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Hersfelöer Tageblatt

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Gersfelöer Kreisblatt" [

Mtlichsr Anzeiger für -en Kreis Hersfel- [

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MZr. 1B0

Dien-tag, den 6. Juni

19258

Die internationale Anleihe.

Der Zweck der internationalen Anleihe ist, zunächst Frankreich, Belgien und Italien Geld zu verschaffen. Da Frankreich Bargeld notwendig braucht, so hat es an sich gegen eine internationale Anleihe nichts einzuwen- den. Allein es will nicht nur das Bargeld der inter­nationalen Anleihe, sondern darüber Hinairs auch die unverkürztenRechte" aus dem Versailler Vertrag be­halten, um sie nach Gutdünken ausüben zu können. Nun hat die WirtschaftttS ' und finanzielle Entwicklung ein­dringlich gelehrt, 1 sich der Versailler Bertraa auf Spitz und Knopf nkyt ausführen läßt. Diese Erkennt­nis ist auch in Wallstreet durchgedrungen, der Neuyor- ker Börsenstraße, in der die Bankpaläste des öollarika- nischen Finanzkapitals stehen. Dieses ist nicht nur ein Ding an sich. Vielmehr ist es eng mit der Industrie und der Rohstofferzeugung (Getreide, Baumwolle, Pe­troleum) verbunden. Wenn sich das öollarikanische Fi­nanzkapital heute mit der europäischen Wirtschaftskrise beschäftigt, so nicht deshalb, weil Deutschland unter der Last der wirtschaftlichen und finanziellen Zwangsauf­lagen des Versailler Vertrages zusammenbrechen muß, sondern nur deshalb, weil dieser Zusammenbruch, der auch Mittel- und Westeuropa in seinen Strudel zieht, für die nordamerikanische Industrie und Rohstofferzeu- gung eine Wirtschafts- und Absatzkrise von gefährlichem Ausmaß bedeutet. Das dollarikauische Kapital will we­der Frankreich noch Deutschland helfen. Es handelt sich nur um die Sicherung und Wiederaufrichtung der euro­päischen Märkte. Aus der dollarikanischen Handelsstati­stik ist zu ersehen, daß der Außenhandel mit Europa starke Verschiebungen und Einbußen erlitten hat. We­der Südamerika noch der ferne Osten haben sich auf- nahmefähig genug gezeigt, um der amerikanischen Wirt­schaft die Abkehr von Europa zu gestatten. Was die Ur­heber des Versailler Vertrages mißachteten, das war die aus wirtschaftsgeographischen Gründen gewachsene und gewordene Erdwirtschaft. Die Voraussetzung, daß Deutschland Jahr für Jahr 10 oder 12 Milliarden Gold- mark Entschädigung zahlen könnte, war in dem Hirn von Leuten entstanden, die sich niemals ernstlich mit lieb konnte und kann Deutschland nicht einmal 1 Mil­liarde Goldmark im Jahr abstotzen, ohne Gefahr zu lau­sen, sich in absehbarer Zeit finanziell zu verbluten.

Unter diesem Sehwinkel ist auch die internationale Anleihe zu wertem Es ist töricht, heute schon davon Sreden, daß nach dem vielleicht geglückten ersten Ver- dieser regelmäßig wiederholt werden soll. Jede neue internationale Anleihe würde nämlich die Sicher­heit der früheren Anleihen gefährden, oder aber die neuen Anleihen würden sofort notleidend. Bei der L-r- cherheit ist eben von der Wirtschaftskraft Deutschlands auszugehen. Diese ist zu messen an dem gesamten Volks­einkommen, das zunächst für die Lebenskosten und mr die notwendigen Rohstoffe ausreichen muß. Darüber hinaus ist die Bildung neuen Betriebskapitals erforder­lich, weil sonst der Wirtschaftsmechanismus zerfallen würde. Die Nutzanwendung aus dieser Lehre ist schon gemacht worden. Das geschah im Sommer 1921, als nur die erste Ersüllungsmilliarde aufzubringen verruchten. Dieser Versuch wurde an einem Wirtschaftskörper unter­nommen, der durch den Krieg und die Abzapfungen auf Grund des Versailler Vertrages schon blutleer gewor­den war. Die internationale Anleihe macht uns nicht für ein oder zwei Jahre lastenfrei. Im Gegenteck, sie wird für den Zinsendienst die sichersten Einnahmen m Anspruch nehmen Ob die Anleihe tatsächlich den Be- traq von einer Milliarde Dollar erreicht oder erreichen wird, hängt wesentlich von den Sicherheiten ab. Der Zinssatz und der Ablösnugsteil werden an sich schon nickt gering sein, sodaß bei einer Milliarde Dollar mit ei^m ^Zinsen und Ablösungsdienst von 500 bis 600 Millionen Goldmark zu rechnen ist. Sollen dazu noch die Sachsteferungeu in Höhe von 1440 Millionen Gold­mark kommen, die wir im Inland aufbringen müssen, so ist unsere finanzielle Lage durchaus nicht besser, eher schlechter. Sie verschärft sich noch, wenn MtS nicht ein erheblicher Teil der Anleihe für die Beschaffung von Rohstoffen überlassen wird.

»-.Gens. (S. C.) Havas meldet: Die Reparations- kommisston hält mit der Antwort nach Berlin chre Mtt- aibeit au den, Anleiheprogramm für vorläufig erledigt. Der Finanzausschuß der Komunsston unter Vorsitz des Belgiers Delaeroir hat seinen Bericht fertrggestellt, der d e Ausführung einer internationalen Anleihe unter der ausschließlichen Verfügung der Wiedergutmachnngskom- mission vorschlägt.

^. Paris. (F. G. A.) Wie derNeuyork Herald" be­richtet wurde in den bisherigen Sitzungen des,. Komitees nur die deutsche Finanzfrage geprüft. Der nächste Sit- zunastaa am Mittwoch wird aber ein entscheidender Tag f "n da an ihm die Möglichkeit, Deutschland eine An- K zu gewähren, entschieden wird. Ein Mitglied des Komitees Morgan erklärte dem Korrerpondenten des « Mies daß die Bankiers sich ausschließlcch mit der Frage der Garantien für die Anleihe befaßt hätte«, und daß sie zu der Ueberzeugung gelangt Mn, daß die Kn- si iltionen, die sie anfänglich von der Revaratmnskom- Mission in dieser Beziehung erhalten hatten, unklar ge- u-efe» seien Aus diesen! einzigen Grund ser die Sitzung vertagt worden. Am Freitag wurde erneut darauf hin­gewiesen, daß eine der Bedingungen für das Gelingen der Anleihe das Vertrauen in die Zukunft Europas sei und daß ein solches nur durch ein geschlossenes Einver- KMdnis mit Frankreich und England mWhÄ sei.

Morgan über die Anleihe.

o* Genf. (S. E) DerTemps" hat Morgan über die Aussichten und die voraussichtliche Dauer der Finanz- konferenz befragen lassen. Morgan machte das Zustande­kommen der Anleihe von großen Zugeständnisse« Tentschlands ««S auch der Entente abhängig. Er lehnte es ab, den Propheten zu spielen. Sein Aufenthalt in Paris sei vorläufig bis Ende Juni vorgesehen.

Neuer Aufstand in OberschTesien»

Eingreifen italienischen und englischen Militärs.

««-Aus Oppeln wird gemeldet: Die interalliierte Kommission hat beschlossen, ein italienisches und ein englisches Bataillon in die gefährdeten Bezirke zu ent­senden. I« Rybnik, Pletz und Sohrau haben neue Deutschenverfolgungen stattgefunden. In Rybnik sind in der Nacht znm Sonnabend 15 Geschäfte geplündert und die Deutschen mißhandelt worden. Aus Römer- grube sind alle Beamten «ttd viele Arbeiter wegen der Gefahren «nd Drohungen geflohen. Der deutsche Pastor in Sohrau mntzte fliehe«. Hilferufe liege« vor aus Bir- thal, Schoppinitz, Myslowitz, Laurahütte, Kattowitz, Boguschütz, Nicolai, Loßlan und Nybnrk. In Eichena« ist der Postagent mißhandelt und die Postkasse geraubt morden. In Loslau sind sämtliche dentschen Postbeam­ten zum Verlassen des Postamts gezwungen worden. Der Postdirektor in Rybnik wurde von französische« Trnppcn verhaftet. Die orSnnugsmätzige Uebergabe an die polnische Verwaltung ist hierdurch in Frage gestellt. Der Oberbürgermeister von Gleiwitz wandte sich wege« der starken Ansammlungen von Flüchtlingen, die be­drohlichen Charakter annehmen, an den dentschen Be­vollmächtigte«.

Deutsche Leidenstage in OSerMefien.

««Berlin. (L. A.) Der oberschlesische Berg- und Hüttenmännische Verein in Gleiwitz, sowie der Arbeit- geberverbanS der oberschlesischen Montan-Jndustrie haben an die Reichsregierung ein Telegramm gesandt, in dem es heißt:Terrorakte gegen deutschgesinnte Be­amte und Arbeiter im polnisch werdenden Teil des Ju- Die Jndustriewerke in den LamÄemeinden werden binnen kurzem Sie Arbeit einstellen müffen. Die Re­gierung möge bei der interalliierten Kommission Schutz erbitten und sie auf die weitere Ausbreitung des Ter­rors aufmerksam machen. Die Lage wird weiterhin in allen Nachrichten als sehr bedrohlich geschfldert. Der deutsche Bevollmächtigte ist deswegen erneut bei der I. A. K. um Schutz vorstellig geworden. Am Freitag erschienen auch deutsche und polnische Gewerkschaftsfüh­rer, wurden aber von der interalliierten Kommission nicht empfangen. Darauf setzen sie sich mit dem deut­schen und dem polnischen Kommissar in Verbindung, die ihnen versprachen, alle Schritte zur Befriedigung des Aufruhrgebiets zu tuu. Die Nacht zum Sonnabend ver­lies infolge der Verhängung des Belagerungszustaudes etwas ruhiger. In der Nacht sind 300 Italiener nach Rybrcik abgegangen. In Dobrik, wo deutsche Beamte Überfällen mcd beraubt wurden, rückten am Sonnabend 18 Engländer mit zwei Tanks ein und besetzten den Ort. w Breslan. (S. E ) Die interEiierte Kommission hat am Sonnabend früh den Bezagernngsznstand in Ober- schlesien auf das ganze Abstimmungsgebiet ausgedehnt. In der letzten Nacht sind aus Kattowitz 100 deutsche Ein- wohner von polnischen Banden abgeschoben und über die Grenze geführt worden. Ein zweites englisches Ba­taillon soll im Laufe des Sonnabends aus Oppeln nach Beuchen abgehen.

Organisiernug des Kampfes gegen den Terror.

««Aus Kattowitz wird gemeldet: Freitag nachmittag fand auf Einladung des zukünftigen Woiwoden eine Konferenz mit der polnifchen Behörde statt, an der Ver­treter der deutschen und polnischen Presse sowie Vertre­ter der Gewerkschaften Oberschlesiens teilnahmen. In dieser Sitzung wurde beschlossen, anläßlich der jüngsten Ereignisse im Industriegebiet in folgender Richtung zu wirken: Jeder nationale, politische und religiöse Terror muß bekämpft und ausgeschaltet werden. Bor allem ist jedem Baudizismus entgegenzutretem Die nicht ver- treterren Zeitungen Polnisch- und Deutsch-Oberschlesiens werden ersucht werden, sich dieser Entscheidung durch Verössentlichung anzuschließen und in diesem Sinne zu wirken. In der gleichen Sitzung wurde auch gegen die Befchräukrt«g der Preffefreiheit durch den Belägernngs- zn stand Einspruch erhoben.

Ueberfall ans Schloß Pilgramsdorf.

««- Auf das Schloß Pilgramsdorf, ist von bewaffneten polnischen Banden ein Ueberfall verübt wordeir. Der Besitzer des Schlosses ist bekanntlich der Vorsitzende des deutschen oberschlesischen Volksbundes zum Schutze der Millderhettem Nachdem die Banditen durch Zertrüm­merung der verschlossenen Tore und Türen durch Hand­granaten sich Eingang verschafft hatten, trat ihnen der Bruder des Besitzers, der Oberst a. D. Freiherr von Reitzenstein entgegen. Er wurde schwer mißhandelt so- daß er blutüberströmt und besinnungslos zu Boden stürzte. Der Besitzer des Schlosses war zufällig abwe­send. Ohne Zweifel handelt es sich um ein politisches Attentat, was auch daraus hervorgeht, daß im Schloß nichts geplündert wurde und daß die Banditen erst ab- zoaen, als sie den vermeinflichen Besitzer tot am Boden liegen zu sehen glaubten.

Was Frankreich rwch vergessen hatte!

»«Wegen des Uebergabetermius für Oberschlesien ha­ben sich unerwarteterweise Schwierigkeiten eingestellt.

Die Boftchafterkonferenz h-si nämlich nach . . tton des Genfer Abkommen.) den Wunsch geb diesem Abkommen noch einigt Zusatzbestimmn - . . . . zugesüat würden, die eine^ucchere Beitimmunn ir? die Fortdauer des deutschen Recht?, in Oberschlesi-'n erhal­ten sollen, in dem Simre, daß dikienigcn deutschen: nad. der Besetzung Oberschlesiens erlangen Geletze, die von der internationalen Kommission nich'l anerkannt worden sind, in dem polnisch werdenden Teil Dberschlcsiens auch nach der Uebergabe keine Gülrigkeit habM sollen. Hier­aus haben sich formelle Schwierigkett-'n ergeben, ob die­ses Zusatzabkommen ebensalls ratifiziert werden muß ober nicht. Die Frage unterliegt zur Zeit bei Prüfung der beiden Bevollmächtigten. Ist eine RaUrzierung notwendig, so verzögert sich dementsprechend die Seher­gabe bis nach der Beschlußfassung des deutschen und des polnischen Parlaments über die Ratifizierung.

Eine Ungeheuerlichkeit.

Die interalliierte Regierungskommission hat ver­langt, daß die von dem interalliierten Sondergericht zu- meift wegen der Petersöorfer Vorgänge Mgeurteilien mit der Räumung Oberschlesiens in französische Zäm,- «isse übergeführt werden sollen. Daraufhin hat der deutsche Gesandte Eckardt Protest erhoben. Bo fetten der interalliierten Kommission wurde erklärt, daß die endgültige Entscheidung noch bet den Kabinetten in London, Paris und Rom liege.

Ganz Deulsch-Südweftafriba im Aufstand.

Nach den letzte« Meldungen aus Südwestafrika hat der Hottentotten-Aufstantz auch aus die anSeren Ei«ge- borenen übergegriffen, so Satz sich Sas ganze Protckto- ratsgebiet von Dentsch-SitSwestafrika im Anfstand bei findet. Die Regierung der Union hat in aller Eile eine Anzahl Regierungstrnppen nach dem Anfstaudsgeblst entsandt. Es wird aber bezweifelt, Satz ihre Zahl aus- reicht, um die Bewegung zu unterdrücken.

Ein französischer Anleitzeplan.

Wie derEclair" mitteilt, hat Frankreich dem An- leihekomitee einen Plan unterbreitet, der die Seuttchen SchRldverschrcibuugsu der GeM D Mühe von 82 Mit- uaroe» unter Ser Bedingnug annulliert, daß die alliier­ten Schulden erlassen weröem Von den verbleibende« 50 Milliarden soll England seinen 9fnteii von 22 Proz., also 11 Milliarde«, erhalten. Auf diesen Anteil würde dann England Verzicht leisten, sodaß die deutsche Schuld auf 39 Milliarden ermäßigt würde. Diese 39 Milliar­den sollen nach dem französisckicn Plan durch eine Reihe von Anlechen gedeckt werden. Frankreich und Belgien sollen nach dem Empfang entsprechender Summen schrittweise auf die im Versailler Vertrag vorgesehenen Hypotheken auf das deutsche Eigentum verzichten.

Der kulturelle Kampf des Deutschtums.

In der zweiten Fachsitzung des deutschen Schutzbun­des in Allenstein wurde der kulturelle Kampf gegen die Seutschen Minderheiten «ud ihre Selbsthilfe besprochen. Als erster Redner sprach Dr. Greeve« über die romani­schen und. insbesondere über die französischen und üel- esischen Methoden des Kampfes gegen die Deutschen. Die Selbsthilfe könne uns nur durch Besinnung auf wirklich deutsches Wesen und durch Betonung des deutschen Men­schen im deutschen Werk gelingen. Als zweiter Redner sprach der Chefredakteur desDeurschen" in Berlin, Dr. Ullmau«, über die slawischen Ntethddea zur Bettimp- fung -es De«tscht«ms. Alles werde versucht, nad) dem Wort von Clemenceau, daß es 26 000 000 Teutsche zu viel gäbe, die Binnenöeutschen von den Grenzlanddeut- schen zu trennen. Alles werde außerdem getan, um durch Abschneiderr der Verbindungen ein Verdorren der deut­schen Kultur in den Grenzländern immer mehr hewor- zurufen. Die Möglichkeit zur Bekämpfung dieser sla­wischen Gegnerschaft fei eine feste Verbindunq von Bin­nen- und Grenzlanddeutschen. Ueber die dänische« Methode« z«r Vekämpf«ug des Deutschtums sprach der dänische Reichstagsabgeordnete aus dem abgetretenen Gebiet Pastor Schmidt-Wodder. Er betonte, daß sich in Dänemark zwei germanische Welten bekämpfen. Wir haben das Gefühl, daß uns die Herzen der Menschen von Dünemark durch den höheren Wert der Krone gestohlen werden. Man hat aber nicht bedacht, daß letzten Endes die deutsche Arbeit der dänischen Arbeit überlegen ist, weil die Dänen ein sattes und bequemes Volk geworden sind. Wir haben auch Die plattdeutsche Kultur den dä­nischen Methoden gegenüber zu stellen. Wir haben au­ßerdem mit Freude festgesteitt, daß die deutschen Siaats- metboöen wesentlich den oanüdien überlegen sind. Als vierter Redner sprach Dr. Otto Fischer und schilderte Se» Kampf, de« das finstere Rußland gegen Sie deut­sche» Wolgakolouisteu geführt habe.

Sie PaHWutzgMung norm KeiHswirWaftskat.

Der vorläufige ReiHswirtschastsrat nahm die Vor­schläge des SiedlungSausschusses zu dem GesetzeMwurf über die Verlängerung der Pachtschutzorduung nach län­gerer Aussprache mit einer Reihe von Abanderungs- anträgen von Arbeitnehmerseite an. Der soziale Pach­terschutz soll auf Grulldstücke bis zur Größe von 10 Hek­tar ausgedehnt werden. Die obersten LandeSbebörden können jedoch diese Größe hinauf oder herabsetzen. Maß­gebend dafür ist der Umfang einer selbständigen Sicker- nahrung. Die Kündigung der Pachtverträge durck die Verpächter soll nur unter außerordentlich wichtigen Gründen möglich sein. Außerdem ist die Zustimmung des Pachteinigungsamtes notwendig. Bei Reuverpack» hingen soll die Geldentwertung nicht als Grundlage für eine bestimmte Ausglejchnng der Packtpreise genommen