrag Bayerns auf Wiedereinführung der Melde- und Be­

den den zuständigen Ausschüssen überwiesem Mit der Einführung eines netten Patzmufters erklärte sich der Reichsrat einverstandem Anaenonunen wurde der Ge­setzentwurf über die Erhöhung der pateutamtlicheu Ge­bühre«. Außerdem wird bestimmt, daß die Dauer der deutsche« Patente von 15 auf 18 Jahre verlängert wird. Auch für die Gebrauchsmuster ist eine Verlängerung der Schutzdauer voraesehem Angenommen wurde ein Gesetzentwurf, wonack der 8 91 des Reichsbeamtenge- seßes dahin geändert wird, daß die Mitaliederzahl des Reicksdiszivlinarhofes auf 30 erhöht wird. Anaerrom- men wurden Ausführunasbestimmunaen zum Ren«-, Wett- und Lotteriegesetz, das am 1. Juli in Kraft tritt. Ausdrücklich wurde in den Ausschüssen wie im Plenum hervorgehoben, daß der Umstand, daß icmand bisher schon Buchmacher war, damit also eine bisher strafbare Tätigkeit ausgeübt hat, keinen. Grund abgeben soll zum Ausschluß von der Konzesuonreruna. Ueber die Zahl der zugelassenen Buchmacher soll unter, den Ein­zelregierungen eine Vereinbarung über aewiste Richt­linien abgeschlossen werden. Iür den Totalrsawrbetrreb sollen die Rennvereine wesentliche Erlecchterunaen er­halten. Angenommen wurde ein Gesetzentwurf, der die drei zwischen Deutschland und Irankrelchabaeschlone- nen Sachliefernvasabromme« ratlfizcert. NachstS Sitzung Ireitaa. Zur Beratung steht der Gesetzentwurf über die Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der

Ernte 1922.

Ebert über seinen Münchener AufenthaU.

v-^Der Reichspräsident zog vor seiner Abreise aus Mün­chen den Münchener Korrespondenten derDresdener Volkszeitung" ins Gespräch und sagte ibm folgendes: Ich war mir klar über die innen- und aunenpvlctlsche Bedeutung meiner Reise, die dem Ausgleich zwischen den Volksklassen, den deutsche« Stämmen uud letzte« Endes der großen Ratio« dienen soll. Ich gehe von München zurück mit dem Bewußtsein, durch die persön­liche Fühlungnahme mit den Iührern des bayerischen Volkes diesen Ausgleich gefördert und die Geschlosse«, Heit des deutschen Volkes und feinen Wiederaufbauwil­len nach innen und außen neuerdings zum Ausdruck ge­bracht zu haben. Die Rechtspresse wird rvahrscheinltch über das Gejohle und Pfeifen mancher Straßenjungen ein großes Geschrei erheben. Das kann und darf nicht stören. Ick habe auch schon andererorts Lümmeleien ge­gen mich als Repräsentanten der Republik zur Genüge erlebt, aber solange auf die Republik nur gepfiffen wird, können wir ruhig an deren Aufbau weiter schaffen.

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Ueber die Störungen während der Anwesenheit des Reichspräsidenten in München ist noch zu berichten: Vor Der Wohnung des Ministerpräsidenten, wo um 2 Uhr die Tafel stattfand, hatten sich etwa 50 Personen angejam- smelt. Um eine etwaige Wiederholung der Vorkommniffe Dom Vormittag zu verhüten, hielt die Polizei eine Streife ab. 46 Personen wurden auf zwei Lastairtos zur Polt- tzeidirektion gebracht, vernommen und größtenteils wie- Der entlassen. In, Laufe des Tages sind von Polizeior- »anen an verschiedenen Platzen zahlreiche Personalien- ßeststellungen vorgenommen worden.

DieMünchener Nachrichten" melden, daß etwa 12 Leute, die dem Reichsvrästdcnten mit rote« Badehose« Mgewinkt und sich am Pfeifen beteiligt hatten, polizeilich porgefübrt und verhört wurden. Einige behaupten, daß 'sie mit dem Pfeifen ihr Mißfallen über den Besuch des Reichspräsidenten Hätterr ausdrücken wollen. Außer am